Babygarderobe

Vor der Schwangerschaft glaubte ich, dass ich in einen regelrechten Kaufrausch verfallen würde, sobald ich schwanger wäre. Das erwies sich als völlig falsche Einschätzung. Ich war unglaublich glücklich und vorfreudig, malte mir unsere kleine Familie in den buntesten Farben aus und hatte auch absolut keinen Zweifel daran, dass wir dieses Baby wirklich in Armen halten würden und doch war ich regelrecht blockiert. So oft stand ich hachzend vor diesen winzigen Kleidungsstücken und war dann doch nicht in der Lage nur ein Teil davon zu kaufen. Das hielt ziemlich lange an. Erst in der 18. Woche kaufte ich die ersten Kleidungsstücke – eine Freundin hatte schon vor mir etwas für mein Baby gekauft!

Danach hoffte ich bei jedem Termin auf ein Outing, damit ich mich vielleicht ein wenig spezifischer umsehen konnte, aber daraus wurde ja nichts. Der Kaufrausch blieb aus. Es gab da diese Liste an Dingen, die man eben für ein Baby haben sollte und sie erschien mir so lang. Irgendwas störte mich einfach immer. Ich möchte mein Baby gerne nicht nur in Tarnfarben kleiden, unabhängig vom Geschlecht, das stellte sich manchmal als gar nicht so einfach heraus, wenn man eben nicht beherzt auf lila und pink zurückgreifen kann. Und ich frage mich wirklich warum die Kleidung für Babyjungs nach geschrumpften Kleidungsstücken eines 50-Jährigen aussehen muss. Nach und nach kam dann aber doch eine Grundausstattung zusammen, die sich sehen lassen kann. Von Alana, H&M über Smafolk und Jako-o ist alles mit dabei. Viele Teile davon sind 2nd Hand, was man den Sachen überhaupt nicht ansieht, so kurz wie sie in der Regel getragen werden. Ein kleines bisschen was fehlt noch, aber wir befinden uns im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zielgeraden. Ich glaube, es fehlen nur noch ein paar Schlafanzüge in 56, dann dürfte die Grundausstattung vollständig sein.

Die meisten Teile sind schon gewaschen. Wie viel auf eine Wäscheleine passt, wenn die Sachen so klein sein!  Jetzt muss ich nur noch das Home Coming Outfit aussuchen. Ich finde es wirklich immer noch total abgefahren, dass da wirklich bald ein kleiner Mensch – unser kleiner Mensch – in diesen Sachen stecken soll.

 

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Nestbautrieb & Babyvorbereitungen

Etwa zur Halbzeit der Schwangerschaft hat mich der Nestbautrieb gepackt. Am liebsten hätte ich die komplette Wohnung auf links gedreht und bis Ende September alles erledigt, um mich die letzten Monat einfach nur zurücklehnen zu müssen. So kam es, dass ich an einem Nachmittag nur ein bisschen Haushalt machen wollte und mich dann mit dem Kopf in den Küchenschränken wiederfand, um die mal einer Grundreinigung zu unterziehen. Fehlte nur noch, dass ich die Fugen mit der Zahnbürste putzte. Zum Glück waren die in Ordnung. ;-)
Das war aber auch wirklich alles. Ich schmiss unfassbar viele Unterlagen weg, sortierte Bettwäsche und Handtücher aus und entrümpelte den Keller. Ich glaube, der Freund war ganz froh, dass ich mich irgendwann auf die Erstausstattung konzentrierte und er nicht mehr um all seinen Kram bangen musste. :D

In Gedanken hatte ich immer einen Plan, wann ich was erledigt haben möchte. Die Anträge wollte ich ganz früh erledigt haben, um das aus dem Kopf zu bekommen. Etwa zur 20. Woche war ich dann fertig damit und ich ein ganzes Stück erleichtert. Mit dem Endschwangerenhirn hätte ich das echt nicht machen wollen. Sämtliche Anträge warten nun ausgefüllt, soweit es eben geht, im Ordner auf ihren Auftritt. Inklusive Notizen, welche Dokumente mit eingereicht werden müssen. Die Vaterschaft haben wir ganz früh anerkennen lassen und auch die Unterlagen für die Beantragung der Geburtsurkunde liegen bereit und warten darauf in die Geburtstasche zu wandern.

Die großen Besorgungen wie Beistellbett und Kinderwagen wollte ich bis Ende November erledigt haben. Am liebsten hätte ich die komplette Erstausstattung schon bis dahin zusammen haben wollen, aber weil sich unser Mäuschen nicht zeigen, ich aber die Hoffnung nicht aufgeben wollte, hat sich zumindest der Kleidungskauf etwas verzögert. Auch jetzt fehlen hier noch ein paar Dinge, aber da mache ich vielleicht einfach mal eine Liste.

Noch vor ein paar Wochen kitzelte es mich ständig und ich bin schier verrückt geworden, weil das Bücherregal immer noch nicht aussortiert, die Kleidung noch nicht beisammen und gewaschen ist und auch sonst eben noch Kram aussteht. Mittlerweile ist der Nestbautrieb aber abgeflacht ich möchte einfach fertig werden. Durch die Weihnachtsfeiertage fühlt sich ohnehin alles viel kürzer an. Mein Ziel ist es also bis Weihnachten einfach alles erledigt zu haben, irgendwann sollte man ja auch mal fertig werden. Das ist so eine magische Grenze. Ich möchte die letzten 3 Wochen (oder gerne auch mehr!) einfach noch genießen oder mich zumindest um nichts mehr kümmern zu müssen. Dann sind auch alle Termine erledigt und ich freue mich wirklich sehr auf gemütlich Tage mit Kakao, Weihnachtsfilmen und kuscheln. Und natürlich fühle ich mich auch sicherer, jetzt wo alles Notwendige fertig ist.

Ich habe schon oft gelesen, dass der Nestbautrieb kurz vor der Geburt noch mal richtig aufblüht. Ich bin ja sehr gespannt!

Auf meiner ursprünglichen Liste steht nun noch Folgendes:

– ein bisschen Essen einfrieren für faule Tage
– Wickeltisch einrichten
– Beistellbett am Bett montieren
– Sperrmüll (beantragt)
– im Büro (Wickelplatz) ein wenig mehr Ordnung schaffen
– Musik für die Geburt aussuchen
– und die Geburtstasche packen

Das sollte zu schaffen sein.

Babyshopping

[18. Schwangerschaftswoche]

Am Wochenende sind die ersten Babyklamöttchen bei uns eingezogen. Bisher konnte ich einfach noch nicht einkaufen gehen, aber der Knoten scheint geplatzt zu sein. Es sind nur 2 Wickelbodys, 2 kleine Hosen und ein Wickeloberteil, aber ich musste nun einfach endlich etwas kaufen.
Jetzt werde ich die Füße aber wieder still halten bis ich bei meiner Freundin zu Besuch war, die ein paar Babysachen für mich auf die Seite gelegt hat. Und außerdem möchte ich noch die nächste Vorsorge abwarten, denn dann erfahren wir vielleicht das Geschlecht und unser Kind bekommt nicht nur graue Kleidung. ;-)