8 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

du bist jetzt 8 Monate alt. Das sind genau 34 Wochen und 5 Tage.

Es ist unglaublich. Die Zeit rast einfach nur so dahin. Du bist so ein wunderbarer, kleiner Mensch. Du bereitest uns jeden Tag Freude. Wenn du mich anlächelst, bleibt die Welt kurz stehen. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass du mich als deine Mama ausgewählt hast.

Dein Kleiderschrank ist nun in Größe 68/74 bestückt. Bei Oberteilen trägst du Größe 68, Hosen passen in 74 perfekt. Ich staune fast täglich wie groß du geworden bist. Du misst ca. 70 cm, so genau kann ich das leider nicht sagen, denn du hältst nicht besonders viel davon still zu halten.

Mit deiner offenen Art gewinnst du alle für dich. Wirklich jeder, der dich sieht, ist ganz angetan und immer wieder wird uns gesagt, was für ein fröhliches und freundliches Kind du bist. Und das bist du wirklich. Du lachst viel und machst Quatsch mit uns, wann immer du kannst. Es macht so einen Spaß dir.

Du hast zum ersten Mal Meerluft geschnuppert. Die intensive Zeit fernab vom Alltag tat uns allen gut und du hast die Aufmerksamkeit sehr genossen. Du warst ganz fasziniert von den Wellen.

Die Fahrt dorthin hast du so wunderbar gemeistert, auch wenn du das Autofahren nach wie vor eher duldest als magst. Die meiste Zeit schliefst du sogar! Wenn du müde bist, schaffst du es oft einfach einzuschlafen. Das ist wirklich grandios! 

Du bist ein kleiner Stubbelkopf. Du hast so viele Haare! Die Spitzen ragen bereits über die Ohren, wenn du dann dein verschmitztes Lächeln aufsetzt, erinnerst du mich an einen kleinen Kobold. Ich liebe es dir durch deine wilde Mähne zu wuscheln. Und du genießt es auch! Manchmal legst du dich auf den Bauch, den Kopf zwischen die Händchen gelegt und lässt dich kraulen. Dabei grummelst du ganz genüsslich.
Du hast noch immer wunderschöne, blaue Augen. Inzwischen bin ich ziemlich überzeugt, dass das so bleiben wird.

Du drehst dich zurück auf den Bauch, jetzt gibt es kein Halten mehr. Man möchte nicht glauben, dass du das erst seit kurzem machst. Du bist so schnell! Nun da diese Hürde überwunden ist, hebst du den Bauch oder den Po in Bauchlage an und möchtest gerne vorankommen.

Du bist sehr ehrgeizig. Wenn du dir etwas in den Kopf gesetzt hast, dann hält dich nichts davon ab. Du ziehst und wendest dich, du machst dich lang und versuchst mit stöhnen, ächzen und „ähähäh“ die fehlenden Centimeter wett zu machen bis du dein Ziel erreicht hast.

Du weißt ganz genau was du willst und was nicht! Was du gar nichts magst sind Schlafsäcke. Da kommst du nämlich nicht an deine Füße und das findest du richtig doof. 
Bei jeder sich bietenden Gelegenheit reißt du dir sie Söckchen von den Füßen, da passt ein Schlafsack natürlich gar nicht ins Konzept.
Ach, du und deine Füße, das ist große Liebe! Auch bei mir. Wenn du aufgeregt bist oder dich freust, kreiselst du ganz wild mit deinen Füßchen, das ist so unglaublich niedlich!

Du erzählst uns wilde Geschichten. Wawawawa, Mamamam, Bababap und Jajaja sind besonders beliebt. Bei Ersterem machst du den Mund ganz breit und schmal, dabei bekommst du furchtbar niedliche Pausbäckchen. Zwischendurch prustest du wild umher. Du bist ein wahrer Gesichtskasper und bringst uns immer wieder mit deiner Mimik zum Lachen. 

Du bist sehr aktiv, aber mindestens ebenso geduldig und aufmerksam. Dir entgeht nichts. Du möchtest die Welt entdecken, das aber auch gerne von meinem Arm aus. Es überrascht mich also nicht, dass du Bücher liebst, sei es, um sie zu essen oder anzusehen. Wenn wir gemeinsam Bücher ansehen, ruderst du aufgeregt mit Armen und Beinen und fauchst und aaaa-st vor Freude.

Es scheint als seist du zum waschechten Bauchschläfer mutiert. Eines Morgens lagst du plötzlich einfach auf dem Bauch. Ich bin total erschrocken und musste erst einmal kontrollieren, ob du noch atmest. Aber auch im Halbschlaf fasst du dich an den Füßen und kugelst dich hin und her und änderst dabei imner wieder deine Schlafposition.

Wenn du müde bist, aber nicht schlafen kannst, polterst du mit den Füßchen auf die Matratze. Ddecke ich dich mit deiner Wolldecke zu, krallst du dich darin fest und deine Augenlider werden schwer als müssten sie der Last des Schlafsandes sofort nachgeben, das klappt aber nur, wenn du richtig müde bist. Zum Schlafen muss es einfach kuschelig sein, da robbst du dich auch gerne so nah an mich heran als wolltest du in mich hineinkriechen. Kein Blatt Papier würde mehr zwischen uns passen, erst dann ist es nah genug. Ich genieße diese intimen Momente so sehr.

Du lernst gerade so viel, das bringt deine Welt ins Wanken. Das scheinst du im Schlaf zu verarbeiten. Du wachst nachts weinend auf und lässt dich manchmal nur schwer beruhigen. Das kenne ich so eigentlich nicht von dir. Insgesamt schläfst du etwas schlechter, wirst öfter und früher wach. Aber einmal schliefst du fast 8 Stunden am Stück. Ich konnte meinen Augen kaum trauen!

Dich im Schlaf zu beobachten hat etwas Meditatives. Wie sich deine Brust langsam hebt und senkt, deine Füßchen oder Finger zucken, wenn du träumst, wirken so beruhigend auf mich. Wenn ein Grinsen über dein Gesicht huscht und ich es erhaschen kann, hüpft mein Herz.

Papa ist dein Held! Hörst du den Schlüssel im Schloss, schnellt dein Kopf herum und ein breites Grinsen legt sich über dein Gesicht, sobald er um die Ecke kommt. Es ist fast egal, was er macht, alles belohnst du mit deinem Strahlen. Du liebst es aber ganz besonders, wenn er auf deinem Bauch blubbert, dich fliegen lässt oder auf die Schultern setzt.
Wir stillen noch immer voll, aber du hast deine Begeisterung für feste Nahrung entdeckt. Du sitzt nun völlig frei in deinem Hochstuhl und kannst es kaum erwarten, dass man dir etwas zu Essen reicht. Noch landet das meiste auf dem Boden, aber du hast großen Spaß daran alles zu befühlen, belutschen und zu probieren. Hier verfeinerst du auch den Pinzettengriff immer mehr. Inzwischen reagierst du nicht mehr völlig irritiert, wenn Stückchen im Mund landen. Ab und zu bekommst du auch etwas Brei, aber auch hier bist du weiterhin nach ein paar Löffeln befriedigt. Du reißt die Schnute auf, brummfauchst und haust deine Händchen auf den Tisch, um zu zeigen, dass du mehr möchtest. Wenn du satt bist, reibst du dir die Augen. Das ist ziemlich niedlich, leider vergisst du vorher die Hände zu leeren und verpasst dir damit zum Abschluss eine Gesichtsmaske.

Zum Essen bieten wir die etwas Wasser an, das du wie ein Profi aus einem Eierbecher trinkst. Die haben einfach die perfekte Größe. Du formst ein U und trinkst einfach drauf los. Ich bin ganz begeistert wie gut das schon klappt. 

Ich würde so gerne jedes noch so  kleine Detail festhalten, das würde aber den Rahmen sprengen. Alles, was du tust ist Besonders. Du bist toll!

Meine kleine Krawallhummel, ich lieb‘ dich so!

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Schlaf, Kindlein, schlaf.

Babyschlaf, ein Thema das alles brennend zu interessieren scheint. Auch für mich ist es nicht unwichtig, denn ohne Schlaf bin ich nicht zu gebrauchen. Schlaf ist heilig. Nach 6 Monaten möchte ich die bisherige Entwicklung festhalten, wer weiß, vielleicht brauche ich das irgendwann nochmals, um mir alles ins Gedächtnis zu rufen.

In der Schwangerschaft war meine größte Angst, dass wir eine kleine Nachteule bekommen könnten. Dass der kleine Mann im Bauch die Ruhezeiten einhielt und nachts nicht wild herumpolterte (oder ich es nicht merkte) wie bei anderen Schwangeren ließ mich ein bisschen hoffen, schließlich hatte ich gehört, dass Babys oft den Rhythmus aus dem Bauch an den Tag legen würden.

In seiner ersten Nacht schlief er ganze 6 Stunden am Stück. Ich weiß noch wie ich ganz erschrocken hochfuhr und mit einem Anflug von Panik nachsah, ob er noch atmete. Direkt in der zweiten Nacht bewies er das Gegenteil. Aber so eine Geburt und all das, was mit sich kommt, will verarbeitet werden. 

Ich will mich nicht über die Nächte beschweren. Mal sind sie besser, Mal schlechter. Manche sind richtig gut und andere existieren quasi gar nicht. Nicht immer liegt es am Kind. Aktuell werde ich oft wach oder finde nicht in den Schlaf. 

Die erste Schlafphase des kleinen Mannes dauert in der Regel etwa 4 Stunden, manchmal auch länger. Gestern waren es über 6 Stunden, das ist fast wie Urlaub für mich.
Der kleine Mann hatte diese Tag/Nacht-Sache recht schnell raus. Abends hatte er eine unruhigere Phase und schlief dann irgendwann ein. 
weinteanfangs die ersten Tage bis ich blickte, dass stillen beim ersten moppern half. Hatte eh mit Milch zu kämpfen.
Als ich das Wochenbett aufs Sofa verlagerte, blieb er abends bei uns. Ab 18 Uhr begann er zu clustern bis er dann gegen 22 Uhr einschlief. Mit den Wochen schlief er immer früher, mittlerweile wird er gegen 19 Uhr müde und schläft dann irgendwann zwischen 19:30 und 20:30 Uhr ein. Meistens wird er gegen 6:30 Uhr wach, schläft also +-10 Stunden (inklusive Stillstops!). Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Als er 10 Wochen alt war, hatte ich den Eindruck, dass es ihm zu unruhig ist, woraufhin ich abends mit ihm ins Bett ging. 
Auch tagsüber schläft der kleine Mann ganz gut. Mit etwa 3 Monaten entwickelte er von ganz alleine einen Rhythmus. Er schlief über den Tag 3 Mal insgesamt 5 Stunden (1-1,5h / 2-3h / 0,5-1h). Wie ein Schweizer Uhrwerk war er immer zu gleichen Uhrzeit  müde. Zeiten.
Inzwischen ist das weniger planbar, aber ich kann entspannter damit umgehen.

Jetzt sind wir bei 2-3 Schläfchen angelangt. Je nachdem wann und wie er tagsüber schlief, braucht er abends auch nochmal einen Powenap. Nicht nur die Schlafenszeiten sind unterschiedlich, auch die Dauer schwankt zwischen insgesamt 2,5 und 4 Stunden meist sind es 3-3,5 Stunden. Wie die sich verteilen ist momentan von Tag zu Tag anders. 

Die Wachphasen liegen bei etwa 2-3 Stunden. Wenn etwas spannend ist,kommt er schlecht zur Ruhe, so beachten er es auch schon auf 7 Stunden. Da war er dann aber auch total erledigt.

Das klingt soweit ganz gut. Nun kommt der Haken. Er tut es nicht ohne mich.
Anfangs schlief er immer in meinem Arm an der Brust, auf mir oder in der Trage. Dort schlief er meist nach ein paar Minuten ein. Das dauert nun deutlich länger,außer wir haben Glück und erwuschen den perfrkten Zeitpunkt. Er iet eben eun neugieriges Kerlchen.

Außer in der Trage und selten im Kinderwagen, schläft er nur an der Brust ein.
Trinken und danach wiegen? Nö. Schnuller? Pah! Dafür gibt es doch Brüste!

Aber auch das ist okay. Ich erwarte nicht,dass er alleine einschläft, das fällt mir auch oft schwer.
Aber wenn er schläft, schläft nicht alleine. Das schränkt mich extrem ein. Oft schlafe ich mit oder genieße einfach, aber ich würde die Zeit auch gerne nutzen. Für Sport, zum Duschen oder zum Kochen. Oder was auch immer. Wenn das mit der Beikost mehr wird, muss ich mich umorganisieren. Ist er wach, möchte er nämlich gerne beschäftigt werden und ich möchte ihm ja auch gerne meine ungeteilte Aufmerksamkeit geben. Darin besteht mein eigentliches Dilemma.

Mittlerweile kann ich ihn immerhin schlagend ablegen. Das ging lange nicht. Da schlief er wirklich nur an mir und allein der Gedanke, ich könnte mich wegbewegen, weckte ihn auf. Nun stillt er super im Liegen und ich kann auch mal ein bisschen Abstand zwischen uns schaffen oder mich rausschleichen.

Abends klappt das, sofern er denn schläft, ganz gut. Oftmals bin ich aber auch vom Tag so kaputt, dass ich da auch nicht mehr viel rocke oder direkt liegen bleibe. Die lange Schlafphase will gut genutzt werden.
Tagsüber geht es mal 10 Minuten gut, mal eine Stunde, manchmal gar nicht. Einmal wird er währenddessen eigentlich immer wach (mindestens) und bin ich nicht schnell genug zur Stelle, um die Brust zu reichen, ist es trotz Müdigkeit vorbei mit dem Schlaf für die nächsten 1,5-2,5 Stunden.

Das erste Mal wacht er meist nach 40-45 Minuten auf. Bin ich bei ihm, schläft er nach 2x nuckrln weiter. Gestern schlief er danach sogar 1,5 Stunden ohne mich, ohne wach zu werden und wenn,dann konnte er sich wohl selbst beruhigen. Das war wirklich richtig toll!
Wenn ich an die Zeit vor 3 Monaten denke, als er wirkouch alle paar Minuten nochmal trinken wollte, da hat sich schon super viel getan und das ganz alleine.

Ein Phänomen fällt mir noch ein: Schläft der kleine Mann vor 19 Uhr ein, wacht er immer nochmal auf, egal wie müde er war/ist und wie lange er vorher wach war bzw. geschlafen hat. Mit Glück schläft er schnell wieder. Mit Pech erst in 2 Stunden.
Ich wüsste ja gerne woran das liegt. Man sollte meinen, wenn er tagsüber weniger schläft und dann hundemüde um kurz vor 7 uns Land der Träume gleitet, ist es mehr als nur eine kurze Stippvisite.

So. Das war Einiges und irgendwie war es auch gerade nötig mir vir Augen zu führen wie sehr sich seun Schlafverhalten schon verändert hat. Ja, ich wünsche mir manchmal diese Zeit für mich zu haben,aber immerhin habe ich ein Kind,das tagsüber überhaupt schläft. Anders käme ich wohl auch zu nichts.

Traumwelten

Ich habe schon immer intensiv und bunt geträumt. Meine Träume wirken häufig sehr echt. An einige Erinnere mich über Monate, ja sogar Jahre hinweg. Der älteste Traum ist aus meiner Kindheit. Ich schätze, dass ich etwa 6 Jahre alt war.

Ich habe schöne Träume, die so warm sind, dass ich mich den Tag darauf in einer Wattewolke befinde. Manche sind einfach ein bisschen wirr. Das sind im Übrigen die meisten. Ich habe zum Beispiel einmal von einem Haus geträumt, in dem es keine Schwerkraft gab. Ich sah ein Kind in einem viel zu großen, weißen Männerhemd im Garten stehen und in den Himmel starren. Als ich in den Himmel sah, erkannte ich die Eltern des Kindes, die mit ihrem Wohnmobil Richtung Mond flogen.

Soweit, so gut. Aber ich träume auch anstrengend und verängstigend. Meine Action- und Horrorträume. Ich kann damit Leben, dass ich auf der Flucht bin. Dass die Fenster, durch die der Vampir kommen kann immer wieder offen sind, sobald ich mich umdrehe. Dass mir ständig jemand ans Leder möchte. Das ist ein bisschen nervenaufreibend, aber es geht.

Aber in letzter Zeit ist es kaum auszuhalten. Die Träume sind anstrengend. Ich wache auf vollgepumpt mit Adrenalin. Ich bin verkrampft und mein Herz hämmert gegen meine Brust. Es geht um Mord, Quälerei, Verfolgung, Verlust und Vergewaltigung.

Ich weiß, dass ich unheimlich viel im Schlaf verarbeite. Aber was mir mein Unterbewusstsein damit sagen will, weiß ich beim besten Willen nicht. Ich hätte gerne meine wirren Träume wieder. Eigenartig, aber nicht so bedrohlich. Und solange, bin ich um jede Nach dankbar, in der ich einfach gar nicht träume.