Manchmal

Manchmal frage ich mich, ob ich etwas falsch gemacht habe. Ob ich es hätte anders angehen sollen. Ob ich mich mehr hätte probieren sollen. Mich durchsetzten oder besser organisieren müsste. Ob ich zu sehr auf ihn eingehe und deshalb kaum Raum für mich habe. Ihn zu sehr betüddle.

Ich war immer sehr organisiert, hab viel hinbekommen. Das klappt nun nicht mehr. Im Grunde bekomme ich nur noch das Nötigste geschafft und selbst das nicht immer. Das frustriert mich an manchen Tagen sehr. Dann kommen diese Gedanken. Ich hatte es mir etwas einfacher vorgestellt. Um nichts in der Welt wollte ich tauschen, aber ich gebe zu, ich habe unterschätzt wie anstrengend es sein kann 24/7 bereitzustehen. 
Zu kuscheln, tragen, stillen, wickeln, bespaßen. Die Welt zu erklären und selbst neu kennenzulernen, während ich versuche den Alltag zu bestreiten und das Chaos nicht die Oberhand gewinnen zu lassen. 

Und dann sehe ich wie wunderbar er sich entwickelt. Wie fröhlich und offen er ist. Wie toll er sich bereits verständlich machen kann und erkenne, dass es ist wie es ist. Und so muss es sein, denn es ist das, was er einfordert. Das was er braucht. Und genau das gebe ich ihm, das kann nicht falsch sein. Er braucht meine Nähe und die soll er bekommen, auch wenn es in mir manchmal nach Pause und Auszeit schreit. Er schreckt nicht im Schlaf auf, um mich zu ärgern. Nichts von dem, was er tut, hat einen Hintergedanken, zumindest keinen bösen. Es ist ein Bedürfnis, meist eines, das ich leicht erfüllen kann. Warum sollte ich es nicht tun? Aus reinem Egoismus? Ja, manchmal da würde ich auch Mal gerne alles abgeben, die Türe schließen, aber das bringe ich nicht übers Herz. Das fühlt sich nach Strafe an, wenn ich doch genau weiß, was ich tun kann. Und wenn nicht, kann ich ihn in seiner Unruhe und Verzweiflung nicht sich selbst überlassen.

Dann schiebe ich diese Gedanken beiseite, denn ich weiß, dass ich es richtig mache. Ich handle nach meinem Gefühl, bin für ihn da, wenn er mich hraucht. Ich mache sicher nicht alles richtig, aber ich gebe mein Bestes. Ich sage mir, dass er mich nicht lange so intensiv brauchen wird, dass ich mir in ein paar Jahren diese Momente zurück wünschen werde. Dass es mir fehlen wird, wie er sich ankuschelt und kichert und fröhlich kreischt, wenn ich ihn abknutsche. 

Ich war nie müder, erschöpfter und nie glücklicher.

Ich bin nichts lieber als seine Mama. Der schönste und fordernste Job der Welt. Und für mich definitiv der Beste.

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KiTa-Luft schnuppern

Bereits Ende Juni war die Informationsveranstaltung der KiTa. Ich war ein bisschen nervös, denn ich wusste nicht genau wie wir das mit dem kleinen Mann machen sollten, da er nicht ohne mich schläft, ich aber unbedingt daran teilnehmen wollte. Ich beschloss ihn einfach mitzunehmen und zu hoffen, dass er einfach schlafen würde. Ganz spontan warfen wir den Plan um, weil der Kleine früher als sonst richtig müde war und auch ziemlich zügig einschlief. Der Freund blieb also beim Baby und ich begab mich ganz alleine zum Infoabend.
Das fühlte sich richtig komisch an, abends allein ohne Baby unterwegs zu sein.

An der Veranstaltung stellten sich die Leitung und die Erzieherinnen vor. Die Erzieherinnen wirken alle sehr herzlich. Ich fühle mich dort richtig wohl und ich hoffe, so wird es auch dem kleinen Mann gehen. Der wird übrigens ein kleiner Maulwurf <3.

Die Veranstaltung an sich gab dann gar nicht so viel her, da das meiste im Gespräch vor der Eingewöhnung geklärt wird. Aber so ein paar kleine Tipps gab es dann doch schon mit auf den Weg und bestätigten mein rundum positives Bauchgefühl.
Sie erklärten, dass in der Regel nur an den ersten Tagen der Eingewöhnung nötig ist dort zu bleiben, aber man trotzdem mit 4 Wochen Eingewöhnungszeit rechnen sollte, um selbst entspannt an alles herangehen zu können. Wenn man den Druck im Hinterkopf hätte, dass es jetzt klappen muss, sei die Eingewöhnung oft problematischer, weil das Kind das spüre. Außerdem empfahlen sie, sie ersten 2-3 Monate nicht die komplette Betreuungszeit in Anspruch zu nehmen, sofern es möglich sei, weil der KiTa-Alltag sehr aufregend und neu sei und dem Kind so ein sanfter Einstieg in diesen neuen Abschnitt geboten werde. Das hörte sich für mich sehr stimmig an und ich werde mich demnächst mal ransetzen und mir überlegen wie sich das alles umsetzen lässt.

Ich erzählte ja schon, dass die Eingewöhnung in dieser KiTa erst ab dem 1. Geburtstag beginnt. Das verschafft mir zwei weitere Monate Elternzeit, finanziell ist das ein Totalausfall, aber ich freue mich trotzdem über die Zeit mit meinem Baby und für 2 Monate können wir das schon irgendwie auffangen.

Mit der Platzuzusage wurden auch alle künftigen KiTa-Kinder zum Sommerfest der KiTa eingeladen. Das hat mir schon sehr gefallen, außerdem würde so der Freund auch mal die KiTa von innen sehen können, da er bei der Besichtigung arbeiten musste und am Infoabend auf das Baby aufpasste, das natürlich 30 Minuten nachdem ich weg war von der untergehenden Sonne geweckt wurde, aber auch das haben sie gemeistert.
Da wollte ich unbedingt hin. Also nutzten wir das schöne Wetter, der Freund machte etwas früher Feierabend und ich konnte meinen beiden Männern noch mal alles zeigen.
Ich wurde sofort von den Erzieherinnen erkannt und begrüßt. Die Erzieherinnen, die nicht am Infoabend teilnehmen konnten, stellten sich nochmal vor. Das sind echt die kleinen Dinge. Ich fühle mich dort wirklich richtig wohl und außerdem bin ich sehr verliebt in das wunderschöne Außengelände. Da haben die Kinder richtig Platz, um sich auszutoben. Überall waren Stationen für die Kleinen aufgebaut, an denen sie sich ausprobieren konnten. Wasser, Sand, filzen. Dazu gab es leckeres Essen von den Eltern. Die ganze Atmosphäre war einfach super angenehm. Dem Freund hat es auch gut gefallen und jetzt fühle ich mich noch etwas wohler. Er sagte zwar, dass er meinem Urteil vertraue, aber so ist mir das dann doch lieber.

Beim Gedanken an den KiTa-Start werde ich jetzt schon wehmütig, aber andererseits freue ich mich auch schon darauf ein glückliches, müde gespieltes Kind abzuholen. Wie gern wäre ich auch als Kind unter in der großen Sandkiste unter der riesigen Kastanie gesessen.

Momente mit Seltenheitswert

Es passieren noch Wunder. 

Der kleine Mann verweigerte heute Morgen den Schlaf. Das war etwas ungünstig, weil um 9.45 Uhr der Sportkurs mit Baby losging. Der Kleine machte aber wunderbar mit. Trotz Augenringen des Todes wollte er, anders als die anderen Babys, aber nicht einschlafen. Das tat er dann – hier das Wunder – im Auto. Ohne einen Mucks. Es sah zu niedliche aus wie er mit seinem Spielzeug in den Händchen einfach weggenickt ist.

Weniger geschickt war dann, dass die Fahrt nur 10 Minuten dauert.

Also in die Trage und hoffen. Und ja, er schlief tatsächlich weiter. Also die Chance nutzen ein paar Überweisungen zu machen und mir etwas zu Essen zuzubereiten. Und jetzt sitze ich verschwitzt und ungeduscht, aber mit leckerem Essen und einer Folge Grey’s Anatomy und dem schlafenden Baby in der Trage auf dem Sofa. Es könnte schlechter sein. 😉

Angekommen.

Ich bin im Mamasein angekommen.

Mein Baby hat mich von Anfang an verzaubert. Ich konnte gar nicht anders als es immer wieder zu knutschen, streicheln und seinen einzigartigen Geruch zu inhalieren. Aber ich war auch überfordert uns hatte mit der Umstellung zu kämpfen. 

Ich wusste, dass nun jemand anders den Takt angeben würde, aber das zu erleben ist nochmal was Anderes. Ich war ein völlig freier Mensch und plötzlich mussten sogar Klogänge geplant werden. Dazu der komplette Wegfall der Freizeit und das Bedürfnis meines Babys nach Körperkontakt. 24/7.

Ich bin dem gerne nachgekommen, wünschte mir aber auch Auszeiten. Ich habe mir viele Sorgen und noch mehr Gedanken gemacht. Trotz aller Liebe und Freude, fiel es mir manchmal schwer es anzunehmen.

Ein ziemlich kluger Mensch gab mir einen guten Rat, den ich mir zum Mantra gemacht habe „Go with the flow.“ Anfangs fand ich den Spruch ein bisschen doof, es muss doch auch anders gehen. Aber nach 4 Monaten als Mama kann ich sagen, dass dieser Spruch einfach so wahr ist.

Ich würde lügen, würde ich sagen, alles ist easypeasy. Nach schlechten Nächten bin ich müde und es käst mich auch immer wieder an, dass ich den 3-stündigen Mittagsschlaf neben dem Baby verbringen muss oder seit der Geburt keine Stunde abends alleine mit dem Freund auf dem Sofa sitzen konnte, weil er den Schnuller nicht nimmt, aber nuckeln möchte. Und wenn jemand einen Tipp hat, nehme ich den gerne an.

    Aber es fällt mir leichter es anzunehmen. Bin ich müde, schlafe ich mit. Oder lese. Oder kuschle mich an mein Baby und versuche mir klar machen, dass es nur eine kurze Zeit ist, in der er mich so intensiv braucht und ich mir diese Zeit irgendwann zurück wünschen werde. Wenn ich sehe welche Entwicklung er in dieser kurzen Zeit gemacht hat, wie viel sich schon verändert hat, wird mir ganz schwindelig.

    Ich hatte Startschwierigkeiten, aber ich bin angekommen. Ich bin unfassbar glücklich. Ich war sofort in mein Baby verliebt, das was ich jetzt empfinde, übersteigt jefoch alles. Da ist so viel Liebe, Glück und Stolz wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. 

    Ich bin ausgeglichener, ruhiger und geduldiger. Mit mir neuen Situationen und auch mit dem kleinen Mann. Wird gequängelt statt zu schlafen, dann ist das eben so. Ich kann es meistens annehmen wie es ist. Und dann stört es mich nicht alles  mehr. Esndert ja auch nichts, wenn ich mich aufrege oder damit hardere. Es hilft auch, mich in ihn hineinzuversetzen und nachzuvollziehen wie schwer es für ihn ist. Für ihn ist alles neu, er kann sich noch nicht so verständlich machen wie er es möchte. Gar nicht so einfach, so ein Babyleben.

    Und diese Herangehensweise macht es so viel leichter für mich. Nicht immer und nicht bei allem, aber insgesamt bin ich viel entspannter mit allem. Diese Grundgelassenheit ist so gut. Ich fühle und lebe und bin (meistens) so wie ich es mir für mich gewünscht habe. 

    Und so glücklich, dass es fast schon eklig ist. Kleiner Mann, großes Glück. 💙

    Zusage!

    Die schriftliche KiTa-Zusage ist da. Wir bekamen ja bereits mündlich die Zusage, aber schriftlich fühlt sich das doch noch besser an. Ehrlich gesagt war ich die letzten Tage ziemlich nervös, sie könnte ja beim Lesen in der Zeile verrutscht sein.

    ​In dieser KiTa wird erst ab dem ersten Geburtstag eingewöhnt, den Platz bekommen wir zum 1. Februar. Wir planen 6 Wochen Eingewöhnungszeit ein. Daher werde ich die Elternzeit um 2 Monate verlängern. Das geht die 2 Monate schon irgendwie. Besser als auf unbestimmte Zeit und mit Bibbern, ob es dann mit meinem Arbeitsplatz weiterhin so klappt.

    Außerdem habe ich so zwei Monate mehr mit meinem Sohn und darüber freue ich mich gerade riesig! 

    Ich fühle mich direkt so erleichtert. Nun können wir das Thema abschließen, das Zittern hat ein Ende. Ich kann meinem Arbeitgeber mitteilen, wann ich wieder einsteige, wie viel ich arbeiten werde und das Home Office planen.

    Mit der Zusage kam auch direkt die Einladung zum ersten Elternabend und zum KiTa-Fest. Kann man da sein Baby zum Elternabend mitnehmen? Sonst wird der Freund alleine gehen müssen.

    Allein, allein

    Der Freund bekam die Möglichkeit an einem Lehrgang in Frankfurt teilzunehmen und so verbrachten der kleine Mann und ich viel früher als geplant ein paar Tage ohne Papa. Allein, allein.

    Ehrlich gesagt war ich davon gar nicht begeistert, aber was muss, das muss. Und immerhin waren es auch nur 2 Nächte. Meine Sorgen im Vorfeld waren absolut unbegründet. Wir beide haben das ganz gut hin bekommen, würde ich sagen. Ich bin müder als sonst, das kann aber auch daran liegen, dass der kleine Mann leider seine Schlafintervalle deutlich verkürzt hat. Außerdem ist das Wetter richtig schlecht, da komme ich nie in Fahrt und auch dem Kleinen scheint das und der Frischluftmangel (ja, mir war das zu kalt und nass da draußen) aufs Gemüt zu schlagen.

    Eigentlich war es sogar ganz schön, nur wir zwei. Wir haben viel gestillt & gekuschelt. Und ich weiß jetzt, dass es klappt, wenn es muss. Aber ich bin auch sehr froh darum, dass es nicht immer muss! Uns fehlt nach wie vor Routine und ein Rhythmus, aber ich war jeden Tag angezogen, habe die Zähne geputzt und gegessen habe ich auch. Gelegentlich waren sogar kleine Aufgaben im Haushalt drin. Es wird also. Wie man so zum Duschen kommen soll ist mir jedoch nach wie vor echt ein Rätsel.

    KiTa-Wahnsinn Teil II

    Oder vielmehr Betreuungswahnsinn Teil 2

    Nachdem mir letzte Woche die Großtagespflege anrief und mitteilte, sie hätten einen Platz für unseren Zwerg, aber nur,wenn wir ihn bereits zum 1. Oktober eingewöhnen oder sonst niemand den Platz nimmt und er dann bis Januar frei bleibt. Das trieb mir den Schweiß auf die Stirn und Tränen in die Augen. Denn Option eins ist keine Option für mich. Ich möchte mein Kind nicht mit 8,5 Monaten in die Betreuung geben – auch nicht für 10 Stunden in der Woche, wie es mir vorgeschlagen wurde – denn ich bin ja Zuhause. Und ich habe ohnehin nur ein Jahr, das ich komplett mit ihm verbringen darf. Ich will das nicht. Allein der Gedanke fühlte sich an als würde man ihn mir wegnehmen, da die Entscheidung dafür ohne äußere Notwendigkeit (also bis Januar), nur aus „Zwang“ getroffen würde. Option zwei dürfte unrealistisch sein, sobald klar ist wer einen Kita-Platz bekommt und wer nicht.

    Wie ich nunmal bin, machte ich mir direkt tausend Gedanken. Überlegte hin und her, kaute dem Freund ein Ohr ab. Der fand die Idee den Kleinen so früh einzugewöhnen auch doof. Er würde ihn am liebsten länger als ein Jahr zuhause behalten wollen, da sind wir uns einig. Geht halt nicht, aber das ist ein anderes Thema.
    Wir entschieden, dass wir die Platzvergabe abwarten und im Zweifelsfall den Rechtsanspruch geltend machen würden. Aber so richtig beruhigend war das halt auch nicht.

    Das ließ mir keine Ruhe und ich überlegte grob einen Plan. Ich beschloss die KiTas anzurufen, bei denen noch nicht klar war, dass wir keinen Platz bekommen, sollten die mir keine positive Auskunft geben, würde ich beim Tageselternverein nach anderen Tagesmüttern fragen. Hat ja auch irgendwie Vorteile gegenüber einer KiTa. Ist das nicht erfolgsversprechend, lassen wir uns rechtlich beraten. Soweit der Plan.

    Das zog sich nun zwei Wochen, weil ich immer irgendjemanden nicht erreichte. Der Leiter einer der Wunsch-KiTas, riet mir den Betreuungsplatz in der Großtagespflege anzunehmen. Er könne uns zwar nicht ab-, aber auch nicht zusagen. Für den nächsten freien Platz (ab März) gehe die Zusage erst im September raus. Meldet sich da ein Geschwisterkind oder jemand vor uns auf der Liste benötige den Platz noch, haben wir keine Chance. Bäh.

    Blieb die zweite Wunsch-KiTa, die vom Gefühl her ohnehin einen Hauch vorne lag. Heute habe ich endlich jemanden erreicht.

    Wir bekommen einen Platz!!!!

    Ich war am Telefon so perplex. Ich wollte nur die Chance erfragen und hatte nicht wirklich mit einer verbindlichen Auskunft gerechnet. Ich bedankte mich tausend Mal und vergoss ein paar Tränen nach dem Auflegen. Wir haben einen Platz! In einer schönen KiTa, fünf Minuten zu Fuß entfernt, in der ich mich sofort sehr wohl fühlte. Die Räume sind schön gestaltet, sie liegt nicht an der Hauptstraße und es gibt ein tolles Außengelände und einen Gymnastikraum! Und das Beste: der ü3-Platz ist auch sicher! Das ist hier nämlich nicht in jeder Einrichtung so. Ich kann unser Glück kaum fassen.

    Einziges Manko ist, dass es keine Ganztagesplätze gibt. Für den Anfang würde ich es eh nicht wollen, aber allein die Möglichkeit zu haben, wäre schön. Egal, völlig egal. 

    Wir kriegen einen Platz!

    KiTa-Wahnsinn

    Ich habe bei Freundinnen schon im Vorfeld mitbekommen wie schwierig es zum Teil ist einen KiTa-Platz zu bekommen. Aus diesem Grund habe ich bereits in der 15. Woche Anmeldungen an sämtliche KiTas in der Umgebung abgegeben.

    Wer aufgepasst hat, weiß, dass ich das  gar nicht sehr viel früher hätte machen können. Man stelle sich eine Anmeldung vor und in Feld Geburtsdatum steht dann „Voraussichtlich xx.xx.20xx, sofern es geklappt hat“.

    Zum Teil haben wir jetzt schon die Mitteilung erhaltem, dass wenn wir bis September 2018 keinen Platz bekommen, sofern nicht jemand abspringt oder wegzieht. Und das ist richtig Scheiße.

    Ich würde so gerne länger Zuhause bleiben, aber es ist leider keine Option. 

    Es war von vorneherein klar, dass ich nicht länger werde Zuhause bleiben können. Finanziell ist es nicht drin und auch beruflich wäre es nicht gerade klug, da ich eine richtig gute Stelle verlieren würde. (Ich werde nicht gekündigt, aber mein aktueller Arbeitsplatz wird nicht auf ewig freigehalten und ich müsste dann etwas anderes machen und vielleicht auch wo anders hin, was auch wieder negativen Einfluss auf die Gestaltung meines Arbeitsplatzes und der Arbeitszeit hätte auch in Bezug auf Homeoffice.)

    Ich dachte ganz naiv, wenn ich das jetzt schon weiß, auxh schon vor der Schwangerschaft, kann ich mich darauf einstellen und es wird mir dann leichter fallen. Hört ihr mich lachen!? Mir wird jetzt schon ganz heulig, wenn ich daran denke, mein Baby nicht mehr die ganze Zeit bei mir zu haben. Vielleicht ändert sich das noch, aber aktuell bricht es mir das Herz. Mir, für den Stöpsel wird das sicher super. Wenn, ja WENN er denn einen Betreuungsplatz bekommt, denn dann steht derzeit noch in den Sternen. 

    Und neben dem OB steht die Frage WELCHEN Betreuungsplatz er bekommt. Es gibt 2 Einrichtungen, die mir richtig, richtig gut gefallen. Dort habe ich mich räumlich wie personell gleich sehr wohlgefühlt. Andere wären Kompromisse, ebenso wie die zwei Tagesmütter, die wir bereits kennengelernt haben. Eine finde ich aber herzlich, bin mit der Aufhebung aber nicht so glücklich und auch sprachlich habe ich bedenken, da sie zwar deutsch spricht, aber man deutlich merkt, dass es nicht ihre Muttersprache ist. Mich persönlich stört das nicht, aber im Hinblick auf meinen einjährigen Sohn, der gerade anfängt zu sprechen und einige Stunden des Tages dort verbringen soll, brachte der Freund ein paar Bedenken hervor. Bei der anderen Tagesmutter gefielen uns die Räumlichkeiten besser, sie war nett, aber es wirkte etwas verkrampft.

    Jetzt ist es ja eh nicht so als könnten wir wirklich wählen. Und im Notfall müssen wir nehmen, was wir kriegen und uns weiter bewerben, falls wir gar nicht glücklich damit sein sollten.

    Es ist doch ein Irrsinn, dass man sich überhaupt so früh Gedanken machen und am Ende froh und dankbar sein muss, wenn man überhaupt einen Platz 3 Monate später als benötigt, bekommt. An den ü3 Platz mag ich gar nicht denken, das ist nämlich auch so ein Thema, da der nicht in jeder KiTa garantiert ist…

    Und unsere Gemeinde ist echt gut aufgestellt und sehr bemüht den Bedarf zu decken. Auf 12.000 Einwohner kommen insgesamt 90 U3 Plätze. Aber sie geburtenstarken Jahrgänge machen sich bermerkbar. Aktuell wird versucht bis zum Herbst 2 weitere Gruppen zu schaffen, ob das klappt, steht noch in den Sternen.

    Im Mai wissen wir dann mehr. Ein paar Daumen waren toll. 

    Hat schon jemand Erfahrungen mit dem Rechtsanspruch gemacht? Wie läuft das denn?