7 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

du bist heute schon 7 Monate alt. Das sind 30 Wochen und 2 Tage.

Ich staune jeden Tag darüber wie groß du geworden bist. Im Bett nimmst du immer mehr Platz ein und du kommst mir so riesig vor. Bei der U5 wurdest du auf 68,5 cm gemessen und wehmütig habe ich die meisten Kleidungsstücke in 62 aussortiert. Größe 68 passt dir wir angegossen. Wir sind nun auch seit kurzem auf Windeln in Größe 4 umgestiegen.
Du hast richtig aufgeholt und die 8 Kilo Marke geknackt. Damit liegst du jetzt im absoluten Durchschnitt, daran hätte ich vor 3 Monaten nicht geglaubt. Ich liebe jede kleine Speckfalte an dir!

Du bist ein kleiner Scherzkeks. Ja, dir sitzt wahrlich der Schalk im Nacken. Ich glaube, niemand kann zeitgleich so schelmisch und verlegen Grinsen wie du. Wann immer sich eine Möglichkeit findet, nutzt du sie, du kleiner Quatschkopf! Du lachst und quietschst in den allerhöchsten Tönen und in einer Lautstärke! Beim Einatmen machst du manchmal Laute wie ein halb ersticker Kanarienvogel. Beim ersten Mal bin ich richtig erschrocken. Du hast schon verstanden, dass du die Aufmerksamkeit sicher hast, wenn du das machst und grinst dann immer ganz breit.

Seit neuestem hast du auch die tiefen Töne für dich entdeckt. Du brummst! Vor dem Einschlafen oder wenn du etwas möchtest. Je nachdem wie sehr du etwas möchtest oder manchmal auch nicht möchtest, schlägt das Brummen auch in ein Protestweinen mit Kreischen und vorgeschobener Unterlippe und Krokodilstränen um. Das ist schon reichlich putzig. Es ist schon erstaunlich wie wunderbar man mit dir kommunizieren kann.
Du brabbelst. „Errö“ hast du hinter dir gelassen und durch „mamamam“ und „bababab“ ersetzt. Das ist unfassbar niedlich und lässt mein Herz ein jedes Mal ein bisschen schneller schlagen. Ich glaube, damit meinst du wirklich uns. Ersteres äußerst du nämlich auch mal sehr energisch, wenn ich den Raum unerlaubterweise verlasse.
Du liebst es, wenn ich dich auf meinem Unterarm schaukeln lasse. Kannst du dich dabei auch noch im Spiegel beobachten, gibt es wirklich kein Halten mehr. Du steckst dir ganz aufgeregt deine Händchen in den Mund, jauchzt und gackerst vor Freude. Ich liebe dein Lachen! Es gibt wirklich nichts Schöneres!

Immer wenn ich schreibe, dass du etwas nicht gerne tust oder noch nicht kannst, belehrst du mich eines Besseren. Letzten Monat schrieb ich noch, dass du dich eigentlich nur drehst, wenn es gar nicht anders geht. Der Bericht war kaum getippt, da rolltest du los. Wenn ich dich auf deine Decke lege, kann ich manchmal gar nicht so schnell gucken, wie du dich umgedreht hast.
So verbringst du inzwischen die meiste Zeit in Bauchlage. Du spielst ganz andächtig mit allem, was du in die Finger bekommst. Du stützt dich auf einem Arm ab, um nach dem Objekt deiner Begierde zu greifen und greifst dabei auch über deinen Kopf. Manchmal ziehst du die Beinchen in Richtung Po und schlängelst dich rückwärts. Meistens drehst du dich aber einfach um dich selbst und ziehst dich in die Länge, bis du dein Ziel erreicht hast.
Du hast deine Füße als Spielzeug entdeckt. Du fasst dich an den Füßchen und kugelst dich hin und her, lutschst an ihnen herum und ziehst dir deine Söckchen aus. Nackte Füße magst du sowieso am liebsten. Wenn ich dich mit ihnen an der Nase kitzle, gackerst du vor Freude so doll, dass dein ganzer Körper bebt.

Du kannst dich sehr ausdauernd selbst beschäftigen, möchtest mich aber in deiner Nähe haben. Meist gibt es uns nur im Doppelpack, denn am liebsten verbringst du deine Zeit auf meinem Arm, meinem Schoß oder stillend. Ich genieße deine Nähe sehr und könnte jedes Mal dahinschmelzen, wenn du deinen Arm um meinen Nacken legst und dein Köpfchen an mich schmiegst. Du hast sogar einige Male auf meinem Bauch geschlafen, das ist ewig nicht mehr vorgekommen.

Apropos Schlaf: Vor dem Schlafen liest dir dein Papa nun eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Manchmal schläfst du sogar schon dabei ein. Natürlich stillend. Die Nächte sind wieder besser und tagsüber kann ich mich fast immer wegschleichen, wenn du schläfst. Nach 40 Minuten möchtest du noch einmal ein bisschen nuckeln, aber oft schläfst du dann einfach solange du schlafen willst. Einmal hast du sogar dein komplettes Schläfchen ohne Zwischenstopp geschlafen! Das ist so grandios!

Du möchtest sitzen! Wann immer du kannst, hebst du das Köpfchen in Rückenlage an oder ziehst dich selbst in den Sitz. Wenn du das geschafft hast, muss ich dich aber noch ein bisschen stützen, weil du nach vorne oder seitlich wegsackst. Du würdest am liebsten die ganze Zeit sitzen, aber noch kann ich dich mit einer halbliegenden Position vertrösten. Es nervt dich, dass du es noch nicht richtig klappt, besonders wenn du in der Newborn-Schale liegst. Dann hebst du den Kopf an und wirst richtig wütend. Erst wenn wir dich auch dieser misslichen Lage befreien, schenkst du uns ein breites Grinsen.

Du hast zum ersten Mal etwas anderes als Muttermilch zu essen bekommen. Meistens bekommst du einfach ein bisschen Obst oder Gemüse in die Hand gedrückt und kannst dich daran austoben. Du findest das sehr spannend, probierst alles. Du möchtest gerne mitessen und forderst uns mit Brummen auf, dir auch etwas abzugeben, aber die Mengen, die du zu dir nimmst sind selbst bei Brei verschwindend gering. Wir stillen also immer noch voll.

Ich schrieb schon öfter, du würdest dies oder jenes üben, aber das stimmt so nicht. Meist bin ich ganz überrascht, weil erst eine Weile nichts passiert und du plötzlich über Nacht neue Dinge kannst. Du hast nie versucht dich hochzuziehen, du hast dir meinen Finger geschnappt und dich daran hochgezogen. Einfach so. Sobald du dann einmal gezeigt hast, dass du es kannst, wird an der neuen Fähigkeit gefeilt, bis du sie perfektioniert hast.

Du bist neugierig und nichts ist vor dir sicher. Wenn du etwas zum ersten Mal in den Händen hältst, erkundest du es hochkonzentriert mit deinen Fingern, dabei spitzt du deine Lippen, was dir zuckersüße Pausbäckchen zaubert und pustest stoßweise die Luft aus.
Du verstehst schon so viel. Zum Beispiel, dass deine Stapelbecher klappern, wenn man sie aneinander schlägt oder dass du Wippe stärker wippt, je doller du mit den Beinchen strampelst. Du ziehst dir selbst das Tuch vom Gesicht, wenn ich „Gugucks?“ sage und grinst ganz stolz darüber. Wenn ich dich frage, wie groß du bist, machst du die Arme ganz locker, damit ich sie anheben kann, das findest du unglaublich lustig. Außerdem hilft es dabei deine Arme durch Ärmel zu bekommen.
Du fasst alles mit spitzen Fingern an, dein liebstes Ziel sind meine Träger, erst dann schließt du deine Hand zur Faust.

Du perfekter kleiner Mensch! Ich könnte ewig weitererzählen.

Ich liebe dich.

6 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

du bist 25 Wochen und 6 Tage alt, das sind genau 6 Monate. Ein halbes Jahr!

Ich habe keine Ahnung, wann das passiert sein soll. Es ist als wäre es gestern gewesen, dass du in meine Arme gelegt wurdest und fühlt sich doch so an als wärst du schon immer da gewesen.

Du bist so groß geworden. Nichts erinnert mehr an das Minibaby, das du noch vor kurzem gewesen sein sollst. Ein richtig kleiner Junge bist du schon. Für die Statistik: Du trägst nach wie vor Vieles in Größe 62/68,aber auch 68 passt zum Teil wie angegossen.

Du bist ein Kuschler! Sowohl beim Einschlafen als auch über den Tag, forderst du meine Nähe ein. Sobald ich dich auf meinen Arm oder auf den Schoß nehme, lehnst du dich an und kuschelst deinen Kopf in meine Halsbeuge. Ich genieße das so sehr, kleiner Mann!

Zum Einschlafen robbst du dich an mich heran und kuschelst dich richtig ein. Du liebst es, wenn ich dir den Kopf kraule oder über deine Augenbrauen streichle, es fällt dir dann leicht in den Schlaf zu kommen. Oft legst du dann deine Hand auf meine und nestelst mit der anderen an mir oder deinem Tuch herum. Morgens nach dem Aufstehen kuscheln wir erst einmal eine kleine Runde, bevor wir in den Tag starten.

Du schläfst weiterhin bei uns im Bett. Alles andere ist undenkbar. Der Test, dich alleine im Bett oder in der Nonomo zum Einschlafen zu bewegen, ist gescheitert. Also stillen wir weiterhin. Dein Schlafverhalten in diesem Monat war in einem Wort: chaotisch.

Warst du bisher wie ein Uhrwerk sind deine Schlafenszeiten und Dauer richtig durcheinander. Fällt der Mittagsschlaf kürzer aus (1,5-2,5h), willst du abends noch einmal 30 bis 60 Minuten schlafen. Abends wirst du verlässlich gegen 19:00 Uhr müde. Seit diesem Monat reibst du dir nicht nur die Augen, wenn du müde bist, sondern krabbelst dir auch am Ohr und krallst dich in deine Haare.

Etwa um 18:30 Uhr machen wir dich bettfertig und spielen dann noch ein bisschen. Dann pustest du mit Papa das Licht aus und wir stillen. Manchmal schläfst du dann um 19:30 Uhr direkt ein, aber meistens bist du plötzlich wieder fit und spielst und quietschst noch ein bisschen vor dich hin, abwechselnd mit Stillpausen und schläfst dann gegen 20:30 Uhr brummend ¬¬ein. Dich später ins Bett zu bringen, funktioniert nicht, weil du wirklich richtig müde bist. In letzter Zeit hatten wir auch ein paar zeitliche Ausreißer und du schliefst erst zwischen 21 und 21:30 Uhr. Zu meinem Leidwesen sind deine Schlafphasen momentan etwas kurz, besonders in den letzten Tagen wirst du ca. 3:00 Uhr unruhig und möchtest stündlich stillen. Nach 6 Monaten kann ich also sagen: Ich bin furchtbar müde. Aber immerhin weinst du nicht! Du mopperst ein bisschen rum oder brummelst und schläfst recht zügig wieder ein.

Wenn du abends eingeschlafen bist, schläfst du auch ohne mich. Meistens bleibe ich aber doch bei dir liegen, weil ich diese Nähe so genieße und selbst sehr müde bin. Auch tagsüber klappt es öfter, da brauchst du zwischendurch immer noch die Brust.

Wir stillen noch immer voll. Du zeigst noch kein Interesse an Essen. Du beobachtest uns zwar und versuchst nach unserem Essen zu greifen, wenn ich dich gerade auf dem Arm habe, aber das machst du wirklich mit allem. Wenn du in deinem Newbornset mit uns am Tisch sitzt, spielst du lieber mit deinem Tuch und legst ganz frech die Füßchen auf den Tisch. Alles andere ist nicht so spannend. Ich glaube aber, dass wir trotzdem demnächst mal einen Versuch starten werden, ich bin schon sehr gespannt darauf!

Du bist so ein fröhlicher, kleiner Junge! Du kannst so wunderbar Spitzbübisch grinsen und wenn du deine kleine Zunge ganz spitz machst und herausstreckst, könnte ich dich in einem Haps auffressen, so süß bist du! Ich kann dir fast immer ein Grinsen entlocken und es ist wirklich jedes Mal ein Geschenk für mich.

Wenn dein Papa ein Tuch über deinem Kopf hin und herschwingt, reißt du vor Freude die Arme hoch. Aber noch besser ist es, wenn er für dich tanzt, da musst du richtig lachen. Du hast also Humor! An den Flanken und an den Oberschenkeln bist du kitzelig. Aber auch nicht immer!

Du kannst dich immer besser verständlich machen. Du kannst unheimlich ernst und skeptisch gucken. Wenn du wütend wirst, bekommst du eine Zornesfalte auf der Nase, das ist so niedlich! Wenn dir etwas nicht passt, fiepst du sehr energisch. Du bevorzugst ganz klar die hohen Töne, egal ob du lachst, weinst oder Geschichten erzählst. Aber du verleihst dir nicht nur mit Tönen und Mimik Ausdruck, auch deine Gestik wird immer differenzierter. Du forderst Nähe und Ruhe ebenso ein wie Aufmerksamkeit. Vor ein paar Tagen warst du das erste Mal beleidigt. Dein Papa hat dir einen Stapelturm gebaut, den du zu Fall gebracht hast, dabei ist dir ein Becher ins Gesicht gefallen. Man hat richtig gesehen, wie du gegen die Tränen angekämpft hast. Immer wieder sind deine Mundwinkel wieder nach unten gewandert, aber du konntest dann doch nicht anders und fingst an zu weinen. Als ich dich hoch nahm, beruhigtest du dich sofort, aber deinen Papa wolltest du für einen Augenblick gar nicht ansehen. Als du ihn dann doch angesehen hast, stiegen dir gleich wieder Tränchen in die Augen und während du ein bisschen lächeln wolltest, schobst du auch immer wieder die Unterlippe nach vorne. Das war so unfassbar niedlich!

Du bist wirklich kein hilfloses Minibaby mehr. Du drehst dich weg, wenn dir etwas nicht gefällt oder du keine Lust mehr auf etwas hast. Du zeigst Freude, Abneigung und Interesse ganz deutlich. Es macht so viel Spaß mit dir zu interagieren, deine Reaktionen zu erforschen und mir dir zusammen die Welt ein bisschen neu zu entdecken.

So kratzt du momentan an allen Gegenständen, die dir in die Finger kommen. Du erkundest die Haptik und Akustik, dabei kannst du dich wirklich ausdauernd mit unserem Regal oder meiner Wasserflasche beschäftigen. Je mehr Geräusche es macht, desto besser.

Deine Bewegungen sind so fließend geworden und manchmal kann man gar nicht so schnell gucken wie du dich auf den Bauch gedreht hast. Du drehst dich aber selten einfach so, am liebsten strampelst du nämlich auf dem Rücken liegend herum. Meist möchtest du an eines deiner Spielzeuge und kommst sonst nicht heran oder abends, da drehst du noch mal richtig auf – und rum. Du bewegst dich quasi rollend und rotierend fort. Wenn du dich falsch herumgerollt hast und dein Arm unter deinem Bauch gefangen ist, holst du mit dem Po Schwung und ziehst den Arm heraus. Es kam auch schon vor, dass du so viel Schwung nahmst, dass du fast wieder herumgepurzelt bist. Wenn du auf dem Bauch liegst nimmst du deine Beinchen in Froschhaltung und stößt dich mit den Füßen ab.

Die Füße sind dabei im Idealfall nackt. Das liebst du sehr! Das hast du wohl von deinem Papa, der ist nämlich auch am liebsten barfuß unterwegs. Du greifst manchmal nach ihnen und legst beim Spielen gerne einen Fuß ganz lässig auf deinem anderen Knie ab. 

Du greifst nach deinem Frosch am Spielbogen und lässt ihn schnalzen, legst dir deine Greifringe aufs Gesicht über die Nase und freust dich so sehr an meiner Reaktion daran. Du greifst hochkonzentriert auch nach der dünnsten Haarsträhne und du liebst Bücher! Vermutlich noch mehr wegen der Geräusche, die das Papier macht, wenn du es zerknüllst oder darüber kratzt oder vielleicht auch, weil sie besonders gut schmecken, aber du sitzt auch ganz ruhig auf meinem Schoß und lässt dir von mir die Bilder erklären. Auf meinem Schoß liegend, spannst du den Bauch an und hebst dein Köpfchen.

Du akzeptierst den Kinderwagen immer mehr und bist tatsächlich einmal darin eingeschlafen. Am liebsten wirst du aber trotzdem getragen, ganz egal ob in der Trage oder auf dem Arm, Hauptsache oben.

Mein kleiner Mann, da sind so viele kleine Dinge, alles ist besonders. Am liebsten würde ich jeden Moment einfrieren, um ihn immer wieder erleben zu können, aber das geht leider nicht. In 6 Monaten feierst du schon deinen ersten Geburtstag, ich kann es nicht glauben.
Das Leben mit dir macht so viel Spaß.

Ich liebe dich.

5 Monate Januarbaby

Mein kleiner Kobold,

du bist heute 5 Monate alt. Das sind genau 21 Wochen und 4 Tage.

Dieser Spitzname ist nur einer von vielen, aber in letzter Zeit verwende ich ihn häufig. Wenn du so frech grinst, deine Augen zusammen kneifst, die Zungenspitze  herausstreckst und dabei deine Händchen reibst, muss ich einfach an einen Kobold denken. Du bist so unglaublich süß.

Du bist 64 cm lang und trägst mittlerweile Größe 62/68. Wie immer sind es deine Beinchen, die schon in 68 passen, leider ist dir der Bund fast immer zu weit. Obenrum trägst du noch zwei Pullover in 56/62, sonst passt 62 perfekt. Du warst lange sehr zierlich, aber jetzt hast du endlich niedliche Speckbeinchen und Ärmchen bekommen.

Deine Augenfarbe verändert sich. Sie sind immer noch blau, aber es wirkt als mische sich ein Grauton darunter. Ich bin so gespannt, wohin das führt. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass sie irgendwann nicht mehr blau sein sollen.

Du trägst einen modischen Undercut mit natürlichem Seitenscheitel. Selbst an deiner Liegestelle wachsen viele, ganz helle Härchen nach. Nur der Rest im Nacken, der noch von deiner Geburt blieb, dünnt langsam aus. Deine Haare sind so unglaublich weich und schon richtig lang geworden. Ich liebe es so sehr darin zu wuscheln und du genießt das sehr.

Eine eher selten genutzte Fähigkeit ist das Drehen. Du drehst dich fleißig auf die Seite, um dir Spielzeug zu schnappen oder zu schlafen, aber dabei bleibt es auch meist. Dabei kannst du dich nun vom Rücken auf den Bauch drehen. Vermutlich weißt du, dass du dann eben in Bauchlage liegst. Das machst du zwar echt toll, aber du findest das reichlich anstrengend und möchtest dann bitte bald wieder in deine Ausgangslage gebracht werden. Dass du dich zurückdrehen könntest, hast du noch nicht ganz verinnerlicht, obwohl du mit dem Po ordentlich Schwung nimmst und dich auch schon einmal nach kurzem Üben zurückgedreht hast.
Apropos Bauchlage, du bringst dich alleine in den Unterarmstütz und greifst dann nach Spielzeug ohne dass du die Balance verlierst. Das ist richtig cool und erhöhte die Akzeptanz dieser Position ungemein! Du bist jedes Mal stolz wie Bolle.

Du bist so aufmerksam und neugierig. Du beobachtest deine Umwelt ganz genau. Du folgst unseren Bewegungen und lässt uns nicht aus den Augen. Gebe ich dir deinen Schnuller, begutachtest du ihn ausgiebig von allen Seiten. Du drehst und wendest ihn, steckst ihn dir dann selbst in den Mund und kaust darauf herum. Hast du genug, spuckst du ihn wieder aus. Du trampelst wild herum und ruderst mit den Armen. Du trittst aber auch ganz gezielt nach Dingen, zum Beispiel wenn dir dein Papa den Oball vor die Füße hält oder wenn du auf meinem Schoß liegst. Dein Ehrgeiz ist bewundernswert und dein konzentrierter Gesichtsausdruck der Knaller.

Du baust deine Palette an Gesichtsausdrücken immer weiter aus. Erschrickst du oder freut dich etwas sehr, reißt du die Augen ganz weit auf. Ich liebe es, dich dabei zu beobachten, wie du dich ausprobierst.

Liegst du angelehnt auf meinem Schoß, greifst du meine Hände und versuchst dich nach vorne zu ziehen. Du bist gerne auf dem Arm. Von dort aus kannst du viel mehr sehen. Du machst dich lang und sitzt schon richtig aufrecht. Ich muss mich immer daran erinnern, dich nicht jetzt schon auf die Hüfte zu setzen, so stabil bist du dabei.

Wenn du dich unbeobachtet fühlst, spielst du richtig ausdauernd mit dir selbst. Du rollst dich auf die Seite, lachst plötzlich los und wirfst die Arme in die Luft. Du brabbelst und erzählst wild vor dich hin. Überhaupt kannst du eine ausgesprochene Quasselstrippe sein. Da kommst du nach mir. Dein Papa tut mir jetzt schon ein bisschen leid.

Autofahren mit dir ist ein bisschen wir Russisch Roulette. Meistens lässt du es wirklich geduldig über dich ergehen. Du spielst mit deinem Oball oder knabberst an deinen Händchen. Bist du müde, schläfst du auch mal ohne einen Mucks einfach ein. Damit hast du mich wirklich überrascht. Aber wenn irgendetwas nicht passt, dann ist Polen offen. Die Mischung müde, hungrig, warm ist dabei ganz fatal. Du brüllst dann ganz herzzerreißend. In der Sekunde, in der man dich aus der Babyschale nimmt, beruhigst du dich. Mit etwas Glück bist du nach einer Auszeit oder einem kleinen Snack wieder bereit für die Fahrt, aber die Erfahrung zeigt, dass das nur von kurzer Dauer ist.

Du bist ein Wasserratte. Sobald dein großer Zeh das Wasser berührt, legt sich ein breites Grinsen auf dein Gesicht und es gibt kein Halten mehr. Du planschst wie verrückt drauf los, da bleibt nichts trocken.

Dein Lachen ist das schönste der Welt. Ich kann nicht genug davon bekommen. Wenn dein Papa und ich Quatsch mit dir machen oder dich kitzeln, kannst du dich kaum halten vor Lachen. Du windest dich, kicherst, kreischst und gluckst vor Freude. Ganz hoch im Kurs sind „Gugucks? – Da!“ und wenn dich dein Papa in die Luft hebt. Du bist ein wirklich fröhliches Kerlchen und fast immer, wenn ich dich ansehe, schenkst du mir dein bezauberndes Lächeln. Es ist wie eine Droge für mich und ich mache mich zu gerne zum Affen, um immer mehr davon zu bekommen.

Ich habe den Eindruck du reagierst schon manchmal auf deinen Namen. Das ist ziemlich cool! Und auch wenn es dafür noch etwas früh ist, benutze ich beim Stillen das Babyzeichen für Milch und bilde mir ein, dass du das schon richtig verstehst. Mittlerweile drehst du dich zu mir, wenn ich es zeige.
Bevor ich dich hochnehme, Klatsche ich oft in die Hände, öffne sie und sage dabei ‚Komm.“, greifst du nach meinen Händen nehme ich dich hoch.

Den Abendschlaf hast du fast komplett abgeschafft, müde genug wärst du zwar, aber nur noch selten tankst du mit einem Powernap Kraft. Morgens pendelst du irgendwo 45 und 90 Minuten. Mittags schläfst du etwa 3 Stunden. Das klappt aber nur, wenn du Ruhe hast. Wenn wir unterwegs sind oder nicht unserem gewohnten Rhythmus nachgehen können, reicht auch stillen nicht, um dir die nötige Ruhe zu geben. Als wir für das Familienshooting Zuhause waren, warst du einfach mal 7 Stunden wach, weil du eben nicht einfach mal so einschläfst.
Du schlummerst meist zwischen 19:30 und 20:30 Uhr ein und schläfst dann zwischen 4 und 6,5 Stunden in der ersten Schlafphase.
Du lässt dich inzwischen ablegen, wenn du nicht eh schon neben mir beim Stillen einschläfst. Manchmal kann ich mich dann auch wegschleichen. Abends klappt das inzwischen recht zuverlässig. Der erste Abend nur mit einem Papa auf dem Sofa, so ganz ohne dich, fühlte sich richtig ungewohnt an.
Ob du ausgeschlafen bist, erkennt man daran, ob du beim Aufwachen weinst. Ist das der Fall, schläfst du nach einem kurzen Snack einfach wieder weiter.
Zum Einschlafen stillen wir. Du legst deine Füße auf meinen Oberschenkel, überhaupt legst du deine Füßchen überall hoch, kuschelst dich an Larry, deine Giraffe, oder dein Spucktuch. Du nestelst noch eine Weile daran herum bis du richtig eingeschlafen bist.
Ab und an drehst du dich sogar weg und schaffst den Sprung ins Land der Träume ohne die Brust. Oder nickst ohne Brust wieder ein, wenn du zwischendurch kurz wach wirst. Solange ich in der Nähe bin ist alles ok und wenn ich dir ein getragenes Shirt zum Schlafen gebe, klappt es auch ohne mich immer öfter. Das ist erwähnenswert, weil an sowas bis vor kurzem gar nicht zu denken war. Da wurdest du schon wach, wenn du im Schlaf versehentlich abdocktest.

Du bist ein Stillprofi. Gerade jetzt, wo es so heiß ist, stillen wir meistens im Liegen. Wenn du keine Lust mehr hast oder satt bist, dockst du ab und drehst dich auf den Rücken oder ganz weg. Wenn du wieder trinken möchtest, drehst du dich zurück und dockst ohne Hilfe wieder an.
Das hast du abends zum Spiel gemacht und dockst dich ab und an und ab und an. Drehst dich, rotierst, zappelst ein bisschen herum. Trinkst, spielst und irgendwann schläfst du dann beim Stillen ein. Du schläfst nur noch sofort ein, wenn ich genau den richtigen Zeitpunkt erwische, das klappt am Tag besser als abends.

Apropos Hitze: Die macht dir zu schaffen. Du schläfst extrem unruhig und auch tagsüber weißt du nicht so Recht wohin mit dir. Aber du liebst es mit nackten Beinen oder ganz nackig zu strampeln. Liegst du dabei auch noch unter einem Baum, ist dein Glück perfekt.

Du weinst wirklich selten. Nur ein einziges Mal weintest du nachts. Das hast du seit kurz nach der Geburt nicht mehr getan. Wir waren richtig überrascht. Das fiel aber auch in die Tage, an denen du plötzlich beim Stillen den Kopf zurückwarfst und ganz furchtbar zu weinen anfingst. Du liest dich teilweise gar nicht beruhigen. So kennen wir dich gar nicht. Vielleicht hing das aber auch mit der Impfung zusammen, die du ein paar Tage zuvor bekommen hattest. An einem Abend war es so schlimm, dass wir dir ein Schmerzzäpfchen gaben. Kurz darauf schliefst du schnuffelnd beim Stillen ein. Dich so zu sehen ist wirklich schwer zu ertragen, armer Spatz.

Ich erwische dich immer öfter mit dem Daumen im Mund. Du kaust eher drauf herum als dass du nuckelst, so richtig glücklich bin ich darüber aber trotzdem nicht. Du lässt dich dann aber meistens recht schnell ablenken.

Da sind so viele kleine Momente, in denen ich mein Glück nicht fassen kann. Fast jeden Abend stehen mit die Tränen in den Augen, während ich dich beim Einschlafen beobachte. Du bist bist alles.

Ich liebe dich so sehr.

Mama.

4 Monate Januarbaby

Mein Spatz,

du bist nun 4 Monate alt, das sind genau 17 Wochen und 1 Tag.
Schon wieder ist ein Monat vorbei. Ich kann es kaum glauben!

Du bist ein wunderbarer kleiner Junge und wäre ich nicht schon bis über beide Ohren in dich verliebt, wäre es spätestens jetzt soweit.

Du bist groß geworden. Ganze 62 cm bist du inzwischen lang. Dir passen nur noch wenige Teile in Größe 56, das sind meist Pullover und ein paar Bodys. 

Du hast das Greifen perfektioniert. Du nutzt nun auch beide Hände gleichzeitig und gibst dir deinen Oball von einer Hand in die andere. Du greifst nach allem, was du in die Finger bekommst, um es zu begutachten und dir dann in den Mund zu stecken und mit deiner kleinen Zunge zu erkunden. Immer öfter steckst du dir unsere Finger in den Mund und lässt uns die Kraft deines Kiefers spüren. Dabei sabberst du ganze Sturzbäche.
Du sprampelst wie wild und ruderst dabei mit deinen Armen. Du stößt dich mit den Beinchen ab und schiebst dich so herum. Lege ich dich kurz ab, dauert es nicht lange und du hast dich auf die Seite gedreht oder dich um dich selbst gekreiselt, um dir etwas zu spielen zu schnappen.

Du übst das Drehen, aber der richtige Schwung fehlt noch.
Es ist nicht deine liebste Position, aber du toleriert die Bauchlage immer länger. Du hebst dein Köpfchen deutlich ab und schaust umher. Seit der U4 hältst du dich immer länger und stabiler im Unterarmstütz, alleine schaffst du es aber noch nicht in diese Position, sondern schiebst die Arme nach hinten.

Wenn du wach bist, lässt du dich ablegen und beschäftigst dich auch etwas selbst, sodass ich mich in Ruhe anziehen und Frühstück machen kann. Am liebsten magst du es aber, wenn ich bei dir bleibe. Es ist eine Freude dir beim Entdecken neuer Fähigkeiten zuzusehen und dich dabei zu beobachten wie viel Spaß du hast. 

Ja, du propellerst. Im Bett nimmst du dadurch mehr Platz ein. Aber selbst wenn du seitlich schläfst und ich ein bisschen Raum zwischen uns schaffe, liegst du kurz darauf wieder ganz nah an mich gekuschelt. Dabei legst du deine Füße immer auf meinen Oberschenkel.

Du bist sehr aufmerksam und ausdauernd. Du nimmst die Welt wahr und bestaunst alles. Man merkt richtig wie wach du bist. Nichts entgeht deinem neugierigen Blick. Du hast diesen Monat so einen großen Sprung gemacht.
Schliefst du in der Trage bisher zuverlässig innerhalb kürzester Zeit ein, bleiben deine Äuglein nun immer länger offen. Die Welt ist viel zu aufregend!
Meistens schläfst du aber doch irgendwann ein. Allerdings nicht ohne dich gegen die Müdigkeit zu kämpfen, dabei schimpfst du vor dich hin und wehrst dich. Dann weiß ich, dass du in wenigen Minuten im Land der Träume bist.

Wenn du müde bist, bekommst du Augenringe und reibst dir die Äuglein. Das Schlafen fiel dir schwer. Du wurdest oft wach und wolltest trinken. Du verkürzest deine lange Schlafphase auf 1,5-2,5 Stunden und hattest danach zu jeder Stunde wieder Hunger.  Das war wirklich sehr anstrengend. Und trotzdem bist du jeden Tag mit einem Lächeln auf den Lippen aufgewacht. Mittags wachst du fast immer weinend auf.
Am Anfang und jetzt zum Ende des 4. Monats schläfst du nachts wieder toll und gönnst uns 4-5,5 Stunden Schlaf. Danach stillen wir 1-2 Mal, bevor wir gegen 7 Uhr aufstehen. Den Tagesrhythmus hast du beibehalten. Alleine schlafen magst du immer noch nicht. Du brauchst mich einfach zum Kuscheln.
Du hast gelernt alleine wieder einzuschlafen, wenn du wach wirst. Das klappt bisher eher in Ausnahmefällen und dennoch ist es für mich ein ganz großer Schritt. Auch streicheln und summen hilft auch immer öfter. Wenn du ganz unruhig bist, kommst du auch zur Ruhe, wenn man dich auf die Seite oder den Rücken dreht. Was aber immer hilft ist die Brust. Du bist einfach ein Kuschler. Liege ich nicht neben dir, wirst du nach kurzer Zeit definitiv wach.  

Auch wenn alle sagen, dass du deinem Papa sehr ähnlich siehst, zeigt der Bildervergleich, dass du mir als Baby sehr ähnelst.
Du hast Papas Kinn und Lippenform, aber meine Nase, Kopfform und Frisur. Deine inzwischen richtig dicken Haare auf dem Oberkopf liegen schon seit der Geburt nach rechts. Ich muss einfach immer in ihnen herum wuscheln.

Es macht so viel Spaß dir beim Wachsen und Erobern der Welt zuzusehen. Wir sind ein tolles Team. Wir haben uns gut eingespielt und ich bin so unfassbar stolz, dass ich dich verstehe und kenne.

Die meisten Autofahrten schaffen wir ohne Tränen, das ist einfach grandios! Und auch den Kinderwagen akzeptierst du,solange du satt und fit bist, einschlafen kannst du darin nicht. Legt man dich aber schlafend hinein, ist das ok für dich.

Du spiegelst deine Umwelt. Lächelt man dich an, grinst du zurück. Kennst du die Person nicht, vergräbst du dein Köpfchen in meine Schulter und grinst etwas schüchtern,aber aus vollem Herzrn aus dem Augenwinkel zurück. Du bist ein so fröhliches Kerlchen. Du weinst eher selten, meckerst nur, wenn dir etwas nicht passt oder Hunger hast.
Hängt der Haussegen mal schief, helfen deine Spieluhr oder Musik/Gesang dich zu beruhigen. Wenn alle Stricke reißen, schafft es die Lichterkette oder dein Spiegelbild oft noch mal das Ruder rumzureißen.

Aber meistens bist du einfach gut gelaunt und strahlst und quietschst vor dich hin. Du brabbelst und übst neue Stimmlagen aus. Dabei hast du auch deinen Lautstärkeregler gefunden und ordentlich aufgedreht. Du erzählst uns Geschichten in deiner ganz eigenen Sprache. Ich kann nicht genug davon bekommen. Antworte ich dir, rastest du fast aus vor Freude.

Du hast zum ersten Mal laut gelacht. Nein, du hast richtig gegackert. Meine Güte war das schön! Und ich war der Grund dafür. Ich könnte jedes Mal heulen vor Glück! Gibt es etwas Schöneres als dieses ehrliche Kinderlachen?! Ich liebe es so sehr, wenn du den Mund weit aufreißt, deine Augen schmal werden und beginnen zu glänzen und du dich nicht mehr halten kannst, es dich schüttelt vor Lachen. Du gurrst und quietschst, kicherst. Du bist meine große Liebe, weißt du das?

Dein Vertrauen macht mir Herzklopfen. Du erfüllst mich mit Glück wie ich es bisher nicht kannte. Es ist so schön, dass du da bist.

Ich liebe dich.

3 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

heute bist du 3 Monate alt, das sind genau 12 Wochen und 5 Tage.

Du rockst du unser Leben! Es ist als wärst du schon immer da gewesen.

Du trägst Größe 56/62. Hosen in 56 sind tendenziell knapp. Die Bodies in 56 sitzen nun wie angegossen. Vor ein paar Tagen sind wir auf Windelgröße 3 umgestiegen. Ich finde, du bist schon so groß geworden! Du siehst jeden Tag anders aus (deine Fluffhaare wachsen nach!), kannst neue Dinge. Das geht wahnsinnig schnell!
Du wirst langsam ein bisschen speckiger. An den Beinchen hast du nun eine Speckfalte und du hast einen kleinen Kullerbauch bekommen. Du bist einfach zum Fressen! Ich liebe wirklich alles an dir, deine winzigen Hände oder deine süßen Füßchen, die ich ständig abknutschen muss. Alles.

Wenn man dich vorsichtig anpustet, schnappst du tief nach Luft, reißt die Augen ganz weit auf und schenkst mir dein breitestes Lächeln.
Beim Abdocken schnalzt du manchmal mit der Zunge und ein lautest „Plöp“ ertönt. Und wenn dir etwas nicht passt, ziehst du ganz dramatisch die Mundwinkel nach unten und beginnst zu quäken. Ich habe sowas noch nie gesehen! Es fällt mir echt schwer, da ernst zu bleiben.

Wenn wir zusammen vor dem Spiegel stehen, kriegst du dich kaum ein vor Freude. Du strahlst und flirtest wie wild mit dir selbst.
Du verfolgst Dinge mit den Augen und folgst ihnen mit dem Kopf, wenn sie aus deinem Sichtfeld geraten. Du beobachtest alles ganz genau und findest dabei immer etwas, an dem dein Blick hängen bleibt. Du strahlst, gluckst und flirtest dann was das Zeug hält.
Ob mit deinem Spielbogen, der Fledermaus in der Nonomo (in der du es inzwischen auch mal 20 Minuten aushältst) oder einfach nur der weißen Wand. Du findest einfach alles spannend!

Du quietscht nun manchmal beim Lachen. Das ist so niedlich! Am schönsten ist deine Freude darüber, wenn dir ein neuer Laut über die Lippen kommt. Du übst fleißig an neuen Tönen und Lauten. Du weinst nun in unterschiedlichen Tonlagen und kannst damit deutlich zum Ausdruck bringen, ob du nur gelangweilt, unzufrieden oder wütend bist, was manchmal so niedlich ist, dass ich mir ein Lachen verkneifen muss. Außerdem beginnst du zu brabbeln. Wenn ich mich mit dir unterhalte antwortest du immer häufiger mit „Errö“ in den verschiedensten Nuancen, gepaart mit deinem freudigen Quieken, wenn ich darauf antworte. So führst du ganze Gespräche in deiner zuckersüßen Babysprache mit mir und bringst damit mein Herz gewaltig zum Blubbern.

Aber du trainierst nicht nur deine Stimmbänder, auch körperlich begnügt du dich nicht mehr nur damit herumzuliegen.
Beim Wickeln hebst du deinen Po an und strampelst wie verrückt mit deinen Beinchen, das ist ziemlich putzig anzusehen, erschwert die Sache mit der Windel allerdings ungemein. Dabei bewegst du dich von der Stelle und du befindest dich schon nach kurzer Zeit in einer anderen Position als der, in der man dich abgelegt hat. Du übst dich zu drehen, dabei streckst du den Kopf weit nach hinten und verdrehst deine Hüfte. Einmal hast du dich sogar von der Rückenlage auf den Bauch gedreht! Oh, dein Blick als du das geschafft hast, war wunderbar! Ich glaube, du warst selbst überrascht, dass es klappte. Dein Papa hat dich ganz doll angefeuert und wir beide sind fast geplatzt vor Stolz.
Du hältst dein Köpfchen immer stabiler und stützt dich in Bauchlage nun auch auf deinen Ärmchen ab. Dabei wackelt dein Kopf noch hin und her, was äußerst niedlich aussieht. In der Rückenlage hältst du den Kopf selbstständig in der Mitte, das war dir bisher einfach zu schwer. So hast du mich auch zum ersten Mal beim Babykurs richtig beobachtet und mitgemacht, statt ausschließlich die anderen Babys fasziniert zu begutachten.
Du übst fleißig das Greifen. Du schnappst dir alles, was du in die Finger bekommst. Besonders beliebt sind deine bunten Spucktücher, die du dir auch gerne in den Mund steckst und beherzt darauf herumbeißt. Dein grimmiger Piranha-Blick dabei ist wirklich zu köstlich! Auch an unseren oder deinen Händen nestelst du gerne herum.

Du bist nicht du, wenn du müde bist. Mit ausreichend Tagesschlaf bist du dagegen so ausgeglichen. Etwa 1 Stunde nach dem Aufstehen wirst du wieder müde und schläfst dann 1-1,5 Stunden. Über den Mittag schläfst du 2-3 Stunden, wenn die Bedingungen optimal sind und nachmittags brauchst du auch nochmal ein Nickerchen von 30 Minuten – 1 Stunde. Inzwischen schläfst du auch manchmal wieder ohne totale Dunkelheit ein, je dunkler es ist, umso besser klappt es aber.

Du hast nachts drei Mal 5,5 Stunden am Stück, einmal sogar 6,5 Stunden geschlafen! Wow!

Seit 2 Wochen haben wir auch zeitlich ein festes Abendritual. Ich hatte den Eindruck, dass es dir um Wohnzimmer zu unruhig ist und hatte damit wohl recht. Nach dem Umziehen, wirst du in deinen Wollschlafsack gesteckt. Danach machen wir gemeinsam das Nachtlicht an und pusten das Licht aus, indem wir den Rollladen runterlassen. Dann verabschiedet sich dein Papa, wir stillen bis du einschläfst, was meistens nach kurzer Zeit der Fall ist. Manchmal singe ich dir auch leise vor oder erzähle von unserem Tag, wenn du ruhig bist.
Es kam sogar schon vor, dass ich dich dann in dein Beistellbett ablegen konnte. Wenn ich das Zimmer verließ wurdest du nach spätestens 40 Minuten wach, aber das ist doch ein Anfang! Seit deinem ersten Schnupfen, der dir ordentlich zu schaffen machte, brauchst du meine Nähe wieder mehr, wachst beim Versuch dich abzulegen auf und kommst erst an/auf meiner Brust wieder zur Ruhe. Ich genieße es, wenn du auf mir liegst und dich anschmiegst, ganz ruhig wirst. Da bist du wieder das Miniminibaby.

Sämtliche Versuche dir den Schnuller schmackhaft zu machen, schlagen fehl. Egal welche Marke, ob symmetrisch, kiefergerecht, Kirschform, Größe, Latex oder Silikon, du weißt nicht (mehr) was du damit tun sollst. Sauger in Kirschform magst du gar nicht, hier musst du immer würgen. Meist verziehst du aber nur angewidert das Gesicht und schiebst ihn mit deiner Zunge aus dem Mund. Mit etwas Glück kaust du vorher kurz darauf herum.
Dabei wünsche ich mir wirklich, dass du ihn ab und zu nehmen würdest. Die letzten 2 Wochen wirst du häufiger wach und möchtest dann nuckeln, das ist gerade nachts etwas anstrengend (und unbequem) für mich. Es wäre schön, könnte ich dich dann mit einem Schnuller beruhigen oder beim Autofahren. Vielleicht könntest du dich damit besser entspannen, das ist nach wie vor eine Herausforderung für uns alle.

Manchmal findest du nach etwas meckern doch noch zur Ruhe, aber häufig endet es in verzweifeltem Gebrüll mit bitteren Tränen bis du dann irgendwann einschläfst. Das bricht mir das Herz!
Seit du dein Eichhörnchen an der Babyschale hängt, schreist du manchmal nicht sofort los. Letzte Woche sind wir tatsächlich 4 kurze Fahrten komplett ohne Gebrüll gefahren. Ich gestehe aber, dass ich es doch eher meide. Ebenso wie den Kinderwagen, den ich nach spätestens 30 Minuten doch leer herumschiebe. Du willst einfach Nähe.

Du bist ein ganz wunderbarer Junge!

Ich liebe dich!

2 Monate Januarbaby

Oh Babybär,

du bist nun schon unglaubliche 2 Monate bei uns. Vermutlich werde ich jeden Monat darüber staunen wie schnell die Zeit vergeht. Es ist als würde jemand an der Zeit drehen.
Du bist der Dreh- und Angelpunkt in unserem Leben.

Du wächst! Das wurde mir so richtig bewusst als ich ein 3,5 Wochen altes Baby sah. Im direkten Vergleich bist du schon fast erwachsen! Unglaublich wie schnell das geht. Mittlerweile bist du 58 cm groß. Inzwischen hast du Windelgröße 1 hinter dir gelassen. Du trägst noch immer ein paar 50er Bodies, ich bin mir aber sicher, dass wir diese ganz bald aussortieren werden. Größe 56 passt dir ganz gut. Bei Oberteilen müssen die Ärmel manchmal noch etwas umgeschlagen werden, bei Hosen darf es gelegentlich auch schon Größe 62 sein. Du hast einfach lange Beine! Am Bund sind dir aber alle Hosen zu weit.

Du bist ein langes, zartes Kerlchen. Du nimmst zu, aber eher in kleinen Schritten. Das hat mir etwas Sorgen bereitet. 8 Wochen nach deiner Geburt hast du endlich die 4 Kilo-Marke geknackt. Jedes Gramm Speck an dir macht mich sehr, sehr glücklich! Außerdem steht dir das kleine Doppelkinn ganz hervorragend!

Von meinem entspannten Baby war zu Beginn des 2. Monats nicht mehr viel übrig. Du warst sehr unruhig. Es musste einfach immer ich sein.
Eigentlich dachte ich, wir wären was das angeht über den Berg, aber das Stillen war zeitgleich wieder unser Thema. Erst hattest du ein paar Schwierigkeiten, die wir aber mit konsequentem Neuanlegen schnell beheben konnten, dann wolltest du ununterbrochen an der Brust sein. Wenn du nicht getrunken hast, hast du genuckelt. Und wehe, ich unternahm den Versuch die Brust zu befreien. Ich habe mir große Sorgen gemacht, ob du genug Milch bekommst und war sehr verunsichert. Nach einer Woche war der Spuk vorbei und du ließt die Brust von selbst wieder los.

Du behieltst deinen Nachtschlafhythmus bei und schenkst uns eine erste Schlafphase von etwa 4 Stunden (einmal sogar 5!), meist wirst du zwischen 0 und 2 Uhr hungrig. Wir stillen dann noch ein, zwei, selten 3 Mal bis du zwischen 6 und 8 Uhr die Nacht beendest. Im Anschluss an das Dauerstillen, schliefst du einige Tage lang deutlich unruhiger und warst schlechter gelaunt. Du warst ein paar Nächte plötzlich 1-2 Stunden wach, geschrien hast du aber nicht einmal. Ich danke dir sehr dafür! Alles in allem sind die Nächte fast schon ehrolsam! Du schläfst nach wie vor nur beim Stillen ein, tagsüber findest du schwerer in den Schlaf. Legt man dir aber ein Spucktuch über den Kopf, bist du ziemlich schnell eingeschlafen. Oft vergräbst du auch deinen Kopf in meiner Armbeuge und schlummerst dann ein. Es ist ziemlich niedlich wie du dich einwühlst und rumschnuffelst bis alles nach deinen Wünschen ist. In der Trage klappt das Einschlafen nach wie vor wunderbar. So kam ich dazu mir zum ersten Mal seit deiner Geburt selbst etwas zu essen zu kochen.

Seit 2 Wochen haben wir eine Art kleines Abendritual eingeführt. Du wirst gewickelt und gewaschen. Manchmal massiere ich dich noch ein bisschen, Papa zieht dir den Schlafanzug an (vorher hast du fast immer nur im Body geschlafen). Dann nehme ich dich mit aufs Sofa, wo wir solange stillen, bis du einschläfst. Das ist meist zwischen 20 und 21:30 Uhr der Fall. Wenn wir dann ins Bett gehen, lässt du dich manchmal ins Beistellbett ablegen. Zum ersten Stillstopp kommst du wieder zu uns ins Bett, wo du die restliche Nacht verbringst.

Die Hormone machen auch vor dir nicht halt. Du hast ein Großteil deiner wunderschönen Fluffhaare auf dem Oberkopf verloren. Du trägst nun ausgeprägte Geheimratsecken. Zusammen mit deinem kritischen Blick wirkst du nun sehr weise, was unfassbar niedlich aussieht! Dazu gesellte sich eine leicht schuppige Kopfhaut und ein bisschen Babyakne.

Du lachst! Es ist als ginge die Sonne auf! Als du mir das erste Mal ein bewusstes Lächeln schenktest, bin ich aufgeflippt vor Freude. Du grinst über beide Backen und strahlst uns an. Wenn dir etwas ganz besonders viel Freude bereitet, grinst du ganz breit, spitzt deine Zunge, knickst die Spitze ab und berührst damit deine Oberlippe. Du kleine Grinsebacke! Du hast keine Ahnung wie zuckersüß du bist! Ich könnte dich mehrmals täglich auffressen!
Du kannst aber auch anders. Wenn dir etwas nicht passt, ziehst du die Mundwinkel ganz dramatisch nach unten und quäkst los.

Du verzauberst alle, die dich sehen. Deine Mimik ist der Wahnsinn! Du bist ein richtiger Gesichtskasper und ich musste schon so oft lauthals über deine Gesichtsauadrücke lachen. Egal, ob kritischer Blick mit Falten auf der Stirn und an der Nasenwurzel. Bist du unsicher was auf dich zukommt, ziehst du die Schultern hoch und runzelt die Stirn.

Wenn du wach wirst, hast du eine unglaubliche Körperspannung. Du ziehst du die Beinchen an, reibst dir mit deinen Fäustchen die noch geschlossenen, aber hochgezogenen Augen und streckst den Rücken durch, wodurch du einen niedlichen kleinen Entenpo bekommst. Das angesprengte Seufzen dabei, macht alles noch niedlicher.

Du bist so aktiv geworden. Es wird gelacht ubd gezappelt. In der Bauchlage wechselst du wie wild die Seiten, manchmal hebst du das Köpfchen ein bisschen an. Meist ist dir das aber zu anstrengend und du beginnst schon nach kurzer Zeit zu meckern. Du hast das Mobile über dem Wickeltisch entdeckt und bestaunt es seitdem ausgiebig.

Du strampelt so wild mit Armen und Beinen, reckst den Hals und hebst Kopf ein bisschen, nur in Bauchlage reicht die Kraft noch nicht. Du drehst dich im Schlaf in Seitenlage. 

Immer öfter finden auch ein paar Laute den Weg nach draußen. Du gurrst und warst selbst total überrascht von deinem erstes „Errö“.  Du kannst gefühlt jeden Tag etwas Neues, ich komme gar nicht hinter! Das ist so toll und ich kann und will meine Begeisterung für jeden Blick, jede Miene nicht bremsen. Alles löst Begeisterungsstürme und verzücktes Quietschen meinerseits aus.

Du machst mich so glücklich!

Du nimmst nur ganz selten den Schnuller. Meist nuckelst du kurz daran, um ihn dann im hohen Bogen wieder auszuspucken. Dafür steckst du dir immer öfter deine Händchen in den Mund und schmatzt wild daran herum. Dabei wird ordentlich gesabbert! Aber nicht nur die Hände werden abgeleckt, legt man dich auf den Bauch oder trägt dich vor der Brust, erkundest Du alles mit deiner winzigen Zunge. Dabei sabbert du ganze Sturzbäche.
Du bist der König der Spuckebläschen!

Beim Stillen nestelst du an mir herum und schenkst mir dabei ganz intensive Blicke. Es ist als könnte ich in dich eintauchen und vielleicht tue ich das auch ein bisschen. In deine wunderschönen blauen Augen! Der Außenrand der Iris ist ganz dunkel, der innere Teil ist wie das Meer. Er ändert seine Farbe je nach Stimmung. Bist du gut gelaunt und strahlst, sind sie hellblau und sehen aus als würde die Sonne von der schaukelnden Oberfläche reklektiert. Bist du grummelig, werden sie dunkler.

Wenn du dich eng an mich gekuschelt, explodiert mein Herz vor Glück. Ich vergrabe meine Nase so gern in deinen Nacken und atme dich ein. Du riechst so unglaublich gut. Es ist kein bestimmter Duft, du rauchst einfach frisch. Ich wünschte, ich könnte diesen Geruch in Gläser packen und für immer aufbewahren.

Noch besser als das Baden findest du das Föhnen danach. Dabei machst du dich ganz lang und verlierst jede Spannung. Das Autofahren hat für dich jedoch etwas an Reiz verloren. Immer öfter fängst du an zu schimpfen, kommen wir schnell genug los, beurhigst du dich meist schnell und schläfst ein. Die Ampel sollte in dieser Phase allerdings besser nicht rot sein. Die erste längere Fahrt zu Oma und Opa verschliefst du komplett, auf der Rückfahrt brülltest du als ginge es um dein Leben. Da hat auch anhalten und stillen nichts gebracht. Das war wirklich schlimm.

Einmal konnte dich dein Papa in die Nononmo legen, wo du ganze 2,5 Stunden tief und fest schliefst. Ich konnte es fast nicht glauben. Das schien ein Zufallstreffen gewesen zu sein, denn es kam seitdem nicht wieder vor. Ab und an lässt du dich kurz hineinlegen, meist wirst du aber wach oder nach 5 Minuten so unruhig, dass wir den Versuch wieder abbrechen.

Du bist nach wie vor am liebsten bei deinem Papa oder mir. Du brauchst den Körperkontakt einfach sehr. Aber immer öfter lässt du dich auch mal kurz ablegen und du schaust dir ganz neugierig deine Umgebung an. Unter deinem Spielebogen hältst du es ganz gut aus. Du beobachtest den Frosch und ein paar Mal hast du ihn auch schon mit deinem Fäustchebn in Schwung versetzt.

Kleiner Mann, ich könnte ewig davon erzählen wie schön, bereichernd und anstrengend das Leben mit dir ist.

Du bist die Erfüllung meines größten Wunsches.
Ich liebe dich!

1 Monat Januarbaby

Mein Winterwunder, mein Herzenswunsch,
genau einen Monat bist du nun schon bei uns.

Du hast mir den Kopf verdreht!
Du bist so ein wunderbarer, kleiner Junge. Ich kann gar nicht anders als mich jeden Tag ein bisschen mehr in dich zu verlieben!

Einen festen Spitznamen hast du noch nicht. Du beglückst uns mit so vielen Grimassen und Gesichtsausdrücken, dass ich regelmäßig vor Niedlichkeit zergehe. Das hat dir schon ziemlich viele Spitznamen beschert.

Die ersten Tage mit dir waren wunderschön und fordernd zugleich. Dein Papa und ich wussten nicht so recht, was wir tun sollten und schon in der 2. Nacht standen uns die Schweißperlen auf der Stirn, weil du untröstlich weintest.

Seit wir Zuhause sind, spielen wir uns immer besser ein und wir konnten schon den ein oder anderen Weinanfall abwenden. Es ist schön zu sehen, dass ich dich und deine Zeichen besser verstehe.

Du bist ein langes, zartes Kind. Weil du so doll abgenommen hattest, verunsichert mich das noch ein bisschen. Du nimmst inzwischen zu, bewegst dich aber nach wie vor eher im unteren Bereich. Ich hoffe, du setzt bald ein bisschen Speck an.

Wir arbeiten zumindest daran! Du bist ein Stillprofi! Von Anfang an wurde dir eine super Technik attestiert. Die anfänglichen Schwierigkriten waren eher in deiner Müdigkeit und zu wenig Milch begründet. Davon ist nun aber nichts mehr zu spüren. Selbst Fläschchen brachten dich nur einmal kurz durcheinander, das legte sich aber schnell wieder.

Anfangs verzichteten wir aus Angst, dass du dann nicht genug stillen könntest, auf den Schnuller. In der 3. Woche haben wir es dann doch versucht und was soll ich sagen?! Die Angst war unbegründet.
Du meldest dich schon, wenn du Hunger hast! Oft schmatzt du und nuckelst an deinen Händen, aber manchmal schnüffelst und grunzt du auch, was dir den Spitznamen Trüffelschweinchen beschert hat.
Du bist bisher kein besonders ausdauernder Nuckler, zumindest nicht am Silikonsauger. Rechtzeitig in den Mund gesteckt, hilft er dir aber, dich zu beruhigen, sonst kannst du nichts damit anfangen. Ich könnte sehr gut damit Leben, wenn das so bleibt.

Die Schlafanzüge in Größe 50 konnten wir direkt aussortieren. Davon abgesehen, dass deine Beinchen dafür zu lang sind, hasst du die Füßchen! Du strampelst dich immer raus und bist dann im Strampler gefangen. Einteiler mit Füßchen sind also so gar nicht dein Ding. Die Bodies hingegen, trägst du zum Teil immernoch.
Oberteile und Bodies in 56 sind noch etwas lang in jedem Fall aber zu weit.

Du bist ein kuscheliges, ausgeglichenes Baby. Auch schon im Bauch warst du eher ruhig, ich bin gespannt, ob das so bleibt.
Nur bei Hunger kannst du wirklich ungehalten werden. Da bist du ganz die Mama.

Gegen Abend wirst du oft etwas unruhiger. Das war die Zeit, in der du auch im Bauch deutlich auf dich aufmerksam machtest. Aber auch das läuft meistens gesittet ab.

Einige Abende seit deiner 4. Lebenswoche und auch zwei Nächte hattest du furchtbar zu kämpfen. Ich kann nicht sagen, was dich quälte, ob es Bauchweh war oder einfach zu viele Eindrücke, aber du schriest es raus. Du hast so doll gebrüllt, dass du richtig lila angelaufen bist und kaum Luft bekamst. Manchmal waren deine Schreie so spitz, dass mir die Tränen in die Augen schossen,so sehr konnte man deine Verzweiflung spüren. Dein Wimmern bricht mir das Herz. Es ist so hart dich so zu sehen und einfach nichts tun zu können als da zu sein und dich zu halten. Wir haben viel versucht, aber am Ende hilft das am besten: aushalten und leise mit dir sprechen. Irgendwann hört es auf und du schläfst erschöpft auf meiner Brust ein.

Die Nächte sind bis auf wenige Ausnahmen ganz gut. Ich kann mich ehrlich nicht beschweren. Du glaubst nicht wie dankbar ich dir dafür bin, denn vor dem Schlafmangel hatte ich am meisten Bammel! Du hast noch keinen richtigen Rhythmus, was das Einschlafen angeht. Das nehmen wir so an wie es kommt, aber deine erste Schlafphase dauert etwa 4 Stunden. Wenn du hungrig wirst, beginnst du zu moppern oder zu quängeln. Dann wirst du gestillt und kommst ab da etwa in 2 Stunden Abständen. Manchmal sind die Abstände auch etwas länger, selten viel kürzer. Unterm Strich stehen 2 bis 3 Stillstopps bis du dann gegen 8 Uhr den Tag beginnst. Eine Nacht schliefst du versehentlich 12 Stunden durch, meine Brüste wären fast explodiert! 

Das Schlafen ist so eine Sache. Das tust du bis auf wenige Ausnahmen reichlich. Allerdings bist du nicht dazu zu bewegen im Schlafsack oder Beistellbett zu schlafen. Der Schlafsack irritiert dich und du wirst sehr unzufrieden.
Jeder Kindearzt würde die Hände über Kopf zusammen schlagen. Aber in den Moment in dem dein Köpfchen das Beistellbett berührt, wirst du wach, egal wie tief du zuvor geschlafen hast. Eigentlich findest du alles doof, was zum Thema Babyschlaf empfohlen wird. 
Du brauchst Körperkontakt und schläfst deshalb bri uns im Bett. Sobald du schläfst, kann ich dich mit deiner Wolldecke in das Stillkissen oder neben mich legen. Aber bitte nicht auf den Rücken, denn sonst wirst du wach. Minimal links oder rechts und du schläfst super. Du bist Seitenschläfer durch und durch. 

Am liebsten schläfst du aber auf mir oder deinem Papa (wenn du davor eingeschlafen bist). Du kuschelst dich an und vergräbt deinen Kopf in meiner Armbeuge oder schläfst seelenruhig auf meiner Brust, am liebsten Haut auf Haut. Du liebst es, wenn man dir das Köpfchen steichelt, dabei wirst du ganz weich.

Du findest baden super! Dein erstes Bad hast du völlig entspannt mit großen Augen umher geschaut und genossen.
Auch im Kinderwagen und im Auto bist du ganz ruhig. Bewegung ist das Stichwort! Aber getragen wirst du doch am liebsten. Das ist so schön! Bei Papa in der Trage lässt es sich doch sehr gut aushalten und ihm gefällt das auch sehr.

Du bist so unfassbar niedlich.
Du schmatzt, gluckst, grunzt im Schlaf. Wenn du aufstoßen musst, legst du deine Stirn in Falten und ziehst eine Schnute. Damit siehst du aus eie ein Babyäffchen. Das ist zu niedlich! Du ziehst die lustigsten Grimassen und hast uns damit schon öfter herzhaft lachen lassen. Dein kritischer Blick ist herrlich!

Du wirst von Tag zu Tag wacher und aufmerksamer. Wenn der Hunger nicht zu groß ist oder der Bauch gerade drückt, schaust du dich inzwischen nach dem Aufwachen erst einmal ganz ruhig um. Die streckst und räkelst dich. Licht zieht dich magisch an.
Ich glaube, du erkennst deinen Papa und mich inzwischen.
Du schaust uns mit deinen großen blauen Augen an und hörst ganz geduldig unserem Gequatsche zu. Du reagierst auf uns und ab und zu schenkst du uns ein unglaublich schönes Engelslächeln. Du kleiner Schmunzelbär!
An deinem 2. Lebenstag huschte es zum ersten Mal über dein Gesicht als du bei deinem Papa auf dem Arm lagst. Du hättest ihn sehen sollen! Stolzer kann man gar nicht sein.
Du folgst dem Klang deiner Rassel und lässt dich dazu animieren den Kopf nach links und rechts zu drehen. Außerdem versuchst du manchmal dein Köpfchen zu halten, wenn du auf meiner Brust oder über der Schulter liegst. Das will noch nicht ganz so klappen wie du es möchtest, aber wir haben Zeit!

Jeder Tag mit dir ist anders. Wir haben keinen Rhythmus und noch keine Rituale. Wenn nicht gerade Termine anstehen, richten wir uns einfach nach dir. Um pünktlich zu sein, brauchen wir ziemlich viel Vorlaufzeit, das besteht joch Optimierungsbedarf. Aber sonst lassen wir die Dinge einfach auf uns zukommen.

Das Leben mit dir ist ein Abenteuer. Du bist aus unserem Leben nicht mehr weg zu denken.
Danke, dass du mich als deine Mama ausgesucht hast.

Ich liebe dich sehr.