Wasserratten ahoi!

Heute startete der lang erwartete Babyschwimmkurs.
Ich wollte eigentlich schon im Frühjahr damit anfangen, das überschnitt sich dann aber leider mit einem anderen Kurs. Im Nachhinein bin ich ganz froh darum, denn mit diesem zierlichen Würmchen, das der Kleine einmal war, hätte ich das nicht so gerne machen wollen.
Inzwischen ist er ein bisschen widerstandsfähiger und rabaukiger unterwegs, da fühle ich mich sicherer.

Leider verschob sich der Beginn nach hinten, weil unser Hallenbad länger als geplant geschlossen war. Das führte dazu, dass der Freund nicht wie gehofft an drei Terminen teilnehmen kann, sondern nur an einem. Aber immerhin!
Wir packten also unsere sieben Sachen und fuhren am Nachmittag zum Hallenbad, nachdem sich das Baby, das sonst von einem Mäusepups wach wird, fast nicht wecken ließ. Dort angekommen, war der Freund etwas erleichtert, dass er nicht der einzige Mann in der Runde war.

Weil der Freund nur so selten am Schwimmen dabei sein wird, wollte ich, dass er die Zeit mit dem Kleinen ganz exklusiv verbringen kann. Während er sich umzog, steckte ich den Kleinen in seine Schwimmwindel und dann ging der Spaß auch schon los. Es wurde sich gemeinsam abgeduscht und dann verschwand die Horde ins kühle Nass. Kühl ist es allerdings. Weil die Becken zusammenhängend sind und zeitgleich andere Kurse stattfinden, wird das Wasser nicht erwärmt und ist mit 28 Grad wirklich frisch. Ich hatte gehofft, dass es wärmer wäre, aber gut. Es ist wie es ist. Der Freund und der kleine Mann hatten eine Menge Spaß im Wasser. Es wurde gesungen, geplantscht und gestrampelt.
Ich saß auf der Bank und beobachtete meine beiden Männer. Das war so schön anzusehen. Ich habe das sehr genossen, das sind ganz besondere Momente.
Zu Beginn war der kleine Mann noch etwas zurückhaltend, aber er taute immer mehr auf und nahm irgendwann quietschend Kontakt mit den anderen Babys auf. Der Abschluss fand dann im warmem Babybecken statt, wo sie sich noch ein bisschen aufwärmen konnten und dann wurde es schon Zeit für die Dusche.

Der Kleine hat richtig toll mitgemacht und die Zeit mit seinem Papa im Wasser sichtlich genossen. Nicht einmal Wasser in den Augen oder die Dusche konnten ihn erschrecken. Beim Anziehen war ich richtig froh zu zweit zu sein. So konnte sich der Freund umziehen und ich den Kleinen anziehen. Noch weiß ich nicht genau wie ich das nächste Woche alleine mache, aber das wird schon. Und dann darf ich mit meinem Baby planschen. Ich freue mich drauf!

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Zurück

Wir sind wieder zurück aus unserem ersten Familienurlaub.

Mittlerweile ist das After-Urlaub-Chaos beseitigt und ich derWäsche und dem anderen Kram Herr geworden. Alles ist wieder an seinen angestammten Platz. Sobald ich Zuhause angekommen bin, muss ich auch sofort alles aufräumen und verstauen. Ich kann es nicht haben, wenn es noch ewig in der Gegen rumfliegt. Aber nun ist endlich alles erledigt. Unglaublich wie viel Zeug man mitschleppt! Ungelogen die Hälfte haben wir nicht gebraucht, aber ich muss auch dazu sagen, dass ich von Strandwetter bis saukalt für alles gewappnet war.

Ok, fast alles. Natürlich habe ich mit Regen gerechnet, aber nicht damit, dass meine frisch imprägnierte Regenjacke doch etwas dichter sein oder meine Schuhe von unten (!) undicht sein könnten. Aber egal!

Mir war vor der Fahrt doch ein bisschen mulmig. Ich erwähnte ja schon ein paar Mal, dass der kleine Mann nicht gerade der begeistertste Autofahrer ist. Es war also schon mutig ein Ziel in mehreren Kilometern Entfernung zu wählen, aber er hat das ganz grandios mitgemacht. Wir haben auf der Hin- und Rückreise einen Übernachtungszwischenstop eingelegt. Wir fuhren morgens los, sodass der Kleine sein erstes Schläfchen während der Fahrt machen konnte. Das klappte auch echt gut und er 2 und einmal sogar 3 Stunden. Sonst ließ er sich vom Freund bespaßen und machte Quatsch. Leider schrie er aber auch lange Strecken, das war ganz schlimm. Mir tut das richtig leid! Er vergießt dabei bittere Tränen und brüllt so richtig. Dann half aber auch keine Pause oder Stillen zwischendurch. Irgendwann schlief er auf einer Fahrt erschöpft ein, das bricht mir echt das Herz, oder wir waren kurz vor dem Ziel. Es lief aber alles in allem viel, viel besser als erhofft und ich bin mächtig stolz auf meinen kleinen Jungen.

Am Ankunftstag regnete es fürchterlich. Es war kalt, ekehalft und die Wettervorhersagen genauso. Ich war müde und hatte richtig Probleme anzukommen. Ich hatte mich so auf den Urlaub gefreut, aber in dem Moment wollte ich am liebsten einfach wieder nach Hause. Auf dem Weg zum Einkaufen, gerieten wir in den Regen, meine Schuhe waren undicht, der kleine Mann hatte auch keine Lust und ach, alles Käse. Ich hatte richtig Heimweh. Ich fühlte mich ein bisschen verloren. Das war ein ganz komisches Gefühl.

Nach ein paar Tagen wurde das aber besser. Mir fehlte immer noch meine gewohnte Infrastruktur. Das gibt mir mit dem Kleinen einfach Sicherheit. In Deutschland weiß ich, wo ich ihn wickeln kann und solche Dinge. In Holland war das alles anders und dank der doch kühlen Temperaturen kam wickeln im Freien nicht in Frage.

Jetzt wo ich wieder Zuhause bin, merke ich aber wie gut mir diese Auszeit tat. Kein Alltag, kein „Ich müsste noch schnell..“. Wir lebten in den Tag, taten was uns gut tat. Wir waren viel an der frischen Luft, verbrachten viel Zeit miteinander. Das war richtig schön. Der kleine Mann genoss die Aufmerksamkeit sichtlich. Vor allem, weil er viel mehr Zeit mit seinem Papa verbringen konnte als sonst.

Wir hatten echt eine schöne Zeit. Wir waren jeden Tag am Stand. Ich hatte mich so darauf gefreut dem kleinen Mann das Meer zu zeigen. Sobald ich das Salz auf der Haut spüre und das Rauschen höre, fühle ich mich viel freier. Ich werde ruhig und könnte es stundenlang beobachten. Strand brauche ich nicht. Aber einfach da zu sitzen und den Wellen zu lauschen. Hach.
Mit großen Augen beobachtete er die Wellen, wie sie an den Strand schwappten. Er schaute neugierig den Möwen hinterher und hielt etwas irritiert den spitzen Finger in den Sand. Leider war es entweder regnerisch oder sehr windig, sodass wir den Kleinen nicht in den Sand legen konnten, ohne, dass er vom Wind paniert oder weggeweht worden wäre.
Auf den kleinen Mann hatte das Meer leider nicht die erhoffte einschläfernde Wirkung. es schien ihm trotzdem gefallen zu haben, er versuchte zumindest einige Male sich von Papas Arm in die Wellen zu stürzen. :D

Vor dem Urlaub hatten wir lange überlegt, ob wir den Kinderwagen mitnehmen sollten. Wir haben uns letztlich dafür entschieden, den Kinderwagen dann aber umsonst einmal quer durch die Republik gekarrt. Wir haben ihn nicht einmal aus dem Auto gepackt. Es war einfach so viel praktischer ihn zu tragen und so taten wir das einfach. Meistens fand er das auch echt toll, schaute sich neugierig um oder schlief. Aber manchmal wurde er auch richtig wütend, brüllte und wehrte sich. Das ist neu. Oft schlief er kurz darauf einfach ein, manchmal half es nur ihn herauszunehmen und auf dem Arm zu tragen. Da wäre der Kinderwagen dann doch nett gewesen. Es war windig und eher kühl, perfektes Tragewetter. Ich packte ihn unter die Kumja und musste ihn so auch nicht besonders dick anziehen. Er hatte es so warm und wir konnten kuscheln. Ich liebe es so sehr, wenn er sich an mich schmiegt und sein Atmen immer ruhiger wird, bis er dann einschläft.

Wir waren jeden Tag unterwegs. Manchmal machte der Kleine seinen Morgenschlaf in der Trage, manchmal gingen wir erst danach los. Meistens waren wir aber vormittags unterwegs, waren dann über den Mittag wieder in der Wohnung, damit der kleine Mann in Ruhe Essen und Mittagsschlaf und wir eine Pause machen konnten und gingen dann nachmittags nochmal los. Wir hatten einen Streichelbauernhof um die Ecke, das war richtig toll. Dort gab es Schafe, Kühe, Hühner und Hasen. Das Kälbchen hat es mir richtig angetan. Das war so niedlich!

Wir liefen viele Kilometer am Stand entlang, liefen durch die Dünen, statteten Den Haag einen Besuch ab und wir waren im Sealife. Die Preise sind meiner Meinung nach völlig überrissen für das, was man bekommt. Für mich alleine, hätte es sich nicht gelohnt, aber für den kleinen Mann war es toll. Er war völlig fasziniert von den Fischen. Die Pinguine und Otter fand er eher uninteressant, dafür konnte er im Tunnel seine Augen überhaupt nicht abwenden. Ich konnte gar nicht aufhören ihn anzusehen. Es war einfach zu schön meine beiden Männer zu beobachten. Der Freund erklärte dem kleinen Mann, was er da sah. Das war so, so schön!

Wir waren ein paar Mal Essen. Einmal bei Oma Toos. Dort gab es unglaublich leckere Pannekoeken. Ich aß einen mit Früchten, Vanileeis, Keksstückchen, Sahne und Erdbeeroße! Moah! Der Freund wählte die extra klebrige Variante mit Stropwaffel, Karamel und Sahne. Und dazwischen saß der kleine Mann in seinem Ikea-Stuhl und machte Quatsch. Er ist so ein neugieriges kleines Kerlchen. Er beobachtete die Umgebung, flirtete mit allerhand Männern und Frauen. Grinste man ihn an, strahlte er zurück. Oder er Wawawawawa!-te und fröhlich umher. Meistens bekam er einfach ein bisschen Brot in die Hand, auf dem er herumlutschte oder er bekam vorher etwas zu Essen oder ich stillte ihn. Das macht so Spaß! Ich liebe das wirklich sehr. Noch vor ein paar Monaten wäre das für mich undenkbar gewesen. Jetzt wo er im Stuhl sitzen kann, ist es dann auch noch entspannter.

Alles in allem war es wirklich ein schöner, erholsamer Urlaub als ich mich dann endlich darauf einlassen konnte. Und beim nächsten Mal, wird der Kleine dann schon richtig im Sand buddeln können. <3

Urlaub in Sicht

Schon bald beginnt der zweite Teil der Elternzeit des Freunde und nicht mehr lange und wir starten in unseren ersten Urlaub als Familie.
Wir werden eine Woche in Holland am Meer verbringen und ich freue mich unheimlich darauf. Es ist eben doch etwas anderes seinen Urlaub Zuhause zu verbringen oder anderswo. Und wo könnte es schöner sein als am Meer?

Am Meer geht es mir gut. Ich werde sofort ruhiger und spüre wie der Stress von mir abfällt. Ich freue mich auf den Geruch, das Rauschen der Wellen. Spaziergänge am Strand. Auf die Zeit mit meiner Familie ohne die alltäglichen Aufgaben, die Zuhause unweigerlich anfallen würden.

Was dem voraus geht, ist für mich jedoch meistens Stress. Normalerweise bin ich super gut organisiert, habe zig Listen für alles Mögliche angelegt und alles gut geplant. Die Packliste habe ich schon vor Monaten geschrieben, ein paar Ausflugsziele habe ich auch rausgesucht, soweit ich dazu kam. Ausgefeilt ist das alles allerdings nicht, aber so ein bisschen Spontaneität soll ja auch nicht schaden. Je näher der Urlaub rückt, desto unsicherer wurde ich allerdings, ob wir wirklich all unser Gepäck in mein kleines Auto bekommen, wenn wir den Kinderwagen mitnehmen wollen. Der passt zwar in den Kofferraum, aber dann nicht mehr besonders viel.

Ich würde ja einfach die Fußräume vollstopfen, aber mit einem 3-Türer ist das auch eher unpraktisch. Entweder müsste das Baby vorne mitfahren, was ich ungern möchte oder wir müssen bei jedem Stopp das halbe Auto auspacken. Es lag also nahe zu überlegen, ob der Kinderwagen wirklich mit muss, oder ob ein Buggy sinnvoll wäre.

Der kleine Mann kann noch nicht sitzen, daher ist so ein einfacher Buggy noch nichts. Die anderen, die meine Wunschkriterien erfüllen sind entweder fast so groß im Klappmaß wie der Kinderwagen oder recht teuer. Und so einfach mal eben über das Knie brechen wollte ich das jetzt auch nicht. Kann ich auch nicht, aber das dürfte mittlerweile bekannt sein.
So ganz ohne wollen wir aber auch nicht fahren, auch wenn fraglich ist, ob wir ihn wirklich (oft) nutzen werden.
Twitter schlug mir eine Dachbox vor. Die Idee verwarfen wir wieder, aber naja. Wie es am Ende so ist, googelte ich dann doch und rief beim Autohändler an, um herauszufinden, ob mein Auto sowas überhaupt kann. Kann es.
Damit ging es weiter und gerade bestellte ich dann doch eine Dachbox, die ich eigentlich gar nie wollte. Gut, jetzt muss sie nur noch pünktlich kommen und passen, denn viel Zeit bleibt nicht. Ich bin ja ein bisschen nervörs, ob das dann wirklich alles so klappt, wie geplant.

Ich mag es nicht so schlecht vorbereitet zu sein und alles auf den letzten Drücker zu machen, das übernimmt normalerweise der Freund für uns ;-) Ich kümmere mich dann nun um die weiteren Vorbereitungen und träume weiter vom Meer. Was freue ich mich darauf!

Alltag 

Samstags fahren wir in die Stadt, um auf dem Markt Obst und Gemüse für die Woche zu besorgen.
Da der kleine Mann ja immer recht früh und aktuell noch vor dem Hahn in der Nachbarschaft wach wird, fahren wir ganz früh los. So ist es in der sonst so wuseligen Stadt noch gähnend leer und wir können ganz entspannt über den Markt schlendern, ohne uns durch die Menschenmassen zu drücken.

Meist ist das auch in etwa die Zeit, zu der der kleine Mann wieder müde wird. Seit einer Weile fällt es ihm schwerer in der Trage einzuschlafen. Es ist alles so furchtbar spannend. Wir hatten unseren Markteinkauf erledigt, einen Abstecher zu DM gemacht (Windeln!) und waren gerade auf dem Weg zum Auto als der kleine Mann sich aufhörte gegen die Trage zu stemmen und einschlief. Die letzten Male fuhren wir einfach Heim. Heute entdeckten wir, dass dem Freund jemand in der Tiefgarage ins Auto gefahren sein musste und weil er jetzt Ablenkung brauchte, ich Hunger hatte und das Baby schlief, schlug ich vor frühstücken zu gehen.

Das hatten wir seit der Schwangerschaft nicht mehr gemacht. Wir begaben uns also ohne Umwege direkt in das niedliche Café, bekamen den letzten Platz in einer Nische und bestellten uns ein großes Frühstück. In dem Moment wurde der kleine Mann nach viel zu kurzen 30 Minuten wach, wollte von Schlaf aber nichts mehr wissen. Ich schälte ihn aus der Trage, nahm ihn auf den Schoß, von wo aus er ganz

neugierig umher schaute.

Wir saßen also zusammen in einem Café frühstückten Croissants, Brötchen, Wurst, Käse, Aufstrich und Rührei. Ich mit Chai Latte, der Freund mit Kaffee. Und dazwischen saß unser kleiner Junge, mümmelte an Gurke und Melone herum. Als er keine Lust mehr darauf hatte, stillte ich ihn und dann machten wir uns auch schon wieder auf den Weg. Das fühlte sich so perfekt an.
Das war das erste Mal seit der Geburt, dass wir auswärts gegessen haben. Ich habe das sehr genossen!

Ich freue mich einfach riesig über diese Entwicklung, die wir gemacht haben. Ich bin viel entspannter und routinierter geworden. Wenn er wach wird, wird er eben wach. Wenn er Hunger hat, stille ich ihn. Die Nische war da natürlich schon komfortabel, aber mittlerweile klappt das diskret Stillen ganz gut.
Vor ein paar Monaten war das noch ganz weit weg. Da hätte das Baby in der Trage wahrscheinlich alles verschlafen, aber allein der Gedanke, es könnte wach werden und stillen wollen, stresste mich so, dass ich gar nicht auf die Idee kam auswärts Essen zu gehen.

KiTa-Luft schnuppern

Bereits Ende Juni war die Informationsveranstaltung der KiTa. Ich war ein bisschen nervös, denn ich wusste nicht genau wie wir das mit dem kleinen Mann machen sollten, da er nicht ohne mich schläft, ich aber unbedingt daran teilnehmen wollte. Ich beschloss ihn einfach mitzunehmen und zu hoffen, dass er einfach schlafen würde. Ganz spontan warfen wir den Plan um, weil der Kleine früher als sonst richtig müde war und auch ziemlich zügig einschlief. Der Freund blieb also beim Baby und ich begab mich ganz alleine zum Infoabend.
Das fühlte sich richtig komisch an, abends allein ohne Baby unterwegs zu sein.

An der Veranstaltung stellten sich die Leitung und die Erzieherinnen vor. Die Erzieherinnen wirken alle sehr herzlich. Ich fühle mich dort richtig wohl und ich hoffe, so wird es auch dem kleinen Mann gehen. Der wird übrigens ein kleiner Maulwurf <3.

Die Veranstaltung an sich gab dann gar nicht so viel her, da das meiste im Gespräch vor der Eingewöhnung geklärt wird. Aber so ein paar kleine Tipps gab es dann doch schon mit auf den Weg und bestätigten mein rundum positives Bauchgefühl.
Sie erklärten, dass in der Regel nur an den ersten Tagen der Eingewöhnung nötig ist dort zu bleiben, aber man trotzdem mit 4 Wochen Eingewöhnungszeit rechnen sollte, um selbst entspannt an alles herangehen zu können. Wenn man den Druck im Hinterkopf hätte, dass es jetzt klappen muss, sei die Eingewöhnung oft problematischer, weil das Kind das spüre. Außerdem empfahlen sie, sie ersten 2-3 Monate nicht die komplette Betreuungszeit in Anspruch zu nehmen, sofern es möglich sei, weil der KiTa-Alltag sehr aufregend und neu sei und dem Kind so ein sanfter Einstieg in diesen neuen Abschnitt geboten werde. Das hörte sich für mich sehr stimmig an und ich werde mich demnächst mal ransetzen und mir überlegen wie sich das alles umsetzen lässt.

Ich erzählte ja schon, dass die Eingewöhnung in dieser KiTa erst ab dem 1. Geburtstag beginnt. Das verschafft mir zwei weitere Monate Elternzeit, finanziell ist das ein Totalausfall, aber ich freue mich trotzdem über die Zeit mit meinem Baby und für 2 Monate können wir das schon irgendwie auffangen.

Mit der Platzuzusage wurden auch alle künftigen KiTa-Kinder zum Sommerfest der KiTa eingeladen. Das hat mir schon sehr gefallen, außerdem würde so der Freund auch mal die KiTa von innen sehen können, da er bei der Besichtigung arbeiten musste und am Infoabend auf das Baby aufpasste, das natürlich 30 Minuten nachdem ich weg war von der untergehenden Sonne geweckt wurde, aber auch das haben sie gemeistert.
Da wollte ich unbedingt hin. Also nutzten wir das schöne Wetter, der Freund machte etwas früher Feierabend und ich konnte meinen beiden Männern noch mal alles zeigen.
Ich wurde sofort von den Erzieherinnen erkannt und begrüßt. Die Erzieherinnen, die nicht am Infoabend teilnehmen konnten, stellten sich nochmal vor. Das sind echt die kleinen Dinge. Ich fühle mich dort wirklich richtig wohl und außerdem bin ich sehr verliebt in das wunderschöne Außengelände. Da haben die Kinder richtig Platz, um sich auszutoben. Überall waren Stationen für die Kleinen aufgebaut, an denen sie sich ausprobieren konnten. Wasser, Sand, filzen. Dazu gab es leckeres Essen von den Eltern. Die ganze Atmosphäre war einfach super angenehm. Dem Freund hat es auch gut gefallen und jetzt fühle ich mich noch etwas wohler. Er sagte zwar, dass er meinem Urteil vertraue, aber so ist mir das dann doch lieber.

Beim Gedanken an den KiTa-Start werde ich jetzt schon wehmütig, aber andererseits freue ich mich auch schon darauf ein glückliches, müde gespieltes Kind abzuholen. Wie gern wäre ich auch als Kind unter in der großen Sandkiste unter der riesigen Kastanie gesessen.

Beikost

Neben den Schlafgewohnheiten scheint es nach ein paar Monaten besonders interessant zu sein, ob der kleine Mann nun endlich etwas zu essen bekäme. Denn „ab 6 Monaten reicht die Milch nicht mehr aus“ oder „die Milch wird zu dünn„.  Außerdem wird jeder Blick als Hunger interpretiert und sowieso ist er ganz arm dran, weil er noch keinen Kuchen haben darf. Und auch keine Kekse. Armes Kind!

Wie bei vielen Dingen, habe ich mir vorher über die Beikost nicht allzu viele Gedanken gemacht. Ich wusste, dass die WHO empfiehlt 6 Monate voll zu stillen und dass ich das gerne tun würde, sofern es denn klappt. Als der Kleine dann da war, zweifelt ich manchmal daran, ob wir das jemals schaffen würden, aber nun ist er 6 Monate alt und siehe da, wird voll gestillt. Er ist ein quietschfideles Baby mit niedlichen Speckbeinchen. Verhungert sieht anders aus!

Aber es wurde seit er 4 Monate alt ist doch immer wieder thematisiert. Von der Ärztin bei der U4, ungefragt von meiner Zahnärztin und auch sonst meint Hinz und Kunz etwas dazu beitragen zu müssen. Wie schon gesagt, wusste ich dass man nicht zwingend mit 4 Monaten Brei bzw. Beikost einführen muss, viel mehr aber auch nicht und als dann die Allergieprävention angesprochen wurde, wurde ich auch etwas unsicher.

Je älter der Kleine wurde, desto mehr Gedanken machte ich mir also über das Thema Beikost.
Als die Kinderärztin die Beikosteinführung bei der U4 anprach, war das alles noch so weit weg, denn der Kleine war alles andere als bereit. Und ehrlich gesagt, sträubte sich in mir auch alles dagegen. Denn mir ging es zu schnell. Diese besondere Nähe, die wollte ich noch nicht aufgeben, aufbrechen. Selbst dem Freund, der ja bekanntlich nicht stillt, ging das zu schnell. Der Speiseplan des kleinen Mannes wird ja erstmal nur ergänzt und vermutlich wird er sich nicht nach dem ersten Bissen abstillen, aber was wenn es plötzlich ganz zügig geht? Davor habe ich ein bisschen Angst, denn dazu bin ich noch nicht bereit. Klar, nervt(e) mich die Stillerei auch manchmal, aber meistens genieße ich es einfach nur. Es ist, wenn es funktioniert, echt unkompliziert und praktisch. Es kommt, wie es kommt, das ist mir klar. Außerdem kann das ja auch noch ne ganze Weile dauern, bis er nicht mehr stillen mag. Ich werde dem kleinen Mann aus Egoismus sicher nicht die Nahrung in Form von Beikost vorenthalten, aber ich werde ein bisschen wehmütig. Mein Baby wird groß. Abnabelung ist eben ein Prozess, den auch ich durchmache.
Daneben wiegt für mich auch die Verantwortung schwer, ihn gut und ausreichend zu ernähren. Das macht mein Körper bisher ganz alleine, wie praktisch das ist!

Nun ist er also schon 6 Monate alt und das Interesse an Essen wird sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Neben der klassischen Breikost erfuhr ich durch Twitter und die Blogs, die ich so lese, vor Jahren von baby-led weaning und fand das Konzept so interessant, dass es sich eingebrannt hat. Mir gefiel und gefällt der Gedanke dahinter sehr und es kam mir viel unkomplizierter vor, schließlich isst das Baby ja einfach mit. Gemeinsam mit uns, das gefällt mir dabei am besten. Aber auch hier ploppten die Fragen, wie ich das konkret anstelle, nach und nach auf wie Luftblasen im Wasser.

Ich beschäftigte mich also in letzter Zeit mit den Fragen, wie wir den kleinen Mann an feste(re) Nahrung heranführen wollen und wie das so funktioniert. Soll er Brei bekommen oder machen wir BLW? Oder mischen wir das einfach?
Für Breikost gibt es ja zig Pläne und so weiß ich, dass man mit Gemüse anfängt. Klingt auch logisch für mich. Aber warum nach und nach und warum Milch und Getreide vor Obst? Warum schon mit 4 Monaten? Und wie soll mein Kind verstehen, dass es jetzt mittags Essen bekommt, aber abends nur stillen darf/soll/muss? Verwendet man Kuhmilch für den Milchbrei oder Pre/Muttermilch?
Klar, kann man es einfach machen, aber so bin ich nicht. Ich will einfach die Gedanken dahiner verstehen.

Aber auch bei BLW kamen einige Fragen auf, z.B. ob manche Lebensmittel am Anfang weniger geeignet sind als andere. Roh oder nicht roh. Was soll gedünstet werden? Mein Gefühl sagt, alles was roh zu schwer zum Zerteilen sein könnte, sollte gedünstet werden. Aber wenn mein Kind vom Tisch mitessen soll, darf es von Anfang an alles haben? Ist das nicht ein bisschen viel für den Magen und Darm, wo es doch bisher nur Milch gab? Oder fängt man da auch einfach mit Gemüse an, nur eben in seiner ursprünglichen Form?
Bekommt es zu jeder Mahlzeit etwas? Wann fängt man mit Getreide an?

Sollen bestimmte Nahrungsmittel generell vermieden werden? Wie viel soll ein Baby eigentlich essen? Ab wann reiche ich Wasser zum Essen?
Oder die große Frage: woran erkenne ich, ob mein Baby beikostreif ist? Denn ehrlich gesagt, ist gerade das Interesse an Essen das Kriterium, das ich am wenigsten Greifen kann. Es ist alles interessant für ihn. Alles wird beobachtet, befühlt und in den Mund gesteckt, ganz egal um was es sich handelt.

Es waren also ein paar Fragen offen und ich fing an zu recherchieren.

Ich weiß nun, dass es nicht den einen einen Plan gibt. Selbst Breipläne sind in jedem Land anders. Schon interessant wie einem aber suggeriert wird, dass es genau so zu laufen habe. Auch bei Allergikern werden keine Lebensmittel ausgeschlossen, sinnvoll ist einfach sie unter dem Schutz des Stillens einzuführen (sofern man denn stillt, klar!). Ich las, dass in Deutschland viele Frauen bis zum 6. Monat abstillen und damit die Babys Beikost erhalten, während noch gestillt wird, wird oftmals die Beikosteinführung ab dem vollendeten 4. Monat empfohlen. Es sprach also tatsächlich nichts dagegen, einfach weiter zu stillen, bis der Kleine soweit ist, statt ihm regelmäßig mit dem Löffel vor der Nase rumzuwedeln bis er endlich den Mund aufmacht.

Essen darf das Baby fast alles. Es sollte frisch und ausgewogen sein. An sich auch logisch. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die nur in geringen Mengen (z.B. Salz, Kuhmilch bzw. Milchprodukte) oder gar nicht (z.B. Ahornsirup, Honig, ganze Nüsse) auf dem Speiseplan stehen sollten. Es ist eigentlich gar nicht so kompliziert

Mittlerweile freue ich mich richtig darauf, dem kleinen Mann diese Welt zu eröffnen. Wahrschrinlich wird es auf eine Mischung zwischen Brei und BLW hinaus laufen, so wie es uns eben gerade passt. Zuhause würde ich aber gerne hauptsächlich Fingerfood anbieten wollen, damit wir gemeinsam Essen können und er sein Essen mit allen Sinnen selbst erfahren darf.

Das wird sicher erstmal ne Sauerei, aber ich freue mich wirklich richtig darauf. Früher oder später komme ich eh nicht drum herum, ich kann ihn ja nicht ewig füttern. Warum dann nicht gleich? Außerdem sah es beim Sohn meiner Freundin nach richtig viel Spaß aus wie er so sein Essen erkundete, das möchte ich dem Kleinen nicht vorenthalten.

Ich bin so gespannt wie er das finden wird, welche Vorlieben er entwickelt. Ob er überhaupt schon möchte. Ob er viel isst oder lieber mehr stillen mag.  J ich freue mich auf die Gesichtsausdrücke bei neuen Speisen und all die Bilder mit verschmiertem Gesicht und Joghurt in den Haaren, das wird super.

Der Hochstuhl steht bereit, das Lätzchen ist startklar, fehlt eigentlich nur noch der kleine Mann. Und eine wasserabweisende Tischdecke, der Holztisch wird es uns danken. Der Rest kommt dann vermutlich von alleine.

23

Der kleine Mann ist seit 23 Wochen bei uns. Ich kann das noch immer kaum begreifen. Es ist als wäre es nie anders gewesen. Er hat seinen Platz in unserer Mitte so selbstverständlich eingenommen und zeitgleich fühlt es sich an als wäre es gestern gewesen, dass man mir dieses kleine Bündel auf die Brust legte. 

Noch völlig hilflos. So zerbrechlich. Ich erinnere mich an das Schmatzen und Grunzen. Die zarten Laute und diesen Blick.
Jetzt rollt er sich wild von links nach rechts, reißt die Arme vor Freude nach oben. Grinst, strampelt und quietscht vor sich hin. 

Ich erinnere mich. Und obwohl erst ein paar Wochen vergangen sind, ist da oft dieses verschwommene Gefühl. Ich sehe die Bilder und kann nicht fassen, dass er so klein und zierlich gewesen sein soll. 

Das Minibaby, das nur auf oder an mir schlief, liegt nun einfach neben mir. Dass er jetzt schon so groß ist, macht ganz komische Sachen mit mir. Wann ist das bitte passiert?! 

Gebucht

Wir haben endlich Urlaub gebucht!

Mitte Juni sind wir damit äußerst früh dran, aber gut Ding will Weile haben. 
Freue mich Baby Meer zu zeigen.
Eigentlich wollte ich das schon im Januar erledigt haben, aber dann kam das Baby und wir waren unentschlossen. Auch, weil unser Baby Auto fahren zu hassen schien, was für all unsere Urlaubsideen ein k.o.-Kriterium war.

Unentschlossen waren wir bis vor 3 Tagen immer noch. Ich wäre unheimlich gerne in die USA geflogen, aber ich komme schlichtweg nicht dazu eine Route zu planen und da sollten wir nun wirklich langsam buchen. Außerdem weiß ich nicht so recht, ob der kleine Spatz eine Rundreise so toll finden würde.

Andere Ideen waren Mallorca mit einer Finca und Mietwagen, um das Rundreiseding im Kleunen anzutesten. Oder Italien, weil der Weg nicht so weit ist und wir ewig nicht mehr dort waren. Oder Holland. Holland und wir, das ist Liebe. Aber es ist eben nicht gleich ums Eck.

To make a long story short:
Wir fahren nach Holland!

Noch etwas zu finden, war gar nicht so leicht.
Der Traum wäre ein Häuschen direkt am Meer oder mit Garten gewesen, aber das ist leider viel zu teuer oder wir zu spät dran. Irgendwann!
Außerdem möchte ich nicht 800 km fahren und eine gute Ausgangslage für Städtetrips nach Amsterdam und Den Haag haben.
Am Ende haben wir eine hübsche Wohnung gefundeb, die nur 5 Minuten zu Fuß vom Meer entfernt ist. Alles, was man so braucht, gibt es drumherum und sogar ein Streichelzoo und ein Schwimmbad sind ganz in der Nähe. Perfekt!

Ich freue mich so unheimlich darauf dem kleinen Mann das Meer zu zegen. Unser erster Urlaub als Familie. 💙

Vor der Autofahrt habe ich Respekt und ich weiß auch noch nicht wie wir all den Kram in mein kleines Auto bekommen wollen, allein die Menge an Kleidung dürfte beachtlich sein, schließlich muss man im September auf jedes Wetter vorbereiten, aber mit meinen Tetris-Skills wird das schon irgendwie klappen.