Flashback

Ich stehe auf dem Balkon, blicke in den Himmel. Ich wollte Sternschnuppen beobachten, aber keine Chance. Es ist komplett bewölkt.

Ich erinnere mich an die Sternschnuppennacht vor einem Jahr.

Ich lag hier auf dem Balkon und starrte in den Himmel, hielt die Hände auf meinen Babybauch und horchte tief in mich herein, um bloß keinen dieser wunderbaren, kleinen Stupser zu verpassen, die ich erst seit kurzem spürte und von denen ich nicht genug bekommen konnte.

Ich verbrachte den Abend allein, der Freund war auf einer Veranstaltung seines Arbeitsgebers. Ich hatte mir schon oft vorgenommen die Sterne zu beobachten, habe die Nacht der Perseiden dann aber irgendwie doch immer verpasst oder es war bewölkt.

Ich machte es mir also auf dem Balkon gemütlich. Stellte ein paar Kerzen auf, wickelte mich in eine warme Decke, denn es wurde langsam kühl und sah in den Himmel. Ich hatte Glück, es war keine einzige Wolke zu sehen. Ich genoss die Ruhe um mich herum und in mir. Ich glaube, so entspannt war ich ewig nicht mehr. Ich ließ den Gedanken freien Lauf, sinnierte über die Zukunft. Ich beobachtete den Sternenhimmel und schickte 3 Wünsche ins Universum, während ich zig weitere Sternschnuppen an mir vorbeiziehen sah. Über mir glitzerte und funkelte es, das war unglaublich romantisch und schön, in meinem Bauch blubberte es – auch vor Glück.

Das war ein sehr erfüllender  Moment. So einer, der sich seinen Platz in einem Glücksglas verdient hätte, besäße ich eines. Wir sollten viel öfter einen Blick in den Himmel werfen!

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Zusammengefasst } 10. Monat

Woche: 37. – 40. Woche
Das Baby: Wassermelone (2.800 – 4.000g)
Unser Stubbs hat beschlossen sich nicht mehr von der Stelle zu bewegen. Es sitzt also immer noch mit dem Po nach unten und daran wird sich vermutlich auch nichts mehr ändern. Uns wurde wieder gesagt wie zart es sei. Mal sehen, ob das am Ende wirklich stimmt. Ansonsten entwickelt es sich super. Es ist nach wie vor eher ruhig, hat aber auch immer mal wieder Tage an denen es etwa 2 Stunden am Stück aktiv war. Ich spüre nun immer öfter Füßchen und/oder Knie in der rechten Seite und auf Bauchnabelhöhe. Außerdem versucht es manchmal sich zwischen meine Haut und die Rippen zu schieben. So fühlt es sich jedenfalls an. Das ist ziemlich unangenehm, aber naja, da oben ist für so einen kleinen Dickkopf eben nicht immer genug Platz. Außerdem schiebt es immer noch gerne den Kopf (vermute ich zumindest) auf die linke Seite, das spüre ich sofort am Gefühl, das sich durch den ganzen Körper zieht.
Bauch:   94,5 cm –  95 cm – 95,5 cm – 96,5 cm
Wenn das Baby seinen Kopf (vermute ich zumindest) auf die linke Seite schiebt, bahnt sich immer noch dieses ganz bestimmte Gefühl durch meinen Körper. Es ist fast wie ein elektrisches Kribbeln. Der Bauch wird dann ganz fest, aber der ist ja grundsätzlich eher fest. Nach dem Versuch der Wendung war es mal fast sowas wie entspannt, das hält meist aber nicht lange an.
Körper & Wehwehchen:  Das Baby drückt. Ich habe das Gefühl ständig auf Toilette zu müssen. Meist ist es aber einfach nur der Druck des Babys. Wenn es sich ganz lang macht und sich unter die Rippen drückt, wird es auch immer unschöner. Das kommt zum Glück nicht so oft vor. Sonst habe ich festgestellt, dass diese Drehung des Babys, wenn es den Kopf auf die linke Seite streckt ein Gefühl wie Periodenschmerz auslöst. Ich dachte erst, das wären vielleicht Wehen, aber das Gefühl hält wirklich genau so lange an bis es sich wieder wegdreht. Faszinierend. Der Bauch wird gelegentlich fest, aber auch das ist ja nichts Neues (38. Woche). Ach, und wenn ich länger auf der Seite liege, tut mir die Haut (?) weh. Lagerungsschmerzen oder sowas, aber auch nur auf der linken Seite. Dazu gesellt sich das Gefühl als würde sich meine Hüfte weiten, es fühlt sich manchmal so locker an. Gerade nach längeren Spaziergängen kommt es mir so vor als säßen meine Beine nicht mehr fest in der Hüfte.
Inzwischen fühlt es sich an als bereite sich mrin Körper auf die Geburt vor. Es zieht, der Bauch wird fest. Nachts schlafe ich kaum, weil der Bauch so hart ist.
Haut/Haare/Nägel: Alles beim Alten. Nein, stimmt nicht. In der 39. Woche wurde meine Haut wieder ein bisschen schlechter. Was ich allerdings mal festhalten möchte ist, dass meine Haare in der Schwangerschaft weniger schnell fetten. Das darf gerne so bleiben.
Gefühlswelt: Ich habe mir ziemlich viele Sorgen gemacht wegen der Beckenendlage. Vor dem Versuch der Wendung war ich richtig durch und habe viel geweint. Ebenso an dem Tag an dem ich erfuhr, dass ich nicht spontan entbinden darf. Da war ich zusätzlich auch noch furchtbar wütend. Ich hab mich richtig vor mir selbst erschrocken. Zum Glück verblasste das schon im Laufe des nächsten Tages. Inzwischen habe ich mich damit abgefunden. Ich bin nicht glücklich darüber, aber ich kann es nicht ändern. Ich habe nur zwei Möglichkeiten: das Beste daraus machen oder bockig in der Ecke sitzen. Letzteres ist keine Option, also reiten wir die Welle wie sie kommt. Dazwischen ging es mir richtig gut. Nach dem Wendungsversuch war ich sehr erschöpft aber auch unheimlich gelöst. Ich hatte nun alles getan, was ich tun konnte und das nahm mir eine große Last. Die Weihnachtsfeiertage und auch die Tage zwischen den Jahren taten mir sehr gut. Die Zeit mit dem Freund füllte meinen Akku wieder auf und wir hatten einfache eine schöne Zeit miteinander. Wir waren Essen, im Kino und der Therme. Ich komme langsam dahinter, dass die Tage nun gezählt sind und es stellt sich die Vorfreude ein. Ich warte noch nicht sehnsüchtig auf den start, sondern hoffe immer noch, dass es noch etwas dauert, aber ja, ich freue mich so sehr auf unser Baby. Abgesehen von der Geburt, geht es mir mit der Schwangerschaft echt gut. Ich bin nach wie vor überglücklich und dankbar. Aber auch froh, wenn es vorbei ist. Der harte Bsuch und der Schlafmangel deshalb machen das Nervenkostüm ganz schön dünn. Dazu dieses Fruchtwasserding und die ganzen Untersuchungen. Ich mag doch nur meine Ruhe haben.
Untersuchungen/Arzttermine: Ich war zur Geburtsplanung im Krankenhaus und am Tag darauf noch einmal wegen der äußeren Wendung. Außerdem wurde ein MRT gemacht. Ja, ich wurde reichlich untersucht. Geändert hat es leider nichts. Ach, und die letzteVorsorgeuntersuchung.
Geht gut: Obst. Faul sein, da bin ich inzwischen Königin drin (mit schlechtem Gewissen). Überraschenderweise Spaziergänge. Die kalte Luft pustet mir den Kopf so richtig schön frei und auch körperlich fühle ich mich dann freier.
Geht gar nicht: Nach vorne beugen. Es ist einfach kein Platz mehr da. Mir fällt das Trinken wieder schwerer. Das ist wirklich ärgerlich, klappte es vor kurzem noch so gut.Ich esse schlecht. Schlafen ist leider auch so eine Sache. Ich muss nämlich ständig aufs Klo und schlafe insgesamt etwas unruhiger.
Must have /Essverhalten/Gelüste: Süßes. Ich bin froh, wenn das endlich aufhört.
Der Papa: Hat sich diesen Monat einige Sorgen um uns gemacht. Die äußere Wendung und auch mein Gefühlszustand nach der Nachricht, dass ich an einem Kaiserschnitt nicht vorbeikommen werde, sind nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. Er war uns eine große Stütze, auch wenn er es manchmal nicht so empfunden hat. Er erzählt immer wieder wie sehr er sich auf Stubbs freut, hat aber auch nichts dagegen, wenn wir noch ein paar Tage bis zum großen Ereignis vor und für uns haben (39. Woche). Er hat festgestellt, dass man auch unter Männern nun ständig irgendwelche Kommentare und Tipps zu allem bekommt, ob man will oder nicht. Außerdem scheint alles ein ewiger Wettbewerb zu sein. Er hat schon vorgeschlagen sich irgendwelche Dinge auszudenken, einfach nur damit die Leute ruhig sind. („Na klar, schläft mein Kind durch. Und meine Steuererklärung macht es auch. Ist ja schon drei Monate alt!“).
Der beste Moment: Als wir am Morgen vor der Wendung ganz nah bei einanender mit verschränkten Fingern auf meinem Bauch im Bett lagen. Das war ein unheimlich intensiver, inniger Moment. Wir wussten beide nicht, was auf uns zukommt und ob das nicht vielleicht der letzte ruhige Moment mit dickem Bauch sein würde. Es brauchte keine Worte, um den Zusammenhalt zu spüren. Wir sind jetzt eine Familie.

Weihnachten war auch wunderschön!
Und sonst? 

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Jahresrückblick 2016

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Es war ein schönes Jahr mit vielen großen Momenten. Wir haben sehr viel unternommen und erlebt. Die letzten Monate waren stressig und haben mich emotional doch auch mehr mitgenommen als ich erwartet hätte, aber all das tritt in den Hintergrund, denn wir erwarten unser kleines Wunder. Ich bin überglücklich und durfte (zumindest körperlich) eine echt unkomplizierte Schwangerschaft erleben. Die Sorgen der letzten Tage und Wochen führen allerdings für Punkteabzug. Daher nur 8 Punkte.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Dank Babybauch bin ich inzwischen recht kugelig :)

3. Haare länger oder kürzer?
Seit November gute 15-20 cm kürzer. Und so glücklich damit!

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Ich bin weiser geworden, zählt auch, oder? 
Ansonsten gkeich, obwohl ich meine Brille fast nur noch draußen trage. In geschlossenen Räumen stört sie mich.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Am Anfang des Monats ein bisschen mehr.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Da hat dich nichts verändert.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Wir bekommen ein Baby. Noch Fragen? ;-)

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
– eine Edelstahl Brotdose
– vegane Schokolade

9. Mehr bewegt oder weniger?
Bis zum Herbst mehr. Dank Fitbit war ich im Alltag aktiver und ging nicht unter 6.000 Schritten ins Bett. Außerdem habe ich Krafttraining für mich entdeckt.
Mit wachsendem Bauch (etwa aber der 30. Woche) wurde das etwas schwieriger und die letzten Wochen bin ich bequemer (stinkend faul) geworden. Das ist so ne richtig doofe Aussage, aber mir fehlte auch einfach Zeit und abends war ich so kaputt, dass ich nicht dazu kam.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ich blieb verschont, dafür hat es den Freund mit Magen-Darm und einem ordentlichen grippalen Infekt erwischt.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Verstopfungen. Sonst war es schlimm den Freund leiden zu sehen, ich mag das gar nicht.

12. Der hirnrissigste Plan?
– Auch schwanger gleich Leistungsfähig sein zu wollen. Funktionierte nicht auf Dauer und rächte sich auch ein wenig. In der nächsten Schwangerschaft würde ich mehr auf mich achten. Aber das schadet vermutlich generell nicht.
– Für die äußere Wendung nach Berlin fahren zu wollen. Im Nachhinein wünschte ich, es getan zu haben.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Der Besuch auf dem Southside Festival, wie sich nach nur kurzem Aufenthalt herausstellte.

14. Die teuerste Anschaffung?
Die Erstausstattung für Stubbs.

15. Das leckerste Essen?
Schwangerschaftsbedingt: Schokoladeneis, Tomatensuppe und Feta mit Ofenkürbis.
Ach sind wir doch ehrlich, hauptsache Zucker.

16. Das beeindruckendste Buch?
Uff. Ich habe Babybücher gelesen und fand Die selbstbestimmten Geburt echt gut.
Aber auch das neue Harry Potter Buch hat mir gut gefallen. Sonst habe ich ehrlich gesagt vergessen, was ich gelesen habe, dabei bin ich mir sicher, dass es einige Bücher waren.

17. Der ergreifendste Film?
Die Entdeckung der Unendlichkeit
Ein ganzes halbes Jahr
The Imitation Game

18. Die beste CD?
Ähm, keine Ahnung.

19. Das schönste Konzert?
– Der Herzschlag unseres Babys
– König der Löwen

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Unserem Baby im Bauch und dem Freund.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
siehe Nr. 20

22. Zum ersten Mal getan?
– ein Baby gebaut ♥
– Urlaub auf den Azoren
– beklaut werden und die gestohlene Kamera bei Polizei gemeldet
– Krav Maga

23. Nach langer Zeit wieder getan?
– Besuch von Blumenpost bekommen und sie direkt auch besucht
– Annyclaws besucht
– Lila.Fuchs & MrsEule und ihre Familien wiedergesehen
– auf einem Festival gewesen
– ein Musical besucht (König der Löwen)

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– heftige Kopfschmerzen in der Frühschwangerschaft
– Sorgen wegen der Beckenendlage und das Tränenmeer, weil mir eine spontane Geburt versagt wird.
– Die ein oder andere Gefühlsschwankung
– Der viele Stress und die Sorgen wegen des Jobdings des Freundes

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Spontan aus Beckenendlage entbinden zu wollen. Leider aufgrund der Umstände vergebens.

Dass sich alles fügen wird und der Freund den neuen Job annehmen soll, trotz der Überschneidung von Probezeit und Geburt.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Unser Baby

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Unser Baby. Mir war nicht bewusst, dass das größte Glück manchmal kaum mehr als 1 g wiegt.

28. Der der schönste Sätze, den jemand zu mir gesagt hat?
»Ich freue mich so sehr auf das Baby.«

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Das weiß ich nicht.

30. Dein Wort des Jahres?
schwanger

31. Dein Unwort des Jahres?
Kaiserschnitt

32. Dein Lieblingsblog des Jahres?

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchen vom vorigen Jahr!

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Unser Weihnachten 2016

Schon vor Wochen hatten wir unseren Familien gesagt, dass wir dieses Weihnachten alleine für uns verbringen möchten. Ganz ohne Stress und Hektik. Denn so schön es auch ist die Familie zu sehen, ist es in unserem Fall logistisch doch immer eine Herausforderung 4 Parteien an 2 Tagen unter einen Hut zu bringen ohne hinterher völlig überfressen auf dem Zahnfleisch zu kriechen.
Mit der Schwangerschaft hatten wir dann auch eine Ausrede, die alle akzeptieren ohne zu murren und so stand einem ruhigen Weihnachten im Grunde nichts im Wege.

Der Morgen des 24. Dezember, begann jedoch wie der Abend davor endete.
Ich war wütend, traurig und weinte viel. Der Freund und ich redeten viel und er versuchte mich aufzumuntern, was ich ihm nicht gerade leicht machte.
Mir stand nicht der Sinn nach Weihnachten. Ich wollte nicht so tun als sei alles super, denn das war es für mich nicht. Es war Scheiße. Ich bat ihn sogar zu seinen Eltern zu fahren, damit zumindest er ein wenig Weihnachten feiern konnte, aber er weigerte sich. Ich bekam es erst im Nachhinein mit, aber der Freund hatte auch mit seinen Eltern gesprochen und ihnen erzählt, was sich die Tage ergeben hatte. Sie legten ihm nahe bei mir zu bleiben. Sein Papa sagte wohl sogar, er will ihn nicht mehr sehen ehe das Baby da sei. Das klingt doof, aber ich weiß genau wie es gemeint ist, vor allem weil der Freund eigentlich noch mal wegen der Technik Zuhause vorbeischauen wollte/sollte. Das war wirklich schön. Ja, meine Schwiegereltern sind schon toll.

Der Freund gab aber nicht auf und schmückte den Baum, während ich mit einer Freundin telefonierte. Das tat richtig gut und auch wenn sich nichts an der Situation geändert hatte, fühlte ich mich nicht mehr wie der schlimmste Mensch auf diesem Planeten. Und dann begann Weihnachten.

Wir verbrachten ein wunderbar faules, ruhiges Weihnachten ganz für uns.
Wir machten es uns den ganzen Tag in Jogginghose und weiten Pullis bequem. Bereiteten das Abendessen vor und ließen nach einer ganz minimalistischen Bescherung den Abend kuschelnd auf dem Sofa mit dem Wunder von Manhattan und Herr der Ringe ausklingen. Wir hatten so viel Zeit für uns, das war ganz ungewohnt und so wichtig. Ich habe das Reden und die Nähe des Freundes sehr vermisst, denn gerade in den letzten Wochen kam beides aus verschiedensten Gründen viel zu kurz. Ich habe jeden Moment aufgesogen wir ein Schwamm.

Am 25.12. blieben wir lange im Bett liegen und entschlossen uns spontan nachmittags ins Kino zu gehen. Wer weiß, wann wir das das nächste Mal so ohne Weiteres machen können. Die Freude in den Augen als ich vorschlug, dass wir uns den neuen Star Wars ansehen könnten, war echt das größte Geschenk für mich. Da konnte man den kleinen Jungen richtig herausleuchten sehen. Der Film war klasse und der Freund danach richtig aufgekratzt. Ich glaube, er hätte ihn am liebsten direkt noch mal geschaut. Ich liebe es einfach ihn so zu sehen. So glücklich und gelöst.
Zuhause angekommen, bereiteten wir unser Abendessen vor und machten es dann mit der 9. Staffel Big Bang Theory gemütlich.

Am 26.12. standen wir wieder super spät auf und schlugen uns den Bauch mit einem opulenten Pancake-Frühstück den Bauch voll. Wir wollten schon vor Wochen ins Thermalbad, hatten es aber bisher nicht geschafft und entschieden uns es jetzt zu wagen. Wir hatten beide keine Lust auf ein großes Programm, aber nur Zuhause sitzen wollten wir auch nicht. Es schien als hätte die halbe Stadt dieselbe Idee gehabt. Wir ließen uns davon aber nicht abschrecken und irgendwann fanden wir dann auch einen Parkplatz. Das Bad war wirklich total voll, das tat der Entspannung aber keinen Abbruch. Wir ließen uns durch das warme Wasser treiben und genossen die Schwerelosigkeit. Nach ein paar Stunden fuhren wir wieder nach Hause und ließen den Tag ganz ruhig ausklingen.

Unser Weihnachten war nach ein paar Anlaufschwierigkeiten in einem Wort: entspannt. Es war wunderschön und voller tiefer, inniger Momente, die mir unheimlich viel bedeuten. Das Baby war an beiden Tagen ungewöhnlich lange am Stück aktiv als freute es sich auch total über Papas Aufmerksamkeit. Der wurde auch nicht müde zu erzählen wie sehr er sich auf unser Baby freut. Ich kann das gar nicht oft genug hören. Das sind solche Momente, da drohe ich zu vor lauter Glücksgefühlen zu platzen. Herzschmelzmomente! Ich habe die Zeit so genossen und bin richtig traurig, dass der Freund nun wieder arbeiten muss.

Weihnachten hätte nicht schöner sein können. Mir hat nichts und niemand gefehlt. Es war genau richtig so. Es hätte ruhig noch länger dauern können, aber ich bin auch ein bisschen froh, dass es vorbei ist und Baby noch im Bauch ;-)

Unser erstes Weihnachten als Familie.
Unser letztes Weihnachten zu zweit. ♡

22 Tage to go

Beim Blick auf den Countdown bleibt nur manchmal das Herz fast stehen. Noch 22 Tage bis zum ET! Kann das wirklich sein?! Wo ist die Zeit hin?!

Den gestrigen Tag verbrachte ich damit zu warten.

Die Nacht war furchtbar, weil ungewohnte Umgebung und harte Matratze. Mein Körper fand das nach der Aktion gestetn nicht sehr angenehm. Dem Bauch sieht man übrigens nichts an, aber es gibt zwei Punkte die äußerst empfindluch sind und sich nach inneren Bluterguss anfühlen. Kein Wunder. Ich fühle mich gerädert, aber sonst geht es mir gut.

Nach dem Frühstück sollte ich noch mal zum CTG. Im Kreißsaal werde ich verkabelt und dann heißt es warten. Nach 60 statt 30 Minuten (weil im Nebenraum ein Baby geboren werden wollte) wurde ich wieder ebtkabelt. Das Baby ist quietschfidel und die Gebärmutter entspannt (hahaha).

Im Anschluss warte ich auf die Ärztin, die noch mal einen Blick auf Stubbs werfen möchte. Auch da ist alles super. Fruchtwassermenge ok, Baby liegt in optimaler Beckenendlage. Wieder wird mein fester Bauch angesprochen („Ja, der ist immer so.“) und ein zartes Kubdelein vorausgesagt („Ganz wie die Mama.“). Ehrluch gesagt finde ich mich ziemlich durchschnittlich und bin jedes Mal von der Aussage überrascht und manchmal etwas genervt. Mir wäre ein paar cm mehr Bauch zum Beispiel ganz recht, denn wenig Platz heißt auch Druck. Nun gut.

Dann besprechen wir die Details für das Vorgehen in Fall einer spontanen Geburt. Wir vollständigen zur Sicherhrit meine Akte bezüglich PDA und Spinalanästehsie, damit ich mich nicht mehr damit rumschlagen muss, falls ich eine PDA möchte oder alles andere nötig würde. Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste. Meine Einstellung ist mittlerweile auch eine andere.

Ich möchte es gerne ohne alles probieren, aber nur weil der Zettel unterschrieben ist, heißt das ja nicht, dass man mir einfach irgendetwas verabreichen darf. Sie versichert mir, dass man es aufgrund der besonderen Situation auf jeden Fall versuchen wird, mich auch, wenn das Haus voll ein solltw, aufzunehmen, da mir anderswo eine primäre Sectio droht. Irgendeinen Vorteil hat das alles dann doch noch! Dann drückt sie mir die Überweisung zur Beckenvermessung in die Hand, gab mir ein paar nette Worte mit auf den Weg („Ihr Baby liegt nicht falsch. Nur quer wäre es. Es liegt einfach nicht wie die meisten Kinder und davor haben viele Angst. Gehen Sie einfach von einer normalen Geburt aus!“ Gerade die osteuropäischen Ärzte scheinen da wirklich gar kein Problem zu sehen. In diesem KH sind sie da allgemein aufgeschlossener, aber man merkt den Unterschied zum deutschen Arzt doch schon) und ich darf gehen.

Zuhause schaffe ich es bis aufs Sofa und sitze dort die Zeit bis zum MRT ab. Meine Hebamme ruft an. Wir erzähle ihr was die letzten Tage passiert ust. Sie gibt mir nich ein zwei Tipps und verabschiedet sich dann in den Urlaub. Kurz vor 2 fahre ich los. Dort warte ich wieder. Nach 1,5 Stunden verlasse ich die Praxis mit Bildern meines Beckens (inkl. Babypo) die Praxis ogne endluch schlauer zu sein, weil der Arzt nichts dazu sagen wollte, ob das jetzt gut aussieht oder nicht. Die Klinik müsse das entscheiden.

Ich warte (ganz was Neues heute) also auf den Anruf, der mir seitens der Klinik noch am selben Tag versprochen wurde. Und warte und warte.
Ich kann es natürlich nicht lassen ubd befrage Dr. Google. Der sagt, sieht ganz gut aus. Ich beschließe noch durch die Stadt zu laufen und mich nach der Arbeit mit dem Freund zu treffen, besorge mir Kakao für die Nerven ubd bummle herum. Dabei kann ich das Handy keine Sekunde aus den Augen lassen. Der Anruf kommt nicht. Der Freund auch nicht. Ich warte.

Irgendwann schafft es zumindest der Freund aus dem Büro. Wir laufen zum Auto, fahren einkaufen, damit wir nicht am 24. losmüssen und brechen dann um halb neun auf dem Sofa zusammen. Ohne Anruf.

Ich weiß, dass die in der Klinik anderes zu tun haben, aber ich sitze echt auf glühenden Kohlen. Maximale Nervosität ist die Untertreibung des Jahres. Ich warte also weiter.

Äußere Wendung

20.12.2016

Meine größte Angst ist es, dass dieser Versuch das Ende der Schwangerschaft bedeuten könnte. Davor habe ich wirklich unfassbar große Angst. Ich hatte nicht damit gerechnet schon für morgen einen Termin zu bekommen. Andererseits drängt die Zeit und Weihnachten macht es nicht einfacher.
Der Freund und ich besprachen Für und Wider des Ganzen. Immer wieder. Ich weinte viel, fühlte mich überrumpelt und als müsste ich mein Kind sofort hergeben. Dazu bin ich noch nicht bereit und wahrscheinlich bereitet es mir am meisten Angst, dass die Schwangerschaft plötzlich einfach vorbei sein könnte und ich keine Zeit hatte mich darauf vorzubereiten.
Es ist mir klar, dass das immer der Fall sein kann. Aber ich hatte Sorge, dass meine Entscheidung dafür verantwortlich ist und nicht mein Kind aus eigenen Stücken entscheiden darf.

21.12.2016

Den Morgen verbrachte ich damit mich zu entspannen, damit mein Bauch möglichst weich ist. Ich machte Lavendelwickel, massierte und streichelte den knüppelharten Bauch. Optimale Bedingungen schaffen sozusagen. 

Ich sollte um 9 Uhr im Kreißsaal anrufen, um zu erfahren wann ich da sein sollte. Mir schlug das Herz bis zum Hals. Vorher versuchte ich meine Hebamme zu erreichen und die andere Ärztin mit der ich schon über die Wendung sprach. Aber egal wen ich versuchte zu erreichen, niemand ging ran.

Ich rief im Krankenhaus an, fest damit rechnend, dass ich in ein paar Stunden kommen soll und war wie überfahren als man mir sagte, ich solle am besten so bald wie möglich vorbeikommen, da die Kreißsäle benötigt werden.

Ich informierte den Freund, zog mich an und packte den Rucksack für die Nacht im Krankenhaus. Ich beschloss auch die Geburtstasche mitzunehmen. Ganz nach dem Regenschirmprinzip: hat man sie dabei, benötigt man sie nicht. 

Im Krankenhaus wurde noch ein Ultraschall zur Lagebestimmung und ein CTG gemacht. Dann legte mir die Ärztin einen Zugang und injizierte mir ein wehenhemmendes Mittel, um zumindest ein bisschen Spannung vom Bauch zu bekommen. Binnen Sekunden bekam ich krasses Herzrasen und wurde zittrig, wie es die Ärztin vorausgesagt hatte und dann ging es los. 

Sie versuchte den Po des Babys aus dem Becken zu heben, was sich als recht schwierig herausstellte. Der Po saß schon ordentlich fest und erst als man mich fast schon in die Position der indischen Brücke brachte, gelang es. Allerdings drängte der bei jeder Bewegung des Kopfes wieder zurück. Weder eine Vorwärts- noch eine Rückwärtsrolle wollte gelingen. Als besondere Schwierigkeit kam mein hoher Muskeltonus hinzu. Mein Bauch ist sehr fest und man kann ihn kaum eindrücken, ganz besonders schwierig ist das, wenn das Baby sich vorne in den Bauch drückt, statt es sich im Bauch gemütlich zu machen.

Eine zweite Ärztin unterstütze sie bei den Handgriffen oder kontrollierte, ob beim Baby alles OK war. Sie versuchten es einige Mal, redeten auf das Baby ein, rüttelten, schoben und drückten, aber es wollte nicht klappen.

Ich konzentrierte  mich auf meine Atmung und versuchte dem Drang zu widerstehen gegen den starken Druck anzukämpfen. Ich versuchte mir vorzustellen wie ich mich im warmen Wasser treiben ließ oder redete in Gedanken mit dem Baby. Versuchte ihm gut zuzureden, es zu ermuntern mitzumachen. Der Freund war die ganze Zeit bei mir und seine Hand zu halten hat mir so sehr geholfen. Alleine hätte ich das wirklich nicht erleben wollen. Die Erinnerung verblasst schon wieder, aber es war wirklich sehr unangenehm. Dieser starke Druck war schwer auszuhalten ohne komplett dagegen zu gehen. Am unangenehmsten war es in der Magengegend.

Der Versuch wurde nach ca. 20 Minuten abgebrochen. Unser Baby möchte nicht. Meine Enttäuschung war groß, aber die Erleichterung, dass unser Baby alles super mitgenacht hat und sich nicht stressen ließ, war so viel größer. Außerdem macht es mir etwas Hoffnung für die Geburt.

Ich habe in den letzten Wochen alles ausprobiert. Von moxen über die verschiedensten Verrenkungen bis hin zu Osteopathie und Globuli. Ich habe ALLES ausprobiert. Vielleicht war ich nicht konsequent genug und habe nicht früh genug angefangen, weil ich bis zur 34. Woche immer gesagt bekam, dass das noch völlig normal sei. Vielleicht hatte ich zu viel Stress. Sicherlich auch durch das Ausprobieren. Ich werde nicht herausfinden, warum unser Baby lieber mit dem Po zuerst zur Welt kommen möchte, aber ich habe nun alles probiert, das ich tun kann und das nimmt mir eine große Last von den Schultern. 

Obwohl der Versuch scheiterte, fühle ich mich ein großes Stück befreit. Sowohl körperlich als auch psychisch machte sich gleich eine Erschöpfung breit wie ich sie lange nicht erlebt habe. Aber auch Ruhe. Ich bin entspannt, gelöster. Mein Bauch wurde trotz dieser Belastung nicht einmal richtig hart.

Ich werde nun noch ein MRT machen müssen und wenn das okay ist, darf ich zumindest eine spontane Geburt versuchen.

Ich bin enttäuscht, dass nun die Option des Geburtshaus es entfällt. Aber es hat mir auch gezeigt, dass es nicht hilft sich auf etwas zu sehr zu versteifen. Ich hätte mich wohl bei einer Schädellage kaum mit möglichen Komplikationen auseinandergesetzt, obwohl die auch da auftreten können. Und das hätte mich dann erst richtig umgeworfen. Ich muss es nehmen wie es ist. So oder so. Po oder Kopf zuerst ist dabei egal. Das habe ich nun gelernt. Wer weiß, vielleicht würde eine Geburt im Geburtshaus ja in einer Katastrophe enden. Ich werde es nicht erfahren. Aber es wird schon seinen Sinn haben, dass es nun ist wie es ist.

Und es hat mir etwas die Angst vorm Krankenhaus genommen. Ich wäre lieber Zuhause, aber ich werde wirklich super umsorgt. Das ist schon anders als in der Uniklinik letztes Jahr.

Ich wünschte, es wäre anders gelaufen, das will ich nicht verleugnen, aber ich kann es nicht ändern. Ich wünsche mir nun aber sehr, dass die Schwangerschaft so endet wie sie begann – voller Optimismus und ohne weitere Probleme.

Alles steht Kopf…

…außer das Baby.
Aber dank einer sehr ermutigenden E-Mail einer Ärztin, bin ich doch etwas beruhigt. Ich wünsche mir immer noch sehnlichst, dass sich Stubbs dreht, aber wenn nicht, weiß ich zumindest, dass eine natürliche Geburt nicht grundsätzlich ausgeschlossen ist und es auch Ärzte in meinem (weiteren) Umfeld gibt, die das genauso sehen. Diese Mail sorgte direkt für ein richtiges Hochgefühl bei mir. Das war mal nicht so eine typische Ärzteantwort voller statistischer Werte, sondern voller warmer Worte und Erfahrungswerte. Es war menschlich! Und das vermisse ich doch schon manchmal.

Aber auch, wenn die Lage und damit die Geburt ein Gedankenkreisel sind, der sich unentwegt dreht, sickert nun auch immer mehr durch, dass die Tage der Schwangerschaft gezählt sind. Es klingt verrückt, aber ich wäre echt nicht böse, würde ich übertragen. Die Vorstellung, dass diese besondere Zeit bald ein Ende haben soll… Es ist doch verrückt. Erst hofft man, dass man möglichst schnell das kleine Menschlein in den Bauch bekommt und einen Wimpernschlag später setzt man sich plötzlich mit der Geburt auseinander. Liest Bücher, übt Atemtechniken und überlegt sich wo und wie man den kleinen Menschen empfangen möchte.

Ich war so voller Sehnsucht ehe ich schwanger war. Ich habe auch schon oft gelesen, dass viele Schwangere es kaum erwarten können ihr Baby in den Armen zu halten. Das ist bei mir anders. Ich bin noch so voll in dieser Schwangerschaft. Ich habe so lange auf dieses Baby gewartet, dass mich die Schwangerschaft schon voll erfüllt. Ich spüre mein Baby in mir. Es kommt nicht erst, es ist schon da. Und das ist das abgefahrenste, unbeschreiblichste Gefühl, das ich jemals empfunden habe. Ich bin so unfassbar verliebt und könnte jedes Mal vor Verzückung laut losquietschen, wenn ich die kleinen Füßchen spüre. Da ist ein Mensch in mir dir! Sie sehen mich ungläubig staunen, immer noch!

Aber vielleicht kann ich auch einfach nicht loslassen, weil ich weiß, dass mein Baby dort wo es jetzt ist, sicher und beschützt ist. Es geht ihm gut. Vielleicht spüre ich aber auch einfach, dass es noch Zeit braucht und Sehnsucht deshalb nichts bringen würde. Aber auch wir brauche noch Zeit. Der Freund und ich. Für uns und er auch, um sich mit dem Gedanken intensiver auseinanderzusetzen. Die Zeit ist im Laufschritt an uns vorbei gezogen und plötzlich sind es nicht einmal mehr vier Wochen bis zum Termin. Da muss der Kopf erst einmal hinterher kommen, selbst wenn man sich täglich mit dem Thema beschäftigt ist.

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich mir nie Gedanken machen würde, ob ich die Geburt schaffe. Ich freue mich riesig darauf, aber dann und wann frage ich mich natürlich doch, ob ich den Schmerz aushalten werde. Wie unser Baby das Licht der Welt erblicken wird. Ob alles gut läuft und wie wir ins Wochenbett starten werden.
Das sind aber nur kurze Momente. Das Glück der Erstgebärenden ist ja, dass sie nicht wissen, was auf sie zukommt und ich bin eigentlich nur voller Vorfreude und Hoffnung, dass ich eine natürliche Geburt erleben darf. Ich übe schon seit einigen Wochen immer wieder die in Buch Hypnobirthing beschriebenen Atemtechniken und habe mit autogenem Training/progressiver Muskelentspannung sehr gute Erfahrungen gemacht, dass ich hoffe, das auch unter der Geburt anwenden zu können. Ich glaube zwar nicht daran, dass eine Geburt nur weh tut, weil man Schmerz erwartet, wie es in Hypnobirthing beschrieben ist, dennoch glaube ich, dass man mit dem Schmerz besser umgehen kann, wenn man in annimmt statt dagegen anzukämpfen.
Außerdem fand ich Die selbstbestimmte Geburt super interessant, das hat sogar der Freund gelesen. Ich fühle mich also nicht ganz unvorbereitet und würde das nun nur zu gerne anwenden. Also bitte Daumen drücken!

Eins ist gewiss: Unser Baby wird alles auf den Kopf stellen. Alles wird sich ändern. Im Grunde hat es das jetzt schon. Ich fühle Stubbs‘ Bewegungen, kann es aber immer noch nicht fassen, dass wir wirklich bald Eltern werden. Dieser Gedanke lässt sich nach wie vor noch nicht greifen. Ich habe mir immer ausgemalt wie es einmal mit Baby sein wird, viel fantasiert. Ich stelle mir natürlich immer wieder vor, dass in dem Bettchen bald ein Baby liegen wird. Aber es ist nur ein Bild, eine Vorstellung, die mir zwar ein Lächeln ins Gesicht zaubert, aber es fühlt sich noch immer irgendwie irreal an.

Zusammengefasst } 9. Monat

Woche: 33. – 36. Woche
Das Baby: Honigmelone (1.900 – 2.600g)
Unser Stubbs sitzt noch im Bauch und drückt zum Teil deutlich nach oben. In der 35. Woche waren wir im Kino und es fühlte sich wirklich so an als möchte mir das Baby die Rippen brechen. Vielleicht wäre das sogar erleichternd gewesen.  Das ist jetzt wieder besser. Das Rumpeln und Blubbern ist zurück und ich genieße es wirklich sehr.
Bauch:  89,5 cm – 90,5 cm – 92 cm – 94 cm
Manchmal bildet sich auf der linken Seite des Bauches eine ordentliche Beule. Ich konnte den Körperteil nicht einschätzen, aber meine Hebamme meinte, dass es sich dabei um das Köpfchen handle. Wenn das Baby sich also etwas quer dreht, geht so ein Gefühl durch meinen Körper, das ich absolut nicht beschreiben kann. Aber ich weiß sofort, dass sich Stubbs eben gerade in diese Position bringt. Dabei wird meistens der ganze Bauch bretthart.
Der Bauch ist oft angespannt. Ich versuche den Bauch ganz bewusst locker zu lassen und übe tief in den Bauch zu atmen, das entspannt deutlich.
Körper & Wehwehchen: Wenn ich mich beim Yoga flach hinlege, tut mir das Becken auf der linken Seite weh. Ab und an hinke ich beim Aufstehen dann, aber das legt sich recht schnell. Anfang des Monats bekam ich schnell Rückenschmerzen, wenn ich stand. Das ist nun auch wieder besser. Aber ich bin ja nun auch Zuhause und kann es mir gemütlicher machen. An ein, zwei Tagen hatte ich mal ein bisschen dickere Finger.
Ansonsten zieht es ab und an ein bisschen im Bauch, ob das vielleicht schon Senkwehen sind? Im Großen und Ganzen kann ich mich absolut nicht beschweren.
Haut/Haare/Nägel: Meine Nägel waren zwischendurch mal ein wenig brüchig. Ansonsten brauche ich weiterhin Feuchtigkeit.
Gefühlswelt: Ich komme einfach nicht hinterher. Die letzten 2 Wochen vor dem Mutterschutz war ich relativ ausgelassen. Es fühlte sich toll an, das Kapitel „Arbeit“ abschließen zu können. Leider folgte auf die erhoffte Entspannung erst einmal wieder ein paar doofe Dinge, mit denen ich mich auseinander setzen musste. Ansonsten muss ich einfach sagen, dass die Schwangerschaft mich psychisch mehr belastet als körperlich. Ich liebe es schwanger zu sein, ich wünschte nur belastbarer zu sein oder besser abgeben zu können, denn dann wäre ich vermutlich entspannter. Ich möchte nur niemandem zur Last fallen und mache deshalb nach wie vor das meiste selbst. Ich arbeite daran und seit ich Zuhause bin, bin ich doch schon lockerer. Ich hatte etwas unterschätzt wie sehr das Arbeiten sich auf mich auswirkte. Außerdem macht mir Stubbs‘ Beckenendlage zu schaffen. Ich wäre wohl deutlich entspannter, wenn ich mir darüber nicht unentwegt den Kopf zerbrechen würde. Ich mache nun abends Entspannungsübungen, das tut mir ganz gut. Das klingt alles sehr negativ, aber so ist es gar nicht. Ich habe zwar den Kopf voll, aber da sind auch viele Momente, in denen ich total gelöst bin und es mir einfach gut geht. Bis auf die Lage des Babys bin ich wirklich sehr glücklich mit der Schwangerschaft und dem Wunder in meinem Bauch. Ich stehe andauernd vor dem Spiegel und bestaune meinen Bauch.
Untersuchungen/Arzttermine: Ich hatte zwei Vorsorgeuntersuchungen und die Geburtsplanung bei meiner Hebamme.
Geht gut: Tief durchatmen klappt auch immer besser und den Kopf mal ein bisschen ausschalten. Frische Luft ist ein Zaubermittel! Wenn dazu dann noch etwas die Sonne scheint, geht es mir direkt (noch) besser.
Geht gar nicht: Ich esse schlecht. Ich habe kaum Appetit und muss mich wirklich daran erinnern regelmäßig zu essen. Schlafen wird auch beschwerlicher. Es ist mir ein Rätsel wie man mit einem Stillkissen bequem schlafen können soll, aber ein bisschen zusammengeknautschte Decke unterm Bauch macht das alles deutlich angenehmer. Ich wache dennoch häufig mit Rückenschmerzen und festem Bauch auf.
Must have /Essverhalten/Gelüste: Obst und Süßigkeiten gehen ganz gut. Aber richtige Gelüste habe ich nach wie vor keine.
Der Papa: Er redete häufiger mit dem Baby, das ist ziemlich putzig. Anfangs merkt man noch wie eigenartig er das eigentlich findet, aber dann hört er gar nicht mehr auf und erzählt dem Baby, was er alles vorhat und wie sehr er sich freut. Außerdem ist er total optimistisch, was die Beckenendlage angeht und redet mir und dem Baby da gut zu. Er unterstützt mich schon sehr und so liege ich beim Wohnungsputz inzwischen nur noch auf dem Sofa. Ich glaube, er ist auch schon aufgeregt und kann es gleichzeitig gar nicht fassen wie schnell die Zeit vergeht.
Der beste Moment: Die besten Momente sind immer noch, wenn ich unser Baby spüre. Unbeschreiblich.

Der Freund hat mir einen wunderschönen Strauß Blumen geschickt. Mein hormongebeuteltes Ich ist erstmal in Tränen ausgebrochen. Große Liebe!
Und sonst? Ich bin nun im Mutterschutz. Yay!

 

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