Stimmungswechsel

Die ersten kühleren Tage seit der Hitzewelle.
Ich genieße es, wieder atmen zu können. Ich bin kein Freund großer Hitze, auch wenn ich den Sommer dank meines Kleinkindes deutluch mehr genieße. Ich freue mich über sonnige, weiterhin warme Tage, aber auch über die kühlen Temperaturen in der Nacht, die mich am Morgen noch frösteln lassen.

Ich wickle mich ein bisschen enger ein, hole tief Luft. Ich kann den Herbst spüren, er ist so greifbar, obwohl doch noch ein Stückchen Sommer vor uns liegt .
Mein Tagebuch verrät mir, dass sich letztes Jahr zu exakt der gleichen Zeit die Vorfreude auf den Herbst breit gemacht hat. Es wird wieder Zeit für Kerzen und Kürbis. Etwas mehr Ruhe, Behaglichkeit.
Ich freue mich so auf die Farben und darauf dieses Naturspektakel mit meinem Sohn teilen zu können.

Doch, ich bin dann bereit.

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Vom Wetter.

Bereits vor zwei Wochen fröstelte es mich als ich früh morgens das Haus verlief. Ich bildete mir einen Hauch von Herbst zu riechen. Es schien als startete er erste Versuchen den Sommer, diesen grandiosen, affenheißen Sommer vom Thron zu stoßen, seinen Platz einzunehmen. Daraufhin kämpfte sich dieser wieder zurück und spendierte und weitere Tage nahe der 40 Grad Grenze.

Kurz darauf zogen Zwetschgen, Pfifferlinge und Federweißer in den Regalen ein. Mein Herz jauchzte ein bisschen vor Freude als ich die ersten Kürbisse sah. Ich habe ja schon das ein oder andere Mal erwähnt wie sehr ich den Herbst liebe. Und dennoch kommt es so plötzlich. So schnell.
Erst vor kurzem begannen hier im Süden die Sommerferien. SOMMER-Ferien. Wie kann der Sommer dann schon fast wieder vorbei sein?! Wenn ich mich zurückerinnere, verbinde ich die Ferien immer mit heißen, sonnigen Tagen. Nun ist der Herbst aber nicht mehr zu verleugnen. Einzelne Bäume beginnen bereits sich zu verfärben und die Kastanien warten darauf abgeworfen zu werden. In 2 bis 3 Wochen werden Lebkuchen die Regale verstopfen. Die Vorboten der Weihnachtszeit noch ehe der Sommer richtig endet.

Es ist früher dunkel. Ich schlafe wieder fester und länger, dank der deutlich kühleren Temperaturen nachts und schon bald werde ich abends die ersten Kerzen anzünden. Vielleicht wird mein Balkonprojekt noch rechtzeitig fertig, um ein paar sonnige Abende einfangen zu können. Ich bin noch nicht bereit für Temperaturen unter 20 Grad, aber mit etwas Glück bleiben wir davon ja auch noch eine Weile verschont. Dieses Jahr vergeht so unglaublich schnell, dass es mir fast dem Atem raubt.

Lieber Sommer, bleib doch noch ein bisschen, bevor du deinen Platz an meinen Freund, den Herbst (einen warmen, mit viel goldenen Sonnenstrahlen, bitte), abtrittst.

Jahreszeiten im Wandel – Herbst

An den Herbst als Kind habe ich nicht allzu viele Erinnerungen.

Der Herbst bedeutete das Ende der Sommerferien. Das Ende der Badesaison. Es fing an kalt zu werden und es regnete immer mehr. Das Spielen verlagerte sich von draußen nach drinnen.

Aber ein paar Erinnerungen gibt es doch.
Ich erinnere mich an die Sankt Martins Umzüge und wie stolz ich immer auf meine Laterne war.
Oder an den großen Kastanienbaum am Geschäft meines Opas und den Nussbaum vor dem Haus, von wo wir tütenweise Nüsse und Kastanien anschleppten. Und an die Abdrücke der bunten Blätter, die wir vorher aufsammelten und trockneten.

Irgendwann begann mich der Halloween-Brauch in seinen Bann zu ziehen. Ich verschlang die Gänsehaut-Bücher und sah die Serie. Meine Lieblingsfolge war die, in der die Halloween-Masken von denen Besitz ergriffen. Allgemein habe ich in dieser Zeit einen Faible für Übersinnliches, Magisches und Gruseliges entwickelt, was bis heute noch so ist.

***

Ich liebe den Herbst und seine Farben. Er bedeutet für mich den Beginn einer muckeligen Zeit.
Die grauen und regnerischen Tage gehören genauso dazu wie die warmen, sonnigen Altweibersommertage, die das bunte Laub in seinen schönsten Farben erstrahlen lassen. Wobei mir die wärmeren Tage natürlich lieber sind.

Ich liebe es zu sehen wie sich die Natur verändert und was sie in dieser Zeit hervorbringt: Sonnenblumen, Maisfelder, Äpfel, Zwetschgen, Kürbisse; Nüsse, Kastanien.

Ich dekoriere gerne ein bisschen und lasse es mir nicht nehmen auch einen Kürbis zu schnitzen. Das Wohnzimmer wird wieder vermehrt von Kerzenschein erhellt.

Ganz besonders hat es mir der Oktober angetan. Für mich hat er etwas Magisches. Als ob dort ein Tor geöffnet wäre. Es hat aber sicher auch damit zu tun, dass in diesem Monat zwei Menschen Geburtstag haben, die mir sehr am Herzen liegen.

Der Freund und ich haben inzwischen einige Rituale entwickelt. Eines davon ist, dass wir in der Vorweihnachtszeit zusammen die Harry Potter Filme anschauen. Weil es ja inzwischen doch schon einige sind und es nicht so häufen wollen, beginnen wir damit schon ein paar Monate vorher.
Es passt für mich auch sehr gut in mein Bild vom Herbst und macht es rund.

***

Aber wie auch in den anderen Jahreszeiten, wird mir immer wieder bewusst was – wer hier noch fehlt!

Ich möchte mit meinem Kind die Veränderungen in dieser Jahreszeit entdecken. Ich möchte Blätter bestaunen. Kastanien sammeln und Tiere daraus bauen. Ich möchte zusammen Kürbisse bemalen bis die Hände groß genug sind, um gemeinsam zu schnitzen.
Ich möchte mit Gummistiefeln Pfützen unsicher machen. Ich träume vom Drachen basteln, Dekorieren und von Sankt Martin.

Die letzten Jahre stand ich am Fenster, wenn der Sankt Martins Umzug daran vorbei zog und beobachtete das bunte treiben. Wie auch in meiner Kindheit wird der Umzug hier von einem Reiter auf einem Schimmel begleitet. Ich lausche den Gesängen der Kinder und fühle mich gleichzeitig zurückversetzt und unheimlich sehnsüchtig. Wie gern würde ich auch mein Kind begleiten, das voller stolz seine Laterne vor sich her trägt.

Aber neben der ganzen Sehnsucht legt sich auch  Wärme um mein Herz und ich muss lächeln.

Bald.

Herbstvorfreude

Während eine kühle Brise durch die Wohnung fegt und ich in meinem Decke gewickelt vor mich hin schniefe – Allergie oder Erkältung, wer weiß das schon – überfällt mich eine Vorfreude auf den Herbst.
Ich weiß, der Sommer ist noch lange nicht vorbei und das ist auch gut so. Viel zu schön sind die warmen, sonnigen Tage. Aber ich spüre den Herbst zaghaft anklopfen. Die Morgenluft ist frischer, die Tage werden täglich ein Stückchen kürzer.

In mir macht sich immer mehr dieses heimelige Gefühl breit, das der Herbst mit sich bringt.
Ich freue mich auf die Farben, auf das Dekorieren der Wohnung und auf frischen Ingwertee, der nur richtig gut schmeckt, wenn es draußen kühl ist. Ich freue mich darauf durch das Laub zu spazieren und den Bäumen zuzusehen, wie sie sich auf den Winter vorbereiten.
Ich möchte Kürbissuppe essen und Kastanien sammeln. Ich will den Blättern zusehen, wie sie sich in den schönsten Farben kleiden. Ich möchte nähen, stricken und häkeln, was ich über den Sommer gesammelt, aber nie angerührt habe, weil das Wetter mich davon abgehalten hat in meiner Ecke zu sitzen und zu werkeln. Ich will so viel und noch viel mehr. Herbst, ich freu mich auf dich!

Farbenspiel

Ich liebe den Herbst.
Es fasziniert mich zu erleben, wie die Landschaft ihr Kleid wechselt.
Wenn das knackige Grün langsam sanften Rot-, Gelb- und Orangetönen weicht.
Ich liebe es zu beobachten wie die Intensität täglich zunimmt, um dann in jenen knalligen Farben um die Wette zu leuchten.

Der Kontrast der Farben, wenn der Himmel im schönsten Blau erstrahlt.
Die Sonne, die eine ganz andere Wärme besitzt.
Die letzten intensiven Strahlen aufsaugen.

Das Rascheln der Blätter unter den Füßen und das Sammeln von Kastanien.
Selbst der Nebel, der durch das feuchte Laub schleicht besitzt etwas Magisches.
Das Dekorieren zu dieser Zeit.
Kürbisse, die so schön anzusehen und dazu auch noch so lecker sind.

Ja, das ist meine Zeit.
Ich kann jeder Jahreszeit etwas abgewinnen.
Das Glitzern des Schnees im Winter und der Weihnachtszauber in der Luft.
Das Blühen der ersten Pflanzen und die frischen Blüten im Frühling.
Die Sonne, das knackige Grün und die Wärme im Sommer.

Jede dieser Jahreszeiten ist besonders auf ihre Art, aber der Herbst fasziniert mich doch am meisten.

 

diese Farben ❤

 

Hallo Herbst,

schön, dass du wieder da bist!
Ich hab dich schon vermisst!