Barcelona

Ich habe hier bereits von meinem grandiosen Geburtstagsgeschenk berichtet. Inzwischen sind wir schon wieder eine Weile zurück.

Ich liebe diese Stadt! Barcelona ist wunderschön! Ich habe mich sofort sehr wohl gefühlt, das tolle Wetter hat da sicherlich nicht unwesentlich dazu beigetragen.

Wir machten uns nach einer recht bescheidenen Nacht (das Baby konnte nichts dafür) auf den Weg zum Flughafen. Der Flug war bereits als verspätet angekündigt, aber ich fand das gar nicht so schlimm. Am Tag zuvor waren wir noch beim Kinderarzt, weil sich der Kleine übers Wochenende einen Schnupfen eingefangen hatte und ich abklären lassen wollte, ob wir überhaupt fliegen dürfen. Der Arzt schaute sich alles genau an und entschied, dass es wirklich nur ein Schnupfen ist, wir vorsorglich Nasentropfen und ein Schmerzzäpfchen geben sollen, aber sonst dem Urlaub nichts im Wege steht.

Super ärgerlich war es dann als wir schon mit 30 Minuten Verspätung im Flugzeug saßen und der Pilot mitteilte, dass wir dort nun noch 2 Stunden sitzen werden, bevor etwas passiert. Wir saßen im engen, nicht klimatisierten Flugzeug und schwitzten. Das Baby war zu warm angezogen, müde und ließ sich nicht länger als 40 Minuten zum Schlafen bewegen lassen. Den Flug meisterte er aber ohne Beschwerden. Ich versuchte mich nicht zu ärgern, das klappte auch ganz gut. Ich war ohnehin beschäftigt, den Flohzirkus auf meinem Schoß zu bändigen. Das wäre wohl mit einem Minibaby einfacher gewesen. Oder mit mehr Platz.

Irgendwann kamen wir dann aber auch an und fuhren direkt ins Hotel. Wir fanden uns gleich zurecht und schafften es ohne größere Zwischenfälle. Einzig die nicht vorhandenen Lifte (oder wir haben sie übersehen) in der Metro fielen mir auf. Nicht jede Treppe hatte auch eine Rolltreppe, der Freund trug das Baby und ich hievte den Koffer, der etwa so groß wie ich ist, durch die Gegen. Durch die Verspätung war es später Nachmittag bis wir unser Zimmer mit Blick auf den Torre Agbar bezogen. Der kleine Mann war durch, verweigerte aber den Schlaf. So machten wir uns nur noch auf den Weg, um Wasser und etwas zu essen zu besorgen. Der Kleine kletterte fröhlich auf dem Bett herum und wir gingen zeitig ins Bett.

Der nächste Tag begann mit einem grandiosen Frühstück im Hotel. Es war wirklich super lecker! Auch der kleine Mann fand etwas zum Knautschen und zog alle Blicke auf sich. Das ist aber auch ne Knutschkugel! Es wurden einige typisch lokale Leckereien aufgetischt und mit kugelrundem Bauch, machten wir uns auf den Weg zur Sagrada Familia. Die wollte ich schon immer mal sehen und schon als ich sie am Tag zuvor aus der Ferne erblickte, war ich hin und weg. Die Basilika ist wirklich ein Meisterwerk. Ich war ganz erstaunt, dass sie weitergebaut wurde, denn ich ging immer davon aus, dass sie niemals fertiggestellt werden würde. In 10 Jahren soll es soweit sein. Schon von außen ist sie unglaublich, von innen verzaubert sie mit einem wunderschönen Farbenspiel. Ich war überrascht wie hell sie von innen ist. Viele Kirchen sind da doch eher düster. Der kleine Mann verschlief das Ganze und so konnten wir ohne Zeitdruck alles ansehen.

Danach machten wir uns auf ins Barri Gótic, wo wir einfach ziellos durch die Gegend liefen und uns die prächtigen, alten Bauten ansahen. Ich mag sowas unheimlich gerne. All die kleinen Gässchen. Durch Zufall kamen wir an der Catedral de Barcelona vorbei. Die wollte ich auch gerne sehen, also gingen wir auch hier durch. Sie erinnerte mich sehr an die „typischen“ Kathedralen. Düster, prunkvoll. Der Kleine hatte nicht mehr so viel Lust, deshalb entschieden wir uns zu gehen. Auf dem Weg zum Ausgang kamen wir noch an den Gänsen vorbei, die im Kreuzgang leben, die fand der Kleine ganz besonders interessant. Wir machten einen Stillstopp hinter der Kirche und zogen dann weiter auf die La Rambla.

Ich weiß nicht, was ich mir darunter vorgestellt hatte, das definitiv nicht. Das war gar nicht mein Fall, aber der Weg führte uns zur Markthalle und das gefiel mir wiederum sehr. Wir schlugen und mit Schinken, Käse, Empanadas und frischem Saft den Magen voll und setzten uns in die Sonne. Ein Traum.

Wir sahen uns dann noch Casa Milà und Casa Battló an. Besonders das Casa Batlló hat mich unheimlich fasziniert. Wäre die Schlange nicht so lang gewesen, hätte ich es zu gerne von innen gesehen. Ich kann nicht erklären warum, aber ich fand es (auf eine andere Art und Weise) beeindruckender als die Sagrada Familia.

Abends besorgten wir uns noch etwas zu Essen und picknicken mit dem müden Baby im Hotelzimmer.

Egal wo wir hinkamen, flirteten alle mit dem Kleinen. Man merkte wirklich überall wie viel kinderfreundlichen es hier ist. Beim Frühstück gab es keine bösen Blicke, weil er was auf den Boden warf, sondern immer wieder wurde uns gesagt wie süß er doch sei. Quietsche der Kleine, wurde er angegrinst (außer von der Gruppe Deutscher im Park Güell) und mit ihm Quatsch gemacht. Und uns wurde immer ein Sitzplatz angeboten, darunter auch eine Mutter mit kaum älterem Kind und ein alter Mann, dem ich den Vortritt lassen wollte, der aber darauf bestanden, dass ich mich setze.

Unseren letzten Tag verbrachten wir morgens im Park Güell. Wow! Ich glaube, das war das meist verwendete Wort meinerseits in diesem Tagen. Im Anschluss fuhren wir nach Barceloneta an den Strand, auf dem Weg dorthin aßen wir noch ein paar Churros von Chocolate in der Churreria Laietana. Ich hätte mich reinlegen können! Barceloneta selbst gefiel mir nicht so sehr. Wahrscheinlich wäre es schöner gewesen morgens hinzufahren oder an einen anderen Strand in Barcelona. Das nächste Mal dann. Wir liefen nochmal durch das Barrierefreiheit Gòtic. Ich bestaunten nochmal das Casa Batlló, dann gingen wir Tapas essen.

Zum Abschluss legte der kleine Mann, einen Wutanfall hin, worauf wir dann gingen. Die Tage hatte er weniger geschlafen, weil er lieber schauen statt schlafen wollte und war entsprechend müde. Er hat aber wirklich toll mitgemacht. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so gut klappen würde.

Den Rückflug am nächsten Morgen verschlief er fast komplett. Dank breiterer Sitze und etwas  mehr Fußraum (und überpünklichem Flieger), war der Flug dann doch um einiges komfortabler als der Hinflug.

Das war sicher nicht die letzte Reise nach Barcelona. Das nächste Mal dann mit etwas mehr Vorlaufzeit und besserer Planung, aber sonst hätte es echt fast nicht besser laufen können. 

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Jetset-Baby

Oder nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub!

Der Freund schenkte mir zum Geburtstag einen Kurztrip nach Barcelona. Oder vielmehr einen Gutschein dafür. Ich sollte einfach sagen, wann ich fliegen möchte und dann würde er alles organisieren. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich mich riesig darüber freute?! Ich erzähle seit Jahren, dass ich so gerne Mal in diese Stadt reisen möchte, warum ich es bisher nicht gemacht habe, weiß ich nicht. Als der Freund dann zu einem Junggesellenabschied nach Barcelona fuhrt, platzte ich fast vor Neid. Ich wollte doch auch so gerne!

Erst überlegten wir es nächstes Jahr zu machen, aber wir wissen noch nicht wie die Schließtage der KiTa 2018 sind und wollen im Sommer gerne außerhalb der Ferienzeiten eine größerer Reise machen. Das könnte mit unseren Urlaubstagen knapp werden, wenn wir auch noch zusammen Urlaub machen wollen. Ich möchte aber nicht so gerne zu Ferienzeiten oder im Sommer nach Barcelona fliegen. Im Frühjahr beginnt die Eingewöhnung, das ist wahrscheinlich nicht der beste Zeitpunkt für Urlaub und wer weiß wie oft der kleine Mann ab da krank sein wird (*toi, toi, toi*). Aktuell befindet sich der Freund gerade in Elternzeit, was läge da näher als den Städtetrip jetzt zu machen?

Als wir vorgestern auf dem Sofa saßen, schauten wir also spontan nach Flügen und suchten Hotels. Bei den Preisen der Unterkünfte schlackerte ich erstmal mit den Ohren. Ich dachte, bei so einem großen Angebot, gibt es auch moderate Preise. Falsch gedacht. Und weil ich auch ein bisschen geizig bin (ich bin durchaus bereit Geld für eine schöne Unterkunft auszugeben, aber jenseits der 100€ pro Nacht, wenn ich eh nur zum Schlafen dort bin, was in diesen 2,5 Tagen der Fall sein wird, finde ich eben viel.), hätte ich das dann doch abgeblasen, aber der Freund beschloss, dass wir das jetzt machen. Wenn nicht jetzt, machen wir es vermutlich in nächster Zeit gar nicht.

Er hat dann gestern Morgen die Flüge und ein schönes Hotel gebucht. Ich bin so aufgereget! Der erste Flug mit Baby!
Barcelona! Mensch, ich freue mir wirklich ein Loch in den Bauch!

Zurück

Wir sind wieder zurück aus unserem ersten Familienurlaub.

Mittlerweile ist das After-Urlaub-Chaos beseitigt und ich derWäsche und dem anderen Kram Herr geworden. Alles ist wieder an seinen angestammten Platz. Sobald ich Zuhause angekommen bin, muss ich auch sofort alles aufräumen und verstauen. Ich kann es nicht haben, wenn es noch ewig in der Gegen rumfliegt. Aber nun ist endlich alles erledigt. Unglaublich wie viel Zeug man mitschleppt! Ungelogen die Hälfte haben wir nicht gebraucht, aber ich muss auch dazu sagen, dass ich von Strandwetter bis saukalt für alles gewappnet war.

Ok, fast alles. Natürlich habe ich mit Regen gerechnet, aber nicht damit, dass meine frisch imprägnierte Regenjacke doch etwas dichter sein oder meine Schuhe von unten (!) undicht sein könnten. Aber egal!

Mir war vor der Fahrt doch ein bisschen mulmig. Ich erwähnte ja schon ein paar Mal, dass der kleine Mann nicht gerade der begeistertste Autofahrer ist. Es war also schon mutig ein Ziel in mehreren Kilometern Entfernung zu wählen, aber er hat das ganz grandios mitgemacht. Wir haben auf der Hin- und Rückreise einen Übernachtungszwischenstop eingelegt. Wir fuhren morgens los, sodass der Kleine sein erstes Schläfchen während der Fahrt machen konnte. Das klappte auch echt gut und er 2 und einmal sogar 3 Stunden. Sonst ließ er sich vom Freund bespaßen und machte Quatsch. Leider schrie er aber auch lange Strecken, das war ganz schlimm. Mir tut das richtig leid! Er vergießt dabei bittere Tränen und brüllt so richtig. Dann half aber auch keine Pause oder Stillen zwischendurch. Irgendwann schlief er auf einer Fahrt erschöpft ein, das bricht mir echt das Herz, oder wir waren kurz vor dem Ziel. Es lief aber alles in allem viel, viel besser als erhofft und ich bin mächtig stolz auf meinen kleinen Jungen.

Am Ankunftstag regnete es fürchterlich. Es war kalt, ekehalft und die Wettervorhersagen genauso. Ich war müde und hatte richtig Probleme anzukommen. Ich hatte mich so auf den Urlaub gefreut, aber in dem Moment wollte ich am liebsten einfach wieder nach Hause. Auf dem Weg zum Einkaufen, gerieten wir in den Regen, meine Schuhe waren undicht, der kleine Mann hatte auch keine Lust und ach, alles Käse. Ich hatte richtig Heimweh. Ich fühlte mich ein bisschen verloren. Das war ein ganz komisches Gefühl.

Nach ein paar Tagen wurde das aber besser. Mir fehlte immer noch meine gewohnte Infrastruktur. Das gibt mir mit dem Kleinen einfach Sicherheit. In Deutschland weiß ich, wo ich ihn wickeln kann und solche Dinge. In Holland war das alles anders und dank der doch kühlen Temperaturen kam wickeln im Freien nicht in Frage.

Jetzt wo ich wieder Zuhause bin, merke ich aber wie gut mir diese Auszeit tat. Kein Alltag, kein „Ich müsste noch schnell..“. Wir lebten in den Tag, taten was uns gut tat. Wir waren viel an der frischen Luft, verbrachten viel Zeit miteinander. Das war richtig schön. Der kleine Mann genoss die Aufmerksamkeit sichtlich. Vor allem, weil er viel mehr Zeit mit seinem Papa verbringen konnte als sonst.

Wir hatten echt eine schöne Zeit. Wir waren jeden Tag am Stand. Ich hatte mich so darauf gefreut dem kleinen Mann das Meer zu zeigen. Sobald ich das Salz auf der Haut spüre und das Rauschen höre, fühle ich mich viel freier. Ich werde ruhig und könnte es stundenlang beobachten. Strand brauche ich nicht. Aber einfach da zu sitzen und den Wellen zu lauschen. Hach.
Mit großen Augen beobachtete er die Wellen, wie sie an den Strand schwappten. Er schaute neugierig den Möwen hinterher und hielt etwas irritiert den spitzen Finger in den Sand. Leider war es entweder regnerisch oder sehr windig, sodass wir den Kleinen nicht in den Sand legen konnten, ohne, dass er vom Wind paniert oder weggeweht worden wäre.
Auf den kleinen Mann hatte das Meer leider nicht die erhoffte einschläfernde Wirkung. es schien ihm trotzdem gefallen zu haben, er versuchte zumindest einige Male sich von Papas Arm in die Wellen zu stürzen. :D

Vor dem Urlaub hatten wir lange überlegt, ob wir den Kinderwagen mitnehmen sollten. Wir haben uns letztlich dafür entschieden, den Kinderwagen dann aber umsonst einmal quer durch die Republik gekarrt. Wir haben ihn nicht einmal aus dem Auto gepackt. Es war einfach so viel praktischer ihn zu tragen und so taten wir das einfach. Meistens fand er das auch echt toll, schaute sich neugierig um oder schlief. Aber manchmal wurde er auch richtig wütend, brüllte und wehrte sich. Das ist neu. Oft schlief er kurz darauf einfach ein, manchmal half es nur ihn herauszunehmen und auf dem Arm zu tragen. Da wäre der Kinderwagen dann doch nett gewesen. Es war windig und eher kühl, perfektes Tragewetter. Ich packte ihn unter die Kumja und musste ihn so auch nicht besonders dick anziehen. Er hatte es so warm und wir konnten kuscheln. Ich liebe es so sehr, wenn er sich an mich schmiegt und sein Atmen immer ruhiger wird, bis er dann einschläft.

Wir waren jeden Tag unterwegs. Manchmal machte der Kleine seinen Morgenschlaf in der Trage, manchmal gingen wir erst danach los. Meistens waren wir aber vormittags unterwegs, waren dann über den Mittag wieder in der Wohnung, damit der kleine Mann in Ruhe Essen und Mittagsschlaf und wir eine Pause machen konnten und gingen dann nachmittags nochmal los. Wir hatten einen Streichelbauernhof um die Ecke, das war richtig toll. Dort gab es Schafe, Kühe, Hühner und Hasen. Das Kälbchen hat es mir richtig angetan. Das war so niedlich!

Wir liefen viele Kilometer am Stand entlang, liefen durch die Dünen, statteten Den Haag einen Besuch ab und wir waren im Sealife. Die Preise sind meiner Meinung nach völlig überrissen für das, was man bekommt. Für mich alleine, hätte es sich nicht gelohnt, aber für den kleinen Mann war es toll. Er war völlig fasziniert von den Fischen. Die Pinguine und Otter fand er eher uninteressant, dafür konnte er im Tunnel seine Augen überhaupt nicht abwenden. Ich konnte gar nicht aufhören ihn anzusehen. Es war einfach zu schön meine beiden Männer zu beobachten. Der Freund erklärte dem kleinen Mann, was er da sah. Das war so, so schön!

Wir waren ein paar Mal Essen. Einmal bei Oma Toos. Dort gab es unglaublich leckere Pannekoeken. Ich aß einen mit Früchten, Vanileeis, Keksstückchen, Sahne und Erdbeeroße! Moah! Der Freund wählte die extra klebrige Variante mit Stropwaffel, Karamel und Sahne. Und dazwischen saß der kleine Mann in seinem Ikea-Stuhl und machte Quatsch. Er ist so ein neugieriges kleines Kerlchen. Er beobachtete die Umgebung, flirtete mit allerhand Männern und Frauen. Grinste man ihn an, strahlte er zurück. Oder er Wawawawawa!-te und fröhlich umher. Meistens bekam er einfach ein bisschen Brot in die Hand, auf dem er herumlutschte oder er bekam vorher etwas zu Essen oder ich stillte ihn. Das macht so Spaß! Ich liebe das wirklich sehr. Noch vor ein paar Monaten wäre das für mich undenkbar gewesen. Jetzt wo er im Stuhl sitzen kann, ist es dann auch noch entspannter.

Alles in allem war es wirklich ein schöner, erholsamer Urlaub als ich mich dann endlich darauf einlassen konnte. Und beim nächsten Mal, wird der Kleine dann schon richtig im Sand buddeln können. <3

Urlaub in Sicht

Schon bald beginnt der zweite Teil der Elternzeit des Freunde und nicht mehr lange und wir starten in unseren ersten Urlaub als Familie.
Wir werden eine Woche in Holland am Meer verbringen und ich freue mich unheimlich darauf. Es ist eben doch etwas anderes seinen Urlaub Zuhause zu verbringen oder anderswo. Und wo könnte es schöner sein als am Meer?

Am Meer geht es mir gut. Ich werde sofort ruhiger und spüre wie der Stress von mir abfällt. Ich freue mich auf den Geruch, das Rauschen der Wellen. Spaziergänge am Strand. Auf die Zeit mit meiner Familie ohne die alltäglichen Aufgaben, die Zuhause unweigerlich anfallen würden.

Was dem voraus geht, ist für mich jedoch meistens Stress. Normalerweise bin ich super gut organisiert, habe zig Listen für alles Mögliche angelegt und alles gut geplant. Die Packliste habe ich schon vor Monaten geschrieben, ein paar Ausflugsziele habe ich auch rausgesucht, soweit ich dazu kam. Ausgefeilt ist das alles allerdings nicht, aber so ein bisschen Spontaneität soll ja auch nicht schaden. Je näher der Urlaub rückt, desto unsicherer wurde ich allerdings, ob wir wirklich all unser Gepäck in mein kleines Auto bekommen, wenn wir den Kinderwagen mitnehmen wollen. Der passt zwar in den Kofferraum, aber dann nicht mehr besonders viel.

Ich würde ja einfach die Fußräume vollstopfen, aber mit einem 3-Türer ist das auch eher unpraktisch. Entweder müsste das Baby vorne mitfahren, was ich ungern möchte oder wir müssen bei jedem Stopp das halbe Auto auspacken. Es lag also nahe zu überlegen, ob der Kinderwagen wirklich mit muss, oder ob ein Buggy sinnvoll wäre.

Der kleine Mann kann noch nicht sitzen, daher ist so ein einfacher Buggy noch nichts. Die anderen, die meine Wunschkriterien erfüllen sind entweder fast so groß im Klappmaß wie der Kinderwagen oder recht teuer. Und so einfach mal eben über das Knie brechen wollte ich das jetzt auch nicht. Kann ich auch nicht, aber das dürfte mittlerweile bekannt sein.
So ganz ohne wollen wir aber auch nicht fahren, auch wenn fraglich ist, ob wir ihn wirklich (oft) nutzen werden.
Twitter schlug mir eine Dachbox vor. Die Idee verwarfen wir wieder, aber naja. Wie es am Ende so ist, googelte ich dann doch und rief beim Autohändler an, um herauszufinden, ob mein Auto sowas überhaupt kann. Kann es.
Damit ging es weiter und gerade bestellte ich dann doch eine Dachbox, die ich eigentlich gar nie wollte. Gut, jetzt muss sie nur noch pünktlich kommen und passen, denn viel Zeit bleibt nicht. Ich bin ja ein bisschen nervörs, ob das dann wirklich alles so klappt, wie geplant.

Ich mag es nicht so schlecht vorbereitet zu sein und alles auf den letzten Drücker zu machen, das übernimmt normalerweise der Freund für uns ;-) Ich kümmere mich dann nun um die weiteren Vorbereitungen und träume weiter vom Meer. Was freue ich mich darauf!

Vom Reisen und Erinnern

Es ist nun schon über ein Jahr her, dass wir in die USA reisten und doch kehren meine Gedanken immer wieder zurück. Reisen noch einmal an diese wunderbaren Orte und lassen mich das Erlebte immer wieder nachempfinden.
Ich vermisse die USA. Ich habe große Sehnsucht und Lust wieder in dieses atemberaubende Land zu reisen und noch mehr zu sehen.
Aber ich habe auch viel aus diesem Urlaub mitgenommen.

Dieser Urlaub hat etwas mit mir gemacht. Er hat mich verändert.
Er hat mit Sicherheit und Gewissheit gegeben. Ich habe mich und meine Grenzen besser kennengelernt. Ich weiß das Schöne im Leben wieder mehr zu schätzen.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich vorher das letzte Mal lachend durch den Regen lief. Ich wanderte trotz Höhenangst an schmalen Wegen entlang, traute mich aber nicht an den Rand des Grand Canyon. Ich fürchte mich nach wie vor vor Höhe, aber wilde Tiere machen mir nichts aus. Ich habe gelernt mich selbst zu halten, bin Achterbahn gefahren und hatte viel Spaß dabei.

Ich möchte mit die zu Leichtigkeit und Gelassenheit erhalten, die die Amerikaner oft austrahlten. Das Leben nehmen wie es ist und in allem das Gute zusehen. Mehr Lächeln, weniger Meckern. Geniessen, was man hat, solange es geht.

Auch Regenwolken können schön sein. Das Leben mit all seinen Facetten zu schätzen wissen, das ist die Kunst.

Ich bin mutiger als ich mich selbst eingeschätzt hätte. Ich weiß nun einmal mehr, dass mir die Höhe Angst macht, ich mich aber beruhigen kann. Dass ich die Wüste liebe. Die Ruhe, die dort herrscht ist magisch. Es gibt keine Zeit. Dort war ich ich. Mehr nicht. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so eins mit mir war.

Diese Reise hat mein Herz überflutet. Sie lässt mich ehrfürchtig und dankbar auf mein Leben blicken und einmal mehr kann ich es nicht fassen, was ich in meinem Leben alles schon erleben durfte.

Nicht nur für mich hat dich viel verändert. Auch unsere Beziehung ist an dieser Reise gewachsen und hat sich weiter gefestigt.
Wir mussten und können uns blind aufeinander verlassen. Ich hatte Respekt vor 4 Wochen ohne Ausweichmöglichkeit.

Ich gestehe, dass ich überrascht war, wie gut wir uns verstanden. Wie reibungslos all das verlief und wie gut wir aufeinander abgestimmt sind.
Wir haben viel erlebt, miteinander geschwiegen ohne dass es sich schlecht anfühlte.
Wir waren befreit von alltäglichen Zwängen und das merkte man auch. Wir erlebten, zeigten uns wie kleine Kinder die Welt, staunten zusammen um die Wette. Und wir lachten. So viel und so lange bis die Tränen kamen.

Es war eine traumhafte Zeit. Sie hat mich viel gelehrt. Und ich bin so dankbar, dass ich das erleben durfte und all das noch immer im Herzen trage. Ich hoffe, dass ich mir diese Gefühle auch weiterhin bewahren kann.

#ThrowbackThursday } San Francisco

Es fühlt sich an als wäre es erst gestern gewesen als wir an der Cable Car Drehscheibe standen und ich das erste Mal die Golden Gate Bridge sah. Diese beeindruckende Brücke vor dem malerischen, blauen Himmel, die in echt gar nicht so knallig rot aussieht, wie sie auf dem gerade noch geknipsten Bild erscheint. Nur wenige Stunden später beobachtete ich die Sonne wie sie hinter eben dieser Brücke langsam im Ozean vesank und die Welt in rotes Licht tauchte.

Auch ein Jahr später liegt mir noch der fischige Geruch der Seelöwen vom Pier 39 in der Nase, atme den salzigen Geschmack des Pazifiks. Ich fühle immer noch das elektrisierende Kribbeln auf der Haut, das mich bei jedem Blick erneut überkam. So laut und wild und atemberaubend New York City für mich wahr, genauso sehr nahm mich auch San Francisco in seinen Bann. Ich konnte mich nicht satt sehen an dieser wunderschönen Stadt. Ich vermisse es sehr dort zu sein.

Der Blick auf Alcatraz Island in dem Wissen, dass ich mich schon am nächsten Tag genau dort befinden würde. Die Fahrt mit der Cable Car mitten in der Nacht, die so unheimlich viel Spaß machte. Die Painted Ladies! Man muss diese Stadt einfach erlebt haben.

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Ich habe so großes Fernweh. Diese Reise war etwas ganz besonderes. Meine eine Reise. Die, die man unbedingt machen muss, bevor man alt und grau ist. Es wird noch viele Reisen geben, aber keine wird wie sie sein.
In diesem Urlaub habe ich viel über mich gelernt. Ich habe Freiheit für mich neu definiert. Hitze zu lieben gelernt. Dem Regen und schlechter Laune getrotzt. War spontan wie nie zuvor und abenteuerlustig, wie ich es von mir selbst nicht geglaubt hätte. Oh Gott, ich vermisse es so sehr.

Glücksmomente 19/2015

In der letzten Woche verbrachte ich damit, die verbleibenden Tage unseres Urlaubs voll und ganz zu genießen. Wir spazierten am Strand entlang, aßen leckeres Essen und staunten noch ein bisschen mehr über dieses Land. Wir waren auch nochbmal ausgiebig shoppen. Eine große Freude hat mir der Besuch im Disney Store bereitet. Ich bin da super gerne drin gewesen und hätte mich dumm und dämlich kaufen können, wäre der Koffer nicht so voll gewesen.

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Sehr glücklich war ich auch als wir dann endlich wieder Zuhause ankamen. Dort erwartete uns eine blitzblank geputzte Wohnung und ein Willkommensgruß meiner Freundin, die unsere Wohnung hütete. Ich war völlig baff, so eine liebe Überraschung!

Und die erste Nacht im eigenen Bett war nicht zu toppen. Nirgends schläft es sich besser! Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal so tief und fest geschlafen habe!

Bei Pia findet ihr die gesammelten Glücksmomente. Schaut doch mal vorbei.

Alles hat ein Ende

Unsere Koffer sind gepackt. Wieder.
Ich möchte das nicht! Ich habe mich Hals über Kopf in dieses Land verliebt und mochte gar nicht mehr weg. Es gibt noch so viel zu sehen und ich wünschte wir hatten an so manchem Ort mehr Zeit gehabt.

Das war der Urlaub meines Lebens. Das erklärt vermutlich auch den inflationären Gebrauch von den Worten traumhaft, unglaublich und Co. Aber das ist es nun mal – unglaublich.
Ein bisschen freue mich natürlich auch auf Zuhause, aber viel mehr nagt jetzt schon das Fernweh an mir.

Wir werden einen letzten Ausflug unternehmen, noch einmal die Meerluft ganz tief einatmen, die Blicke schweifen lassen und all das aufsaugen bis wir wie betrunken ins Flugzeug taumeln.
Ich will hier nicht weg. Aber ohne Goldesel hat die Reise nun ihr Ende erreicht. Wir sehen uns drüben.

(Zum Glück gibt es noch einen Wochenrückblick und ganz viele Bilder auf der richtigen Kamera. Seufz.)