Jahresrückblick 2018

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Dieses Jahr brachte viele Neuerungen mit sich und die Herausforderung Familie und Job miteinander in Einklang. Das klappt mal besser, mal schlechter. Insgesamt bin ich noch ein bisschen mehr angekommen in meiner Mutterrolle und fühle mich deutlich besser organisiert, das macht mich sehr glücklich, denn Chaos halte ich nur schwer aus. Ich habe viel Zeit mit tollen Menschen verbracht. Es gab auch ordentliche Tiefschläge und das Jahresende war doch recht stressig, ich war und bin nicht immer so ausgeglichen und zufrieden, wie ich es gerne wäre. Alles in allem, war es ein gutes Jahr und ich bin dankbar, dass es für uns so gut ausging. Ich gebe diesem Jahr 8-9 Punkte.

2. Zugenommen oder abgenommen? Glücklich gewesen?
Ich weiß nicht, warum ich diese Frage des Jahr wieder beantworte (weil es mich bei mir möglicherweise interessiert: etwas zugenommen. Anfangs des Jahres war ich wirklich sehr dünn.), daher weg damit.

Ob ich glücklich war? Ja! Sicherlich gab es auch ein paar Momente und Phasen, in denen ich unzufrieden oder sehr unglücklich war, aber insgesamt war ich glücklich und vor allem dankbar dafür.

3. Haare länger oder kürzer?
Nachdem ich mir due Haare im Sommer kurzerhand selbst etwa 20cm abschnitt, sind sie nun wieder etwas länger. Aber insgesamt kürzer.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Keine Veränderung, außer des Brillenmodells. Ich trage die Brille aber nur noch draußen, weil sie mich sonst irritiert.

Ansonsten bin ich definitiv wieder etwas weitsichtiger geworden und aufmerksamer, auf jeden Fall aber zuversichtlicher geworden.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Back in business, daher mehr.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Dieses Vereinbarkeitsding ist fordernd, aber ich habe (auch inhaltlich) einen richtig tollen Job, der mir sehr vieles ermöglicht, was anderswo undenkbar ist. Außerdem bekam ich ein paar Aufgaben, die mir sehr viel Spaß machen. Und dazu kommen ein paar großartige Kollegen.
Der beste Job der Welt ist es aber Mama zu sein. ♡

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Der kleine Mann geht nun in die Kita. Und er braucht Schuhe! Ich hatte nicht bedacht, was da zusammenkommt. ;-) Aber im Ernst, wir haben in Qualität investiert und eben ein paar Anschaffungen getätigt.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Materiell konnte ich dieses Jahr bisher noch keinen Gewinn verbuchen. ;-)

Ich habe dieses Jahr Selbstvertrauen und ein bisschen Selbstwertgefühl gewonnen. Ich und meine Belange sind auch wichtig! Und ich traue mich nun mehr für mich einzustehen und einzufordern, was mir brauche.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Das Jahr fing sehr motiviert an. 2,5 Monate machte ich täglich Yoga, das tat mir unheimlich gut. Dann kam leider lange nichts, außer der vielen Spaziergänge und dem Kleinen hinterherzueilen, weil er flink wie ein Wiesel ist, was immerhin für ordentlich Schritte sorgte. Der Spätherbst, brachte einen halbwegs regelmäßig besuchten Sportkurs mit sich und gerade Schreibe ich diesen Rückblick mit dem Muskelkater des Jahres, was ziemlich viel über meine vorhandene Fitness aussagt. Aber hey, es scheinen noch irgendwo Muskeln zu sein, die schmerzen können.
Also insgesamt wohl mehr als im Vorjahr, aber für mich nach wie vor zu wenig.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ich habe aufgehört zu Zählen. Außer der Bronchitis direkt nach Kitastart, kam der Kleine ohne nennenswerte Krankheiten durch den Winter. Seit Sommer sieht das aber leider anders aus und er nimmt jeden Infekt mit, den er kriegen kann. Zahlreiche Schnupfen, die teilweise mit hohem Fieber und Bronchitis, Bindehautentzündung und Mittelohrentzündung, auch mit geplatztem Trommelfell einhergingen. Es war ein Fest. Nicht. Ich habe mein Baby noch nie so elend gesehen.

Ich kann eine Erkältung im Februar und einen grippalen Infekt im Herbst verbuchen.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Die OP des Freundes, die absolut unvorhergesehen kam. Ich habe mir große Sorgen gemacht und es stellte sich auch als etwas langwierigere Sache heraus.

12. Der hirnrissigste Plan?
Mittels Aushang mein FitBit wiederfinden zu wollen. Hätte ja klappen können.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Auch dazu kann ich nichts berichten.

14. Die teuerste Anschaffung?
In einem Stück war das wohl der neue Kindersitz. Insgesamt haben wir uns eine Küchenmaschine und ein paar neue Möbel gegönnt. Und dank dem black friday deal habe ich nun ein Smartphone, das nicht bei halbvollem Akku einfach ausgeht.

15. Das leckerste Essen?
Sushi und das Steak an Weihnachten

16. Das beeindruckendste Buch?
Ready Player One fesstelte mich nach einem holprigen Start doch sehr.
Aber auch Tage der Toten und Vox konnte ich nicht mehr aus der Hand legen.
Und für die etwas seichtere Unterhaltung: Morgen kommt ein neuer Himmel

17. Der ergreifendste Film?
Ich glaube, ich habe dieses Jahr nur zwei Filme gesehen und weiß nicht mal mehr, welche es waren.
Aber ich habe ein paar neue Serien für mich entdeckt:
– Code Black
– Chesapeak Shores
– Atypical

18. Die beste CD?
Das Micheal Bublé Weihnachtsalbum

19. Das schönste Konzert?
Kinderlachen

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Mit dem kleinen Mann, arbeit, Einschlafbegleitung, dem Freund und einer Freundin

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Mit meiner kleinen Familie und Freunden

22. Zum ersten Mal getan?
Nicht so glorreich: mein geliebtes FitBit verloren

– Urlaub bei Oma und Opa
– Kita-Eingewöhnung
– Kuh und Esel gestreichelt
– Urlaub am Bodensee
– Haare selbst geschnitten
– Alleine mit einer Freundin Sushi essen gewesen (das erste Mal, seit ich ein Kind habe und überhaupt das erste Mal mit ihr!)

und natürlich die ganzen ersten Male, die man so mit Kind erlebt.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
– einen Sportkurs besucht
– durchgeschlafen \o/ nur einmal, aber immerhin!
– Lohnarbeiten
– einen Wecker gestellt
– richtig Urlaub gehabt

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– die OP des Freundes
– Ich wünschte ich wäre manchmal aufmerksamer und weniger ungeduldig gewesen

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Den Freund davon, dass man aufhören muss, sein Privatleben immer um den Job herum zu planen.
Und davon, dass er sich und seinem Gefühl vertrauen und dann danach handeln soll, gerade auch im Hinblick auf seinen Job.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das weiß ich nicht.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Das Lachen des Kleinen, Zeit für mich und eine Freundin

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
»Mama.« Dieses Sprechenlernen ist so großartig.
»Schön, dass es dich gibt.«

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Das kann ich nicht beurteilen. Aber es war mir wichtig, Menschen, die mir etwas bedeuten, das auch wissen zu lassen.

30. Dein Wort des Jahres?
Freundschaft

31. Dein Unwort des Jahres?
DSGVO

32. Dein Lieblingsblog des Jahres?

33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchen vom vorigen Jahr!

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Stimmungswechsel

Die ersten kühleren Tage seit der Hitzewelle.
Ich genieße es, wieder atmen zu können. Ich bin kein Freund großer Hitze, auch wenn ich den Sommer dank meines Kleinkindes deutluch mehr genieße. Ich freue mich über sonnige, weiterhin warme Tage, aber auch über die kühlen Temperaturen in der Nacht, die mich am Morgen noch frösteln lassen.

Ich wickle mich ein bisschen enger ein, hole tief Luft. Ich kann den Herbst spüren, er ist so greifbar, obwohl doch noch ein Stückchen Sommer vor uns liegt .
Mein Tagebuch verrät mir, dass sich letztes Jahr zu exakt der gleichen Zeit die Vorfreude auf den Herbst breit gemacht hat. Es wird wieder Zeit für Kerzen und Kürbis. Etwas mehr Ruhe, Behaglichkeit.
Ich freue mich so auf die Farben und darauf dieses Naturspektakel mit meinem Sohn teilen zu können.

Doch, ich bin dann bereit.

Piep.

Ich bin noch da. Irgendwie.

Es ist nicht so als hätte ich nichts zu erzählen, im Gegenteil! Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, ich arbeite wieder und der kleine Mann entwickelt sich gerade rasend schnell.

Aber zwischen all den Dingen und dem bombigen Wetter ist gerade wenig Zeit für den Blog und abends, ja, da brauche ich auch mal eine Pause.

Und dann war da ja noch die DSGVO und die Tatsache, dass ich mich damit erst noch auseinander setzen muss.

Ich bin noch da. Und ich erzähle auch bald wieder mehr (hoffentlich).

Hoch die Hände, Wochenende! (WMDEDGT 5/2018)

Das Wochenende beginnt nach einer ganz guten Nacht um halb sieben. Woohoo!
Ich könnte da zwar noch ein bisschen länger schlafen können, aber der kleine Herr kennt kein Erbarmen. Er sitzt im Bett und schenkt mir sein bezauberndes Kleiner-Junge-Grinsen. Bevor wir aufstehen, kuscheln und stillen wir noch ein kleines bisschen.

Wir beginnen unsere Morgenroutine. Anziehen, Windel wechseln, Zähne putzen.
Als wir beide fertig sind, erledige ich ein wenig liegen gebliebenen Haushalt. Der Freund zieht das Bett ab, ich beziehe es neu, während der kleine Mann zwischen den Laken hin und her rollt und sich vor lachen kugelt. Knutschkugel, der! Dann startet der Kleine die Waschmaschine und ich putze fix das Klo. Läuft.

Zeit für Frühstück! Es sind noch Erdbeeren da. Was könnte da passender sein als ein Pancake-Frühstück? Moah! Da könnte ich mich wirklich reinsetzen. Sogar der Kleine langt zu und verschlingt einen Pancake, etwas Banane und ein paar Erdbeeren. So viel hat er schon lange nicht mehr gegessen. Das freut mich so!
Wir machen uns fertig, ich hänge die Wäsche auf und dann fahren wir auf den Markt.

Eigentlich fehlen nur ein paar Äpfel, aber ich kann einfach nicht an den Erdbeeren und dem grünen Spargel vorbeigehen. Ich liebe grünen Spargel! Der Freund legt den obligatorischen Stopp beim Fischdealer ein, um sich ein Forellenbrötchen zu kaufen, das er dann zusammen mit dem Kleinen mümmelt. Ich bin jedes Mal aufs Neue überrascht, dass der Kleine so auf den Fisch abfährt. Er scheint langsam wieder Hunger zu bekommen, denn er verschlingt auch noch den Pancake, den ich vorsorglich eingepackt habe.

Ich möchte noch gerne in die Waschanlage. Auf dem Weg dorthin schläft der Kleine ein. Das ist ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. Immerhin habe ich nun ein sauberes Auto! Zuhause versuche ich den Kleinen schlafend ins Bett zu bringen. Sagen wir es mal so: Haha! Er verschlief das Abschnallen, das war’s dann aber auch. Bis wir in der Wohnung waren, war das Kind wach und quietschfidel. Jeder Versuch ihn nochmal hinzulegen, scheiterten.

Ich wickle ihn und poliere schnell noch die gefetteten Schühchen, während der Freund das Mittagessen vorbereitet. Es gibt Fusilli Aglio e Olio mit grünem Spargel und viiiieeel Parmesan. Moah! Daran könnte ich mich glatt totfressen. So lecker!
Ich fische das Kind aus dem Stuhl und versuche die Spuren des Desserts (Erdbeeren und Wassermelone) vom Kind zu entfernen. Er hat einen Kleiderwechsel gewonnen.
Ich liebe das Wetter! Die Wäsche vom Vormittag ist schon trocken und so kann ich die nächste Wäscheladung starten. Der Kleine drückt ganz begeistert das Knöpfchen und erfreut sich am Kinderkino.
Nach dem Essen ist vor dem Saugen, also wirble ich vor dem nächsten Schlafversuch durch die Wohnung.

Versuch Nummer zwei scheitert trotz deutlichen Müdigkeitsanzeichen. Keine Chance. Die Wäsche ist fertig und möchte aufgehängt werden. Gesagt, getan. Und noch mehr Müdigkeitsanzeichen, aber nein, er möchte nicht schlafen. Genug der Versuche, wir gehen nun raus. Schlaf nach 15:30 Uhr sorgt dafür, dass er gar nichts mehr ins Bett möchte, dann bleibt er jetzt eben wach.
Wir spazieren auf den Piratenspielplatz, wo der Kleine durch die Sandkiste fegt und versucht die Rutsche hochzukrabbeln. Er liebt es zu rutschen. Leider sind die Rutschen auf den meisten Spielplätzen hier nicht begehbar, wenn man nicht selbst klettern kann. Mit Kleinkind auf dem Arm ist das aber leider nicht möglich. Umso mehr Spaß hatte er, dass es hier klappt.
Ein paar Kinder haben die Wasserpumpe aktiviert. Ich habe alle Hände voll zu tun, den Kleinen davon abzuhalten kopfüber im Matsch zu versinken. Er liebt Wasser!

Um 17 Uhr gehen wir mit einem kleinen, dreckigen Kind nach Hause. Wir waschen Sonnencreme und Sand von Händen, Füßen und Gesicht. Dann gibt es Abendbrot. Wieder pickt der Kleine nur ein bisschen im Essen herum. Ein großer Esser ist er wirklich nicht. Danach mache ich ihn bettfertig, putzen die Zähnchen und spielen noch eine Runde, ehe es etwas früher als sonst ins Bett geht.

Wir kuscheln uns ins Bett und stillen. Innerhalb von 10 Minuten ist der Kleine eingeschlafen. So schnell ging das schon lange nicht mehr.
Feierabend! Zeit für Couch und Modern Family.

Weitere Tagebucheinträge gibt es wie an jedem 5. des Monats bei Frau Brüllen.

WMDEDGT 4/18

Happy birthday to you! Happy birthday to you! Frau Brüllens „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (#WMDEDGT) wird heute 5 Jahre alt!

Ich werde vom kleinen Mann geweckt, der im Schlaf aufweint. Während ich ihn anlege, schaue ich auf das Smartphone. Es verrät, es ist 4:45 Uhr. Ich hoffe inständig, dass der Kleine nur schlecht träumte oder Hunger hatte und noch etwas weiter schläft.
Ich habe Glück und erst um 6:25 Uhr erklärt der Kleine die Nacht für beendet.

Dann beginnt die Morgenroutine. Wir stehen auf und als erstes bekommt der Kleine eine frische Windel und wird tagfein gemacht. Dann verschwinde ich im Bad und ziehe mich an. Während der Freund ein bisschen mit dem Kleinen spielt, bereite ich für uns das Frühstück vor und packe die Brotdose für die KiTa. Zusammen mit der Trinkflasche und der Kuschelrobbe verschwindet alles im Rucksack.
Um 7 Uhr sitzen wir alle am Frühstückstisch. Der Freund mümmelt ein Brot, während ich versuche Müsli zu essen. Versuche, weil der Kleine statt seines Breis lieber meine Haferflocken essen möchte.

Gegen halb 8 schnappe ich mir Kind und Rucksack. Der Freund wuchtet den Kinderwagen aus dem Keller und schon sind wir auf dem Weg in die Kita. Wieder wollte der Kleine nicht von meinem Arm und ihm schossen die Tränen in die Augen als ich ging. Seufz. Das fällt mir wirklich schwer, auch wenn ich weiß, dass er schon drüber hinweg ist, ehe ich richtig aus der Tür bin.
Heute vereinbaren wir, dass ich nach Hause gehe und um 9 Uhr wieder komme. Er bleibt so lange in der Gruppe, wie er mitmacht, aber so bin ich vor Ort und kann ihn schnell abholen kommen. Das ist ein ziemlich guter Kompromiss, finde ich.

Also verlasse ich die KiTa und laufe nach Hause. Dort verräume ich die Wäsche, die der Freund abgehängt hatte. Er macht sich auf den Weg zur Arbeit und ich setze mich an die Collage der Monatsbilder des kleinen Mannes. Die Zeit vergeht rasend schnell und schon bin ich wieder auf dem Weg zurück in die KiTa.
Dort setze ich mich in den Ruheraum der großen Kinder und lese. Anfangs fiel es mir sehr schwer, weil ich immerzu lauschte, ob ich den Kleinen höre. Ab und zu tat ich das auch und es rauschte sofort durch meinen Körper. Ich fühlte mich als würde all mein Blut meinen Körper verlassen. Ich weiß, dass er da gut aufgehoben ist und ein bisschen weinen auch mal ok ist. Das ändert aber nichts an diesem Instinkt. Dem unbändigen Wunsch sofort zu ihm zu eilen und ihn zu trösten. Ich höre wie gesunden wird und sich der Kleine beruhigt. Er liebt das! Dann werde auch ich ruhiger und kann lesen. Zwischendurch unterhalte ich mich noch mit einer anderen Mutter.

Nach fast 2 Stunden KiTa-Zeit, holt mich eine der Erziehrinnen. Der kleine Mann thront auf dem Schoß seiner Bezugserzieherin und lauscht den Liedern. Zwischendurch sei er auch mal im Kinderwagen gesessen. Das habe ihn wohl auch beruhigt und ihm ein wenig Rückzugsmöglichkeit geboten. Das hätte ich ja auch nie gedacht, dass der Kinderwagen mal diese Funktion erfüllen würde. Ich erinnere mich noch genau wie der Kleine binnen Minuten anfing zu weinen, wenn er im Wagen lag. So ändern sich die Dinge!
Ich bin so dankbar, dass die Erzieherinnen so sehr auf den Kleinen eingehen und sich alle Mühe geben, ihn bei Laune zu behalten und zum Durchhalten ermutigen. Sie reißen sich wirklich ein Bein für ihn aus.

Ich schnappe mir mein Kind und laufe mit einem kleinen Umweg nach Hause. Dort verputzt der Kleine sein Frühstück. Währenddessen kommt eine interessante Wohnungsanzeige rein. Ich vereinbare einen Besichtigigungstermin für heute Abend, dann bringe ich den Kleinen ins Bett und bereite das Mittagessen vor.
Es gibt Gemüsefrikadellen mit Reis für mich und mit Nudeln für den Kleinen. Der findet Reis nämlich echt abartig. Außerdem probiere ich ein Rezept für Fruchtriegel aus. Alfo mir fmecktf!

Der Kleine schläft inzwischen fast 2 Stunden. Ich wage es und setze mich noch mal an den PC und bastle an den Bildern. Eine halbe Stunde später meldet sich der Kleine zu Wort. Ich wechsle die Windel, bevor es Mittagessen gibt.
Ich finde das Essen großartig. Die Frikadelle kommt gut an, ein paar Nudeln wandern auch im Kind. Auch der Fruchtriegel scheint zu schmecken. Zum Nachtisch mümmelt der Kleine an einer Orange als er plötzlich komische Laute von sich gibt. Ich dachte erst, er macht wieder Späße, bis ich merke, dass er versucht ein Stück Orange hoch zu holen, es aber nicht klappt. Sofort geht mir der Puls hoch. Ich gebe ihm zwei weitere Versuche, dann nehme ich ihn über die Knie. Als das Orangenstück aus seinem Mund purzelt, drücke ich ihn fest an mich und muss ganz tief durchatmen.

Als ich wieder ruhiger werde, möchte der Kleine bitte spielen. Ich schieße eine Jacke und ein paar Schühchen bei den Kleinanzeigen für ihn und setze mich dann zu ihm. Wie spielen mit der Kugelbahn und schauen Bücher an. Der Kleine benötigt zwischendurch eine neue Windel und verwandelt das Wohnzimmer innerhalb kürzester Zeit fröhlich grinsend in einen Schweinestall. Gegen halb 4 ziehe ich uns an, denn ich möchte zum ersten Mal zum Eltern-Kind-Turnen. Wir sind super gut in der Zeit. In der Tiefgarage treffe ich meinen Frauenarzt, wir plaudern kurz und dann fahre ich los.
Wir sind zu früh da, aber das nutzt auch nichts, denn außer uns ist niemand da. Ich checke nochmal, ob ich richtig bin – müsste, ja. Aber nichts. Genervt fahre ich nach Hause. Zwischen den Regenschauern spazieren wir noch eine kleine Runde, besorgen ein Brötchen und dann ist es schon Zeit für das Abendessen.

Die letzten Tage war ich vom Essverhalten des Kleinen echt verwöhnt. Heute mag er nicht so richtig, deshalb stille ich ihn nach dem Essen.
Wir spielen noch ein bisschen, ehe ich ihn umziehe. Wir haben gleich noch einen Besichtigungstermin, der mit der Bettgehzeit kollidiert, weshalb ich den Kleinen schon in den Schlafanzug stecke und einfach eine Jeans drüber ziehe.
Als der Freund Heim kommt, machen wir uns direkt auf den Weg.
Die Wohnung ist super schön, aber leider sind die Zimmer klein und der Schnitt passt nicht. Schade.

Zuhause wird der Kleine sofort ins Bett verfrachtet. Der Freund liest vor, während ich ihn stille. Nach 20 Minuten schkäft er tief und fest und mein Feierabend beginnt.

Glühwürmchen (WMDEDGT 2/18)

Frau Brüllen will es wieder wissen: #WMDEDGT.
Von mir mit etwas Verspätung (und zurückdatiert, damit ich ihn auch finde), warum lest ihr gleich.

Die Nacht ist etwas unruhiger als die letzten Nächte. Der kleine Mann hustet plötzlich und wird jedes Mal vom Kratzen im Hals wach.
Wir stehen um halb 7 etwas verknickt auf. Ich ziehe mich an und mache mich soweit fertig, währenddessen wickelt der Freund den kleinen Mann. Der Kleine findet das recht öde und so ziehen wir alle Register, um ihn im Anschluss auch angezogen zu bekommen.

Der Freund ist heute lange weg, daher spielen die beiden Männer und ich bereite das Frühstück vor. Noch sind wir gut in der Zeit. Ich esse mein Marmeladenbrot und der kleine Mann verputzt ein paar Löffel Haferlocken und zerpflückt nebenbei ein Stück Brot. Danach werden die Zähne geputzt und wir machen uns bereit zum Aufbrauch. Der zweite Tag der Eingewöhnung! Ich bin ganz gespannt wie es dem kleinen Mann heute gefallen wird.
In der KiTa angekommen, spielt er gleich drauf los. Ich mache es mir auf meinem Stuhl bequem und nach einer Stunde ziehe ich den müden kleinen Kerl an und laufe nach Hause. Kaum in der Trage, kämpfte er schon mit schweren Augen. So ein Kindergartenalltag ist aber auch anstrengend. Ich husche schnell nach Hause, packe uns aus und dann geht es auch schon ins Bett, wo der Kleine innerhalb von wenigen Minuten stillend einschläft.

Nach ein paar Minuten schleiche ich mich raus, mir knurrt der Magen. Das tut er in letzter Zeit gefühlt ständig. Ich beschließe schnell ein Brot zu essen und dann meine tägliche Yogaeinheit zu machen. Das mache ich nun seit Anfang des Jahres und es tut mir unheimlich gut! Nach nur 45 Minuten wird der Kleine hustend wach. Das klingt richtig fies. Als ich ihn aus dem Bett hole, schmiegt er sich an mich und ich spüre sofort, dass hier etwas nicht stimmt.
Beim Wickeln, messe ich kurz Fieber und ja, er hat erhöhte Temperatur. Hat mich mein Gefühl nicht getrügt. Sonst ist er aber gut drauf.
Wir kuscheln und spielen. Schauen ein paar Bücher an und dann wird e auch schon Zeit fürs Mittagessen.

Der Kleine rührt fast nichts an. Nach einem erneuten Windelwechsel wechseln wir ins Schlafzimmer und ich stille ihn noch ein bisschen. Ich ahne schon, dass da etwas im Busch ist und bleibe direkt bei ihm. Plötzlich übermannt mich die Müdigkeit und ich schlafe einfach ein Ründchen mit. Vielleicht schläft er ja so etwas ruhiger.
Nach einer Stunde wird der Kleine brüllend wach. Sofort stehe ich senkrecht im Bett. Egal, was ich versuche, er lässt sich nicht beruhigen. Sein kleiner Körper glüht. Und er weint und weint und weint. Es dauert eine halbe Stunde bis ich es schaffe ihn soweit zu beruhigen, dass ich Fieber messen und ihm ein Zäpfchen geben kann. Innerhalb von 2 Stunden ist seine Temperatur auf über 39 Grad gestiegen. Mein armer Hase!
Es geht ihm wirklich elend. Er liegt wimmernd auf mir, windet sich hin und her, dämmert zwischendurch immer wieder kurz weg, um dann wieder aufzuweinen. Der Freund vereinbart einen Arzttermin. Wir sollen Wartezeit mitbringen. Mir ist das irgendwie nicht geheuer. Der Kleine hatte schon mal ein bisschen Schnupfen oder leichten Husten, aber mittlerweile röchelt er sehr deutlich.
Bis zum Termin bleiben wir liegen. Zwischendurch nuckelt er eines der Notfallquetschies aus und stillt. Immerhin! Aber mehr geht nicht. Wie ein kleines Häufchen Elend liegt er da auf mir und weiß nicht wohin mit sich. Das sind die ersten Male auf die ich gerne verzichten würde (und eine Wiederholung brauche ich auch nicht!).

Ich wickle den Kleinen noch einmal und mache uns fertig. Im Keller hänge ich die Wäsche ab und besorge auf dem Weg zum Kinderarzt noch Brot für heute Abend und eine Brezel für den Fall, dass wir lange warten müssen und der Kleine doch Hunger bekommt. Überraschenderweise dürfen wir nach 10 Minuten ins Untersuchungszimmer. Noch ehe wir richtig im Raum sind, fragt mich der Kinderarzt wie lange sich der Kleine schon so anhöre, man könne ihn ja über den ganzen Gang röcheln hören. Mittlerweile klingt er wie Darth Vader persönlich, dabei hatte er heute Morgen noch fast nichts. Die Untersuchung geht ganz fix und schnell ist klar, das ist eine Bronchitis, die sich der Kleine eingefangen hat.
Ich bin unheimlich froh auf mein Gefühl gehört zu haben, wer weiß wie es ihm morgen gegangen wäre. Man kann jetzt schon die Einziehung an den Rippen sehen. Er soll nun inhalieren. Der Arzt erklärt mir, was ich tun soll, gibt uns ein paar Rezepte mit auf den Weg. Sollte es trotz Inhalation schlimmer werden, sollen wir wiederkommen. ER bestätigte, was ich mir schon dachte. Diese Woche soll er aber auf jeden Fall Zuhause bleiben. Damit ist die Eingewöhnung erstmal gelaufen. Ich bin echt froh, dass wir 6 Wochen eingeplant haben, allerdings bleiben so durch diverse Schließtage nur noch 4 Wochen. Das bereitet mir etwas Bauchschmerzen, denn ich wollte ja, dass er die Zeit zum Eingewöhnen hat, nicht zum Auskurieren. Natürlich muss er gesund werden und er bleibt so lange Zuhause bis er wieder richtig fit ist.! So würde ich ihn auf keinen Fall in die KiTa bringen! Trotzdem doof.

Zuhause stille ich das kleine Glühwürmchen, das völlig erschöpft in meinem Arm einschläft. Ich lese den Beipackzettel und telefoniere nochmal mit der Arztpraxis, weil ich mir plötzlich mit der Dosierung nicht mehr sicher bin. Waren es jeweils ein Sprühstoß und dann 2 Mal oder häh? Und wie oft? Man kennt das. 2 Minuten später bin ich schlauer und das Kind wieder wach.

Gegen halb 7 kommt der Freund nach Hause. Ich erzähle ihm vom Arztbesuch und dem heutigen Tag.
Der erste Versuch zu Inhalieren endet in infernalischem Geschrei. Selbst kurze Videos können ihn nicht ablenken. Er wehrt sich mit aller Kraft und ich muss sagen, dass unser Kind sehr kräftig ist. Sämtliche Bestechungsversuche schlagen fehl, aber es hilft ja alles nichts. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie leid mir der Kleine tut.

Anschließend ziehen wir ihn um. Ich mache ein paar Brote und mümmle meine auf dem Sofa weg, während der Freund das kleine Glühwürmchen auf dem Arm umher trägt. Er schläft auch tatsächlich völlig erschöpft auf Papas Arm ein. Als ich fertig bin, tauschen wir, sodass auch der Freund essen kann. Ich kuschle mein Baby auf dem Sofa, so wie damals, als er noch ganz mini war.
Kurz darauf wird der Kleine wieder wach. Ich stelle mich innerlich auf deine unruhige Nacht ein. Der Freund übernimmt und ich ziehe mich um und präpariere das Bett, sodass ich aufrechter liege und der Kleine so hoffentlich besser Luft bekommt.

Der Kleine schlief auch sofort an mich gekuschelt ein. Er war furchtbar unruhig, wälzte sich hin und her und weinte immer wieder kurz auf. Um 22 Uhr wurde er wieder wach und ließ sich durch nichts beruhigen. Der Freund schnappte sich das Baby, muckelte es in die Trage und lief 2 Stunden in der Wohnung umher, damit ich ein bisschen schlafen konnte und etwas Kraft für die Nacht schöpfen kann.

Mit Zahn

Vorgestern war mir als blitzte da ein weißer Punkt auf dem Zahnfleisch des kleinen Mannes. Das tat ich aber schnell als Hirngespinst ab, immerhin dachte ich ja schon seit September immer wieder, dass da ein Zahn käme. Aber die Monate zogen ins Land und nichts passierte.

Wirklich böse war ich darum nicht. Ich liebe diese blanke Kauleiste. Und außerdem hört man ja immer wie furchtbar zahnen sein soll. So richtig fiese, kleine Scheißerchen sollen das sein, da sehnte ich mich jetzt nicht gerade danach.

Gestern beim Stillen dachte ich dann aber doch, dass sich das anders anfühlt. Und siehe da: der erste Zahn ist tatsächlich durch.

2 Wochen nach seinem ersten Geburtstag hat mein Baby also einfach so seinen ersten Zahn bekommen. Das darf dann gerne weiterhin so sein.

Verschluckt

In der Schwangerschaft machten der Freund und ich einen Kurs zum Thema „Erste Hilfe am Kind“. Es war mir wichtig ein bisschen was an der Hand zu haben. Vor der Beikosteinführung informierte ich mich nochmal darüber, was ich tun müsste, würde sich der kleine Mann an seinem Essen verschlucken. Das tat ich etwa 300 Mal, weil ich derzeit sehr vergesslich bin und ich im Fall der Fälle wirklich sicher wissen wollte, was zu tun ist. Ich las nach, sah mir Bilder und zuletzt Videos bei YouTube an.

Der kleine Mann isst nun schon eine ganze Weile bei uns mit und ich würde ihn als recht sicheren Esser bezeichnen. Anfangs verschluckte er sich zwar ab und zu, was mich gerade bei den ersten Malen unheimlich erschreckte, förderte es dann aber immer ganz souverän zu Tage. Ich denke, ein Stück weit gehört es einfach auch zum Lernprozess. Wie weit kann ich etwas in den Mund stecken und wie viel? Wie schnell kann und wie viel ich schlucken? Muss ich vorher kauen und wie gründlich? All das will getestet werden.
Ich achte darauf ihm nichts Hartes oder Verschluckbares wie z.B. rohe Karotte oder Heidelbeeren zu geben. Hartes wird weich gegart, Rundes geteilt, zerdrückt oder püriert.

Und je länger er mitaß, desto seltener verschluckte er sich und umso entspannter wurden wir. Bis vor ein paar Tagen.

Der Kleine aß ein bisschen Brot, stopfte sich den Mund voll und begann herum zu kaspern. Wir erklären ihm zwar, dass er das bitte nicht tun soll, aber man kennt das ja, es klappt nicht immer. Er warf den Kopf in den Nacken, begann zu lachen und verschluckte sich.
Er begann zu würgen, aber ich hörte sofort, dass etwas nicht stimmt. Er kämpfte, aber nichts passierte. Wir gaben ihm zwei Versuche, um es hochzuholen, dann fischte ihn der Freund eilig aus seinem Stuhl und neigte seinen Kopf nach vorne.
Ich schnappte mir den Kleinen, legte ihn mit dem Oberkörper über meinen Schoß, der Kopf herunterhängend und klopfte zwischen seine Schultern. Er spuckte daraufhin etwas aus, ich nahm ihn hoch und rief – noch voll in meiner Angst gefangen – mehr zu mir selbst „Atmet er?“ und sah ihn an. Er atmete, irgendwie. Aber es klang gepresst, seine Lippen waren etwas lila, sein Blick voller Panik.
In seinem Hals sah ich das Brot stecken. Er versuchte es hochzuwürgen, aber es klappte nicht. Ich bekam Panik und rief dem Freund ein „Scheiße! Lies nach!“ zu. Das klingt jetzt vielleicht verrückt, aber wir haben ein Buch über Notfälle am Kind und ich wollte einfach, dass er schaut, was da als nächster Schritt steht. Mehr konnte er gerade nicht tun. Die Aussage kam einfach von Innen ohne nachzudenken.

Ich nahm ihn sofort wieder über die Beine und klopfte kräftiger zwischen seine Schultern. Und dann flutschte es raus.
Der Kleine weinte sofort bitterlich, schmiegte sich an mich. Das war der Moment, in dem ich wieder begann zu atmen.

Uff.. Ihr hlaubt nicht wie erleichtert ich war. Das alkes spielte sich in vielleicht 30 Sekunden ab, alles was ich tat,tat ich ohne nachzudenken, aber mrinem Kopf ratterte es unentwegt „Das muss raus! Was mache ich, wenn es nicht rauskommt?“. Ich funktionierte einfach.

Ohne den Kurs bzw. hätte ich mich nicht informiert, wäre der Kleine vielleicht erstickt.
Das alleine bereitet einen nicht darauf vor, aber man hat etwas an der Hand.
Ich hätte den Kleinen noch tiefer hängen lassen oder beim ersten Versuch direkt fester zwischen die Schultern klopfen sollen. Ich war unsicher und hatte Angst ihn zu verletzten. Beim zweiten Mal wollte ich einfach nur, dass dieses Ding rauskommt, ganz egal wie.

Ich möchte das bitte nie wieder erleben.
Sobald es mir möglich ist, werde ich den Kurs auffrischen.

Bitte lasst eure Kinder nur im Sitzen und niemals unbeaufsichtigt essen. Und macht einen Kurs/informiert euch! Bitte.
Eine Twitterin erzählte mir, dass man sich auch von jedem Kinderarzt die Handgriffe bei Verschlucken zeigen lassen kann, wenn Zeit und/oder Geld keinen Kurs möglich machen. Wirklich, tut das. Es macht einen nicht zum Profi, aber in etwa zu wissen, was man tun kann, ist so viel wert und bewahrte mich davor einfach nur in nackte Panik zu verfallen.