Noch nicht.

Immer öfter ist da dieser Drang.
Der Drang die Vernunft mit ordentlich Schwung über Bord zu werfen. Mich von meinem Gefühl leiten zu lassen.
Manchmal muss ich mir selbst erklären, warum wir noch warten. Ich fühle mich bereit.
Aber es ist noch nicht soweit. Ich warte nicht auf einen perfekten Zeitpunkt, denn ich weiß, dass es den nie geben wird.
Die Gründe weshalb wir warten sind für mich verständlich. Aber eigentlich will ich nicht mehr warten.

Die Sehnsucht brennt. Ich genieße mein Leben wie es ist und dennoch erscheint es mir als sitze ich meine Zeit ab. Ich warte darauf endlich zu hibbeln. Ich kann es kaum abwarten.
Ich möchte es so gern erleben mit allem was dazu gehört.

Mir fehlen die Worte. Ich sehne mich einfach so danach dieses Wunder zu erleben. Immer öfter träume ich davon. Wache auf und fühle mich so leer. Als hätte mir etwas genommen, das ich nie hatte, aber doch so vermisse. Die Träume lassen mich hilflos zurück und begleiten mich manchmal den ganzen Tag. Es kam schon vor, dass ich nach dem Aufwachen richtig verzweifelt war.

Nichts kann dieses Gefühl beruhigen. Es ist mein allergrößter Wunsch. Mein Traum. Ich vergehe fast vor Sehnsucht. Will nicht mehr warten und doch sehe und verstehe ich die Gründe. Hören möchte ich sie aber nicht. Denn immer mehr kämpft sich mein Herz nach vorne. Ich höre es laut und deutlich rufen und ich würde nichts lieber tun als dem nachzugeben.

Aber es ist noch nicht soweit.

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Da ist er wieder…

.. der Schmerz, der den ganzen Körper lahm legt.
Es beginnt mit einem Stich im Herzen und breitet sich langsam über den Körper aus.

Da ist er. Sitzt vor mir mit seinem schelmischen Grinsen und dreht mir eine lange Nase.
Das ist wohl die Rache dafür, dass er ignoriert – niedergekämpft wurde.
Mit geballter Kraft meldet er sich zurück.

Da ist so viel Freude und Neugier.
Das Wissen, dass auch ich nicht mehr ewig warten muss.
Und doch kommt es mir unendlich lang vor.

Meistens komme ich damit zurecht. Oft freue ich mich, über die voranschreitende Zeit,
denn sie bringt mich Dir näher.
Oder es ist gar keine Zeit an etwas anderes zu denken als das Hier und Jetzt.
Es steht doch so viel an.

Aber heute, da sitzt er mir wieder im Nacken. Sticht mir in die Seite.
Hüpft grinsend auf und ab, während er „Nänä nänä näänää!“ rufend die Zeigefinger aufeinander reibt.

Es erinnert mich an Rumpelstilzchen, das sich unendlich freut, dass es das Kind der Königin bekommen würde, da sie ja ohnehin nie auf seinen Namen kommen würde.
Dass die Geschichte ein gutes Ende nimmt, spielt dabei keine Rolle, denn in genau jenem Moment ist es einfach nur grausam.

Ich versuche ihn beiseite zu schieben. Mit einem Lächeln und positiven Gedanken zu bekämpfen.

Aber jetzt gerade ist da dieser Stich im Herzen, der nur allzu deutlich macht,
dass ich auf Dich warten muss – länger als mir lieb ist.