Es ist Liebe.

Schon vorher kreisten meine Gedanken immer wieder darum, dass es geklappt haben musste, aber seit diesem Moment als ich um 05:30 Uhr im schlechten Badezimmerlicht aller Zeiten, diesen Hauch von Strich entdeckte, kann ich an nichts anderes mehr denken. Es gibt keinen Zweifel, du bist da. Und wenn ich es wieder nicht glauben kann, schaue ich auf den Teststreifen, der mir jedes Mal ein schiefes Grinsen ins Gesicht zaubert.
Du bist da! Und das macht mich so unfassbar glücklich.
[05. Mai 2016]

Als sich der Tag der letzten Pille jährte, wurde ich ungeduldig. Ich begann mich über Kinderwunschzentren und Spermiogramme zu informieren. Ich beriet mich erneut mit meinem Frauenarzt und ging noch mehr in mich. Ich begann mich in die verschiedenen Behandlungsmethoden einzulesen, suchte Informationen über Alternativen. Ich fand mich mit dem Gedanken einer Laparoskopie ab, begann nachzulesen, wie man ein ggf. schlecht ausfallenden Spermiogramm aufpeppen könnte. Ich vereinbarte einen ersten Termin in der Kinderwunschklinik und beim Andrologen. Informierte mich über Kostenübernahmen.

All das ohne den Optimismus zu verlieren. Ich wollte einfach vorbereitet sein, damit mich das, was vielleicht kommen sollte nicht wie ein Hammer treffen würde.

Bevor ich positiv testen durfte, träumte ich wieder davon schwanger zu sein. Es war aber noch zu früh zum Testen. Mein Bauchgefühl sagte mir aber auch ganz deutlich, dass es geklappt haben musste. Es konnte gar nicht anders sein. In der Nacht bevor ich testen wollte, träumte ich von 3 positiven Tests. Das war exakt die Anzahl, die es benötigte, um einen wirklich eindeutigen Strich zu erkennen.

Jetzt liegt dieses kleine große Wunder in meinem Arm. Es quietscht, lacht und strampelt wild herum.
Er nimmt uns ein und erfüllt mich mit Liebe, Glück und Stolz. Unglaublich, dass er vor kurzem noch in meimem Bauch gewesen sein soll!

Unsere Welt auf den Kopf gestellt. Alles wurde durchgeschüttelt und ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.

Heute vor einem Jahr begann etwas ganz Kleines für uns etwas Großes zu sein. 💙

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Bereit. (ET-2)

​Die Nacht war grauenhaft. Erst musste ich ständig auf die Toilette und lag dann nach nur 3,5 Stunden Schlaf ab 3:43 Uhr schlaflos im Bett. An Müdigkeit mangelte es nicht, nur am Willen meines Körpers dem nachzugeben. Stattdessen hatte ich einen steinharten Bauch, der sich nicht annähernd bequem Betten ließ und ab 4:30 Uhr solchen Hunger, dem ich dann eine Stunde später nachging als mir schon übel wurde. Mäh.
Schlafen konnte ich trotzdem nicht mehr.

Auf die letzten Tage hat mein Körper also beschlossen mir den Abschied leicht zu machen. Tagsüber ist es in Ordnung. Ich fühle mich schwerfällig und so groß, aber faul auf dem Sofa liegend ist das auszuhalten.

Ich bin bereit. Seit Tagen ist da so ein unterschwelligen Gefühl, dass es bald losgeht. Manchmal packt mich die Panik ob der Verantwortung, die da auf uns zukommt, wenn ich daran denke, dass es nur noch Tage sind bis unser Baby bei uns ist. Aber dann spüre ich es im Bauch strampeln und kann es kaum erwarten es endlich kennenlernen zu dürfen. 

Im Grunde bin ich sehr entspannt. Bis auf das wenige Fruchtwasser, das macht mir etwas Sorgen, denn es macht Druck. Am Wochenende soll ich noch Mal ins Krankenhaus zum CTG und Doppler und ich habe wirklich Angst, dass man mich direkt dort behält und man dem Baby und mir damit auch noch den letzten Funken an Selbstbestimmung nimmt. 

Ich wünsche mir wirklich sehr, dass es nun einfach losgeht und wir unser Baby gesund in den Armen halten dürfen.

Ich bin überzeugt davon, dass sich das Baby nachts auf den Weg macht, wenn man es lässt. In 2 Tagen ist der (wunderschöne) Entbindungstermin. In der Nacht zuvor ist Vollmond, wie auch in der Nacht vor dem Eisprung. Es wäre doch eine runde Sache, wenn es dann einfach losginge.
Ich weiß, dass nur 4% der Kinder am errechneten Termin zur Welt kommen, aber auch nur 3-5% der Kinder begeben sich nicht in Schädellage. Also schauen wir einfach mal.

Mein Kleines, wir sind bereit und freuen uns so sehr auf dich. Du darfst nun gerne den Startschuss geben.

Leise rieselt der Schnee (ET-11)

​Heute fiel der erste Schnee des Jahres, ich glaube sogar der erste Schnee des Winters. 
Morgens sah es noch nicht danach aus und ich blickte neidisch auf die Bilder meiner Timeline. Seit dem Nachmittag segelte dann auch hier eine dicke Schneeflocke nach der anderen auf die Erde. 

Es ist einer der wenigen Tage meines Mutterschutzes, die sich ganz frei anfühlen. Heute geht es mir gut. Alles ist ruhig. In mir und um mich herum. Es ist komisch den ganzen Tag allein zu sein, daran habe ich mich noch immer nicht gewöhnt und ich freue mich sehr auf den Freund.
Ich konnte mich dazu aufraffen das Regal im Büro zu sortieren und schaffte es die Wickelkommode freizuräumen. Sie ist dann jetzt auch endlich fertig. Wieder ein Punkt abgehakt.

Es sah einfach zu schön aus wie die Flocken vor dem Fenster tanzten und ich beschloss spontan den Freund von der Bahn abzuholen. Die Verrenkungen beim Sockenanziehen müssen zu lustig aussehen, gut, dass es Winter ist und ich einfach nur in meine geliebten Winterstiefel schlüpfen kann. Dascerleichtert mein Leben ungemein!
Ich packte mich also dick ein stapfte durch das Schneetreiben. Ich liebe das Knirschen, wenn man zum ersten Mal auf frisch gefallenen Schnee tritt.

Der Spaziergang war die beste Entscheidung des Tages. Ich sollte viel öfter raus gehen, die kalte Luft fegt den Kopf frei und die Bewegung tat richtig gut. Ich bin danach erholter als nach jedem Bad.
Danach fühlten sich meine Beine allerdings so an als wären sie nur lose in meine Hüfte gelegt. Da scheint mein Körper wohl langsam erste Vorbereitungen für die Geburt zu treffen.

Es bleibt spannend.

Unser Weihnachten 2016

Schon vor Wochen hatten wir unseren Familien gesagt, dass wir dieses Weihnachten alleine für uns verbringen möchten. Ganz ohne Stress und Hektik. Denn so schön es auch ist die Familie zu sehen, ist es in unserem Fall logistisch doch immer eine Herausforderung 4 Parteien an 2 Tagen unter einen Hut zu bringen ohne hinterher völlig überfressen auf dem Zahnfleisch zu kriechen.
Mit der Schwangerschaft hatten wir dann auch eine Ausrede, die alle akzeptieren ohne zu murren und so stand einem ruhigen Weihnachten im Grunde nichts im Wege.

Der Morgen des 24. Dezember, begann jedoch wie der Abend davor endete.
Ich war wütend, traurig und weinte viel. Der Freund und ich redeten viel und er versuchte mich aufzumuntern, was ich ihm nicht gerade leicht machte.
Mir stand nicht der Sinn nach Weihnachten. Ich wollte nicht so tun als sei alles super, denn das war es für mich nicht. Es war Scheiße. Ich bat ihn sogar zu seinen Eltern zu fahren, damit zumindest er ein wenig Weihnachten feiern konnte, aber er weigerte sich. Ich bekam es erst im Nachhinein mit, aber der Freund hatte auch mit seinen Eltern gesprochen und ihnen erzählt, was sich die Tage ergeben hatte. Sie legten ihm nahe bei mir zu bleiben. Sein Papa sagte wohl sogar, er will ihn nicht mehr sehen ehe das Baby da sei. Das klingt doof, aber ich weiß genau wie es gemeint ist, vor allem weil der Freund eigentlich noch mal wegen der Technik Zuhause vorbeischauen wollte/sollte. Das war wirklich schön. Ja, meine Schwiegereltern sind schon toll.

Der Freund gab aber nicht auf und schmückte den Baum, während ich mit einer Freundin telefonierte. Das tat richtig gut und auch wenn sich nichts an der Situation geändert hatte, fühlte ich mich nicht mehr wie der schlimmste Mensch auf diesem Planeten. Und dann begann Weihnachten.

Wir verbrachten ein wunderbar faules, ruhiges Weihnachten ganz für uns.
Wir machten es uns den ganzen Tag in Jogginghose und weiten Pullis bequem. Bereiteten das Abendessen vor und ließen nach einer ganz minimalistischen Bescherung den Abend kuschelnd auf dem Sofa mit dem Wunder von Manhattan und Herr der Ringe ausklingen. Wir hatten so viel Zeit für uns, das war ganz ungewohnt und so wichtig. Ich habe das Reden und die Nähe des Freundes sehr vermisst, denn gerade in den letzten Wochen kam beides aus verschiedensten Gründen viel zu kurz. Ich habe jeden Moment aufgesogen wir ein Schwamm.

Am 25.12. blieben wir lange im Bett liegen und entschlossen uns spontan nachmittags ins Kino zu gehen. Wer weiß, wann wir das das nächste Mal so ohne Weiteres machen können. Die Freude in den Augen als ich vorschlug, dass wir uns den neuen Star Wars ansehen könnten, war echt das größte Geschenk für mich. Da konnte man den kleinen Jungen richtig herausleuchten sehen. Der Film war klasse und der Freund danach richtig aufgekratzt. Ich glaube, er hätte ihn am liebsten direkt noch mal geschaut. Ich liebe es einfach ihn so zu sehen. So glücklich und gelöst.
Zuhause angekommen, bereiteten wir unser Abendessen vor und machten es dann mit der 9. Staffel Big Bang Theory gemütlich.

Am 26.12. standen wir wieder super spät auf und schlugen uns den Bauch mit einem opulenten Pancake-Frühstück den Bauch voll. Wir wollten schon vor Wochen ins Thermalbad, hatten es aber bisher nicht geschafft und entschieden uns es jetzt zu wagen. Wir hatten beide keine Lust auf ein großes Programm, aber nur Zuhause sitzen wollten wir auch nicht. Es schien als hätte die halbe Stadt dieselbe Idee gehabt. Wir ließen uns davon aber nicht abschrecken und irgendwann fanden wir dann auch einen Parkplatz. Das Bad war wirklich total voll, das tat der Entspannung aber keinen Abbruch. Wir ließen uns durch das warme Wasser treiben und genossen die Schwerelosigkeit. Nach ein paar Stunden fuhren wir wieder nach Hause und ließen den Tag ganz ruhig ausklingen.

Unser Weihnachten war nach ein paar Anlaufschwierigkeiten in einem Wort: entspannt. Es war wunderschön und voller tiefer, inniger Momente, die mir unheimlich viel bedeuten. Das Baby war an beiden Tagen ungewöhnlich lange am Stück aktiv als freute es sich auch total über Papas Aufmerksamkeit. Der wurde auch nicht müde zu erzählen wie sehr er sich auf unser Baby freut. Ich kann das gar nicht oft genug hören. Das sind solche Momente, da drohe ich zu vor lauter Glücksgefühlen zu platzen. Herzschmelzmomente! Ich habe die Zeit so genossen und bin richtig traurig, dass der Freund nun wieder arbeiten muss.

Weihnachten hätte nicht schöner sein können. Mir hat nichts und niemand gefehlt. Es war genau richtig so. Es hätte ruhig noch länger dauern können, aber ich bin auch ein bisschen froh, dass es vorbei ist und Baby noch im Bauch ;-)

Unser erstes Weihnachten als Familie.
Unser letztes Weihnachten zu zweit. ♡

Nestbautrieb & Babyvorbereitungen

Etwa zur Halbzeit der Schwangerschaft hat mich der Nestbautrieb gepackt. Am liebsten hätte ich die komplette Wohnung auf links gedreht und bis Ende September alles erledigt, um mich die letzten Monat einfach nur zurücklehnen zu müssen. So kam es, dass ich an einem Nachmittag nur ein bisschen Haushalt machen wollte und mich dann mit dem Kopf in den Küchenschränken wiederfand, um die mal einer Grundreinigung zu unterziehen. Fehlte nur noch, dass ich die Fugen mit der Zahnbürste putzte. Zum Glück waren die in Ordnung. ;-)
Das war aber auch wirklich alles. Ich schmiss unfassbar viele Unterlagen weg, sortierte Bettwäsche und Handtücher aus und entrümpelte den Keller. Ich glaube, der Freund war ganz froh, dass ich mich irgendwann auf die Erstausstattung konzentrierte und er nicht mehr um all seinen Kram bangen musste. :D

In Gedanken hatte ich immer einen Plan, wann ich was erledigt haben möchte. Die Anträge wollte ich ganz früh erledigt haben, um das aus dem Kopf zu bekommen. Etwa zur 20. Woche war ich dann fertig damit und ich ein ganzes Stück erleichtert. Mit dem Endschwangerenhirn hätte ich das echt nicht machen wollen. Sämtliche Anträge warten nun ausgefüllt, soweit es eben geht, im Ordner auf ihren Auftritt. Inklusive Notizen, welche Dokumente mit eingereicht werden müssen. Die Vaterschaft haben wir ganz früh anerkennen lassen und auch die Unterlagen für die Beantragung der Geburtsurkunde liegen bereit und warten darauf in die Geburtstasche zu wandern.

Die großen Besorgungen wie Beistellbett und Kinderwagen wollte ich bis Ende November erledigt haben. Am liebsten hätte ich die komplette Erstausstattung schon bis dahin zusammen haben wollen, aber weil sich unser Mäuschen nicht zeigen, ich aber die Hoffnung nicht aufgeben wollte, hat sich zumindest der Kleidungskauf etwas verzögert. Auch jetzt fehlen hier noch ein paar Dinge, aber da mache ich vielleicht einfach mal eine Liste.

Noch vor ein paar Wochen kitzelte es mich ständig und ich bin schier verrückt geworden, weil das Bücherregal immer noch nicht aussortiert, die Kleidung noch nicht beisammen und gewaschen ist und auch sonst eben noch Kram aussteht. Mittlerweile ist der Nestbautrieb aber abgeflacht ich möchte einfach fertig werden. Durch die Weihnachtsfeiertage fühlt sich ohnehin alles viel kürzer an. Mein Ziel ist es also bis Weihnachten einfach alles erledigt zu haben, irgendwann sollte man ja auch mal fertig werden. Das ist so eine magische Grenze. Ich möchte die letzten 3 Wochen (oder gerne auch mehr!) einfach noch genießen oder mich zumindest um nichts mehr kümmern zu müssen. Dann sind auch alle Termine erledigt und ich freue mich wirklich sehr auf gemütlich Tage mit Kakao, Weihnachtsfilmen und kuscheln. Und natürlich fühle ich mich auch sicherer, jetzt wo alles Notwendige fertig ist.

Ich habe schon oft gelesen, dass der Nestbautrieb kurz vor der Geburt noch mal richtig aufblüht. Ich bin ja sehr gespannt!

Auf meiner ursprünglichen Liste steht nun noch Folgendes:

– ein bisschen Essen einfrieren für faule Tage
– Wickeltisch einrichten
– Beistellbett am Bett montieren
– Sperrmüll (beantragt)
– im Büro (Wickelplatz) ein wenig mehr Ordnung schaffen
– Musik für die Geburt aussuchen
– und die Geburtstasche packen

Das sollte zu schaffen sein.

ET-Tipprunde

Wie habe ich die ET-Tipprunden bei anderen geliebt! Das Mitfiebern erreichte damit noch mal ein ganz anderes Level und außerdem bedeutete es, dass schon bald ein kleines Menschlein geboren werden würde. Kann es einen schöneren Grund geben vorfreudig zu sein?!

Ich freue mich wie Bolle, dass ich nun auch endlich meine eigene ET-Tipprunde starten darf. Ich kann es immer noch nicht so richtig fassen! Die Zeit ist nur so verflogen und schon in einem Monat ist der errechnete Entbindungstermin! Es wird also Zeit für eure Tipps, wann unser Stubbs das Licht der Welt erblicken wird.

Die Regeln:
Jeder hat einen Tipp frei, der einfach als Kommentar abgegeben werden kann. Der Tipp muss mindestens 5 Tage im Voraus abgegeben werden. Er darf einmal korrigiert werden und auch hier müssen noch 5 Tage bis zum ursprünglich getippten Termin verbleiben.
Erlaubt sind Tipps ab der 38. Schwangerschaftswoche, also dem 23.12.2016. Wir wollen ja kein Frühchen!
Ich werde nach und nach eine Liste mit allen Tipps anlegen.

Die Fakten:
• Der errechnete Entbindungstermin ist der 13.01.2017. Das Datum stimmt mit meiner Berechnung überein. Der Termin wurde nie korrigiert.
• Ich bin Erstgebärende
• Das Baby ist laut Arzt zart, war aber bei allen Untersuchungen insgesamt immer zeitgerecht entwickelt
• Das Baby liegt noch in Beckenendlage und laut Hebamme mit dem Po fest im Becken
• Der Gebärmutterhals lag bei 4 cm (34. Woche) und ist noch fest verschlossen (Ende 35. Woche)
• Der Freund kam etwa 2 Wochen vor Termin zur Welt, ich wurde 5 Tage vor Termin geboren

Und weil unser Stubbs es gerne (in jeder Hinsicht) spannend macht, dürft ihr auch noch einen Tipp zum Geschlecht abgeben.

Der Gewinn:
Ich kann noch nicht garantieren, dass es einen Gewinn geben wird, aber geplant ist es schon. Das kann allerdings ein bisschen dauern. Bei mehreren Gewinnern entscheidet das Los.

Ich selbst tippe auf den errechneten Termin, weil ich das Datum so wunderschön finde. Freitag, 13.01.2017.
Der Freund glaubt, dass wir unser Stubbs am 15.01. auf der Welt begrüßen dürfen.

Die Tipps:

29.12. Märchenkönigin
05.01. Gnomhexe
06.01. Novembersonne, Anna, Reni, MrsEule
07.01. Jukefrosch, Talymiau
08.01. MenschMama
09.01. Cathi
10.01. Kleinerasselbandeblog
11.01. Verena
12.01. Manuela
13.01. Toffi, Annyclaws
14.01. Frl. Null.Zwo, Valentinslöckchen
16.01. MaaJules
17.01. FrolleinPueppilotta, Pienznäschen, Pjaupe
18.01. Septemberherz, Lilafee
20.01. Schokolane, SBKVS, Lila.Fuchs
24.01. heywhatsmynameagain

Nicht gut.

Es geht mir nicht gut. Ich hoffe, es ist nur einer dieser Hormonschübe, aber vielleicht ist es auch ein Stück Anspannung, das abfällt. Allerdings trage ich von dieser noch reichlich mit mir herum. Eine Schwangerschaft besteht leider in meinem Fall nicht nur aus Regenbögen pupsenden Einhörnern.

Heute laufen mir ständig die Tränen. Zum Frühstück weinte ich erst einmal los und auch sonst kann mich der Freund kaum ansehen, ohne dass ich losheule. Mich belastet die ungeklärte Situation mit meiner Krankenversicherung und die Tatsache, dass ich mich unbedingt bezüglich eines Wechsels informieren sollte. Das ist nichts, was man Mal so eben nebenbei macht. Leider.  Dafür habe ich aber einfach keine Ressourcen und gleichzeitig bekomme ich es nicht aus dem Kopf. Es ärgert mich, dass das so viel Raum einnimmt.

Ich hatte mir ausgemalt die letzten Wochen zu entspannen. Einfach nur die letzten Dinge erledigen und sonst einfach nur zu genießen. Aber das verhagelt mir gehörig die Stimmung. Ich fühle mich erschöpft. Und traurig. Ich hatte mir das anders vorgestellt.

In meinem Kopf kreist alles. Tausend Dinge. Aber allen voran die Lage des Babys. Ich weiß, es hat noch Zeit. Ja, aber ich kann den Kopf nicht abstellen. Ich kann nicht einschätzen wie es liegt. Am liebsten würde ich das dauerüberwachen. Mein Vertrauen und Bauchgefühl sind weg. Kaputt. Mir gefällt das nicht. Vielleicht ist das auch einfach nur der Überforderung zuzuschreiben, aber das ändert an der Tatsache nichts, dass ich wirklich Angst habe, das Baby könnte sich nicht drehen. 

Ich probiere wirklich alles aus. Das könnte auch die Krux an der Sache sein,i ch weiß es nicht. Ich wünsche mir nur einfach so sehr, dass Baby sich dreht. Damit fiele so viel von mir ab. Aktuell steht einfach alles auf der Kippe. Mit einer Beckenendlage darf ich weder Zuhause noch im Geburtshaus entbinden. Dazu kommen die Risiken der spontanen Geburt einer BEL vs. Risiken eines Kaiserschnitts. Gedanken an eine äußere Wendung. Horrorstories darüber, eine Koryphäe mit einee sanften Alternativen hunderte Kilometer entfernt. 

Ich weiß, dass ich einfach Vertrauen haben sollte. Das möchte ich so sehr. Es hat noch alles Zeit und sonst hat es möglicherweise seine Gründe. Aber ein Kaiserschnitt wäre aktuell das Schlimmste für mich. Ich wünsche mir so sehr eine natürliche Geburt für das Baby und mich. Ich möchte unbedingt diese Erfahrung machen. Alles andere fühlt sich so falsch an. Ich habe furchtbare Angst davor. Mein Kopf kreiselt um sich selbst.

Dazu kommt, dass Freund krank ist und es tut mir wirklich leid ihn so zu sehen. Ich bin traurig, weil er,statt Urlaub mit mir zu machen wie es geplant war, von einem fiesen Infekt niedergestreckt wurde. Ich hatte mich sehr auf diese Woche gefreut, da wir die letzten Monate so viel um die Ohren hatten. Ich brauche ihn einfach gerade sehr..
Nächste Woche ist er noch einmal beruflich unterwegs und das macht mir wirklich zu schaffen. War es letzten Monat kein Thema, graut es mir jetzt richtig davor. Ich will nicht alleine sein.

An guten Tagen, käme ich mit all dem zurecht, aber heute ist leider kein guter Tag. Gar nicht.

Mutterschutz

[34 Wochen & 0 Tage]

Heute beginnt der Mutterschutz.
Ich habe diesen Tag so sehr herbei gesehnt. Schon seit Ende September zählte ich die Wochen und nun ist es endlich soweit.

Die letzten Wochen bei der Arbeit waren anstrengend. Ich hatte wirklich viel zu tun und wusste zeitweise nicht mehr wo mir der Kopf stand und natürlich wurde es auch körperlich anstrengender.
Das lange Sitzen gefiel meinen Beinen nicht und später auch meinem kleinen Mitbewohner, der mir doch recht deutlich zeigte, dass sitzend zu wenig Platz ist.
Der Bauch wird größer, alles anstrengender. Das ist ja an sich nichts Neues, für mich aber schon. Natürlich hatte ich davon gehört, aber es selbst zu erleben, wenn sich der Körper selbst zu eng anfühlt und man dann in Klamotten gequetscht 8 Stunden vorm PC sitzen muss, ist noch mal was anderes.

Sonst geht es mir körperlich ganz gut. Ich bin dankbar, dass mein Rücken mitgemacht hat, aber ich mache nun einfach 3 Kreuze, dass es vorbei ist.
Ich nutzte die letzten Tagen, um auch im Büro auszumisten. Es fühlt sich ganz eigenartig an, meinen Arbeitsplatz auszuräumen. Und als ich mich dann mit Kuchen von allen verabschiedete, meldete sich auch ein bisschen Trennungsschmerz. Ich freue mich wirklich unglaublich auf die freie Zeit und habe keine Chance ausgenutzt, das den Kollegen auch auf die Nase zu binden, aber ich gehe hier seit vielen Jahren fast täglich hin, da ist es schon komisch, wenn man plötzlich mit gepackten Sachen vor der Tür steht und weiß, dass man man nicht so bald zurückkehren wird. Mir war wirklich ein bisschen schlecht als ich das letzte Mal über den Gang lief.
Der letzte Tag gestaltete sich etwas unenspannter als erhofft, aber als ich das Gebäude verließ und tief durchatmete, fiel eine Last von mir ab  und ich fühlte mich gleich viel befreiter.

Ich freue mich so unfassbar auf die freie Zeit. Ich habe nun täglich 9 Stunden mehr Zeit, die ich auf das Baby und mich verwenden kann. Ich wünsche mir sehr nun zur Ruhe zu kommen, wieder Zeit zum Träumen zu haben.
Ich möchte die letzten Wochen der Schwangerschaft noch einmal richtig genießen und bewusst erleben können. Die Wochen zuvor waren so voll gepackt und flogen einfach nur so vorbei.

Ab jetzt möchte ich die Dioden Gedanken beiseite schieben und positiv denken. Das klappte im Zyklzs, in dem ich schwanger wurde auch ganz gut. Es wird sich schon alles irgendwie finden.

Mutterschutz also. Ein weiterer großer Meilenstein, der mir wieder einmal vor Augen führt, dass am Ende dieses Abschnitts das größte Abenteuer unseres Lebens warter.