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„Tock, tock, tock.“ ertönt es aus dem Raum um die Ecke. Sofort schnürt sich ein Band um meinen Magen. Ich stehe am Tresen der Frauenarztpraxis, möchte die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung wahrnehmen und werde übermannt von meinen Gefühlen. Ich fühle mich zurückversetzt und spüre die Sehnsucht in mir aufsteigen wie bisher noch nie. Ich wünsche mir ein zweites Kind.

Ich konnte es nie nachvollziehen, dass Frauen kurz nach der Entbindung geplant erneut schwanger wurden. Ich finde es schön, jeder soll wie er möchte und es für ihn passt, aber ich konnte mir das für mich nicht vorstellen. Und jetzt stehe ich da und merke, dass ich es mir doch vorstellen könnte. Ja, wirklich wünsche. Dabei wird es vorerst aber aus verschiedenen Gründen bleiben wie es ist, allen voran der Kaiserschnitt.

Ich habe gerade erst mein absolutes Wunschkind bekommen, aber ich spüre deutlich, dass da noch Platz in meinem Herzen ist. Ich habe noch mehr Liebe zu geben.

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Manchmal

Manchmal frage ich mich, ob ich etwas falsch gemacht habe. Ob ich es hätte anders angehen sollen. Ob ich mich mehr hätte probieren sollen. Mich durchsetzten oder besser organisieren müsste. Ob ich zu sehr auf ihn eingehe und deshalb kaum Raum für mich habe. Ihn zu sehr betüddle.

Ich war immer sehr organisiert, hab viel hinbekommen. Das klappt nun nicht mehr. Im Grunde bekomme ich nur noch das Nötigste geschafft und selbst das nicht immer. Das frustriert mich an manchen Tagen sehr. Dann kommen diese Gedanken. Ich hatte es mir etwas einfacher vorgestellt. Um nichts in der Welt wollte ich tauschen, aber ich gebe zu, ich habe unterschätzt wie anstrengend es sein kann 24/7 bereitzustehen. 
Zu kuscheln, tragen, stillen, wickeln, bespaßen. Die Welt zu erklären und selbst neu kennenzulernen, während ich versuche den Alltag zu bestreiten und das Chaos nicht die Oberhand gewinnen zu lassen. 

Und dann sehe ich wie wunderbar er sich entwickelt. Wie fröhlich und offen er ist. Wie toll er sich bereits verständlich machen kann und erkenne, dass es ist wie es ist. Und so muss es sein, denn es ist das, was er einfordert. Das was er braucht. Und genau das gebe ich ihm, das kann nicht falsch sein. Er braucht meine Nähe und die soll er bekommen, auch wenn es in mir manchmal nach Pause und Auszeit schreit. Er schreckt nicht im Schlaf auf, um mich zu ärgern. Nichts von dem, was er tut, hat einen Hintergedanken, zumindest keinen bösen. Es ist ein Bedürfnis, meist eines, das ich leicht erfüllen kann. Warum sollte ich es nicht tun? Aus reinem Egoismus? Ja, manchmal da würde ich auch Mal gerne alles abgeben, die Türe schließen, aber das bringe ich nicht übers Herz. Das fühlt sich nach Strafe an, wenn ich doch genau weiß, was ich tun kann. Und wenn nicht, kann ich ihn in seiner Unruhe und Verzweiflung nicht sich selbst überlassen.

Dann schiebe ich diese Gedanken beiseite, denn ich weiß, dass ich es richtig mache. Ich handle nach meinem Gefühl, bin für ihn da, wenn er mich hraucht. Ich mache sicher nicht alles richtig, aber ich gebe mein Bestes. Ich sage mir, dass er mich nicht lange so intensiv brauchen wird, dass ich mir in ein paar Jahren diese Momente zurück wünschen werde. Dass es mir fehlen wird, wie er sich ankuschelt und kichert und fröhlich kreischt, wenn ich ihn abknutsche. 

Ich war nie müder, erschöpfter und nie glücklicher.

Ich bin nichts lieber als seine Mama. Der schönste und fordernste Job der Welt. Und für mich definitiv der Beste.

6 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

du bist 25 Wochen und 6 Tage alt, das sind genau 6 Monate. Ein halbes Jahr!

Ich habe keine Ahnung, wann das passiert sein soll. Es ist als wäre es gestern gewesen, dass du in meine Arme gelegt wurdest und fühlt sich doch so an als wärst du schon immer da gewesen.

Du bist so groß geworden. Nichts erinnert mehr an das Minibaby, das du noch vor kurzem gewesen sein sollst. Ein richtig kleiner Junge bist du schon. Für die Statistik: Du trägst nach wie vor Vieles in Größe 62/68,aber auch 68 passt zum Teil wie angegossen.

Du bist ein Kuschler! Sowohl beim Einschlafen als auch über den Tag, forderst du meine Nähe ein. Sobald ich dich auf meinen Arm oder auf den Schoß nehme, lehnst du dich an und kuschelst deinen Kopf in meine Halsbeuge. Ich genieße das so sehr, kleiner Mann!

Zum Einschlafen robbst du dich an mich heran und kuschelst dich richtig ein. Du liebst es, wenn ich dir den Kopf kraule oder über deine Augenbrauen streichle, es fällt dir dann leicht in den Schlaf zu kommen. Oft legst du dann deine Hand auf meine und nestelst mit der anderen an mir oder deinem Tuch herum. Morgens nach dem Aufstehen kuscheln wir erst einmal eine kleine Runde, bevor wir in den Tag starten.

Du schläfst weiterhin bei uns im Bett. Alles andere ist undenkbar. Der Test, dich alleine im Bett oder in der Nonomo zum Einschlafen zu bewegen, ist gescheitert. Also stillen wir weiterhin. Dein Schlafverhalten in diesem Monat war in einem Wort: chaotisch.

Warst du bisher wie ein Uhrwerk sind deine Schlafenszeiten und Dauer richtig durcheinander. Fällt der Mittagsschlaf kürzer aus (1,5-2,5h), willst du abends noch einmal 30 bis 60 Minuten schlafen. Abends wirst du verlässlich gegen 19:00 Uhr müde. Seit diesem Monat reibst du dir nicht nur die Augen, wenn du müde bist, sondern krabbelst dir auch am Ohr und krallst dich in deine Haare.

Etwa um 18:30 Uhr machen wir dich bettfertig und spielen dann noch ein bisschen. Dann pustest du mit Papa das Licht aus und wir stillen. Manchmal schläfst du dann um 19:30 Uhr direkt ein, aber meistens bist du plötzlich wieder fit und spielst und quietschst noch ein bisschen vor dich hin, abwechselnd mit Stillpausen und schläfst dann gegen 20:30 Uhr brummend ¬¬ein. Dich später ins Bett zu bringen, funktioniert nicht, weil du wirklich richtig müde bist. In letzter Zeit hatten wir auch ein paar zeitliche Ausreißer und du schliefst erst zwischen 21 und 21:30 Uhr. Zu meinem Leidwesen sind deine Schlafphasen momentan etwas kurz, besonders in den letzten Tagen wirst du ca. 3:00 Uhr unruhig und möchtest stündlich stillen. Nach 6 Monaten kann ich also sagen: Ich bin furchtbar müde. Aber immerhin weinst du nicht! Du mopperst ein bisschen rum oder brummelst und schläfst recht zügig wieder ein.

Wenn du abends eingeschlafen bist, schläfst du auch ohne mich. Meistens bleibe ich aber doch bei dir liegen, weil ich diese Nähe so genieße und selbst sehr müde bin. Auch tagsüber klappt es öfter, da brauchst du zwischendurch immer noch die Brust.

Wir stillen noch immer voll. Du zeigst noch kein Interesse an Essen. Du beobachtest uns zwar und versuchst nach unserem Essen zu greifen, wenn ich dich gerade auf dem Arm habe, aber das machst du wirklich mit allem. Wenn du in deinem Newbornset mit uns am Tisch sitzt, spielst du lieber mit deinem Tuch und legst ganz frech die Füßchen auf den Tisch. Alles andere ist nicht so spannend. Ich glaube aber, dass wir trotzdem demnächst mal einen Versuch starten werden, ich bin schon sehr gespannt darauf!

Du bist so ein fröhlicher, kleiner Junge! Du kannst so wunderbar Spitzbübisch grinsen und wenn du deine kleine Zunge ganz spitz machst und herausstreckst, könnte ich dich in einem Haps auffressen, so süß bist du! Ich kann dir fast immer ein Grinsen entlocken und es ist wirklich jedes Mal ein Geschenk für mich.

Wenn dein Papa ein Tuch über deinem Kopf hin und herschwingt, reißt du vor Freude die Arme hoch. Aber noch besser ist es, wenn er für dich tanzt, da musst du richtig lachen. Du hast also Humor! An den Flanken und an den Oberschenkeln bist du kitzelig. Aber auch nicht immer!

Du kannst dich immer besser verständlich machen. Du kannst unheimlich ernst und skeptisch gucken. Wenn du wütend wirst, bekommst du eine Zornesfalte auf der Nase, das ist so niedlich! Wenn dir etwas nicht passt, fiepst du sehr energisch. Du bevorzugst ganz klar die hohen Töne, egal ob du lachst, weinst oder Geschichten erzählst. Aber du verleihst dir nicht nur mit Tönen und Mimik Ausdruck, auch deine Gestik wird immer differenzierter. Du forderst Nähe und Ruhe ebenso ein wie Aufmerksamkeit. Vor ein paar Tagen warst du das erste Mal beleidigt. Dein Papa hat dir einen Stapelturm gebaut, den du zu Fall gebracht hast, dabei ist dir ein Becher ins Gesicht gefallen. Man hat richtig gesehen, wie du gegen die Tränen angekämpft hast. Immer wieder sind deine Mundwinkel wieder nach unten gewandert, aber du konntest dann doch nicht anders und fingst an zu weinen. Als ich dich hoch nahm, beruhigtest du dich sofort, aber deinen Papa wolltest du für einen Augenblick gar nicht ansehen. Als du ihn dann doch angesehen hast, stiegen dir gleich wieder Tränchen in die Augen und während du ein bisschen lächeln wolltest, schobst du auch immer wieder die Unterlippe nach vorne. Das war so unfassbar niedlich!

Du bist wirklich kein hilfloses Minibaby mehr. Du drehst dich weg, wenn dir etwas nicht gefällt oder du keine Lust mehr auf etwas hast. Du zeigst Freude, Abneigung und Interesse ganz deutlich. Es macht so viel Spaß mit dir zu interagieren, deine Reaktionen zu erforschen und mir dir zusammen die Welt ein bisschen neu zu entdecken.

So kratzt du momentan an allen Gegenständen, die dir in die Finger kommen. Du erkundest die Haptik und Akustik, dabei kannst du dich wirklich ausdauernd mit unserem Regal oder meiner Wasserflasche beschäftigen. Je mehr Geräusche es macht, desto besser.

Deine Bewegungen sind so fließend geworden und manchmal kann man gar nicht so schnell gucken wie du dich auf den Bauch gedreht hast. Du drehst dich aber selten einfach so, am liebsten strampelst du nämlich auf dem Rücken liegend herum. Meist möchtest du an eines deiner Spielzeuge und kommst sonst nicht heran oder abends, da drehst du noch mal richtig auf – und rum. Du bewegst dich quasi rollend und rotierend fort. Wenn du dich falsch herumgerollt hast und dein Arm unter deinem Bauch gefangen ist, holst du mit dem Po Schwung und ziehst den Arm heraus. Es kam auch schon vor, dass du so viel Schwung nahmst, dass du fast wieder herumgepurzelt bist. Wenn du auf dem Bauch liegst nimmst du deine Beinchen in Froschhaltung und stößt dich mit den Füßen ab.

Die Füße sind dabei im Idealfall nackt. Das liebst du sehr! Das hast du wohl von deinem Papa, der ist nämlich auch am liebsten barfuß unterwegs. Du greifst manchmal nach ihnen und legst beim Spielen gerne einen Fuß ganz lässig auf deinem anderen Knie ab. 

Du greifst nach deinem Frosch am Spielbogen und lässt ihn schnalzen, legst dir deine Greifringe aufs Gesicht über die Nase und freust dich so sehr an meiner Reaktion daran. Du greifst hochkonzentriert auch nach der dünnsten Haarsträhne und du liebst Bücher! Vermutlich noch mehr wegen der Geräusche, die das Papier macht, wenn du es zerknüllst oder darüber kratzt oder vielleicht auch, weil sie besonders gut schmecken, aber du sitzt auch ganz ruhig auf meinem Schoß und lässt dir von mir die Bilder erklären. Auf meinem Schoß liegend, spannst du den Bauch an und hebst dein Köpfchen.

Du akzeptierst den Kinderwagen immer mehr und bist tatsächlich einmal darin eingeschlafen. Am liebsten wirst du aber trotzdem getragen, ganz egal ob in der Trage oder auf dem Arm, Hauptsache oben.

Mein kleiner Mann, da sind so viele kleine Dinge, alles ist besonders. Am liebsten würde ich jeden Moment einfrieren, um ihn immer wieder erleben zu können, aber das geht leider nicht. In 6 Monaten feierst du schon deinen ersten Geburtstag, ich kann es nicht glauben.
Das Leben mit dir macht so viel Spaß.

Ich liebe dich.

5 Monate Januarbaby

Mein kleiner Kobold,

du bist heute 5 Monate alt. Das sind genau 21 Wochen und 4 Tage.

Dieser Spitzname ist nur einer von vielen, aber in letzter Zeit verwende ich ihn häufig. Wenn du so frech grinst, deine Augen zusammen kneifst, die Zungenspitze  herausstreckst und dabei deine Händchen reibst, muss ich einfach an einen Kobold denken. Du bist so unglaublich süß.

Du bist 64 cm lang und trägst mittlerweile Größe 62/68. Wie immer sind es deine Beinchen, die schon in 68 passen, leider ist dir der Bund fast immer zu weit. Obenrum trägst du noch zwei Pullover in 56/62, sonst passt 62 perfekt. Du warst lange sehr zierlich, aber jetzt hast du endlich niedliche Speckbeinchen und Ärmchen bekommen.

Deine Augenfarbe verändert sich. Sie sind immer noch blau, aber es wirkt als mische sich ein Grauton darunter. Ich bin so gespannt, wohin das führt. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass sie irgendwann nicht mehr blau sein sollen.

Du trägst einen modischen Undercut mit natürlichem Seitenscheitel. Selbst an deiner Liegestelle wachsen viele, ganz helle Härchen nach. Nur der Rest im Nacken, der noch von deiner Geburt blieb, dünnt langsam aus. Deine Haare sind so unglaublich weich und schon richtig lang geworden. Ich liebe es so sehr darin zu wuscheln und du genießt das sehr.

Eine eher selten genutzte Fähigkeit ist das Drehen. Du drehst dich fleißig auf die Seite, um dir Spielzeug zu schnappen oder zu schlafen, aber dabei bleibt es auch meist. Dabei kannst du dich nun vom Rücken auf den Bauch drehen. Vermutlich weißt du, dass du dann eben in Bauchlage liegst. Das machst du zwar echt toll, aber du findest das reichlich anstrengend und möchtest dann bitte bald wieder in deine Ausgangslage gebracht werden. Dass du dich zurückdrehen könntest, hast du noch nicht ganz verinnerlicht, obwohl du mit dem Po ordentlich Schwung nimmst und dich auch schon einmal nach kurzem Üben zurückgedreht hast.
Apropos Bauchlage, du bringst dich alleine in den Unterarmstütz und greifst dann nach Spielzeug ohne dass du die Balance verlierst. Das ist richtig cool und erhöhte die Akzeptanz dieser Position ungemein! Du bist jedes Mal stolz wie Bolle.

Du bist so aufmerksam und neugierig. Du beobachtest deine Umwelt ganz genau. Du folgst unseren Bewegungen und lässt uns nicht aus den Augen. Gebe ich dir deinen Schnuller, begutachtest du ihn ausgiebig von allen Seiten. Du drehst und wendest ihn, steckst ihn dir dann selbst in den Mund und kaust darauf herum. Hast du genug, spuckst du ihn wieder aus. Du trampelst wild herum und ruderst mit den Armen. Du trittst aber auch ganz gezielt nach Dingen, zum Beispiel wenn dir dein Papa den Oball vor die Füße hält oder wenn du auf meinem Schoß liegst. Dein Ehrgeiz ist bewundernswert und dein konzentrierter Gesichtsausdruck der Knaller.

Du baust deine Palette an Gesichtsausdrücken immer weiter aus. Erschrickst du oder freut dich etwas sehr, reißt du die Augen ganz weit auf. Ich liebe es, dich dabei zu beobachten, wie du dich ausprobierst.

Liegst du angelehnt auf meinem Schoß, greifst du meine Hände und versuchst dich nach vorne zu ziehen. Du bist gerne auf dem Arm. Von dort aus kannst du viel mehr sehen. Du machst dich lang und sitzt schon richtig aufrecht. Ich muss mich immer daran erinnern, dich nicht jetzt schon auf die Hüfte zu setzen, so stabil bist du dabei.

Wenn du dich unbeobachtet fühlst, spielst du richtig ausdauernd mit dir selbst. Du rollst dich auf die Seite, lachst plötzlich los und wirfst die Arme in die Luft. Du brabbelst und erzählst wild vor dich hin. Überhaupt kannst du eine ausgesprochene Quasselstrippe sein. Da kommst du nach mir. Dein Papa tut mir jetzt schon ein bisschen leid.

Autofahren mit dir ist ein bisschen wir Russisch Roulette. Meistens lässt du es wirklich geduldig über dich ergehen. Du spielst mit deinem Oball oder knabberst an deinen Händchen. Bist du müde, schläfst du auch mal ohne einen Mucks einfach ein. Damit hast du mich wirklich überrascht. Aber wenn irgendetwas nicht passt, dann ist Polen offen. Die Mischung müde, hungrig, warm ist dabei ganz fatal. Du brüllst dann ganz herzzerreißend. In der Sekunde, in der man dich aus der Babyschale nimmt, beruhigst du dich. Mit etwas Glück bist du nach einer Auszeit oder einem kleinen Snack wieder bereit für die Fahrt, aber die Erfahrung zeigt, dass das nur von kurzer Dauer ist.

Du bist ein Wasserratte. Sobald dein großer Zeh das Wasser berührt, legt sich ein breites Grinsen auf dein Gesicht und es gibt kein Halten mehr. Du planschst wie verrückt drauf los, da bleibt nichts trocken.

Dein Lachen ist das schönste der Welt. Ich kann nicht genug davon bekommen. Wenn dein Papa und ich Quatsch mit dir machen oder dich kitzeln, kannst du dich kaum halten vor Lachen. Du windest dich, kicherst, kreischst und gluckst vor Freude. Ganz hoch im Kurs sind „Gugucks? – Da!“ und wenn dich dein Papa in die Luft hebt. Du bist ein wirklich fröhliches Kerlchen und fast immer, wenn ich dich ansehe, schenkst du mir dein bezauberndes Lächeln. Es ist wie eine Droge für mich und ich mache mich zu gerne zum Affen, um immer mehr davon zu bekommen.

Ich habe den Eindruck du reagierst schon manchmal auf deinen Namen. Das ist ziemlich cool! Und auch wenn es dafür noch etwas früh ist, benutze ich beim Stillen das Babyzeichen für Milch und bilde mir ein, dass du das schon richtig verstehst. Mittlerweile drehst du dich zu mir, wenn ich es zeige.
Bevor ich dich hochnehme, Klatsche ich oft in die Hände, öffne sie und sage dabei ‚Komm.“, greifst du nach meinen Händen nehme ich dich hoch.

Den Abendschlaf hast du fast komplett abgeschafft, müde genug wärst du zwar, aber nur noch selten tankst du mit einem Powernap Kraft. Morgens pendelst du irgendwo 45 und 90 Minuten. Mittags schläfst du etwa 3 Stunden. Das klappt aber nur, wenn du Ruhe hast. Wenn wir unterwegs sind oder nicht unserem gewohnten Rhythmus nachgehen können, reicht auch stillen nicht, um dir die nötige Ruhe zu geben. Als wir für das Familienshooting Zuhause waren, warst du einfach mal 7 Stunden wach, weil du eben nicht einfach mal so einschläfst.
Du schlummerst meist zwischen 19:30 und 20:30 Uhr ein und schläfst dann zwischen 4 und 6,5 Stunden in der ersten Schlafphase.
Du lässt dich inzwischen ablegen, wenn du nicht eh schon neben mir beim Stillen einschläfst. Manchmal kann ich mich dann auch wegschleichen. Abends klappt das inzwischen recht zuverlässig. Der erste Abend nur mit einem Papa auf dem Sofa, so ganz ohne dich, fühlte sich richtig ungewohnt an.
Ob du ausgeschlafen bist, erkennt man daran, ob du beim Aufwachen weinst. Ist das der Fall, schläfst du nach einem kurzen Snack einfach wieder weiter.
Zum Einschlafen stillen wir. Du legst deine Füße auf meinen Oberschenkel, überhaupt legst du deine Füßchen überall hoch, kuschelst dich an Larry, deine Giraffe, oder dein Spucktuch. Du nestelst noch eine Weile daran herum bis du richtig eingeschlafen bist.
Ab und an drehst du dich sogar weg und schaffst den Sprung ins Land der Träume ohne die Brust. Oder nickst ohne Brust wieder ein, wenn du zwischendurch kurz wach wirst. Solange ich in der Nähe bin ist alles ok und wenn ich dir ein getragenes Shirt zum Schlafen gebe, klappt es auch ohne mich immer öfter. Das ist erwähnenswert, weil an sowas bis vor kurzem gar nicht zu denken war. Da wurdest du schon wach, wenn du im Schlaf versehentlich abdocktest.

Du bist ein Stillprofi. Gerade jetzt, wo es so heiß ist, stillen wir meistens im Liegen. Wenn du keine Lust mehr hast oder satt bist, dockst du ab und drehst dich auf den Rücken oder ganz weg. Wenn du wieder trinken möchtest, drehst du dich zurück und dockst ohne Hilfe wieder an.
Das hast du abends zum Spiel gemacht und dockst dich ab und an und ab und an. Drehst dich, rotierst, zappelst ein bisschen herum. Trinkst, spielst und irgendwann schläfst du dann beim Stillen ein. Du schläfst nur noch sofort ein, wenn ich genau den richtigen Zeitpunkt erwische, das klappt am Tag besser als abends.

Apropos Hitze: Die macht dir zu schaffen. Du schläfst extrem unruhig und auch tagsüber weißt du nicht so Recht wohin mit dir. Aber du liebst es mit nackten Beinen oder ganz nackig zu strampeln. Liegst du dabei auch noch unter einem Baum, ist dein Glück perfekt.

Du weinst wirklich selten. Nur ein einziges Mal weintest du nachts. Das hast du seit kurz nach der Geburt nicht mehr getan. Wir waren richtig überrascht. Das fiel aber auch in die Tage, an denen du plötzlich beim Stillen den Kopf zurückwarfst und ganz furchtbar zu weinen anfingst. Du liest dich teilweise gar nicht beruhigen. So kennen wir dich gar nicht. Vielleicht hing das aber auch mit der Impfung zusammen, die du ein paar Tage zuvor bekommen hattest. An einem Abend war es so schlimm, dass wir dir ein Schmerzzäpfchen gaben. Kurz darauf schliefst du schnuffelnd beim Stillen ein. Dich so zu sehen ist wirklich schwer zu ertragen, armer Spatz.

Ich erwische dich immer öfter mit dem Daumen im Mund. Du kaust eher drauf herum als dass du nuckelst, so richtig glücklich bin ich darüber aber trotzdem nicht. Du lässt dich dann aber meistens recht schnell ablenken.

Da sind so viele kleine Momente, in denen ich mein Glück nicht fassen kann. Fast jeden Abend stehen mit die Tränen in den Augen, während ich dich beim Einschlafen beobachte. Du bist bist alles.

Ich liebe dich so sehr.

Mama.

Nachtschatten

Oft sind es Momente, die zu dunkel für die Kamera sind, die mein Herz zum Leuchten bringen.
Wenn du im Schlaf unruhig wirst und leise wimmerst, ist es meine Nähe, die dich beruhigt. Ich gebe zu, manchmal ist es schön, dass nur ich es dir recht machen kann.

Dein Anblick, wenn du dein Köpfchen entspannt in meine Hand schmiegt, du wieder ganz locker wirst. Wenn du deine Äuglein öffnest und mich so intensiv und durchdringend ansiehst.

Dein verschmitzes Lächeln, wie du dich räkelst und vorsichtig immer wieder ein Auge öffnest, wenn du wach wirst.

Ich wünschte mir, ich könnte es bildlich festhalten, aber oft spielen sich diese Dinge im Nachtschatten ab. Flüchtige Momente, die ganz uns gehören. Niemandem sonst. Ich habe sie abgespeichert. 

Du bist alles.

1 Monat Januarbaby

Mein Winterwunder, mein Herzenswunsch,
genau einen Monat bist du nun schon bei uns.

Du hast mir den Kopf verdreht!
Du bist so ein wunderbarer, kleiner Junge. Ich kann gar nicht anders als mich jeden Tag ein bisschen mehr in dich zu verlieben!

Einen festen Spitznamen hast du noch nicht. Du beglückst uns mit so vielen Grimassen und Gesichtsausdrücken, dass ich regelmäßig vor Niedlichkeit zergehe. Das hat dir schon ziemlich viele Spitznamen beschert.

Die ersten Tage mit dir waren wunderschön und fordernd zugleich. Dein Papa und ich wussten nicht so recht, was wir tun sollten und schon in der 2. Nacht standen uns die Schweißperlen auf der Stirn, weil du untröstlich weintest.

Seit wir Zuhause sind, spielen wir uns immer besser ein und wir konnten schon den ein oder anderen Weinanfall abwenden. Es ist schön zu sehen, dass ich dich und deine Zeichen besser verstehe.

Du bist ein langes, zartes Kind. Weil du so doll abgenommen hattest, verunsichert mich das noch ein bisschen. Du nimmst inzwischen zu, bewegst dich aber nach wie vor eher im unteren Bereich. Ich hoffe, du setzt bald ein bisschen Speck an.

Wir arbeiten zumindest daran! Du bist ein Stillprofi! Von Anfang an wurde dir eine super Technik attestiert. Die anfänglichen Schwierigkriten waren eher in deiner Müdigkeit und zu wenig Milch begründet. Davon ist nun aber nichts mehr zu spüren. Selbst Fläschchen brachten dich nur einmal kurz durcheinander, das legte sich aber schnell wieder.

Anfangs verzichteten wir aus Angst, dass du dann nicht genug stillen könntest, auf den Schnuller. In der 3. Woche haben wir es dann doch versucht und was soll ich sagen?! Die Angst war unbegründet.
Du meldest dich schon, wenn du Hunger hast! Oft schmatzt du und nuckelst an deinen Händen, aber manchmal schnüffelst und grunzt du auch, was dir den Spitznamen Trüffelschweinchen beschert hat.
Du bist bisher kein besonders ausdauernder Nuckler, zumindest nicht am Silikonsauger. Rechtzeitig in den Mund gesteckt, hilft er dir aber, dich zu beruhigen, sonst kannst du nichts damit anfangen. Ich könnte sehr gut damit Leben, wenn das so bleibt.

Die Schlafanzüge in Größe 50 konnten wir direkt aussortieren. Davon abgesehen, dass deine Beinchen dafür zu lang sind, hasst du die Füßchen! Du strampelst dich immer raus und bist dann im Strampler gefangen. Einteiler mit Füßchen sind also so gar nicht dein Ding. Die Bodies hingegen, trägst du zum Teil immernoch.
Oberteile und Bodies in 56 sind noch etwas lang in jedem Fall aber zu weit.

Du bist ein kuscheliges, ausgeglichenes Baby. Auch schon im Bauch warst du eher ruhig, ich bin gespannt, ob das so bleibt.
Nur bei Hunger kannst du wirklich ungehalten werden. Da bist du ganz die Mama.

Gegen Abend wirst du oft etwas unruhiger. Das war die Zeit, in der du auch im Bauch deutlich auf dich aufmerksam machtest. Aber auch das läuft meistens gesittet ab.

Einige Abende seit deiner 4. Lebenswoche und auch zwei Nächte hattest du furchtbar zu kämpfen. Ich kann nicht sagen, was dich quälte, ob es Bauchweh war oder einfach zu viele Eindrücke, aber du schriest es raus. Du hast so doll gebrüllt, dass du richtig lila angelaufen bist und kaum Luft bekamst. Manchmal waren deine Schreie so spitz, dass mir die Tränen in die Augen schossen,so sehr konnte man deine Verzweiflung spüren. Dein Wimmern bricht mir das Herz. Es ist so hart dich so zu sehen und einfach nichts tun zu können als da zu sein und dich zu halten. Wir haben viel versucht, aber am Ende hilft das am besten: aushalten und leise mit dir sprechen. Irgendwann hört es auf und du schläfst erschöpft auf meiner Brust ein.

Die Nächte sind bis auf wenige Ausnahmen ganz gut. Ich kann mich ehrlich nicht beschweren. Du glaubst nicht wie dankbar ich dir dafür bin, denn vor dem Schlafmangel hatte ich am meisten Bammel! Du hast noch keinen richtigen Rhythmus, was das Einschlafen angeht. Das nehmen wir so an wie es kommt, aber deine erste Schlafphase dauert etwa 4 Stunden. Wenn du hungrig wirst, beginnst du zu moppern oder zu quängeln. Dann wirst du gestillt und kommst ab da etwa in 2 Stunden Abständen. Manchmal sind die Abstände auch etwas länger, selten viel kürzer. Unterm Strich stehen 2 bis 3 Stillstopps bis du dann gegen 8 Uhr den Tag beginnst. Eine Nacht schliefst du versehentlich 12 Stunden durch, meine Brüste wären fast explodiert! 

Das Schlafen ist so eine Sache. Das tust du bis auf wenige Ausnahmen reichlich. Allerdings bist du nicht dazu zu bewegen im Schlafsack oder Beistellbett zu schlafen. Der Schlafsack irritiert dich und du wirst sehr unzufrieden.
Jeder Kindearzt würde die Hände über Kopf zusammen schlagen. Aber in den Moment in dem dein Köpfchen das Beistellbett berührt, wirst du wach, egal wie tief du zuvor geschlafen hast. Eigentlich findest du alles doof, was zum Thema Babyschlaf empfohlen wird. 
Du brauchst Körperkontakt und schläfst deshalb bri uns im Bett. Sobald du schläfst, kann ich dich mit deiner Wolldecke in das Stillkissen oder neben mich legen. Aber bitte nicht auf den Rücken, denn sonst wirst du wach. Minimal links oder rechts und du schläfst super. Du bist Seitenschläfer durch und durch. 

Am liebsten schläfst du aber auf mir oder deinem Papa (wenn du davor eingeschlafen bist). Du kuschelst dich an und vergräbt deinen Kopf in meiner Armbeuge oder schläfst seelenruhig auf meiner Brust, am liebsten Haut auf Haut. Du liebst es, wenn man dir das Köpfchen steichelt, dabei wirst du ganz weich.

Du findest baden super! Dein erstes Bad hast du völlig entspannt mit großen Augen umher geschaut und genossen.
Auch im Kinderwagen und im Auto bist du ganz ruhig. Bewegung ist das Stichwort! Aber getragen wirst du doch am liebsten. Das ist so schön! Bei Papa in der Trage lässt es sich doch sehr gut aushalten und ihm gefällt das auch sehr.

Du bist so unfassbar niedlich.
Du schmatzt, gluckst, grunzt im Schlaf. Wenn du aufstoßen musst, legst du deine Stirn in Falten und ziehst eine Schnute. Damit siehst du aus eie ein Babyäffchen. Das ist zu niedlich! Du ziehst die lustigsten Grimassen und hast uns damit schon öfter herzhaft lachen lassen. Dein kritischer Blick ist herrlich!

Du wirst von Tag zu Tag wacher und aufmerksamer. Wenn der Hunger nicht zu groß ist oder der Bauch gerade drückt, schaust du dich inzwischen nach dem Aufwachen erst einmal ganz ruhig um. Die streckst und räkelst dich. Licht zieht dich magisch an.
Ich glaube, du erkennst deinen Papa und mich inzwischen.
Du schaust uns mit deinen großen blauen Augen an und hörst ganz geduldig unserem Gequatsche zu. Du reagierst auf uns und ab und zu schenkst du uns ein unglaublich schönes Engelslächeln. Du kleiner Schmunzelbär!
An deinem 2. Lebenstag huschte es zum ersten Mal über dein Gesicht als du bei deinem Papa auf dem Arm lagst. Du hättest ihn sehen sollen! Stolzer kann man gar nicht sein.
Du folgst dem Klang deiner Rassel und lässt dich dazu animieren den Kopf nach links und rechts zu drehen. Außerdem versuchst du manchmal dein Köpfchen zu halten, wenn du auf meiner Brust oder über der Schulter liegst. Das will noch nicht ganz so klappen wie du es möchtest, aber wir haben Zeit!

Jeder Tag mit dir ist anders. Wir haben keinen Rhythmus und noch keine Rituale. Wenn nicht gerade Termine anstehen, richten wir uns einfach nach dir. Um pünktlich zu sein, brauchen wir ziemlich viel Vorlaufzeit, das besteht joch Optimierungsbedarf. Aber sonst lassen wir die Dinge einfach auf uns zukommen.

Das Leben mit dir ist ein Abenteuer. Du bist aus unserem Leben nicht mehr weg zu denken.
Danke, dass du mich als deine Mama ausgesucht hast.

Ich liebe dich sehr.

Er.

„Weil ich die Vorstellung schön fand – und immer noch schön finde -, mit dir eine Familie zu gründen“, antwortete er etwas zögerlich auf meine Frage, was ihn dazu bewegte im Dezember diesen einen Satz auszusprechen. Meine Ankündigung zuvor, über Gefühle sprechen zu wollen, quittierte er erst mit einem skeptischen Blick. Er ist nicht gerade das, was man emotional nennt, ganz Sohn seines Vaters, aber er ist mit dem Herzen dabei, da braucht es keine Worte.
Heimlich steigen mir die Tränen in die Augen, dieses Mal vor Glück. Ich ziehe die Decke ein bisschen höher, damit er es nicht merkt und blinzle etwas öfter als sonst. Ich lege mich noch einmal in seinen Arm, schmiege mich an und werde ein bisschen ruhiger. Diese Wirkung hat nur er auf mich.
Innerhalb weniger Minuten durchlaufe ich eine breite Gefühlspalette, bis ich am Ende lauthals über den Quatsch des Freundes lachend neben ihm sitze, obwohl mir heute doch gar nicht nach Lachen zu Mute ist.

Ich bin dankbar. So dankbar.

4 Jahre.

Du hast mich begleitet und mir über manch schwere Zeit hinweg geholfen.
Du hast mir Halt gegen, wenn ich dachte, den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Du hast mir einen Weg zu lieben gezeigt, den ich vorher nicht kannte.

Wir haben gemeinsam viele Dinge erlebt.
Wir haben gestritten und verziehen.
Wir haben geschwiegen und gelacht.

Ich habe gezweifelt und wurde eines Besseren belehrt.
Ich habe dich neu kennen gelernt.
Ich habe nicht genug Worte, um zu beschreiben was ich für dich empfinde.

Ich liebe Dich!