7 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

du bist heute schon 7 Monate alt. Das sind 30 Wochen und 2 Tage.

Ich staune jeden Tag darüber wie groß du geworden bist. Im Bett nimmst du immer mehr Platz ein und du kommst mir so riesig vor. Bei der U5 wurdest du auf 68,5 cm gemessen und wehmütig habe ich die meisten Kleidungsstücke in 62 aussortiert. Größe 68 passt dir wir angegossen. Wir sind nun auch seit kurzem auf Windeln in Größe 4 umgestiegen.
Du hast richtig aufgeholt und die 8 Kilo Marke geknackt. Damit liegst du jetzt im absoluten Durchschnitt, daran hätte ich vor 3 Monaten nicht geglaubt. Ich liebe jede kleine Speckfalte an dir!

Du bist ein kleiner Scherzkeks. Ja, dir sitzt wahrlich der Schalk im Nacken. Ich glaube, niemand kann zeitgleich so schelmisch und verlegen Grinsen wie du. Wann immer sich eine Möglichkeit findet, nutzt du sie, du kleiner Quatschkopf! Du lachst und quietschst in den allerhöchsten Tönen und in einer Lautstärke! Beim Einatmen machst du manchmal Laute wie ein halb ersticker Kanarienvogel. Beim ersten Mal bin ich richtig erschrocken. Du hast schon verstanden, dass du die Aufmerksamkeit sicher hast, wenn du das machst und grinst dann immer ganz breit.

Seit neuestem hast du auch die tiefen Töne für dich entdeckt. Du brummst! Vor dem Einschlafen oder wenn du etwas möchtest. Je nachdem wie sehr du etwas möchtest oder manchmal auch nicht möchtest, schlägt das Brummen auch in ein Protestweinen mit Kreischen und vorgeschobener Unterlippe und Krokodilstränen um. Das ist schon reichlich putzig. Es ist schon erstaunlich wie wunderbar man mit dir kommunizieren kann.
Du brabbelst. „Errö“ hast du hinter dir gelassen und durch „mamamam“ und „bababab“ ersetzt. Das ist unfassbar niedlich und lässt mein Herz ein jedes Mal ein bisschen schneller schlagen. Ich glaube, damit meinst du wirklich uns. Ersteres äußerst du nämlich auch mal sehr energisch, wenn ich den Raum unerlaubterweise verlasse.
Du liebst es, wenn ich dich auf meinem Unterarm schaukeln lasse. Kannst du dich dabei auch noch im Spiegel beobachten, gibt es wirklich kein Halten mehr. Du steckst dir ganz aufgeregt deine Händchen in den Mund, jauchzt und gackerst vor Freude. Ich liebe dein Lachen! Es gibt wirklich nichts Schöneres!

Immer wenn ich schreibe, dass du etwas nicht gerne tust oder noch nicht kannst, belehrst du mich eines Besseren. Letzten Monat schrieb ich noch, dass du dich eigentlich nur drehst, wenn es gar nicht anders geht. Der Bericht war kaum getippt, da rolltest du los. Wenn ich dich auf deine Decke lege, kann ich manchmal gar nicht so schnell gucken, wie du dich umgedreht hast.
So verbringst du inzwischen die meiste Zeit in Bauchlage. Du spielst ganz andächtig mit allem, was du in die Finger bekommst. Du stützt dich auf einem Arm ab, um nach dem Objekt deiner Begierde zu greifen und greifst dabei auch über deinen Kopf. Manchmal ziehst du die Beinchen in Richtung Po und schlängelst dich rückwärts. Meistens drehst du dich aber einfach um dich selbst und ziehst dich in die Länge, bis du dein Ziel erreicht hast.
Du hast deine Füße als Spielzeug entdeckt. Du fasst dich an den Füßchen und kugelst dich hin und her, lutschst an ihnen herum und ziehst dir deine Söckchen aus. Nackte Füße magst du sowieso am liebsten. Wenn ich dich mit ihnen an der Nase kitzle, gackerst du vor Freude so doll, dass dein ganzer Körper bebt.

Du kannst dich sehr ausdauernd selbst beschäftigen, möchtest mich aber in deiner Nähe haben. Meist gibt es uns nur im Doppelpack, denn am liebsten verbringst du deine Zeit auf meinem Arm, meinem Schoß oder stillend. Ich genieße deine Nähe sehr und könnte jedes Mal dahinschmelzen, wenn du deinen Arm um meinen Nacken legst und dein Köpfchen an mich schmiegst. Du hast sogar einige Male auf meinem Bauch geschlafen, das ist ewig nicht mehr vorgekommen.

Apropos Schlaf: Vor dem Schlafen liest dir dein Papa nun eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Manchmal schläfst du sogar schon dabei ein. Natürlich stillend. Die Nächte sind wieder besser und tagsüber kann ich mich fast immer wegschleichen, wenn du schläfst. Nach 40 Minuten möchtest du noch einmal ein bisschen nuckeln, aber oft schläfst du dann einfach solange du schlafen willst. Einmal hast du sogar dein komplettes Schläfchen ohne Zwischenstopp geschlafen! Das ist so grandios!

Du möchtest sitzen! Wann immer du kannst, hebst du das Köpfchen in Rückenlage an oder ziehst dich selbst in den Sitz. Wenn du das geschafft hast, muss ich dich aber noch ein bisschen stützen, weil du nach vorne oder seitlich wegsackst. Du würdest am liebsten die ganze Zeit sitzen, aber noch kann ich dich mit einer halbliegenden Position vertrösten. Es nervt dich, dass du es noch nicht richtig klappt, besonders wenn du in der Newborn-Schale liegst. Dann hebst du den Kopf an und wirst richtig wütend. Erst wenn wir dich auch dieser misslichen Lage befreien, schenkst du uns ein breites Grinsen.

Du hast zum ersten Mal etwas anderes als Muttermilch zu essen bekommen. Meistens bekommst du einfach ein bisschen Obst oder Gemüse in die Hand gedrückt und kannst dich daran austoben. Du findest das sehr spannend, probierst alles. Du möchtest gerne mitessen und forderst uns mit Brummen auf, dir auch etwas abzugeben, aber die Mengen, die du zu dir nimmst sind selbst bei Brei verschwindend gering. Wir stillen also immer noch voll.

Ich schrieb schon öfter, du würdest dies oder jenes üben, aber das stimmt so nicht. Meist bin ich ganz überrascht, weil erst eine Weile nichts passiert und du plötzlich über Nacht neue Dinge kannst. Du hast nie versucht dich hochzuziehen, du hast dir meinen Finger geschnappt und dich daran hochgezogen. Einfach so. Sobald du dann einmal gezeigt hast, dass du es kannst, wird an der neuen Fähigkeit gefeilt, bis du sie perfektioniert hast.

Du bist neugierig und nichts ist vor dir sicher. Wenn du etwas zum ersten Mal in den Händen hältst, erkundest du es hochkonzentriert mit deinen Fingern, dabei spitzt du deine Lippen, was dir zuckersüße Pausbäckchen zaubert und pustest stoßweise die Luft aus.
Du verstehst schon so viel. Zum Beispiel, dass deine Stapelbecher klappern, wenn man sie aneinander schlägt oder dass du Wippe stärker wippt, je doller du mit den Beinchen strampelst. Du ziehst dir selbst das Tuch vom Gesicht, wenn ich „Gugucks?“ sage und grinst ganz stolz darüber. Wenn ich dich frage, wie groß du bist, machst du die Arme ganz locker, damit ich sie anheben kann, das findest du unglaublich lustig. Außerdem hilft es dabei deine Arme durch Ärmel zu bekommen.
Du fasst alles mit spitzen Fingern an, dein liebstes Ziel sind meine Träger, erst dann schließt du deine Hand zur Faust.

Du perfekter kleiner Mensch! Ich könnte ewig weitererzählen.

Ich liebe dich.

6 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

du bist 25 Wochen und 6 Tage alt, das sind genau 6 Monate. Ein halbes Jahr!

Ich habe keine Ahnung, wann das passiert sein soll. Es ist als wäre es gestern gewesen, dass du in meine Arme gelegt wurdest und fühlt sich doch so an als wärst du schon immer da gewesen.

Du bist so groß geworden. Nichts erinnert mehr an das Minibaby, das du noch vor kurzem gewesen sein sollst. Ein richtig kleiner Junge bist du schon. Für die Statistik: Du trägst nach wie vor Vieles in Größe 62/68,aber auch 68 passt zum Teil wie angegossen.

Du bist ein Kuschler! Sowohl beim Einschlafen als auch über den Tag, forderst du meine Nähe ein. Sobald ich dich auf meinen Arm oder auf den Schoß nehme, lehnst du dich an und kuschelst deinen Kopf in meine Halsbeuge. Ich genieße das so sehr, kleiner Mann!

Zum Einschlafen robbst du dich an mich heran und kuschelst dich richtig ein. Du liebst es, wenn ich dir den Kopf kraule oder über deine Augenbrauen streichle, es fällt dir dann leicht in den Schlaf zu kommen. Oft legst du dann deine Hand auf meine und nestelst mit der anderen an mir oder deinem Tuch herum. Morgens nach dem Aufstehen kuscheln wir erst einmal eine kleine Runde, bevor wir in den Tag starten.

Du schläfst weiterhin bei uns im Bett. Alles andere ist undenkbar. Der Test, dich alleine im Bett oder in der Nonomo zum Einschlafen zu bewegen, ist gescheitert. Also stillen wir weiterhin. Dein Schlafverhalten in diesem Monat war in einem Wort: chaotisch.

Warst du bisher wie ein Uhrwerk sind deine Schlafenszeiten und Dauer richtig durcheinander. Fällt der Mittagsschlaf kürzer aus (1,5-2,5h), willst du abends noch einmal 30 bis 60 Minuten schlafen. Abends wirst du verlässlich gegen 19:00 Uhr müde. Seit diesem Monat reibst du dir nicht nur die Augen, wenn du müde bist, sondern krabbelst dir auch am Ohr und krallst dich in deine Haare.

Etwa um 18:30 Uhr machen wir dich bettfertig und spielen dann noch ein bisschen. Dann pustest du mit Papa das Licht aus und wir stillen. Manchmal schläfst du dann um 19:30 Uhr direkt ein, aber meistens bist du plötzlich wieder fit und spielst und quietschst noch ein bisschen vor dich hin, abwechselnd mit Stillpausen und schläfst dann gegen 20:30 Uhr brummend ¬¬ein. Dich später ins Bett zu bringen, funktioniert nicht, weil du wirklich richtig müde bist. In letzter Zeit hatten wir auch ein paar zeitliche Ausreißer und du schliefst erst zwischen 21 und 21:30 Uhr. Zu meinem Leidwesen sind deine Schlafphasen momentan etwas kurz, besonders in den letzten Tagen wirst du ca. 3:00 Uhr unruhig und möchtest stündlich stillen. Nach 6 Monaten kann ich also sagen: Ich bin furchtbar müde. Aber immerhin weinst du nicht! Du mopperst ein bisschen rum oder brummelst und schläfst recht zügig wieder ein.

Wenn du abends eingeschlafen bist, schläfst du auch ohne mich. Meistens bleibe ich aber doch bei dir liegen, weil ich diese Nähe so genieße und selbst sehr müde bin. Auch tagsüber klappt es öfter, da brauchst du zwischendurch immer noch die Brust.

Wir stillen noch immer voll. Du zeigst noch kein Interesse an Essen. Du beobachtest uns zwar und versuchst nach unserem Essen zu greifen, wenn ich dich gerade auf dem Arm habe, aber das machst du wirklich mit allem. Wenn du in deinem Newbornset mit uns am Tisch sitzt, spielst du lieber mit deinem Tuch und legst ganz frech die Füßchen auf den Tisch. Alles andere ist nicht so spannend. Ich glaube aber, dass wir trotzdem demnächst mal einen Versuch starten werden, ich bin schon sehr gespannt darauf!

Du bist so ein fröhlicher, kleiner Junge! Du kannst so wunderbar Spitzbübisch grinsen und wenn du deine kleine Zunge ganz spitz machst und herausstreckst, könnte ich dich in einem Haps auffressen, so süß bist du! Ich kann dir fast immer ein Grinsen entlocken und es ist wirklich jedes Mal ein Geschenk für mich.

Wenn dein Papa ein Tuch über deinem Kopf hin und herschwingt, reißt du vor Freude die Arme hoch. Aber noch besser ist es, wenn er für dich tanzt, da musst du richtig lachen. Du hast also Humor! An den Flanken und an den Oberschenkeln bist du kitzelig. Aber auch nicht immer!

Du kannst dich immer besser verständlich machen. Du kannst unheimlich ernst und skeptisch gucken. Wenn du wütend wirst, bekommst du eine Zornesfalte auf der Nase, das ist so niedlich! Wenn dir etwas nicht passt, fiepst du sehr energisch. Du bevorzugst ganz klar die hohen Töne, egal ob du lachst, weinst oder Geschichten erzählst. Aber du verleihst dir nicht nur mit Tönen und Mimik Ausdruck, auch deine Gestik wird immer differenzierter. Du forderst Nähe und Ruhe ebenso ein wie Aufmerksamkeit. Vor ein paar Tagen warst du das erste Mal beleidigt. Dein Papa hat dir einen Stapelturm gebaut, den du zu Fall gebracht hast, dabei ist dir ein Becher ins Gesicht gefallen. Man hat richtig gesehen, wie du gegen die Tränen angekämpft hast. Immer wieder sind deine Mundwinkel wieder nach unten gewandert, aber du konntest dann doch nicht anders und fingst an zu weinen. Als ich dich hoch nahm, beruhigtest du dich sofort, aber deinen Papa wolltest du für einen Augenblick gar nicht ansehen. Als du ihn dann doch angesehen hast, stiegen dir gleich wieder Tränchen in die Augen und während du ein bisschen lächeln wolltest, schobst du auch immer wieder die Unterlippe nach vorne. Das war so unfassbar niedlich!

Du bist wirklich kein hilfloses Minibaby mehr. Du drehst dich weg, wenn dir etwas nicht gefällt oder du keine Lust mehr auf etwas hast. Du zeigst Freude, Abneigung und Interesse ganz deutlich. Es macht so viel Spaß mit dir zu interagieren, deine Reaktionen zu erforschen und mir dir zusammen die Welt ein bisschen neu zu entdecken.

So kratzt du momentan an allen Gegenständen, die dir in die Finger kommen. Du erkundest die Haptik und Akustik, dabei kannst du dich wirklich ausdauernd mit unserem Regal oder meiner Wasserflasche beschäftigen. Je mehr Geräusche es macht, desto besser.

Deine Bewegungen sind so fließend geworden und manchmal kann man gar nicht so schnell gucken wie du dich auf den Bauch gedreht hast. Du drehst dich aber selten einfach so, am liebsten strampelst du nämlich auf dem Rücken liegend herum. Meist möchtest du an eines deiner Spielzeuge und kommst sonst nicht heran oder abends, da drehst du noch mal richtig auf – und rum. Du bewegst dich quasi rollend und rotierend fort. Wenn du dich falsch herumgerollt hast und dein Arm unter deinem Bauch gefangen ist, holst du mit dem Po Schwung und ziehst den Arm heraus. Es kam auch schon vor, dass du so viel Schwung nahmst, dass du fast wieder herumgepurzelt bist. Wenn du auf dem Bauch liegst nimmst du deine Beinchen in Froschhaltung und stößt dich mit den Füßen ab.

Die Füße sind dabei im Idealfall nackt. Das liebst du sehr! Das hast du wohl von deinem Papa, der ist nämlich auch am liebsten barfuß unterwegs. Du greifst manchmal nach ihnen und legst beim Spielen gerne einen Fuß ganz lässig auf deinem anderen Knie ab. 

Du greifst nach deinem Frosch am Spielbogen und lässt ihn schnalzen, legst dir deine Greifringe aufs Gesicht über die Nase und freust dich so sehr an meiner Reaktion daran. Du greifst hochkonzentriert auch nach der dünnsten Haarsträhne und du liebst Bücher! Vermutlich noch mehr wegen der Geräusche, die das Papier macht, wenn du es zerknüllst oder darüber kratzt oder vielleicht auch, weil sie besonders gut schmecken, aber du sitzt auch ganz ruhig auf meinem Schoß und lässt dir von mir die Bilder erklären. Auf meinem Schoß liegend, spannst du den Bauch an und hebst dein Köpfchen.

Du akzeptierst den Kinderwagen immer mehr und bist tatsächlich einmal darin eingeschlafen. Am liebsten wirst du aber trotzdem getragen, ganz egal ob in der Trage oder auf dem Arm, Hauptsache oben.

Mein kleiner Mann, da sind so viele kleine Dinge, alles ist besonders. Am liebsten würde ich jeden Moment einfrieren, um ihn immer wieder erleben zu können, aber das geht leider nicht. In 6 Monaten feierst du schon deinen ersten Geburtstag, ich kann es nicht glauben.
Das Leben mit dir macht so viel Spaß.

Ich liebe dich.