Reset

Ich habe es nicht laut ausgesprochen, aber einer der alten Bekannten aus den letzten Jahren, ist der Wunsch nach mehr Bewegung in meinem Alltag. Ich habe bis zur 30. Woche regelmäßig Krafttraining und bis 3 Wochen vor der Geburt Yoga gemacht. Dann ging es wegen des festen Bauchs einfach nicht mehr und ich musste mich auf Spaziergänge beschränken. Mit dem Baby blieb es, bis auf die kurze Rückbildungssequenz (Memo an mich: Das nochmal angehen!) und seit dem Sommer einmal wöchentlich Tanzfit, dabei.

Damit war ich nicht ganz glücklich, weil ich mir mehr Bewegung wünschte und auch ein bisschen Freiraum, um Sport zu treiben. Es fehlte mir.
Seit Beginn des Jahres schaffe ich nun mein tägliches Schritteziel zu erreichen und jeden Tag Yoga zu machen. Komme ich tagsüber nicht dazu, kann ich mich sogar abends aufraffen und es nachholen – und das ohne mich an den Haaren auf die Yogamatte zerren zu müssen. Darauf bin ich ziemlich stolz. Denn bislang blieb es beim Wunsch. Vermutlich liegt es daran, dass ich das Yoga jederzeit unterbrechen und weitermachen kann und danach nicht verschwitzt bin und noch duschen muss.
Bei den ganzen Kraftgeschichten sähe das anders aus.
Davon abgesehen bin ich körperlich noch nicht soweit, um gleich wieder voll durchzustarten. Das Yoga ist da gerade genau das Richtige. Es hilft mit meine Verspannungen zu lösen und zu entspannen. Und so sehr ich auch diesen Sport liebe, der voller Action und anschließend totaler körperlicher Erschöpfung ist, momentan ist das Gegenteil das, was ich brauche. Kraft schöpfen, zur Ruhe kommen und mich wieder entfalten.

Ich hoffe, dass ich es schaffe dran zu bleiben und es als Einstieg in eine sportlichere Routine zu nutzen.
Bis jetzt bin ich aber schon sehr zufrieden mit mir.

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Das mit der Ruhe und dem Sturm

Tatsächlich konnte mich der Arztbesuch beruhigen. Der Gebärmutterhals lag bei 41 mm und keine Trichterbildung zu erkennen. In den nächsten zwei Wochen ist laut Arzt also nicht mit dem Baby zu rechnen, das ist super! 

Ich konnte auch einen niedlichen kleinen Poppes sehen, der noch immer nach unten sitzt. 

Weniger nett war dann die Nachricht meiner Versicherung gewisse Leistungen nicht zu übernehmen zu wollen, die wirklich jede Versicherung zahlt. Das verhagelte mir den Abend und zog mich auch heute runter. Wieder etwas, das geklärt werden muss.
Ich fühle mich ein bisschen verhext. Es scheint gerade so als würde eines das Andere ablösen.

Mir fällt beim Schreiben gerade auf, dass ich mich zwar viel mit dem Drumherum beschäftige, aber das Baby selbst so kurz kommt. Das tut mir so leid. Ich hatte einfach keine Energie meine Bücher zu lesen. Es fehlt sogar die Zeit zum Träumen, weil ständig irgendwas los ist. Nicht alles ist schlecht, bei weitem nicht, aber Zeitfresser sind es dennoch.

Einfach Mal nichts tun, außer das, was ich möchte, das wäre fein. Ruhe statt Sturm.
Mir gefällt nicht wie jammerig das hier gerade alles ist, denn im Großen und Ganzen geht es mir gut und ich freue mich so unfassbar auf das Baby. Das kommt einfach viel zu wenig durch, weil gewisse Sorgen momentan alles einnehmen.