Hoch die Hände, Wochenende! (WMDEDGT 5/2018)

Das Wochenende beginnt nach einer ganz guten Nacht um halb sieben. Woohoo!
Ich könnte da zwar noch ein bisschen länger schlafen können, aber der kleine Herr kennt kein Erbarmen. Er sitzt im Bett und schenkt mir sein bezauberndes Kleiner-Junge-Grinsen. Bevor wir aufstehen, kuscheln und stillen wir noch ein kleines bisschen.

Wir beginnen unsere Morgenroutine. Anziehen, Windel wechseln, Zähne putzen.
Als wir beide fertig sind, erledige ich ein wenig liegen gebliebenen Haushalt. Der Freund zieht das Bett ab, ich beziehe es neu, während der kleine Mann zwischen den Laken hin und her rollt und sich vor lachen kugelt. Knutschkugel, der! Dann startet der Kleine die Waschmaschine und ich putze fix das Klo. Läuft.

Zeit für Frühstück! Es sind noch Erdbeeren da. Was könnte da passender sein als ein Pancake-Frühstück? Moah! Da könnte ich mich wirklich reinsetzen. Sogar der Kleine langt zu und verschlingt einen Pancake, etwas Banane und ein paar Erdbeeren. So viel hat er schon lange nicht mehr gegessen. Das freut mich so!
Wir machen uns fertig, ich hänge die Wäsche auf und dann fahren wir auf den Markt.

Eigentlich fehlen nur ein paar Äpfel, aber ich kann einfach nicht an den Erdbeeren und dem grünen Spargel vorbeigehen. Ich liebe grünen Spargel! Der Freund legt den obligatorischen Stopp beim Fischdealer ein, um sich ein Forellenbrötchen zu kaufen, das er dann zusammen mit dem Kleinen mümmelt. Ich bin jedes Mal aufs Neue überrascht, dass der Kleine so auf den Fisch abfährt. Er scheint langsam wieder Hunger zu bekommen, denn er verschlingt auch noch den Pancake, den ich vorsorglich eingepackt habe.

Ich möchte noch gerne in die Waschanlage. Auf dem Weg dorthin schläft der Kleine ein. Das ist ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. Immerhin habe ich nun ein sauberes Auto! Zuhause versuche ich den Kleinen schlafend ins Bett zu bringen. Sagen wir es mal so: Haha! Er verschlief das Abschnallen, das war’s dann aber auch. Bis wir in der Wohnung waren, war das Kind wach und quietschfidel. Jeder Versuch ihn nochmal hinzulegen, scheiterten.

Ich wickle ihn und poliere schnell noch die gefetteten Schühchen, während der Freund das Mittagessen vorbereitet. Es gibt Fusilli Aglio e Olio mit grünem Spargel und viiiieeel Parmesan. Moah! Daran könnte ich mich glatt totfressen. So lecker!
Ich fische das Kind aus dem Stuhl und versuche die Spuren des Desserts (Erdbeeren und Wassermelone) vom Kind zu entfernen. Er hat einen Kleiderwechsel gewonnen.
Ich liebe das Wetter! Die Wäsche vom Vormittag ist schon trocken und so kann ich die nächste Wäscheladung starten. Der Kleine drückt ganz begeistert das Knöpfchen und erfreut sich am Kinderkino.
Nach dem Essen ist vor dem Saugen, also wirble ich vor dem nächsten Schlafversuch durch die Wohnung.

Versuch Nummer zwei scheitert trotz deutlichen Müdigkeitsanzeichen. Keine Chance. Die Wäsche ist fertig und möchte aufgehängt werden. Gesagt, getan. Und noch mehr Müdigkeitsanzeichen, aber nein, er möchte nicht schlafen. Genug der Versuche, wir gehen nun raus. Schlaf nach 15:30 Uhr sorgt dafür, dass er gar nichts mehr ins Bett möchte, dann bleibt er jetzt eben wach.
Wir spazieren auf den Piratenspielplatz, wo der Kleine durch die Sandkiste fegt und versucht die Rutsche hochzukrabbeln. Er liebt es zu rutschen. Leider sind die Rutschen auf den meisten Spielplätzen hier nicht begehbar, wenn man nicht selbst klettern kann. Mit Kleinkind auf dem Arm ist das aber leider nicht möglich. Umso mehr Spaß hatte er, dass es hier klappt.
Ein paar Kinder haben die Wasserpumpe aktiviert. Ich habe alle Hände voll zu tun, den Kleinen davon abzuhalten kopfüber im Matsch zu versinken. Er liebt Wasser!

Um 17 Uhr gehen wir mit einem kleinen, dreckigen Kind nach Hause. Wir waschen Sonnencreme und Sand von Händen, Füßen und Gesicht. Dann gibt es Abendbrot. Wieder pickt der Kleine nur ein bisschen im Essen herum. Ein großer Esser ist er wirklich nicht. Danach mache ich ihn bettfertig, putzen die Zähnchen und spielen noch eine Runde, ehe es etwas früher als sonst ins Bett geht.

Wir kuscheln uns ins Bett und stillen. Innerhalb von 10 Minuten ist der Kleine eingeschlafen. So schnell ging das schon lange nicht mehr.
Feierabend! Zeit für Couch und Modern Family.

Weitere Tagebucheinträge gibt es wie an jedem 5. des Monats bei Frau Brüllen.

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WMDEDGT 4/18

Happy birthday to you! Happy birthday to you! Frau Brüllens „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (#WMDEDGT) wird heute 5 Jahre alt!

Ich werde vom kleinen Mann geweckt, der im Schlaf aufweint. Während ich ihn anlege, schaue ich auf das Smartphone. Es verrät, es ist 4:45 Uhr. Ich hoffe inständig, dass der Kleine nur schlecht träumte oder Hunger hatte und noch etwas weiter schläft.
Ich habe Glück und erst um 6:25 Uhr erklärt der Kleine die Nacht für beendet.

Dann beginnt die Morgenroutine. Wir stehen auf und als erstes bekommt der Kleine eine frische Windel und wird tagfein gemacht. Dann verschwinde ich im Bad und ziehe mich an. Während der Freund ein bisschen mit dem Kleinen spielt, bereite ich für uns das Frühstück vor und packe die Brotdose für die KiTa. Zusammen mit der Trinkflasche und der Kuschelrobbe verschwindet alles im Rucksack.
Um 7 Uhr sitzen wir alle am Frühstückstisch. Der Freund mümmelt ein Brot, während ich versuche Müsli zu essen. Versuche, weil der Kleine statt seines Breis lieber meine Haferflocken essen möchte.

Gegen halb 8 schnappe ich mir Kind und Rucksack. Der Freund wuchtet den Kinderwagen aus dem Keller und schon sind wir auf dem Weg in die Kita. Wieder wollte der Kleine nicht von meinem Arm und ihm schossen die Tränen in die Augen als ich ging. Seufz. Das fällt mir wirklich schwer, auch wenn ich weiß, dass er schon drüber hinweg ist, ehe ich richtig aus der Tür bin.
Heute vereinbaren wir, dass ich nach Hause gehe und um 9 Uhr wieder komme. Er bleibt so lange in der Gruppe, wie er mitmacht, aber so bin ich vor Ort und kann ihn schnell abholen kommen. Das ist ein ziemlich guter Kompromiss, finde ich.

Also verlasse ich die KiTa und laufe nach Hause. Dort verräume ich die Wäsche, die der Freund abgehängt hatte. Er macht sich auf den Weg zur Arbeit und ich setze mich an die Collage der Monatsbilder des kleinen Mannes. Die Zeit vergeht rasend schnell und schon bin ich wieder auf dem Weg zurück in die KiTa.
Dort setze ich mich in den Ruheraum der großen Kinder und lese. Anfangs fiel es mir sehr schwer, weil ich immerzu lauschte, ob ich den Kleinen höre. Ab und zu tat ich das auch und es rauschte sofort durch meinen Körper. Ich fühlte mich als würde all mein Blut meinen Körper verlassen. Ich weiß, dass er da gut aufgehoben ist und ein bisschen weinen auch mal ok ist. Das ändert aber nichts an diesem Instinkt. Dem unbändigen Wunsch sofort zu ihm zu eilen und ihn zu trösten. Ich höre wie gesunden wird und sich der Kleine beruhigt. Er liebt das! Dann werde auch ich ruhiger und kann lesen. Zwischendurch unterhalte ich mich noch mit einer anderen Mutter.

Nach fast 2 Stunden KiTa-Zeit, holt mich eine der Erziehrinnen. Der kleine Mann thront auf dem Schoß seiner Bezugserzieherin und lauscht den Liedern. Zwischendurch sei er auch mal im Kinderwagen gesessen. Das habe ihn wohl auch beruhigt und ihm ein wenig Rückzugsmöglichkeit geboten. Das hätte ich ja auch nie gedacht, dass der Kinderwagen mal diese Funktion erfüllen würde. Ich erinnere mich noch genau wie der Kleine binnen Minuten anfing zu weinen, wenn er im Wagen lag. So ändern sich die Dinge!
Ich bin so dankbar, dass die Erzieherinnen so sehr auf den Kleinen eingehen und sich alle Mühe geben, ihn bei Laune zu behalten und zum Durchhalten ermutigen. Sie reißen sich wirklich ein Bein für ihn aus.

Ich schnappe mir mein Kind und laufe mit einem kleinen Umweg nach Hause. Dort verputzt der Kleine sein Frühstück. Währenddessen kommt eine interessante Wohnungsanzeige rein. Ich vereinbare einen Besichtigigungstermin für heute Abend, dann bringe ich den Kleinen ins Bett und bereite das Mittagessen vor.
Es gibt Gemüsefrikadellen mit Reis für mich und mit Nudeln für den Kleinen. Der findet Reis nämlich echt abartig. Außerdem probiere ich ein Rezept für Fruchtriegel aus. Alfo mir fmecktf!

Der Kleine schläft inzwischen fast 2 Stunden. Ich wage es und setze mich noch mal an den PC und bastle an den Bildern. Eine halbe Stunde später meldet sich der Kleine zu Wort. Ich wechsle die Windel, bevor es Mittagessen gibt.
Ich finde das Essen großartig. Die Frikadelle kommt gut an, ein paar Nudeln wandern auch im Kind. Auch der Fruchtriegel scheint zu schmecken. Zum Nachtisch mümmelt der Kleine an einer Orange als er plötzlich komische Laute von sich gibt. Ich dachte erst, er macht wieder Späße, bis ich merke, dass er versucht ein Stück Orange hoch zu holen, es aber nicht klappt. Sofort geht mir der Puls hoch. Ich gebe ihm zwei weitere Versuche, dann nehme ich ihn über die Knie. Als das Orangenstück aus seinem Mund purzelt, drücke ich ihn fest an mich und muss ganz tief durchatmen.

Als ich wieder ruhiger werde, möchte der Kleine bitte spielen. Ich schieße eine Jacke und ein paar Schühchen bei den Kleinanzeigen für ihn und setze mich dann zu ihm. Wie spielen mit der Kugelbahn und schauen Bücher an. Der Kleine benötigt zwischendurch eine neue Windel und verwandelt das Wohnzimmer innerhalb kürzester Zeit fröhlich grinsend in einen Schweinestall. Gegen halb 4 ziehe ich uns an, denn ich möchte zum ersten Mal zum Eltern-Kind-Turnen. Wir sind super gut in der Zeit. In der Tiefgarage treffe ich meinen Frauenarzt, wir plaudern kurz und dann fahre ich los.
Wir sind zu früh da, aber das nutzt auch nichts, denn außer uns ist niemand da. Ich checke nochmal, ob ich richtig bin – müsste, ja. Aber nichts. Genervt fahre ich nach Hause. Zwischen den Regenschauern spazieren wir noch eine kleine Runde, besorgen ein Brötchen und dann ist es schon Zeit für das Abendessen.

Die letzten Tage war ich vom Essverhalten des Kleinen echt verwöhnt. Heute mag er nicht so richtig, deshalb stille ich ihn nach dem Essen.
Wir spielen noch ein bisschen, ehe ich ihn umziehe. Wir haben gleich noch einen Besichtigungstermin, der mit der Bettgehzeit kollidiert, weshalb ich den Kleinen schon in den Schlafanzug stecke und einfach eine Jeans drüber ziehe.
Als der Freund Heim kommt, machen wir uns direkt auf den Weg.
Die Wohnung ist super schön, aber leider sind die Zimmer klein und der Schnitt passt nicht. Schade.

Zuhause wird der Kleine sofort ins Bett verfrachtet. Der Freund liest vor, während ich ihn stille. Nach 20 Minuten schkäft er tief und fest und mein Feierabend beginnt.

Müde? Sandkiste! (WMDEDGT 3/18)

Und schon wieder ist ein Monat rum, Zeit für Frau Brüllens Was machst du eigentlich den ganzen Tag?.

Es fühlt sich an als würde ein Lastwagen über mich rollen als der kleine Mann um 1:10 Uhr regt. Ich lege ihn an und hoffe darauf, weiterschlafen zu können. Leider hat der Kleine andere Pläne und ist wach. Er stillt zwar eine ganze Weile, kuschelt sich immer wieder an, aber turnt auch herum. Dazwischen weint er ganz bitterlich. Die Zähne. Oder viel mehr der Zahn. Oben rechts. Links war schon so fies, rechts steht ihm in nichts nach.
Nachdem er versorgt ist und sich einigermaßen beruhigt hat, versuche ich ihn zum Weiterschlafen zu überreden, denn ich weigere mich aufzustehen. Er ist wirklich sehr müde, schafft es aber nicht einzuschlafen. Selbst stillen ist irgendwann einfach doof. Nach 2 Stunden rollt er sich auf mich und schläft er erschöpft auf mir ein.

Leider hält die Ruhe nicht lange. Er schläft unruhig und ist um 5:25 Uhr wieder sowas wie wach. An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Ich weine gedanklich in mein Kissen. In den letzten 10 Nächten war er 8 Nächte wach, die anderen waren enorm unruhig. Ich habe in keiner Nacht länger als 2 Stunden am Stück geschlafen und das auch nicht sehr tief. Gepaart mit den Monaten zuvor. Kurz: Ich bin müde wie ich es selbst in Minibabyzeiten nie war. Ändert ja aber nichts.

Also starten wir die Morgenroutine. Der Freund lüftet und zieht den Kleinen an, während ich mich anziehe und das Frühstück fertig mache. Der kleine Mann piekt unmotiviert in seinem Pancake herum, während ich die Brotdose für die KiTa mache und dann noch fix einen Getreidebrei anmische. Was er nicht löffeln kann, findet er gerade sehr doof. Außerdem tut der Zahn weh. Also gut, so isst er ein bisschen was. Wir spielen noch ein bisschen und ziehen uns final an, dann werden die Zähne geputzt und der kleine Mann eingepackt.
Der Freund schnappt sich den Rucksack und den Softshellanzug, dann kann es losgehen. Heute bleibt der Kleine wieder bis nach der Draußenzeit. So er denn nicht müde zusammenbricht.

In der KiTa erfahren wir, dass die Bezugserzieherin des Kleinen die Woche ausfallen wird. Ich glaube, der Kleine ist mittlerweile so gut eingelebt, dass er das verkraftet. Allerdings fühle ich mich etwas unwohl, weil der erste Schlafversuch in dieser Woche stattfinden soll. Das ist ja ohnehin ein recht vertracktes Thema derzeit. Aber auch das wird sich finden, denke ich.

Zuhause sichte und sortiere ich die Bilder von meinem Handy. Ich blogge ein bisschen, lasse mich nebenher von Youtube berieseln. Dann rechne ich noch ein paar Dinge durch. Das Ergebnis ist sehr erfreulich und lässt mich ein bisschen aufatmen. Weil ich noch kurz Zeit habe, besuche ich ein paar Websites von Autoherstellern. Das macht mir wirklich keinen Spaß.

Noch fix in den Keller und zur Post, dann kann ich mein Baby wieder abholen.
Schon bevor ich das Tor erreiche, höre ich, dass der Kleine weint. Ich weiß, dass er unfassbar müde sein wird. Ich werde gebeten morgen den Kinderwagen mitzubringen, damit er sich darin ausruhen kann. Wird gemacht! Ich hoffe, das hilft. Vielleicht schläft er auch nachts einfach mal. ;-)
Ich ziehe ihn um, schnalle ihn in die Trage und gehe los. Nach 3 Minuten schnorchelt es unter der Mütze hervor. Ich bleibe noch ein paar Minuten draußen (das Wetter ist herrlich!), damit er tief genug schläft, ehe ich ihn aus der Trage schälen. Das klappt überraschenderweise ganz gut. Nach 30 Minuten meldet er sich, ich stille ihn und er schläft weiter. Ich beeile mich und mache meine Yogaeinheit. Das erste Mal seit 10 Tagen bekomme ich richtig Luft dabei. Wie gut das tat!

Das innere Uhr des Kleinen schläft nach 1,5 Stunden aus. Er wacht weinend auf, ist immer noch sehr müde, lässt sich aber auch nicht beruhigen. Mann, dieser Zahn! Das macht ihm echt zu schaffen. Weil das Gel keine Linderung verschafft, gebe ich ihm kurzerhand ein Schmerzzäpfchen und verkrümle mich wieder mit ihm ins Bett. Ich hoffe, er schläft noch mal ein, wenn die Schmerzen weg sind. Wir kuscheln und stillen ein bisschen, aber schlafen möchte er nicht mehr.

Nach einem Windelwechsel, gibt es Mittagessen. Aber auch jetzt verschmäht er alles, was ich ihm anbiete. Das hatten wir beim letzten Zahn auch schon, da stillte er plötzlich wieder voll.
Als der Kleine seine Tiger Box erspäht, zeigt er drängend darauf, also hören wir ein bisschen Musik. Er liebt das so! Er tanzt mit seiner Robbe zu Shake it off und ich platze fast vor Niedlichkeit. Ehrlich, dieser kleine Mensch lässt mein Herz überblubbern!

Noch ein Windelwechsel, dann versuche ich das müde Kind noch einmal hinzulegen. Das will nicht klappen. Es zieht es mich nach draußen. Es ist wunderbar warm und die Sonne scheint. Ich drehe eine Runde mit dem Kinderwagen. Ich hätte Wetten darauf abgeschlossen, dass es den Kleinen in das Land der Träume schüttelt, aber diese Wette hätte ich verloren. Er kämpfte richtig gegen den Schlaf. Also wie konnte ich die Zeit bis zum Schlafen noch überbrücken ohne dass es allzu viel Tränen gab? Sandkasten! Also spazierte ich zum Spielplatz und ließ den Kleinen zum dritten Mal an diesem Tag in den Sand gleiten. Wir buddelten, ich baute Türmchen und ließ sie vom Kleinen einreißen. Nach 30 Minuten zog ich ein vollständig paniertes, aber glückliches Kind aus der Sandkiste.

Zuhause wurde er gesäubert, die Klamotten ausgeschüttelt und dann war es schon mehr als Zeit für das Abendessen. Auch das interessierte ihn herzlich wenig. Die Müdigkeit gewann die Oberhand. Also stillten wir bis der Freund kam. Der schnappte sich das Kind, zog ihn um und dann ging es schon ins Bett. Aber auch da tat er sich wieder super schwer. Im Moment ist das Thema Schlafen echt schwierig. Ich hoffe, das wird bald wieder besser. Aber irgendwann schafft er es dann doch endlich einzuschlafen. Feierabend!

Glühwürmchen (WMDEDGT 2/18)

Frau Brüllen will es wieder wissen: #WMDEDGT.
Von mir mit etwas Verspätung (und zurückdatiert, damit ich ihn auch finde), warum lest ihr gleich.

Die Nacht ist etwas unruhiger als die letzten Nächte. Der kleine Mann hustet plötzlich und wird jedes Mal vom Kratzen im Hals wach.
Wir stehen um halb 7 etwas verknickt auf. Ich ziehe mich an und mache mich soweit fertig, währenddessen wickelt der Freund den kleinen Mann. Der Kleine findet das recht öde und so ziehen wir alle Register, um ihn im Anschluss auch angezogen zu bekommen.

Der Freund ist heute lange weg, daher spielen die beiden Männer und ich bereite das Frühstück vor. Noch sind wir gut in der Zeit. Ich esse mein Marmeladenbrot und der kleine Mann verputzt ein paar Löffel Haferlocken und zerpflückt nebenbei ein Stück Brot. Danach werden die Zähne geputzt und wir machen uns bereit zum Aufbrauch. Der zweite Tag der Eingewöhnung! Ich bin ganz gespannt wie es dem kleinen Mann heute gefallen wird.
In der KiTa angekommen, spielt er gleich drauf los. Ich mache es mir auf meinem Stuhl bequem und nach einer Stunde ziehe ich den müden kleinen Kerl an und laufe nach Hause. Kaum in der Trage, kämpfte er schon mit schweren Augen. So ein Kindergartenalltag ist aber auch anstrengend. Ich husche schnell nach Hause, packe uns aus und dann geht es auch schon ins Bett, wo der Kleine innerhalb von wenigen Minuten stillend einschläft.

Nach ein paar Minuten schleiche ich mich raus, mir knurrt der Magen. Das tut er in letzter Zeit gefühlt ständig. Ich beschließe schnell ein Brot zu essen und dann meine tägliche Yogaeinheit zu machen. Das mache ich nun seit Anfang des Jahres und es tut mir unheimlich gut! Nach nur 45 Minuten wird der Kleine hustend wach. Das klingt richtig fies. Als ich ihn aus dem Bett hole, schmiegt er sich an mich und ich spüre sofort, dass hier etwas nicht stimmt.
Beim Wickeln, messe ich kurz Fieber und ja, er hat erhöhte Temperatur. Hat mich mein Gefühl nicht getrügt. Sonst ist er aber gut drauf.
Wir kuscheln und spielen. Schauen ein paar Bücher an und dann wird e auch schon Zeit fürs Mittagessen.

Der Kleine rührt fast nichts an. Nach einem erneuten Windelwechsel wechseln wir ins Schlafzimmer und ich stille ihn noch ein bisschen. Ich ahne schon, dass da etwas im Busch ist und bleibe direkt bei ihm. Plötzlich übermannt mich die Müdigkeit und ich schlafe einfach ein Ründchen mit. Vielleicht schläft er ja so etwas ruhiger.
Nach einer Stunde wird der Kleine brüllend wach. Sofort stehe ich senkrecht im Bett. Egal, was ich versuche, er lässt sich nicht beruhigen. Sein kleiner Körper glüht. Und er weint und weint und weint. Es dauert eine halbe Stunde bis ich es schaffe ihn soweit zu beruhigen, dass ich Fieber messen und ihm ein Zäpfchen geben kann. Innerhalb von 2 Stunden ist seine Temperatur auf über 39 Grad gestiegen. Mein armer Hase!
Es geht ihm wirklich elend. Er liegt wimmernd auf mir, windet sich hin und her, dämmert zwischendurch immer wieder kurz weg, um dann wieder aufzuweinen. Der Freund vereinbart einen Arzttermin. Wir sollen Wartezeit mitbringen. Mir ist das irgendwie nicht geheuer. Der Kleine hatte schon mal ein bisschen Schnupfen oder leichten Husten, aber mittlerweile röchelt er sehr deutlich.
Bis zum Termin bleiben wir liegen. Zwischendurch nuckelt er eines der Notfallquetschies aus und stillt. Immerhin! Aber mehr geht nicht. Wie ein kleines Häufchen Elend liegt er da auf mir und weiß nicht wohin mit sich. Das sind die ersten Male auf die ich gerne verzichten würde (und eine Wiederholung brauche ich auch nicht!).

Ich wickle den Kleinen noch einmal und mache uns fertig. Im Keller hänge ich die Wäsche ab und besorge auf dem Weg zum Kinderarzt noch Brot für heute Abend und eine Brezel für den Fall, dass wir lange warten müssen und der Kleine doch Hunger bekommt. Überraschenderweise dürfen wir nach 10 Minuten ins Untersuchungszimmer. Noch ehe wir richtig im Raum sind, fragt mich der Kinderarzt wie lange sich der Kleine schon so anhöre, man könne ihn ja über den ganzen Gang röcheln hören. Mittlerweile klingt er wie Darth Vader persönlich, dabei hatte er heute Morgen noch fast nichts. Die Untersuchung geht ganz fix und schnell ist klar, das ist eine Bronchitis, die sich der Kleine eingefangen hat.
Ich bin unheimlich froh auf mein Gefühl gehört zu haben, wer weiß wie es ihm morgen gegangen wäre. Man kann jetzt schon die Einziehung an den Rippen sehen. Er soll nun inhalieren. Der Arzt erklärt mir, was ich tun soll, gibt uns ein paar Rezepte mit auf den Weg. Sollte es trotz Inhalation schlimmer werden, sollen wir wiederkommen. ER bestätigte, was ich mir schon dachte. Diese Woche soll er aber auf jeden Fall Zuhause bleiben. Damit ist die Eingewöhnung erstmal gelaufen. Ich bin echt froh, dass wir 6 Wochen eingeplant haben, allerdings bleiben so durch diverse Schließtage nur noch 4 Wochen. Das bereitet mir etwas Bauchschmerzen, denn ich wollte ja, dass er die Zeit zum Eingewöhnen hat, nicht zum Auskurieren. Natürlich muss er gesund werden und er bleibt so lange Zuhause bis er wieder richtig fit ist.! So würde ich ihn auf keinen Fall in die KiTa bringen! Trotzdem doof.

Zuhause stille ich das kleine Glühwürmchen, das völlig erschöpft in meinem Arm einschläft. Ich lese den Beipackzettel und telefoniere nochmal mit der Arztpraxis, weil ich mir plötzlich mit der Dosierung nicht mehr sicher bin. Waren es jeweils ein Sprühstoß und dann 2 Mal oder häh? Und wie oft? Man kennt das. 2 Minuten später bin ich schlauer und das Kind wieder wach.

Gegen halb 7 kommt der Freund nach Hause. Ich erzähle ihm vom Arztbesuch und dem heutigen Tag.
Der erste Versuch zu Inhalieren endet in infernalischem Geschrei. Selbst kurze Videos können ihn nicht ablenken. Er wehrt sich mit aller Kraft und ich muss sagen, dass unser Kind sehr kräftig ist. Sämtliche Bestechungsversuche schlagen fehl, aber es hilft ja alles nichts. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie leid mir der Kleine tut.

Anschließend ziehen wir ihn um. Ich mache ein paar Brote und mümmle meine auf dem Sofa weg, während der Freund das kleine Glühwürmchen auf dem Arm umher trägt. Er schläft auch tatsächlich völlig erschöpft auf Papas Arm ein. Als ich fertig bin, tauschen wir, sodass auch der Freund essen kann. Ich kuschle mein Baby auf dem Sofa, so wie damals, als er noch ganz mini war.
Kurz darauf wird der Kleine wieder wach. Ich stelle mich innerlich auf deine unruhige Nacht ein. Der Freund übernimmt und ich ziehe mich um und präpariere das Bett, sodass ich aufrechter liege und der Kleine so hoffentlich besser Luft bekommt.

Der Kleine schlief auch sofort an mich gekuschelt ein. Er war furchtbar unruhig, wälzte sich hin und her und weinte immer wieder kurz auf. Um 22 Uhr wurde er wieder wach und ließ sich durch nichts beruhigen. Der Freund schnappte sich das Baby, muckelte es in die Trage und lief 2 Stunden in der Wohnung umher, damit ich ein bisschen schlafen konnte und etwas Kraft für die Nacht schöpfen kann.

WMDEDGT 01/18

Frau Brüllen will auch 2018 wissen, was ich am jedem 5. des Monats mache, also erzähle ich ein bisschen davon.

Es scheint als sollte ich heute besonders viel vom Tag haben und so beschloss der kleine Mann um halb eins wach zu sein. Richtig wach. Da half keine Dunkelheit, keine Stille und auch kuscheln, summen und stillen konnten ihn nicht zum Schlafen überreden. Er kuschelte sich immer wieder an, sobald ich wegdöste, sprang er wieder auf und turnte weiter.
Erst um kurz nach drei, nachdem er sich ordentlich den Dätz angehauen und das Kühlpad warm massiert hatte, schlief er wieder ein. 

Um 6:30 Uhr riss mich der Wecker des Freundes aus dem Schlaf. Er schlief weiter, weil müde. Ich war wach, trotz müde.
Ich verwarf die Idee den Kleinen zu wecken, um sowas wie einen Rhythmus beizubehalten. Als ich aufzustehen wollte, verlangte der kleine Mann nach der Brust. Damit war das Thema erledigt.

Ich ging durch, was für heute ansteht (genug!). Dabei fiel mir ein, dass morgen Feiertag ist und ich deshalb noch einkaufen muss, was wir morgen frisch kaufen wollten.
Kaum hatte ich den Gedanken beendet, wurde der Freund wach („Schon so spät?!“) und weckte das Kind. Er beeilte sich, um den Zug zu bekommen, während der kleine Mann sofort alles gab, um sich möglichst effizient um die Ecke zu bringen (Kabel, Abstürze, man kennt das). Ich muss gestehen, schon um 7:30 Uhr war ich bedient vom Tag. Ich will doch nur schlafen. Genug gejammert.

Ich pflückte das Kind aus dem Bett und gehe erst mal auf die Toilette. Da muss ich schon seit Stunden hin. Dann begann die Morgenroutine mit Anziehen und waschen (mich), wickeln und umziehen und waschen (das Kind), Zähne putzen (beide). Das alles dauerte ewig und passierte unter Dauergemaule des Kindes. Müde ist es nur auf dem Arm ok und das auch nur so halb.

Während der Kleine das Wohnzimmer unsicher machte, schrieb ich mit einer Freundin. Ich brauchte heute ein bisschen seelische Unterstützung. Das tat mir unheimlich gut. Danke dafür!
Der kleine Mann wurde gegen 8 Uhr müde. Ich schnappte ihn und ziehe mit ihm ins Schlafzimmer, wo ich ihn in den Schlaf stillte. Das klappte auch recht zügig, da ist wohl jemand ziemlich müde.

Weil ich nie sagen kann, wie lang der Kleine schläft, verlor ich keine Zeit arbeitete ein paar Dinge meiner ellenlangen Liste ab.
Ich telefonierte Optiker ab und schrieb E-Mails an ein paar Vermieter von Ferienwohnungen. Wir wissen zwar immer noch nicht, wann und wohin wir in den Urlaub wollen (Italien Mai oder Allgäu oder Kopenhagen im August? Oder ganz wo anders hin? Allzu heiß soll es nicht sein und nicht zu weit, sollten wir mit dem Auto anreisen. Und idealerweise ist es auch nicht unfassbar teuer), aber es schadet ja nicht, schon mal zu eruieren, ob die in Betracht kommenden Wohnungen überhaupt frei sind.
Der Kleine schlief danach noch immer, also schnell Yoga machen. Moni hat mich auf die Idee gebracht und es ist fantastisch! Ich schaffe es bisher tatsächlich täglich und weil ich danach nicht durchgeschwitzt bin und duschen muss, kann ich mich sogar abends dazu durchringen. Und es tut mir so unfassbar gut. Das war genau das, was ich brauchte.

Danach machte ich es mir mit etwas zu Essen und einem Buch auf dem Sofa gemütlich. Der Kleine schlief bis dahin schon stattliche 2,5 Stunden ohne einen Mucks. Langsam machte sich auch bei mir die Müdigkeit wieder breit. Ich schlich ins Schlafzimmer und legte mich in der Hoffnung noch ein paar Minuten dösen zu können neben das Baby. Nach 30 Minuten wachte der Kleine gut gelaunt wieder auf.

Zeit für Mittagessen. Ich kochte ein paar Nudeln und putzte nebenher die Küche. Die Tomatensauce hatte ich bereits gestern gekocht, so ging es heute ganz schnell. Der Kleine langte für seine Verhältnisse ordentlich zu. Er half beim aufspießen der Nudeln und aß dann ganz stolz mit seiner Gabel. Die Sauerei blieb natürlich nicht aus. Was wären Nudeln ohne Tomatensauce ohne ein verschmiertes Gesicht?

Zeit für einen Windelwechsel. Dank der Tigerbox blieb der Kleine auch mal lange genug liegen, sodass ich die Windel in einem Zug wechseln konnte. Danach spielten wir mit den Klötzen, sangen und machten Quatsch. Zwischendurch stillten wir immer wieder und ich versuchte das Kind davon abzuhalten den TV zu betatschen oder den Tannenbaum umzureißen.

Ich schaffte es auch endlich mich für eine Hose zu entscheiden und die Retoure fertig zu machen. Dann packte ich den kleinen Mann in die Trage, entsorgte den Karton und hängte die Wäsche ab. Im Wäschekeller traf ich eine Nachbarin, die sich über die anderen Nachbarn ausließ. Das ist mir wirklich unangenehm, da ich mit niemandem ein Problem habe und es mich auch einfach nichts angeht. Irgendwann konnte ich mich freundlich loseisen. Ich schnappte mir das Paket, brachte es zur Post und kaufte noch ein paar Dinge, die für das Wochenende fehlten. Dazu gab es Twix und supersüßen Eiskaffee. Beides brauchte ich ganz dringend. Ich bin durch, das Kind auch.
Zu meiner großen Verwunderung schlief der Kleine tatsächlich sogar in der Trage ein, ich liebe das so sehr! Zeitgleich begann es zu regnen, aber Babyschlaf ist heilig also maschierte ich weiter. Kurz darauf rief der Freund, er konnte früher Feierabend machen. Perfekt, so holte ich ihn vom Bahnhof ab.

Zuhause angekommen, wachte der Kleine auch wieder auf. Ich übergab das Kind an den Freund und zog mich ins Büro zurück. Endlich Zeit für mich. Ich konnte eine Stunde ganz in Ruhe nähen. Ich möchte ein Fotoalbum für den Kleinen nähen, das dauert ein bisschen, weil ich natürlich ganz genaue Vorstellungen habe und einfach ja zu einfach wäre. Danach war ich fast erholt. Ich war richtig entspannt.

Dann wurde es Zeit für die Einschlafbegleitung des kleinen Mannes, die auch wieder relativ zügig. Er ist wahnsinnig kuschelig zur Zeit, das ist richtig schön. Bis er richtig schlief, surfte ich noch im Internet und dann wird es Zeit für Paarzeit.

Tagebuchbloggerei 12/2017

Dezember! Der letzte Monat des Jahres! Ich wiederhole mich, aber: wann ist das denn passiert? Es ist schon eine Weile her, dass ich bei Frau Brüllen „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ mitgemacht habe. 

2:00 Uhr. Der kleine Mann verlangt nach Milch. 

Es wird wieder unruhig neben mir. Die Uhr verrät, es ist 4:30 Uhr. Leider wird die Hoffnung auf Schlaf bis 6 Uhr gleich zerschlagen. Der kleine Mann kommt einfach nicht mehr zur Ruhe, wälzt sich im Halbschlaf hin und her und jammert. Ob er nun jetzt doch bald Zähnchen bekommt? Vielleicht plagt ihn auch einfach der Schnupfen. Ich versuche noch ein bisschen ihn zum Schlafen zu bewegen. Um halb 6 gebe ich mich geschlafen. Wir spielen alle zusammen noch ein bisschen im Bett.

Gegen 6 Uhr stehen wir auf. Der Freund spielt mit dem Kleinen, während ich lüfte und das Frühstück vorbereite. Um kurz nach 6 verzeichnen wir den ersten kleinen Meltdown. Warum weiß niemand so genau. Das Essen war nicht richtig, die Wasserflasche auch nicht. Wahrscheinlich ist er einfach schon wieder müde. Klar, wäre ich auch, würde ich um 4:30 Uhr aufstehen. Oh, wait.
Mit seinen Stapelbechern lässt sich der Kleine noch ein bisschen hinhalten, damit wir noch etwas essen können.
Dann wird es Zeit für eine neue Windel. Mit vereinten Kräften schaffen wir es das Kind ohne Tränen zu wickeln und umzuziehen. Der Freund verabschiedet sich und ich bringe den Kleinen ins Bett.

Dort liege ihc etwa eine Stunde und surfe durch das Internet. Als ich sicher bin, dass der Kleine nun schläft und nicht gleich wieder nach mit verlangt, schleiche ich mich raus. Ich ziehe mich um, putze mir die Zähne. Dann räume ich ein bisschen auf und verpacke das Nikolausgeschenk. Außerdem packe ich die Tasche für den Freund. Ich habe heute Nachmittag zum ersten Mal seit April dem Rückbldungskurs babyfrei. In der Firma des Freundes steppt der Bär, deshalb nehme ich den Kleinen erst mit, der Freund kommt dann nach und holt ihn ab. Ich freue mich echt sehr! Dann rauscht auch schon das Babyphone.

Zeit für ein zweites Frühstück. Der kleine Mann hat nicht wirklich Hunger. Ich beseitige das Chaos, während er spielt. Ich möchte ein bisschen spazieren gehen, vorher gibt es noch eine neue Windel. Er blieb sogar liegen! Aber zu früh gefreut. Bis ich mich umgezogen habe, ist nämlich ein weiterer Windelwechsel nötig. 

Dann kann es losgehen. Wir laufen ein bisschen spazieren. Es ist traumhaft draußen. Auf dem Weg wandert ein Schokonikolaus und ein paar Stoppersocken in der Tasche. Ich bin leider etwas spät dran, weshalb wir nur eine Stunde unterwegs sind. Zuhause versuche ich noch schnell das Essen fertig zu machen. Es ist ein Rennen gegen die Zeit. Und um es kurz zu machen, ich habe verloren.

Der Kleine war schon so müde, dass er den Reis weinend um sich warf. Auch alles andere fand er doof.ich schlang meine Suppe in Windeseile herunter, während er neben mir wütete. Nichts war mehr in Ordnung. Weil ihm der Rotz nur so aus der Nase floss, wollte ich die sie noch schnell absaugen ehe ich ihn hinlege. Er mag den Sauger total gerne, naja, bis er an der Nase ist. Das muss sich ganz eklig anfühlen. Immerhin beruhigt er sich danach sofort wieder. 

Wir machen es uns gemütlich, ich stille ihn und innerhalb von 10 Minuten ist er eingeschlafen. Ich bleibe noch ein bisschen bei ihm liegen. Ich kuschle mich an ihn und genieße seine Nähe. Nach einer Stunde juckt es mich aber in den Fingern, ich wollte doch eigentlich Plätzchenteig vorbereiten. Wie aber meistens erledige ich erst die tausend kleinen anderen Dinge wie zum Beispiel den Abwasch.
Als alles erledigt ist, setze ich den Vorteig für die Weckmänner an, da wird der Kleine auch schon wieder wach.

Der kleine Mann spielt fröhlich mit den Frischhalteclips, während ich den Teig knetete. Der Kleine ist heute ein bisschen ambivalent unterwergs. Am liebsten möchte er den ganzen Tag auf meinem Arm sein, ist er das, will er wieder runter, weil er etwas entdeckt hat, das nun seiner Aufmerksamkeit bedarf. Setze ich ihn dann ab, beginnt er zu meckern und zieht sich an mir hoch. Das macht es etwas schwierig zu irgendwas zu kommen.

Mir scheint, der Kleine ist nicht ganz er selbst. Ich versuche ihm nochmal etwas Suppe anzubieten und siehe da, er isst tatsächlich ein bisschen davon. In der Zwischenzeit ist der Hefeteig fertig und wartet auf den nächsten Arbeitsschritt. In Windeseile steche ich die Miniweckmänner aus und schiebe sie in den Ofen. Der Ofen zieht ihn magisch an. Man könnte meinen, er hat einen eingebauten Selbstzerstörungsknopf. Wirklich alles, was irgend wie gefährlich sein könnte, ist unheimllich spannend für ihn. Er lässt sich dann aber doch mit der Eieruhr ablenken. Nach ein paar Minuten ziehe ich die wunderbar duftenden Weckmänner aus dem Ofen. Natürlich muss ich gleich einen probieren. So lecker! Selbstverstädnlich bekommt der kleine Mann auch etwas ab. Auch ihm scheint es zu schmecken.

Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass es Zeit wird uns fertig zu machen. Dieser Windelwechsel kostet mich einige Nerven. Der Sack Flöhe möchte einfach nicht stillhalten. Am Ende ist er dann aber doch frisch gewindelt und angezogen. Bevor wir losgehen, wird noch einmal ausgiebig gestillt und schon sind wir unterwegs zur Weihnachtsfeier.

Oh, ich freue mich so auf meine Arbeitskollegen und darauf mal ganz ohne Baby zu sein. Dort angekommen, erkundet der kleine Mann den Raum, während wir auf den Freund warten, dass er ihn auf dem Weg nach Hause abholt. Ach, es ist wirklich toll alle mal wieder zu sehen. Über etwas anderes als Babypupse zu reden und warm und in Ruhe zu essen. Das war fast das Beste :D Der Gedanke an das Ende der Elternzeit macht mir wirklich zu schaffen, aber nach heute glaube ich, dass es mir auch gut tun wird, noch etwas anderes zu tun. Ich wäre gerne noch etwas länger zuhause, aber ich habe so tolle Kollegen, das macht es mir etwas einfacher.
Nach 2 wunderbaren Stunden mache ich mich auf den Weg nach Hause, dort wartet ein müdes Baby auf mich, das in den Schlaf gestillt werden will. Das klappt auch ruckzuck und nun verbringe ich den restlichen Abend mit dem Freund auf dem Sofa.

Tagebuchbloggerei 9/2017

In den letzten Monaten kam ich einfach nicht dazu, den Tag festzuhalten oder war abends total erledigt. Heute bin ich wieder mit dabei bei Frau Brüllens #WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?).

Etwas wühlt sich neben mir durch das Bett. Ich versuche es zu ignorieren, vielleicht hört es ja einfach wieder auf. Es ist noch stockfinster im Schlafzimmer und bin müde,aber es wühlt weiter. 5:55 Uhr verrät der Blick durch den schmalen Spalt, den meine Augenlider freigeben. Keine Chance, die Nacht ist vorbei.

Der kleine Mann spielt noch ein bisschen zwischen uns. Die Nacht war ruhig und ich bekam sogar 5,5 Stunden Schlaf am Stück! Ich sollte trotzdem mal wieder mit dem Baby schlafen gehen.

Um 6:30 Uhr verlangt es nach Frühstück. Ich stille ihn und checke, wie so oft in den letzten Tagen,den Sendungsstatus der Dachbox. Mir macht es richtig Bauchschmerzen, dass sich da seit Tagen nichts tun will. Wir wollen doch in den Urlaub. Aber ich Wunder! Endlich wurde die Sendung bearbeitet!

Mir wird schlecht vor Erleichterung. Ich habe uns schon ohne Dachboden und damit mit einem fetten Problem gesehen. Puh! Jetzt geht mein Plan vielleicht doch noch auf!
Frische Windel, anziehen, ich mich fertig. Baby moppert weil vorwärts will. Lässt sich mit Buch besänftigen.

Ich wickle den kleinen Mann, ziehe ihn an und mache mich im Anschluss fertig. Wir wollen den Morgen für einen Spaziergang nutzen. Kurz darauf verlassen wir die Wohnung. Auf dem Weg machen wir einen Stopp beim Bäcker. Der erste Tag Elternzeit schreit nach frischen Brötchen! 

Es ist so angenehm draußen, die Luft ist frisch, aber nicht kalt. Es riecht nach Herbst. Ich mag diese Zeit. Der kleine Mann schläft auf dem Weg angekuschelt an seinen Papa ein. Leider wird er wach als wir ihn Zuhause aus der Trage pflücken.

Wir frühstücken gemütlich, der kleine Mann zerdrückt, bekaut und zermatscht genüsslich ein paar Himbeeren und Cocktailtomaten. Nachdem Hände, Gesicht, Haare und alles im Umkreis von 2 Metern gereinigt ist, versuche ich den Kleinen nochmal hinzulegen, müde genug wäre er.

Dabei bleibt es aber auch. Er schläft fast ein, weint dann bitterlich auf, beruhigt sich, spielt, stillt und schläft fast ein, bis er dann wieder zu weinen beginnt. In der Zwischenzeit saugt der Freund die Wohnung und nimmt die sehnlichst erwartete Dachboden in Empfang. Nach einer Stunde gebe ich auf. Dann eben nicht. Der Kleine kommt in die Trage und ich hänge die Wäsche auf.

Aber auch das gefällt ihm nicht lange und wir versuchen nochmal zu schlafen. Er schafft es dann auch Recht zügig, ich leider nicht und würde stattdessen durchs Internet. Nach einer Stunde öffnet er seine Äuglein, von wach weit entfernt, aber einschlafen konnte er auch nicht mehr. Da ist doch was in der Luft!

Wir beschließen die Dachbox zu montieren. Es bleibt beim Versuch, denn bei 2 von 4 Halterungen ist das Gewinde kaputt. Das darf nicht wahr sein! Unsere Hoffnung im Eisenwarenladen Ersatz zu finden, löst sich in Luft auf. Auch bei Obi bekommen wir nicht, was wir brauchen. Ich flippe aus! Wenn einmal der Wurm drin ist, dann aber richtig!

Unsere letzte Hoffnung, der Metallbauer im Ort, kann das Teil nachbauen. Dass das sauteuer ist, brauche ich wohl nicht erwähnen, aber das ist egal. Ich will in den Urlaub. Das Ersatzteil vom Händler kommt frühestens Donnerstagmittag, wenn es auf Lager und die Post schnell ist. Warten ist also keine Option.

Mittlerweile sind wir alle durch. Der kleine Mann hat das alles super mitgemacht, aber der fehlende Schlaf macht sich nun bemerkbar. Er ist hundemüde und hat keine Lust mehr. Recht hat er! Ich auch nicht. Ich habe Hunger und Durst. Und noch immer nichts gepackt. Das wollte ich eigentlich spätestens heute Nachmittag gemacht haben. Ich bin wirklich stinkig. Ich hasse es, wenn es nicht nach Plan läuft und dann in Stress ausartet. Und es tut mir echt leid, dass der Kleine heute so mitlaufen musste. So habe ich mir das nicht vorgestellt.

Wir flitzen noch fix zu Edeka, besorgen Süßkram und Tiefkühlpizza. Keine Lust mehr zu kochen heute. Schnell Heim! Der kleine Mann weint immer wieder auf, schläft dann aber doch beim Stillen ein. Das ist gut. Bis 19 Uhr hätte er so nicht durchgehalten.

Für uns gibt es jetzt gleich Pizza und dann werde ich zumindest den Koffer des kleinen Mannes packen. Das soll’s gewesen sein. Blöder Tag, morgen wird hoffentlich besser.

Tagebuchbloggerei 7/2017

Juli. Wie unfassbar ist das bitte?! Da ist einfach mal das halbe Jahr um! Aber darum geht es nicht. Heute ist der 5. Juli und damit WMDEDGT-Tag. Wer nicht weiß, was das ist schaut einfach mal bei Frau Brüllen vorbei. Ist nämlich ihre Idee!

Der Tag beginnt früh. Sehr früh, um nicht zu sagen mitten in der Nacht.
Um 3:30 Uhr beschließt der kleine Mann genug geschlafen zu haben. Er ist, wortwörtlich, quietschfidel. Während er sich durch das Bett quietschwühlt, versuche ich das Geschehen zu ignorieren und weiterzuschlafen. Das findet er aber gar nicht gut und quietscht ein bisschen lauter. Ok, dann bin ich eben auch wach.
Ich versuche ihn mit stillen noch einmal zum Schlafen zu bewegen, aber nichts zu machen. Das Kind ist wach. Um 5:30 Uhr gibt dann auch der Freund auf und wir stehen auf. So kann er immerhin früher Feierabend machen. Auch nicht schlecht.

Der Freund wickelt den Kleinen und ich mache mich solange fertig und rufe bei der Hotline des Götterboten an. Ich warte seit Tagen auf ein Paket, das mal nicht zugestellt werden kann, weil ich angeblich nicht da bin oder sogar zugestellt wurde, um mich dann wieder nicht angetroffen zu haben. Um das herauszufinden, hätte der Gute allerdings mal klingeln müssen. Die Dame an der Hotline ist äußerst unfreundlich und tut so als würde ich nur anrufen, um sie zu ärgern. Kundenservice ist anders. Dann verlässt der Freund das Haus, ich mische mir noch schnell ein paar Haferflocken zusammen und begebe mich zurück ins Bett, wo ein sehr müdes Baby auf mich wartet. Ich stille ihn in den Schlaf und esse nebenbei mein Frühstück. Als er schläft, lege ich ihn ab und kuschle mich dazu. Nach 1,5 Stunden erwachen wir beide. Ich fühle mich fast erholt. Ich lasse eine Maschine mit Wäsche laufen.

Wir kuscheln noch ein bisschen und dann ist es wieder Zeit für eine neue Windel. Der kleine Mann ist heute richtig gut drauf. Wir wechseln vom Wickeltisch auf die Krabbeldecke, wo der Kleine ausgiebig seinen Löffel bespielt. Ich hänge Wäsche ab, verräume sie und hänge die nächste Maschine auf. Weil der Kleine sich so toll beschäftigt, schaffe ich sogar ein paar Minuten an die Nähmaschine.
Ganz unvermittelt beginnt der Kleine energisch zu quäken. Als ich ihn hochnehme, weiß ich auch warum. Da habe ich wohl die Windel nicht richtig angezogen, denn der komplette Rücken des Babys ist eingepinkelt. Also ziehen wir wieder auf den Wickeltisch um und wechseln einmal das komplette Outfit.
Der kleine Mann verlangt nach einem zweiten Frühstück und reibt sich schon wieder energisch die Äuglein. Auf dem Weg ins Schlafzimmer, versucht er mein Schlüsselbein zu verspeisen. Der Hunger scheint gewaltig zu sein!
Ich setze mich mit ihm ins Bett, wo er nach ein paar Minuten auch in meinem Arm einschläft. Nach 30 Minuten erwacht er wieder und strahlt mich an.
Für den Urlaub brauchen wir noch einen Reisepass für den kleinen Mann. Ich nutze die Gunst der Stunde und knipse ein paar Bilder, solange er satt und geduldig mit mir ist. Es klappt super und es kommen ein paar echt niedliche Bilder dabei heraus.

Dann wird wieder gewickelt und gespielt.
Ich sitze auf der Wickeldecke und beobachte die seine Bemühungen die Hand unter dem Bauch hervorzuziehen. Er nimmt Schwung, hebt den Po und zieht den Arm dann hervor. Einmal hob er den Po so schwungvoll, dass er sich fast überschlug. Ich könnte ihm echt ewig zusehen.
Der Kleine hat ordentlichen Nachholbedarf, denn nur eine Stunde später, reibt er sich wieder die Augen. Die letzten Tage schlief er sehr unregelmäßig und die Nächte waren kurz.

Tatsächlich schläft er 3 Stunden lang. Ich nutze die Zeit, um auch ein bisschen zu dösen und zu lesen.
Gegen 15:30 Uhr schafft es der Götterbote mein Paket vorbeizubringen! Wahnsinn!
Kurz darauf klimpert es bereits an der Tür und der Freund kommt nach Hause. Der kleine Mann freut sich immer so sehr ihn zu sehen, da geht einem echt das Herz auf.

Wir kochen zusammen etwas zu Essen und gehen danach noch einkaufen. Eigentlich wollte ich auch noch raus, aber der viele Schlaf und die Affenhitze halten mich davon ab. Dann eben nicht. Wir suchen das schönste Bild der Fotosession für den Reisepass aus und tatsächlich kamen auch schon die Bilder des Familienshootings mit den Großeltern an. Die sind wirklich schön geworden!
Um 18:30 Uhr ist der kleine Mann schon wieder durch. Weder stillen noch sonstiges Bespaßungsprogramm kann etwas daran ändern. Eigentlich möchte ich ihn noch nicht hinlegen, denn ich weiß genau, dass er nicht lange schlafen wird. Normalerweise bringe ich ihn gegen zwischen 19 und 19:30 Uhr ins Bett und er schläft dann einfach. Vor 19 Uhr klappt das einfach nicht.

Aber es hilft ja alles nichts. Innerhalb von 3 Minuten ist er eingeschlafen und erwacht 40 Minuten später voll ausgeschlafen. Tja, das war es dann mit Feierabend, denn von Schlaf möchte er nun gar nichts mehr wissen. Nach einer Stunde probiere ich es noch einmal, aber auch dieser Versuch wird abgewehrt. Dazwischen verbringen wir ein bisschen Zeit mit dem Papa und spielen noch etwas.
Gegen 21:30 Uhr siegt das Sandmännchen dann doch und auch ich lege mich dazu. Gute Nacht!