Wasserratten ahoi!

Heute startete der lang erwartete Babyschwimmkurs.
Ich wollte eigentlich schon im Frühjahr damit anfangen, das überschnitt sich dann aber leider mit einem anderen Kurs. Im Nachhinein bin ich ganz froh darum, denn mit diesem zierlichen Würmchen, das der Kleine einmal war, hätte ich das nicht so gerne machen wollen.
Inzwischen ist er ein bisschen widerstandsfähiger und rabaukiger unterwegs, da fühle ich mich sicherer.

Leider verschob sich der Beginn nach hinten, weil unser Hallenbad länger als geplant geschlossen war. Das führte dazu, dass der Freund nicht wie gehofft an drei Terminen teilnehmen kann, sondern nur an einem. Aber immerhin!
Wir packten also unsere sieben Sachen und fuhren am Nachmittag zum Hallenbad, nachdem sich das Baby, das sonst von einem Mäusepups wach wird, fast nicht wecken ließ. Dort angekommen, war der Freund etwas erleichtert, dass er nicht der einzige Mann in der Runde war.

Weil der Freund nur so selten am Schwimmen dabei sein wird, wollte ich, dass er die Zeit mit dem Kleinen ganz exklusiv verbringen kann. Während er sich umzog, steckte ich den Kleinen in seine Schwimmwindel und dann ging der Spaß auch schon los. Es wurde sich gemeinsam abgeduscht und dann verschwand die Horde ins kühle Nass. Kühl ist es allerdings. Weil die Becken zusammenhängend sind und zeitgleich andere Kurse stattfinden, wird das Wasser nicht erwärmt und ist mit 28 Grad wirklich frisch. Ich hatte gehofft, dass es wärmer wäre, aber gut. Es ist wie es ist. Der Freund und der kleine Mann hatten eine Menge Spaß im Wasser. Es wurde gesungen, geplantscht und gestrampelt.
Ich saß auf der Bank und beobachtete meine beiden Männer. Das war so schön anzusehen. Ich habe das sehr genossen, das sind ganz besondere Momente.
Zu Beginn war der kleine Mann noch etwas zurückhaltend, aber er taute immer mehr auf und nahm irgendwann quietschend Kontakt mit den anderen Babys auf. Der Abschluss fand dann im warmem Babybecken statt, wo sie sich noch ein bisschen aufwärmen konnten und dann wurde es schon Zeit für die Dusche.

Der Kleine hat richtig toll mitgemacht und die Zeit mit seinem Papa im Wasser sichtlich genossen. Nicht einmal Wasser in den Augen oder die Dusche konnten ihn erschrecken. Beim Anziehen war ich richtig froh zu zweit zu sein. So konnte sich der Freund umziehen und ich den Kleinen anziehen. Noch weiß ich nicht genau wie ich das nächste Woche alleine mache, aber das wird schon. Und dann darf ich mit meinem Baby planschen. Ich freue mich drauf!

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9 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

du bist heute 9 Monate alt. Das sind genau 39 Wochen!

Wenn ich für diesen Monat in nur einem Wort beschreiben müsste, wäre es „Bewegung“.
Du hast dich nicht lange mit dem Zurückdrehen aufgehalten, kaum hattest du den Dreh raus, ging es weiter und du versuchtest nach vorne zu kommen. Nur wenige Tage danach begannst du mit einem Affenzahn durch die Wohnung zu robben. Dabei hebst du deinen Popo an, was dir den Fortbewegungsstil einer Raupe verleiht. Untermalt wird das Ganze von deinem Dadadadada, das wie ein Düsenantrieb zu wirken scheint. Du sitzt annähernd stabil, manchmal fällst du noch um, weil du vergisst, dass du dich nicht einfach so drehen kannst, aber du sitzt da und spielst ganz seelig oder schaust dir mit mir Bücher an, ohne dass ich dich stützen muss.

Du magst es Menschen um dich zu haben. Du beobachtest deine Umgebung ganz genau und wenn du soweit bist, nimmst du Kontakt auf. Womit du gar nicht zurechtkommst, ist, wenn Babys weinen. Du drehst sofort den Kopf suchend herum und kurz darauf füllen sich deine Augen mit Tränen und die Mundwinkel zucken bedrohlich. Man sieht richtig wie du mit dir kämpfst, erst wenn ich dir versichere, dass das andere Kind gut versorgt ist, lässt du dich beruhigen. Ähnlich verhält es sich, wenn die Kinder um dich herum sehr laut sind.

Wenn du etwas tust und merkst, dass es die Aufmerksamkeit deines Gegenübers erregt, wiederholst du es immer wieder. Wirst du dann angegrinst, ziehst du alle Register, quietschst, brabbelst und ziehst Grimassen. Du bist ein richtiger, kleiner Entertainer.
Apropos Brabbeln. Das machst du im großen Stil. Ganz egal, ob uns oder deinen Spielsteinen, du hast viel zu erzählen. Laut und leise. Du quietschst und brummst. Da gibt es ernste Dadadas, ein ganz geschäftiges Jajajaja und verträumte Hattahattahattas. Du bist eine kleine Kichererbse. Ich kann von deinem Lachen nicht genug bekommen.
Besonders lustig findest du es, wenn ich die Lippen schnalzen lasse. Seit kurzem machst du das auch! Du fährst dir mit deiner Faust oder deinem Finger über die Lippen und lässt dein niedliches Brbrbrbrbr ertönen. Das ist so lustig!

Mein kleiner Räuber, du bist gleichzeitig ganz ruhig und unheimlich wild. Du hast einen Hundeblick, damit könntest du jeden noch so großen Stein erweichen. Wenn du deine Unterlippe dann noch nach vorne schiebst, ist es wirklich ganz vorbei. Aaaawww! Ist das einzige, das ich da noch denken kann. Ach, wie oft ich das denke. Wenn du mir diesen intensiven Blick mit deinen wunderschönen blauen Augen schenkst, könnte ich zerspringen vor Liebe und Glück. Du hast mir mein Herz gestohlen.

Du hast einen sehr ausgeprägten Entdeckungsdrang. Wenn du wach bist, bist du in Bewegung oder hast etwas in deinen Fingern, das du erkunden kannst. Du liebst Luftballons, Bändel, Reißverschlüsse und Kabel jeder Art. Du kannst unglaublich wütend werden, wenn wir dich mal wieder von den Fernsehkabeln pflücken. Es ist eben nicht nur Sonnenschein. Du möchtest alles haben und erkunden, das geht leider nicht und das wiederum findest du überhaupt nicht lustig. Das kann auch mal in Tränen enden.

Wickeln findest du langweilig und möchtest am liebsten sofort weg. Das versuchst du auch, was das Ganze einem Ringkampf gleichen lässt. Ich muss schon alle meine Überredungskünste aufbringen, um dich dazu zu bewegen still zu halten, während du dich wie eine Brezel nach allem verbiegst, was in dein Blickfeld kommt. Alternativ zerpflückst du auch gerne ein Kosmektiktuch in seine Einzelteile und lässt mich in der Zeit gewähren.

Du wirst gegen 19 Uhr müde. Wir bringen dich nach wie vor gemeinsam ins Bett, Papa liest dir eine Geschichte vor, während ich versuche dich zu bändigen und in den Schlaf zu stillen. Das brauchst du nach wie vor. Allerdings schaffst du es nicht immer ruhig zu werden und kugelst weiter hin und her. Neu sind deine Stillversuche in Bauchlage. Hierbei möchtest du aber nicht gemütlich auf dem Bauchliegen, sondern hältst den Kopf oben, das sieht ziemlich unbequem aus und du drückst so mit der Brust die Nase zu. Aber dennoch versuchst du es immer wieder. Du möchtest mehr kuscheln und brauchst aktuelle eine intensive Kuscheleinheit bevor du zur Ruhe finden kannst. Ich genieße diese Minuten ganz besonders.

Tagsüber schläfst du immer öfter ohne zwischendurch stillen zu wollen. Du brauchst tagsüber etwa 3-3,5 Stunden Schlaf, um richtig ausgeschlafen zu sein. Obwohl deine Schlafdauer momentan zwischen 1,5 und 4 Stunden schwankt, bist du wie ein kleines Uhrwerk, wenn es um deine Müdigkeit geht. Immer öfter klappt das Schlafen ohne zwischendurch stillen zu müssen, trotzdem hast du mich gerne in deiner Nähe.
Seit etwa 2 Wochen schläfst du abends schlechter. Normalerweise meldest du dich nach etwa 4 Stunden, zurzeit kann es aber auch sein, dass ich schon nach 30 Minuten das erste Mal nach dir sehen muss.

Das könnte aber auch an dem Schnupfen liegen, der dich erwischt hat. Du schnodderst und röchelst vor dich hin und bekommst auch beim Stillen schlecht Luft. Alles, was dir Linderung verschaffen könnte, ist allerdings des Teufels und du wehrst dich mit all deiner Kraft dagegen. Ich versuche dir zu erklären, was ich tun werde und warum. Lasse dich die Salzwassertropfen probieren und mit dem Sauger spielen. Du lehnst die Behandlung natürlich trotzdem ab, aber beruhigst dich immerhin sofort wieder, wenn der Spuk vorbei ist.

Wir haben die Babyschale durch den Sportaufsatz ersetzt. Es gefällt dir, dass du nun besser sehen kannst, was um dich herum passiert. Bei unserem ersten Ausflug bist du sogar darin eingeschlafen. Außerdem kannst du so ganz bequem die Füße hoch legen.

Du trinkst nicht viel, aber du hast großen Spaß daran. Am liebsten trinkst du aus deiner Strohhalmflasche. Ich wollte ausprobieren, ob du das kannst und staunte nicht schlecht als du einfach losgetrunken hast, als hättest du nie etwas anderes getan.
Du liebst Obst in jeglicher Form. Es ist bisher noch nichts auf dem Tisch gelandet, das du verschmäht hättest. Birnen, Himbeeren und Zwetschgen sind besonders beliebt. Aber auch sonst probierst du alles. Sobald dein Papa oder ich uns etwas zu essen in den Mund stecken, streckst du deine Händchen danach aus und formst ein Mäulchen. Die Mengen, die in deinem Magen landen, sind nach wie vor sehr überschaubar, aber sie werden mehr.
Du verstehst die Babyzeichen für „Essen“, „Trinken“, „mehr“ und „Milch“. Bei letzterem drehst du den Kopf zu meiner Brust. Das finde ich richtig cool. Ich bin schon sehr gespannt, ob du die Zeichen irgendwann selbst verwenden wirst.

Du bist zum ersten Mal Karussell gefahren und geflogen. Von beidem hast du keine besondere Notiz genommen. Das Karussell war dir etwas suspekt, das versuchen wir einfach noch einmal, wenn du größer bist.

Du bist mein Herz, mein kleines,großes Wunder. Du bist so groß geworden, ein richtig kleiner Junge. In drei Monaten feiern wir deinen ersten Geburtstag, ich kann es nicht fassen.

Ich liebe dich.

So gemein

Wir haben das Tal der Tränen erreicht. 

Ich muss gestehen, dass ich damit noch nicht gerechnet hatte. Gedanklich habe ich das so etwa um den 1. Geburtstag angesiedelt, vielleicht ganz optimistisch sogar noch später. Aber da habe ich mich wohl geirrt.

Der kleine Mann ist nun mobil und wenn ich mobil sage, dann meine ich „Ich kann keine Sekunde an einer Stelle liegen bleiben und schiebe mich mit einem Affenzahn durch die Wohnung“ mobil. Natürlich sind es die verbotenen Früchte, die besonders gut schmecken und so zieht es den kleinen Mann zu allem, was nicht babytauglich ist. Leider kann ich nicht die komplette Wohnung hochstellen. Kabel und Steckdosen haben es ihm besonders angetan. Oder das Heizungsrohr und an dessen Position lässt sich nunmal nichts ändern.

Außerdem möchte ich auch gar nicht alles wegräumen. Wir leben ja alle hier also muss der Kleine lernen, dass manche Dinge tabu sind. Weil wir ihn lieb haben und wollen, dass er uns erhalten bleibt. Und so pflücken wir ihn immer wieder von diesen heißbegehrten Zielen.

Das wiederum findet der kleine Mann doof. So richtig, richtig doof. Es gab schon den ein oder anderen Nervenzusammenbruch mit ganz schlimmem Schluchzheulanfall, weil „Ich will aber!“ als wir ihn davon abhielten sich mit den Schiebeelementen der Hemneskommode den Kopf einzuschlagen oder am heißen Heizungsrohr zu lecken.

Sorry, das ist eben nicht verhandelbar. Es tut mir dennoch fürchterlich leid, wie er da schluchzt und dicke Tränen seine Wangen entlang kullern.
Ich verstehe ihn ja. Er will das haben und versteht gar nicht, warum das nicht geht. Ich erkläre es zwar, aber was davon ankommt, weiß ich nicht und es ändert nichts an seibem Bedürfnis das jetzt haben/tun zu wollen.

Wir müssen da alle noch den Weg finden, wie wir dem begegnen. Ich will auch nicht ständig „Nein.“ sagen und überlege ganz genau,wann mir etwas wirklich wichtig ist und wo es einfach nur eine erste Reaktion war/wäre.

Und bis dahin reiche ich eben den anderen Becher, um die Tränen zu trocknen, weil aus dem einen nichts raus kommt, wenn man am oberen Rand saugt, ich aber auch nicht helfen darf. 

Beikosttagebuch

Dieser Beitrag liegt wie so viele andere schon so lange im Entwürfe-Ordner, dass es nun schon fast nicht mehr wahr ist.

***

Und dann kam der Tag doch schneller als gedacht.

23.07.2018 (6 Monate 1 Woche und 1 Tag)
Eigentlich wollte ich das erste Mal ja richtig zelebrieren. Aber wie das dann oft so ist, kam es dann doch anders. Völlig spontan beschlossen wir am Sonntagmorgen, es einfach mal zu probieren und so verhüllten wir den kleinen Mann mit einem Spucktuch und gaben ihm ein Stück Gurke aus Omas und Opas Garten in die Hand. Mehr bio geht nicht.

Er packte die Gurke mit seinen Patschehändchen und steckte sie sich zielgerichtet in den Mund (wie alles andere auch) und lutschte darauf herum. Manchmal guckte er etwas skeptisch, schob die Stückchen, die sich lösten fein säuberlich aus dem Mund und nuckelte weiter an der Gurke in seiner Hand. Als ihm ein Stückchen aus der Hand glitt, wurde er richtig wütend und war erst wieder zufrieden als er auf einem neuen Stück herumsaugen konnte. Ich würde sagen, das kam ganz gut an. Nach ein paar Minuten verlor er das Interesse und wir beendeten den ersten Versuch. Ich bin ziemlich überrascht, wie gut das funktioniert hat.

Das war er also, der erste Schritt. Mein Baby wird groß.

24.07.2018
Heute Abend bekam der kleine Mann wieder etwas Gurke in die Hand gedrückt. Kurz lutschte er ganz gierig daran herum, verlor aber schnell das Interesse daran. Kennt er ja jetzt schon *zwinker*. Vielleicht war es aber auch etwas spät und er schon zu müde.

26.07.2017
Nächster Versuch: Banane! Was für eine Schmiererei! Ganz gierig griff er danach, schob sie in den Mund und mümmelte wild auf ihr herum. Bei den Stückchen verzog er das Gesicht und ließ sie angewidert wieder aus dem Mund gleiten. Insgesamt kam es aber ganz gut an, glaube ich, und es scheint als sei sogar ein bisschen Banane im Kind gelandet. Auch heute verlor er nach ein paar Minuten das Interesse, das hinderte ihn aber nicht daran, sich vorher einmal komplett mit Banane einzureiben. Herrlich! Im Ernst, es macht mir richtig Spaß ihm beim Erkunden und Ausprobieren zuzusehen. Irgendwann legte er sich die Banane in den Schoß und als ich ihn fragte, ob er fertig sei und ich nach ihr griff, ließ er direkt los. Ich freue mich immer über solche kleinen Dinge. Da bilde ich mir ein, dass er mich schon richtig versteht. So oder so kommunizieren wir miteinander, das mag ich sehr. Vielleicht sollte ich anfangen weitere Babyzeichen zu integrieren.

Jetzt hoffe ich, dass er die Banane gut verträgt und keine Verstopfungen davon bekommt!

27.07.2017
Heute Abend gab es Spinat, Kartoffeln, Karotten und Fischstäbchen. Also für uns, für den kleinen Mann gab es ein paar gedünstete Karottenstifte. Ich glaube, er hat verstanden, dass es nach dem Verhüllen etwas mit Geschmack für ihn gibt. Auch heute griff er wieder ganz wild danach und steckte sich die Karotte ohne Umwege in den Mund. Er lutschte daran herum und tatsächlich schluckte er sogar 2 Stückchen herunter. Der Freund war die ganze Zeit ziemlich nervös, ob der kleine Mann sich daran nicht verschlucken könnte und beobachtete ihn mir Argusaugen. Der machte das aber ziemlich souverän und zerdrückte freudig seine Karotte.

28.07.2017
Aus Neugier startete ich heute den ersten Brei-Versuch, mit mäßigem Erfolg. Ich habe ja schon gesehen wie manche Kinder ganz wild werden, sobald sich ihnen ein Löffel nähert, der Kleine war aber eher am Löffel als am Inhalt interessiert. Als er helfen durfte, landete doch der ein oder andere Löffel Brei im Mund. Sobald er Nachschub wollte, brummte er und beugte sich nach vorne. Erst bot ich ihm Zucchini und zum Nachtisch ein bisschen Apfelmus an, aber so richtig überzeugt bin ich nicht.

Ich hatte auf etwas eindeutigere Zeichen gehofft, denn wie ein Vögelchen sperrte er den Schnabel nicht gerade auf. Aber ich erntete ein Brummen, wenn der Löffel nicht wieder kam.
Abends lutschte er an ein bisschen Brot herum, dabei hat er sich einmal richtig doll verschluckt. So ein bisschen nervös macht mich das ja schon, auch wenn ich weiß, dass es meist schlimmer aussieht als es ist.

29.07.2017
Heute machen sich wieder die Zweifel bezüglich der Beikostreife breit. Vielleicht war er nur müde oder hatte keinen Appetit, alles was interessanter als das Essen und so wischte er nur ein bisschen darin herum und schmierte es in seinen Latz. Insgesamt macht lässt mich mein Bauchgefühl gerade etwas im Stich, was diese Beikostsache angeht. Ob wir doch lieber noch etwas warten sollten? Andererseits zwingen wir ihn ja nicht, sondern überlassen es komplett ihm selbst, ob und wie viel er von dem angebotenen Essen zu sich nimmt – egal ob es sich um Brei oder „echtes“ Essen handelt.

01.08.2017
Da wären wir also wieder! Als ich mir mein Frühstück zubereitete, wäre er fast vor Neugier in mein Essen geplumpst, deshalb habe ich ihm dann doch ein bisschen gedünsteten Apfel gegeben. Er lutschte kurz voller Elan daran herum, ließ aber schnell wieder davon ab. Ich habe den Eindruck, dass er die Konsistenz ein bisschen eigenartig fand.

02.08.2017
Joghurt scheint DAS Ding zu sein. Ich konnte den kleinen Mann kaum bremsen, aber aus Angst vor Bauchschmerzen, habe ich ihm trotzdem nur ganz wenig davon gegeben. Ich hätte es nicht geglaubt, aber seine Verdauung springt auch schon auf diese Miniminimengen an und macht es ihm ein bisschen schwerer. Von Bauchschmerzen schien er bisher überwiegend verschont geblieben zu sein, aber die Verdauung macht ihm dennoch zu schaffen.

03.08.2017
Zum Frühstück bekam der kleine Mann heute etwas Apfel. Der war so weich und grisselig, dass ich auf das Dünsten verzichtet habe. Der kleine Mann war schwer begeistert, nur anfassen wollte er den Apfel nicht. Er hielt lieber meine Hand fest, damit ich den Apfel halte. Er lutschte den Saft heraus, ließ aber wie gewohnt alle Stückchen aus dem Mund gleiten.

Auch Apfelmus und ein bisschen Naturjoghurt kamen gut an. Die Gemüsebreie findet er hingegen furchtbar. Er verzieht ganz angewidert das Gesicht. Er schnappt zwar jedes Mal nach dem Löffel, hilft mir ihn zum Mund zu führen und ist dann jedes Mal ganz entsetzt über Geschmack und/oder Konsistenz. Karotte fand er besonders scheußlich. Er würgte sogar! Ich wünschte, ich hätte ein Bild von seinem Blick, als wollte ich ihn vergiften.

Wenn er sich verschluckt, bekommt er rote Ränder um die Augen und es schießen ihm die Tränen in die Augen. Da kommt er ganz nach mir. Ich kann die Unsicherheit bezüglich der Beikostreife einfach nicht abschütteln. Er steckt sich ja auch den Waschlappen in den Mund und lutscht in aus.

4.8.2017
Ananas scheint das Ding zu sein. Das fand er richtig, richtig gut. Er lutschte wie wild darauf herum und bekam kaum genug davon. Selbstverständlich beschränkte er sich auch hier auf den Saft. Das Saubermachen danach findet er richtig gut. Wenn ich ihm den Mund abtupfe grinst er von einem Ohr zum anderen.

Abends durfte zerdrückte Kartoffel und Brokkoli probieren. Das war eine wahre Essenschlacht. Überall, also wirklich ÜBERALL hingen mini Fitzelchen vom Brokkoli, aber es scheint Spaß gemacht zu haben. Vielleicht sollten wir über die Anschaffung eines Firseurumhangs und einer Badehaube nachdenken, um die Waschdauer zu reduzieren. :D

05.08.2017
Eigentlich wollte ich das gar nicht, aber  ich habe ein Gläschen gekauft, zum testen ,ob dir Brei einfach nicht glatt genug war oder du nur meinen Brei furchtbar fandest. Es klingt vielleicht lächerlich, aber ich habe mich ein bisschen gefreut, dass ihm das Gläschen auch nicht wirklich geschmeckt hat. Er würgte zwar nicht, aber Begeisterung sieht anders aus. Er gab der Brotrinde den Vorzug.

06.08..2017
Der kleine Mann durfte sich heute mit Avocado und Banane so richtig einsauen. Es war so warm, dass ich ihn einfach nackig in den Hochstuhl setzte und dann hieß es „Feuer frei“. Ich sag mal so, er nahm das Angebot freudig an. Avocado scheint nicht ganz sein Fall zu sein, Banane schon eher. Aber insgesamt war das wohl nicht gerade sein liebstes Essen, dafür genoss er eine Ganzkörpermaske.

07.08.2017
Nächster Breiversuch. Dieses Mal ein bisschen flüssiger. Tatsächlich ging es damit besser, aber nach 3 halben Löffeln wollte er nicht mehr. Ich weiß einfach nicht, ob er Brei einfach doof findet oder noch nicht soweit ist. Irgendwie hatte ich wohl gehofft, dass er eines dieser Kinder ist, die ausflippen, wenn sie Essen sehen und nach mehr verlangen. Da sind wir echt weit davon entfernt.

08.08.2017
Möglicherweise hat er auch manchmal nicht so viel Hunger. Heute schlug er für seine Verhältnisse richtig zu und aß bestimmt 5 Löffelchen, machte den Mund immer wieder groß auf und zum Nachschlag lutschte er noch auf ein paar Nudeln herum.

09.08.2017
Als ich heute Morgens meine Nektarine aß, riss der kleine Mann den Schnabel auf und versuchte sie mir aus der Hand zu schnappen. Gut, wenn er das so möchte, halte ich ihn nicht auf! Er nuckelte daran herum und lutschte sie bis zum letzten Tropfen aus. Obst kommt allgemein sehr gut an, das freut mich total!

10.08.2017
Fenchel-Karotte-Apfel. Wer hätte gedacht, dass ihm das schmecken würde?! Als wir auf dem Markt waren, sah ich beim Gemüse-Dealer unseres Vertrauens ein paar Fenchelknollen. Weder der Freund noch ich mögen Fenchel, aber ich wollte es trotzdem mal probieren. Und weil es eben sonst niemand isst, gab es das gute Stück heute als Brei. Und das kam richtig gut an!

Der erste Löffel erntete einen kritischen Blick, ich rechnete schon damit, dass das Experiment damit gescheitert wäre, aber nein, er beugte sich nach vorne, öffnete den Mund und wollte mehr. Das hat mich richtig gefreut! Und so verschwand Löffelspitze für Löffelspitze im kleinen Mann. Die Menge ist nach wie vor sehr überschaubar, aber es ist deutlich mehr gewesen als bisher.
Ich habe gelernt, dass es nicht besonders klug ist, das Kind während des Essens zum Lachen zu bringen. Er prustete die komplette Mundladung durch den Raum. Ich musste direkt mitlachen, irgendwie war es nämlich doch ganz lustig.

Er liebt Tomtaten! Es war zu putzig, wie er die Tomate schnappte und fest an sein Gesicht drückte. Er lutschte sie ganz genüsslich aus. Die Schmatzgeräusche waren so lustig! Ich könnte ihm stundenlang zusehen und freue mich echt riesig, dass er so Spaß daran hat Essen zu erkunden.

 

8 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

du bist jetzt 8 Monate alt. Das sind genau 34 Wochen und 5 Tage.

Es ist unglaublich. Die Zeit rast einfach nur so dahin. Du bist so ein wunderbarer, kleiner Mensch. Du bereitest uns jeden Tag Freude. Wenn du mich anlächelst, bleibt die Welt kurz stehen. Ich kann es immer noch nicht fassen, dass du mich als deine Mama ausgewählt hast.

Dein Kleiderschrank ist nun in Größe 68/74 bestückt. Bei Oberteilen trägst du Größe 68, Hosen passen in 74 perfekt. Ich staune fast täglich wie groß du geworden bist. Du misst ca. 70 cm, so genau kann ich das leider nicht sagen, denn du hältst nicht besonders viel davon still zu halten.

Mit deiner offenen Art gewinnst du alle für dich. Wirklich jeder, der dich sieht, ist ganz angetan und immer wieder wird uns gesagt, was für ein fröhliches und freundliches Kind du bist. Und das bist du wirklich. Du lachst viel und machst Quatsch mit uns, wann immer du kannst. Es macht so einen Spaß dir.

Du hast zum ersten Mal Meerluft geschnuppert. Die intensive Zeit fernab vom Alltag tat uns allen gut und du hast die Aufmerksamkeit sehr genossen. Du warst ganz fasziniert von den Wellen.

Die Fahrt dorthin hast du so wunderbar gemeistert, auch wenn du das Autofahren nach wie vor eher duldest als magst. Die meiste Zeit schliefst du sogar! Wenn du müde bist, schaffst du es oft einfach einzuschlafen. Das ist wirklich grandios! 

Du bist ein kleiner Stubbelkopf. Du hast so viele Haare! Die Spitzen ragen bereits über die Ohren, wenn du dann dein verschmitztes Lächeln aufsetzt, erinnerst du mich an einen kleinen Kobold. Ich liebe es dir durch deine wilde Mähne zu wuscheln. Und du genießt es auch! Manchmal legst du dich auf den Bauch, den Kopf zwischen die Händchen gelegt und lässt dich kraulen. Dabei grummelst du ganz genüsslich.
Du hast noch immer wunderschöne, blaue Augen. Inzwischen bin ich ziemlich überzeugt, dass das so bleiben wird.

Du drehst dich zurück auf den Bauch, jetzt gibt es kein Halten mehr. Man möchte nicht glauben, dass du das erst seit kurzem machst. Du bist so schnell! Nun da diese Hürde überwunden ist, hebst du den Bauch oder den Po in Bauchlage an und möchtest gerne vorankommen.

Du bist sehr ehrgeizig. Wenn du dir etwas in den Kopf gesetzt hast, dann hält dich nichts davon ab. Du ziehst und wendest dich, du machst dich lang und versuchst mit stöhnen, ächzen und „ähähäh“ die fehlenden Centimeter wett zu machen bis du dein Ziel erreicht hast.

Du weißt ganz genau was du willst und was nicht! Was du gar nichts magst sind Schlafsäcke. Da kommst du nämlich nicht an deine Füße und das findest du richtig doof. 
Bei jeder sich bietenden Gelegenheit reißt du dir sie Söckchen von den Füßen, da passt ein Schlafsack natürlich gar nicht ins Konzept.
Ach, du und deine Füße, das ist große Liebe! Auch bei mir. Wenn du aufgeregt bist oder dich freust, kreiselst du ganz wild mit deinen Füßchen, das ist so unglaublich niedlich!

Du erzählst uns wilde Geschichten. Wawawawa, Mamamam, Bababap und Jajaja sind besonders beliebt. Bei Ersterem machst du den Mund ganz breit und schmal, dabei bekommst du furchtbar niedliche Pausbäckchen. Zwischendurch prustest du wild umher. Du bist ein wahrer Gesichtskasper und bringst uns immer wieder mit deiner Mimik zum Lachen. 

Du bist sehr aktiv, aber mindestens ebenso geduldig und aufmerksam. Dir entgeht nichts. Du möchtest die Welt entdecken, das aber auch gerne von meinem Arm aus. Es überrascht mich also nicht, dass du Bücher liebst, sei es, um sie zu essen oder anzusehen. Wenn wir gemeinsam Bücher ansehen, ruderst du aufgeregt mit Armen und Beinen und fauchst und aaaa-st vor Freude.

Es scheint als seist du zum waschechten Bauchschläfer mutiert. Eines Morgens lagst du plötzlich einfach auf dem Bauch. Ich bin total erschrocken und musste erst einmal kontrollieren, ob du noch atmest. Aber auch im Halbschlaf fasst du dich an den Füßen und kugelst dich hin und her und änderst dabei imner wieder deine Schlafposition.

Wenn du müde bist, aber nicht schlafen kannst, polterst du mit den Füßchen auf die Matratze. Ddecke ich dich mit deiner Wolldecke zu, krallst du dich darin fest und deine Augenlider werden schwer als müssten sie der Last des Schlafsandes sofort nachgeben, das klappt aber nur, wenn du richtig müde bist. Zum Schlafen muss es einfach kuschelig sein, da robbst du dich auch gerne so nah an mich heran als wolltest du in mich hineinkriechen. Kein Blatt Papier würde mehr zwischen uns passen, erst dann ist es nah genug. Ich genieße diese intimen Momente so sehr.

Du lernst gerade so viel, das bringt deine Welt ins Wanken. Das scheinst du im Schlaf zu verarbeiten. Du wachst nachts weinend auf und lässt dich manchmal nur schwer beruhigen. Das kenne ich so eigentlich nicht von dir. Insgesamt schläfst du etwas schlechter, wirst öfter und früher wach. Aber einmal schliefst du fast 8 Stunden am Stück. Ich konnte meinen Augen kaum trauen!

Dich im Schlaf zu beobachten hat etwas Meditatives. Wie sich deine Brust langsam hebt und senkt, deine Füßchen oder Finger zucken, wenn du träumst, wirken so beruhigend auf mich. Wenn ein Grinsen über dein Gesicht huscht und ich es erhaschen kann, hüpft mein Herz.

Papa ist dein Held! Hörst du den Schlüssel im Schloss, schnellt dein Kopf herum und ein breites Grinsen legt sich über dein Gesicht, sobald er um die Ecke kommt. Es ist fast egal, was er macht, alles belohnst du mit deinem Strahlen. Du liebst es aber ganz besonders, wenn er auf deinem Bauch blubbert, dich fliegen lässt oder auf die Schultern setzt.
Wir stillen noch immer voll, aber du hast deine Begeisterung für feste Nahrung entdeckt. Du sitzt nun völlig frei in deinem Hochstuhl und kannst es kaum erwarten, dass man dir etwas zu Essen reicht. Noch landet das meiste auf dem Boden, aber du hast großen Spaß daran alles zu befühlen, belutschen und zu probieren. Hier verfeinerst du auch den Pinzettengriff immer mehr. Inzwischen reagierst du nicht mehr völlig irritiert, wenn Stückchen im Mund landen. Ab und zu bekommst du auch etwas Brei, aber auch hier bist du weiterhin nach ein paar Löffeln befriedigt. Du reißt die Schnute auf, brummfauchst und haust deine Händchen auf den Tisch, um zu zeigen, dass du mehr möchtest. Wenn du satt bist, reibst du dir die Augen. Das ist ziemlich niedlich, leider vergisst du vorher die Hände zu leeren und verpasst dir damit zum Abschluss eine Gesichtsmaske.

Zum Essen bieten wir die etwas Wasser an, das du wie ein Profi aus einem Eierbecher trinkst. Die haben einfach die perfekte Größe. Du formst ein U und trinkst einfach drauf los. Ich bin ganz begeistert wie gut das schon klappt. 

Ich würde so gerne jedes noch so  kleine Detail festhalten, das würde aber den Rahmen sprengen. Alles, was du tust ist Besonders. Du bist toll!

Meine kleine Krawallhummel, ich lieb‘ dich so!

7 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

du bist heute schon 7 Monate alt. Das sind 30 Wochen und 2 Tage.

Ich staune jeden Tag darüber wie groß du geworden bist. Im Bett nimmst du immer mehr Platz ein und du kommst mir so riesig vor. Bei der U5 wurdest du auf 68,5 cm gemessen und wehmütig habe ich die meisten Kleidungsstücke in 62 aussortiert. Größe 68 passt dir wir angegossen. Wir sind nun auch seit kurzem auf Windeln in Größe 4 umgestiegen.
Du hast richtig aufgeholt und die 8 Kilo Marke geknackt. Damit liegst du jetzt im absoluten Durchschnitt, daran hätte ich vor 3 Monaten nicht geglaubt. Ich liebe jede kleine Speckfalte an dir!

Du bist ein kleiner Scherzkeks. Ja, dir sitzt wahrlich der Schalk im Nacken. Ich glaube, niemand kann zeitgleich so schelmisch und verlegen Grinsen wie du. Wann immer sich eine Möglichkeit findet, nutzt du sie, du kleiner Quatschkopf! Du lachst und quietschst in den allerhöchsten Tönen und in einer Lautstärke! Beim Einatmen machst du manchmal Laute wie ein halb ersticker Kanarienvogel. Beim ersten Mal bin ich richtig erschrocken. Du hast schon verstanden, dass du die Aufmerksamkeit sicher hast, wenn du das machst und grinst dann immer ganz breit.

Seit neuestem hast du auch die tiefen Töne für dich entdeckt. Du brummst! Vor dem Einschlafen oder wenn du etwas möchtest. Je nachdem wie sehr du etwas möchtest oder manchmal auch nicht möchtest, schlägt das Brummen auch in ein Protestweinen mit Kreischen und vorgeschobener Unterlippe und Krokodilstränen um. Das ist schon reichlich putzig. Es ist schon erstaunlich wie wunderbar man mit dir kommunizieren kann.
Du brabbelst. „Errö“ hast du hinter dir gelassen und durch „mamamam“ und „bababab“ ersetzt. Das ist unfassbar niedlich und lässt mein Herz ein jedes Mal ein bisschen schneller schlagen. Ich glaube, damit meinst du wirklich uns. Ersteres äußerst du nämlich auch mal sehr energisch, wenn ich den Raum unerlaubterweise verlasse.
Du liebst es, wenn ich dich auf meinem Unterarm schaukeln lasse. Kannst du dich dabei auch noch im Spiegel beobachten, gibt es wirklich kein Halten mehr. Du steckst dir ganz aufgeregt deine Händchen in den Mund, jauchzt und gackerst vor Freude. Ich liebe dein Lachen! Es gibt wirklich nichts Schöneres!

Immer wenn ich schreibe, dass du etwas nicht gerne tust oder noch nicht kannst, belehrst du mich eines Besseren. Letzten Monat schrieb ich noch, dass du dich eigentlich nur drehst, wenn es gar nicht anders geht. Der Bericht war kaum getippt, da rolltest du los. Wenn ich dich auf deine Decke lege, kann ich manchmal gar nicht so schnell gucken, wie du dich umgedreht hast.
So verbringst du inzwischen die meiste Zeit in Bauchlage. Du spielst ganz andächtig mit allem, was du in die Finger bekommst. Du stützt dich auf einem Arm ab, um nach dem Objekt deiner Begierde zu greifen und greifst dabei auch über deinen Kopf. Manchmal ziehst du die Beinchen in Richtung Po und schlängelst dich rückwärts. Meistens drehst du dich aber einfach um dich selbst und ziehst dich in die Länge, bis du dein Ziel erreicht hast.
Du hast deine Füße als Spielzeug entdeckt. Du fasst dich an den Füßchen und kugelst dich hin und her, lutschst an ihnen herum und ziehst dir deine Söckchen aus. Nackte Füße magst du sowieso am liebsten. Wenn ich dich mit ihnen an der Nase kitzle, gackerst du vor Freude so doll, dass dein ganzer Körper bebt.

Du kannst dich sehr ausdauernd selbst beschäftigen, möchtest mich aber in deiner Nähe haben. Meist gibt es uns nur im Doppelpack, denn am liebsten verbringst du deine Zeit auf meinem Arm, meinem Schoß oder stillend. Ich genieße deine Nähe sehr und könnte jedes Mal dahinschmelzen, wenn du deinen Arm um meinen Nacken legst und dein Köpfchen an mich schmiegst. Du hast sogar einige Male auf meinem Bauch geschlafen, das ist ewig nicht mehr vorgekommen.

Apropos Schlaf: Vor dem Schlafen liest dir dein Papa nun eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Manchmal schläfst du sogar schon dabei ein. Natürlich stillend. Die Nächte sind wieder besser und tagsüber kann ich mich fast immer wegschleichen, wenn du schläfst. Nach 40 Minuten möchtest du noch einmal ein bisschen nuckeln, aber oft schläfst du dann einfach solange du schlafen willst. Einmal hast du sogar dein komplettes Schläfchen ohne Zwischenstopp geschlafen! Das ist so grandios!

Du möchtest sitzen! Wann immer du kannst, hebst du das Köpfchen in Rückenlage an oder ziehst dich selbst in den Sitz. Wenn du das geschafft hast, muss ich dich aber noch ein bisschen stützen, weil du nach vorne oder seitlich wegsackst. Du würdest am liebsten die ganze Zeit sitzen, aber noch kann ich dich mit einer halbliegenden Position vertrösten. Es nervt dich, dass du es noch nicht richtig klappt, besonders wenn du in der Newborn-Schale liegst. Dann hebst du den Kopf an und wirst richtig wütend. Erst wenn wir dich auch dieser misslichen Lage befreien, schenkst du uns ein breites Grinsen.

Du hast zum ersten Mal etwas anderes als Muttermilch zu essen bekommen. Meistens bekommst du einfach ein bisschen Obst oder Gemüse in die Hand gedrückt und kannst dich daran austoben. Du findest das sehr spannend, probierst alles. Du möchtest gerne mitessen und forderst uns mit Brummen auf, dir auch etwas abzugeben, aber die Mengen, die du zu dir nimmst sind selbst bei Brei verschwindend gering. Wir stillen also immer noch voll.

Ich schrieb schon öfter, du würdest dies oder jenes üben, aber das stimmt so nicht. Meist bin ich ganz überrascht, weil erst eine Weile nichts passiert und du plötzlich über Nacht neue Dinge kannst. Du hast nie versucht dich hochzuziehen, du hast dir meinen Finger geschnappt und dich daran hochgezogen. Einfach so. Sobald du dann einmal gezeigt hast, dass du es kannst, wird an der neuen Fähigkeit gefeilt, bis du sie perfektioniert hast.

Du bist neugierig und nichts ist vor dir sicher. Wenn du etwas zum ersten Mal in den Händen hältst, erkundest du es hochkonzentriert mit deinen Fingern, dabei spitzt du deine Lippen, was dir zuckersüße Pausbäckchen zaubert und pustest stoßweise die Luft aus.
Du verstehst schon so viel. Zum Beispiel, dass deine Stapelbecher klappern, wenn man sie aneinander schlägt oder dass du Wippe stärker wippt, je doller du mit den Beinchen strampelst. Du ziehst dir selbst das Tuch vom Gesicht, wenn ich „Gugucks?“ sage und grinst ganz stolz darüber. Wenn ich dich frage, wie groß du bist, machst du die Arme ganz locker, damit ich sie anheben kann, das findest du unglaublich lustig. Außerdem hilft es dabei deine Arme durch Ärmel zu bekommen.
Du fasst alles mit spitzen Fingern an, dein liebstes Ziel sind meine Träger, erst dann schließt du deine Hand zur Faust.

Du perfekter kleiner Mensch! Ich könnte ewig weitererzählen.

Ich liebe dich.

5 Monate Januarbaby

Mein kleiner Kobold,

du bist heute 5 Monate alt. Das sind genau 21 Wochen und 4 Tage.

Dieser Spitzname ist nur einer von vielen, aber in letzter Zeit verwende ich ihn häufig. Wenn du so frech grinst, deine Augen zusammen kneifst, die Zungenspitze  herausstreckst und dabei deine Händchen reibst, muss ich einfach an einen Kobold denken. Du bist so unglaublich süß.

Du bist 64 cm lang und trägst mittlerweile Größe 62/68. Wie immer sind es deine Beinchen, die schon in 68 passen, leider ist dir der Bund fast immer zu weit. Obenrum trägst du noch zwei Pullover in 56/62, sonst passt 62 perfekt. Du warst lange sehr zierlich, aber jetzt hast du endlich niedliche Speckbeinchen und Ärmchen bekommen.

Deine Augenfarbe verändert sich. Sie sind immer noch blau, aber es wirkt als mische sich ein Grauton darunter. Ich bin so gespannt, wohin das führt. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass sie irgendwann nicht mehr blau sein sollen.

Du trägst einen modischen Undercut mit natürlichem Seitenscheitel. Selbst an deiner Liegestelle wachsen viele, ganz helle Härchen nach. Nur der Rest im Nacken, der noch von deiner Geburt blieb, dünnt langsam aus. Deine Haare sind so unglaublich weich und schon richtig lang geworden. Ich liebe es so sehr darin zu wuscheln und du genießt das sehr.

Eine eher selten genutzte Fähigkeit ist das Drehen. Du drehst dich fleißig auf die Seite, um dir Spielzeug zu schnappen oder zu schlafen, aber dabei bleibt es auch meist. Dabei kannst du dich nun vom Rücken auf den Bauch drehen. Vermutlich weißt du, dass du dann eben in Bauchlage liegst. Das machst du zwar echt toll, aber du findest das reichlich anstrengend und möchtest dann bitte bald wieder in deine Ausgangslage gebracht werden. Dass du dich zurückdrehen könntest, hast du noch nicht ganz verinnerlicht, obwohl du mit dem Po ordentlich Schwung nimmst und dich auch schon einmal nach kurzem Üben zurückgedreht hast.
Apropos Bauchlage, du bringst dich alleine in den Unterarmstütz und greifst dann nach Spielzeug ohne dass du die Balance verlierst. Das ist richtig cool und erhöhte die Akzeptanz dieser Position ungemein! Du bist jedes Mal stolz wie Bolle.

Du bist so aufmerksam und neugierig. Du beobachtest deine Umwelt ganz genau. Du folgst unseren Bewegungen und lässt uns nicht aus den Augen. Gebe ich dir deinen Schnuller, begutachtest du ihn ausgiebig von allen Seiten. Du drehst und wendest ihn, steckst ihn dir dann selbst in den Mund und kaust darauf herum. Hast du genug, spuckst du ihn wieder aus. Du trampelst wild herum und ruderst mit den Armen. Du trittst aber auch ganz gezielt nach Dingen, zum Beispiel wenn dir dein Papa den Oball vor die Füße hält oder wenn du auf meinem Schoß liegst. Dein Ehrgeiz ist bewundernswert und dein konzentrierter Gesichtsausdruck der Knaller.

Du baust deine Palette an Gesichtsausdrücken immer weiter aus. Erschrickst du oder freut dich etwas sehr, reißt du die Augen ganz weit auf. Ich liebe es, dich dabei zu beobachten, wie du dich ausprobierst.

Liegst du angelehnt auf meinem Schoß, greifst du meine Hände und versuchst dich nach vorne zu ziehen. Du bist gerne auf dem Arm. Von dort aus kannst du viel mehr sehen. Du machst dich lang und sitzt schon richtig aufrecht. Ich muss mich immer daran erinnern, dich nicht jetzt schon auf die Hüfte zu setzen, so stabil bist du dabei.

Wenn du dich unbeobachtet fühlst, spielst du richtig ausdauernd mit dir selbst. Du rollst dich auf die Seite, lachst plötzlich los und wirfst die Arme in die Luft. Du brabbelst und erzählst wild vor dich hin. Überhaupt kannst du eine ausgesprochene Quasselstrippe sein. Da kommst du nach mir. Dein Papa tut mir jetzt schon ein bisschen leid.

Autofahren mit dir ist ein bisschen wir Russisch Roulette. Meistens lässt du es wirklich geduldig über dich ergehen. Du spielst mit deinem Oball oder knabberst an deinen Händchen. Bist du müde, schläfst du auch mal ohne einen Mucks einfach ein. Damit hast du mich wirklich überrascht. Aber wenn irgendetwas nicht passt, dann ist Polen offen. Die Mischung müde, hungrig, warm ist dabei ganz fatal. Du brüllst dann ganz herzzerreißend. In der Sekunde, in der man dich aus der Babyschale nimmt, beruhigst du dich. Mit etwas Glück bist du nach einer Auszeit oder einem kleinen Snack wieder bereit für die Fahrt, aber die Erfahrung zeigt, dass das nur von kurzer Dauer ist.

Du bist ein Wasserratte. Sobald dein großer Zeh das Wasser berührt, legt sich ein breites Grinsen auf dein Gesicht und es gibt kein Halten mehr. Du planschst wie verrückt drauf los, da bleibt nichts trocken.

Dein Lachen ist das schönste der Welt. Ich kann nicht genug davon bekommen. Wenn dein Papa und ich Quatsch mit dir machen oder dich kitzeln, kannst du dich kaum halten vor Lachen. Du windest dich, kicherst, kreischst und gluckst vor Freude. Ganz hoch im Kurs sind „Gugucks? – Da!“ und wenn dich dein Papa in die Luft hebt. Du bist ein wirklich fröhliches Kerlchen und fast immer, wenn ich dich ansehe, schenkst du mir dein bezauberndes Lächeln. Es ist wie eine Droge für mich und ich mache mich zu gerne zum Affen, um immer mehr davon zu bekommen.

Ich habe den Eindruck du reagierst schon manchmal auf deinen Namen. Das ist ziemlich cool! Und auch wenn es dafür noch etwas früh ist, benutze ich beim Stillen das Babyzeichen für Milch und bilde mir ein, dass du das schon richtig verstehst. Mittlerweile drehst du dich zu mir, wenn ich es zeige.
Bevor ich dich hochnehme, Klatsche ich oft in die Hände, öffne sie und sage dabei ‚Komm.“, greifst du nach meinen Händen nehme ich dich hoch.

Den Abendschlaf hast du fast komplett abgeschafft, müde genug wärst du zwar, aber nur noch selten tankst du mit einem Powernap Kraft. Morgens pendelst du irgendwo 45 und 90 Minuten. Mittags schläfst du etwa 3 Stunden. Das klappt aber nur, wenn du Ruhe hast. Wenn wir unterwegs sind oder nicht unserem gewohnten Rhythmus nachgehen können, reicht auch stillen nicht, um dir die nötige Ruhe zu geben. Als wir für das Familienshooting Zuhause waren, warst du einfach mal 7 Stunden wach, weil du eben nicht einfach mal so einschläfst.
Du schlummerst meist zwischen 19:30 und 20:30 Uhr ein und schläfst dann zwischen 4 und 6,5 Stunden in der ersten Schlafphase.
Du lässt dich inzwischen ablegen, wenn du nicht eh schon neben mir beim Stillen einschläfst. Manchmal kann ich mich dann auch wegschleichen. Abends klappt das inzwischen recht zuverlässig. Der erste Abend nur mit einem Papa auf dem Sofa, so ganz ohne dich, fühlte sich richtig ungewohnt an.
Ob du ausgeschlafen bist, erkennt man daran, ob du beim Aufwachen weinst. Ist das der Fall, schläfst du nach einem kurzen Snack einfach wieder weiter.
Zum Einschlafen stillen wir. Du legst deine Füße auf meinen Oberschenkel, überhaupt legst du deine Füßchen überall hoch, kuschelst dich an Larry, deine Giraffe, oder dein Spucktuch. Du nestelst noch eine Weile daran herum bis du richtig eingeschlafen bist.
Ab und an drehst du dich sogar weg und schaffst den Sprung ins Land der Träume ohne die Brust. Oder nickst ohne Brust wieder ein, wenn du zwischendurch kurz wach wirst. Solange ich in der Nähe bin ist alles ok und wenn ich dir ein getragenes Shirt zum Schlafen gebe, klappt es auch ohne mich immer öfter. Das ist erwähnenswert, weil an sowas bis vor kurzem gar nicht zu denken war. Da wurdest du schon wach, wenn du im Schlaf versehentlich abdocktest.

Du bist ein Stillprofi. Gerade jetzt, wo es so heiß ist, stillen wir meistens im Liegen. Wenn du keine Lust mehr hast oder satt bist, dockst du ab und drehst dich auf den Rücken oder ganz weg. Wenn du wieder trinken möchtest, drehst du dich zurück und dockst ohne Hilfe wieder an.
Das hast du abends zum Spiel gemacht und dockst dich ab und an und ab und an. Drehst dich, rotierst, zappelst ein bisschen herum. Trinkst, spielst und irgendwann schläfst du dann beim Stillen ein. Du schläfst nur noch sofort ein, wenn ich genau den richtigen Zeitpunkt erwische, das klappt am Tag besser als abends.

Apropos Hitze: Die macht dir zu schaffen. Du schläfst extrem unruhig und auch tagsüber weißt du nicht so Recht wohin mit dir. Aber du liebst es mit nackten Beinen oder ganz nackig zu strampeln. Liegst du dabei auch noch unter einem Baum, ist dein Glück perfekt.

Du weinst wirklich selten. Nur ein einziges Mal weintest du nachts. Das hast du seit kurz nach der Geburt nicht mehr getan. Wir waren richtig überrascht. Das fiel aber auch in die Tage, an denen du plötzlich beim Stillen den Kopf zurückwarfst und ganz furchtbar zu weinen anfingst. Du liest dich teilweise gar nicht beruhigen. So kennen wir dich gar nicht. Vielleicht hing das aber auch mit der Impfung zusammen, die du ein paar Tage zuvor bekommen hattest. An einem Abend war es so schlimm, dass wir dir ein Schmerzzäpfchen gaben. Kurz darauf schliefst du schnuffelnd beim Stillen ein. Dich so zu sehen ist wirklich schwer zu ertragen, armer Spatz.

Ich erwische dich immer öfter mit dem Daumen im Mund. Du kaust eher drauf herum als dass du nuckelst, so richtig glücklich bin ich darüber aber trotzdem nicht. Du lässt dich dann aber meistens recht schnell ablenken.

Da sind so viele kleine Momente, in denen ich mein Glück nicht fassen kann. Fast jeden Abend stehen mit die Tränen in den Augen, während ich dich beim Einschlafen beobachte. Du bist bist alles.

Ich liebe dich so sehr.

Mama.

4 Monate Januarbaby

Mein Spatz,

du bist nun 4 Monate alt, das sind genau 17 Wochen und 1 Tag.
Schon wieder ist ein Monat vorbei. Ich kann es kaum glauben!

Du bist ein wunderbarer kleiner Junge und wäre ich nicht schon bis über beide Ohren in dich verliebt, wäre es spätestens jetzt soweit.

Du bist groß geworden. Ganze 62 cm bist du inzwischen lang. Dir passen nur noch wenige Teile in Größe 56, das sind meist Pullover und ein paar Bodys. 

Du hast das Greifen perfektioniert. Du nutzt nun auch beide Hände gleichzeitig und gibst dir deinen Oball von einer Hand in die andere. Du greifst nach allem, was du in die Finger bekommst, um es zu begutachten und dir dann in den Mund zu stecken und mit deiner kleinen Zunge zu erkunden. Immer öfter steckst du dir unsere Finger in den Mund und lässt uns die Kraft deines Kiefers spüren. Dabei sabberst du ganze Sturzbäche.
Du sprampelst wie wild und ruderst dabei mit deinen Armen. Du stößt dich mit den Beinchen ab und schiebst dich so herum. Lege ich dich kurz ab, dauert es nicht lange und du hast dich auf die Seite gedreht oder dich um dich selbst gekreiselt, um dir etwas zu spielen zu schnappen.

Du übst das Drehen, aber der richtige Schwung fehlt noch.
Es ist nicht deine liebste Position, aber du toleriert die Bauchlage immer länger. Du hebst dein Köpfchen deutlich ab und schaust umher. Seit der U4 hältst du dich immer länger und stabiler im Unterarmstütz, alleine schaffst du es aber noch nicht in diese Position, sondern schiebst die Arme nach hinten.

Wenn du wach bist, lässt du dich ablegen und beschäftigst dich auch etwas selbst, sodass ich mich in Ruhe anziehen und Frühstück machen kann. Am liebsten magst du es aber, wenn ich bei dir bleibe. Es ist eine Freude dir beim Entdecken neuer Fähigkeiten zuzusehen und dich dabei zu beobachten wie viel Spaß du hast. 

Ja, du propellerst. Im Bett nimmst du dadurch mehr Platz ein. Aber selbst wenn du seitlich schläfst und ich ein bisschen Raum zwischen uns schaffe, liegst du kurz darauf wieder ganz nah an mich gekuschelt. Dabei legst du deine Füße immer auf meinen Oberschenkel.

Du bist sehr aufmerksam und ausdauernd. Du nimmst die Welt wahr und bestaunst alles. Man merkt richtig wie wach du bist. Nichts entgeht deinem neugierigen Blick. Du hast diesen Monat so einen großen Sprung gemacht.
Schliefst du in der Trage bisher zuverlässig innerhalb kürzester Zeit ein, bleiben deine Äuglein nun immer länger offen. Die Welt ist viel zu aufregend!
Meistens schläfst du aber doch irgendwann ein. Allerdings nicht ohne dich gegen die Müdigkeit zu kämpfen, dabei schimpfst du vor dich hin und wehrst dich. Dann weiß ich, dass du in wenigen Minuten im Land der Träume bist.

Wenn du müde bist, bekommst du Augenringe und reibst dir die Äuglein. Das Schlafen fiel dir schwer. Du wurdest oft wach und wolltest trinken. Du verkürzest deine lange Schlafphase auf 1,5-2,5 Stunden und hattest danach zu jeder Stunde wieder Hunger.  Das war wirklich sehr anstrengend. Und trotzdem bist du jeden Tag mit einem Lächeln auf den Lippen aufgewacht. Mittags wachst du fast immer weinend auf.
Am Anfang und jetzt zum Ende des 4. Monats schläfst du nachts wieder toll und gönnst uns 4-5,5 Stunden Schlaf. Danach stillen wir 1-2 Mal, bevor wir gegen 7 Uhr aufstehen. Den Tagesrhythmus hast du beibehalten. Alleine schlafen magst du immer noch nicht. Du brauchst mich einfach zum Kuscheln.
Du hast gelernt alleine wieder einzuschlafen, wenn du wach wirst. Das klappt bisher eher in Ausnahmefällen und dennoch ist es für mich ein ganz großer Schritt. Auch streicheln und summen hilft auch immer öfter. Wenn du ganz unruhig bist, kommst du auch zur Ruhe, wenn man dich auf die Seite oder den Rücken dreht. Was aber immer hilft ist die Brust. Du bist einfach ein Kuschler. Liege ich nicht neben dir, wirst du nach kurzer Zeit definitiv wach.  

Auch wenn alle sagen, dass du deinem Papa sehr ähnlich siehst, zeigt der Bildervergleich, dass du mir als Baby sehr ähnelst.
Du hast Papas Kinn und Lippenform, aber meine Nase, Kopfform und Frisur. Deine inzwischen richtig dicken Haare auf dem Oberkopf liegen schon seit der Geburt nach rechts. Ich muss einfach immer in ihnen herum wuscheln.

Es macht so viel Spaß dir beim Wachsen und Erobern der Welt zuzusehen. Wir sind ein tolles Team. Wir haben uns gut eingespielt und ich bin so unfassbar stolz, dass ich dich verstehe und kenne.

Die meisten Autofahrten schaffen wir ohne Tränen, das ist einfach grandios! Und auch den Kinderwagen akzeptierst du,solange du satt und fit bist, einschlafen kannst du darin nicht. Legt man dich aber schlafend hinein, ist das ok für dich.

Du spiegelst deine Umwelt. Lächelt man dich an, grinst du zurück. Kennst du die Person nicht, vergräbst du dein Köpfchen in meine Schulter und grinst etwas schüchtern,aber aus vollem Herzrn aus dem Augenwinkel zurück. Du bist ein so fröhliches Kerlchen. Du weinst eher selten, meckerst nur, wenn dir etwas nicht passt oder Hunger hast.
Hängt der Haussegen mal schief, helfen deine Spieluhr oder Musik/Gesang dich zu beruhigen. Wenn alle Stricke reißen, schafft es die Lichterkette oder dein Spiegelbild oft noch mal das Ruder rumzureißen.

Aber meistens bist du einfach gut gelaunt und strahlst und quietschst vor dich hin. Du brabbelst und übst neue Stimmlagen aus. Dabei hast du auch deinen Lautstärkeregler gefunden und ordentlich aufgedreht. Du erzählst uns Geschichten in deiner ganz eigenen Sprache. Ich kann nicht genug davon bekommen. Antworte ich dir, rastest du fast aus vor Freude.

Du hast zum ersten Mal laut gelacht. Nein, du hast richtig gegackert. Meine Güte war das schön! Und ich war der Grund dafür. Ich könnte jedes Mal heulen vor Glück! Gibt es etwas Schöneres als dieses ehrliche Kinderlachen?! Ich liebe es so sehr, wenn du den Mund weit aufreißt, deine Augen schmal werden und beginnen zu glänzen und du dich nicht mehr halten kannst, es dich schüttelt vor Lachen. Du gurrst und quietschst, kicherst. Du bist meine große Liebe, weißt du das?

Dein Vertrauen macht mir Herzklopfen. Du erfüllst mich mit Glück wie ich es bisher nicht kannte. Es ist so schön, dass du da bist.

Ich liebe dich.