WMDEDGT 01/18

Frau Brüllen will auch 2018 wissen, was ich am jedem 5. des Monats mache, also erzähle ich ein bisschen davon.

Es scheint als sollte ich heute besonders viel vom Tag haben und so beschloss der kleine Mann um halb eins wach zu sein. Richtig wach. Da half keine Dunkelheit, keine Stille und auch kuscheln, summen und stillen konnten ihn nicht zum Schlafen überreden. Er kuschelte sich immer wieder an, sobald ich wegdöste, sprang er wieder auf und turnte weiter.
Erst um kurz nach drei, nachdem er sich ordentlich den Dätz angehauen und das Kühlpad warm massiert hatte, schlief er wieder ein. 

Um 6:30 Uhr riss mich der Wecker des Freundes aus dem Schlaf. Er schlief weiter, weil müde. Ich war wach, trotz müde.
Ich verwarf die Idee den Kleinen zu wecken, um sowas wie einen Rhythmus beizubehalten. Als ich aufzustehen wollte, verlangte der kleine Mann nach der Brust. Damit war das Thema erledigt.

Ich ging durch, was für heute ansteht (genug!). Dabei fiel mir ein, dass morgen Feiertag ist und ich deshalb noch einkaufen muss, was wir morgen frisch kaufen wollten.
Kaum hatte ich den Gedanken beendet, wurde der Freund wach („Schon so spät?!“) und weckte das Kind. Er beeilte sich, um den Zug zu bekommen, während der kleine Mann sofort alles gab, um sich möglichst effizient um die Ecke zu bringen (Kabel, Abstürze, man kennt das). Ich muss gestehen, schon um 7:30 Uhr war ich bedient vom Tag. Ich will doch nur schlafen. Genug gejammert.

Ich pflückte das Kind aus dem Bett und gehe erst mal auf die Toilette. Da muss ich schon seit Stunden hin. Dann begann die Morgenroutine mit Anziehen und waschen (mich), wickeln und umziehen und waschen (das Kind), Zähne putzen (beide). Das alles dauerte ewig und passierte unter Dauergemaule des Kindes. Müde ist es nur auf dem Arm ok und das auch nur so halb.

Während der Kleine das Wohnzimmer unsicher machte, schrieb ich mit einer Freundin. Ich brauchte heute ein bisschen seelische Unterstützung. Das tat mir unheimlich gut. Danke dafür!
Der kleine Mann wurde gegen 8 Uhr müde. Ich schnappte ihn und ziehe mit ihm ins Schlafzimmer, wo ich ihn in den Schlaf stillte. Das klappte auch recht zügig, da ist wohl jemand ziemlich müde.

Weil ich nie sagen kann, wie lang der Kleine schläft, verlor ich keine Zeit arbeitete ein paar Dinge meiner ellenlangen Liste ab.
Ich telefonierte Optiker ab und schrieb E-Mails an ein paar Vermieter von Ferienwohnungen. Wir wissen zwar immer noch nicht, wann und wohin wir in den Urlaub wollen (Italien Mai oder Allgäu oder Kopenhagen im August? Oder ganz wo anders hin? Allzu heiß soll es nicht sein und nicht zu weit, sollten wir mit dem Auto anreisen. Und idealerweise ist es auch nicht unfassbar teuer), aber es schadet ja nicht, schon mal zu eruieren, ob die in Betracht kommenden Wohnungen überhaupt frei sind.
Der Kleine schlief danach noch immer, also schnell Yoga machen. Moni hat mich auf die Idee gebracht und es ist fantastisch! Ich schaffe es bisher tatsächlich täglich und weil ich danach nicht durchgeschwitzt bin und duschen muss, kann ich mich sogar abends dazu durchringen. Und es tut mir so unfassbar gut. Das war genau das, was ich brauchte.

Danach machte ich es mir mit etwas zu Essen und einem Buch auf dem Sofa gemütlich. Der Kleine schlief bis dahin schon stattliche 2,5 Stunden ohne einen Mucks. Langsam machte sich auch bei mir die Müdigkeit wieder breit. Ich schlich ins Schlafzimmer und legte mich in der Hoffnung noch ein paar Minuten dösen zu können neben das Baby. Nach 30 Minuten wachte der Kleine gut gelaunt wieder auf.

Zeit für Mittagessen. Ich kochte ein paar Nudeln und putzte nebenher die Küche. Die Tomatensauce hatte ich bereits gestern gekocht, so ging es heute ganz schnell. Der Kleine langte für seine Verhältnisse ordentlich zu. Er half beim aufspießen der Nudeln und aß dann ganz stolz mit seiner Gabel. Die Sauerei blieb natürlich nicht aus. Was wären Nudeln ohne Tomatensauce ohne ein verschmiertes Gesicht?

Zeit für einen Windelwechsel. Dank der Tigerbox blieb der Kleine auch mal lange genug liegen, sodass ich die Windel in einem Zug wechseln konnte. Danach spielten wir mit den Klötzen, sangen und machten Quatsch. Zwischendurch stillten wir immer wieder und ich versuchte das Kind davon abzuhalten den TV zu betatschen oder den Tannenbaum umzureißen.

Ich schaffte es auch endlich mich für eine Hose zu entscheiden und die Retoure fertig zu machen. Dann packte ich den kleinen Mann in die Trage, entsorgte den Karton und hängte die Wäsche ab. Im Wäschekeller traf ich eine Nachbarin, die sich über die anderen Nachbarn ausließ. Das ist mir wirklich unangenehm, da ich mit niemandem ein Problem habe und es mich auch einfach nichts angeht. Irgendwann konnte ich mich freundlich loseisen. Ich schnappte mir das Paket, brachte es zur Post und kaufte noch ein paar Dinge, die für das Wochenende fehlten. Dazu gab es Twix und supersüßen Eiskaffee. Beides brauchte ich ganz dringend. Ich bin durch, das Kind auch.
Zu meiner großen Verwunderung schlief der Kleine tatsächlich sogar in der Trage ein, ich liebe das so sehr! Zeitgleich begann es zu regnen, aber Babyschlaf ist heilig also maschierte ich weiter. Kurz darauf rief der Freund, er konnte früher Feierabend machen. Perfekt, so holte ich ihn vom Bahnhof ab.

Zuhause angekommen, wachte der Kleine auch wieder auf. Ich übergab das Kind an den Freund und zog mich ins Büro zurück. Endlich Zeit für mich. Ich konnte eine Stunde ganz in Ruhe nähen. Ich möchte ein Fotoalbum für den Kleinen nähen, das dauert ein bisschen, weil ich natürlich ganz genaue Vorstellungen habe und einfach ja zu einfach wäre. Danach war ich fast erholt. Ich war richtig entspannt.

Dann wurde es Zeit für die Einschlafbegleitung des kleinen Mannes, die auch wieder relativ zügig. Er ist wahnsinnig kuschelig zur Zeit, das ist richtig schön. Bis er richtig schlief, surfte ich noch im Internet und dann wird es Zeit für Paarzeit.

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Tagebuchbloggerei 12/2017

Dezember! Der letzte Monat des Jahres! Ich wiederhole mich, aber: wann ist das denn passiert? Es ist schon eine Weile her, dass ich bei Frau Brüllen „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ mitgemacht habe. 

2:00 Uhr. Der kleine Mann verlangt nach Milch. 

Es wird wieder unruhig neben mir. Die Uhr verrät, es ist 4:30 Uhr. Leider wird die Hoffnung auf Schlaf bis 6 Uhr gleich zerschlagen. Der kleine Mann kommt einfach nicht mehr zur Ruhe, wälzt sich im Halbschlaf hin und her und jammert. Ob er nun jetzt doch bald Zähnchen bekommt? Vielleicht plagt ihn auch einfach der Schnupfen. Ich versuche noch ein bisschen ihn zum Schlafen zu bewegen. Um halb 6 gebe ich mich geschlafen. Wir spielen alle zusammen noch ein bisschen im Bett.

Gegen 6 Uhr stehen wir auf. Der Freund spielt mit dem Kleinen, während ich lüfte und das Frühstück vorbereite. Um kurz nach 6 verzeichnen wir den ersten kleinen Meltdown. Warum weiß niemand so genau. Das Essen war nicht richtig, die Wasserflasche auch nicht. Wahrscheinlich ist er einfach schon wieder müde. Klar, wäre ich auch, würde ich um 4:30 Uhr aufstehen. Oh, wait.
Mit seinen Stapelbechern lässt sich der Kleine noch ein bisschen hinhalten, damit wir noch etwas essen können.
Dann wird es Zeit für eine neue Windel. Mit vereinten Kräften schaffen wir es das Kind ohne Tränen zu wickeln und umzuziehen. Der Freund verabschiedet sich und ich bringe den Kleinen ins Bett.

Dort liege ihc etwa eine Stunde und surfe durch das Internet. Als ich sicher bin, dass der Kleine nun schläft und nicht gleich wieder nach mit verlangt, schleiche ich mich raus. Ich ziehe mich um, putze mir die Zähne. Dann räume ich ein bisschen auf und verpacke das Nikolausgeschenk. Außerdem packe ich die Tasche für den Freund. Ich habe heute Nachmittag zum ersten Mal seit April dem Rückbldungskurs babyfrei. In der Firma des Freundes steppt der Bär, deshalb nehme ich den Kleinen erst mit, der Freund kommt dann nach und holt ihn ab. Ich freue mich echt sehr! Dann rauscht auch schon das Babyphone.

Zeit für ein zweites Frühstück. Der kleine Mann hat nicht wirklich Hunger. Ich beseitige das Chaos, während er spielt. Ich möchte ein bisschen spazieren gehen, vorher gibt es noch eine neue Windel. Er blieb sogar liegen! Aber zu früh gefreut. Bis ich mich umgezogen habe, ist nämlich ein weiterer Windelwechsel nötig. 

Dann kann es losgehen. Wir laufen ein bisschen spazieren. Es ist traumhaft draußen. Auf dem Weg wandert ein Schokonikolaus und ein paar Stoppersocken in der Tasche. Ich bin leider etwas spät dran, weshalb wir nur eine Stunde unterwegs sind. Zuhause versuche ich noch schnell das Essen fertig zu machen. Es ist ein Rennen gegen die Zeit. Und um es kurz zu machen, ich habe verloren.

Der Kleine war schon so müde, dass er den Reis weinend um sich warf. Auch alles andere fand er doof.ich schlang meine Suppe in Windeseile herunter, während er neben mir wütete. Nichts war mehr in Ordnung. Weil ihm der Rotz nur so aus der Nase floss, wollte ich die sie noch schnell absaugen ehe ich ihn hinlege. Er mag den Sauger total gerne, naja, bis er an der Nase ist. Das muss sich ganz eklig anfühlen. Immerhin beruhigt er sich danach sofort wieder. 

Wir machen es uns gemütlich, ich stille ihn und innerhalb von 10 Minuten ist er eingeschlafen. Ich bleibe noch ein bisschen bei ihm liegen. Ich kuschle mich an ihn und genieße seine Nähe. Nach einer Stunde juckt es mich aber in den Fingern, ich wollte doch eigentlich Plätzchenteig vorbereiten. Wie aber meistens erledige ich erst die tausend kleinen anderen Dinge wie zum Beispiel den Abwasch.
Als alles erledigt ist, setze ich den Vorteig für die Weckmänner an, da wird der Kleine auch schon wieder wach.

Der kleine Mann spielt fröhlich mit den Frischhalteclips, während ich den Teig knetete. Der Kleine ist heute ein bisschen ambivalent unterwergs. Am liebsten möchte er den ganzen Tag auf meinem Arm sein, ist er das, will er wieder runter, weil er etwas entdeckt hat, das nun seiner Aufmerksamkeit bedarf. Setze ich ihn dann ab, beginnt er zu meckern und zieht sich an mir hoch. Das macht es etwas schwierig zu irgendwas zu kommen.

Mir scheint, der Kleine ist nicht ganz er selbst. Ich versuche ihm nochmal etwas Suppe anzubieten und siehe da, er isst tatsächlich ein bisschen davon. In der Zwischenzeit ist der Hefeteig fertig und wartet auf den nächsten Arbeitsschritt. In Windeseile steche ich die Miniweckmänner aus und schiebe sie in den Ofen. Der Ofen zieht ihn magisch an. Man könnte meinen, er hat einen eingebauten Selbstzerstörungsknopf. Wirklich alles, was irgend wie gefährlich sein könnte, ist unheimllich spannend für ihn. Er lässt sich dann aber doch mit der Eieruhr ablenken. Nach ein paar Minuten ziehe ich die wunderbar duftenden Weckmänner aus dem Ofen. Natürlich muss ich gleich einen probieren. So lecker! Selbstverstädnlich bekommt der kleine Mann auch etwas ab. Auch ihm scheint es zu schmecken.

Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass es Zeit wird uns fertig zu machen. Dieser Windelwechsel kostet mich einige Nerven. Der Sack Flöhe möchte einfach nicht stillhalten. Am Ende ist er dann aber doch frisch gewindelt und angezogen. Bevor wir losgehen, wird noch einmal ausgiebig gestillt und schon sind wir unterwegs zur Weihnachtsfeier.

Oh, ich freue mich so auf meine Arbeitskollegen und darauf mal ganz ohne Baby zu sein. Dort angekommen, erkundet der kleine Mann den Raum, während wir auf den Freund warten, dass er ihn auf dem Weg nach Hause abholt. Ach, es ist wirklich toll alle mal wieder zu sehen. Über etwas anderes als Babypupse zu reden und warm und in Ruhe zu essen. Das war fast das Beste :D Der Gedanke an das Ende der Elternzeit macht mir wirklich zu schaffen, aber nach heute glaube ich, dass es mir auch gut tun wird, noch etwas anderes zu tun. Ich wäre gerne noch etwas länger zuhause, aber ich habe so tolle Kollegen, das macht es mir etwas einfacher.
Nach 2 wunderbaren Stunden mache ich mich auf den Weg nach Hause, dort wartet ein müdes Baby auf mich, das in den Schlaf gestillt werden will. Das klappt auch ruckzuck und nun verbringe ich den restlichen Abend mit dem Freund auf dem Sofa.

Tagebuchbloggerei 9/2017

In den letzten Monaten kam ich einfach nicht dazu, den Tag festzuhalten oder war abends total erledigt. Heute bin ich wieder mit dabei bei Frau Brüllens #WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?).

Etwas wühlt sich neben mir durch das Bett. Ich versuche es zu ignorieren, vielleicht hört es ja einfach wieder auf. Es ist noch stockfinster im Schlafzimmer und bin müde,aber es wühlt weiter. 5:55 Uhr verrät der Blick durch den schmalen Spalt, den meine Augenlider freigeben. Keine Chance, die Nacht ist vorbei.

Der kleine Mann spielt noch ein bisschen zwischen uns. Die Nacht war ruhig und ich bekam sogar 5,5 Stunden Schlaf am Stück! Ich sollte trotzdem mal wieder mit dem Baby schlafen gehen.

Um 6:30 Uhr verlangt es nach Frühstück. Ich stille ihn und checke, wie so oft in den letzten Tagen,den Sendungsstatus der Dachbox. Mir macht es richtig Bauchschmerzen, dass sich da seit Tagen nichts tun will. Wir wollen doch in den Urlaub. Aber ich Wunder! Endlich wurde die Sendung bearbeitet!

Mir wird schlecht vor Erleichterung. Ich habe uns schon ohne Dachboden und damit mit einem fetten Problem gesehen. Puh! Jetzt geht mein Plan vielleicht doch noch auf!
Frische Windel, anziehen, ich mich fertig. Baby moppert weil vorwärts will. Lässt sich mit Buch besänftigen.

Ich wickle den kleinen Mann, ziehe ihn an und mache mich im Anschluss fertig. Wir wollen den Morgen für einen Spaziergang nutzen. Kurz darauf verlassen wir die Wohnung. Auf dem Weg machen wir einen Stopp beim Bäcker. Der erste Tag Elternzeit schreit nach frischen Brötchen! 

Es ist so angenehm draußen, die Luft ist frisch, aber nicht kalt. Es riecht nach Herbst. Ich mag diese Zeit. Der kleine Mann schläft auf dem Weg angekuschelt an seinen Papa ein. Leider wird er wach als wir ihn Zuhause aus der Trage pflücken.

Wir frühstücken gemütlich, der kleine Mann zerdrückt, bekaut und zermatscht genüsslich ein paar Himbeeren und Cocktailtomaten. Nachdem Hände, Gesicht, Haare und alles im Umkreis von 2 Metern gereinigt ist, versuche ich den Kleinen nochmal hinzulegen, müde genug wäre er.

Dabei bleibt es aber auch. Er schläft fast ein, weint dann bitterlich auf, beruhigt sich, spielt, stillt und schläft fast ein, bis er dann wieder zu weinen beginnt. In der Zwischenzeit saugt der Freund die Wohnung und nimmt die sehnlichst erwartete Dachboden in Empfang. Nach einer Stunde gebe ich auf. Dann eben nicht. Der Kleine kommt in die Trage und ich hänge die Wäsche auf.

Aber auch das gefällt ihm nicht lange und wir versuchen nochmal zu schlafen. Er schafft es dann auch Recht zügig, ich leider nicht und würde stattdessen durchs Internet. Nach einer Stunde öffnet er seine Äuglein, von wach weit entfernt, aber einschlafen konnte er auch nicht mehr. Da ist doch was in der Luft!

Wir beschließen die Dachbox zu montieren. Es bleibt beim Versuch, denn bei 2 von 4 Halterungen ist das Gewinde kaputt. Das darf nicht wahr sein! Unsere Hoffnung im Eisenwarenladen Ersatz zu finden, löst sich in Luft auf. Auch bei Obi bekommen wir nicht, was wir brauchen. Ich flippe aus! Wenn einmal der Wurm drin ist, dann aber richtig!

Unsere letzte Hoffnung, der Metallbauer im Ort, kann das Teil nachbauen. Dass das sauteuer ist, brauche ich wohl nicht erwähnen, aber das ist egal. Ich will in den Urlaub. Das Ersatzteil vom Händler kommt frühestens Donnerstagmittag, wenn es auf Lager und die Post schnell ist. Warten ist also keine Option.

Mittlerweile sind wir alle durch. Der kleine Mann hat das alles super mitgemacht, aber der fehlende Schlaf macht sich nun bemerkbar. Er ist hundemüde und hat keine Lust mehr. Recht hat er! Ich auch nicht. Ich habe Hunger und Durst. Und noch immer nichts gepackt. Das wollte ich eigentlich spätestens heute Nachmittag gemacht haben. Ich bin wirklich stinkig. Ich hasse es, wenn es nicht nach Plan läuft und dann in Stress ausartet. Und es tut mir echt leid, dass der Kleine heute so mitlaufen musste. So habe ich mir das nicht vorgestellt.

Wir flitzen noch fix zu Edeka, besorgen Süßkram und Tiefkühlpizza. Keine Lust mehr zu kochen heute. Schnell Heim! Der kleine Mann weint immer wieder auf, schläft dann aber doch beim Stillen ein. Das ist gut. Bis 19 Uhr hätte er so nicht durchgehalten.

Für uns gibt es jetzt gleich Pizza und dann werde ich zumindest den Koffer des kleinen Mannes packen. Das soll’s gewesen sein. Blöder Tag, morgen wird hoffentlich besser.

Tagebuchbloggerei 7/2017

Juli. Wie unfassbar ist das bitte?! Da ist einfach mal das halbe Jahr um! Aber darum geht es nicht. Heute ist der 5. Juli und damit WMDEDGT-Tag. Wer nicht weiß, was das ist schaut einfach mal bei Frau Brüllen vorbei. Ist nämlich ihre Idee!

Der Tag beginnt früh. Sehr früh, um nicht zu sagen mitten in der Nacht.
Um 3:30 Uhr beschließt der kleine Mann genug geschlafen zu haben. Er ist, wortwörtlich, quietschfidel. Während er sich durch das Bett quietschwühlt, versuche ich das Geschehen zu ignorieren und weiterzuschlafen. Das findet er aber gar nicht gut und quietscht ein bisschen lauter. Ok, dann bin ich eben auch wach.
Ich versuche ihn mit stillen noch einmal zum Schlafen zu bewegen, aber nichts zu machen. Das Kind ist wach. Um 5:30 Uhr gibt dann auch der Freund auf und wir stehen auf. So kann er immerhin früher Feierabend machen. Auch nicht schlecht.

Der Freund wickelt den Kleinen und ich mache mich solange fertig und rufe bei der Hotline des Götterboten an. Ich warte seit Tagen auf ein Paket, das mal nicht zugestellt werden kann, weil ich angeblich nicht da bin oder sogar zugestellt wurde, um mich dann wieder nicht angetroffen zu haben. Um das herauszufinden, hätte der Gute allerdings mal klingeln müssen. Die Dame an der Hotline ist äußerst unfreundlich und tut so als würde ich nur anrufen, um sie zu ärgern. Kundenservice ist anders. Dann verlässt der Freund das Haus, ich mische mir noch schnell ein paar Haferflocken zusammen und begebe mich zurück ins Bett, wo ein sehr müdes Baby auf mich wartet. Ich stille ihn in den Schlaf und esse nebenbei mein Frühstück. Als er schläft, lege ich ihn ab und kuschle mich dazu. Nach 1,5 Stunden erwachen wir beide. Ich fühle mich fast erholt. Ich lasse eine Maschine mit Wäsche laufen.

Wir kuscheln noch ein bisschen und dann ist es wieder Zeit für eine neue Windel. Der kleine Mann ist heute richtig gut drauf. Wir wechseln vom Wickeltisch auf die Krabbeldecke, wo der Kleine ausgiebig seinen Löffel bespielt. Ich hänge Wäsche ab, verräume sie und hänge die nächste Maschine auf. Weil der Kleine sich so toll beschäftigt, schaffe ich sogar ein paar Minuten an die Nähmaschine.
Ganz unvermittelt beginnt der Kleine energisch zu quäken. Als ich ihn hochnehme, weiß ich auch warum. Da habe ich wohl die Windel nicht richtig angezogen, denn der komplette Rücken des Babys ist eingepinkelt. Also ziehen wir wieder auf den Wickeltisch um und wechseln einmal das komplette Outfit.
Der kleine Mann verlangt nach einem zweiten Frühstück und reibt sich schon wieder energisch die Äuglein. Auf dem Weg ins Schlafzimmer, versucht er mein Schlüsselbein zu verspeisen. Der Hunger scheint gewaltig zu sein!
Ich setze mich mit ihm ins Bett, wo er nach ein paar Minuten auch in meinem Arm einschläft. Nach 30 Minuten erwacht er wieder und strahlt mich an.
Für den Urlaub brauchen wir noch einen Reisepass für den kleinen Mann. Ich nutze die Gunst der Stunde und knipse ein paar Bilder, solange er satt und geduldig mit mir ist. Es klappt super und es kommen ein paar echt niedliche Bilder dabei heraus.

Dann wird wieder gewickelt und gespielt.
Ich sitze auf der Wickeldecke und beobachte die seine Bemühungen die Hand unter dem Bauch hervorzuziehen. Er nimmt Schwung, hebt den Po und zieht den Arm dann hervor. Einmal hob er den Po so schwungvoll, dass er sich fast überschlug. Ich könnte ihm echt ewig zusehen.
Der Kleine hat ordentlichen Nachholbedarf, denn nur eine Stunde später, reibt er sich wieder die Augen. Die letzten Tage schlief er sehr unregelmäßig und die Nächte waren kurz.

Tatsächlich schläft er 3 Stunden lang. Ich nutze die Zeit, um auch ein bisschen zu dösen und zu lesen.
Gegen 15:30 Uhr schafft es der Götterbote mein Paket vorbeizubringen! Wahnsinn!
Kurz darauf klimpert es bereits an der Tür und der Freund kommt nach Hause. Der kleine Mann freut sich immer so sehr ihn zu sehen, da geht einem echt das Herz auf.

Wir kochen zusammen etwas zu Essen und gehen danach noch einkaufen. Eigentlich wollte ich auch noch raus, aber der viele Schlaf und die Affenhitze halten mich davon ab. Dann eben nicht. Wir suchen das schönste Bild der Fotosession für den Reisepass aus und tatsächlich kamen auch schon die Bilder des Familienshootings mit den Großeltern an. Die sind wirklich schön geworden!
Um 18:30 Uhr ist der kleine Mann schon wieder durch. Weder stillen noch sonstiges Bespaßungsprogramm kann etwas daran ändern. Eigentlich möchte ich ihn noch nicht hinlegen, denn ich weiß genau, dass er nicht lange schlafen wird. Normalerweise bringe ich ihn gegen zwischen 19 und 19:30 Uhr ins Bett und er schläft dann einfach. Vor 19 Uhr klappt das einfach nicht.

Aber es hilft ja alles nichts. Innerhalb von 3 Minuten ist er eingeschlafen und erwacht 40 Minuten später voll ausgeschlafen. Tja, das war es dann mit Feierabend, denn von Schlaf möchte er nun gar nichts mehr wissen. Nach einer Stunde probiere ich es noch einmal, aber auch dieser Versuch wird abgewehrt. Dazwischen verbringen wir ein bisschen Zeit mit dem Papa und spielen noch etwas.
Gegen 21:30 Uhr siegt das Sandmännchen dann doch und auch ich lege mich dazu. Gute Nacht!

Tagebuchbloggerei 4/2017

1:54 Uhr – Es moppert neben mir. Da hat wohl jemand Hunger! Also Händchen lüften und los geht’s. 

3:17 Uhr – Windelalarm. Der Freund quält sich aus dem Bett, um sich der Aufgabe anzunehmen. Ich nutze die Zeit, um meine Blase zu leeren und meine Eisentablette zu nehmen. Ich Stille nochmal und mache den Fehler den kleinen Mann ins Beistellbett zu legen. Zack! Da sind die Augen offen. Also gut, alles von vorne! Stillen,kuscheln,neben mich ins Bett legen – schläft.

6:45 Uhr – Hunger! Also das Kind! Ich bin noch müde, aber die Versuche im Liegen zu stillen, werden vom Baby torpediert. Andocken, andocken, meckern, weil wegen Brust raus. Dazu wildes rumrudern mit Armen und Beinen. Nach gut, dann sind wir eben wach. Guten Morgen! Ich werde breit angegrinst und schon ist die Welt wieder in Ordnung.

7:10 Uhr – Ich beobachte wie der Freund und der kleine Mann ein bisschen spielen. Ich liebe das so sehr! Außerdem unterhalten wir uns über die Betreuung für den Kleinen ab nächstem Jahr. Wir wünschen uns beide, ich könnte länger Zuhause bleiben,aber ist nicht. Wir treffen eine Entscheidung und hoffen, dass sich alles fügen wird. Freitag wissen wir ein bisschen mehr. 

Ich ziehe mich an und bereite das Frühstück vor.

8:10 Uhr – Der Freund verlässt die Wohnung. Das kleine Milchmonster und ich sind alleine. Bevor wir uns ins Bett kuscheln und frühstücken, entferne ich den Schnoddder aus seiner Nase. Schnupfen bei Babys gehört verboten! Der Kleine döst ein bisschen, ich surfe im Internet.

9:20 Uhr – Es knattert ordentlich in des Baby Büxe. Zeit für ein Outfitwechsel. Anschließend überlasse ich das Baby sich selbst, das wie verzaubert aus dem Fenster starrt, während ich Body und Schlafanzug auswasche. Ich mache mir noch schnell ein Marmeladenbrot und kuschle mich noch einmal zum Baby.

10:09 Uhr – Warten auf DHL, das meine Testtrage bringen soll. Ichwarte sehnsüchtig darauf, möchte aber auch gerne an die frische Luft. Beeil dich, DHL-Mann! Der Kleine geht währenddessen seiner Lieblingsbeschäftigung nach, dem Stillen. Dabei döst er wieder ein, erwacht wimmernd, stillt und schläft. Ich versuche mein analoges Tagebuch mit Erinnerungen zu füllen. ich hinke da mittlerweile echt hinterher. 

11:23 Uhr – DHL klingelt, das Baby schläft auf mir. Babyschlaf ist heilig, also ignoriere ich die Klingel. Gehe ich eben später zur Post. Kurz darauf klingelt das Smartphone. Eine mir unbekannte Nummer ruft an. Echt jetzt?! Mein Kind schläft! Ich lese noch ein bisschen bis der kleine wach wird. Windelwechsel.

Wir spielen ein bisschen und machen Quatsch. Aber heute ist der Kleine nicht so gut drauf, liegt vermutlich an den kurzen Schläfchen. Nun gut, lässt sich nicht ändern. Ich gehe zum Briefkasten u d hole die Post. Das Paket  s steht sogar im Hausflur, juhu! Und der bestellte Schnuller ist endlich da. Ich probiere gerade sämtliche Marken, Formen und Materialien aus, in der Hoffnung den einen Schnuller zu finden, den der Bub nicht nur im richtigen Moment und Winkel akzeptiert. Ich werfe den Schnuller in den Topf zum stetilisieren und ein paar Pommes in den Ofen. 

Mit Pommes und Kind verziehe ich mich aufs Sofa, wo wir – Überraschung! – stillen. Während der Kleine einschläft, lese ich weiter an meinem Buch.

14:30 Uhr – Wir wursteln uns so durch den Tag. Mein letzter Versuch das Baby z einem richtigen Nickerchen zu bewegen, endet in einem gemeinsamen Mittagsschlaf.

16:30 Uhr – Ein Vibrieren dringt in die Tiefen meines Unterbewusstseins. Das Smartphone! Wieder die unbekannt Nummer. Ich habe einen Bürostuhl bestellt, dessen Lieferung für den 10. April avisiert sei. Äh, nein?! Nach einer Weile komme ich drauf, dass es sich hierbei um den Bürostuhl für mein Home-Office​ sein muss. Da ist mein Arbeitgeber aber etwas fix, wo ich frühestens Anfang 2018 zurückkommen werde. Er kläre das noch Mal. Okay, danke.

Da wir dann schon Mal wach sind, wickle ich den kleinen Grinsekater und stille seinen unbändigen Appetit. Dazwischen machen wir Quatsch miteinander. Ach, wie ich dieses Grinsen liebe!

18:30 Uhr – Papa ist da! Große Freude bei Baby und mir! Und er kommt genau rechtzeitig zum nächsten Windelwechsel. Wir packen den inzwischen etwas unleidigen Kerl ein und besorgen und etwas Schnelles zum Essen. Der Freund hat nämlich keine Lust zu kochen und ich kam nicht dazu.

Nach dem Essen verschwinde ich unter die Dusche. Beim Ausspülen der Haare höre ich den Kleinen weinen. Hmpf. Es ist halt doch schon spät. Der Papa wirds schon richten. 

Aber so richtig beruhigen kann er ihn doch nicht. Da hat wohl wieder der Hunger zugeschlagen und siehe da, nach einem kleinen Snack kann man auch wieder lachen.

20:00 Uhr – Wir spielen noch ein bisschen miteinander, ich verabreiche noch einmal Salzwassertropfen, bevor wir den Schleim absaugen und unseren kleinen Mann bettfertig machen. 

Um 20:35 Uhr sitze ich nun mit stillendem Baby im Bett und hoffe, dass es bald ins Land der Träume findet.

Gar nicht mal so spannend, mein Tag. Ich kam heute wirklich zu nichts. Vielleicht wird es morgen wieder etwas produktiver.

Weitere Tagebuchblogger einen gibt es wie immer bei Frau Brüllen

Tagebuchbloggerei 3/2017

Es ist der 5. März 2017. Und wir alle wissen inzwischen, was der 5. jeden Monats bedeutet: es ist #WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag) -Tag.

Der kleine Mann ist genau 7 Wochen alt.

Der Tag beginnt kurz vor acht mit einem moppernden Baby. Tag und Nacht definiere ich inzwischen nach hell und dunkel, denn dieses „Tag bzw.Morgen ist, wenn ich geschlafen habe“, das geht jetzt nicht mehr. Sonst wäre der Morgen um halb 1 angebrochen. Und dann um kurz nach drei für eine Stunde, in der das Baby nach einem Stopp an der Milchbar hellwach mit der Sonne, äh dem Mond um die Wette strahlte. Ist schon echt putzig, auch mitten in der Nacht! Danach verlieren sich die Unterbrechungen (ich glaube, es war eine Weitere mit Unruhe im Baby) in einem Dämmerzustand.

Morgens erwachte also ein mopperndes Baby. Ich stillte ihn kurz und schickte die beiden Männer zum Wickeln. Die gewonnenen Minuten investierte ich in eine Dusche, Bürokram und die Recherche nach passenden Kumja-Adaptern für unsere dünneren Jacken.

Ich lausche immer Mal wieder und muss arg grinsen. Der Freund ist echt ein toller Papa. Da wird gesungen und Quatsch gemacht ohne Ende!
Im Anschluss stille ich den kleinen Mann nochmal und der Freund bereitet das Frühstück vor.
Der Kleine ließ sich sogar ablegen und so hatte ich für einen Teil des Frühstücks beide Hände frei. Es sind die kleinen Dinge, die zählen! Aber weil es ja unfair ist, wenn nicht alle etwas zu essen bekommen, forderte der Kleine auch einen Snack ein.

Inzwischen war es etwa 11 Uhr und eigentlich Zeit für ein Schläfchen. Leider fällt es dem kleinen Mann seit gestern schwer einzuschlafen und so machte er seinem Unmut Luft bis er irgendwann an mich geschmiegt etwa 30 Minuten einschlief. Der Freund und ich schauten währenddessen eine Folge The Good Wife.

Der Freund erzählte mir von einem Newsletter, indem es hieß, es sei nun Zeit für einen geregelten Tagesablauf. Wir lachten beide herzlich (aber schön wäre es schon) und freuten uns darüber, dass wir immerhin eine Abendroutine entwickelt haben. Alles andere regelt das Baby.

Der Kleine stillte noch eine weitere Runde und Rang mit dem Schlaf. Es wollte aber wieder nicht klappen. Wir machten einfach noch ein bisschen Quatsch und dann wurde es Zeit uns fertig zu machen. Wir hatten nämlich ein Spaziergangdate mit Freunden im Tiergehege.

Trotz Vorlaufzeit, kommen wir zu spät los. Zum Glück geht es unseren Freunden auch so. Ich hasse es unpünktlich zu sein.
Wir verbrachten zwei Stundenban der frischen Luft. Das tat so gut, trotz des Regens, der uns auf halbem Weg erwischte. Natürlich hatten wir den Regenschirm vergessen. Der hätte aber auch nicht viel gebracht so wie es windete. Der Wind fegte sogar durch meine super warme Jacke, direkt in die Knochen. Der kleine Mann verschlief alles in der Trage.

Gegen 16 Uhr machten wir uns auf dem Heimweg.
Zuhause kochte ich uns Tee und stillte den Zwerg. Der Freund kümmerte sich um unser Abendessen. Sehr lecker!

Nach dieser Stärkung bereiteten wir die Badewanne für den Kleinen vor. Samstag ist Badetag! Nach anfänglicher Skeosis, entspannte er sich wieder sichtlich. Was er aber noch mehr mag ist das Föhnen danach. Das ist einer der wenigen Momente, in denen er sich lang macht und jede Spannung verliert. Unter Protest zog ich ihm seinen Schlafanzug an und machte es mir auf dem Sofa bequem für die Einschlafstilleinheit. Diese zog sich aufgrund Babys Unruhe etwas hin. Am Ende schaffte ich es aber doch, ihn ins Land der Träume zu begleiten.

Und damit endet auch für mich der Abend, denn ich bin hundemüde. Gute Nacht!

Tagebuchbloggerei 2/2017

Es ist der 5. Februar 2017 – #WMDEDGT-Tag! Der erste mit Baby! Here we go!

Das Baby liegt friedlich schlafend neben mir als es plötzlich bedrohlich knattert. Windelalarm! Ich bitte den Freund die Windel zu wechseln. Das ist unser Deal, ich stille, er wickelt. Ich nutze die Chance, um aufs Klo zu gehen, ehe der kleine Mann riesigen Hunger bekommt.
Ich lege ihn an, er nuckelt kurz und schläft wieder ein. Ich mache mit.

Um 6:30 Uhr moppert es neben mir. Hunger! Also aufgesessen und los geht’s. Als der erste Hunger gestillt ist, beschließe ich das Baby noch zu wickeln.
Der Kleine räckelt sich genüsslich unter der Wärmelampe. Ich möchte gerade die frische Windel unter seinen Hintern schieben als er noch einmal nachlegt. Hmpf. Also noch mal von vorne!
Zurück im Bett stillen wir noch mal bis das Baby erneut im Land der Träume versinkt. Ich dagegen versuche mich auf 30cm halbwegs bequem um das Baby herum zu drappieren. Ich schiele etwas neidisch auf Mann und Baby, die beide ziemlich gemütlich den Schlaf der Gerechten schlafen. Das ist dieses Mamasein, von dem alle sprechen, oder?

Meine Erkältung lässt mich nicht mehr einschlafen. Ich surfe durch das Internet und genieße die Ruhe. Draußen zwitschern die ersten Vögel. Es klingt nach Frühling. Gegen 8 Uhr zwingt mich meine Blase aus dem Bett. Ich nutze die verbleibenden 20 Minuten bis zum Babyalarm für Körperpflege. Himmlisch das ganz ohne Hektik zu machen. Fürs Haare kämmen reicht es nicht mehr, aber das ist okay. Das Baby hat Hunger!

Zur Feier des Tages soll es Pancakes zum Frühstück geben. Der Freund und ich haben heute Jahrestag. Außerdem umsorgt er Baby und mich so toll, da kann ich ruhig auch einmal Frühstück zaubern. Geplant haben wir weiter nichts. Ich bin leider noch nicht so fit wie ich es gerne wäre, das Baby hält noch nichts von Plänen und darüber hinaus steht morgen eine Prüfung an, für die der Freund noch lernen muss.

Der Freund trägt das Baby durch die Wohnung, damit ich das Frühstück zubereiten kann. Ich freue mich riesig darauf. Die erste richtige Mahlzeit gemeinsam am Esstisch, seit der kleine Mann bei uns ist!
Natürlich wird er just in dem Moment hungrig, indem ich die Gabel in die Hand nehme. Da muss irgendwo ein Sensor eingebaut sein! Mit einem Kissen gepolstert, lässt es sich auch am Esstisch bequem stillen und so lassen wir es uns alle 3 schmecken.

Danach verkrümeln sich Baby und ich zurück ins Bett. Einer von uns schläft, die andere macht mit. Kurz darauf donnert es bedrohlich in der Windel. Der Kleine wird unruhig, Zeit für einen Boxenstopp. Das gefällt ihm nur semi gut, denn er scheint wieder hungrig zu sein. Da kommt er ganz nach mir, mit Hunger ist nicht zu spaßen! Da wird aus dem niedlichen Baby auch Mal ein kleiner Brüllaffe.

Der Freund packt den kleinen Mann aus, damit wir ein bisschen Haut an Haut kuscheln können. Das Baby genießt das immer sehr (und ich auch!) und so werden aus stillen und kuscheln direkt 2 Stunden Tiefschlaf. Ich fühle mich danach wie ein neuer Mensch.
Der Freund hat in der Zwischenzeit das Essen vorbereitet.
Dieses Mal genieße ich wieder stillend im Bett.

Man könnte den Eindruck bekommen, dass man nichts Anderes macht als zu stillen und Windeln zu wechseln. Irgendwie ist das auch so. Die restliche Zeit verbringe ich damit ihn anzuschauen. Er ist einfach perfekt! Ich liebe seine Mimik, seine Geräusche. Die Wärme, die er ausstrahlt. Und wenn er sich an mich kuschelt, ganz ruhig wird und mich mit seinen großen Augen ansieht, könnte ich heulen vor Glück.
Ich kann es nicht fassen, dass er nun schon 3 Wochen bei uns ist! Da schaut man einmal nicht hin, ist er schon fast erwachsen.

Das Wetter ist furchtbar, wir beschließen dennoch eine Runde an der frischen Luft zu drehen. Gegen den Lagerkoller und für den Süßhunger. Mit Kuchen bewaffnet, kehren wir wieder zurück. Das Baby hat den Ausflug zum Bäcker in der Trage verschlafen. Er liebt es getragen zu werden! Und der Freund genießt es genauso. Das freut mich total! Denn damit hatten wir beide nicht gerechnet. Der Kinderwagen fristet ein Schattendasein, aber auch seine Zeit wird noch kommen.

Kaum ausgepackt, ist das Babybäuchlein wieder bereit für Nahrung! Diese Stillsession verbringen der Freund und ich gemeinsam mit einer Folge The Good Wife und Kuchen. Der Freund geht wieder lernen und mich packt das schlechte Gewissen. Ablenkung und Alltag sind echt schön, aber diese Minibabyzeit rast nur so vorbei. Ich ziehe mit dem schlafenden Baby wieder zurück ins Bett.

Die kleine Schlafmütze schnorchelt leise vor sich hin. Manchmal wimmert er kurz auf, wird aber sofort ruhig, sobald ich sein Händchen streichle. Ich könnte ihn stundenlang beobachten. Moment, im Grunde tue ich genau das. Seine Grimassen sind einfach der Knaller und ich könnte mehr als einmal vor Niedlichkeit zerfließen. Den restlichen Abend verbringen wir abwechselnd mit stillen, schlafen, Windeln wechseln.
Sobald der Freund ausgelernt hat, gibt es Abendbrot. Aber eigentlich könnte ich auch schon wieder schlafen. Vielleicht mache ich das einfach, die nächste Stillrunde kommt bestimmt!

Tagebuchbloggerei 1/2017 (ET-8)

Der Tag begann um 01:00, 03:00 und 06:30 Uhr mit den mittlerweile obligatorischen Toilettengängen. Nachdem ich nach ein bisschen Decke zurecht zuppeln eine einigermaßen bequeme Position gefunden habe, schlief ich wieder wie ein Stein bis 08:30 Uhr.
Vielleicht wäre das auch noch länger gewesen, wenn der Freund nicht durch die Wohnung gegeistert wäre. Mein Bedürfnis nach Nachtschlaf ist wirklich hoch und ich komme morgens kaum aus dem Bett. Muss ich ja zum Glück auch nicht *gnhihi*

Gegen 09:00 Uhr hievte ich mich aus dem Bett. Während des Frühstücks begann es zu schneien. Erst nur vereinzelt, dann sanken immer dickere Flocken vom Himmel. Es ist so schön das mitanzusehen. Es beruhigt mich. Wir bekommen ein richtiges Winterbaby! So winterlich war es seit Jahren nicht mehr. Hachz. 

Ich erstellte den Essensplan für die kommende Woche, der Freund schleppte die TV Bank in den Keller und dann gingen wir einkaufen, bevor der Rest des Ortes merkte, dass die Läden morgen geschlossen sind und wie von Sinnen sämtliche Regale leer räubern. 

Nachdem wir die Einkäufe verräumt hatten, mistete ich noch den Rollcontainer aus und baute ein Regal auseinander, das nächste Woche auf den Sperrmüll soll. Der Freund nutzte die Zeit, um für die Zertifikatsprüfung am Montag zu lernen. Das wird noch spannend!

Irgendwann kam er aus dem Büro geschlichen und vermeldet Hunger. Er kochte Reis und ich wärmte das gestern vorgekochte Kichererbsencurry auf. Ich bin noch immer überrascht wie lecker das geschmeckt hat, wo ich doch völlig improvisiert habe. Auch der Freund ist sehr angetan, was mich noch mehr freut.

Ich verbrachte den halben Nachmittag mit Grey’s Anatomy auf dem Sofa, schrieb Tagebuch und lümmlte so vor mich hin. Ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen und streichelt den dicken Bauch. Das Kleine rumpelte vor sich hin und ich konnte einfach nicht anders als dümmlich zu grinsen. Ich liebe das sososo sehr!

Traditionell gibt es bei uns an Heilige Drei Könige einen Hefekranz zum Frühstück, in den eine Königsfigur eingebacken wurde. Wer das Brötchen mit dem König erwischt, darf den Tag über bestimmen. Das ist immer ein großer Spaß. Das wollte ich dieses Mal auch für uns haben, aber die gekauften Kränze schmecken mir oft nicht, deshalb habe ich Teig für einen Kranz mit Rosinen- und Schokobrötchen vorbereitet, der nun im Kühlschrank geht und morgen hoffentlich auch gelingt. Man darf gespannt sein!
Ansonsten war der restliche Tag reichlich unaufgeregt. Gerade gab es Abendbrot und nun kuschle ich mich an den Freund und schaue, was auch immer da gerade läuft.

Heute passiert hier nichts mehr.


Andere #wmdedgt Einträge gibt es wie immer bei Frau Brüllen.