Weiter geht’s!

Es geht weiter. Inzwischen sind nun zwei weitere Wochen der Eingewöhnung vergangen. Zeit für ein kleines Update.

Die erste Woche verbrachte ich wieder zusammen mit dem Kleinen in der Gruppe. Ich erzählte ja schon, dass der kleine Mann sich am ersten Tag etwas schwer tat und sich nicht so recht lösen wollte.
Mir brach das ein kleines bisschen das Herz. Nach einigen Minuten sammelte er seinen Mut und zog dann doch wieder los, aber ich spürte sein Zögern und sah seine Blicke, die sich immer wieder versicherten, dass ich auch wirklich in der Nähe bin. Das kannte ich bisher nicht in diesem Umfang. Und es machte mir schmerzlich bewusst, was wir in der Woche zuvor kaputt gemacht hatten. Weil nicht offen kommuniziert wurde, weil wir dachten er sei schon weiter und weil, als ich es mir erstmals dachte, dass es so nichts wird, ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört und bestanden habe, sondern auf die Erzieherinnen hörte. Das soll kein Vorwurf sein, sie sind die mit der Erfahrung und es hätte ja klappen können. Aber es zeigt mir eben, dass ich mein Kind am besten kenne. Das lässt sich nun nicht mehr ändern.

Aber es sind nun alles sehr bedacht, den Kleinen ruhig ankommen zu lassen. Hinter dem breiten, frechen Grinsen und dem Schalk im Nacken, steckt eben auch ein sensibler Kern. Jeden Tag taute der Kleine wieder ein bisschen mehr auf. Er zog früher los und größere Kreise, suchte weniger Blickkontakt. An einem Tag konnte ich ihn nicht begleiten, dort übernahm der Freund und das klappte ganz wunderbar. Da zog der Kleine sogar direkt los. Er nahm immer mehr Kontakt mit seiner neuen Bezugserzieherin auf und genießt es sichtlich sich von ihr begleiten zu lassen.

Diese Woche fand die erste Trennung statt. Nach 20 Minuten holte ich einen kleinen Mann ab, der geweint hatte, sich aber beruhigen ließ. Die Erzieherinnen hatten beschlossen, dass so ein guter Abschluss wäre, weil er nicht in Tränen aufgelöst abgeholt wird. Am Tag darauf blieb er schon 45 Minuten und jetzt zum Ende der Woche schon wieder eine Stunde. Sobald ich die Gruppe betrete und seinen Namen rufe, schenkt er mir sein bezauberndes Lächeln. Manchmal kommt er aufgeregt auf mich zu gekrabbelt, aber oft zeigt er mir, was er gerade Tolles zum Spielen hat und widmet sich dieser Sache dann wieder. Das macht mich sehr glücklich!

Nur das Abgeben, das fällt mir schwer. Ich gehe jeden Morgen ganz positiv gestimmt mit ihm in die Gruppe. Schon in der Garderobe zeigt er mit spitzem Zeigefinger, begleitet von „Da! Da!“-Rufen, auf den Gruppenraum. Auch wenn wir ihn betreten ist alles super, aber sobald ich mich verabschiede, ich ihn absetzen oder der Erzieherin geben möchte, klammert er sich an mich. Das ist der Moment, an dem auch ich innerlich versteife. Das ist doof, denn das merkt er natürlich, aber ich weiß auch, dass ein langer Abschied eben auch nichts bringen würde. Ich übergebe ihn dann und manchmal sehe ich noch die zuckenden Mundwinkel wenn ich gehe. Herzbruch!
Aber ich höre ihn nie weinen! Seine Erzieherin nimmt ihn sofort an sich, geht mit ihm in die Sandkiste oder begleitet den Abschiedsschmerz. Jeden Tan versichert sie mir, dass es sich nur um Sekunden handelte. Abschiedsschmerz eben und das sei völlig in Ordnung und normal.

Das weiß ich auch, aber bisher war es eben nicht so. Da konnte er es kaum erwarten, dass er spielen konnte. Seitdem sind natürlich auch schon ein paar Wochen vergangen, er hat sich weiterentwickelt. Vielleicht wäre dieser Punkt auch bei der anderen Erzieherin gekommen, wer weiß das schon.
Ich freue mich jedenfalls, dass sich der Kleine wieder gefangen hat und gerne in die KiTa geht.

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Mit Zahn

Vorgestern war mir als blitzte da ein weißer Punkt auf dem Zahnfleisch des kleinen Mannes. Das tat ich aber schnell als Hirngespinst ab, immerhin dachte ich ja schon seit September immer wieder, dass da ein Zahn käme. Aber die Monate zogen ins Land und nichts passierte.

Wirklich böse war ich darum nicht. Ich liebe diese blanke Kauleiste. Und außerdem hört man ja immer wie furchtbar zahnen sein soll. So richtig fiese, kleine Scheißerchen sollen das sein, da sehnte ich mich jetzt nicht gerade danach.

Gestern beim Stillen dachte ich dann aber doch, dass sich das anders anfühlt. Und siehe da: der erste Zahn ist tatsächlich durch.

2 Wochen nach seinem ersten Geburtstag hat mein Baby also einfach so seinen ersten Zahn bekommen. Das darf dann gerne weiterhin so sein.

12 Monate Januarbaby

Mein Räuberkind,

du bist heute 12 Monate alt. Ein Jahr! Ist das zu fassen?!

Gestern erst lagst du noch nackt auf meiner Brust und heute tobst du durch unser Leben.
Ich kann mir ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen.

Es fällt mir schwer diesen Bericht zu schreiben, alles einzufangen, was dich ausmacht. Dich noch ein bisschen größer werden zu lassen. Du bist so viel mehr als deine Fähigkeiten. Dein Wesen zu erfassen erscheint mir schier unmöglich, du bist so facettenreich.
Und auch wenn ich versuche all deine Entwicklungsschritte und Eigenheiten zu erfassen und festzuhalten, bleibt es doch nur ein Versuch. Es sind die Feinheiten, die dich ausmachen.

Du bist nun offiziell ein Kleinkind. Inoffiziell bist du schon lange kein Baby mehr, für mich und mein Herz wirst du das aber wohl für immer bleiben.
Ich staune jeden Tag über dich. Du bist so groß geworden!

Du wiegst knapp 9,5 kg und bist 74 cm groß. Du trägst Größe 74. Obenrum ist es teilweise auch noch eine 68, während du an den Beinen auch schon gelegentlich Größe 80 trägst. Du hast die schönsten blauen Augen und eine blonde Stubbelmähne. Die Zotteln reichen dir bis ins Gesicht, aber noch bringe ich es nicht übers Herz dir die Haare zu schneiden. Wir bürsten sie dir deshalb immer in deinen natürlichen Seitenscheitel.
Soviel zu den körperlichen Gegebenheiten.

Es sind die kleinen Dinge, die mich staunen lassen. Du bist so selbstständig geworden. Du schnappst deinen Trinkbecher, so selbstverständlich als hättest du nie etwas anderes getan. Wie du deine Umwelt wahrnimmst, wie verständig du schon bist! Das überrascht mich wirklich immer wieder! Als ich dich vor kurzem fragte, ob du müde bist, riebst du dir die Augen. Ich erwiderte, dass du ja schon mal ins Schlafzimmer gehen könntest, da krabbeltest du los, schobst die Tür auf (das machst du sehr gerne!) und wartetest vor dem Bett auf mich. Ich hab vielleicht Bauklötze gestaunt! Du hast „Füße zuerst!“ verinnerlicht und kletterst selbstständig vom Bett, aber nur, wenn ich dabei bin. Sonst wartest du und rufst mich.
Deine Nachtschlaffunktion ist kaputt. Du gehst gegen 19 Uhr ins Bett. Entweder wachst du sehr früh auf oder du bist nachts 1-2 Stunden wach. Es gab wirklich wenige gute Nächte in diesem Lebensmonat, die waren dafür richtig, richtig super! Einmal schliefst du 8 Stunden! Leider war das die große Ausnahme. Das ist aber vielleicht auch deiner Entwicklung geschuldet. Ich kann dir richtig zusehen, wie du dazu lernst.
Die Abstände zwischen deinen Schläfchen werden immer größer. Schläfst du morgens „länger“, kann es sein, dass du auch mit nur einem Schläfchen über den Tag kommst. Meist hängst du dann ab 17 Uhr in den Seilen, hinlegen ist dann aber auch keine Option. Du feilst da noch dran. Ich habe Hoffnung, dass sich da wieder einpendelt.

Du schläfst gerne auf dem Bauch. Seit neuestem ziehst du dabei deine Beinchen an dich heran und streckst den Po in die Luft. Oder du schläfst alle Viere weit von dir gestreckt unter meiner Decke, nachdem wir – wie immer zum Einschlafen– ausgiebig gekuschelt und gestillt haben. Das ist meist der ruhigste Schlaf.

Du krabbelst! Ich habe ehrlich gesagt nicht mehr damit gerechnet, nachdem du nach deinen ersten Tappsern sämtliche Krabbelversuche wieder eingestellt hattest. Plötzlich unternahmst du dann aber doch ein paar Versuche und seit du erkanntest, dass du damit noch schneller vorwärts kommst, machst du nichts anderes mehr.
Bei jeder erdenklichen Gelegenheit stellst du dich hin und hangelst dich an den Möbeln entlang. Mittlerweile machst du das sehr souverän. Du versuchst auch größere Lücken zu überbrücken, manchmal löst du dabei für den Hauch einer Sekunde beide Hände. Sobald du das merkst, klammerst du dich sofort wieder an deine Laufhilfe. Du setzt dich aus dem Stand wieder hin, indem du dich auf die Knie fallen lässt. Verlierst du das doch das Gleichgewicht, was wirklich selten vorkommt, rollst du dich mit einer gekonnten Bewegung über die Schulter ab oder fängst dich auf.

Dass du noch nicht frei stehen kannst, hält dich aber nicht davor ab erste Kletterversuche zu unternehmen. Du liebst den Nervenkitzel! Ich für meinen Teil bekomme einen kleinen Herzanfall, wenn ich sehe wie du auf deine Wippe kletterst, hinstellst und freihändig an sie angelehnt versuchst irgendwelche Dinge zu erreichen. Ist dein Ziel zu weit entfernt, versuchst du noch ein paar Zentimeter rauszuholen, indem du dich auf die Zehenspitzen stellst und ganz lang machst.

Du wirfst den Ball und flitzt hinterher, so kannst du dich eine ganze Weile beschäftigen. Rollt er dabei unter das Sofa, legst du dich ganz flach hin und schaust darunter, statt dich fragend umzusehen wie bisher. Aber auch mit deinem Motorikwürfel, der Waschmaschine oder leeren Wasserflaschen kannst du dir ausgiebig die Zeit vertreiben. Du kletterst in jede Kiste und den Wäschekorb und lässt dich darin durch die Gegend ziehen. Dabei grinst du wie ein Schneekönig und brabbelst aufgeregt vor dich hin.

Du bist sehr gesprächig und kannst dich wirklich gut verständigen. Du sagst „Mamamama“ und meinst mich. Und du sagst „nai“.
Neben dem hohen „dadada“, mit dem du dich durch die Wohnung bewegst, hast du auch die tiefen Töne entdeckt und erkundest sie voller Hingabe. Dein mit innen gerichtetem Ton gebrummtes „Wawawa“ mit ganz breitem Mund und geschäftigem Gesicht, das dich wie ein kleines Murlock klingen lässt, ist dabei dein Favorit.
Du zeigst mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf etwas, rufst „Da!“ oder siehst mich fragend an.
Ich erkläre dir dann, was du siehst, was du dann ganz leise vor dich hinmurmelnd in deiner bezaubernden Sprache wiederholst. Neulich war es „oben“ und „unten“, das mit „dat“ und „dadadat“ immer und immer wieder hochkonzentriert wiederholt und mit Gesten untermalt wurde. Du glaubst gar nicht, wie sehr es mich fasziniert dich beim Lernen zu beobachten.

Neben deinem Fingerzeig, schüttelst du ganz vehement den Kopf, wenn du etwas nicht willst. Dabei fliegen deine Haare wild hin. Du glaubst gar nicht, wie putzig das aussieht! Passt dir etwas ganz und gar nicht oder ich verstehe nicht schnell genug, kannst du auch sehr ungehalten werden. Du schimpfst dann wie ein kleiner Rohrspatz mit mir, ziehst die Nase kraus, formst eine Schnute und ziehst entrüstet die Augenbrauen zusammen. Richtig wütend, schüttelst du deine Fäustchen.

Du isst fast alles, was man dir zu Essen gibt. Du liebst den Linsencurryaufstrich, Erdnussmus und Frischkäse mit Obstmus. Heidelbeeren, Naturjoghurt, Mozzarella, Brokkoli, Karotten und Schmetterlingsnudeln. Wurst und Käse werden augenblicklich vom Brot gefummelt und zuerst verspeist, Aufstrich leckst du ab. Manchmal isst du das Brot mit, oft wirfst du es dann auf deinen Teller oder streckst es mir hin. Halte ich das Brot und lasse dich abbeißen, isst du es fast immer komplett auf. Du teilst dein Essen mit uns.

Die Mengen, die dabei in deinem Magen landen, werden immer größer und sind nun bei nennenswerten Größe angelangt. Ich habe aber auch das Gefühl, dass du neben dem Einschlafstillen öfter und expliziter Milch einforderst. Da reißt du plötzlich wie verrückt an deinem Lätzchen, drehst den Kopf weg und stemmst dich gegen deinen Stuhl bis ich dich rausnehme. Stille ich dich dann, trinkst du ganz gierig und zeigst dabei das Babyzeichen für „Milch“. Ich finde es wirklich beeindruckend wie kompetent du bist.

Du fremdelst nicht und hast es bisher auch nicht getan. Im Gegenteil bist du sehr kontaktfreudig. Du bist sicherer und selbstbewusster geworden. Zwischen anderen Kindern bewegst du dich völlig selbstverständlich. Du versicherst dich mit einem kurzen Blick, ob ich noch da bin, setzt dann aber deine Erkundungstour fort. Zwischendurch kommst du angeflitzt, kletterst auf meinen Schoß und schmiegst dich an, um in Windeseile deinen Akku aufzuladen und weiterzumachen.
Zuhause bist du gerne bei mir. Eigentlich verfolgst du mich überall hin und fühlst dich am wohlsten, wenn du auf meinem Arm sein kannst oder ich neben dir auf deiner Spieldecke sitze.

Du kleiner Mensch, du machst mich unheimlich glücklich. Alles an dir fasziniert mich.
Ich wünschte, du könntest dich durch meine Augen sehen und diese Emotionen fühlen, die durch meinen Körper rauschen, wenn ich dich beobachte. Du bist das Glück in seiner reinsten Form.

Es ist so schön, dass du da bist.

Ich liebe dich!

Happy 1st birthday

Mein kleiner Mann,

seit einem Jahr bereichert du nun unser Leben.
Du hast es müder, aber auch so viel bunter, lauter, leiser, kuscheliger, anstrengender, aufregender und intensiver gemacht.
Du hast mir die Augen geöffnet und zeigst mit dir Welt jeden Tag aufs Neue aus deinem ganz besonderen Blickwinkel.

Du hast mir meinen allergrößten Wunsch erfüllt und mich zur Mama gemacht.
Ich erinnere mich genau daran wie es begann – unser Abenteuer. Erst als zarter zweiter Strich, dann mit dieser verheisungsvollen Winternacht, die dich in unsere Arme brachte.

Dieses Jahr verging wie im Flug. Ich würde so gerne noch einmal deine Stupser spüren, deinen Neugeborenenduft einatmen.
Ich möchte manchmal die Zeit anhalten, vor und zurückspulen, um manche Momente immer und immer wieder erleben zu können. Aber die Zeit möchte nicht stillstehen und du ebenso wenig.
Du bist nun kein Baby mehr und wirst es für mich wahrscheinlich doch immer ein Stück bleiben. Wenn du neben mir liegst, ich deine Wärme spüre, deinem leisen Atem lausche, während deine Gesichtszüge völlig entspannen und deine Lippen zucken, dann sehe ich dieses zarte kleine Wesen, das mir vor einem Jahr auf die Brust gelegt wurde. Dann bist du noch immer ganz klein.

Und dann bist da Du. So wunderbar, kuschelig und wild. Laut und leise. Ein richtiger kleiner Charakter. Mit eigenen Vorstellungen und dem schönsten Lachen, das es gibt. Du bist mein Räuberkind, meine Krawallhummel. Mein Herz.

In mir wickelt sich die gesamte Gefühlspalette ab. Ich bin glücklich, sentimental, traurig, stolz, verliebt bis über beide Ohren, ungläubig und überrumpelt. So richtig bin ich noch nicht bereit, die groß werden zu lassen. Aber mich fragt ja keiner! Du willst die Welt entdecken

Wenn ich dich ansehe, kann ich mein Glück kaum fassen. Danke, dass du uns ausgewählt hast.
Ich freue mich so sehr auf dieses neue Jahr mit dir!

Ich liebe dich so sehr!

Happy birthday, Babybär!

Status: müde & sentimental

Ich bin so unfassbar müde.
Ich fühle mich in die Minibabyzeit zurückversetzt. Wir hatten sehr viel Glück mit den Nächten, seit einigen Monaten jedoch ist der Wurm etwas drin, seit letzter Woche schlafe ich in einem Schweizer Käse. Ich glaube, solche Nächte hatten wir wirklich nur in der Minibabyzeit und daran kann ich mich nur noch dunkel erinnern. Ein Hoch auf Hormone, die geilen Scheißcherchen!

Der kleine Mann verlangt oft nach mir, stillt nachts häufig und ist wach. Ganz und gar wach.
Seit 8 Nächten in Folge macht er die Nacht zum Tag und turnt 1-2, in üblen Fällen auch mal 3 Stunden umher, nachdem er vorher in der Regel weinend aufwachte (und mich mit Schreck aus dem Schlaf reißt). Er weint oft auf und lässt sich dann kaum beruhigen, nicht einmal mit der Brust. Versuchen wir ihn hoch zu nehmen, windet er sich oder streckt sich durch. Erst wenn wir herumlaufen oder das Licht anmachen beruhigt er sich. In guten Nächten, wird er einfach nur wach und klettert an uns herum.
So oder so fällt es mir da schwer ruhig zu bleiben. In den ersten Nächten ging das noch, aber mittlerweile macht sich die Müdigkeit deutlich bemerkbar. Der Freund übernimmt auch, aber er muss arbeiten und kann daher nicht immer einspringen. Außerdem braucht auch er Schlaf.

Ich versuche ihn dann in den Schlaf zu stillen, summe und streichle ihn. Ich versuche Licht zu vermeiden und spreche eigentlich nicht viel mit ihm. Er darf ruhig wissen, dass wir gerade nicht zum Spielen aufgelegt sind. Es lässt sich aber nicht immer vermeiden, denn das Kerlchen ist ganz schön mobil. 
Diese nächtlichen Aktivitäten führen dazu, dass er morgens „länger“ schläft. Üblicherweise ist er zwischen 6 und 7 Uhr wach, jetzt entsprechend etwa 2 Stunden später. Das hat zur Folge, dass sein erstes Schläfchen zeitlich in etwa auf das eigentlich zweite Schläfchen fällt. Somit kommt er auf nur einen Tagesschlaf der eben nur so lange wie eines der Schläfchen, wenn nicht sogar kürzer ist.

Nicht nur ich bin also müde, sondern auch der kleine Mann. 50 Minuten – 2 Stunden Schlaf sind für ihn einfach noch zu wenig. Er ist mittlerweile oft von ca. 14 Uhr bis 19 Uhr wach. Er wird da schon deutlich müde ab 17:30 Uhr, aber da hatte er dann auch gute 2,5-3 Stunden Schlaf und nachts 11 Stunden. Ich merke schon, dass er auch morgens länger wach ist und sein Schlafverhalten umstellt, aber nicht mehr zu schlafen, ist keine Alternative.
Unterm Strich steht: er schläft zu wenig und wenn, dann auch noch schlecht.

Gestern war ganz übel. Ab 22:30 Uhr wurde er alle 15 Minuten bitterlich weinend wach. Manchmal schreiend, das ist besonders krass. Er beruhigte sich nur  an der Brust und schlief  auch nur solange  er sie im Bund hatte. Zuletzt half auch das nicht und wir haben ihm um Mitternacht ein Schmerzzäpfchen. Dann war er gut aufgelegt, grinste, kuschelte und plapperte herum, bis er um kurz nach 1 einschlief und mich schreiend um kurz vor 5 weckte. Puh. Für uns alle.

Er tut mir so unsagbar leid. Ich weiß nicht, was los ist,wie ich ihm helfen kann. Sind das Nebenwirkungen der Impfung? Träumt er schlecht oder hat plötzlich Angst im Dunkeln (bei Licht kommt er aber schlecht zur Ruhe)? Sind es die Zähne? Es wird mir keiner sagen können. Er lernt gerade jeden Tag dazu und ich hörte sich schon, dass es um den ersten Geburtstag wohl oft schwieriger werde. Dennoch fühle ich mich hilflos.

Ich weiß, dass es noch schlimmer sein könnte und für manch einen mag das lächerlich klingen, aber für uns ist das eine ungewöhnliche Situation, die wir nicht gewöhnt sind und an die ich mich auch nicht gewöhnen möchte. Ich werde teilweise alle 30 Minuten aus dem Schlaf gerissen und finde dann nicht so leicht zurück, trotz enormer Müdigkeit. Ich kann es letztlich nicht ändern und nehme es an wie es ist, ändert aber nichts, dass ich allmählich nicht mehr geradeaus denken kann. Mittlerweile habe ich seit über einem Jahr nicht mehr durchgeschlafen und nur wenige Nächte mehr als 4 Stunden am Stück.

Die Tage gestalten wir eher ruhig. Wir sind an der frischen Luft und spielen viel. Der Kleine klebt an mir wie gekochte Spaghetti an Küchenfliesen. Wir kuscheln viel und ich genieße die Nähe, die er einfordert. 

Dazu bin ich wahnsinnig sentimental. Mein Baby wird bald eins. Ständig kullern die Tränen wenn ich ihn beobachte. Mein großer Junge. Er ist so bezaubernd! Das Babyhafte hat er schon lange abgelegt, nun wird er auch offiziell zum Kleinkind.
Immer wieder huschen die Gedanken zurück. Dann halte ich inne, atme durch und versuche bewusst festzuhalten, was jetzt gerade stattfindet. Nächstes Jahr sind es diese Momente, an die ich zurückdenkn werde.

Meine Erinnerungen katapultieren mich immer wieder zurück in das vergangene Jahr, aber dieser Tage sind es die Tage rund um die Geburt, die mich immer wieder einen dicken Kloß schlucken lassen. Kann das wirklich schon ein Jahr her sein?

Ganz großes Hormongefühlschaos in mir. Schon. Erst. Ich bin nicht soweit.

Jahresrückblick 2017

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Es war das Jahr, in dem ich Mama wurde. Ein Jahr voller Liebe, lachen, staunen und unglaublich vieler erster Male.  Ein Jahr, das auch Verunsicherung mit sich brachte und voller Schlafdefizit und wenig Zeit für mich war. Und trotzdem hätte es nicht schöner sein können. Es begann mit Baby im Bauch und endet mit Baby auf dem Arm, zusammen mit dem Freund und guten Freunden. 9-10 Punkte.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen. Der Babybauch ist weg und die Babykilos waren es nach 6 Monaten wieder.

3. Haare länger oder kürzer?
Länger, plus Babyhaare. Sie sind jetzt wieder so lang wie vor einem Jahr. Wird mal wieder Zeit für einen Besuch beim Friseur.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
The same. Allerdings mag ich meine Brille seit letztem Jahr irgendwie nicht mehr gerne tragen.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Aufgrund der Elternzeit weniger.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Der Beste. ♡

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Definitiv weniger als letztes Jahr, aber die monatlichen Ausgaben sind durch Windeln und regelmäßigen Kleiderwechsel gestiegen. Soll nochmal jemand sagen, ein Kind brauche nicht viel.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
– ein paar Gewinne bei Gewinnspielen

– Vertrauen in meinen Körper und mein Baby

9. Mehr bewegt oder weniger?
Ich war viel spazieren, hätte aber gerne deutlich mehr Sport gemacht. Ich kam aber leider nicht so oft (quasi nie) dazu.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ich bin wirklich selten krank. Nichtmal in der Schwangerschaft hatte ich was, aber seit dem Herbst, erwischte es mich öfter.

Mich erwischten 3 kurze Erkältungen, eine davon mit Schüttelfrost, eine andere mit totalem Stimmverlust. Dann direkt im Anschluss bekam ich Lippenherpes, was ich seit Jahren nicht mehr hatte.

Den kleine Mann erwischte auch der ein oder andere Schnupfen, das war’s dann aber auch.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Die Lebensmittelvergiftung, die den Freund und mich niederstreckte. Zum Glück blieb das Baby verschont.

Aber auch mit dem Kaiserschnitt hatte ich zu kämpfen. Das ist zwar keine Erkrankung, aber die Schmerzen, Sorgen und Einschränkungen, die er mit sich brachte, hätten nicht sein müssen.

Der Schnupfen des Kleinen war doof und auch auf die Einblutung in den Halsnerv hätte ich gerne verzichtet.

12. Der hirnrissigste Plan?
Mit einem Baby, das nicht gerne Auto fährt hunderte Kilometer in den Urlaub fahren vielleicht? Ging aber überraschend gut.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Ich bin jetzt Mama und vermutlich noch langweiliger als ohnehin schon.

14. Die teuerste Anschaffung?
Der Laptop. Meine Wurfprämie an mich.

15. Das leckerste Essen?
Schokolade, Sushi, Knoppersriegel, unser Weihnachtsessen

16. Das beeindruckendste Buch?
Ich habe nicht so viel gelesen. Ein paar Babybücher und Kinderbücher.

Aber ich habe „The Stand – Das letzte Gefecht“ von Stephen King verschlungen und auch „Der Anschlag“ fesselte mich sehr.

17. Der ergreifendste Film?
Seit der Geburt habe ich kaum Filme gesehen.
Aber Sing und Eddie the Eagle fand ich schön. Vor der Geburt sahen wir Monsieur Claude und seine Töchter, den fand ich klasse.

18. Die beste CD?
Der Geburtssoundtrack. Den höre ich immer noch gerne.

19. Das schönste Konzert?
Kein Konzert, aber das erste Geräusch unseres Babys und das Lachen, wenn meine beiden Männer Quatsch machen.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Dem kleinen Mann, stillen, Einschlagbegleitung und dem Freund.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Mit meiner kleinen Familie.

22. Zum ersten Mal getan?
All die ersten Male, die man mit einem Baby so erlebt. Eines besser als das Andere, z.B.

– Urlaub als Familie
– Familienshooting gebucht
– in Barcelona gewesen
– mit Kind geflogen
– Karussell mit Baby gefahren

23. Nach langer Zeit wieder getan?
– Lila.Fuchs & MrsEule und ihre Familien wiedergesehen ♡
– Urlaub in Holland gemacht. Der erste als Familie.
– Im Europa Park gewesen
– Sealife besucht
– ein Krippenspiel angesehen
– 2 Stunden ohne den kleinen Mann an der Weihnachtsfeier verbracht

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– die Einblutung im Halsnerv des kleinen Mannes
– die Sorgen wegen der Gewichtszunahme und des Stillens
– definitiv die Lebensmittelvergiftung
– meine Ungeduld wegen meines Gewichts

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Es hat sich alles gefügt.
Außer vielleicht eine Freundin, dass alles gut wird.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Unser Baby ♡

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Seine Mama sein zu dürfen ♡

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
»Er ist so süß.«
»Danke für alles.«

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Wie jedes Jahr, weiß ich dss nicht so genau.

30. Dein Wort des Jahres?
Familie

31. Dein Unwort des Jahres?
Schimmel

32. Dein Lieblingsblog des Jahres?

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchen vom vorigen Jahr!

2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016


 


Heavy on my heart

Je näher der KiTa-Start rückt, desto schwerer wird mir ums Herz.

Ich habe ein rundum gutes Gefühl bei dieser Einrichtung und bin mir sicher, dass der Kleine seinen Spaß haben wird, aber es fällt mir auch unglaublich schwer.
Ich kann es nicht fassen wie unglaublich schnell dieses Jahr vergangen ist. Ich bin traurig, dass unsere ganz exklusive Zeit jetzt ein Ende hat.

Ich bin noch nicht bereit. Ich könnte wirklich heulen, wenn ich daran denke. Am liebsten wäre ich mindestens 2 Jahre Zuhause, aber das steht nunmal einfach nicht zur Debatte. Ich bin allerdings auch jemand, der nicht so leicht mit Veränderungen zurecht kommt. Ich brauche immer ein bisschen Zeit, bis ich ankomme, dann ist es aber gut. So wird es auch mit der KiTa sein. Ich bin überzeugt, dass die Eingewöhnung auch als Entwöhnung der Eltern gedacht ist. Auf mich trifft das jedenfalls voll und ganz zu.

Wenn es mir ganz arg schwer fällt, sage ich mir, dass er ja nicht am ersten Tag direkt 6 Stunden weg ist. Dass wir immerhin den Luxus haben ihn nicht vor dem ersten Geburtstag mit der Eingewöhnung zu beginnen. Diese zwei Monate sind so wertvoll für mich. Und über die Bring- und Abholzeiten können wir die Betreuungszeit dann auch variieren. Für ihn wird es super. Er ist so gern mit anderen Kindern zusammen und ich kann ihm auf Dauer nicht bieten, was andere Kinder können und trotzdem..

Er ist mein Baby. Es wird sich so viel für ihn ändern. Bisher schläft er noch zwei Schläfchen. Das erste meist zu der Zeit, zu der er dann in die KiTa muss. Das Zweite nachmittags. Das passt schon gar nicht zum Rhythmus. Er kennt es nicht ohne stillen einzuschlafen und er isst noch nicht viel. Ich weiß, dass das bis zum Ende der Eingewöhnung ganz anders aussehen kann und vermutlich auch wird.
Die meisten Babys redizueren den Schlaf von such aus auf einmal am Tag, aber ich fände es schön, wenn es bon ihm selbst aus komnen würde. Kann es theoretisch auch noch immer. Ach, Mensch. Er wird so viel Spaß haben…

… aber ich bin echt joch nicht bereit dafür.

Barcelona

Ich habe hier bereits von meinem grandiosen Geburtstagsgeschenk berichtet. Inzwischen sind wir schon wieder eine Weile zurück.

Ich liebe diese Stadt! Barcelona ist wunderschön! Ich habe mich sofort sehr wohl gefühlt, das tolle Wetter hat da sicherlich nicht unwesentlich dazu beigetragen.

Wir machten uns nach einer recht bescheidenen Nacht (das Baby konnte nichts dafür) auf den Weg zum Flughafen. Der Flug war bereits als verspätet angekündigt, aber ich fand das gar nicht so schlimm. Am Tag zuvor waren wir noch beim Kinderarzt, weil sich der Kleine übers Wochenende einen Schnupfen eingefangen hatte und ich abklären lassen wollte, ob wir überhaupt fliegen dürfen. Der Arzt schaute sich alles genau an und entschied, dass es wirklich nur ein Schnupfen ist, wir vorsorglich Nasentropfen und ein Schmerzzäpfchen geben sollen, aber sonst dem Urlaub nichts im Wege steht.

Super ärgerlich war es dann als wir schon mit 30 Minuten Verspätung im Flugzeug saßen und der Pilot mitteilte, dass wir dort nun noch 2 Stunden sitzen werden, bevor etwas passiert. Wir saßen im engen, nicht klimatisierten Flugzeug und schwitzten. Das Baby war zu warm angezogen, müde und ließ sich nicht länger als 40 Minuten zum Schlafen bewegen lassen. Den Flug meisterte er aber ohne Beschwerden. Ich versuchte mich nicht zu ärgern, das klappte auch ganz gut. Ich war ohnehin beschäftigt, den Flohzirkus auf meinem Schoß zu bändigen. Das wäre wohl mit einem Minibaby einfacher gewesen. Oder mit mehr Platz.

Irgendwann kamen wir dann aber auch an und fuhren direkt ins Hotel. Wir fanden uns gleich zurecht und schafften es ohne größere Zwischenfälle. Einzig die nicht vorhandenen Lifte (oder wir haben sie übersehen) in der Metro fielen mir auf. Nicht jede Treppe hatte auch eine Rolltreppe, der Freund trug das Baby und ich hievte den Koffer, der etwa so groß wie ich ist, durch die Gegen. Durch die Verspätung war es später Nachmittag bis wir unser Zimmer mit Blick auf den Torre Agbar bezogen. Der kleine Mann war durch, verweigerte aber den Schlaf. So machten wir uns nur noch auf den Weg, um Wasser und etwas zu essen zu besorgen. Der Kleine kletterte fröhlich auf dem Bett herum und wir gingen zeitig ins Bett.

Der nächste Tag begann mit einem grandiosen Frühstück im Hotel. Es war wirklich super lecker! Auch der kleine Mann fand etwas zum Knautschen und zog alle Blicke auf sich. Das ist aber auch ne Knutschkugel! Es wurden einige typisch lokale Leckereien aufgetischt und mit kugelrundem Bauch, machten wir uns auf den Weg zur Sagrada Familia. Die wollte ich schon immer mal sehen und schon als ich sie am Tag zuvor aus der Ferne erblickte, war ich hin und weg. Die Basilika ist wirklich ein Meisterwerk. Ich war ganz erstaunt, dass sie weitergebaut wurde, denn ich ging immer davon aus, dass sie niemals fertiggestellt werden würde. In 10 Jahren soll es soweit sein. Schon von außen ist sie unglaublich, von innen verzaubert sie mit einem wunderschönen Farbenspiel. Ich war überrascht wie hell sie von innen ist. Viele Kirchen sind da doch eher düster. Der kleine Mann verschlief das Ganze und so konnten wir ohne Zeitdruck alles ansehen.

Danach machten wir uns auf ins Barri Gótic, wo wir einfach ziellos durch die Gegend liefen und uns die prächtigen, alten Bauten ansahen. Ich mag sowas unheimlich gerne. All die kleinen Gässchen. Durch Zufall kamen wir an der Catedral de Barcelona vorbei. Die wollte ich auch gerne sehen, also gingen wir auch hier durch. Sie erinnerte mich sehr an die „typischen“ Kathedralen. Düster, prunkvoll. Der Kleine hatte nicht mehr so viel Lust, deshalb entschieden wir uns zu gehen. Auf dem Weg zum Ausgang kamen wir noch an den Gänsen vorbei, die im Kreuzgang leben, die fand der Kleine ganz besonders interessant. Wir machten einen Stillstopp hinter der Kirche und zogen dann weiter auf die La Rambla.

Ich weiß nicht, was ich mir darunter vorgestellt hatte, das definitiv nicht. Das war gar nicht mein Fall, aber der Weg führte uns zur Markthalle und das gefiel mir wiederum sehr. Wir schlugen und mit Schinken, Käse, Empanadas und frischem Saft den Magen voll und setzten uns in die Sonne. Ein Traum.

Wir sahen uns dann noch Casa Milà und Casa Battló an. Besonders das Casa Batlló hat mich unheimlich fasziniert. Wäre die Schlange nicht so lang gewesen, hätte ich es zu gerne von innen gesehen. Ich kann nicht erklären warum, aber ich fand es (auf eine andere Art und Weise) beeindruckender als die Sagrada Familia.

Abends besorgten wir uns noch etwas zu Essen und picknicken mit dem müden Baby im Hotelzimmer.

Egal wo wir hinkamen, flirteten alle mit dem Kleinen. Man merkte wirklich überall wie viel kinderfreundlichen es hier ist. Beim Frühstück gab es keine bösen Blicke, weil er was auf den Boden warf, sondern immer wieder wurde uns gesagt wie süß er doch sei. Quietsche der Kleine, wurde er angegrinst (außer von der Gruppe Deutscher im Park Güell) und mit ihm Quatsch gemacht. Und uns wurde immer ein Sitzplatz angeboten, darunter auch eine Mutter mit kaum älterem Kind und ein alter Mann, dem ich den Vortritt lassen wollte, der aber darauf bestanden, dass ich mich setze.

Unseren letzten Tag verbrachten wir morgens im Park Güell. Wow! Ich glaube, das war das meist verwendete Wort meinerseits in diesem Tagen. Im Anschluss fuhren wir nach Barceloneta an den Strand, auf dem Weg dorthin aßen wir noch ein paar Churros von Chocolate in der Churreria Laietana. Ich hätte mich reinlegen können! Barceloneta selbst gefiel mir nicht so sehr. Wahrscheinlich wäre es schöner gewesen morgens hinzufahren oder an einen anderen Strand in Barcelona. Das nächste Mal dann. Wir liefen nochmal durch das Barrierefreiheit Gòtic. Ich bestaunten nochmal das Casa Batlló, dann gingen wir Tapas essen.

Zum Abschluss legte der kleine Mann, einen Wutanfall hin, worauf wir dann gingen. Die Tage hatte er weniger geschlafen, weil er lieber schauen statt schlafen wollte und war entsprechend müde. Er hat aber wirklich toll mitgemacht. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so gut klappen würde.

Den Rückflug am nächsten Morgen verschlief er fast komplett. Dank breiterer Sitze und etwas  mehr Fußraum (und überpünklichem Flieger), war der Flug dann doch um einiges komfortabler als der Hinflug.

Das war sicher nicht die letzte Reise nach Barcelona. Das nächste Mal dann mit etwas mehr Vorlaufzeit und besserer Planung, aber sonst hätte es echt fast nicht besser laufen können.