Unser Weihnachten 2016

Schon vor Wochen hatten wir unseren Familien gesagt, dass wir dieses Weihnachten alleine für uns verbringen möchten. Ganz ohne Stress und Hektik. Denn so schön es auch ist die Familie zu sehen, ist es in unserem Fall logistisch doch immer eine Herausforderung 4 Parteien an 2 Tagen unter einen Hut zu bringen ohne hinterher völlig überfressen auf dem Zahnfleisch zu kriechen.
Mit der Schwangerschaft hatten wir dann auch eine Ausrede, die alle akzeptieren ohne zu murren und so stand einem ruhigen Weihnachten im Grunde nichts im Wege.

Der Morgen des 24. Dezember, begann jedoch wie der Abend davor endete.
Ich war wütend, traurig und weinte viel. Der Freund und ich redeten viel und er versuchte mich aufzumuntern, was ich ihm nicht gerade leicht machte.
Mir stand nicht der Sinn nach Weihnachten. Ich wollte nicht so tun als sei alles super, denn das war es für mich nicht. Es war Scheiße. Ich bat ihn sogar zu seinen Eltern zu fahren, damit zumindest er ein wenig Weihnachten feiern konnte, aber er weigerte sich. Ich bekam es erst im Nachhinein mit, aber der Freund hatte auch mit seinen Eltern gesprochen und ihnen erzählt, was sich die Tage ergeben hatte. Sie legten ihm nahe bei mir zu bleiben. Sein Papa sagte wohl sogar, er will ihn nicht mehr sehen ehe das Baby da sei. Das klingt doof, aber ich weiß genau wie es gemeint ist, vor allem weil der Freund eigentlich noch mal wegen der Technik Zuhause vorbeischauen wollte/sollte. Das war wirklich schön. Ja, meine Schwiegereltern sind schon toll.

Der Freund gab aber nicht auf und schmückte den Baum, während ich mit einer Freundin telefonierte. Das tat richtig gut und auch wenn sich nichts an der Situation geändert hatte, fühlte ich mich nicht mehr wie der schlimmste Mensch auf diesem Planeten. Und dann begann Weihnachten.

Wir verbrachten ein wunderbar faules, ruhiges Weihnachten ganz für uns.
Wir machten es uns den ganzen Tag in Jogginghose und weiten Pullis bequem. Bereiteten das Abendessen vor und ließen nach einer ganz minimalistischen Bescherung den Abend kuschelnd auf dem Sofa mit dem Wunder von Manhattan und Herr der Ringe ausklingen. Wir hatten so viel Zeit für uns, das war ganz ungewohnt und so wichtig. Ich habe das Reden und die Nähe des Freundes sehr vermisst, denn gerade in den letzten Wochen kam beides aus verschiedensten Gründen viel zu kurz. Ich habe jeden Moment aufgesogen wir ein Schwamm.

Am 25.12. blieben wir lange im Bett liegen und entschlossen uns spontan nachmittags ins Kino zu gehen. Wer weiß, wann wir das das nächste Mal so ohne Weiteres machen können. Die Freude in den Augen als ich vorschlug, dass wir uns den neuen Star Wars ansehen könnten, war echt das größte Geschenk für mich. Da konnte man den kleinen Jungen richtig herausleuchten sehen. Der Film war klasse und der Freund danach richtig aufgekratzt. Ich glaube, er hätte ihn am liebsten direkt noch mal geschaut. Ich liebe es einfach ihn so zu sehen. So glücklich und gelöst.
Zuhause angekommen, bereiteten wir unser Abendessen vor und machten es dann mit der 9. Staffel Big Bang Theory gemütlich.

Am 26.12. standen wir wieder super spät auf und schlugen uns den Bauch mit einem opulenten Pancake-Frühstück den Bauch voll. Wir wollten schon vor Wochen ins Thermalbad, hatten es aber bisher nicht geschafft und entschieden uns es jetzt zu wagen. Wir hatten beide keine Lust auf ein großes Programm, aber nur Zuhause sitzen wollten wir auch nicht. Es schien als hätte die halbe Stadt dieselbe Idee gehabt. Wir ließen uns davon aber nicht abschrecken und irgendwann fanden wir dann auch einen Parkplatz. Das Bad war wirklich total voll, das tat der Entspannung aber keinen Abbruch. Wir ließen uns durch das warme Wasser treiben und genossen die Schwerelosigkeit. Nach ein paar Stunden fuhren wir wieder nach Hause und ließen den Tag ganz ruhig ausklingen.

Unser Weihnachten war nach ein paar Anlaufschwierigkeiten in einem Wort: entspannt. Es war wunderschön und voller tiefer, inniger Momente, die mir unheimlich viel bedeuten. Das Baby war an beiden Tagen ungewöhnlich lange am Stück aktiv als freute es sich auch total über Papas Aufmerksamkeit. Der wurde auch nicht müde zu erzählen wie sehr er sich auf unser Baby freut. Ich kann das gar nicht oft genug hören. Das sind solche Momente, da drohe ich zu vor lauter Glücksgefühlen zu platzen. Herzschmelzmomente! Ich habe die Zeit so genossen und bin richtig traurig, dass der Freund nun wieder arbeiten muss.

Weihnachten hätte nicht schöner sein können. Mir hat nichts und niemand gefehlt. Es war genau richtig so. Es hätte ruhig noch länger dauern können, aber ich bin auch ein bisschen froh, dass es vorbei ist und Baby noch im Bauch ;-)

Unser erstes Weihnachten als Familie.
Unser letztes Weihnachten zu zweit. ♡

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Christmas is near

Dieses Jahr kommt Weihnachten so plötzlich. Durch die ganzen Termine diese Woche (und die davor und die davor…), kamen wir nicht wie geplant dazu irgendetwas zu erledigen.

Der Baum steht noch immer zusammen gebunden auf dem Balkon. Das Menü wurde in 2 Minuten aus dem Ärmel geschüttelt, statt schön durchdacht zu sein. Ich wollte es ganz besonders und anders haben. 

Die Wohnung versinkt im Chaos, weil keine Zeit zu putzen war. Wir waren auf genau einem Weihnachtsmarkt und auch sonst wurde nichts aus unserem Weihnachtsritual sonntags mit einer leckeren Nascherei Weihnachtsfilme zu schauen. 

Um es nett auszudrücken war der Dezember bisher alles andere als besinnlich. Chaos beherrscht das Winterwuderland. Das ist nicht mehr zu ändern. Heute noch Mal ein bisschen stressig, damit wir zumindest die nächsten Tage gemütlich zusammen, ganz in Ruhe, verbringen können. Das wäre so schön.

Aufgrund der geplanten Elternzeit hat der Freund nämlich nicht frei und muss nach Weihnachten auf Bereitschaftsdienst übernehmen, was längere Arbeitszeiten und eben die Erreichbarkeit rund um die Uhr bedeutet. Umso wichtiger mir diese 3 Tage. So war das also mit unserer Vorweihnachtszeit 2016. 

Nächstes Jahr wird das wieder besser!

Nachweihnachtsgedanken

Da fiebert man lange auf diese Zeit im Jahr hin und mit einem Wimpernschlag ist sie wieder vorbei.
Na gut, die Vorweihnachtszeit war arbeitsbedingt sehr stressig, aber das ist wohl jedes Jahr so.
Nächstes Jahr möchte ich das alles ein bisschen entschleunigen und mir mehr Zeit freischaufeln, um die Zeit zu genießen und zur Ruhe zu kommen.

Dazu gehört auch, dass ich Weihnachten anders verbringen möchte.
Das Bedürfnis alle sehen und Zeit mit den Familien verbringen zu wollen kommt auch aus mir selbst, aber es stört mich, dass das es immer wir sind, die hin und her fahren.
Das heißt, erst in die alte Heimat fahren und dann alle Besuche in zwei Tage packen und dazwischen.zig Kilometer runterreißen.

Ich kann mir Schöneres vorstellen als die Feiertage im Auto zu verbringen. Es ist mir zu voll und von allem zuviel. Vor allem mag ich es nicht, dass ich es als Pflicht empfinde. Wann seid ihr da? ist eine der meist gefragten Fragen. Die Frage, ob wir kommen, wird da gar nicht gestellt oder ob es passt.

Heilig Abend war wunderschön und entspannt. Am nächsten Morgen lagen wir im Bett und keiner von uns hatte recht Lust zu packen und loszufahren.

Nächstes Jahr möchte ich das entzerren. Vielleicht lade ich alle zu uns ein. Bei Pia las ich von einem Vorweihnachtsessen. Ich finde die Idee super und kann mir auch vorstellen das Weihnachtsessen vorzuverlegen und die Weihnachtstage für uns zu haben.
Oder den Abend mit Freunden ausklingen zu lassen, aber das wird wohl eher nichts.

Ganz auf die Familie verzichten mag ich nicht, aber wir es bündeln oder eben aufteilen könnten, wäre ich schon sehr glücklich.. So schön es auch immer ist, es ist mir eben zuviel. Zuviele Geschichten, Eindrücke und zuviel Essen auf einmal.

Ho-ho-ho

Es weihnachtet. Das merke ich nicht nur an den Lichtern, dem Süßkram in den Regalen oder den Menschenmassen in der Stadt, nein, auch innerlich.
Wie immer vor Weihnachten bekomme ich den Rappel. Ich miste aus und putze jedes Ecke der Wohnung bis sie blitzt. So sauber ist es das ganze Jahr über nicht.
Für heute ist mein Putzfimmel befriedigt, alles steht bereit.

Außerdem führen die Tage vor Weihnachten immer zu fixen Ideen. Obwohl ich weiß, dass ich schon vorher platzen werde und jeder auch was eigenes vorbereitet habe, wollte ich an den Feiertagen Desserts mitbringen.
Unter anderem sollte es eine obermegaleckere Linzertorte geben, wenn ich sie denn nicht im Ofen vergessen und damit zu Briketts verwandelt hätte. Ehrlich, mit ein bisschen Druck wäre daraus ein Diamant geworden!

Jetzt gibt es halt nur ein Dessert für die Familien. Ich habe den Lebkuchen von Carola mit Kirschen gebacken. Ihn in Schnitten geteilt und mit einem Klecks Schokolade und einer Walnuss versehen. Fertig.
Wir sind ja eh ein überschaubare Anzahl an Personen, da reicht ein Blech mehr als aus.

Loslassen kann ich von der Idee mit der Linzertorte aber nicht so recht. Wenn ich mir halt mal was in den Kopf gesetzt hab. Vielleicht backe ich doch noch einen..
Jaaa, gut, der Teig riht schon auf dem Balkon ;)

Unser Dessert für heute, ein weihnachtlicher Tiramisu, muss nur noch fest werden.
Der Kartoffelsalat kann abkühlen und ordentlich durchziehen.

Und den Baum haben wir heute Morgen auch schon geschmückt.
Fehlen nur noch das Outfit und meine Nägel, die ich aber bewusst erst kurz vor knapp einfärben werde.

Und alles wird begleitet von Michael Blublés Weihnachtsalbum und anderer weihnachtlicher Musik.

Ich fühle bin in Stimmung! Es darf jetzt also losgehen..

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Ich wünsche euch frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage.
Ich wünsche euch schöne Momente, leuchtende Augen, volle Mägen und übersprudelnde Herzen.
Und dass ihr einen Moment innehalten und euch das Glück, das ihr gerade um euch habt, bewusst machen könnt.

Ich denke heute fest an all jene, die nicht all ihr Lieben bei sich haben können. Ich wünsche euch, dass ihr dennoch ein bisschen Strahlen und Weihnachten in euch aufnehmen könnt.
Ihr seid nicht allein und egal wo sie sind, im Herzen sind sie bei uns!

Weihnachten

Und schon ist meine Liebingszeit des Jahres vorbei.
Ich liebe Weihnachten sehr. Die Lichter und die gemeinsame Zeit, die intensiver ist als sonst oft. Ich finde sie irgendwie magisch, auch wenn es dieses Jahr die Vorweoihnachtszeit etwas vollgestopft war.

Mir ist Weihnachten wichtiger als mein Geburtstag. Es bedeutet für mich Zeit mit der Familie. Näher zusammen rücken. Dankbar sein. Erinnern. Zur Ruhe kommen.

Am Morgen des 24. verkündete der Freund, dass er noch mal in die Stadt müsse. Ich war etwas irritiert und als er mir nicht verraten wollte, was er noch so dringend brauchte, wurde ich etwas kribbelig. Er würde mir doch keinen Antrag machen, oder?
Den halben Tag horchte ich in much rein. Will ich denn schon heiraten? Will ich überhaupt heiraten? Mir ging der Hintern etwas auf Grundeis.

Der restliche Mittag verlief unspektakulär. Wir bereiteten den Kartoffelsalat vor, sahen fern und schmückten den Baum.

Dieses Jahr wollte ich unbedingt in die Kirche. Es war mir plötzlich so wichtig. Und so gingen wir um 18.30 Uhr los. Wir waren etwas früh, aber so konnte ich die Kirche ganz in Ruhe bestaunen. So schön!
Der Gottesdienst war schön und teilweise sehr lustig. Der Pfarrer war toll und begleitet wirde alles von einem wunderbaren Chor.

Danach machten wir uns auf den Weg nach Hause. Wir aßen und redeten. Die Stimmung war so heimelig. Ich kann sie gar nicht beschreiben. Es war so wie ich mir Weihnachten vorstelle, irgendwie golden und leuchtend. Und plötzlich wünschte ich mir sogar, dass er mich fragen möchte.

Bei der Bescherung musste ich herzlich lachen als ich 1 kg Spaghetti bekam, weil ich sie so gerne esse. Ich konnte mit meinen Geschenken eine Freude bereiten, was mich sehr glücklich machte.

Als ich meine Geschenke vom Freund öffnete, war ich etwas nervös. Ich bekam ein Buch und ein Objektiv für meine Kamera, beides hatte ich mich sehr gewünscht. Das Buch war übrigens der Grund für des Freundes Ausflug am Morgen.
Mal wieder umsonst wuschig gemacht ;)

Die beiden Feiertage waren vollgestopft mit Besuchen bei den Familien, gutem Essen, lachen und dem Gefühl von Geborgenheit. Ich liebe das. Ich würde sie gerne viel öfter sehen und wünsche mir fürs neue Jahr, dass wir das auch schaffen. Nur als ich meinen Opa wieder verließ war mein Herz ganz schwer. Für ihn hat sich alles geändert. Ich hätte ich gerne bei mir, aber das ist leider nicht möglich.

Alles in allem war es ein wunderschönes, erfülltes Weihnachten mit vielen Momenten fürs Herz. Und eie immer viel zu schnell vorbei.

(Dass mich das eine Geschenk in eine mittlere Sinnkrise stürzte, erzähle ich dann vielleicht wann anders. War ja schließlich nach Weihnachten.)

Jahreszeiten im Wandel – Winter

Als Kind habe ich den Winter geliebt. Sobald Schnee lag, gab es kein halten mehr. Ich zog meinen roten Kunststoffschlitten hinter mir her, ganz egal, ob genug Schnee für eine Schlittenfahrt lag oder nicht. Diesen Schlitten habe ich an einem der schönsten Weihnachten bekommen. Wir waren mit Freunden meiner Eltern in Österreich auf einer Hütte. Wir ganz allein im Wald mit dem tiefen, frischen Schnee. Bis wir an der Hütte ankamen, waren wir Kinder schon völlig fertig Glücklich, aber ausgelaugt. Die Hüte war so toll. Wie man sich das eben so vorstellt. Stockbetten, überall Holz und ein Kamin! An heilig Abend bekamen alle Kinder einen Schlitten, die dann am nächsten Tag ausgiebig eingefahren wurden. Traumhaft!

Ich erinnere mich auch an die zwei Hügel in der Nähe der Wohnung, die ganz wunderbar zum Schlittenfahren geeignet waren. Immer wieder schleppten wir uns nach oben, um in Windeseile hinunter zu flitzen. Immer und immer wieder.

Und das schönste am Winter: Weihnachten!

Ich erinnere mich an die Nervosität und wie aufgeregt ich immer war. Wir gingen immer mit meiner Uromi in die Kirche, damals hat es mich oft genervt, weil ich lieber gleich Beschwerung wollte. Heute ist es für mich eine ganz tolle Kindheitserinnerung. Außerdem war der Kindergottesdienst jedes Mal wunderschön. Nach dem Kirchenbesuch lagen dann wie von Zauberhand die Geschenke unter dem Bäumchen. Ich weiß noch genau, wie erstaunt ich war. Das Essen war meistens auch schon fertig: Rollschinken mit Kartoffelsalat. Danach fand die Bescherung statt. Wir bespielten unsere Geschenke und manchmal schauten wir uns noch gemeinsam „Das letzte Einhorn“ an.
Die Weihnachtsfeiertage verbrachten wir dann meist mit dem Rest der Familie und viel leckerem Essen.

***

Heute ist der Winter für mich noch immer von einem kindlichen Zauber umgeben.
Mit viel Schnee kann ich nicht mehr allzu viel anfangen. Es sind eher bestimmte Momente, an denen ich mich daran erfreue. Im Dezember darf es schneien, am liebsten an Weihnachten, aber das Glück hatte ich bisher noch nicht oft. Es darf kalt sein, aber eben nur im Dezember. Auf alles andere, also die kalten Monate drum herum, könnte ich gut und gerne verzichten.

Das schönste am Winter ist für mich die Vorweihnachtszeit und natürlich Weihnachten selbst.

Ich liebe es anderen Freude zu bereiten. Ich überlege schon früh, wem ich was schenken könnte.
Das Einpacken wird geradezu zelebriert. Meistens bin ich so gespannt, ob sich der Beschenkte freut, dass ich es kaum abwarten kann. Überhaupt ist die Vorfreude in dieser besonderen Zeit ganz besonders hoch. Ich koste alles voll aus. Plätzchen backen, Weihnachtsfilme schauen und sich auf Weihnachten freuen.

Früher drehte sich alles um die Bescherung. Heute genieße ich die ganze Atmosphäre. Die Spannung und Vorfreude. Das Schmücken der Wohnung. Alles wird ein bisschen heimeliger. Das Kochen und Schmücken des Weihnachtsbaums mit dem Freund. Kuscheln und Kekse essen. Da ist so viel Harmonie und Liebe in der Luft. Die gemeinsame Zeit mit den Liebsten, die in dieser Zeit oft viel intensiver ist als sonst.

***

Aber noch etwas hat sich verändert. Automatisch und ohne, dass ich es lenken kann, sind
da diese Bilder. Ich sehe sehnsüchtig in die Zukunft.
Ich sehe den Freund und mich. Und unser Kind. Dieser kleine Mensch, der bisher nur in meinem Herzen wohnt. In Weihnachtszeit wird der Wunsch noch intensiver. Für mich ist die Weihnachtszeit Familienzeit schlechthin. Ich verbringe Heilig Abend mit dem Freund. Ganz gemütlich nur wir zwei. Ich erinnere mich daran, wie toll Weihnachten für mich als Kind war. Und ich kann es kaum erwarten das an mein Kind weiterzugeben. Weihnachten zu feiern als kleine Familie.

Ich möchte mit meinem Kind Schneeflocken mit der Zunge fangen. Kekse backen und gelegentlich rohen Teig naschen. Rote Bäckchen und Näschen. Die Kälte mit Kakao und frischen Keksen bekämpfen. Sich auf dem Sofa einmümmeln und Märchen vorlesen. Kuschelzeit. Mit dem kleinen Wunder ein paar Weihnachtsfilme sehen, die auch Mama schon gesehen hat.
Ich will diese pure Freude erleben. Staunende und leuchtende Augen, in denen sich die Lichter des Weihnachtsbaums spiegeln.
Ich will die Vorfreude meines Kindes spüren, wenn es die Ankunft des Christkinds kaum noch erwarten kann. Unterm Weihnachtsbaum sitzen und Geschenke auspacken. Gemeinsam aufgeregt sein. Ich will Kinderlachen hören. Gemeinsam Weihnachtslieder trällern.

Weihnachten mit eigenem Kind. Ich glaube nicht, dass es etwas Schöneres geben kann.

Bis es soweit ist, werde ich die Zweisamkeit mit dem Freund in vollen Zügen genießen. Ich bin glücklich. Und sehr dankbar ihn an meiner Seite zu wissen.
Es ist schön mit ihm zusammen das Weihnachten feiern, wie wir es uns vorstellen. Eine Mischung aus Ritualen unserer Familien, gewürzt mit einer eigenen Note. Mit viel Liebe und einem echten Weihnachtsbaum.

***

Ich wünsche euch und euren Liebsten ein besinnliches Weihnachtsfest. Ohne Stress und mit umso mehr Harmonie und Liebe. Lasst euch verzaubern!

Unbenannt

Weihnachten 2011

Weihnachten war richtig schön.

Heilig Abend verbrachten der Freund und ich ganz entspannt zu zweit.
Wir lümmelten lange herum. Kochten spät und aßen noch später. Das Menü, besser das Dessert hat mich ja einige Nerven gekostet. Hat sich aber gelohnt, denn es war super lecker! Wir haben uns schlussendlich für das entschieden:

Feldsalat mit gerösteten Walnüssen und Speck
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Rumpsteak mit Bohnen im Speckmantel und Kroketten
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SpekulatiusWalnussparfait mit heißen Kirschen und Vanillesoße

Zwischen Hauptgang und Dessert gab es die Bescherung. Unter anderem habe ich ein Moleskine bekommen, dass ich mir sehr gewünscht habe. Danach kuschelten wir uns aufs Sofa, schauten einen Film und ließen den Abend genauso entspannt ausklingen wie er anfing.

Die Feiertage nutzten der Freund und ich dann, die Familie zu besuchen.
Weihnachten war so schön, aber viel zu kurz, um all den lieben Menschen gerecht zu werden.
Ich wollte doch zusätzlich zur Familie, unbedingt bei meiner Patentante und der besten Freundin vorbei schauen. Viel zu lange habe ich sie schon nicht mehr gesehen.

Die Zeit verging viel zu schnell und war auch viel zu kurz. Für nächstes Jahr müssen wir unbedingt eine andere Lösung finden und alles besser verteilen. So artete es ein wenig in Stress aus. Lag wohl aber auch daran, dass der Freund krank war und gerne wieder nach Hause wollte.

Aber es reichte für schöne Momente. Leuchtende Kinderaugen und aufgeregte Erzählungen davon, was das Christkind alles gebracht hat. Für nettes Beisammen sein. Gutes Essen. Super Geschenke. Ich schwebe im Bücherhimmel! Und die tolle Wärmflasche im hübschen Kleid, wurde auch schon eingeweiht.

Rundherum ein gelungenes Fest.
So darf es bitte jedes Jahr sein.

Zukunftsbilder

In meinem Kopf schwirren so viele Gedanken. Die Stimmung, die mit ihnen schwingt, passt nicht zu dieser Zeit. Deshalb überlege ich, ob ich sie raus lassen soll. Ich hardere mit mir und lande doch immer wieder hier.

Ich versuche die Gefühle in Wörter zu gießen, die mich die letzten Wochen begleiten.

Aber es klappt einfach nicht.

Manchmal tut es so weh, dass ich mich frage, wie ich das noch aushalten soll.

Mir fehlt dieser kleine Mensch in unserer Mitte.

Und jetzt um die Weihnachtszeit schmerzt es noch mehr. Heute ist Heilig Abend, ich kann nicht beschreiben, wie sehr ich mir wünsche diesen Tag mit meiner eigenen kleinen Familie teilen feiern zu können.

Kinder machen Weihnachten erst richtig zu dem was es ist. Ein Fest der Liebe.

Ich freue mich sehr auf den Abend mit dem Freund.

Wir werden lecker Essen, Bescherung unter dem Weihnachtsbaum veranstalten und uns später einen Film ansehen.

Ich genieße die Zeit mit ihm, aber ich merke wie es dennoch an mir nagt.

Ich liebe diesen Menschen so sehr. Aber mit einem Kind würde das Glück vollendet.

Die Krone auf der Spitze sozusagen.

Ich träume davon diesen kleinen Menschen um mich zu haben, der schon so lange in meinem Herzen wohnt.

Sehe dieses Herzenskind vor mir:

Die Augen, die beim Anblick des Weihnachtsbaums, den wir zuvor gemeinsam geschmückt haben, beginnen zu leuchten. Das Menschlein, dessen kleine Füße völlig aufgeregt durch die Wohnung trappeln.

Wie es immer wieder ins Wohnzimmer schleicht, in der Hoffnung das Christkind dabei zu erwischen, wie es Geschenke unter den Baum legt.

Wie es mit roten Wangen und glitzernden Augen mit dem knisternden Geschenkpapier spielt und alles um sich herum vergisst. Die Geschenke erst später richtig wahrnimmt. Aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt. Und irgendwann völlig erschöpft von diesem aufregenden Tag einschläft.

Diese Bilder sind schmerzhaft und tröstend zugleich. Denn ich weiß tief im Innern, dass es irgendwann Wirklichkeit werden wird. Manchmal ist leichter von der Zukunft zu träumen als die Realität zu ertragen. Diese Zukunftsbilder machen den Schmerz erträglicher.