Kleine Auszeit

Letzten Samstag begann mein Rückbildungskurs. Eigentlich wollte ich schon 8 Wochen nach der Geburt anfangen,aber leider war der Kurs, den ich besuchen wollte, schon voll. 

Die anderen Kurse zur gleichen Zeit waren entweder voll oder für uns nicht geeignet. Ich wollte gerne einen Kurs ohne Baby besuchen, denn der Kleine ist sehr anhänglich und mit ihm komme ich einfach nicht dazu Übungen zu machen, das kann ich dann also auch gleich bleiben lassen. Kurse am Abend sind doof, weil der Freund regelmäßig Rufbereitschaft hat und das dann zeitlich nicht hinkommt und mich der Kleine abends einfach braucht. Vielleicht ginge es mit genug Milch, aber das Abpumpen ist bei mir nicht so ergiebig. 
Im Nachhinein stellte sich der spätere Einstieg als genau richtig heraus, denn ich glaube, das hätte so früh noch nicht geklappt.

Ich habe mich richtig darauf gefreut, endlich wieder etwas Sport zu machen. Am Abend vor dem Kurs verließ mich dann die Vorfreude und ich wünschte der Kurs wäre schon rum. Das beschreibt meine Gefühlslage zurzeit recht gut. Ein ständiges Auf und Ab.

Samstagmorgen stand ich um 7:15 Uhr auf, zog mich an, stillte den kleinen Mann nochmal ausgiebig, damit er die kommenden 2 Stunden ohne Hunger übersteht (wir stillen aktuell sehr häufig, da ist doch was im Busch!) und machte mich dann auf den Weg.

Schon alleine die Fahrt hob meine Laune deutlich. 20 Minuten ohne Gebrüll, dafür mit lauter Musik, ganz für mich allein. 
Im Kurs erblickte ich sogar ein paar bekannte Gesichter aus dem Schwangerschaftsyoga, das war schön. Wir quatschten ein bisschen und dann ging es auch schon los.

Die Hebamme, die den Kurs leitet ist wirklich toll. Sie hat 7 Kinder und weiß wovon sie spricht. Ich hatte auch überlegt mich von ihr in der Schwangerschaft betreuen zu lassen, entschied mich aber dagegen, weil ich ja im Geburtshaus entbinden wollte. Beim Nächsten dann. ;-)

Sie erklärte ein bisschen den Beckenboden und machte nochmal deutlich, dass die Rückbildung nach dem Kurs nicht abgeschlossen sei, wir auch während des Kurses alle zwei Tage ein paar Übungen machen nd danach auch für Bewegung sorgen sollten. Nach 3 Monaten regelmäßigem Sporteln, sei der Beckenboden meist wieder recht fit. Mit 40 würde man sonst merken, dass es falsch war,sich keine Gedanken darum zu machen.

Und dann ging es ans Eingemachte. Was hat mir das gefehlt! Das war zum Teil echt anstrengend, ich könnte auch einfach gar keine Bauchmuskeln haben, das wäre kaum ein Unterschied. Ich bin froh, schon vorher ein bisschen was zur Wahrnehmung des Beckenbodens gemacht zu haben, sonst wäre ich wohl nicht mitgekommen.
Eshat echt Spaß gemacht und ich bin fast traurig, dass der Kursnur 5 Einheiten hat.

Es tat so gut sich zu bewegen und mal 2 Stunden nur für mich zu haben. Mein Gewissen zwickt auch ein bisschen, weil ich nicht vor Vermissung zergangen bin. Dafür hatte ich keine Zeit und ehrlich gesagt, habe ich so wenig Zeit für mich, ohne Haushalt oder solchen Kram, die sauge ich dann einfach auf.

Gefreut gabe ich mich auf meine beiden Männer aber trotzdem. Die haben das natürlich wunderbar gemeistert, auch wenn der kleine Mann das Nickerchen verweigerte und dann etwas grumpy war. Aber daran hatte ich auch nicht eine Sekunde gezweifelt.

Allein, allein

Der Freund bekam die Möglichkeit an einem Lehrgang in Frankfurt teilzunehmen und so verbrachten der kleine Mann und ich viel früher als geplant ein paar Tage ohne Papa. Allein, allein.

Ehrlich gesagt war ich davon gar nicht begeistert, aber was muss, das muss. Und immerhin waren es auch nur 2 Nächte. Meine Sorgen im Vorfeld waren absolut unbegründet. Wir beide haben das ganz gut hin bekommen, würde ich sagen. Ich bin müder als sonst, das kann aber auch daran liegen, dass der kleine Mann leider seine Schlafintervalle deutlich verkürzt hat. Außerdem ist das Wetter richtig schlecht, da komme ich nie in Fahrt und auch dem Kleinen scheint das und der Frischluftmangel (ja, mir war das zu kalt und nass da draußen) aufs Gemüt zu schlagen.

Eigentlich war es sogar ganz schön, nur wir zwei. Wir haben viel gestillt & gekuschelt. Und ich weiß jetzt, dass es klappt, wenn es muss. Aber ich bin auch sehr froh darum, dass es nicht immer muss! Uns fehlt nach wie vor Routine und ein Rhythmus, aber ich war jeden Tag angezogen, habe die Zähne geputzt und gegessen habe ich auch. Gelegentlich waren sogar kleine Aufgaben im Haushalt drin. Es wird also. Wie man so zum Duschen kommen soll ist mir jedoch nach wie vor echt ein Rätsel.

KiTa-Wahnsinn Teil II

Oder vielmehr Betreuungswahnsinn Teil 2

Nachdem mir letzte Woche die Großtagespflege anrief und mitteilte, sie hätten einen Platz für unseren Zwerg, aber nur,wenn wir ihn bereits zum 1. Oktober eingewöhnen oder sonst niemand den Platz nimmt und er dann bis Januar frei bleibt. Das trieb mir den Schweiß auf die Stirn und Tränen in die Augen. Denn Option eins ist keine Option für mich. Ich möchte mein Kind nicht mit 8,5 Monaten in die Betreuung geben – auch nicht für 10 Stunden in der Woche, wie es mir vorgeschlagen wurde – denn ich bin ja Zuhause. Und ich habe ohnehin nur ein Jahr, das ich komplett mit ihm verbringen darf. Ich will das nicht. Allein der Gedanke fühlte sich an als würde man ihn mir wegnehmen, da die Entscheidung dafür ohne äußere Notwendigkeit (also bis Januar), nur aus „Zwang“ getroffen würde. Option zwei dürfte unrealistisch sein, sobald klar ist wer einen Kita-Platz bekommt und wer nicht.

Wie ich nunmal bin, machte ich mir direkt tausend Gedanken. Überlegte hin und her, kaute dem Freund ein Ohr ab. Der fand die Idee den Kleinen so früh einzugewöhnen auch doof. Er würde ihn am liebsten länger als ein Jahr zuhause behalten wollen, da sind wir uns einig. Geht halt nicht, aber das ist ein anderes Thema.
Wir entschieden, dass wir die Platzvergabe abwarten und im Zweifelsfall den Rechtsanspruch geltend machen würden. Aber so richtig beruhigend war das halt auch nicht.

Das ließ mir keine Ruhe und ich überlegte grob einen Plan. Ich beschloss die KiTas anzurufen, bei denen noch nicht klar war, dass wir keinen Platz bekommen, sollten die mir keine positive Auskunft geben, würde ich beim Tageselternverein nach anderen Tagesmüttern fragen. Hat ja auch irgendwie Vorteile gegenüber einer KiTa. Ist das nicht erfolgsversprechend, lassen wir uns rechtlich beraten. Soweit der Plan.

Das zog sich nun zwei Wochen, weil ich immer irgendjemanden nicht erreichte. Der Leiter einer der Wunsch-KiTas, riet mir den Betreuungsplatz in der Großtagespflege anzunehmen. Er könne uns zwar nicht ab-, aber auch nicht zusagen. Für den nächsten freien Platz (ab März) gehe die Zusage erst im September raus. Meldet sich da ein Geschwisterkind oder jemand vor uns auf der Liste benötige den Platz noch, haben wir keine Chance. Bäh.

Blieb die zweite Wunsch-KiTa, die vom Gefühl her ohnehin einen Hauch vorne lag. Heute habe ich endlich jemanden erreicht.

Wir bekommen einen Platz!!!!

Ich war am Telefon so perplex. Ich wollte nur die Chance erfragen und hatte nicht wirklich mit einer verbindlichen Auskunft gerechnet. Ich bedankte mich tausend Mal und vergoss ein paar Tränen nach dem Auflegen. Wir haben einen Platz! In einer schönen KiTa, fünf Minuten zu Fuß entfernt, in der ich mich sofort sehr wohl fühlte. Die Räume sind schön gestaltet, sie liegt nicht an der Hauptstraße und es gibt ein tolles Außengelände und einen Gymnastikraum! Und das Beste: der ü3-Platz ist auch sicher! Das ist hier nämlich nicht in jeder Einrichtung so. Ich kann unser Glück kaum fassen.

Einziges Manko ist, dass es keine Ganztagesplätze gibt. Für den Anfang würde ich es eh nicht wollen, aber allein die Möglichkeit zu haben, wäre schön. Egal, völlig egal. 

Wir kriegen einen Platz!

Kontrolltermin in Kinderklinik

Heute hatten wir einen Termin zur Kontrolle in der Kinderklinik.

Als der kleine Mann 18 Tage alt war, fiel mir ein Knubbel an seinem Hals auf als er den Kopf zur Seite drehte. Ich sah es, machte mir aber nicht allzu viele Gedanken, da es ihm sonst gut ging. 2 Tage später war aus dem Knubbel eine große Beule geworden und ich doch echt beunruhigt. Wir vereinbarten einen Termin bei unserem Kinderarzt und durften uns gleich 2Stunden später vorstellen.

Im Ultraschall zeigte sich eine 25x29mm große Beule. Unser Kinderarzt vermutete einen stark vergrößerten Lymphknoten und schickte uns zur Kinderklinik, um das abklären zu lassen. Uff. Ich hatte auf irgendetwas unverfängliches gehofft. Auf ein „Das kann schon Mal vorkommen.“ oder so, aber selbst unser Kinderarzt staunte nicht schlecht ob der Größe, was uns sehr beunruhigte.

Es schien als wollte einfach keine Ruhe einkehren. Erst diese Sorgen bezüglich der Geburt, dann wegen des Stillens und nun das. Ich war ängstlich und sehr besorgt.

Wir führen also direkt in die Kinderklinik, wo wir dank telefonischer Ankündigung​ durch den Kinderarzt ohne langes Warten dran kamen.

Die Ärztin war ein ein äußerst unsympathischer Mensch, die sich anmaßende Kommentare über Beckenendlage und Sonstiges erlaubte. Das war das erste Mal, dass ich froh um den Kaiserschnitt war, denn andernfalls hätte ich vermutlich geheult nach all den Kommentaren. Ich finde, man darf eine Meinung haben, aber man sollte professionell genug sein,um auch Mal die Klappe halten zu können, denn im Nachhinein hilft das niemandem.  Jemand der dort sitzt, macht dich vermutlich eh schon Vorwürfe, da muss nicht noch jemand darauf herumtrampeln. Aber zurück zum Thema.

Die Ärztin, unsympathisch und anmaßend gegenüber Eltern, dafür sehr geduldig in Bezug auf unseren Spatz, schallte also den Hals. Es war schlimm zu sehen wie der kleine Mann da so lag und ganz apathisch ohne zu zucken einen Punkt anstarrte und das über die kompletten 20 Minuten. Das brach mich das Herz. Die Ärztin gab Entwarnung. Kein Lymphknoten! Puh. Es handle sich um eine Einblutung in den Halsmuskel, das käme bei Geburten aus Beckenendlage oder mit Zange gelegentlich vor, aber dann wohl direkt. Das sei jetzt zwar ungewöhnlich, weil es erst jetzt auftrat und es eigentlich keinen Grund dafür gibt, aber nicht schlimm. Man müsse das eben beobachten. 

Es kann weggehen, es könne aber auch verkalken und dann bleiben. Wir sollten aber darauf achten, dass er nun keine Vorzugshaltung entwickle. Kontrolltermin in 2 Wochen. Der kleine Mann war vollkommen durch und schlief den kompletten Nachmittag, wir Eltern waren ebenso fertig, aber auch beruhigt, denn dass wir gehen durften, war ein gutes Zeichen. Gedanklich sah ich uns schon stationär mit zig Tests und Blutabnahmen.

Zwei Wochen später keine Veränderung. Ich fand zwar, die Beule wirkte kleiner und auch der Kinderarzt sagte, er hätte den Eindruck es sei kleiner geworden. Nächster Termin in 8 Wochen.

Das war heute Morgen. Ich hatte seit zwei Wochen den Eindruck, dass die Beule weg ist. Drehte er den Kopf zur Seite stand nichts mehr bedrohlich hervor.

Der Temin fiel in die Schlafenszeit des kleinen Mannes und auch die Tatsache, dass er sich bisher mit dem Schnuller beruhigen ließ, was inzwischen ja wegfällt, mlsorgten dafür, dass ich mich auf eine etwas unentspannte Untersuchung einstellte.

Tatsächlich war er aber früher wach und schlief ein kleines bisschen vor. Wir kamen sogar fast pünktlich, was aber eh egal war, da wir über eine Stunde warten mussten, die der kleine Mann für ein Schläfchen nutzte.
Ausgeschlafen ließ er alles ganz geduldig über sich ergehen und schenkte dem schallenden Arzt sogar ein Lächeln. Nur das Anziehen der Mütze nach der Untersuchung sorgte für ein bisschen Gemecker.

Und siehe da: die Einblutung ist fast komplett weg. Nur noch ganz wrnig ist zusehen und keine weitere Kontrolle nötig! Juhu! Mir sind direkt einige Felsbrocken vom Herzen gefallen. Somit ist das Thema also abgehakt. Ein Glück!

3 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

heute bist du 3 Monate alt, das sind genau 12 Wochen und 5 Tage.

Du rockst du unser Leben! Es ist als wärst du schon immer da gewesen.

Du trägst Größe 56/62. Hosen in 56 sind tendenziell knapp. Die Bodies in 56 sitzen nun wie angegossen. Vor ein paar Tagen sind wir auf Windelgröße 3 umgestiegen. Ich finde, du bist schon so groß geworden! Du siehst jeden Tag anders aus (deine Fluffhaare wachsen nach!), kannst neue Dinge. Das geht wahnsinnig schnell!
Du wirst langsam ein bisschen speckiger. An den Beinchen hast du nun eine Speckfalte und du hast einen kleinen Kullerbauch bekommen. Du bist einfach zum Fressen! Ich liebe wirklich alles an dir, deine winzigen Hände oder deine süßen Füßchen, die ich ständig abknutschen muss. Alles.

Wenn man dich vorsichtig anpustet, schnappst du tief nach Luft, reißt die Augen ganz weit auf und schenkst mir dein breitestes Lächeln.
Beim Abdocken schnalzt du manchmal mit der Zunge und ein lautest „Plöp“ ertönt. Und wenn dir etwas nicht passt, ziehst du ganz dramatisch die Mundwinkel nach unten und beginnst zu quäken. Ich habe sowas noch nie gesehen! Es fällt mir echt schwer, da ernst zu bleiben.

Wenn wir zusammen vor dem Spiegel stehen, kriegst du dich kaum ein vor Freude. Du strahlst und flirtest wie wild mit dir selbst.
Du verfolgst Dinge mit den Augen und folgst ihnen mit dem Kopf, wenn sie aus deinem Sichtfeld geraten. Du beobachtest alles ganz genau und findest dabei immer etwas, an dem dein Blick hängen bleibt. Du strahlst, gluckst und flirtest dann was das Zeug hält.
Ob mit deinem Spielbogen, der Fledermaus in der Nonomo (in der du es inzwischen auch mal 20 Minuten aushältst) oder einfach nur der weißen Wand. Du findest einfach alles spannend!

Du quietscht nun manchmal beim Lachen. Das ist so niedlich! Am schönsten ist deine Freude darüber, wenn dir ein neuer Laut über die Lippen kommt. Du übst fleißig an neuen Tönen und Lauten. Du weinst nun in unterschiedlichen Tonlagen und kannst damit deutlich zum Ausdruck bringen, ob du nur gelangweilt, unzufrieden oder wütend bist, was manchmal so niedlich ist, dass ich mir ein Lachen verkneifen muss. Außerdem beginnst du zu brabbeln. Wenn ich mich mit dir unterhalte antwortest du immer häufiger mit „Errö“ in den verschiedensten Nuancen, gepaart mit deinem freudigen Quieken, wenn ich darauf antworte. So führst du ganze Gespräche in deiner zuckersüßen Babysprache mit mir und bringst damit mein Herz gewaltig zum Blubbern.

Aber du trainierst nicht nur deine Stimmbänder, auch körperlich begnügt du dich nicht mehr nur damit herumzuliegen.
Beim Wickeln hebst du deinen Po an und strampelst wie verrückt mit deinen Beinchen, das ist ziemlich putzig anzusehen, erschwert die Sache mit der Windel allerdings ungemein. Dabei bewegst du dich von der Stelle und du befindest dich schon nach kurzer Zeit in einer anderen Position als der, in der man dich abgelegt hat. Du übst dich zu drehen, dabei streckst du den Kopf weit nach hinten und verdrehst deine Hüfte. Einmal hast du dich sogar von der Rückenlage auf den Bauch gedreht! Oh, dein Blick als du das geschafft hast, war wunderbar! Ich glaube, du warst selbst überrascht, dass es klappte. Dein Papa hat dich ganz doll angefeuert und wir beide sind fast geplatzt vor Stolz.
Du hältst dein Köpfchen immer stabiler und stützt dich in Bauchlage nun auch auf deinen Ärmchen ab. Dabei wackelt dein Kopf noch hin und her, was äußerst niedlich aussieht. In der Rückenlage hältst du den Kopf selbstständig in der Mitte, das war dir bisher einfach zu schwer. So hast du mich auch zum ersten Mal beim Babykurs richtig beobachtet und mitgemacht, statt ausschließlich die anderen Babys fasziniert zu begutachten.
Du übst fleißig das Greifen. Du schnappst dir alles, was du in die Finger bekommst. Besonders beliebt sind deine bunten Spucktücher, die du dir auch gerne in den Mund steckst und beherzt darauf herumbeißt. Dein grimmiger Piranha-Blick dabei ist wirklich zu köstlich! Auch an unseren oder deinen Händen nestelst du gerne herum.

Du bist nicht du, wenn du müde bist. Mit ausreichend Tagesschlaf bist du dagegen so ausgeglichen. Etwa 1 Stunde nach dem Aufstehen wirst du wieder müde und schläfst dann 1-1,5 Stunden. Über den Mittag schläfst du 2-3 Stunden, wenn die Bedingungen optimal sind und nachmittags brauchst du auch nochmal ein Nickerchen von 30 Minuten – 1 Stunde. Inzwischen schläfst du auch manchmal wieder ohne totale Dunkelheit ein, je dunkler es ist, umso besser klappt es aber.

Du hast nachts drei Mal 5,5 Stunden am Stück, einmal sogar 6,5 Stunden geschlafen! Wow!

Seit 2 Wochen haben wir auch zeitlich ein festes Abendritual. Ich hatte den Eindruck, dass es dir um Wohnzimmer zu unruhig ist und hatte damit wohl recht. Nach dem Umziehen, wirst du in deinen Wollschlafsack gesteckt. Danach machen wir gemeinsam das Nachtlicht an und pusten das Licht aus, indem wir den Rollladen runterlassen. Dann verabschiedet sich dein Papa, wir stillen bis du einschläfst, was meistens nach kurzer Zeit der Fall ist. Manchmal singe ich dir auch leise vor oder erzähle von unserem Tag, wenn du ruhig bist.
Es kam sogar schon vor, dass ich dich dann in dein Beistellbett ablegen konnte. Wenn ich das Zimmer verließ wurdest du nach spätestens 40 Minuten wach, aber das ist doch ein Anfang! Seit deinem ersten Schnupfen, der dir ordentlich zu schaffen machte, brauchst du meine Nähe wieder mehr, wachst beim Versuch dich abzulegen auf und kommst erst an/auf meiner Brust wieder zur Ruhe. Ich genieße es, wenn du auf mir liegst und dich anschmiegst, ganz ruhig wirst. Da bist du wieder das Miniminibaby.

Sämtliche Versuche dir den Schnuller schmackhaft zu machen, schlagen fehl. Egal welche Marke, ob symmetrisch, kiefergerecht, Kirschform, Größe, Latex oder Silikon, du weißt nicht (mehr) was du damit tun sollst. Sauger in Kirschform magst du gar nicht, hier musst du immer würgen. Meist verziehst du aber nur angewidert das Gesicht und schiebst ihn mit deiner Zunge aus dem Mund. Mit etwas Glück kaust du vorher kurz darauf herum.
Dabei wünsche ich mir wirklich, dass du ihn ab und zu nehmen würdest. Die letzten 2 Wochen wirst du häufiger wach und möchtest dann nuckeln, das ist gerade nachts etwas anstrengend (und unbequem) für mich. Es wäre schön, könnte ich dich dann mit einem Schnuller beruhigen oder beim Autofahren. Vielleicht könntest du dich damit besser entspannen, das ist nach wie vor eine Herausforderung für uns alle.

Manchmal findest du nach etwas meckern doch noch zur Ruhe, aber häufig endet es in verzweifeltem Gebrüll mit bitteren Tränen bis du dann irgendwann einschläfst. Das bricht mir das Herz!
Seit du dein Eichhörnchen an der Babyschale hängt, schreist du manchmal nicht sofort los. Letzte Woche sind wir tatsächlich 4 kurze Fahrten komplett ohne Gebrüll gefahren. Ich gestehe aber, dass ich es doch eher meide. Ebenso wie den Kinderwagen, den ich nach spätestens 30 Minuten doch leer herumschiebe. Du willst einfach Nähe.

Du bist ein ganz wunderbarer Junge!

Ich liebe dich!

KiTa-Wahnsinn

Ich habe bei Freundinnen schon im Vorfeld mitbekommen wie schwierig es zum Teil ist einen KiTa-Platz zu bekommen. Aus diesem Grund habe ich bereits in der 15. Woche Anmeldungen an sämtliche KiTas in der Umgebung abgegeben.

Wer aufgepasst hat, weiß, dass ich das  gar nicht sehr viel früher hätte machen können. Man stelle sich eine Anmeldung vor und in Feld Geburtsdatum steht dann „Voraussichtlich xx.xx.20xx, sofern es geklappt hat“.

Zum Teil haben wir jetzt schon die Mitteilung erhaltem, dass wenn wir bis September 2018 keinen Platz bekommen, sofern nicht jemand abspringt oder wegzieht. Und das ist richtig Scheiße.

Ich würde so gerne länger Zuhause bleiben, aber es ist leider keine Option. 

Es war von vorneherein klar, dass ich nicht länger werde Zuhause bleiben können. Finanziell ist es nicht drin und auch beruflich wäre es nicht gerade klug, da ich eine richtig gute Stelle verlieren würde. (Ich werde nicht gekündigt, aber mein aktueller Arbeitsplatz wird nicht auf ewig freigehalten und ich müsste dann etwas anderes machen und vielleicht auch wo anders hin, was auch wieder negativen Einfluss auf die Gestaltung meines Arbeitsplatzes und der Arbeitszeit hätte auch in Bezug auf Homeoffice.)

Ich dachte ganz naiv, wenn ich das jetzt schon weiß, auxh schon vor der Schwangerschaft, kann ich mich darauf einstellen und es wird mir dann leichter fallen. Hört ihr mich lachen!? Mir wird jetzt schon ganz heulig, wenn ich daran denke, mein Baby nicht mehr die ganze Zeit bei mir zu haben. Vielleicht ändert sich das noch, aber aktuell bricht es mir das Herz. Mir, für den Stöpsel wird das sicher super. Wenn, ja WENN er denn einen Betreuungsplatz bekommt, denn dann steht derzeit noch in den Sternen. 

Und neben dem OB steht die Frage WELCHEN Betreuungsplatz er bekommt. Es gibt 2 Einrichtungen, die mir richtig, richtig gut gefallen. Dort habe ich mich räumlich wie personell gleich sehr wohlgefühlt. Andere wären Kompromisse, ebenso wie die zwei Tagesmütter, die wir bereits kennengelernt haben. Eine finde ich aber herzlich, bin mit der Aufhebung aber nicht so glücklich und auch sprachlich habe ich bedenken, da sie zwar deutsch spricht, aber man deutlich merkt, dass es nicht ihre Muttersprache ist. Mich persönlich stört das nicht, aber im Hinblick auf meinen einjährigen Sohn, der gerade anfängt zu sprechen und einige Stunden des Tages dort verbringen soll, brachte der Freund ein paar Bedenken hervor. Bei der anderen Tagesmutter gefielen uns die Räumlichkeiten besser, sie war nett, aber es wirkte etwas verkrampft.

Jetzt ist es ja eh nicht so als könnten wir wirklich wählen. Und im Notfall müssen wir nehmen, was wir kriegen und uns weiter bewerben, falls wir gar nicht glücklich damit sein sollten.

Es ist doch ein Irrsinn, dass man sich überhaupt so früh Gedanken machen und am Ende froh und dankbar sein muss, wenn man überhaupt einen Platz 3 Monate später als benötigt, bekommt. An den ü3 Platz mag ich gar nicht denken, das ist nämlich auch so ein Thema, da der nicht in jeder KiTa garantiert ist…

Und unsere Gemeinde ist echt gut aufgestellt und sehr bemüht den Bedarf zu decken. Auf 12.000 Einwohner kommen insgesamt 90 U3 Plätze. Aber sie geburtenstarken Jahrgänge machen sich bermerkbar. Aktuell wird versucht bis zum Herbst 2 weitere Gruppen zu schaffen, ob das klappt, steht noch in den Sternen.

Im Mai wissen wir dann mehr. Ein paar Daumen waren toll. 

Hat schon jemand Erfahrungen mit dem Rechtsanspruch gemacht? Wie läuft das denn? 

 

Tagebuchbloggerei 4/2017

1:54 Uhr – Es moppert neben mir. Da hat wohl jemand Hunger! Also Händchen lüften und los geht’s. 

3:17 Uhr – Windelalarm. Der Freund quält sich aus dem Bett, um sich der Aufgabe anzunehmen. Ich nutze die Zeit, um meine Blase zu leeren und meine Eisentablette zu nehmen. Ich Stille nochmal und mache den Fehler den kleinen Mann ins Beistellbett zu legen. Zack! Da sind die Augen offen. Also gut, alles von vorne! Stillen,kuscheln,neben mich ins Bett legen – schläft.

6:45 Uhr – Hunger! Also das Kind! Ich bin noch müde, aber die Versuche im Liegen zu stillen, werden vom Baby torpediert. Andocken, andocken, meckern, weil wegen Brust raus. Dazu wildes rumrudern mit Armen und Beinen. Nach gut, dann sind wir eben wach. Guten Morgen! Ich werde breit angegrinst und schon ist die Welt wieder in Ordnung.

7:10 Uhr – Ich beobachte wie der Freund und der kleine Mann ein bisschen spielen. Ich liebe das so sehr! Außerdem unterhalten wir uns über die Betreuung für den Kleinen ab nächstem Jahr. Wir wünschen uns beide, ich könnte länger Zuhause bleiben,aber ist nicht. Wir treffen eine Entscheidung und hoffen, dass sich alles fügen wird. Freitag wissen wir ein bisschen mehr. 

Ich ziehe mich an und bereite das Frühstück vor.

8:10 Uhr – Der Freund verlässt die Wohnung. Das kleine Milchmonster und ich sind alleine. Bevor wir uns ins Bett kuscheln und frühstücken, entferne ich den Schnoddder aus seiner Nase. Schnupfen bei Babys gehört verboten! Der Kleine döst ein bisschen, ich surfe im Internet.

9:20 Uhr – Es knattert ordentlich in des Baby Büxe. Zeit für ein Outfitwechsel. Anschließend überlasse ich das Baby sich selbst, das wie verzaubert aus dem Fenster starrt, während ich Body und Schlafanzug auswasche. Ich mache mir noch schnell ein Marmeladenbrot und kuschle mich noch einmal zum Baby.

10:09 Uhr – Warten auf DHL, das meine Testtrage bringen soll. Ichwarte sehnsüchtig darauf, möchte aber auch gerne an die frische Luft. Beeil dich, DHL-Mann! Der Kleine geht währenddessen seiner Lieblingsbeschäftigung nach, dem Stillen. Dabei döst er wieder ein, erwacht wimmernd, stillt und schläft. Ich versuche mein analoges Tagebuch mit Erinnerungen zu füllen. ich hinke da mittlerweile echt hinterher. 

11:23 Uhr – DHL klingelt, das Baby schläft auf mir. Babyschlaf ist heilig, also ignoriere ich die Klingel. Gehe ich eben später zur Post. Kurz darauf klingelt das Smartphone. Eine mir unbekannte Nummer ruft an. Echt jetzt?! Mein Kind schläft! Ich lese noch ein bisschen bis der kleine wach wird. Windelwechsel.

Wir spielen ein bisschen und machen Quatsch. Aber heute ist der Kleine nicht so gut drauf, liegt vermutlich an den kurzen Schläfchen. Nun gut, lässt sich nicht ändern. Ich gehe zum Briefkasten u d hole die Post. Das Paket  s steht sogar im Hausflur, juhu! Und der bestellte Schnuller ist endlich da. Ich probiere gerade sämtliche Marken, Formen und Materialien aus, in der Hoffnung den einen Schnuller zu finden, den der Bub nicht nur im richtigen Moment und Winkel akzeptiert. Ich werfe den Schnuller in den Topf zum stetilisieren und ein paar Pommes in den Ofen. 

Mit Pommes und Kind verziehe ich mich aufs Sofa, wo wir – Überraschung! – stillen. Während der Kleine einschläft, lese ich weiter an meinem Buch.

14:30 Uhr – Wir wursteln uns so durch den Tag. Mein letzter Versuch das Baby z einem richtigen Nickerchen zu bewegen, endet in einem gemeinsamen Mittagsschlaf.

16:30 Uhr – Ein Vibrieren dringt in die Tiefen meines Unterbewusstseins. Das Smartphone! Wieder die unbekannt Nummer. Ich habe einen Bürostuhl bestellt, dessen Lieferung für den 10. April avisiert sei. Äh, nein?! Nach einer Weile komme ich drauf, dass es sich hierbei um den Bürostuhl für mein Home-Office​ sein muss. Da ist mein Arbeitgeber aber etwas fix, wo ich frühestens Anfang 2018 zurückkommen werde. Er kläre das noch Mal. Okay, danke.

Da wir dann schon Mal wach sind, wickle ich den kleinen Grinsekater und stille seinen unbändigen Appetit. Dazwischen machen wir Quatsch miteinander. Ach, wie ich dieses Grinsen liebe!

18:30 Uhr – Papa ist da! Große Freude bei Baby und mir! Und er kommt genau rechtzeitig zum nächsten Windelwechsel. Wir packen den inzwischen etwas unleidigen Kerl ein und besorgen und etwas Schnelles zum Essen. Der Freund hat nämlich keine Lust zu kochen und ich kam nicht dazu.

Nach dem Essen verschwinde ich unter die Dusche. Beim Ausspülen der Haare höre ich den Kleinen weinen. Hmpf. Es ist halt doch schon spät. Der Papa wirds schon richten. 

Aber so richtig beruhigen kann er ihn doch nicht. Da hat wohl wieder der Hunger zugeschlagen und siehe da, nach einem kleinen Snack kann man auch wieder lachen.

20:00 Uhr – Wir spielen noch ein bisschen miteinander, ich verabreiche noch einmal Salzwassertropfen, bevor wir den Schleim absaugen und unseren kleinen Mann bettfertig machen. 

Um 20:35 Uhr sitze ich nun mit stillendem Baby im Bett und hoffe, dass es bald ins Land der Träume findet.

Gar nicht mal so spannend, mein Tag. Ich kam heute wirklich zu nichts. Vielleicht wird es morgen wieder etwas produktiver.

Weitere Tagebuchblogger einen gibt es wie immer bei Frau Brüllen

Schlaflos

Es fing schon am Ende der Schwangerschaft an, dass ich nachts nicht mehr durchschlafen konnte. Wie das halt so ist, schlich ich erst einmal, dann öfter zur Toilette. Das wusste ich vorher schon, aber ich schlief problemlos wieder ein. Damit war die Woche vor der Geburt Schluss. Mein Körper war müde, aber ich lag wach. Über Stunden.

Wie man sich vielleicht denken kann und der Titel vermuten lässt, hat sich das mit dem Baby nicht gerade geändert.
Was aber nicht mal dem Baby zuzuschreiben ist!

Bis auf wenige Ausnahmen schläft er nachts ganz gut. Er hat eine längere Schlafphase und kommt danach alle paar Stunden für einen kurzen Stop an der Milchbar. Und schläft dann, bis auf ein paar wenige Male, wieder ein.
Die ersten Wochen schlief ich abends, sobald er schlief. Ich wartete geradezu darauf, denn ich war meist noch vor ihm müde. Jetzt gehe ich gegen 22 / 22:30 Uhr ins Bett. Mit dem Schlafrhythmus komme ich wunderbar klar und die Müdigkeit hielt sich wirklich sehr in Grenzen.

Der kleine Mann möchte meist zwischen 3 und 4 Uhr noch einmal trinken. Kaum beginnt er zu schnorcheln, liege ich neuerdings wach. Manchmal über Stunden.
Ich finde einfach nicht zurück in den Schlaf. Bewusst atmen, die Augen geschlossen halten, Schafe zählen – nichts hilft. So drehe ich irgendwann meine Internetrunde oder mache lautlose Dinge, zu denen ich tagsüber nicht komme. Bloggen zum Beispiel. (Wobei mich dabei dann doch irgendwann die Müdigkeit überfällt und deshalb zig unfertige Posts in den Entwürfen schlumnern.)
Zwischen 5 und 6, kurz vor dem nächsten Stillen, schlafe ich ein. Das ist reuchlich ungünstig.
Besonders, wenn der kleine Mann den Tag mal ganz früh beginnen lassen möchte.

Ich habe dieses Jahr nicht einmal länger als 5 Stunden am Stück geschlafen. Das ist ok, aber diese Wachphasen machen mich fertig. Ich bin verspannt, habe Kopfschmerzen, kann mich schlecht konzentrieren und bin müde. Geistig wie körperlich. Ich muss echt aufpassen, dass ich mir nicht selbst auf die Augenringe trete.