Heavy on my heart

Je näher der KiTa-Start rückt, desto schwerer wird mir ums Herz.

Ich habe ein rundum gutes Gefühl bei dieser Einrichtung und bin mir sicher, dass der Kleine seinen Spaß haben wird, aber es fällt mir auch unglaublich schwer.
Ich kann es nicht fassen wie unglaublich schnell dieses Jahr vergangen ist. Ich bin traurig, dass unsere ganz exklusive Zeit jetzt ein Ende hat.

Ich bin noch nicht bereit. Ich könnte wirklich heulen, wenn ich daran denke. Am liebsten wäre ich mindestens 2 Jahre Zuhause, aber das steht nunmal einfach nicht zur Debatte. Ich bin allerdings auch jemand, der nicht so leicht mit Veränderungen zurecht kommt. Ich brauche immer ein bisschen Zeit, bis ich ankomme, dann ist es aber gut. So wird es auch mit der KiTa sein. Ich bin überzeugt, dass die Eingewöhnung auch als Entwöhnung der Eltern gedacht ist. Auf mich trifft das jedenfalls voll und ganz zu.

Wenn es mir ganz arg schwer fällt, sage ich mir, dass er ja nicht am ersten Tag direkt 6 Stunden weg ist. Dass wir immerhin den Luxus haben ihn nicht vor dem ersten Geburtstag mit der Eingewöhnung zu beginnen. Diese zwei Monate sind so wertvoll für mich. Und über die Bring- und Abholzeiten können wir die Betreuungszeit dann auch variieren. Für ihn wird es super. Er ist so gern mit anderen Kindern zusammen und ich kann ihm auf Dauer nicht bieten, was andere Kinder können und trotzdem..

Er ist mein Baby. Es wird sich so viel für ihn ändern. Bisher schläft er noch zwei Schläfchen. Das erste meist zu der Zeit, zu der er dann in die KiTa muss. Das Zweite nachmittags. Das passt schon gar nicht zum Rhythmus. Er kennt es nicht ohne stillen einzuschlafen und er isst noch nicht viel. Ich weiß, dass das bis zum Ende der Eingewöhnung ganz anders aussehen kann und vermutlich auch wird.
Die meisten Babys redizueren den Schlaf von such aus auf einmal am Tag, aber ich fände es schön, wenn es bon ihm selbst aus komnen würde. Kann es theoretisch auch noch immer. Ach, Mensch. Er wird so viel Spaß haben…

… aber ich bin echt joch nicht bereit dafür.

Advertisements

KiTa-Luft schnuppern

Bereits Ende Juni war die Informationsveranstaltung der KiTa. Ich war ein bisschen nervös, denn ich wusste nicht genau wie wir das mit dem kleinen Mann machen sollten, da er nicht ohne mich schläft, ich aber unbedingt daran teilnehmen wollte. Ich beschloss ihn einfach mitzunehmen und zu hoffen, dass er einfach schlafen würde. Ganz spontan warfen wir den Plan um, weil der Kleine früher als sonst richtig müde war und auch ziemlich zügig einschlief. Der Freund blieb also beim Baby und ich begab mich ganz alleine zum Infoabend.
Das fühlte sich richtig komisch an, abends allein ohne Baby unterwegs zu sein.

An der Veranstaltung stellten sich die Leitung und die Erzieherinnen vor. Die Erzieherinnen wirken alle sehr herzlich. Ich fühle mich dort richtig wohl und ich hoffe, so wird es auch dem kleinen Mann gehen. Der wird übrigens ein kleiner Maulwurf <3.

Die Veranstaltung an sich gab dann gar nicht so viel her, da das meiste im Gespräch vor der Eingewöhnung geklärt wird. Aber so ein paar kleine Tipps gab es dann doch schon mit auf den Weg und bestätigten mein rundum positives Bauchgefühl.
Sie erklärten, dass in der Regel nur an den ersten Tagen der Eingewöhnung nötig ist dort zu bleiben, aber man trotzdem mit 4 Wochen Eingewöhnungszeit rechnen sollte, um selbst entspannt an alles herangehen zu können. Wenn man den Druck im Hinterkopf hätte, dass es jetzt klappen muss, sei die Eingewöhnung oft problematischer, weil das Kind das spüre. Außerdem empfahlen sie, sie ersten 2-3 Monate nicht die komplette Betreuungszeit in Anspruch zu nehmen, sofern es möglich sei, weil der KiTa-Alltag sehr aufregend und neu sei und dem Kind so ein sanfter Einstieg in diesen neuen Abschnitt geboten werde. Das hörte sich für mich sehr stimmig an und ich werde mich demnächst mal ransetzen und mir überlegen wie sich das alles umsetzen lässt.

Ich erzählte ja schon, dass die Eingewöhnung in dieser KiTa erst ab dem 1. Geburtstag beginnt. Das verschafft mir zwei weitere Monate Elternzeit, finanziell ist das ein Totalausfall, aber ich freue mich trotzdem über die Zeit mit meinem Baby und für 2 Monate können wir das schon irgendwie auffangen.

Mit der Platzuzusage wurden auch alle künftigen KiTa-Kinder zum Sommerfest der KiTa eingeladen. Das hat mir schon sehr gefallen, außerdem würde so der Freund auch mal die KiTa von innen sehen können, da er bei der Besichtigung arbeiten musste und am Infoabend auf das Baby aufpasste, das natürlich 30 Minuten nachdem ich weg war von der untergehenden Sonne geweckt wurde, aber auch das haben sie gemeistert.
Da wollte ich unbedingt hin. Also nutzten wir das schöne Wetter, der Freund machte etwas früher Feierabend und ich konnte meinen beiden Männern noch mal alles zeigen.
Ich wurde sofort von den Erzieherinnen erkannt und begrüßt. Die Erzieherinnen, die nicht am Infoabend teilnehmen konnten, stellten sich nochmal vor. Das sind echt die kleinen Dinge. Ich fühle mich dort wirklich richtig wohl und außerdem bin ich sehr verliebt in das wunderschöne Außengelände. Da haben die Kinder richtig Platz, um sich auszutoben. Überall waren Stationen für die Kleinen aufgebaut, an denen sie sich ausprobieren konnten. Wasser, Sand, filzen. Dazu gab es leckeres Essen von den Eltern. Die ganze Atmosphäre war einfach super angenehm. Dem Freund hat es auch gut gefallen und jetzt fühle ich mich noch etwas wohler. Er sagte zwar, dass er meinem Urteil vertraue, aber so ist mir das dann doch lieber.

Beim Gedanken an den KiTa-Start werde ich jetzt schon wehmütig, aber andererseits freue ich mich auch schon darauf ein glückliches, müde gespieltes Kind abzuholen. Wie gern wäre ich auch als Kind unter in der großen Sandkiste unter der riesigen Kastanie gesessen.