Alltag 

Samstags fahren wir in die Stadt, um auf dem Markt Obst und Gemüse für die Woche zu besorgen.
Da der kleine Mann ja immer recht früh und aktuell noch vor dem Hahn in der Nachbarschaft wach wird, fahren wir ganz früh los. So ist es in der sonst so wuseligen Stadt noch gähnend leer und wir können ganz entspannt über den Markt schlendern, ohne uns durch die Menschenmassen zu drücken.

Meist ist das auch in etwa die Zeit, zu der der kleine Mann wieder müde wird. Seit einer Weile fällt es ihm schwerer in der Trage einzuschlafen. Es ist alles so furchtbar spannend. Wir hatten unseren Markteinkauf erledigt, einen Abstecher zu DM gemacht (Windeln!) und waren gerade auf dem Weg zum Auto als der kleine Mann sich aufhörte gegen die Trage zu stemmen und einschlief. Die letzten Male fuhren wir einfach Heim. Heute entdeckten wir, dass dem Freund jemand in der Tiefgarage ins Auto gefahren sein musste und weil er jetzt Ablenkung brauchte, ich Hunger hatte und das Baby schlief, schlug ich vor frühstücken zu gehen.

Das hatten wir seit der Schwangerschaft nicht mehr gemacht. Wir begaben uns also ohne Umwege direkt in das niedliche Café, bekamen den letzten Platz in einer Nische und bestellten uns ein großes Frühstück. In dem Moment wurde der kleine Mann nach viel zu kurzen 30 Minuten wach, wollte von Schlaf aber nichts mehr wissen. Ich schälte ihn aus der Trage, nahm ihn auf den Schoß, von wo aus er ganz

neugierig umher schaute.

Wir saßen also zusammen in einem Café frühstückten Croissants, Brötchen, Wurst, Käse, Aufstrich und Rührei. Ich mit Chai Latte, der Freund mit Kaffee. Und dazwischen saß unser kleiner Junge, mümmelte an Gurke und Melone herum. Als er keine Lust mehr darauf hatte, stillte ich ihn und dann machten wir uns auch schon wieder auf den Weg. Das fühlte sich so perfekt an.
Das war das erste Mal seit der Geburt, dass wir auswärts gegessen haben. Ich habe das sehr genossen!

Ich freue mich einfach riesig über diese Entwicklung, die wir gemacht haben. Ich bin viel entspannter und routinierter geworden. Wenn er wach wird, wird er eben wach. Wenn er Hunger hat, stille ich ihn. Die Nische war da natürlich schon komfortabel, aber mittlerweile klappt das diskret Stillen ganz gut.
Vor ein paar Monaten war das noch ganz weit weg. Da hätte das Baby in der Trage wahrscheinlich alles verschlafen, aber allein der Gedanke, es könnte wach werden und stillen wollen, stresste mich so, dass ich gar nicht auf die Idee kam auswärts Essen zu gehen.

Flashback

Ich stehe auf dem Balkon, blicke in den Himmel. Ich wollte Sternschnuppen beobachten, aber keine Chance. Es ist komplett bewölkt.

Ich erinnere mich an die Sternschnuppennacht vor einem Jahr.

Ich lag hier auf dem Balkon und starrte in den Himmel, hielt die Hände auf meinen Babybauch und horchte tief in mich herein, um bloß keinen dieser wunderbaren, kleinen Stupser zu verpassen, die ich erst seit kurzem spürte und von denen ich nicht genug bekommen konnte.

Ich verbrachte den Abend allein, der Freund war auf einer Veranstaltung seines Arbeitsgebers. Ich hatte mir schon oft vorgenommen die Sterne zu beobachten, habe die Nacht der Perseiden dann aber irgendwie doch immer verpasst oder es war bewölkt.

Ich machte es mir also auf dem Balkon gemütlich. Stellte ein paar Kerzen auf, wickelte mich in eine warme Decke, denn es wurde langsam kühl und sah in den Himmel. Ich hatte Glück, es war keine einzige Wolke zu sehen. Ich genoss die Ruhe um mich herum und in mir. Ich glaube, so entspannt war ich ewig nicht mehr. Ich ließ den Gedanken freien Lauf, sinnierte über die Zukunft. Ich beobachtete den Sternenhimmel und schickte 3 Wünsche ins Universum, während ich zig weitere Sternschnuppen an mir vorbeiziehen sah. Über mir glitzerte und funkelte es, das war unglaublich romantisch und schön, in meinem Bauch blubberte es – auch vor Glück.

Das war ein sehr erfüllender  Moment. So einer, der sich seinen Platz in einem Glücksglas verdient hätte, besäße ich eines. Wir sollten viel öfter einen Blick in den Himmel werfen!

Mamaradar

Am Wochenende waren wir zu einer Hochzeitsfeier eingeladen. Es war richtig schön mal wieder abends unter Menschen zu sein.
Das frisch gebackene Ehepaar feierte bei sich Zuhause eine Gartenparty, das war richtig toll und super praktisch, denn dank eigenem Babymädchen war vorhanden, was das Babyherz begehrt und für mich äußerst praktisch ist, wie ein Kinderzimmer, in dem man in Ruhe stillen und wickeln kann.

Ich stand mit der Braut gerade in der Küche als ich ein leises Aufweinen hörte. Das war jetzt nicht so besonders, denn neben den vielen großen, waren auch ein paar kleine Menschen da.
Aber ich wusste sofort, dass es der kleine Mann war, der seinen Unmut äußerte und das obwohl ich überhaupt nicht darauf geachtet hatte, denn bei seinem Papa war er ja gut aufgehoben.
Dieser Moment war für mich völlig überraschend und hat mich auch ziemlich glücklich gemacht, denn bisher habe ich das noch nie so erlebt.

Ich weiß noch wie ich im Krankenhaus bei jedem Weinen dachte, es sei mein Baby als er gewogen wurde. Und jetzt hörte ich ein einmaliges Moppern trotz ordentlicher Geräuschkulisse.

Das fühlte sich toll ein. Ich hab also auch so ein Mamaradar.

Schlaf, Kindlein, schlaf.

Babyschlaf, ein Thema das alles brennend zu interessieren scheint. Auch für mich ist es nicht unwichtig, denn ohne Schlaf bin ich nicht zu gebrauchen. Schlaf ist heilig. Nach 6 Monaten möchte ich die bisherige Entwicklung festhalten, wer weiß, vielleicht brauche ich das irgendwann nochmals, um mir alles ins Gedächtnis zu rufen.

In der Schwangerschaft war meine größte Angst, dass wir eine kleine Nachteule bekommen könnten. Dass der kleine Mann im Bauch die Ruhezeiten einhielt und nachts nicht wild herumpolterte (oder ich es nicht merkte) wie bei anderen Schwangeren ließ mich ein bisschen hoffen, schließlich hatte ich gehört, dass Babys oft den Rhythmus aus dem Bauch an den Tag legen würden.

In seiner ersten Nacht schlief er ganze 6 Stunden am Stück. Ich weiß noch wie ich ganz erschrocken hochfuhr und mit einem Anflug von Panik nachsah, ob er noch atmete. Direkt in der zweiten Nacht bewies er das Gegenteil. Aber so eine Geburt und all das, was mit sich kommt, will verarbeitet werden. 

Ich will mich nicht über die Nächte beschweren. Mal sind sie besser, Mal schlechter. Manche sind richtig gut und andere existieren quasi gar nicht. Nicht immer liegt es am Kind. Aktuell werde ich oft wach oder finde nicht in den Schlaf. 

Die erste Schlafphase des kleinen Mannes dauert in der Regel etwa 4 Stunden, manchmal auch länger. Gestern waren es über 6 Stunden, das ist fast wie Urlaub für mich.
Der kleine Mann hatte diese Tag/Nacht-Sache recht schnell raus. Abends hatte er eine unruhigere Phase und schlief dann irgendwann ein. 
weinteanfangs die ersten Tage bis ich blickte, dass stillen beim ersten moppern half. Hatte eh mit Milch zu kämpfen.
Als ich das Wochenbett aufs Sofa verlagerte, blieb er abends bei uns. Ab 18 Uhr begann er zu clustern bis er dann gegen 22 Uhr einschlief. Mit den Wochen schlief er immer früher, mittlerweile wird er gegen 19 Uhr müde und schläft dann irgendwann zwischen 19:30 und 20:30 Uhr ein. Meistens wird er gegen 6:30 Uhr wach, schläft also +-10 Stunden (inklusive Stillstops!). Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Als er 10 Wochen alt war, hatte ich den Eindruck, dass es ihm zu unruhig ist, woraufhin ich abends mit ihm ins Bett ging. 
Auch tagsüber schläft der kleine Mann ganz gut. Mit etwa 3 Monaten entwickelte er von ganz alleine einen Rhythmus. Er schlief über den Tag 3 Mal insgesamt 5 Stunden (1-1,5h / 2-3h / 0,5-1h). Wie ein Schweizer Uhrwerk war er immer zu gleichen Uhrzeit  müde. Zeiten.
Inzwischen ist das weniger planbar, aber ich kann entspannter damit umgehen.

Jetzt sind wir bei 2-3 Schläfchen angelangt. Je nachdem wann und wie er tagsüber schlief, braucht er abends auch nochmal einen Powenap. Nicht nur die Schlafenszeiten sind unterschiedlich, auch die Dauer schwankt zwischen insgesamt 2,5 und 4 Stunden meist sind es 3-3,5 Stunden. Wie die sich verteilen ist momentan von Tag zu Tag anders. 

Die Wachphasen liegen bei etwa 2-3 Stunden. Wenn etwas spannend ist,kommt er schlecht zur Ruhe, so beachten er es auch schon auf 7 Stunden. Da war er dann aber auch total erledigt.

Das klingt soweit ganz gut. Nun kommt der Haken. Er tut es nicht ohne mich.
Anfangs schlief er immer in meinem Arm an der Brust, auf mir oder in der Trage. Dort schlief er meist nach ein paar Minuten ein. Das dauert nun deutlich länger,außer wir haben Glück und erwuschen den perfrkten Zeitpunkt. Er iet eben eun neugieriges Kerlchen.

Außer in der Trage und selten im Kinderwagen, schläft er nur an der Brust ein.
Trinken und danach wiegen? Nö. Schnuller? Pah! Dafür gibt es doch Brüste!

Aber auch das ist okay. Ich erwarte nicht,dass er alleine einschläft, das fällt mir auch oft schwer.
Aber wenn er schläft, schläft nicht alleine. Das schränkt mich extrem ein. Oft schlafe ich mit oder genieße einfach, aber ich würde die Zeit auch gerne nutzen. Für Sport, zum Duschen oder zum Kochen. Oder was auch immer. Wenn das mit der Beikost mehr wird, muss ich mich umorganisieren. Ist er wach, möchte er nämlich gerne beschäftigt werden und ich möchte ihm ja auch gerne meine ungeteilte Aufmerksamkeit geben. Darin besteht mein eigentliches Dilemma.

Mittlerweile kann ich ihn immerhin schlagend ablegen. Das ging lange nicht. Da schlief er wirklich nur an mir und allein der Gedanke, ich könnte mich wegbewegen, weckte ihn auf. Nun stillt er super im Liegen und ich kann auch mal ein bisschen Abstand zwischen uns schaffen oder mich rausschleichen.

Abends klappt das, sofern er denn schläft, ganz gut. Oftmals bin ich aber auch vom Tag so kaputt, dass ich da auch nicht mehr viel rocke oder direkt liegen bleibe. Die lange Schlafphase will gut genutzt werden.
Tagsüber geht es mal 10 Minuten gut, mal eine Stunde, manchmal gar nicht. Einmal wird er währenddessen eigentlich immer wach (mindestens) und bin ich nicht schnell genug zur Stelle, um die Brust zu reichen, ist es trotz Müdigkeit vorbei mit dem Schlaf für die nächsten 1,5-2,5 Stunden.

Das erste Mal wacht er meist nach 40-45 Minuten auf. Bin ich bei ihm, schläft er nach 2x nuckrln weiter. Gestern schlief er danach sogar 1,5 Stunden ohne mich, ohne wach zu werden und wenn,dann konnte er sich wohl selbst beruhigen. Das war wirklich richtig toll!
Wenn ich an die Zeit vor 3 Monaten denke, als er wirkouch alle paar Minuten nochmal trinken wollte, da hat sich schon super viel getan und das ganz alleine.

Ein Phänomen fällt mir noch ein: Schläft der kleine Mann vor 19 Uhr ein, wacht er immer nochmal auf, egal wie müde er war/ist und wie lange er vorher wach war bzw. geschlafen hat. Mit Glück schläft er schnell wieder. Mit Pech erst in 2 Stunden.
Ich wüsste ja gerne woran das liegt. Man sollte meinen, wenn er tagsüber weniger schläft und dann hundemüde um kurz vor 7 uns Land der Träume gleitet, ist es mehr als nur eine kurze Stippvisite.

So. Das war Einiges und irgendwie war es auch gerade nötig mir vir Augen zu führen wie sehr sich seun Schlafverhalten schon verändert hat. Ja, ich wünsche mir manchmal diese Zeit für mich zu haben,aber immerhin habe ich ein Kind,das tagsüber überhaupt schläft. Anders käme ich wohl auch zu nichts.

KiTa-Luft schnuppern

Bereits Ende Juni war die Informationsveranstaltung der KiTa. Ich war ein bisschen nervös, denn ich wusste nicht genau wie wir das mit dem kleinen Mann machen sollten, da er nicht ohne mich schläft, ich aber unbedingt daran teilnehmen wollte. Ich beschloss ihn einfach mitzunehmen und zu hoffen, dass er einfach schlafen würde. Ganz spontan warfen wir den Plan um, weil der Kleine früher als sonst richtig müde war und auch ziemlich zügig einschlief. Der Freund blieb also beim Baby und ich begab mich ganz alleine zum Infoabend.
Das fühlte sich richtig komisch an, abends allein ohne Baby unterwegs zu sein.

An der Veranstaltung stellten sich die Leitung und die Erzieherinnen vor. Die Erzieherinnen wirken alle sehr herzlich. Ich fühle mich dort richtig wohl und ich hoffe, so wird es auch dem kleinen Mann gehen. Der wird übrigens ein kleiner Maulwurf <3.

Die Veranstaltung an sich gab dann gar nicht so viel her, da das meiste im Gespräch vor der Eingewöhnung geklärt wird. Aber so ein paar kleine Tipps gab es dann doch schon mit auf den Weg und bestätigten mein rundum positives Bauchgefühl.
Sie erklärten, dass in der Regel nur an den ersten Tagen der Eingewöhnung nötig ist dort zu bleiben, aber man trotzdem mit 4 Wochen Eingewöhnungszeit rechnen sollte, um selbst entspannt an alles herangehen zu können. Wenn man den Druck im Hinterkopf hätte, dass es jetzt klappen muss, sei die Eingewöhnung oft problematischer, weil das Kind das spüre. Außerdem empfahlen sie, sie ersten 2-3 Monate nicht die komplette Betreuungszeit in Anspruch zu nehmen, sofern es möglich sei, weil der KiTa-Alltag sehr aufregend und neu sei und dem Kind so ein sanfter Einstieg in diesen neuen Abschnitt geboten werde. Das hörte sich für mich sehr stimmig an und ich werde mich demnächst mal ransetzen und mir überlegen wie sich das alles umsetzen lässt.

Ich erzählte ja schon, dass die Eingewöhnung in dieser KiTa erst ab dem 1. Geburtstag beginnt. Das verschafft mir zwei weitere Monate Elternzeit, finanziell ist das ein Totalausfall, aber ich freue mich trotzdem über die Zeit mit meinem Baby und für 2 Monate können wir das schon irgendwie auffangen.

Mit der Platzuzusage wurden auch alle künftigen KiTa-Kinder zum Sommerfest der KiTa eingeladen. Das hat mir schon sehr gefallen, außerdem würde so der Freund auch mal die KiTa von innen sehen können, da er bei der Besichtigung arbeiten musste und am Infoabend auf das Baby aufpasste, das natürlich 30 Minuten nachdem ich weg war von der untergehenden Sonne geweckt wurde, aber auch das haben sie gemeistert.
Da wollte ich unbedingt hin. Also nutzten wir das schöne Wetter, der Freund machte etwas früher Feierabend und ich konnte meinen beiden Männern noch mal alles zeigen.
Ich wurde sofort von den Erzieherinnen erkannt und begrüßt. Die Erzieherinnen, die nicht am Infoabend teilnehmen konnten, stellten sich nochmal vor. Das sind echt die kleinen Dinge. Ich fühle mich dort wirklich richtig wohl und außerdem bin ich sehr verliebt in das wunderschöne Außengelände. Da haben die Kinder richtig Platz, um sich auszutoben. Überall waren Stationen für die Kleinen aufgebaut, an denen sie sich ausprobieren konnten. Wasser, Sand, filzen. Dazu gab es leckeres Essen von den Eltern. Die ganze Atmosphäre war einfach super angenehm. Dem Freund hat es auch gut gefallen und jetzt fühle ich mich noch etwas wohler. Er sagte zwar, dass er meinem Urteil vertraue, aber so ist mir das dann doch lieber.

Beim Gedanken an den KiTa-Start werde ich jetzt schon wehmütig, aber andererseits freue ich mich auch schon darauf ein glückliches, müde gespieltes Kind abzuholen. Wie gern wäre ich auch als Kind unter in der großen Sandkiste unter der riesigen Kastanie gesessen.

Tagebuchbloggerei 7/2017

Juli. Wie unfassbar ist das bitte?! Da ist einfach mal das halbe Jahr um! Aber darum geht es nicht. Heute ist der 5. Juli und damit WMDEDGT-Tag. Wer nicht weiß, was das ist schaut einfach mal bei Frau Brüllen vorbei. Ist nämlich ihre Idee!

Der Tag beginnt früh. Sehr früh, um nicht zu sagen mitten in der Nacht.
Um 3:30 Uhr beschließt der kleine Mann genug geschlafen zu haben. Er ist, wortwörtlich, quietschfidel. Während er sich durch das Bett quietschwühlt, versuche ich das Geschehen zu ignorieren und weiterzuschlafen. Das findet er aber gar nicht gut und quietscht ein bisschen lauter. Ok, dann bin ich eben auch wach.
Ich versuche ihn mit stillen noch einmal zum Schlafen zu bewegen, aber nichts zu machen. Das Kind ist wach. Um 5:30 Uhr gibt dann auch der Freund auf und wir stehen auf. So kann er immerhin früher Feierabend machen. Auch nicht schlecht.

Der Freund wickelt den Kleinen und ich mache mich solange fertig und rufe bei der Hotline des Götterboten an. Ich warte seit Tagen auf ein Paket, das mal nicht zugestellt werden kann, weil ich angeblich nicht da bin oder sogar zugestellt wurde, um mich dann wieder nicht angetroffen zu haben. Um das herauszufinden, hätte der Gute allerdings mal klingeln müssen. Die Dame an der Hotline ist äußerst unfreundlich und tut so als würde ich nur anrufen, um sie zu ärgern. Kundenservice ist anders. Dann verlässt der Freund das Haus, ich mische mir noch schnell ein paar Haferflocken zusammen und begebe mich zurück ins Bett, wo ein sehr müdes Baby auf mich wartet. Ich stille ihn in den Schlaf und esse nebenbei mein Frühstück. Als er schläft, lege ich ihn ab und kuschle mich dazu. Nach 1,5 Stunden erwachen wir beide. Ich fühle mich fast erholt. Ich lasse eine Maschine mit Wäsche laufen.

Wir kuscheln noch ein bisschen und dann ist es wieder Zeit für eine neue Windel. Der kleine Mann ist heute richtig gut drauf. Wir wechseln vom Wickeltisch auf die Krabbeldecke, wo der Kleine ausgiebig seinen Löffel bespielt. Ich hänge Wäsche ab, verräume sie und hänge die nächste Maschine auf. Weil der Kleine sich so toll beschäftigt, schaffe ich sogar ein paar Minuten an die Nähmaschine.
Ganz unvermittelt beginnt der Kleine energisch zu quäken. Als ich ihn hochnehme, weiß ich auch warum. Da habe ich wohl die Windel nicht richtig angezogen, denn der komplette Rücken des Babys ist eingepinkelt. Also ziehen wir wieder auf den Wickeltisch um und wechseln einmal das komplette Outfit.
Der kleine Mann verlangt nach einem zweiten Frühstück und reibt sich schon wieder energisch die Äuglein. Auf dem Weg ins Schlafzimmer, versucht er mein Schlüsselbein zu verspeisen. Der Hunger scheint gewaltig zu sein!
Ich setze mich mit ihm ins Bett, wo er nach ein paar Minuten auch in meinem Arm einschläft. Nach 30 Minuten erwacht er wieder und strahlt mich an.
Für den Urlaub brauchen wir noch einen Reisepass für den kleinen Mann. Ich nutze die Gunst der Stunde und knipse ein paar Bilder, solange er satt und geduldig mit mir ist. Es klappt super und es kommen ein paar echt niedliche Bilder dabei heraus.

Dann wird wieder gewickelt und gespielt.
Ich sitze auf der Wickeldecke und beobachte die seine Bemühungen die Hand unter dem Bauch hervorzuziehen. Er nimmt Schwung, hebt den Po und zieht den Arm dann hervor. Einmal hob er den Po so schwungvoll, dass er sich fast überschlug. Ich könnte ihm echt ewig zusehen.
Der Kleine hat ordentlichen Nachholbedarf, denn nur eine Stunde später, reibt er sich wieder die Augen. Die letzten Tage schlief er sehr unregelmäßig und die Nächte waren kurz.

Tatsächlich schläft er 3 Stunden lang. Ich nutze die Zeit, um auch ein bisschen zu dösen und zu lesen.
Gegen 15:30 Uhr schafft es der Götterbote mein Paket vorbeizubringen! Wahnsinn!
Kurz darauf klimpert es bereits an der Tür und der Freund kommt nach Hause. Der kleine Mann freut sich immer so sehr ihn zu sehen, da geht einem echt das Herz auf.

Wir kochen zusammen etwas zu Essen und gehen danach noch einkaufen. Eigentlich wollte ich auch noch raus, aber der viele Schlaf und die Affenhitze halten mich davon ab. Dann eben nicht. Wir suchen das schönste Bild der Fotosession für den Reisepass aus und tatsächlich kamen auch schon die Bilder des Familienshootings mit den Großeltern an. Die sind wirklich schön geworden!
Um 18:30 Uhr ist der kleine Mann schon wieder durch. Weder stillen noch sonstiges Bespaßungsprogramm kann etwas daran ändern. Eigentlich möchte ich ihn noch nicht hinlegen, denn ich weiß genau, dass er nicht lange schlafen wird. Normalerweise bringe ich ihn gegen zwischen 19 und 19:30 Uhr ins Bett und er schläft dann einfach. Vor 19 Uhr klappt das einfach nicht.

Aber es hilft ja alles nichts. Innerhalb von 3 Minuten ist er eingeschlafen und erwacht 40 Minuten später voll ausgeschlafen. Tja, das war es dann mit Feierabend, denn von Schlaf möchte er nun gar nichts mehr wissen. Nach einer Stunde probiere ich es noch einmal, aber auch dieser Versuch wird abgewehrt. Dazwischen verbringen wir ein bisschen Zeit mit dem Papa und spielen noch etwas.
Gegen 21:30 Uhr siegt das Sandmännchen dann doch und auch ich lege mich dazu. Gute Nacht!

Kliniktasche reloaded

Ich tat mich richtig schwer mit dem Packen der Kliniktasche. Erstens wollte ich keine Kliniktasche packen und zweitens kommt da wieder dieser Monk durch, der an alles gedacht haben will. Ich verglich also verschiedene Listen und packte allerhand Dinge ein. Als dann klar war, dass unser kleiner Mann definitiv per Kaiserschnitt zur Welt kommen würde, schmiss ich einiges wieder raus. Aber es wird dennoch Zeit ein Resümee zu ziehen, denn ich hoffe, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass ich eine Geburtstasche packen werde und dann möchte ich nicht mehr so lange darüber grübeln, was ich nun einpacke und was nicht.

Kreißsaaltasche:
Wie ich ja schon sagte, brauchte ich diese Tasche leider nicht.

-Lippenpflege: habe ich eh immer dabei.
– Haargummi: ohne gehe ich nie aus dem Haus.
– warme Socken: kann nicht schaden.
Die Snacks und Getränke wanderten in die Kliniktasche. In der Nacht vor dem Milcheinschuss hatte ich riesigen Hunger und auch so war es nett, zwischen durch ein paar Kekse mümmeln zu können.
– langes, knöpfbares Shirt: Das Shirt trug ich nachts und fand es wirklich super zum Stillen. Ein Stilltop und eine Shorts sind auch super, aber durch den Kaiserschnitt war ich froh, wenn ich nicht so oft die Beine anheben musste. Für die Geburt selbst könnte ich es mir auch als echt praktisch vorstellen. Je nach Jahreszeit würde ich ein dünneres Material wählen.
– Musik: wir hörten noch ein paar Lieder im Kreißsaal und dann nach der Geburt, das war sehr bewegend.
– Kamera: unbedingt einpacken!
– Ladekabel: selbsterklärend.
– Snacks und Süßkram: während der Wehen hatte ich weder Hunger noch Durst, aber danach war es nett immer mal etwas zu knabbern zu haben. Besonders in der Nacht des Milcheinschusses hatte ich einen riesigen Kohldampf.

Was ich zusätzlich einpacken würde, wäre ein Notziblock. Ich habe immer wieder Notizen in meinem Smartphone gemacht und bin sehr froh darum. Die Hormone und all diese intensiven Momente prasselten nur so auf mich ein, dass ich schon am Tag darauf Probleme hatte nicht alles durcheinander zu bringen. Ich wäre wirklich traurig, wenn ich diese Aufzeichnungen nicht hätte.

Kliniktasche:
Ich war 5 Tage in der Klinik. Das war deutlich länger als ich geplant hatte. Das ist hoffentlich beim nächsten Mal anders.

– Kleidung: Socken, eine Hose und eine Jogginghose, Schlafzeug, stillfreundliche Oberteile, Hausschuhe
Ich würde ich alles wieder so einpacken. Für die Nacht würde ich wieder ein Nachthemd, aber auch Stilltops und Shorts einpacken. Im Zimmer war es recht warm, der Kleine sollte ja nicht frieren, daher habe ich zum Schlafen nur kurze Sachen getragen. Je nachdem wie stark man schwitzt, braucht man vielleicht ein paar Oberteile mehr. Die Hose sollte bequem und nicht zu eng sein. Zu glauben, dass man nach der Geburt wieder in die alten Hosen passt, dürfte in den meisten Fällen etwas optimistisch sein.
Generell sollte darauf geachtet werden, dass die Bündchen der Hosen nicht zu eng und tief sitzen. Darüber hatte ich mir vorher keine Gedanken gemacht, was ich später spüren durfte.
Ich hatte nicht so viel dabei, aber auch, weil ich nicht weit entfernt wohne und der Freund jederzeit mehr hätte holen können.
– Hygieneprodukte: Zahnbürste, Zahncreme, Duschzeug, Deo, Haarbürste

Ich würde zusätzlich mein Tagebuch einpacken. Ich musste meine Gedanken sortieren und wollte diese besondere Zeit festhalten. Der Kleine schlief auch oft, ich wäre also dazu gekommen. So habe ich nur Notizen gehabt, die ich dann übertragen musste, was im Nachhinein ordentlich Zeit in Anspruch nahm.
Und auch hier darf etwas Süßes nicht fehlen. Ich hatte ein paar Energieriegel, Cashews und diese genialen Doppelkekse mit Zartbitterschokolade von Alnatura dabei. Dazu Karamalz (bäh! Aber nett für den Milcheinschuss, der bei mir etwas träge war) und eine leckere Bionade.

Für das Baby:
Hose und Oberteil in 50 und 56, Strumpfhose, ein Overall, Mützchen und die Babydecke.

In der Liste fehlen Söckchen und Bodys! Wickelbodys!
Im Krankenhaus hätten wir an sich keine Kleidung für den Kleinen benötigt, aber ich bin froh, dass wir eigene Kleidung dabei hatten, denn die Bodys im Krankenhaus waren relativ fest und eng. Wir hatten wirklich Schwierigkeiten den Kleinen hineinzubekommen und brachen das dann einfach ab. Mit den Wickelbodys war es einfach viel entspannter für alle. Außerdem trug er so direkt seine eigene Kleidung, die nach unserem Zuhause roch, das war schön. Ich hätte aber mehr Bodys einpacken sollen, denn es geht doch auch mal etwas daneben.
Wir hatten zusätzlich noch ein paar Schlafanzüge dabei. Hier würde ich auch mehrere Größen einpacken und auf Anzüge mit Füßchen verzichten oder dann Söckchen drüber ziehen. Der Kleine strampelte sich immer aus den Füßen heraus und fand das gar nicht lustig.

Und ich würde wieder ein Tragetuch bzw. eine Babytrage einpacken. In der zweiten Nacht weinte der kleine Mann sehr viel. Ich hatte ein Tragetuch dabei, ich hatte mir aber gar keine Gedanken darüber gemacht, dass ich ihn vielleicht nicht tragen können könnte. Für den Freund war es in der Situation zu viel Gefummel, da wäre die Trage Gold wert gewesen. So trug der Freund den kleinen Mann ewig auf dem Arm, was mit der Zeit echt anstrengend werden kann und ihm auch etwas schwer fiel, weil der Kleine noch so zerbrechlich wirkte. Mit einer Trage wäre das bestimmt einfacher gewesen.

Für den Freund:
– Badehose, falls er mit ins Wasser möchte
– bequeme Kleidung für die Geburt
– Snacks und Cola
– Unterlagen für die Geburtsurkunde
– Liste mit wichtigen Telefonnummern
– Deo (man weiß ja nie!)

Würde ich alles wieder so einpacken. Wenn geplant ist, dass er mit im Krankenhaus bleibt (bzw. für den Notfall) würde ich aber zusätzlich auch noch Socken, Unterwäsche, Hygieneprodukte und Wechsel-/Schlafkleidung. Was man hat, hat man. Kann man ja einfach in den Kofferraum schmeißen, so muss der Papa nach der Geburt nicht nochmal extra nach Hause fahren.

Was ich nicht gebraucht habe:

– Stillbustier: unnötig. Ich habe die Stilltops von h&m und finde die einfach genial. Gerade für die Anfangszeit ist es so weniger gefummel und reichte für mich völlig aus.
– Stilleinlagen: Ich brauche bis heute keine Stilleinlagen, würde zur Sicherheit aber wohl doch wieder ein paar einpacken, denn die hätte ich im Krankenhaus nicht bekommen.
– Unterhosen: Ich habe die Netzhöschen getragen und für die ersten Tage auch noch ein paar mit nach Hause genommen, weil sie so praktisch waren. Geht was daneben kann man sie wegschmeißen und ich fand sie angenehm wegen der Narbe.
– Binden: Die riesigen Vorlagen bekommt man im Krankenhaus. Da habe ich auch ein paar eingesteckt, weil die noch etwas größer als die Pelzys waren.
– Mascara: Wir erwarteten keinen Besuch und ich hatte absolut nicht das Bedürfnis mehr als mein gängiges Pflegeprogramm zu fahren.
– Bikinioberteil: Ich habe es nicht benötigt, glaube aber, dass ich es nicht mehr einpacken würde, denn unter den Wehen scherte ich mich nicht mehr darum, wer mich wie sah.

Ich las, dass viele Frauen Spülbecher, Stillkissen und Handtücher mit ins Krankenhaus nahmen. In unserem gab es das alles vor Ort, deshalb habe ich darauf verzichtet.

Wie ich mal zum Zahnarzt ging

und mit dem Tipp mein Kind schreien zu lassen nach Hause ging.

Eigentlich wollte ich den Kontrolltermin beim Zahnarzt nur nutzen, um mich darüber zu informieren, welches Vorgehen meine Zahnärztin bezüglich des Fluoridisieren empfiehlt.
Ich hatte mich vorab schon mal ein bisschen belesen. Letztlich werden zwei Wege empfohlen: entweder soll das Baby über Tabletten mit Fluorid versorgt werden oder ab Durchbruch des ersten Zahnes mit eben mit einer fluoridhaltigen Zahncreme geputzt werden.
Eine Freundin arbeitet bei einem Kieferorthopäden, der letzteres empfiehlt. Hörte sich ganz gut an, aber fragen kann man ja mal.

Also wie ich da so saß, fragte ich die Zahnärztin, wie sie denn da in der Regel vorgeht.
Sie empfiehlt interessanterweise den Weg, den laut dem o.g. Link die Kinderärzte gehen. Fluoridtabletten im ersten Lebensjahr, aber nur, wenn kein Mineralwasser zu trinken gereicht wird, da dieses meist viel Fluorid enthalte und das dann zuviel sei. Auf (fluoridhaltiges) Salz solle im ersten Lebensjahr ohnehin verzichtet werden. Sobald ein Zahn da sei, soll dieser nur mit Wasser und einer Kompresse oder einem Läppchen gereinigt werden. Einmal am Tag muss, alles andere ist nett und gut, um das Kind daran zu gewöhnen. Das darf man ruhig auch schon machen, bevor die Zähnchen da sind.
Als Zahncreme empfiehlt sie das Weleda Zahngel, da es fluoridfrei ist und nicht schmeckt. Erst wenn die Kinder zuverlässig ausspucken, solle die Zahncreme mit Fluorid verwendet werden. Ebenso müsse man nach dem ersten Lebensjahr die Umstände betrachten. Trinkt das Kind Leitungswasser oder Mineralwasser? Wird Salz mit oder ohne Fluorid verwendet? Entsprechend sollen dann weiterhin Tabletten gegeben werden oder eben nicht.
Ich fragte ein bisschen verwundert nach, woraufhin sie erklärte, dass sie das für sinnvoller halte, weil so die ausreichende Fluoridisierung gewährleistet sei und so weder zu viel noch zu wenig Fluorid aufgenommen werde.

Obendrauf gab sie mir Virbucol-Zäpfchen und Osanit und Chamomilla-Globuli seien super bei Zahnungsschmerzen. Dentinox ginge auch, aber wegen der betäubenden Wirkung bitte nur, wenn alles andere nicht mehr hilft und nur sparsam verwenden. Bernsteinkettchen gäbe es auch. Dazu könne sie nichts sagen, aber probieren könne man auch das.

Soweit, so gut. An dieser Stelle war meine Frage (zwar ohne richtige Begründung, aber da scheiden sich ja die Geister) beantwortet. Das sah sie wohl anders. Denn es folgte ein Vortrag darüber, dass mit einem Jahr definitiv Schluss sei mit dem Stillen. Kinder, die dann noch gestillt würden, wären in ihrer Kartei rot markiert, da diese nach ihrer Erfahrung anfälliger für Karies seien. Generell sollten Kinder nachts nicht viel trinken, egal ob Wasser oder Milch. Und auf gar keinen Fall gesüßte Tees!

Und es wäre nun auch Zeit Brei zu füttern, denn mit 5 Monaten reiche die Milch nicht mehr aus. Ich könne noch weiter stillen, das sei auch gut für die Ausbildung des Kiefers und der Muskulatur, aber ich solle bitte an die Allergieprävention denken und dann jetzt mal anfangen.

Ich sagte dazu nichts. Ging auch nicht, schließlich fummelte sie mir mit allerhand Gerätschaften im Mund herum. Ich hätte Zahnfleischbluten. Richtig, habe ich. Irgendwie immer ein bisschen. Aber momentan halt ein bisschen mehr. Zumindest, wenn man mein Zahnfleisch mit scharfen Gegenständen piekst. Das könnte auch auf die Hormone zurückzuführen sein. Wir beobachten das. Aber wahrscheinlich komme ich auch gerade einfach nicht dazu die Zähne so intensiv zu pflegen wie bisher.

Und das ist der Punkt, an dem ich einfach mal hätte nicken und lächeln sollen. Aber nein.. „Es wird schon wieder viel besser. Anfangs war das echt eine Herausforderung sich täglich anzuziehen und die Zähne zu putzen. Immer sagen alle, dass Babys so viel schlafen, dass sie es nur tun, wenn du dabei bist, erzählt niemand.“

Fehler. Großer Fehler.

Es folgten große Augen, ein ernster Blick und die dringende Empfehlung dieses Verhalten zu beheben. Wenn sie sich daran gewöhnen würden, die Kleinen, dann bekäme man das nicht mehr raus. Sie könne mir da wärmstes „Jedes Kind kann schlafen lernen“ empfehlen. An der Stelle unterbrach ich sie dann und erklärte, dass ich von Schlaftrainings nicht viel halte, schon gar nicht bei einem 5 Monate alten Baby.
Das hinderte sie aber nicht mir zu erzählen, dass sie das Programm bei ihrer Tochter zwei Mal durchgezogen habe und der hätte es auch nicht geschadet.

Super fand ich, dass die Zahnarzthelferin, sobald die Ärztin den Raum verließ, mit dem Kopf schüttelte und meinte „Die müssen das lernen. Pf. Ich habe meine Tochter immer in den Schlaf gewiegt. Anders schlief sie nicht. Damals hat es mich oft genervt, aber jetzt vermisse ich es manchmal.“

Das ist echt interessant, denn ich habe nun schon öfter die Erfahrung gemacht, dass Ärzte gerne den „konsequenten“ Weg empfehlen, die Arzthelferinnen eher emotional unterwegs sind. Auch mein Frauenarzt empfiehlt das Buch und nach einem Zeitrhythmus zu stillen oder (der Klassiker!) das Kind nicht zu verwöhnen. Er sagt auch, dass vorgeburtlicher Stress keine Auswirkung auf das Kind habe und es für das Kind völlig unerheblich ist, ob es vor der Geburt per Kaiserschnitt Wehen erlebt hat oder nicht.
Sehe ich anders. Ich habe keine wissenschaftlichen Belege dafür. Brauche ich auch nicht unbedingt, denn mit dem, was ich tue, schade ich meinem Kind nicht.

Und durch verschiedene Quellen weiß ich auch, dass einige Aussagen schlichtweg Mumpitz sind. Aber immerhin da habe ich inzwischen gelernt zu lächeln, nicken und so weiterzumachen wie ich es für richtig halte. (Von denen kommt nämlich keiner nachts vorbei und trägt mein wild brüllendes Kind in den Schlaf, weil es nun alleine schlafen muss und auch nicht mehr stillen braucht.)