Eingewöhnung goes on

Erzieherin sagt dass mit 2 oft schwieriger einzugewöhnen

Tag 3 – Dienstag:

Nach einem langen Wochenendegeht es heute wieder in die KiTa. Ich war selbst von mir überrascht, ich freute mich richtig auf die KiTa. Dem kleinen Mann hat es wohl auch gefehlt mit Kindern spielen zu können. Ich konnte ihm gerade so die Schuhe ausziehen, da flitzte er schon durch die Gegend.

Die Kinder freuten sich ihn zu sehen. Er spielte ganz selig in der Sandkiste und mischte beim Toben mit. Als die anderen Kinder anfingen zu frühstücken,zog es ihn natürlich sofort dazu, obwohl er gerade kaum essen möchte. Ein Schluck Wasser und etwas Banane verschwand dann doch in ihm und er spielte noch ein bisschen weiter. Er kam drei Mal zu mir, einmal wegen einer angedotzten Nase. Ich würde sagen, das lief wieder ganz toll.

Tag 4:

Es scheint als komme der Kleine immer mehr an. Wir zogen uns an der Garderobe um und als wir den Gruppenraum betraten, grinste er und wollte sofort spielen.

Es scheint als komme er immer mehr an. Er flitzt zwar weiterhin durch die Gegend, aber er wirkt nicht mehr wie aufgezogen. Er hat alle Ecken erkundet und weiß nun, was er wo finden kann, sodass er jetzt auch ab und zu Pausen einlegt und richtig spielt. Vorher war er so sehr mit erkunden und alldem Möglichen beschäftigt. Ich glaube, dass er sich richtig wohl fühlt.

Er kletterte das ein oder andere Mal auf den Schoß seiner Bezugserzieherin und wollte hochgenommen werden als es ihm zu viel wurde. Das freut mich so sehr! Es ist richtig toll zu sehen, wie da Stück für Stück das Vertrauen wächst und sie eine Bindung zueinander aufbauen.

Nach der Stunde war er wieder richtig müde. Zuhause schlief er innerhalb von 5 Minuten ein. Ganz schön anstrengend so ein Krippenalltag.

Morgen wagen wir den ersten Trennungsversuch. Ich bin sehr gespannt wie er reagieren wird, wenn ich den Raum wieder verlasse.

Tag 5 – erste Trennung:

Die Nacht existierte nicht. Der Kleine turnte 2,5 Stunden herum, dann klingelte das Bereitschaftshandy des Freundes, dann mein Wecker.

Ich packte zum ersten Mal den Rucksack und eine Brotdose. Wahrscheinlich bleibt er noch nicht bis zum Essen, aber sicher ist sicher. Nicht, dass er wieder hungernd daneben stehen muss. ;-)

Ich erklärte dem Kleinen schon gestern, dass er morgen ohne mich in der Gruppe bleiben und ich ihn wieder abholen würde. Das tat ich auch auf dem Weg zur KiTa und während ich ihn umzog.

Ich zog den kleinen Mann an der Garderobe um und brachte ihn in die Gruppe. Dort wurde er gleich begrüßt. Ich stellte seine Wasserflasche zu den anderen, verstaute seinen Rucksack und sagte seiner Erzieherin, dass ich ein Notfallkuscheltier eingepackt habe.

Den Kleinen hatte ich solange auf dem Arm. Dann sagte ich ihm, dass ich jetzt gehe, ihm ganz viel Spaß wünsche und dann wieder abholen komme. Ich gab ihm einen dicken Kuss und setzte ihn ab, von wo aus er auch loskrabbelte. Als er begriff, dass ich nun gehe, krabbelte er zu Tür.

Das fiel mir so schwer. Am liebsten wäre ich dort geblieben, hätte ihn nochmal gedrückt, aber das hätte es auch nicht leichter gemacht. Aus dem Augenwinkel sah ich aber, dass er dann gleich von den Rucksäcken abgelenkt war und gar nicht weinte. Meinen Kram in der Garderobe zusammenklaubend schluckte ich den Kloß in meinem Hals runter und blinzelte die Träne weg, die sich ihren Weg bahnen wollte.

Das ist das erste Mal in 13 Monaten, dass der Kleine nicht bei mir oder seinem Papa ist. Ein großer Schritt für uns alle.

Ich verbrachte die Zeit (ohne Handyempfang) im gemütlichen Nebenraum und horchte mit spitzen Ohren, ob ich mein Baby weinen höre. Aber nichts. Das Mamaradar schlug nicht aus.

Ich nutzte die Zwangsinternetpause, um vor mir hergeschobene Dinge für die Arbeit zu lesen.

Nach 30 Minuten kam eine Erzieherin vorbei. Ich dachte ja, sie holt mich ab, aber denkste. Der Kleine mache das so toll, ich solle einfach in 10 Minuten kommen, um ihn abzuholen. Ich platze ein bisschen vor Stolz und fühle mich sofort viel leichter. Ich weiß, dass es kein Garant dafür ist, dass es nun immer so läuft und doch erleichtert es mich so sehr, dass der erste Versuch gleich so gut lief.

Als ich ihn abholen ging, stand er am Tisch und blätterte hochkonzentriert in einem Wohlfühlbuch. Er war so beschäftigt, dass er mich gar nicht richtig wahrnahm. Ich packte seine Sachen ein, ließ ihn noch ein bisschen spielen und dann kam er zu mir.

Während ich ihn anzog, tankte er ein paar Kuscheleinheiten und drückte mich immer wieder ganz doll. Hach. Der weiß,wie man Herzen schmilzen lässt. Seine Erzieherin erzählte mir, dass er nur einmal kurz nach mir suchend Mama vor sich hin murmelte, sich dann aber auf den Arm nehmen ließ und es sofort wieder ok war. Er saß kurz an der Tür und guckte mir nach, aber er hat keine Träne vergossen und dann einfach wie immer gespielt. Mein großer Junge! Ich bin so froh! Mit Tränen hätte ich wohl nicht einfach gehen können.

Morgen ist die Kita geschlossen wegen eines Konzeptionstages. Am Montag geht es weiter. Ich bin gespannt wie es nach nach ein paar Tagen ohne KiTa laufen wird.

Bevor wir gingen,gab es noch ein paar herzerwärmende Worte für mich und den Tipp den Kleinen nicht schon an der Tür abzusetzen, sondern im Raum, wo er direkt losspielen kann oder wenn er noch Zeit brauchen sollte, auf ihren Arm. Ihr wäre nur wichtig, dass ich ihn ihr gebe und nicht die ihn nimmt, damit er ein gutes Gefühl hat. Es sind die Feinheiten, die das hier ausmachen!

Erwähnte ich bereits wie toll diese KiTa ist?!

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Eingewöhnung } Woche 1

Tag 2 – Montag:

Den kleinen Mann plagte plötzlich Husten, die Nacht war entsprechend unruhig und wir starteten etwas zerknittert in die neue Woche.

In der KiTa wollte der kleine Mann noch kurz auf meinem Schoß sitzen bleiben. Bis die Schuhe ausgezogen waren, zog es ihn aber auch schon zu den anderen Kindern. Die Erzieherin erzählte mir, dass am Freitag alle Kinder ganz begeistert vom kleinen Mann erzählt haben.
Heute kreisen sie aber schon deutlich weniger um ihn und seine Erzieherin. Es scheint als hätten sie ihn schon in die Gang aufgenommen.
Der kleine Mann krabbelte wieder fröhlich durch den Gruppenraum als wäre er schon immer hier gewesen.
Ganz besonders liebt er die Kiste mit den Kastanien. Immer wieder klettert er rein und raus, steckt die Kastanien in die Flaschen und klappert fröhlich grinsend damit herum.

Außerdem schaute er sich die Wohlfühlbücher der anderen Kinder an. Auch Zuhause blättert er leidenschaftlich gerne sämtliche Bücher und Zeitschriften durch.

Heute verbrachte er viel Zeit mit den anderen Kindern im Schlafraum, wo er fröhlich herumtobte. Er kletterte auch einmal auf den schoß seiner Erzieherin und sah sich ein Buch mit ihr an. Es freut mich so sehr, dass er sich gleich wohl bei ihr fühlt.

Kurz vor Ende der Stunde, kam er wieder zu mir gekrabbelt und wollte kuscheln. Da war er dann aber auch schon sehr müde und etwas weinerlich.

Ich zog ihn an und wir besprechen, dass wir am nächsten Tag nochmal sehen und dann über den ersten Trennungsversuch sprechen würden.

Auf dem Weg nach Hause schlief er fast ein. Wie sich ja dann über den Tag rausstellte, hatte sich der Kleine eine Bronchitis eingefangen. Damit bleibt es diese Woche dann bei einem Tag KiTa. Ich hoffe sehr, dass sich daraus kein Trend entwickelt. Ich mag mein Baby so gar nicht gern sehen.

KiTa-Kind } Tag 1

Und plötzlich ist war er da, der erste Tag der Eingewöhnung. Ab nun ist alles anders und seit über einem Jahr habe ich wieder einen Wecker gestellt.

Meine Nacht war grauselig. Eigentlich war der Plan früh ins Bett zu gehen. Uneigentlich kam die Urlaubsplanung dazwischen (die mittlerweile Gott sei Dank abgeschlossen ist!). Als ich dann viel zu spät ins Bett ging, konnte ich dennoch kein Auge zu tun. Ich konnte einfach nicht einschlafen, obwohl ich völlig ruhig war. Der Kleine schlief wegen eines späten Mittagsschlafs spät ein und öffnete 3 Stunden später bereits wieder die Äuglein. Er war ganz ruhig und kuschelig, wollte ganz nah bei mir sein, bis er dann um 3 Uhr einschlief. Während ich mein Baby versuchte in den Schlaf zu kraulen, fragte ich mich, ob er wohl meine Unruhe spürt? Ich glaubte ja, die Ruhe selbst zu sein, aber die Tatsache, einfach nicht einschlafen zu können, muss doch insgeheim mit dem aufregenden Ereignis zusammen hängen, das uns nach dem Schlafen erwarten würde. Erst als ein paar stumme Tränen kullern, fühle ich mich leichter und kann schlafen. 3,5 Stunden später klingelte der Wecker leise.

Ich schlüpfte aus dem Bett und gehe ins Bad, um mich fertig zu machen. Im Anschluss bereite ich das Frühstück vor. Der kleine Mann wird um 7 Uhr nach einer viel zu kurzen Nacht wach, ist aber bester Laune. Der Freund ist mittlerweile schon auf dem Weg zur Arbeit. Ich ziehe das Kind um, wir frühstücken, putzen die Zähne und machen uns auf den Weg. Den morgendlichen Ablauf muss ich noch ein wenig optimieren, denn zum Schluss wurde es dann doch noch knapp und ich hasse es unpünktlich zu sein!

Pünktlich um 8 Uhr betraten wir dir KiTa. Wir beginnen vorerst so früh, damit noch nicht so viele Kinder gleichzeitig da sind und der kleine Mann langsam ankommen kann.
An der Garderobe waren schon Name und ein Bild des kleinen Mannes angebracht. Ich mag sowas ja. Also kurz ausziehen und los ging der erste Tag als (fast) KiTa-Kind.

Die Bezugserzieherin der Kleinen begrüßte ihn ganz freudig, wofür sie ein dickes Grinsen erntete. Es waren noch drei andere Kinder da, die den Kleinen ganz neugierig bestaunten. Ich zog ihm seine Puschen an und machte es mir auf meinem Stuhl bequem, von dem aus ich den ganzen Raum überblicken kann, aber nicht ganz so präsent bin. Und dann ging es auch schon los.
Der Kleine erkundete ganz neugierig den ganzen Raum und beobachtete interessiert die anderen Kinder. Er kletterte umher und nahm ersten Kontakt zu seiner Erzieherin auf.

Mir fiel das wirklich schwer, nicht mit ihm zusammen zu spielen. Solange ich dabei bin, hat das alles ja noch Krabbelgruppencharakter, aber beim Gedanken an die erste Trennung musste ich doch ein bisschen schlucken. Ich sah ja, dass es ihm wirklich gefällt, aber die Eingewöhnung ist auch eine Entwöhnung für mich.
Wir waren jetzt über ein Jahr fast rund um die Uhr zusammen. Da wünschte ich mir zugegebenermaßen auch mal ein bisschen Pause, aber seufz. Es ist halt doch was anderes, ob es regelmäßig muss oder darf. Jeden Entwicklungsschritt bejubelte ich als Erste. Mir wird diese Zeit fehlen, so ganz für uns ohne Termine und feste Abläufe. Aber es bringt nichts sich jetzt darüber Gedanken zu machen. Es ist wie es ist und es ist ja nicht schlecht! Wie sagte die Erzieherin „Wenn es Ihnen gar nichts ausmachen würde, wäre doch irgendwas falsch.“.

Der Kleine räumte Spielzeug ein und aus und wirbelte fröhlich umher. Die Kinder zeigten ihm wie das Spielzeug funktioniert und kreisten um ihn wie um einen verborgenen Schatz. Das war wirklich putzig anzusehen. Sogar das Kind, das laut Erzieherin ein bisschen verschlossen ist und nicht so gerne abgibt, teilte das Spielzeugauto mit ihm. Hach. Der kleine Mann hatte sichtlich Spaß, sah sich immer mal wieder nach mir um oder zeigte mir freudestrahlend welche Errungenschaft er gerade gemacht hatte. Seine Erzieherin blieb immer in seiner Nähe, reichte ihm Spielzeug und versuchte ein bisschen Kontakt aufzubauen.

Ich unterhielt mich nebenbei mit der anderen Erzieherin und konnte einen ersten Eindruck davon bekommen, wie der Umgang mit den Kindern ist. Ich glaube, wir haben wirklich das goldene Los gezogen.
Es sind je nach Tageszeit 2-3 Erzieherinnen für bis zu 10 Kinder da. Das wäre bei der Tagesmutter auch nicht besser gewesen. Die Räume sind hell und freundlich und voller toller Sachen, ohne komplett vollgestellt zu sein. Auch da haben wir bei den Besichtigungen schon ganz andere Dinge gesehen. Aber was mein Herz aufgehen lässt, ist der Umgang mit den Kindern. Die Erzieherinnen sind alle so ruhig und liebevoll. Sie zeigen ganz bestimmt ihre Grenzen, verlieren aber dabei nicht einen harschen Ton. Ganz im Gegenteil, sie sind so freundlich und respektvoll mit den Kleinen, dass diese nach kurzen Ansagen wirklich mitmachen. Das einzige, was hier ein bisschen fehlt, ist der ein oder andere männliche Erzieher.

Etwa nach einer halben Stunde verfolgte der Kleine die Rasselbande in den Schlafraum. Die Räume sind alle mit Gucklöchern ausgestattet, so können die Kleinen auch schauen, was die Großen im Kindergarten so treiben. Ich konnte also beobachten, was der Kleine so trieb und ich sag mal so, er steht den Größeren in nichts nach. Er erklomm die Stufen und krabbelte wie von der Tarantel gestochen hin und her und immer den Großen nach. Ich bin ja gespannt wie lange es noch dauert, bis er versucht die ersten Schritte zu machen, wo alle anderen in der Gruppe schon laufen können. Ich bin so froh, dass wir ein paar Kurse gemacht haben und der Kleine andere Kinder kennt und mag. Das war ja nicht immer so. Wenn ich an die erste Zeit denke, wo jeder Blick schon einer zu viel war. Da hätte er die Stunde auf meinem Arm verbracht und sich Spielzeug anreichen lassen, jetzt war er mittendrin. Das hat mein Herz leichter gemacht und freut mich unheimlich.
Während er da so rumtollte, wurde ein kleiner Lockenkopf abgegeben. Er wurde von seiner Erzieherin auf den Arm genommen und begrüßt. Als sein Papa sich von ihm verabschiedete, begann er zu weinen. In dem Moment verkrampfte sich mein Herz richtig und ich dachte nur, dass ich so nicht hätte gehen können, obwohl uns schon gesagt wurde, dass kurze, deutliche Abschiede am einfachsten seien. Noch ehe sein Papa ums Haus herum gegangen war und einen Blick durchs Fenster werfen konnte (ihm fiel das auch sichtlich schwer. Im Nachhinein glaube ich, dass es einfacher sein könnte, damit man selbst nicht anfängt zu weinen *hust*), hatte sich der kleine Lockenkopf schon wieder beruhigt. Er durfte dann auf dem Schoß bleiben bis er soweit war. Das fand ich richtig, richtig schön.

Jedes Kind wurde mit Namen begrüßt und konnte zum Ankommen auf den Schoß oder Arm. Manche brauchten das und andere hatte kaum mehr Zeit sich von den Eltern zu verabschieden. So kann’s eben auch gehen. Nach knapp einer Stunde wurde es Zeit zu gehen. Die Kinder deckten den Frühstückstisch und ich versuchte den kleinen Mann zum Gehen zu überreden. Das fand er richtig doof und meckerte mit mir. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er noch länger dort verbracht, aber wir wollten den ersten Tag abschließen, solange die Stimmung noch gut war, sodass er mit einem positiven Gefühl geht.

Der erste Tag lief richtig gut. Nur einmal kam der Kleine kurz zu mir gekrabbelt, legte seinen Kopf für eine Millisekunde auf meinen Schoß und zog dann wieder los. Auch die Erzieherinnen waren beide total begeistert wie gut es lief. Sie sagten mir immer wieder wie offen, freundlich, neugierig und fröhlich der Kleine sei. Ich habe da ja nicht wirklich dazu beigetragen, aber es fühlt sich schon echt toll an, wenn man sowas gesagt bekommt. Vor allem auch, weil es mir Hoffnung macht, dass die Eingewöhnung für uns alle entspannt werden kann.

Das Eingewöhnungsgespräch

Unser Lotterleben hat nun bald ein Ende. Schon nächste Woche beginnt die Eingewöhnung des kleinen Mannes.
Es ist kein Geheimnis, dass mir das unheimlich schwer fällt. Aber ich sehe es auch mit einem lachenden Auge, denn es ist mehr als nur das Ende eines sehr intensiven Abschnitts unserer gemeinsamen Zeit. Es ist auch ein Anfang von etwas, das dem kleinen Mann mit Sicherheit sehr gefallen wird.

Letzte Woche hatten wir also das Eingewöhnungsgespräch. Es war super!
Ich würde lügen, würde ich behaupten, dass es mir jetzt total leicht fiele, aber ich fühle mich dort und mit der Bezugserzieherin des kleinen Mannes sehr wohl. Insgeheim hatte ich ja gehofft, dass sie es wird und nun ist es tatsächlich so. Ich freue mich darüber echt riesig. Denn nicht nur der erste Eindruck, sondern auch das Gespräch hinterlassen ein sehr positives Gefühl.

Der Freund hatte frei und so gingen wir alle 3 gemeinsam zum Gespräch. Der Kleine konnte so schon mal die Räumlichkeiten kennenlernen und seine Bezugserzieherin ganz ungestört beschnuppern.
Zuerst besprachen wir die vertraglichen Dinge. Den kleinen Mann hielt es nicht lange an Ort und Stelle und so machte er nach kürzester Zeit den Gruppenraum unsicher, während uns seine Bezugserziehherin viele Fragen stellte, um uns und ihn ein bisschen kennenzulernen. Sie wollte gerne wissen, was er schon kann, was er mag und was nicht. Sie stellte Fragen zu unserem Umfeld, ob er es kennt von anderen Personen als von uns betreut zu werden und solche Dinge. Sie erzählte vom Tagesablauf in der KiTa und besprach kurz, was wir für den Kleinen besorgen müssen. Wir sprachen über das Essen und ich konnte mir die Essenspläne des Caterers ansehen, der die KiTa beliefert.
Das ist nämlich auch ein Thema, das mir sehr wichtig ist. Da habe ich schon ganz furchtbare Pläne gesehen.
Am Anfang werde ich ihm noch Essen mitgeben, aber sobald er dort richtig angekommen ist, darf er gerne dort essen. Das Essenansgebot ist ausgewogen und klingt super lecker. Ob ich da wohl mittags mit essen darf? ;)

Eingewöhnt wird nach dem Berliner Modell.
Die ersten Tage wird der kleine Mann mit mir zusammen eine Stunde lang in der Krippe verbringen. In dieser Zeit werde ich mich zurückhalten, aber dabei sein, sodass er die Umgebung, die anderen Kinder und seine Bezugserzieherin kennenlernen und Vertrauen aufbauen kann. Nach ein paar Tagen unternehmen wir den ersten Trennungsversuch. Dazu soll ich ihn in die Krippe bringen, mich eindeutig verabschieden und dann gehen. Die Trennung dauert im Idealfall 30 Minuten, in denen in der Garderobe auf ihn warten werde. Sollte er weinen und sich nicht beruhigen lassen, werde ich wieder zurückgerufen.
Sie sagte auch gleich, dass sie da nicht lange herumexperimentieren. Nach 5, maximal 10 Minuten, je nachdem wie doll er weint, auch früher, würde ich spätestens angerufen werden. Das hat mich gleich sehr beruhigt. Natürlich sollen sie versuchen dürfen ihn zu beruhigen, aber ich möchte nicht, dass das auf biegen und brechen passiert.
Ich habe 6 Wochen für die Eingewöhnung eingeplant, da ist auch Platz für ein paar Rückschläge. Das fand auch die Erzieherin super.

Anhand dieses Trennungsversuches entscheidet sich dann das weitere Vorgehen. Scheitert der Versuch, findet ein erneuter Bindungsaufbau statt und die Eingewöhnung wird etwas langsamer vorgenommen. Klappt es, bleibt es ein paar Tage bei 30 Minuten und wird dann Schrittweise um 15-30 Minuten verlängert, solange bis er dann zum Mittagessen und zum Schluss zum Schlafen bleibt. Der erste Schlafversuch wird etwa in Woche 3 oder 4 stattfinden.

Das Schlafen war und ist ja mein persönlicher Bibberpunkt. Denn hier klappt das ohne zu stillen einfach nicht. Die Bezugserzieherin (ich muss mir dringend einen Namen ausdenken) reagierte sehr offen darauf, dass der Kleine ein Einschlafstiller ist. Wir würden es einfach probieren. Es wäre auch gar kein Problem die erste Zeit den Kinderwagen mitzubringen und ihn darin schlafen zu lassen, das klappe bei vielen Kindern. Ein Versuch wäre das eventuell wirklich wert. Ihre Erfahrung zeige aber, dass in der Krippe vieles klappt, was zuhause nicht geht. Auch das Schlafen. Wir lassen es also auf uns zukommen.
Da ich dank meines Arbeitgebers und der Möglichkeit von zuhause aus zu arbeiten sehr flexibel bin, wäre es auch kein Problem den Kleinen auch nach den 6 Wochen noch vor dem Schlafen abzuholen und dann Zuhause hinzulegen, sollte es bis dahin nicht klappen. Das nimmt auch nochmal viel Druck aus der Sache. So können wir das wirklich ganz entspannt angehen und ich bin mir sicher, dass auch das irgendwann klappen wird.

Nach jedem Tag besprechen wir die Lage und das Vorgehen, um ganz individuell auf den Kleinen eingehen zu können.

Ich glaube, wir haben eine wirklich tolle Einrichtung und eine noch tollere Erzieherin erwischt.
Die Erzieherin freute sich sehr als ich ihr sagte, dass sie gerne mit dem Kleinen kuscheln darf, wenn er es braucht und sie das auch möchte. Sie erzählte, dass es viele Eltern gebe, die das nicht wollen. Sie sagte uns wie schön sie es finde, dass wir so offen und unkompliziert seien. Diese Frau scheint ein echter Glücksgriff zu sein! Ich hatte nämlich schon befürchtet, dass wir ein bisschen in unserer Wünsche belächelt werden, weil wir doch schon sehr auf den Kleinen eingehen und das so vielleicht nicht umsetzbar ist. Aber ganz im Gegenteil, sie war sehr interessiert und ich habe den Eindruck, dass sie das von sich selbst aus eh machen würde. In der Zwischenzeit nahm der kleine Mann auch schon Kontakt zu ihr auf und kasperte mit ihr herum. Das machte mir das Herz auch gleich etwas leichter.

Ich erzählte auch ganz offen, dass mir dieser Schritt unheimlich schwer fällt, obwohl ich ein rundum gutes Gefühl habe. Sie war so verständnisvoll, sagte, dass das völlig normal sei und viele (meist) Mütter bei der Eingewöhnung ein paar Tränen vergießen. Das sei völlig in Ordnung, es ist eben ein großer Schritt. Es helfe da alles anzusprechen und sich mit anderen Eltern auszutauschen.

Sie erzählte uns ein bisschen von der Eingewöhnung anderer Kinder und betonte immer wieder wie offen, freundlich und lustig unser Kind sei. Und wie sehr sie sich schon auf ihn freut!

Ich glaube, mit ihrer liebevollen, offenen und albernen Art passt sie einfach perfekt zu unserem kleinen Mann. Das erleichtert mich doch sehr.

Bald geht es los. Mein Baby wird groß.

KiTa-Wahnsinn

Ich habe bei Freundinnen schon im Vorfeld mitbekommen wie schwierig es zum Teil ist einen KiTa-Platz zu bekommen. Aus diesem Grund habe ich bereits in der 15. Woche Anmeldungen an sämtliche KiTas in der Umgebung abgegeben.

Wer aufgepasst hat, weiß, dass ich das  gar nicht sehr viel früher hätte machen können. Man stelle sich eine Anmeldung vor und in Feld Geburtsdatum steht dann „Voraussichtlich xx.xx.20xx, sofern es geklappt hat“.

Zum Teil haben wir jetzt schon die Mitteilung erhaltem, dass wenn wir bis September 2018 keinen Platz bekommen, sofern nicht jemand abspringt oder wegzieht. Und das ist richtig Scheiße.

Ich würde so gerne länger Zuhause bleiben, aber es ist leider keine Option. 

Es war von vorneherein klar, dass ich nicht länger werde Zuhause bleiben können. Finanziell ist es nicht drin und auch beruflich wäre es nicht gerade klug, da ich eine richtig gute Stelle verlieren würde. (Ich werde nicht gekündigt, aber mein aktueller Arbeitsplatz wird nicht auf ewig freigehalten und ich müsste dann etwas anderes machen und vielleicht auch wo anders hin, was auch wieder negativen Einfluss auf die Gestaltung meines Arbeitsplatzes und der Arbeitszeit hätte auch in Bezug auf Homeoffice.)

Ich dachte ganz naiv, wenn ich das jetzt schon weiß, auxh schon vor der Schwangerschaft, kann ich mich darauf einstellen und es wird mir dann leichter fallen. Hört ihr mich lachen!? Mir wird jetzt schon ganz heulig, wenn ich daran denke, mein Baby nicht mehr die ganze Zeit bei mir zu haben. Vielleicht ändert sich das noch, aber aktuell bricht es mir das Herz. Mir, für den Stöpsel wird das sicher super. Wenn, ja WENN er denn einen Betreuungsplatz bekommt, denn dann steht derzeit noch in den Sternen. 

Und neben dem OB steht die Frage WELCHEN Betreuungsplatz er bekommt. Es gibt 2 Einrichtungen, die mir richtig, richtig gut gefallen. Dort habe ich mich räumlich wie personell gleich sehr wohlgefühlt. Andere wären Kompromisse, ebenso wie die zwei Tagesmütter, die wir bereits kennengelernt haben. Eine finde ich aber herzlich, bin mit der Aufhebung aber nicht so glücklich und auch sprachlich habe ich bedenken, da sie zwar deutsch spricht, aber man deutlich merkt, dass es nicht ihre Muttersprache ist. Mich persönlich stört das nicht, aber im Hinblick auf meinen einjährigen Sohn, der gerade anfängt zu sprechen und einige Stunden des Tages dort verbringen soll, brachte der Freund ein paar Bedenken hervor. Bei der anderen Tagesmutter gefielen uns die Räumlichkeiten besser, sie war nett, aber es wirkte etwas verkrampft.

Jetzt ist es ja eh nicht so als könnten wir wirklich wählen. Und im Notfall müssen wir nehmen, was wir kriegen und uns weiter bewerben, falls wir gar nicht glücklich damit sein sollten.

Es ist doch ein Irrsinn, dass man sich überhaupt so früh Gedanken machen und am Ende froh und dankbar sein muss, wenn man überhaupt einen Platz 3 Monate später als benötigt, bekommt. An den ü3 Platz mag ich gar nicht denken, das ist nämlich auch so ein Thema, da der nicht in jeder KiTa garantiert ist…

Und unsere Gemeinde ist echt gut aufgestellt und sehr bemüht den Bedarf zu decken. Auf 12.000 Einwohner kommen insgesamt 90 U3 Plätze. Aber sie geburtenstarken Jahrgänge machen sich bermerkbar. Aktuell wird versucht bis zum Herbst 2 weitere Gruppen zu schaffen, ob das klappt, steht noch in den Sternen.

Im Mai wissen wir dann mehr. Ein paar Daumen waren toll. 

Hat schon jemand Erfahrungen mit dem Rechtsanspruch gemacht? Wie läuft das denn?