Hoch die Hände, Wochenende! (WMDEDGT 5/2018)

Das Wochenende beginnt nach einer ganz guten Nacht um halb sieben. Woohoo!
Ich könnte da zwar noch ein bisschen länger schlafen können, aber der kleine Herr kennt kein Erbarmen. Er sitzt im Bett und schenkt mir sein bezauberndes Kleiner-Junge-Grinsen. Bevor wir aufstehen, kuscheln und stillen wir noch ein kleines bisschen.

Wir beginnen unsere Morgenroutine. Anziehen, Windel wechseln, Zähne putzen.
Als wir beide fertig sind, erledige ich ein wenig liegen gebliebenen Haushalt. Der Freund zieht das Bett ab, ich beziehe es neu, während der kleine Mann zwischen den Laken hin und her rollt und sich vor lachen kugelt. Knutschkugel, der! Dann startet der Kleine die Waschmaschine und ich putze fix das Klo. Läuft.

Zeit für Frühstück! Es sind noch Erdbeeren da. Was könnte da passender sein als ein Pancake-Frühstück? Moah! Da könnte ich mich wirklich reinsetzen. Sogar der Kleine langt zu und verschlingt einen Pancake, etwas Banane und ein paar Erdbeeren. So viel hat er schon lange nicht mehr gegessen. Das freut mich so!
Wir machen uns fertig, ich hänge die Wäsche auf und dann fahren wir auf den Markt.

Eigentlich fehlen nur ein paar Äpfel, aber ich kann einfach nicht an den Erdbeeren und dem grünen Spargel vorbeigehen. Ich liebe grünen Spargel! Der Freund legt den obligatorischen Stopp beim Fischdealer ein, um sich ein Forellenbrötchen zu kaufen, das er dann zusammen mit dem Kleinen mümmelt. Ich bin jedes Mal aufs Neue überrascht, dass der Kleine so auf den Fisch abfährt. Er scheint langsam wieder Hunger zu bekommen, denn er verschlingt auch noch den Pancake, den ich vorsorglich eingepackt habe.

Ich möchte noch gerne in die Waschanlage. Auf dem Weg dorthin schläft der Kleine ein. Das ist ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. Immerhin habe ich nun ein sauberes Auto! Zuhause versuche ich den Kleinen schlafend ins Bett zu bringen. Sagen wir es mal so: Haha! Er verschlief das Abschnallen, das war’s dann aber auch. Bis wir in der Wohnung waren, war das Kind wach und quietschfidel. Jeder Versuch ihn nochmal hinzulegen, scheiterten.

Ich wickle ihn und poliere schnell noch die gefetteten Schühchen, während der Freund das Mittagessen vorbereitet. Es gibt Fusilli Aglio e Olio mit grünem Spargel und viiiieeel Parmesan. Moah! Daran könnte ich mich glatt totfressen. So lecker!
Ich fische das Kind aus dem Stuhl und versuche die Spuren des Desserts (Erdbeeren und Wassermelone) vom Kind zu entfernen. Er hat einen Kleiderwechsel gewonnen.
Ich liebe das Wetter! Die Wäsche vom Vormittag ist schon trocken und so kann ich die nächste Wäscheladung starten. Der Kleine drückt ganz begeistert das Knöpfchen und erfreut sich am Kinderkino.
Nach dem Essen ist vor dem Saugen, also wirble ich vor dem nächsten Schlafversuch durch die Wohnung.

Versuch Nummer zwei scheitert trotz deutlichen Müdigkeitsanzeichen. Keine Chance. Die Wäsche ist fertig und möchte aufgehängt werden. Gesagt, getan. Und noch mehr Müdigkeitsanzeichen, aber nein, er möchte nicht schlafen. Genug der Versuche, wir gehen nun raus. Schlaf nach 15:30 Uhr sorgt dafür, dass er gar nichts mehr ins Bett möchte, dann bleibt er jetzt eben wach.
Wir spazieren auf den Piratenspielplatz, wo der Kleine durch die Sandkiste fegt und versucht die Rutsche hochzukrabbeln. Er liebt es zu rutschen. Leider sind die Rutschen auf den meisten Spielplätzen hier nicht begehbar, wenn man nicht selbst klettern kann. Mit Kleinkind auf dem Arm ist das aber leider nicht möglich. Umso mehr Spaß hatte er, dass es hier klappt.
Ein paar Kinder haben die Wasserpumpe aktiviert. Ich habe alle Hände voll zu tun, den Kleinen davon abzuhalten kopfüber im Matsch zu versinken. Er liebt Wasser!

Um 17 Uhr gehen wir mit einem kleinen, dreckigen Kind nach Hause. Wir waschen Sonnencreme und Sand von Händen, Füßen und Gesicht. Dann gibt es Abendbrot. Wieder pickt der Kleine nur ein bisschen im Essen herum. Ein großer Esser ist er wirklich nicht. Danach mache ich ihn bettfertig, putzen die Zähnchen und spielen noch eine Runde, ehe es etwas früher als sonst ins Bett geht.

Wir kuscheln uns ins Bett und stillen. Innerhalb von 10 Minuten ist der Kleine eingeschlafen. So schnell ging das schon lange nicht mehr.
Feierabend! Zeit für Couch und Modern Family.

Weitere Tagebucheinträge gibt es wie an jedem 5. des Monats bei Frau Brüllen.

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Tagebuchbloggerei 9/2017

In den letzten Monaten kam ich einfach nicht dazu, den Tag festzuhalten oder war abends total erledigt. Heute bin ich wieder mit dabei bei Frau Brüllens #WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?).

Etwas wühlt sich neben mir durch das Bett. Ich versuche es zu ignorieren, vielleicht hört es ja einfach wieder auf. Es ist noch stockfinster im Schlafzimmer und bin müde,aber es wühlt weiter. 5:55 Uhr verrät der Blick durch den schmalen Spalt, den meine Augenlider freigeben. Keine Chance, die Nacht ist vorbei.

Der kleine Mann spielt noch ein bisschen zwischen uns. Die Nacht war ruhig und ich bekam sogar 5,5 Stunden Schlaf am Stück! Ich sollte trotzdem mal wieder mit dem Baby schlafen gehen.

Um 6:30 Uhr verlangt es nach Frühstück. Ich stille ihn und checke, wie so oft in den letzten Tagen,den Sendungsstatus der Dachbox. Mir macht es richtig Bauchschmerzen, dass sich da seit Tagen nichts tun will. Wir wollen doch in den Urlaub. Aber ich Wunder! Endlich wurde die Sendung bearbeitet!

Mir wird schlecht vor Erleichterung. Ich habe uns schon ohne Dachboden und damit mit einem fetten Problem gesehen. Puh! Jetzt geht mein Plan vielleicht doch noch auf!
Frische Windel, anziehen, ich mich fertig. Baby moppert weil vorwärts will. Lässt sich mit Buch besänftigen.

Ich wickle den kleinen Mann, ziehe ihn an und mache mich im Anschluss fertig. Wir wollen den Morgen für einen Spaziergang nutzen. Kurz darauf verlassen wir die Wohnung. Auf dem Weg machen wir einen Stopp beim Bäcker. Der erste Tag Elternzeit schreit nach frischen Brötchen! 

Es ist so angenehm draußen, die Luft ist frisch, aber nicht kalt. Es riecht nach Herbst. Ich mag diese Zeit. Der kleine Mann schläft auf dem Weg angekuschelt an seinen Papa ein. Leider wird er wach als wir ihn Zuhause aus der Trage pflücken.

Wir frühstücken gemütlich, der kleine Mann zerdrückt, bekaut und zermatscht genüsslich ein paar Himbeeren und Cocktailtomaten. Nachdem Hände, Gesicht, Haare und alles im Umkreis von 2 Metern gereinigt ist, versuche ich den Kleinen nochmal hinzulegen, müde genug wäre er.

Dabei bleibt es aber auch. Er schläft fast ein, weint dann bitterlich auf, beruhigt sich, spielt, stillt und schläft fast ein, bis er dann wieder zu weinen beginnt. In der Zwischenzeit saugt der Freund die Wohnung und nimmt die sehnlichst erwartete Dachboden in Empfang. Nach einer Stunde gebe ich auf. Dann eben nicht. Der Kleine kommt in die Trage und ich hänge die Wäsche auf.

Aber auch das gefällt ihm nicht lange und wir versuchen nochmal zu schlafen. Er schafft es dann auch Recht zügig, ich leider nicht und würde stattdessen durchs Internet. Nach einer Stunde öffnet er seine Äuglein, von wach weit entfernt, aber einschlafen konnte er auch nicht mehr. Da ist doch was in der Luft!

Wir beschließen die Dachbox zu montieren. Es bleibt beim Versuch, denn bei 2 von 4 Halterungen ist das Gewinde kaputt. Das darf nicht wahr sein! Unsere Hoffnung im Eisenwarenladen Ersatz zu finden, löst sich in Luft auf. Auch bei Obi bekommen wir nicht, was wir brauchen. Ich flippe aus! Wenn einmal der Wurm drin ist, dann aber richtig!

Unsere letzte Hoffnung, der Metallbauer im Ort, kann das Teil nachbauen. Dass das sauteuer ist, brauche ich wohl nicht erwähnen, aber das ist egal. Ich will in den Urlaub. Das Ersatzteil vom Händler kommt frühestens Donnerstagmittag, wenn es auf Lager und die Post schnell ist. Warten ist also keine Option.

Mittlerweile sind wir alle durch. Der kleine Mann hat das alles super mitgemacht, aber der fehlende Schlaf macht sich nun bemerkbar. Er ist hundemüde und hat keine Lust mehr. Recht hat er! Ich auch nicht. Ich habe Hunger und Durst. Und noch immer nichts gepackt. Das wollte ich eigentlich spätestens heute Nachmittag gemacht haben. Ich bin wirklich stinkig. Ich hasse es, wenn es nicht nach Plan läuft und dann in Stress ausartet. Und es tut mir echt leid, dass der Kleine heute so mitlaufen musste. So habe ich mir das nicht vorgestellt.

Wir flitzen noch fix zu Edeka, besorgen Süßkram und Tiefkühlpizza. Keine Lust mehr zu kochen heute. Schnell Heim! Der kleine Mann weint immer wieder auf, schläft dann aber doch beim Stillen ein. Das ist gut. Bis 19 Uhr hätte er so nicht durchgehalten.

Für uns gibt es jetzt gleich Pizza und dann werde ich zumindest den Koffer des kleinen Mannes packen. Das soll’s gewesen sein. Blöder Tag, morgen wird hoffentlich besser.

Alltag 

Samstags fahren wir in die Stadt, um auf dem Markt Obst und Gemüse für die Woche zu besorgen.
Da der kleine Mann ja immer recht früh und aktuell noch vor dem Hahn in der Nachbarschaft wach wird, fahren wir ganz früh los. So ist es in der sonst so wuseligen Stadt noch gähnend leer und wir können ganz entspannt über den Markt schlendern, ohne uns durch die Menschenmassen zu drücken.

Meist ist das auch in etwa die Zeit, zu der der kleine Mann wieder müde wird. Seit einer Weile fällt es ihm schwerer in der Trage einzuschlafen. Es ist alles so furchtbar spannend. Wir hatten unseren Markteinkauf erledigt, einen Abstecher zu DM gemacht (Windeln!) und waren gerade auf dem Weg zum Auto als der kleine Mann sich aufhörte gegen die Trage zu stemmen und einschlief. Die letzten Male fuhren wir einfach Heim. Heute entdeckten wir, dass dem Freund jemand in der Tiefgarage ins Auto gefahren sein musste und weil er jetzt Ablenkung brauchte, ich Hunger hatte und das Baby schlief, schlug ich vor frühstücken zu gehen.

Das hatten wir seit der Schwangerschaft nicht mehr gemacht. Wir begaben uns also ohne Umwege direkt in das niedliche Café, bekamen den letzten Platz in einer Nische und bestellten uns ein großes Frühstück. In dem Moment wurde der kleine Mann nach viel zu kurzen 30 Minuten wach, wollte von Schlaf aber nichts mehr wissen. Ich schälte ihn aus der Trage, nahm ihn auf den Schoß, von wo aus er ganz

neugierig umher schaute.

Wir saßen also zusammen in einem Café frühstückten Croissants, Brötchen, Wurst, Käse, Aufstrich und Rührei. Ich mit Chai Latte, der Freund mit Kaffee. Und dazwischen saß unser kleiner Junge, mümmelte an Gurke und Melone herum. Als er keine Lust mehr darauf hatte, stillte ich ihn und dann machten wir uns auch schon wieder auf den Weg. Das fühlte sich so perfekt an.
Das war das erste Mal seit der Geburt, dass wir auswärts gegessen haben. Ich habe das sehr genossen!

Ich freue mich einfach riesig über diese Entwicklung, die wir gemacht haben. Ich bin viel entspannter und routinierter geworden. Wenn er wach wird, wird er eben wach. Wenn er Hunger hat, stille ich ihn. Die Nische war da natürlich schon komfortabel, aber mittlerweile klappt das diskret Stillen ganz gut.
Vor ein paar Monaten war das noch ganz weit weg. Da hätte das Baby in der Trage wahrscheinlich alles verschlafen, aber allein der Gedanke, es könnte wach werden und stillen wollen, stresste mich so, dass ich gar nicht auf die Idee kam auswärts Essen zu gehen.

Tagebuchbloggerei 7/2017

Juli. Wie unfassbar ist das bitte?! Da ist einfach mal das halbe Jahr um! Aber darum geht es nicht. Heute ist der 5. Juli und damit WMDEDGT-Tag. Wer nicht weiß, was das ist schaut einfach mal bei Frau Brüllen vorbei. Ist nämlich ihre Idee!

Der Tag beginnt früh. Sehr früh, um nicht zu sagen mitten in der Nacht.
Um 3:30 Uhr beschließt der kleine Mann genug geschlafen zu haben. Er ist, wortwörtlich, quietschfidel. Während er sich durch das Bett quietschwühlt, versuche ich das Geschehen zu ignorieren und weiterzuschlafen. Das findet er aber gar nicht gut und quietscht ein bisschen lauter. Ok, dann bin ich eben auch wach.
Ich versuche ihn mit stillen noch einmal zum Schlafen zu bewegen, aber nichts zu machen. Das Kind ist wach. Um 5:30 Uhr gibt dann auch der Freund auf und wir stehen auf. So kann er immerhin früher Feierabend machen. Auch nicht schlecht.

Der Freund wickelt den Kleinen und ich mache mich solange fertig und rufe bei der Hotline des Götterboten an. Ich warte seit Tagen auf ein Paket, das mal nicht zugestellt werden kann, weil ich angeblich nicht da bin oder sogar zugestellt wurde, um mich dann wieder nicht angetroffen zu haben. Um das herauszufinden, hätte der Gute allerdings mal klingeln müssen. Die Dame an der Hotline ist äußerst unfreundlich und tut so als würde ich nur anrufen, um sie zu ärgern. Kundenservice ist anders. Dann verlässt der Freund das Haus, ich mische mir noch schnell ein paar Haferflocken zusammen und begebe mich zurück ins Bett, wo ein sehr müdes Baby auf mich wartet. Ich stille ihn in den Schlaf und esse nebenbei mein Frühstück. Als er schläft, lege ich ihn ab und kuschle mich dazu. Nach 1,5 Stunden erwachen wir beide. Ich fühle mich fast erholt. Ich lasse eine Maschine mit Wäsche laufen.

Wir kuscheln noch ein bisschen und dann ist es wieder Zeit für eine neue Windel. Der kleine Mann ist heute richtig gut drauf. Wir wechseln vom Wickeltisch auf die Krabbeldecke, wo der Kleine ausgiebig seinen Löffel bespielt. Ich hänge Wäsche ab, verräume sie und hänge die nächste Maschine auf. Weil der Kleine sich so toll beschäftigt, schaffe ich sogar ein paar Minuten an die Nähmaschine.
Ganz unvermittelt beginnt der Kleine energisch zu quäken. Als ich ihn hochnehme, weiß ich auch warum. Da habe ich wohl die Windel nicht richtig angezogen, denn der komplette Rücken des Babys ist eingepinkelt. Also ziehen wir wieder auf den Wickeltisch um und wechseln einmal das komplette Outfit.
Der kleine Mann verlangt nach einem zweiten Frühstück und reibt sich schon wieder energisch die Äuglein. Auf dem Weg ins Schlafzimmer, versucht er mein Schlüsselbein zu verspeisen. Der Hunger scheint gewaltig zu sein!
Ich setze mich mit ihm ins Bett, wo er nach ein paar Minuten auch in meinem Arm einschläft. Nach 30 Minuten erwacht er wieder und strahlt mich an.
Für den Urlaub brauchen wir noch einen Reisepass für den kleinen Mann. Ich nutze die Gunst der Stunde und knipse ein paar Bilder, solange er satt und geduldig mit mir ist. Es klappt super und es kommen ein paar echt niedliche Bilder dabei heraus.

Dann wird wieder gewickelt und gespielt.
Ich sitze auf der Wickeldecke und beobachte die seine Bemühungen die Hand unter dem Bauch hervorzuziehen. Er nimmt Schwung, hebt den Po und zieht den Arm dann hervor. Einmal hob er den Po so schwungvoll, dass er sich fast überschlug. Ich könnte ihm echt ewig zusehen.
Der Kleine hat ordentlichen Nachholbedarf, denn nur eine Stunde später, reibt er sich wieder die Augen. Die letzten Tage schlief er sehr unregelmäßig und die Nächte waren kurz.

Tatsächlich schläft er 3 Stunden lang. Ich nutze die Zeit, um auch ein bisschen zu dösen und zu lesen.
Gegen 15:30 Uhr schafft es der Götterbote mein Paket vorbeizubringen! Wahnsinn!
Kurz darauf klimpert es bereits an der Tür und der Freund kommt nach Hause. Der kleine Mann freut sich immer so sehr ihn zu sehen, da geht einem echt das Herz auf.

Wir kochen zusammen etwas zu Essen und gehen danach noch einkaufen. Eigentlich wollte ich auch noch raus, aber der viele Schlaf und die Affenhitze halten mich davon ab. Dann eben nicht. Wir suchen das schönste Bild der Fotosession für den Reisepass aus und tatsächlich kamen auch schon die Bilder des Familienshootings mit den Großeltern an. Die sind wirklich schön geworden!
Um 18:30 Uhr ist der kleine Mann schon wieder durch. Weder stillen noch sonstiges Bespaßungsprogramm kann etwas daran ändern. Eigentlich möchte ich ihn noch nicht hinlegen, denn ich weiß genau, dass er nicht lange schlafen wird. Normalerweise bringe ich ihn gegen zwischen 19 und 19:30 Uhr ins Bett und er schläft dann einfach. Vor 19 Uhr klappt das einfach nicht.

Aber es hilft ja alles nichts. Innerhalb von 3 Minuten ist er eingeschlafen und erwacht 40 Minuten später voll ausgeschlafen. Tja, das war es dann mit Feierabend, denn von Schlaf möchte er nun gar nichts mehr wissen. Nach einer Stunde probiere ich es noch einmal, aber auch dieser Versuch wird abgewehrt. Dazwischen verbringen wir ein bisschen Zeit mit dem Papa und spielen noch etwas.
Gegen 21:30 Uhr siegt das Sandmännchen dann doch und auch ich lege mich dazu. Gute Nacht!

Allein, allein

Der Freund bekam die Möglichkeit an einem Lehrgang in Frankfurt teilzunehmen und so verbrachten der kleine Mann und ich viel früher als geplant ein paar Tage ohne Papa. Allein, allein.

Ehrlich gesagt war ich davon gar nicht begeistert, aber was muss, das muss. Und immerhin waren es auch nur 2 Nächte. Meine Sorgen im Vorfeld waren absolut unbegründet. Wir beide haben das ganz gut hin bekommen, würde ich sagen. Ich bin müder als sonst, das kann aber auch daran liegen, dass der kleine Mann leider seine Schlafintervalle deutlich verkürzt hat. Außerdem ist das Wetter richtig schlecht, da komme ich nie in Fahrt und auch dem Kleinen scheint das und der Frischluftmangel (ja, mir war das zu kalt und nass da draußen) aufs Gemüt zu schlagen.

Eigentlich war es sogar ganz schön, nur wir zwei. Wir haben viel gestillt & gekuschelt. Und ich weiß jetzt, dass es klappt, wenn es muss. Aber ich bin auch sehr froh darum, dass es nicht immer muss! Uns fehlt nach wie vor Routine und ein Rhythmus, aber ich war jeden Tag angezogen, habe die Zähne geputzt und gegessen habe ich auch. Gelegentlich waren sogar kleine Aufgaben im Haushalt drin. Es wird also. Wie man so zum Duschen kommen soll ist mir jedoch nach wie vor echt ein Rätsel.

Zeit

Es ist ruhig hier.
Dabei war es die letzten Monate recht turbolent. Die Arbeit forderte mich sehr und auch privat war immer etwas los. Langsam aber sicher kehrt Ruhe ein. Endlich sind annähernd alle lästigen Aufgaben erledigt. Zeit zum Durchatmen.

Ich liebe den Alltag. Was manchen zu langweilig ist, wirkt auf mich sehr beruhigend. Ich finde es auch sehr spannend etwas zu erleben, aber ich genieße es auch, wenn das Leben einfach fließt. Wenn keine größeren Dinge anstehen und keine Unwetter über einen hereinbrechen.

Ich genieße es Zeit für mich zu haben. Tun und lassen wonach mir ist. Aber noch mehr genieße ich die Zeit mit dem Freund.
Mitte Juli gönnten wir uns eine Woche in Berlin. Erholsam war es nicht. Es gab so viel zu sehen, aber es war schön einfach so viel Zeit miteinander verbringen zu können. Wir sehen uns zwar jeden Tag, aber im Urlaub ist das doch noch mal was ganz anderes.
Es ist wunderschön. Und gerade nach der letzten Zeit habe ich das sehr gebraucht.

Nun ist es etwas ruhiger geworden. (Murphy, falls du das hier lesen solltest: Hau bloß ab!)
Die letzten Termine werden erledigt. Ich möchte die wiedergewonnene Freizeit mehr für mich nutzen.
Bisher reichte es nur noch für gelegentliches Häkeln an der Decke. Für mehr war einfach keine Zeit oder die Energie fehlte.
Ich habe noch das ein oder andere Projekt im Kopf, das ich angehen möchte. Jetzt, da wieder mehr Luft ist, kann ich das angehen oder kann einfach mal den Gedanken nachhängen und Träumereien Raum geben. Der Kopf ist nicht mehr blockiert mit allen möglichen Pflichten, Terminen und anderem Mist.

Und es ist auch mehr Zeit für den Freund. Auch er kam zu kurz. Ständig klopfte etwas Neues an die Tür. Und so blieb nicht allzu viel Zeit für uns. Jeder brauchte auch mal etwas Zeit für sich und zack! waren die Tage auch wieder um und die Arbeit stand vor der Tür.

Die letzten Wochen stand ich ständig unter Strom. Das wird langsam besser. Ich kann wieder atmen.
Ich fühle mich wieder leichter und genieße das sehr. Die Energiereservern laden sich auf und ich merke, dass ich wieder in Form komme. Meine Nerven sind nicht gleich zum Zerreißen gespannt, sondern werden belastbarer.

Und schon bald steht der Sommerurlaub vor der Tür. Ganz ohne Pläne. Erholung pur. Nur der Freund und ich. Ich freue mich drauf.