Momente mit Seltenheitswert

Es passieren noch Wunder. 

Der kleine Mann verweigerte heute Morgen den Schlaf. Das war etwas ungünstig, weil um 9.45 Uhr der Sportkurs mit Baby losging. Der Kleine machte aber wunderbar mit. Trotz Augenringen des Todes wollte er, anders als die anderen Babys, aber nicht einschlafen. Das tat er dann – hier das Wunder – im Auto. Ohne einen Mucks. Es sah zu niedliche aus wie er mit seinem Spielzeug in den Händchen einfach weggenickt ist.

Weniger geschickt war dann, dass die Fahrt nur 10 Minuten dauert.

Also in die Trage und hoffen. Und ja, er schlief tatsächlich weiter. Also die Chance nutzen ein paar Überweisungen zu machen und mir etwas zu Essen zuzubereiten. Und jetzt sitze ich verschwitzt und ungeduscht, aber mit leckerem Essen und einer Folge Grey’s Anatomy und dem schlafenden Baby in der Trage auf dem Sofa. Es könnte schlechter sein. 😉

Back to normal

[13. Schwangerschaftswoche]

Ich war seit Wochen mal wieder im Fitnesskurs und es war super! Ich trainiere nun mir deutlich weniger Gewicht, aber gegen Ende des Kurses war ich einfach nur glücklich.
Ich fühlte mich endlich wieder wie ein Mensch! Ich habe richtig gespürt, wie mich die Endorphine überfluteten. Ja, das hat mir wirklich gefehlt!
Wenn es die Kopfschmerzen zulassen, möchte ich also in Zukunft wieder mehr Sport machen. Ich bin halt immer noch ich. Sport tut mir gut und macht aus mir einen glücklicheren, ausgeglicheneren Menschen. Auch das Essen fällt mir wieder leichter. Ich kann inzwischen an Süßkram vorbeigehen ohne mir hinterher beschämt die Schokolade aus dem Gesicht wischen zu müssen. Ein großer Fortschritt.

Außerdem habe ich diese Woche die ersten KiTa-Anmeldungen rausgeschickt. Leider ist es ja immer noch so, dass man damit nicht früh genug anfangen kann. Und ohne KiTa-Platz wären wir wirklich aufgeschmissen. Jetzt heißt es hoffen, dass wir auch wirklich 2018 einen Platz bekommen. Verrückt!

Glücksmomente 21/2015

Auch diese Woche sammelt Pia wieder ihre Glücksmomente. Und ich bin mit dabei.

Sport macht mich glücklich. Und davon gab es diese Woche ordentlich.
Ich fing ich wieder an zu laufen und stellte für mich einen neuen Rekord auf. 4,2 km ohne zusammenzubrechen, dafür ordentlich Muskelkater am nächsten Tag. Samdtag stellte ich einen neuen Rekord mit 4,8 km auf – ohne Muskelkater! Ich bin total euphorisch und sehr stolz auf mich. Ich habe Schulsport gehasst, weil ich den Ansprüchen nie gerecht werden konnte und nun laufe ich einfach. Singend mit einem Lächeln auf den Lippen! Das habe ich mir oft erträumt. Denn ich fand die Vorstellung zu laufen immer toll, nur das Laufen selbst nicht.
Ich bin jetzt wohl im richtigen Alter angekomnen!

Mittwoch, Freitag und Samstag durfte ich die Zeit mit drei Freundinnen verbringen und habe das Treffen mit jeder einzelnen sehr genossen! Als Topping gab es dazu zuckersüße Kinder und so kam es, dass ich diese Woche ein Baby auf dem Schoß, ein Kleinkind auf dem Arm und eins Huckepack tragen durfte. Das Highlight der Woche war aber der positive Schwangerschaftstest einer Freundin am Abend nach unserem Treffen. Ich war ganz außer mir vor Freude! Auch, weil sie mich als eine der Ersten auswählte, die davon erfahren sollte. Das bedeutet mir unheimlich viel!

Eine Woche mit viel Sonne, lachen, guten Gesprächen und leckerem Rhabarberkuchen. Da ist es, das schöne Leben.

Lauf, Baby, lauf!

Oder von Erfolgserlebnissen.

12 Monate nach meiner letzten Runde bin ich einfach losgelaufen und habe erst nach 4,2 km wegen fiesem Seitebstechen wieder angehalten.
Dazwischen redete ich mir gut zu und veratmete die Langeweile mit guter Musik. Meine Muskeln brennen und ich weiß ganz genau welcher von ihnen morgen am meisten schmerzen wird, aber das ist egal, denn ich bin gerade die längste Strecke gejoggt, die ich jemals am Stück – ohne Pause – joggte. (An dieser Stelle darf gerne applaudiert werden.)

Meine letzten Joggingversuche endeten immer ehe ich soweit kam. Für manch einen ist das die Strecke zum warm werden, für mich ist das ein absolut beflügelndes Erfolgserlebnis.
Ich bin auch nicht entmutigt von den Mädels, die nach mir kamen, vor mir am Ziel waren und danach aussahen als gingen sie erst los, während ich frei nach dem Motto “Sweat like a pig to look like a fox“ wie ein Schwein über dem offenen Feuer schwitzte. (Sorry an alle Vegetarier, Veganer, …!) Falls ihr jemandem im Wald begegnet seid, der Haken geschlagen und sich wie wild vorm Gesicht rumgewedelt hat, das war ich. Mücken, die wollen Biester!
Ich habe mir ein Ziel gesetzt und mehr geschafft als ich dachte. Und genauso stolz bin ich auf mich.

Glücksmomente 20/2015

Am Montagmorgen schickte mir der Freund ein Bild per Whatsapp. Erst beim zweiten Blick verstand ich was er mir damit sagen wollte: er hat eine Gehaltserhöhung bekommen! Besser kann der Start in die Woche nicht beginnen! Ich freue mich riesig für ihn! Es ist so schön, dass seine Arbeit anerkannt und wertgeschätzt wird!

Die Woche zog nur so an mir vorbei. Das liegt auch daran, dass ich zusätzlich zu meinem normalen Sportprogramm für die nächsten Wochen zusätzlich zwei Stunden tanzen darf. Und das kam so:
Meine Trainerin suchte vor unserem Urlaub noch Mädels, die bereit sind an einem Auftritt mitzumachen. Leider hatte ich völlig vergessen mich bei ihr zu melden und dann waren wir ja im Urlaub. Ich habe mein Glück versucht und einfach mal nachgefragt und konnte noch einen Platz ergattern! Ich werde jetzt zwar nicht in meiner Wunschgruppe tanzen, aber das ist auch nicht so wichtig. Ich bin nur etwas nervös, weil ich das bisher noch nie gemacht habe. Nach dem Lob meiner Trainerin und der ungläubigen Frage „Du machst das aber nicht zum ersten Mal, oder?!“ einer Mittänzerin bin ich sehr zuversichtlich, dass das klappen wird! Was so ein paar Worte ausmachen! Ich bin direkt ein paar cm gewachsen und ganz fröhlich und beschwingt nach Hause gegangen!

Glücksmomente gab es in dieser Woche so viele für mich!

Da war das Gefühl wieder Zuhause angekommen zu sein und sich wohlzufühlen. Nach dem Urlaub habe ich mich Fehl am Platz gefühlt und die Wohnung kam mir kalt und fremd vor. Immer wieder drängte sich die Frage „Und hier soll ich bleiben?“ in meinen Kopf. Mittlerweile hat sich das gelegt und ich empfinde die Wohnung wieder als mein Zuhause. Ich vermisse die USA dennoch ganz schrecklich!
Dem Freund ging es übrigens genauso!
Wir arbeiten nun daran es uns noch gemütlicher zu machen und so gingen wir endlich die Balkonplanung an. Unser Balkon ist recht klein, wir wollen ihn trotzdem gerne für mehr als den Grill oder den Wascheständer nutzen. Gemütlich soll es werden, damit man abends schon draußen rumlümmeln kann. Es ist toll, wenn sich der Freund von meinen Ideen anstecken lässt!

Ich ließ mir die Sonne auf den Bauch scheinen, kochte seit Wochen das erste Mal wieder und es war verdammt lecker! Ich aß die ersten deutschen Erdbeeren und Spargel! So schmeckt der Sommer!
Wir tranken Eistee wie wir ihn in den USA immer tranken – ungesüßt und mit Zitrone, und schwelgten dabei in Erinnerungen. Es fühlt sich schon wieder so weit weg an. Wenn ich das so aufschreiben, werde ich sofort wehmütig. Das war eine so unglaubliche Zeit für mich. Und es war wichtig, dass wir diese Reise unternommen haben.

Wenn ich es genau nehme, war ich die ganze Woche glücklich.
Ich hatte gute Laune, die selbst Regen und eine dicke Wolkenschicht nicht trüben konnten. Ich fühle mich leicht und glücklich bis in die Haarspitzen. So unfassbar glücklich.

Und statt zu träumen wie das Leben sein könnte, genoss ich das es einfach wie es ist. Das ist ein sehr erfüllendes Gefühl.

Weitere Glücksmomente findet ihr hier bei Pia.

Tagebuchbloggen V/2015

Es ist wieder einmal der 5. und damit Zeit für Frau Brüllens Tagebuchbloggerei oder der Frage „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“.

Heute Morgen fällt mir das Aufstehen schwer. Ehe ich noch mal richtig einschlafe, stehe ich eben auf und mache mich fertig für die Arbeit. Ich schnappe mein Frühstück und gehe los.
Als ich zum Auto laufe, fällt mir auf wie warm und hell es ist! Es ist so hell morgens! Wann ist denn das passiert?! Ich liebe das sehr!

Im Büro beginnt ein ganz normaler Arbeitstag. Ich führe ein paar Telefonate, beantworte E-Mails und arbeite so vor mich hin. Die Zeit vergeht erstaunlich schnell und ich verpasse über der Arbeit fast meine Mittagspause. Das passiert jetzt eher nicht so häufig.

Seit einer Weile läuft das Wasser in der Wohnung immer schlechter ab. Inzwischen steht man nach dem Duschen knöcheltief in der Wanne. Deshalb versuche ich seit gestern den Vermieter zu erreichen. Außer Besetztzeichen oder dem Anrufbeantworter erreiche ich wieder niemanden. Ich war dann dezent überrascht als mich eine Rohrreinigerfirma anrief. Vom Vermieter hab ich immer noch nichts gehört ;-)

Nach Feierabend ist es endlich Zeit für Sport! Darauf habe ich mich riesig gefreut! Nach der Stunde bin ich nassgeschwitzt und erledigt. Das fühlt sich so gut an! Ich merke aber auch deutlich, dass ich mehrere Wochen nichts gemacht habe. Puh!
Im Anschluss daran bekomne ich noch ein bisschen Einzelcoaching, weil ich an einer Aufführung mitmachen werde. Das war cool! Ich freue mich sehr darauf! Ich stand vor 10 Jahren das letzte Mal auf einer Bühne, das ist so aufregend für mich! Und ich habe die nächsten Wochen zusätzliche Stunden, weil wir die Choreos einstudieren müssen. Woohoo!

Als ich endlich zu Hause ankomme, springe ich unter die heiß ersehnte Dusche. Egal wie blöd ich mich fühle, duschen hilft eigentlich fast immer! Mein Magen knurrt wie verrückt! Ich hänge noch fix meine Wäsche ab (noch 2 Urlaubsmaschinen to go) und dann gehen wir los, um etwas Essbares zu jagen. Am Ende gibt es einen super leckeren Salat und frisches Wurzelbrot. Mmh!

Am liebsten würde ich jetzt sofort ins Bett gehen, aber es ist noch ein Punkt auf meiner Liste heute offen: Kreditkartenabrechnungen checken. Ich habe da wirklich wenig Lust zu, aber was muss,das muss. Bis auf eine Abrechnung, auf deren Rückbuchung ich warte, stimmt alles. Super!

Jetzt reicht es aber wirklich!
Gute Nacht!