10 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

du bist heute 10 Monate alt. Das sind 43 Wochen und 3 Tage.

Du faszinierst mich. Dein Wesen hat sich so stark entwickelt. Du bist ein eigener kleiner Mensch mit eigenem Charakter, das zeigst du immer deutlicher und es so toll dich bei dieser Entwicklung zu  beobachten. Du bist voller Entdeckungsdrang, spielst und kasperst herum. Aber du brauchst auch ganz viel Nähe und Kuscheleinheiten, um dich aufzutanken. Du zeigst deutlich, wenn dir etwas zuviel wird oder du etwas möchtest. Du bist mein Sonnenschein.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass du deine zauberhaften blauen Augen behalten wirst. Um deine Iris zeichnet sich ein heller Ring ab, der äußere Rand ist ganz dunkel. Je nach Stimmung sind deine Augen fast grau.
Deine Haare haben manchmal einen leicht roten Schimmer und beginnen sich zu kringeln, wenn sie feucht werden. Ob du noch ein Lockenköpfchen wirst?

Du bist eine richtige Wasserratte, weshalb wir nun auch einen Babyschwimmkurs besuchen. In deiner Badewanne strampelst du ganz wild herum und setzt unter freudigem Quietschen alles unter Wasser. Im Hallenbad bist du etwas zurückhaltender, dir scheint die Begrenzung zu fehlen, aber du fühlst dich trotzdem sehr wohl.

Du und der Staubsauger, das ist eine ganz besondere Beziehung. Sobald ich ihn raushole, rufst du schon freudig „Ah!“. Du robbst hinterher und versuchst auf ihn drauf zu klettern. Von Angst keine Spur! Ich muss eher aufpassen, dass du dich nicht selbst wegsaugst.

Du kannst sitzen. Noch bringst du dich nicht alleine in diese Position, außer du lagst vorher angelehnt bei mir, aber du hast große Freude daran. Du übst aber fleißig, dich wieder zurück in die Bauchlage zu bringen. Das klappt mal ganz gut, hat aber auch schon für Tränen und die wildesten Verrenkungen gesorgt. Es ist unglaublich wie beweglich du bist!

Du kannst dich sehr ausdauernd damit beschäftigen Kataloge in ihre kleinsten Teile zu zerpflücken oder über alles zu klettern, was dir in den Weg kommt. Dabei robbst du wie ein geölter Blitz hin, ziehst dich mit deinen Oberarmen hoch. Seit du herausgefunden hast, dass es noch viel einfach ist, wenn man dann die Hüfte nach hinten schiebt und die Knie mitbenutzt, klappt es noch viel besser. Wir müssen wirklich aufpassen, denn auf dem Weg zu dem Objekt deiner Begierde gibt es kein Halten und du würdest dich dafür auch in die Tiefe stürzen. Seit heute gehst du sogar richtig auf die Knie und richtest den Oberkörper auf. Ich schwöre, du bist auf der Stelle um 3 cm gewachsen!

Wir haben jetzt „Füße zuerst!“ eingeführt. Ich zeige dir, wie du dich sicher auf den Boden bringen kannst und schon nach ein paar Tagen hast du auch verstanden, wie es funktioniert. Du robbtest im Bett auf mich zu und noch bevor ich etwas sagen konnte, hast du die Füße zur Bettkante gedreht und dich runterplumpsen lassen. Ich bin fast geplatzt vor Stolz und dir ging es ganz genauso! Du hast so gestrahlt. Mein Herz, wie liebe ich dein Lachen!

Du brauchst noch etwas Hilfe, denn unser Bett ist etwas hoch und du stehst noch nicht, aber ich glaube, das dauert auch nicht mehr lange. Auf unserem Schoß stößt du dich nämlich auch schon mit den Füßen ab. Das ist ganz neu.

Du weißt genau, wenn du etwas nicht darfst. Ich glaube, niemand kann so wunderbar ertappt gucken wie du! Ich muss mir sehr oft ein Grinsen verkneifen, weil du so unheimlich niedlich dabei aussiehst. Du bist eh ein wahrer Gesichtskasper. Über deine Grimassen könnte ich mich wirklich ewig amüsieren. Ganz neu ist dein überraschter Gesichtsausdruck. Du reißt die Augen ganz weit auf, ziehst deine Augenbrauen nach oben, formst den Mund zu einem „o“ und manchmal sagst du auch genau das noch dazu. Ich könnte dich auffressen vor Niedlichkeit! Das hast du natürlich gemerkt, aufmerksam wie du bist, und wiederholst das immer wieder, weil ich mich so darüber freue.

Oder dein Gesichtsausdruck, wenn du Stücke im Mund hast oder satt bist. Da kneifst du die Augen zusammen, nimmst die Händchen vor den Mund, öffnest diesen, schiebst die Zunge heraus und schabst dann mit den Lippen alles von der Zunge. Wo wir auch gleich beim Thema „Essen“ sind.
Du liebst Nudeln mit Tomatensauce, da sind Stücke auf überhaupt kein Problem, kommen die eher unerwartet im Bei daher, reagierst du etwas pikiert. Schmeckt dir etwas nicht, ist es schneller wieder draußen als ich gucken kann. Meistens isst du einfach bei uns mit, aber ab und zu bekommst du auch Brei. Du greifst immer öfter nach dem Löffel, nicht bereit ihn wieder herzugeben. Du führst ihn selbst zum Mund und hast auch schon versucht selbst Brei darauf zu löffeln. Manchmal klappt das sogar. Du probierst alles und bisher konnte gab es nichts, das du komplett abgelehnt hast.

Ich würde sagen, wir stillen noch voll. Da du nie zu geregelten Zeiten getrunken hast, kann ich es gar nicht so genau sagen. Ich biete dir nach dem Essen die Brust an, aber meistens trinkst du dann nur kurz, obwohl du nach wie vor eher wenig isst. Auch sonst hast du tagsüber nicht mehr die Ruhe, um ordentlich zu trinken, außer du hast richtig Hunger. Wir stillen weiterhin beim Einschlafen und morgens nach dem Aufstehen.

Du brauchst über den Tag noch 2 Schläfchen. Aber bitte Zuhause oder im Auto, denn unterwegs ist alles zu spannend. Die liegen zeitlich zwischen 30 Minuten und 2,5 Stunden. Insgesamt schläfst du an schlechten Tagen 1,5 oder bis zu 3,5 Stunden. Je nachdem, wann du schläfst, bist du auch mal bis zu 6 Stunden wach bis du abends um 19 Uhr ins Bett gehst. Dann bist du aber auch wirklich durch und schläfst innerhalb von 5 Minuten ein. Du wirst richtig albern, wenn du müde bist. Du kicherst und giggelst dann über wirklich alles, dabei hüpft dein kleiner Körper im Sitzen auf und ab. Ich habe sofort, dein Quietschen im Ohr und dein Grinsen im Kopf. Manchmal kann ich mein Glück noch immer nicht so richtig fassen.
Du schläfst inzwischen häufig etwas länger und kommst damit auf etwa 11 Stunden Nachtschlaf, Ausreißer nach oben und unten inbegriffen. Tagsüber schläfst du fast unterbrechungsfrei, dafür klappt das abends plötzlich nicht mehr. Teilweise beginnst du alle 30 Minuten zu weinen und möchtest nochmal etwas stillen. Es gab nur wenige Nächte, in denen du mehr als 3 Stunden am Stück schliefst und dann auch nur, wenn ich neben dir lag. Außerdem stillst du nachts öfter, aber wir sind da inzwischen so routiniert, dass ich gar nicht genau sagen kann, wie oft das ist. Einige Nächte waren aber schon besonders herausragend und katapultierten mein Schlafdefizit in ungeahnte Höhen.
Schlaf war also nicht gerade dein Ding, du kletterst lieber umher, gerne auch nachts, wenn du doch mal etwas länger am Stück geschlafen hast. Ich hoffe, das wird wieder besser.

Du suchst meine Nähe. Immer und überall.
Du vergewisserst dich immer wieder ob ich da bin, bewegst dich dann aber frei im Raum. Im Schlaf legst du deinen Kopf auf und deinen Arm um mich. Das macht mir ganz viel Herzklopfen! Nach dem Aufwachen hauchst du ein „Mam“ durchs Babyphone und wartest darauf, dass ich dich hole. Dann kuschelst du dich noch einmal richtig an, bevor du dann wieder auf Entdeckungstour gehst.
Aber wehe ich verschwinde auf deinem Blickfeld. Dann robbst du „Mmamma“ rufend hinter mir her. Dann streckst du deine Arme nach mir aus, um mir zu zeigen, dass du hochgenommen werden möchtest. Bist du unsicher, klammerst du dich fest an mich und legst deinen Kopf auf meine Schulter.
Wenn du könntest, würdest du manchmal am liebsten in mich hineinkriechen.
Du hast einmal im Schlaf richtig „Mama“ gesagt. Du kannst dir nicht vorstellen, wie sich das anfühlt. Als würden tausende Schmetterlinge in meinem Bauch tanzen.

Du liebst, nein, du LIEBST Hunde! Im Gegensatz zu wilden Kindern, konntest dich selbst der ungestüme Welpe nichtaus der Ruhe bringen. Im Gegenteil, kaum hast du einen Hund entdeckt, robbst du hinterher und versuchst Kontakt aufzunehmen. Du vergräbst dich in das Fell, versuchst vorsichtig zu streicheln und den Schwanz zu fangen. Den halben Abend kannst du damit verbringen hinter ihnen herzujagen.

Vor kurzem hast du zum ersten Mal geschaukelt und wie es nicht anders zu erwarten war, hast du großen Spaß daran gehabt.
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Du liebst es, wenn ich dir die Füße, Hände, Augenbrauen, Nase, usw. entlang fahre und die  benenne. Dabei kicherst du und kräuselst deine Nase, dann streckst du den Zeigefinger aus und beginnst auch bei mir mir die Körperteile entlang zu fahren.

Und du gibst Küsschen. OK, du knutschst. Sehr feucht, aber meine Güte, ist das süß. Von außen sieht es wohl eher aus als wolltest du mich auffressen, aber du tust es ganz gezielt auf die Frage hin,ob ich einen Kuss bekomme oder nachdem ich dich abgeknutscht habe.

Du bist eine bunte Mischung voller Leben. Du bist sensibel, lustig, aufmerksam, fröhlich, laut und leise, kuschelig und wild. Du bist ein und ausdauernd. Du bist großartig.

Mein kleiner Rabauke, ich liebe dich so sehr!

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Berg und Tal

Heute stellte sich der kleine Mann beim Versuch ein Packet zu erklimmen erstmals auf die Knie.

Neben ganz neuen Möglichkeiten bringt dieser Entwicklungsstand aber auch viel Wut und Verzweiflung mit sich. Der Kleine lernt gerade so viel, jeden Tag zeigt er uns etwas Neues. Er versucht jedes noch so hohe Hindernis zu erklimmen, versteht, dass die Tür auf und zu geht und er sie bewegen kann. Er rollt und wirft Dinge durch die Gegend.

Und er weint. Ganz furchtbar verzweifelt und aufgelöst und er wütet. Manchmal ballt er die Fäustchen und schüttelt sich vor Wut. Weil ich nicht verstehe, er etwas nicht darf oder ach, ich weiß es nicht.
Er tut mir dann so furchtbar leid. Besonders beim Einschlafen ist es aktuell echt fordernd.

Er ist müde und weint. Liegt er aber im Bett, weint er weil er robben will. Das klappt nicht imnet so, weil ich im Weg liege, aber eigentlich ist er müde und puh. Ich muss gestehen,dass ich manchmal nicht so recht weiß,wie ich damit umgehen soll. Er kann so wütend werden.

Vorhin weinte er 10 Minuten ganz verzweifelt, bis er genug los wurde, um stillen und schlafen zu können. Ich hielt mein sich windendendes, brüllendes und tretendes Baby, versuchte ganz ruhig zu bleiben und sprach ruhig mit ihm. Das waren wirklich schlimme 10 Minuten. Ich fühle mich hilflos und furchtbar, weil er so weinen muss. Und ein bisschen als würde ich ihn quälen. Aber ich weiß auch nicht, was ich anders machen könnte.

Gehört das vielleicht einfach zu dem neuen Update?

9 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

du bist heute 9 Monate alt. Das sind genau 39 Wochen!

Wenn ich für diesen Monat in nur einem Wort beschreiben müsste, wäre es „Bewegung“.
Du hast dich nicht lange mit dem Zurückdrehen aufgehalten, kaum hattest du den Dreh raus, ging es weiter und du versuchtest nach vorne zu kommen. Nur wenige Tage danach begannst du mit einem Affenzahn durch die Wohnung zu robben. Dabei hebst du deinen Popo an, was dir den Fortbewegungsstil einer Raupe verleiht. Untermalt wird das Ganze von deinem Dadadadada, das wie ein Düsenantrieb zu wirken scheint. Du sitzt annähernd stabil, manchmal fällst du noch um, weil du vergisst, dass du dich nicht einfach so drehen kannst, aber du sitzt da und spielst ganz seelig oder schaust dir mit mir Bücher an, ohne dass ich dich stützen muss.

Du magst es Menschen um dich zu haben. Du beobachtest deine Umgebung ganz genau und wenn du soweit bist, nimmst du Kontakt auf. Womit du gar nicht zurechtkommst, ist, wenn Babys weinen. Du drehst sofort den Kopf suchend herum und kurz darauf füllen sich deine Augen mit Tränen und die Mundwinkel zucken bedrohlich. Man sieht richtig wie du mit dir kämpfst, erst wenn ich dir versichere, dass das andere Kind gut versorgt ist, lässt du dich beruhigen. Ähnlich verhält es sich, wenn die Kinder um dich herum sehr laut sind.

Wenn du etwas tust und merkst, dass es die Aufmerksamkeit deines Gegenübers erregt, wiederholst du es immer wieder. Wirst du dann angegrinst, ziehst du alle Register, quietschst, brabbelst und ziehst Grimassen. Du bist ein richtiger, kleiner Entertainer.
Apropos Brabbeln. Das machst du im großen Stil. Ganz egal, ob uns oder deinen Spielsteinen, du hast viel zu erzählen. Laut und leise. Du quietschst und brummst. Da gibt es ernste Dadadas, ein ganz geschäftiges Jajajaja und verträumte Hattahattahattas. Du bist eine kleine Kichererbse. Ich kann von deinem Lachen nicht genug bekommen.
Besonders lustig findest du es, wenn ich die Lippen schnalzen lasse. Seit kurzem machst du das auch! Du fährst dir mit deiner Faust oder deinem Finger über die Lippen und lässt dein niedliches Brbrbrbrbr ertönen. Das ist so lustig!

Mein kleiner Räuber, du bist gleichzeitig ganz ruhig und unheimlich wild. Du hast einen Hundeblick, damit könntest du jeden noch so großen Stein erweichen. Wenn du deine Unterlippe dann noch nach vorne schiebst, ist es wirklich ganz vorbei. Aaaawww! Ist das einzige, das ich da noch denken kann. Ach, wie oft ich das denke. Wenn du mir diesen intensiven Blick mit deinen wunderschönen blauen Augen schenkst, könnte ich zerspringen vor Liebe und Glück. Du hast mir mein Herz gestohlen.

Du hast einen sehr ausgeprägten Entdeckungsdrang. Wenn du wach bist, bist du in Bewegung oder hast etwas in deinen Fingern, das du erkunden kannst. Du liebst Luftballons, Bändel, Reißverschlüsse und Kabel jeder Art. Du kannst unglaublich wütend werden, wenn wir dich mal wieder von den Fernsehkabeln pflücken. Es ist eben nicht nur Sonnenschein. Du möchtest alles haben und erkunden, das geht leider nicht und das wiederum findest du überhaupt nicht lustig. Das kann auch mal in Tränen enden.

Wickeln findest du langweilig und möchtest am liebsten sofort weg. Das versuchst du auch, was das Ganze einem Ringkampf gleichen lässt. Ich muss schon alle meine Überredungskünste aufbringen, um dich dazu zu bewegen still zu halten, während du dich wie eine Brezel nach allem verbiegst, was in dein Blickfeld kommt. Alternativ zerpflückst du auch gerne ein Kosmektiktuch in seine Einzelteile und lässt mich in der Zeit gewähren.

Du wirst gegen 19 Uhr müde. Wir bringen dich nach wie vor gemeinsam ins Bett, Papa liest dir eine Geschichte vor, während ich versuche dich zu bändigen und in den Schlaf zu stillen. Das brauchst du nach wie vor. Allerdings schaffst du es nicht immer ruhig zu werden und kugelst weiter hin und her. Neu sind deine Stillversuche in Bauchlage. Hierbei möchtest du aber nicht gemütlich auf dem Bauchliegen, sondern hältst den Kopf oben, das sieht ziemlich unbequem aus und du drückst so mit der Brust die Nase zu. Aber dennoch versuchst du es immer wieder. Du möchtest mehr kuscheln und brauchst aktuelle eine intensive Kuscheleinheit bevor du zur Ruhe finden kannst. Ich genieße diese Minuten ganz besonders.

Tagsüber schläfst du immer öfter ohne zwischendurch stillen zu wollen. Du brauchst tagsüber etwa 3-3,5 Stunden Schlaf, um richtig ausgeschlafen zu sein. Obwohl deine Schlafdauer momentan zwischen 1,5 und 4 Stunden schwankt, bist du wie ein kleines Uhrwerk, wenn es um deine Müdigkeit geht. Immer öfter klappt das Schlafen ohne zwischendurch stillen zu müssen, trotzdem hast du mich gerne in deiner Nähe.
Seit etwa 2 Wochen schläfst du abends schlechter. Normalerweise meldest du dich nach etwa 4 Stunden, zurzeit kann es aber auch sein, dass ich schon nach 30 Minuten das erste Mal nach dir sehen muss.

Das könnte aber auch an dem Schnupfen liegen, der dich erwischt hat. Du schnodderst und röchelst vor dich hin und bekommst auch beim Stillen schlecht Luft. Alles, was dir Linderung verschaffen könnte, ist allerdings des Teufels und du wehrst dich mit all deiner Kraft dagegen. Ich versuche dir zu erklären, was ich tun werde und warum. Lasse dich die Salzwassertropfen probieren und mit dem Sauger spielen. Du lehnst die Behandlung natürlich trotzdem ab, aber beruhigst dich immerhin sofort wieder, wenn der Spuk vorbei ist.

Wir haben die Babyschale durch den Sportaufsatz ersetzt. Es gefällt dir, dass du nun besser sehen kannst, was um dich herum passiert. Bei unserem ersten Ausflug bist du sogar darin eingeschlafen. Außerdem kannst du so ganz bequem die Füße hoch legen.

Du trinkst nicht viel, aber du hast großen Spaß daran. Am liebsten trinkst du aus deiner Strohhalmflasche. Ich wollte ausprobieren, ob du das kannst und staunte nicht schlecht als du einfach losgetrunken hast, als hättest du nie etwas anderes getan.
Du liebst Obst in jeglicher Form. Es ist bisher noch nichts auf dem Tisch gelandet, das du verschmäht hättest. Birnen, Himbeeren und Zwetschgen sind besonders beliebt. Aber auch sonst probierst du alles. Sobald dein Papa oder ich uns etwas zu essen in den Mund stecken, streckst du deine Händchen danach aus und formst ein Mäulchen. Die Mengen, die in deinem Magen landen, sind nach wie vor sehr überschaubar, aber sie werden mehr.
Du verstehst die Babyzeichen für „Essen“, „Trinken“, „mehr“ und „Milch“. Bei letzterem drehst du den Kopf zu meiner Brust. Das finde ich richtig cool. Ich bin schon sehr gespannt, ob du die Zeichen irgendwann selbst verwenden wirst.

Du bist zum ersten Mal Karussell gefahren und geflogen. Von beidem hast du keine besondere Notiz genommen. Das Karussell war dir etwas suspekt, das versuchen wir einfach noch einmal, wenn du größer bist.

Du bist mein Herz, mein kleines,großes Wunder. Du bist so groß geworden, ein richtig kleiner Junge. In drei Monaten feiern wir deinen ersten Geburtstag, ich kann es nicht fassen.

Ich liebe dich.