4 Monate Januarbaby

Mein Spatz,

du bist nun 4 Monate alt, das sind genau 17 Wochen und 1 Tag.
Schon wieder ist ein Monat vorbei. Ich kann es kaum glauben!

Du bist ein wunderbarer kleiner Junge und wäre ich nicht schon bis über beide Ohren in dich verliebt, wäre es spätestens jetzt soweit.

Du bist groß geworden. Ganze 62 cm bist du inzwischen lang. Dir passen nur noch wenige Teile in Größe 56, das sind meist Pullover und ein paar Bodys. 

Du hast das Greifen perfektioniert. Du nutzt nun auch beide Hände gleichzeitig und gibst dir deinen Oball von einer Hand in die andere. Du greifst nach allem, was du in die Finger bekommst, um es zu begutachten und dir dann in den Mund zu stecken und mit deiner kleinen Zunge zu erkunden. Immer öfter steckst du dir unsere Finger in den Mund und lässt uns die Kraft deines Kiefers spüren. Dabei sabberst du ganze Sturzbäche.
Du sprampelst wie wild und ruderst dabei mit deinen Armen. Du stößt dich mit den Beinchen ab und schiebst dich so herum. Lege ich dich kurz ab, dauert es nicht lange und du hast dich auf die Seite gedreht oder dich um dich selbst gekreiselt, um dir etwas zu spielen zu schnappen.

Du übst das Drehen, aber der richtige Schwung fehlt noch.
Es ist nicht deine liebste Position, aber du toleriert die Bauchlage immer länger. Du hebst dein Köpfchen deutlich ab und schaust umher. Seit der U4 hältst du dich immer länger und stabiler im Unterarmstütz, alleine schaffst du es aber noch nicht in diese Position, sondern schiebst die Arme nach hinten.

Wenn du wach bist, lässt du dich ablegen und beschäftigst dich auch etwas selbst, sodass ich mich in Ruhe anziehen und Frühstück machen kann. Am liebsten magst du es aber, wenn ich bei dir bleibe. Es ist eine Freude dir beim Entdecken neuer Fähigkeiten zuzusehen und dich dabei zu beobachten wie viel Spaß du hast. 

Ja, du propellerst. Im Bett nimmst du dadurch mehr Platz ein. Aber selbst wenn du seitlich schläfst und ich ein bisschen Raum zwischen uns schaffe, liegst du kurz darauf wieder ganz nah an mich gekuschelt. Dabei legst du deine Füße immer auf meinen Oberschenkel.

Du bist sehr aufmerksam und ausdauernd. Du nimmst die Welt wahr und bestaunst alles. Man merkt richtig wie wach du bist. Nichts entgeht deinem neugierigen Blick. Du hast diesen Monat so einen großen Sprung gemacht.
Schliefst du in der Trage bisher zuverlässig innerhalb kürzester Zeit ein, bleiben deine Äuglein nun immer länger offen. Die Welt ist viel zu aufregend!
Meistens schläfst du aber doch irgendwann ein. Allerdings nicht ohne dich gegen die Müdigkeit zu kämpfen, dabei schimpfst du vor dich hin und wehrst dich. Dann weiß ich, dass du in wenigen Minuten im Land der Träume bist.

Wenn du müde bist, bekommst du Augenringe und reibst dir die Äuglein. Das Schlafen fiel dir schwer. Du wurdest oft wach und wolltest trinken. Du verkürzest deine lange Schlafphase auf 1,5-2,5 Stunden und hattest danach zu jeder Stunde wieder Hunger.  Das war wirklich sehr anstrengend. Und trotzdem bist du jeden Tag mit einem Lächeln auf den Lippen aufgewacht. Mittags wachst du fast immer weinend auf.
Am Anfang und jetzt zum Ende des 4. Monats schläfst du nachts wieder toll und gönnst uns 4-5,5 Stunden Schlaf. Danach stillen wir 1-2 Mal, bevor wir gegen 7 Uhr aufstehen. Den Tagesrhythmus hast du beibehalten. Alleine schlafen magst du immer noch nicht. Du brauchst mich einfach zum Kuscheln.
Du hast gelernt alleine wieder einzuschlafen, wenn du wach wirst. Das klappt bisher eher in Ausnahmefällen und dennoch ist es für mich ein ganz großer Schritt. Auch streicheln und summen hilft auch immer öfter. Wenn du ganz unruhig bist, kommst du auch zur Ruhe, wenn man dich auf die Seite oder den Rücken dreht. Was aber immer hilft ist die Brust. Du bist einfach ein Kuschler. Liege ich nicht neben dir, wirst du nach kurzer Zeit definitiv wach.  

Auch wenn alle sagen, dass du deinem Papa sehr ähnlich siehst, zeigt der Bildervergleich, dass du mir als Baby sehr ähnelst.
Du hast Papas Kinn und Lippenform, aber meine Nase, Kopfform und Frisur. Deine inzwischen richtig dicken Haare auf dem Oberkopf liegen schon seit der Geburt nach rechts. Ich muss einfach immer in ihnen herum wuscheln.

Es macht so viel Spaß dir beim Wachsen und Erobern der Welt zuzusehen. Wir sind ein tolles Team. Wir haben uns gut eingespielt und ich bin so unfassbar stolz, dass ich dich verstehe und kenne.

Die meisten Autofahrten schaffen wir ohne Tränen, das ist einfach grandios! Und auch den Kinderwagen akzeptierst du,solange du satt und fit bist, einschlafen kannst du darin nicht. Legt man dich aber schlafend hinein, ist das ok für dich.

Du spiegelst deine Umwelt. Lächelt man dich an, grinst du zurück. Kennst du die Person nicht, vergräbst du dein Köpfchen in meine Schulter und grinst etwas schüchtern,aber aus vollem Herzrn aus dem Augenwinkel zurück. Du bist ein so fröhliches Kerlchen. Du weinst eher selten, meckerst nur, wenn dir etwas nicht passt oder Hunger hast.
Hängt der Haussegen mal schief, helfen deine Spieluhr oder Musik/Gesang dich zu beruhigen. Wenn alle Stricke reißen, schafft es die Lichterkette oder dein Spiegelbild oft noch mal das Ruder rumzureißen.

Aber meistens bist du einfach gut gelaunt und strahlst und quietschst vor dich hin. Du brabbelst und übst neue Stimmlagen aus. Dabei hast du auch deinen Lautstärkeregler gefunden und ordentlich aufgedreht. Du erzählst uns Geschichten in deiner ganz eigenen Sprache. Ich kann nicht genug davon bekommen. Antworte ich dir, rastest du fast aus vor Freude.

Du hast zum ersten Mal laut gelacht. Nein, du hast richtig gegackert. Meine Güte war das schön! Und ich war der Grund dafür. Ich könnte jedes Mal heulen vor Glück! Gibt es etwas Schöneres als dieses ehrliche Kinderlachen?! Ich liebe es so sehr, wenn du den Mund weit aufreißt, deine Augen schmal werden und beginnen zu glänzen und du dich nicht mehr halten kannst, es dich schüttelt vor Lachen. Du gurrst und quietschst, kicherst. Du bist meine große Liebe, weißt du das?

Dein Vertrauen macht mir Herzklopfen. Du erfüllst mich mit Glück wie ich es bisher nicht kannte. Es ist so schön, dass du da bist.

Ich liebe dich.

3 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

heute bist du 3 Monate alt, das sind genau 12 Wochen und 5 Tage.

Du rockst du unser Leben! Es ist als wärst du schon immer da gewesen.

Du trägst Größe 56/62. Hosen in 56 sind tendenziell knapp. Die Bodies in 56 sitzen nun wie angegossen. Vor ein paar Tagen sind wir auf Windelgröße 3 umgestiegen. Ich finde, du bist schon so groß geworden! Du siehst jeden Tag anders aus (deine Fluffhaare wachsen nach!), kannst neue Dinge. Das geht wahnsinnig schnell!
Du wirst langsam ein bisschen speckiger. An den Beinchen hast du nun eine Speckfalte und du hast einen kleinen Kullerbauch bekommen. Du bist einfach zum Fressen! Ich liebe wirklich alles an dir, deine winzigen Hände oder deine süßen Füßchen, die ich ständig abknutschen muss. Alles.

Wenn man dich vorsichtig anpustet, schnappst du tief nach Luft, reißt die Augen ganz weit auf und schenkst mir dein breitestes Lächeln.
Beim Abdocken schnalzt du manchmal mit der Zunge und ein lautest „Plöp“ ertönt. Und wenn dir etwas nicht passt, ziehst du ganz dramatisch die Mundwinkel nach unten und beginnst zu quäken. Ich habe sowas noch nie gesehen! Es fällt mir echt schwer, da ernst zu bleiben.

Wenn wir zusammen vor dem Spiegel stehen, kriegst du dich kaum ein vor Freude. Du strahlst und flirtest wie wild mit dir selbst.
Du verfolgst Dinge mit den Augen und folgst ihnen mit dem Kopf, wenn sie aus deinem Sichtfeld geraten. Du beobachtest alles ganz genau und findest dabei immer etwas, an dem dein Blick hängen bleibt. Du strahlst, gluckst und flirtest dann was das Zeug hält.
Ob mit deinem Spielbogen, der Fledermaus in der Nonomo (in der du es inzwischen auch mal 20 Minuten aushältst) oder einfach nur der weißen Wand. Du findest einfach alles spannend!

Du quietscht nun manchmal beim Lachen. Das ist so niedlich! Am schönsten ist deine Freude darüber, wenn dir ein neuer Laut über die Lippen kommt. Du übst fleißig an neuen Tönen und Lauten. Du weinst nun in unterschiedlichen Tonlagen und kannst damit deutlich zum Ausdruck bringen, ob du nur gelangweilt, unzufrieden oder wütend bist, was manchmal so niedlich ist, dass ich mir ein Lachen verkneifen muss. Außerdem beginnst du zu brabbeln. Wenn ich mich mit dir unterhalte antwortest du immer häufiger mit „Errö“ in den verschiedensten Nuancen, gepaart mit deinem freudigen Quieken, wenn ich darauf antworte. So führst du ganze Gespräche in deiner zuckersüßen Babysprache mit mir und bringst damit mein Herz gewaltig zum Blubbern.

Aber du trainierst nicht nur deine Stimmbänder, auch körperlich begnügt du dich nicht mehr nur damit herumzuliegen.
Beim Wickeln hebst du deinen Po an und strampelst wie verrückt mit deinen Beinchen, das ist ziemlich putzig anzusehen, erschwert die Sache mit der Windel allerdings ungemein. Dabei bewegst du dich von der Stelle und du befindest dich schon nach kurzer Zeit in einer anderen Position als der, in der man dich abgelegt hat. Du übst dich zu drehen, dabei streckst du den Kopf weit nach hinten und verdrehst deine Hüfte. Einmal hast du dich sogar von der Rückenlage auf den Bauch gedreht! Oh, dein Blick als du das geschafft hast, war wunderbar! Ich glaube, du warst selbst überrascht, dass es klappte. Dein Papa hat dich ganz doll angefeuert und wir beide sind fast geplatzt vor Stolz.
Du hältst dein Köpfchen immer stabiler und stützt dich in Bauchlage nun auch auf deinen Ärmchen ab. Dabei wackelt dein Kopf noch hin und her, was äußerst niedlich aussieht. In der Rückenlage hältst du den Kopf selbstständig in der Mitte, das war dir bisher einfach zu schwer. So hast du mich auch zum ersten Mal beim Babykurs richtig beobachtet und mitgemacht, statt ausschließlich die anderen Babys fasziniert zu begutachten.
Du übst fleißig das Greifen. Du schnappst dir alles, was du in die Finger bekommst. Besonders beliebt sind deine bunten Spucktücher, die du dir auch gerne in den Mund steckst und beherzt darauf herumbeißt. Dein grimmiger Piranha-Blick dabei ist wirklich zu köstlich! Auch an unseren oder deinen Händen nestelst du gerne herum.

Du bist nicht du, wenn du müde bist. Mit ausreichend Tagesschlaf bist du dagegen so ausgeglichen. Etwa 1 Stunde nach dem Aufstehen wirst du wieder müde und schläfst dann 1-1,5 Stunden. Über den Mittag schläfst du 2-3 Stunden, wenn die Bedingungen optimal sind und nachmittags brauchst du auch nochmal ein Nickerchen von 30 Minuten – 1 Stunde. Inzwischen schläfst du auch manchmal wieder ohne totale Dunkelheit ein, je dunkler es ist, umso besser klappt es aber.

Du hast nachts drei Mal 5,5 Stunden am Stück, einmal sogar 6,5 Stunden geschlafen! Wow!

Seit 2 Wochen haben wir auch zeitlich ein festes Abendritual. Ich hatte den Eindruck, dass es dir um Wohnzimmer zu unruhig ist und hatte damit wohl recht. Nach dem Umziehen, wirst du in deinen Wollschlafsack gesteckt. Danach machen wir gemeinsam das Nachtlicht an und pusten das Licht aus, indem wir den Rollladen runterlassen. Dann verabschiedet sich dein Papa, wir stillen bis du einschläfst, was meistens nach kurzer Zeit der Fall ist. Manchmal singe ich dir auch leise vor oder erzähle von unserem Tag, wenn du ruhig bist.
Es kam sogar schon vor, dass ich dich dann in dein Beistellbett ablegen konnte. Wenn ich das Zimmer verließ wurdest du nach spätestens 40 Minuten wach, aber das ist doch ein Anfang! Seit deinem ersten Schnupfen, der dir ordentlich zu schaffen machte, brauchst du meine Nähe wieder mehr, wachst beim Versuch dich abzulegen auf und kommst erst an/auf meiner Brust wieder zur Ruhe. Ich genieße es, wenn du auf mir liegst und dich anschmiegst, ganz ruhig wirst. Da bist du wieder das Miniminibaby.

Sämtliche Versuche dir den Schnuller schmackhaft zu machen, schlagen fehl. Egal welche Marke, ob symmetrisch, kiefergerecht, Kirschform, Größe, Latex oder Silikon, du weißt nicht (mehr) was du damit tun sollst. Sauger in Kirschform magst du gar nicht, hier musst du immer würgen. Meist verziehst du aber nur angewidert das Gesicht und schiebst ihn mit deiner Zunge aus dem Mund. Mit etwas Glück kaust du vorher kurz darauf herum.
Dabei wünsche ich mir wirklich, dass du ihn ab und zu nehmen würdest. Die letzten 2 Wochen wirst du häufiger wach und möchtest dann nuckeln, das ist gerade nachts etwas anstrengend (und unbequem) für mich. Es wäre schön, könnte ich dich dann mit einem Schnuller beruhigen oder beim Autofahren. Vielleicht könntest du dich damit besser entspannen, das ist nach wie vor eine Herausforderung für uns alle.

Manchmal findest du nach etwas meckern doch noch zur Ruhe, aber häufig endet es in verzweifeltem Gebrüll mit bitteren Tränen bis du dann irgendwann einschläfst. Das bricht mir das Herz!
Seit du dein Eichhörnchen an der Babyschale hängt, schreist du manchmal nicht sofort los. Letzte Woche sind wir tatsächlich 4 kurze Fahrten komplett ohne Gebrüll gefahren. Ich gestehe aber, dass ich es doch eher meide. Ebenso wie den Kinderwagen, den ich nach spätestens 30 Minuten doch leer herumschiebe. Du willst einfach Nähe.

Du bist ein ganz wunderbarer Junge!

Ich liebe dich!

2 Monate Januarbaby

Oh Babybär,

du bist nun schon unglaubliche 2 Monate bei uns. Vermutlich werde ich jeden Monat darüber staunen wie schnell die Zeit vergeht. Es ist als würde jemand an der Zeit drehen.
Du bist der Dreh- und Angelpunkt in unserem Leben.

Du wächst! Das wurde mir so richtig bewusst als ich ein 3,5 Wochen altes Baby sah. Im direkten Vergleich bist du schon fast erwachsen! Unglaublich wie schnell das geht. Mittlerweile bist du 58 cm groß. Inzwischen hast du Windelgröße 1 hinter dir gelassen. Du trägst noch immer ein paar 50er Bodies, ich bin mir aber sicher, dass wir diese ganz bald aussortieren werden. Größe 56 passt dir ganz gut. Bei Oberteilen müssen die Ärmel manchmal noch etwas umgeschlagen werden, bei Hosen darf es gelegentlich auch schon Größe 62 sein. Du hast einfach lange Beine! Am Bund sind dir aber alle Hosen zu weit.

Du bist ein langes, zartes Kerlchen. Du nimmst zu, aber eher in kleinen Schritten. Das hat mir etwas Sorgen bereitet. 8 Wochen nach deiner Geburt hast du endlich die 4 Kilo-Marke geknackt. Jedes Gramm Speck an dir macht mich sehr, sehr glücklich! Außerdem steht dir das kleine Doppelkinn ganz hervorragend!

Von meinem entspannten Baby war zu Beginn des 2. Monats nicht mehr viel übrig. Du warst sehr unruhig. Es musste einfach immer ich sein.
Eigentlich dachte ich, wir wären was das angeht über den Berg, aber das Stillen war zeitgleich wieder unser Thema. Erst hattest du ein paar Schwierigkeiten, die wir aber mit konsequentem Neuanlegen schnell beheben konnten, dann wolltest du ununterbrochen an der Brust sein. Wenn du nicht getrunken hast, hast du genuckelt. Und wehe, ich unternahm den Versuch die Brust zu befreien. Ich habe mir große Sorgen gemacht, ob du genug Milch bekommst und war sehr verunsichert. Nach einer Woche war der Spuk vorbei und du ließt die Brust von selbst wieder los.

Du behieltst deinen Nachtschlafhythmus bei und schenkst uns eine erste Schlafphase von etwa 4 Stunden (einmal sogar 5!), meist wirst du zwischen 0 und 2 Uhr hungrig. Wir stillen dann noch ein, zwei, selten 3 Mal bis du zwischen 6 und 8 Uhr die Nacht beendest. Im Anschluss an das Dauerstillen, schliefst du einige Tage lang deutlich unruhiger und warst schlechter gelaunt. Du warst ein paar Nächte plötzlich 1-2 Stunden wach, geschrien hast du aber nicht einmal. Ich danke dir sehr dafür! Alles in allem sind die Nächte fast schon ehrolsam! Du schläfst nach wie vor nur beim Stillen ein, tagsüber findest du schwerer in den Schlaf. Legt man dir aber ein Spucktuch über den Kopf, bist du ziemlich schnell eingeschlafen. Oft vergräbst du auch deinen Kopf in meiner Armbeuge und schlummerst dann ein. Es ist ziemlich niedlich wie du dich einwühlst und rumschnuffelst bis alles nach deinen Wünschen ist. In der Trage klappt das Einschlafen nach wie vor wunderbar. So kam ich dazu mir zum ersten Mal seit deiner Geburt selbst etwas zu essen zu kochen.

Seit 2 Wochen haben wir eine Art kleines Abendritual eingeführt. Du wirst gewickelt und gewaschen. Manchmal massiere ich dich noch ein bisschen, Papa zieht dir den Schlafanzug an (vorher hast du fast immer nur im Body geschlafen). Dann nehme ich dich mit aufs Sofa, wo wir solange stillen, bis du einschläfst. Das ist meist zwischen 20 und 21:30 Uhr der Fall. Wenn wir dann ins Bett gehen, lässt du dich manchmal ins Beistellbett ablegen. Zum ersten Stillstopp kommst du wieder zu uns ins Bett, wo du die restliche Nacht verbringst.

Die Hormone machen auch vor dir nicht halt. Du hast ein Großteil deiner wunderschönen Fluffhaare auf dem Oberkopf verloren. Du trägst nun ausgeprägte Geheimratsecken. Zusammen mit deinem kritischen Blick wirkst du nun sehr weise, was unfassbar niedlich aussieht! Dazu gesellte sich eine leicht schuppige Kopfhaut und ein bisschen Babyakne.

Du lachst! Es ist als ginge die Sonne auf! Als du mir das erste Mal ein bewusstes Lächeln schenktest, bin ich aufgeflippt vor Freude. Du grinst über beide Backen und strahlst uns an. Wenn dir etwas ganz besonders viel Freude bereitet, grinst du ganz breit, spitzt deine Zunge, knickst die Spitze ab und berührst damit deine Oberlippe. Du kleine Grinsebacke! Du hast keine Ahnung wie zuckersüß du bist! Ich könnte dich mehrmals täglich auffressen!
Du kannst aber auch anders. Wenn dir etwas nicht passt, ziehst du die Mundwinkel ganz dramatisch nach unten und quäkst los.

Du verzauberst alle, die dich sehen. Deine Mimik ist der Wahnsinn! Du bist ein richtiger Gesichtskasper und ich musste schon so oft lauthals über deine Gesichtsauadrücke lachen. Egal, ob kritischer Blick mit Falten auf der Stirn und an der Nasenwurzel. Bist du unsicher was auf dich zukommt, ziehst du die Schultern hoch und runzelt die Stirn.

Wenn du wach wirst, hast du eine unglaubliche Körperspannung. Du ziehst du die Beinchen an, reibst dir mit deinen Fäustchen die noch geschlossenen, aber hochgezogenen Augen und streckst den Rücken durch, wodurch du einen niedlichen kleinen Entenpo bekommst. Das angesprengte Seufzen dabei, macht alles noch niedlicher.

Du bist so aktiv geworden. Es wird gelacht ubd gezappelt. In der Bauchlage wechselst du wie wild die Seiten, manchmal hebst du das Köpfchen ein bisschen an. Meist ist dir das aber zu anstrengend und du beginnst schon nach kurzer Zeit zu meckern. Du hast das Mobile über dem Wickeltisch entdeckt und bestaunt es seitdem ausgiebig.

Du strampelt so wild mit Armen und Beinen, reckst den Hals und hebst Kopf ein bisschen, nur in Bauchlage reicht die Kraft noch nicht. Du drehst dich im Schlaf in Seitenlage. 

Immer öfter finden auch ein paar Laute den Weg nach draußen. Du gurrst und warst selbst total überrascht von deinem erstes „Errö“.  Du kannst gefühlt jeden Tag etwas Neues, ich komme gar nicht hinter! Das ist so toll und ich kann und will meine Begeisterung für jeden Blick, jede Miene nicht bremsen. Alles löst Begeisterungsstürme und verzücktes Quietschen meinerseits aus.

Du machst mich so glücklich!

Du nimmst nur ganz selten den Schnuller. Meist nuckelst du kurz daran, um ihn dann im hohen Bogen wieder auszuspucken. Dafür steckst du dir immer öfter deine Händchen in den Mund und schmatzt wild daran herum. Dabei wird ordentlich gesabbert! Aber nicht nur die Hände werden abgeleckt, legt man dich auf den Bauch oder trägt dich vor der Brust, erkundest Du alles mit deiner winzigen Zunge. Dabei sabbert du ganze Sturzbäche.
Du bist der König der Spuckebläschen!

Beim Stillen nestelst du an mir herum und schenkst mir dabei ganz intensive Blicke. Es ist als könnte ich in dich eintauchen und vielleicht tue ich das auch ein bisschen. In deine wunderschönen blauen Augen! Der Außenrand der Iris ist ganz dunkel, der innere Teil ist wie das Meer. Er ändert seine Farbe je nach Stimmung. Bist du gut gelaunt und strahlst, sind sie hellblau und sehen aus als würde die Sonne von der schaukelnden Oberfläche reklektiert. Bist du grummelig, werden sie dunkler.

Wenn du dich eng an mich gekuschelt, explodiert mein Herz vor Glück. Ich vergrabe meine Nase so gern in deinen Nacken und atme dich ein. Du riechst so unglaublich gut. Es ist kein bestimmter Duft, du rauchst einfach frisch. Ich wünschte, ich könnte diesen Geruch in Gläser packen und für immer aufbewahren.

Noch besser als das Baden findest du das Föhnen danach. Dabei machst du dich ganz lang und verlierst jede Spannung. Das Autofahren hat für dich jedoch etwas an Reiz verloren. Immer öfter fängst du an zu schimpfen, kommen wir schnell genug los, beurhigst du dich meist schnell und schläfst ein. Die Ampel sollte in dieser Phase allerdings besser nicht rot sein. Die erste längere Fahrt zu Oma und Opa verschliefst du komplett, auf der Rückfahrt brülltest du als ginge es um dein Leben. Da hat auch anhalten und stillen nichts gebracht. Das war wirklich schlimm.

Einmal konnte dich dein Papa in die Nononmo legen, wo du ganze 2,5 Stunden tief und fest schliefst. Ich konnte es fast nicht glauben. Das schien ein Zufallstreffen gewesen zu sein, denn es kam seitdem nicht wieder vor. Ab und an lässt du dich kurz hineinlegen, meist wirst du aber wach oder nach 5 Minuten so unruhig, dass wir den Versuch wieder abbrechen.

Du bist nach wie vor am liebsten bei deinem Papa oder mir. Du brauchst den Körperkontakt einfach sehr. Aber immer öfter lässt du dich auch mal kurz ablegen und du schaust dir ganz neugierig deine Umgebung an. Unter deinem Spielebogen hältst du es ganz gut aus. Du beobachtest den Frosch und ein paar Mal hast du ihn auch schon mit deinem Fäustchebn in Schwung versetzt.

Kleiner Mann, ich könnte ewig davon erzählen wie schön, bereichernd und anstrengend das Leben mit dir ist.

Du bist die Erfüllung meines größten Wunsches.
Ich liebe dich!

1 Monat Januarbaby

Mein Winterwunder, mein Herzenswunsch,
genau einen Monat bist du nun schon bei uns.

Du hast mir den Kopf verdreht!
Du bist so ein wunderbarer, kleiner Junge. Ich kann gar nicht anders als mich jeden Tag ein bisschen mehr in dich zu verlieben!

Einen festen Spitznamen hast du noch nicht. Du beglückst uns mit so vielen Grimassen und Gesichtsausdrücken, dass ich regelmäßig vor Niedlichkeit zergehe. Das hat dir schon ziemlich viele Spitznamen beschert.

Die ersten Tage mit dir waren wunderschön und fordernd zugleich. Dein Papa und ich wussten nicht so recht, was wir tun sollten und schon in der 2. Nacht standen uns die Schweißperlen auf der Stirn, weil du untröstlich weintest.

Seit wir Zuhause sind, spielen wir uns immer besser ein und wir konnten schon den ein oder anderen Weinanfall abwenden. Es ist schön zu sehen, dass ich dich und deine Zeichen besser verstehe.

Du bist ein langes, zartes Kind. Weil du so doll abgenommen hattest, verunsichert mich das noch ein bisschen. Du nimmst inzwischen zu, bewegst dich aber nach wie vor eher im unteren Bereich. Ich hoffe, du setzt bald ein bisschen Speck an.

Wir arbeiten zumindest daran! Du bist ein Stillprofi! Von Anfang an wurde dir eine super Technik attestiert. Die anfänglichen Schwierigkriten waren eher in deiner Müdigkeit und zu wenig Milch begründet. Davon ist nun aber nichts mehr zu spüren. Selbst Fläschchen brachten dich nur einmal kurz durcheinander, das legte sich aber schnell wieder.

Anfangs verzichteten wir aus Angst, dass du dann nicht genug stillen könntest, auf den Schnuller. In der 3. Woche haben wir es dann doch versucht und was soll ich sagen?! Die Angst war unbegründet.
Du meldest dich schon, wenn du Hunger hast! Oft schmatzt du und nuckelst an deinen Händen, aber manchmal schnüffelst und grunzt du auch, was dir den Spitznamen Trüffelschweinchen beschert hat.
Du bist bisher kein besonders ausdauernder Nuckler, zumindest nicht am Silikonsauger. Rechtzeitig in den Mund gesteckt, hilft er dir aber, dich zu beruhigen, sonst kannst du nichts damit anfangen. Ich könnte sehr gut damit Leben, wenn das so bleibt.

Die Schlafanzüge in Größe 50 konnten wir direkt aussortieren. Davon abgesehen, dass deine Beinchen dafür zu lang sind, hasst du die Füßchen! Du strampelst dich immer raus und bist dann im Strampler gefangen. Einteiler mit Füßchen sind also so gar nicht dein Ding. Die Bodies hingegen, trägst du zum Teil immernoch.
Oberteile und Bodies in 56 sind noch etwas lang in jedem Fall aber zu weit.

Du bist ein kuscheliges, ausgeglichenes Baby. Auch schon im Bauch warst du eher ruhig, ich bin gespannt, ob das so bleibt.
Nur bei Hunger kannst du wirklich ungehalten werden. Da bist du ganz die Mama.

Gegen Abend wirst du oft etwas unruhiger. Das war die Zeit, in der du auch im Bauch deutlich auf dich aufmerksam machtest. Aber auch das läuft meistens gesittet ab.

Einige Abende seit deiner 4. Lebenswoche und auch zwei Nächte hattest du furchtbar zu kämpfen. Ich kann nicht sagen, was dich quälte, ob es Bauchweh war oder einfach zu viele Eindrücke, aber du schriest es raus. Du hast so doll gebrüllt, dass du richtig lila angelaufen bist und kaum Luft bekamst. Manchmal waren deine Schreie so spitz, dass mir die Tränen in die Augen schossen,so sehr konnte man deine Verzweiflung spüren. Dein Wimmern bricht mir das Herz. Es ist so hart dich so zu sehen und einfach nichts tun zu können als da zu sein und dich zu halten. Wir haben viel versucht, aber am Ende hilft das am besten: aushalten und leise mit dir sprechen. Irgendwann hört es auf und du schläfst erschöpft auf meiner Brust ein.

Die Nächte sind bis auf wenige Ausnahmen ganz gut. Ich kann mich ehrlich nicht beschweren. Du glaubst nicht wie dankbar ich dir dafür bin, denn vor dem Schlafmangel hatte ich am meisten Bammel! Du hast noch keinen richtigen Rhythmus, was das Einschlafen angeht. Das nehmen wir so an wie es kommt, aber deine erste Schlafphase dauert etwa 4 Stunden. Wenn du hungrig wirst, beginnst du zu moppern oder zu quängeln. Dann wirst du gestillt und kommst ab da etwa in 2 Stunden Abständen. Manchmal sind die Abstände auch etwas länger, selten viel kürzer. Unterm Strich stehen 2 bis 3 Stillstopps bis du dann gegen 8 Uhr den Tag beginnst. Eine Nacht schliefst du versehentlich 12 Stunden durch, meine Brüste wären fast explodiert! 

Das Schlafen ist so eine Sache. Das tust du bis auf wenige Ausnahmen reichlich. Allerdings bist du nicht dazu zu bewegen im Schlafsack oder Beistellbett zu schlafen. Der Schlafsack irritiert dich und du wirst sehr unzufrieden.
Jeder Kindearzt würde die Hände über Kopf zusammen schlagen. Aber in den Moment in dem dein Köpfchen das Beistellbett berührt, wirst du wach, egal wie tief du zuvor geschlafen hast. Eigentlich findest du alles doof, was zum Thema Babyschlaf empfohlen wird. 
Du brauchst Körperkontakt und schläfst deshalb bri uns im Bett. Sobald du schläfst, kann ich dich mit deiner Wolldecke in das Stillkissen oder neben mich legen. Aber bitte nicht auf den Rücken, denn sonst wirst du wach. Minimal links oder rechts und du schläfst super. Du bist Seitenschläfer durch und durch. 

Am liebsten schläfst du aber auf mir oder deinem Papa (wenn du davor eingeschlafen bist). Du kuschelst dich an und vergräbt deinen Kopf in meiner Armbeuge oder schläfst seelenruhig auf meiner Brust, am liebsten Haut auf Haut. Du liebst es, wenn man dir das Köpfchen steichelt, dabei wirst du ganz weich.

Du findest baden super! Dein erstes Bad hast du völlig entspannt mit großen Augen umher geschaut und genossen.
Auch im Kinderwagen und im Auto bist du ganz ruhig. Bewegung ist das Stichwort! Aber getragen wirst du doch am liebsten. Das ist so schön! Bei Papa in der Trage lässt es sich doch sehr gut aushalten und ihm gefällt das auch sehr.

Du bist so unfassbar niedlich.
Du schmatzt, gluckst, grunzt im Schlaf. Wenn du aufstoßen musst, legst du deine Stirn in Falten und ziehst eine Schnute. Damit siehst du aus eie ein Babyäffchen. Das ist zu niedlich! Du ziehst die lustigsten Grimassen und hast uns damit schon öfter herzhaft lachen lassen. Dein kritischer Blick ist herrlich!

Du wirst von Tag zu Tag wacher und aufmerksamer. Wenn der Hunger nicht zu groß ist oder der Bauch gerade drückt, schaust du dich inzwischen nach dem Aufwachen erst einmal ganz ruhig um. Die streckst und räkelst dich. Licht zieht dich magisch an.
Ich glaube, du erkennst deinen Papa und mich inzwischen.
Du schaust uns mit deinen großen blauen Augen an und hörst ganz geduldig unserem Gequatsche zu. Du reagierst auf uns und ab und zu schenkst du uns ein unglaublich schönes Engelslächeln. Du kleiner Schmunzelbär!
An deinem 2. Lebenstag huschte es zum ersten Mal über dein Gesicht als du bei deinem Papa auf dem Arm lagst. Du hättest ihn sehen sollen! Stolzer kann man gar nicht sein.
Du folgst dem Klang deiner Rassel und lässt dich dazu animieren den Kopf nach links und rechts zu drehen. Außerdem versuchst du manchmal dein Köpfchen zu halten, wenn du auf meiner Brust oder über der Schulter liegst. Das will noch nicht ganz so klappen wie du es möchtest, aber wir haben Zeit!

Jeder Tag mit dir ist anders. Wir haben keinen Rhythmus und noch keine Rituale. Wenn nicht gerade Termine anstehen, richten wir uns einfach nach dir. Um pünktlich zu sein, brauchen wir ziemlich viel Vorlaufzeit, das besteht joch Optimierungsbedarf. Aber sonst lassen wir die Dinge einfach auf uns zukommen.

Das Leben mit dir ist ein Abenteuer. Du bist aus unserem Leben nicht mehr weg zu denken.
Danke, dass du mich als deine Mama ausgesucht hast.

Ich liebe dich sehr.