Momente mit Seltenheitswert

Es passieren noch Wunder. 

Der kleine Mann verweigerte heute Morgen den Schlaf. Das war etwas ungünstig, weil um 9.45 Uhr der Sportkurs mit Baby losging. Der Kleine machte aber wunderbar mit. Trotz Augenringen des Todes wollte er, anders als die anderen Babys, aber nicht einschlafen. Das tat er dann – hier das Wunder – im Auto. Ohne einen Mucks. Es sah zu niedliche aus wie er mit seinem Spielzeug in den Händchen einfach weggenickt ist.

Weniger geschickt war dann, dass die Fahrt nur 10 Minuten dauert.

Also in die Trage und hoffen. Und ja, er schlief tatsächlich weiter. Also die Chance nutzen ein paar Überweisungen zu machen und mir etwas zu Essen zuzubereiten. Und jetzt sitze ich verschwitzt und ungeduscht, aber mit leckerem Essen und einer Folge Grey’s Anatomy und dem schlafenden Baby in der Trage auf dem Sofa. Es könnte schlechter sein. 😉

Angekommen.

Ich bin im Mamasein angekommen.

Mein Baby hat mich von Anfang an verzaubert. Ich konnte gar nicht anders als es immer wieder zu knutschen, streicheln und seinen einzigartigen Geruch zu inhalieren. Aber ich war auch überfordert uns hatte mit der Umstellung zu kämpfen. 

Ich wusste, dass nun jemand anders den Takt angeben würde, aber das zu erleben ist nochmal was Anderes. Ich war ein völlig freier Mensch und plötzlich mussten sogar Klogänge geplant werden. Dazu der komplette Wegfall der Freizeit und das Bedürfnis meines Babys nach Körperkontakt. 24/7.

Ich bin dem gerne nachgekommen, wünschte mir aber auch Auszeiten. Ich habe mir viele Sorgen und noch mehr Gedanken gemacht. Trotz aller Liebe und Freude, fiel es mir manchmal schwer es anzunehmen.

Ein ziemlich kluger Mensch gab mir einen guten Rat, den ich mir zum Mantra gemacht habe „Go with the flow.“ Anfangs fand ich den Spruch ein bisschen doof, es muss doch auch anders gehen. Aber nach 4 Monaten als Mama kann ich sagen, dass dieser Spruch einfach so wahr ist.

Ich würde lügen, würde ich sagen, alles ist easypeasy. Nach schlechten Nächten bin ich müde und es käst mich auch immer wieder an, dass ich den 3-stündigen Mittagsschlaf neben dem Baby verbringen muss oder seit der Geburt keine Stunde abends alleine mit dem Freund auf dem Sofa sitzen konnte, weil er den Schnuller nicht nimmt, aber nuckeln möchte. Und wenn jemand einen Tipp hat, nehme ich den gerne an.

    Aber es fällt mir leichter es anzunehmen. Bin ich müde, schlafe ich mit. Oder lese. Oder kuschle mich an mein Baby und versuche mir klar machen, dass es nur eine kurze Zeit ist, in der er mich so intensiv braucht und ich mir diese Zeit irgendwann zurück wünschen werde. Wenn ich sehe welche Entwicklung er in dieser kurzen Zeit gemacht hat, wie viel sich schon verändert hat, wird mir ganz schwindelig.

    Ich hatte Startschwierigkeiten, aber ich bin angekommen. Ich bin unfassbar glücklich. Ich war sofort in mein Baby verliebt, das was ich jetzt empfinde, übersteigt jefoch alles. Da ist so viel Liebe, Glück und Stolz wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. 

    Ich bin ausgeglichener, ruhiger und geduldiger. Mit mir neuen Situationen und auch mit dem kleinen Mann. Wird gequängelt statt zu schlafen, dann ist das eben so. Ich kann es meistens annehmen wie es ist. Und dann stört es mich nicht alles  mehr. Esndert ja auch nichts, wenn ich mich aufrege oder damit hardere. Es hilft auch, mich in ihn hineinzuversetzen und nachzuvollziehen wie schwer es für ihn ist. Für ihn ist alles neu, er kann sich noch nicht so verständlich machen wie er es möchte. Gar nicht so einfach, so ein Babyleben.

    Und diese Herangehensweise macht es so viel leichter für mich. Nicht immer und nicht bei allem, aber insgesamt bin ich viel entspannter mit allem. Diese Grundgelassenheit ist so gut. Ich fühle und lebe und bin (meistens) so wie ich es mir für mich gewünscht habe. 

    Und so glücklich, dass es fast schon eklig ist. Kleiner Mann, großes Glück. 💙

    Zusage!

    Die schriftliche KiTa-Zusage ist da. Wir bekamen ja bereits mündlich die Zusage, aber schriftlich fühlt sich das doch noch besser an. Ehrlich gesagt war ich die letzten Tage ziemlich nervös, sie könnte ja beim Lesen in der Zeile verrutscht sein.

    ​In dieser KiTa wird erst ab dem ersten Geburtstag eingewöhnt, den Platz bekommen wir zum 1. Februar. Wir planen 6 Wochen Eingewöhnungszeit ein. Daher werde ich die Elternzeit um 2 Monate verlängern. Das geht die 2 Monate schon irgendwie. Besser als auf unbestimmte Zeit und mit Bibbern, ob es dann mit meinem Arbeitsplatz weiterhin so klappt.

    Außerdem habe ich so zwei Monate mehr mit meinem Sohn und darüber freue ich mich gerade riesig! 

    Ich fühle mich direkt so erleichtert. Nun können wir das Thema abschließen, das Zittern hat ein Ende. Ich kann meinem Arbeitgeber mitteilen, wann ich wieder einsteige, wie viel ich arbeiten werde und das Home Office planen.

    Mit der Zusage kam auch direkt die Einladung zum ersten Elternabend und zum KiTa-Fest. Kann man da sein Baby zum Elternabend mitnehmen? Sonst wird der Freund alleine gehen müssen.

    Allein, allein

    Der Freund bekam die Möglichkeit an einem Lehrgang in Frankfurt teilzunehmen und so verbrachten der kleine Mann und ich viel früher als geplant ein paar Tage ohne Papa. Allein, allein.

    Ehrlich gesagt war ich davon gar nicht begeistert, aber was muss, das muss. Und immerhin waren es auch nur 2 Nächte. Meine Sorgen im Vorfeld waren absolut unbegründet. Wir beide haben das ganz gut hin bekommen, würde ich sagen. Ich bin müder als sonst, das kann aber auch daran liegen, dass der kleine Mann leider seine Schlafintervalle deutlich verkürzt hat. Außerdem ist das Wetter richtig schlecht, da komme ich nie in Fahrt und auch dem Kleinen scheint das und der Frischluftmangel (ja, mir war das zu kalt und nass da draußen) aufs Gemüt zu schlagen.

    Eigentlich war es sogar ganz schön, nur wir zwei. Wir haben viel gestillt & gekuschelt. Und ich weiß jetzt, dass es klappt, wenn es muss. Aber ich bin auch sehr froh darum, dass es nicht immer muss! Uns fehlt nach wie vor Routine und ein Rhythmus, aber ich war jeden Tag angezogen, habe die Zähne geputzt und gegessen habe ich auch. Gelegentlich waren sogar kleine Aufgaben im Haushalt drin. Es wird also. Wie man so zum Duschen kommen soll ist mir jedoch nach wie vor echt ein Rätsel.

    KiTa-Wahnsinn Teil II

    Oder vielmehr Betreuungswahnsinn Teil 2

    Nachdem mir letzte Woche die Großtagespflege anrief und mitteilte, sie hätten einen Platz für unseren Zwerg, aber nur,wenn wir ihn bereits zum 1. Oktober eingewöhnen oder sonst niemand den Platz nimmt und er dann bis Januar frei bleibt. Das trieb mir den Schweiß auf die Stirn und Tränen in die Augen. Denn Option eins ist keine Option für mich. Ich möchte mein Kind nicht mit 8,5 Monaten in die Betreuung geben – auch nicht für 10 Stunden in der Woche, wie es mir vorgeschlagen wurde – denn ich bin ja Zuhause. Und ich habe ohnehin nur ein Jahr, das ich komplett mit ihm verbringen darf. Ich will das nicht. Allein der Gedanke fühlte sich an als würde man ihn mir wegnehmen, da die Entscheidung dafür ohne äußere Notwendigkeit (also bis Januar), nur aus „Zwang“ getroffen würde. Option zwei dürfte unrealistisch sein, sobald klar ist wer einen Kita-Platz bekommt und wer nicht.

    Wie ich nunmal bin, machte ich mir direkt tausend Gedanken. Überlegte hin und her, kaute dem Freund ein Ohr ab. Der fand die Idee den Kleinen so früh einzugewöhnen auch doof. Er würde ihn am liebsten länger als ein Jahr zuhause behalten wollen, da sind wir uns einig. Geht halt nicht, aber das ist ein anderes Thema.
    Wir entschieden, dass wir die Platzvergabe abwarten und im Zweifelsfall den Rechtsanspruch geltend machen würden. Aber so richtig beruhigend war das halt auch nicht.

    Das ließ mir keine Ruhe und ich überlegte grob einen Plan. Ich beschloss die KiTas anzurufen, bei denen noch nicht klar war, dass wir keinen Platz bekommen, sollten die mir keine positive Auskunft geben, würde ich beim Tageselternverein nach anderen Tagesmüttern fragen. Hat ja auch irgendwie Vorteile gegenüber einer KiTa. Ist das nicht erfolgsversprechend, lassen wir uns rechtlich beraten. Soweit der Plan.

    Das zog sich nun zwei Wochen, weil ich immer irgendjemanden nicht erreichte. Der Leiter einer der Wunsch-KiTas, riet mir den Betreuungsplatz in der Großtagespflege anzunehmen. Er könne uns zwar nicht ab-, aber auch nicht zusagen. Für den nächsten freien Platz (ab März) gehe die Zusage erst im September raus. Meldet sich da ein Geschwisterkind oder jemand vor uns auf der Liste benötige den Platz noch, haben wir keine Chance. Bäh.

    Blieb die zweite Wunsch-KiTa, die vom Gefühl her ohnehin einen Hauch vorne lag. Heute habe ich endlich jemanden erreicht.

    Wir bekommen einen Platz!!!!

    Ich war am Telefon so perplex. Ich wollte nur die Chance erfragen und hatte nicht wirklich mit einer verbindlichen Auskunft gerechnet. Ich bedankte mich tausend Mal und vergoss ein paar Tränen nach dem Auflegen. Wir haben einen Platz! In einer schönen KiTa, fünf Minuten zu Fuß entfernt, in der ich mich sofort sehr wohl fühlte. Die Räume sind schön gestaltet, sie liegt nicht an der Hauptstraße und es gibt ein tolles Außengelände und einen Gymnastikraum! Und das Beste: der ü3-Platz ist auch sicher! Das ist hier nämlich nicht in jeder Einrichtung so. Ich kann unser Glück kaum fassen.

    Einziges Manko ist, dass es keine Ganztagesplätze gibt. Für den Anfang würde ich es eh nicht wollen, aber allein die Möglichkeit zu haben, wäre schön. Egal, völlig egal. 

    Wir kriegen einen Platz!

    KiTa-Wahnsinn

    Ich habe bei Freundinnen schon im Vorfeld mitbekommen wie schwierig es zum Teil ist einen KiTa-Platz zu bekommen. Aus diesem Grund habe ich bereits in der 15. Woche Anmeldungen an sämtliche KiTas in der Umgebung abgegeben.

    Wer aufgepasst hat, weiß, dass ich das  gar nicht sehr viel früher hätte machen können. Man stelle sich eine Anmeldung vor und in Feld Geburtsdatum steht dann „Voraussichtlich xx.xx.20xx, sofern es geklappt hat“.

    Zum Teil haben wir jetzt schon die Mitteilung erhaltem, dass wenn wir bis September 2018 keinen Platz bekommen, sofern nicht jemand abspringt oder wegzieht. Und das ist richtig Scheiße.

    Ich würde so gerne länger Zuhause bleiben, aber es ist leider keine Option. 

    Es war von vorneherein klar, dass ich nicht länger werde Zuhause bleiben können. Finanziell ist es nicht drin und auch beruflich wäre es nicht gerade klug, da ich eine richtig gute Stelle verlieren würde. (Ich werde nicht gekündigt, aber mein aktueller Arbeitsplatz wird nicht auf ewig freigehalten und ich müsste dann etwas anderes machen und vielleicht auch wo anders hin, was auch wieder negativen Einfluss auf die Gestaltung meines Arbeitsplatzes und der Arbeitszeit hätte auch in Bezug auf Homeoffice.)

    Ich dachte ganz naiv, wenn ich das jetzt schon weiß, auxh schon vor der Schwangerschaft, kann ich mich darauf einstellen und es wird mir dann leichter fallen. Hört ihr mich lachen!? Mir wird jetzt schon ganz heulig, wenn ich daran denke, mein Baby nicht mehr die ganze Zeit bei mir zu haben. Vielleicht ändert sich das noch, aber aktuell bricht es mir das Herz. Mir, für den Stöpsel wird das sicher super. Wenn, ja WENN er denn einen Betreuungsplatz bekommt, denn dann steht derzeit noch in den Sternen. 

    Und neben dem OB steht die Frage WELCHEN Betreuungsplatz er bekommt. Es gibt 2 Einrichtungen, die mir richtig, richtig gut gefallen. Dort habe ich mich räumlich wie personell gleich sehr wohlgefühlt. Andere wären Kompromisse, ebenso wie die zwei Tagesmütter, die wir bereits kennengelernt haben. Eine finde ich aber herzlich, bin mit der Aufhebung aber nicht so glücklich und auch sprachlich habe ich bedenken, da sie zwar deutsch spricht, aber man deutlich merkt, dass es nicht ihre Muttersprache ist. Mich persönlich stört das nicht, aber im Hinblick auf meinen einjährigen Sohn, der gerade anfängt zu sprechen und einige Stunden des Tages dort verbringen soll, brachte der Freund ein paar Bedenken hervor. Bei der anderen Tagesmutter gefielen uns die Räumlichkeiten besser, sie war nett, aber es wirkte etwas verkrampft.

    Jetzt ist es ja eh nicht so als könnten wir wirklich wählen. Und im Notfall müssen wir nehmen, was wir kriegen und uns weiter bewerben, falls wir gar nicht glücklich damit sein sollten.

    Es ist doch ein Irrsinn, dass man sich überhaupt so früh Gedanken machen und am Ende froh und dankbar sein muss, wenn man überhaupt einen Platz 3 Monate später als benötigt, bekommt. An den ü3 Platz mag ich gar nicht denken, das ist nämlich auch so ein Thema, da der nicht in jeder KiTa garantiert ist…

    Und unsere Gemeinde ist echt gut aufgestellt und sehr bemüht den Bedarf zu decken. Auf 12.000 Einwohner kommen insgesamt 90 U3 Plätze. Aber sie geburtenstarken Jahrgänge machen sich bermerkbar. Aktuell wird versucht bis zum Herbst 2 weitere Gruppen zu schaffen, ob das klappt, steht noch in den Sternen.

    Im Mai wissen wir dann mehr. Ein paar Daumen waren toll. 

    Hat schon jemand Erfahrungen mit dem Rechtsanspruch gemacht? Wie läuft das denn? 

     

    Schlaflos

    Es fing schon am Ende der Schwangerschaft an, dass ich nachts nicht mehr durchschlafen konnte. Wie das halt so ist, schlich ich erst einmal, dann öfter zur Toilette. Das wusste ich vorher schon, aber ich schlief problemlos wieder ein. Damit war die Woche vor der Geburt Schluss. Mein Körper war müde, aber ich lag wach. Über Stunden.

    Wie man sich vielleicht denken kann und der Titel vermuten lässt, hat sich das mit dem Baby nicht gerade geändert.
    Was aber nicht mal dem Baby zuzuschreiben ist!

    Bis auf wenige Ausnahmen schläft er nachts ganz gut. Er hat eine längere Schlafphase und kommt danach alle paar Stunden für einen kurzen Stop an der Milchbar. Und schläft dann, bis auf ein paar wenige Male, wieder ein.
    Die ersten Wochen schlief ich abends, sobald er schlief. Ich wartete geradezu darauf, denn ich war meist noch vor ihm müde. Jetzt gehe ich gegen 22 / 22:30 Uhr ins Bett. Mit dem Schlafrhythmus komme ich wunderbar klar und die Müdigkeit hielt sich wirklich sehr in Grenzen.

    Der kleine Mann möchte meist zwischen 3 und 4 Uhr noch einmal trinken. Kaum beginnt er zu schnorcheln, liege ich neuerdings wach. Manchmal über Stunden.
    Ich finde einfach nicht zurück in den Schlaf. Bewusst atmen, die Augen geschlossen halten, Schafe zählen – nichts hilft. So drehe ich irgendwann meine Internetrunde oder mache lautlose Dinge, zu denen ich tagsüber nicht komme. Bloggen zum Beispiel. (Wobei mich dabei dann doch irgendwann die Müdigkeit überfällt und deshalb zig unfertige Posts in den Entwürfen schlumnern.)
    Zwischen 5 und 6, kurz vor dem nächsten Stillen, schlafe ich ein. Das ist reuchlich ungünstig.
    Besonders, wenn der kleine Mann den Tag mal ganz früh beginnen lassen möchte.

    Ich habe dieses Jahr nicht einmal länger als 5 Stunden am Stück geschlafen. Das ist ok, aber diese Wachphasen machen mich fertig. Ich bin verspannt, habe Kopfschmerzen, kann mich schlecht konzentrieren und bin müde. Geistig wie körperlich. Ich muss echt aufpassen, dass ich mir nicht selbst auf die Augenringe trete.

    Der erste Tag alleine

    Ich hatte die Befürchtung, dass der kleine Mann meine Nervosität riechen könnte und die Nacht zum Tag macht, aber im Gegenteil, bereitete er uns eine echt erholsame Nacht. 

    Ich stand morgens mit dem Freund auf, das Baby schlief noch ein bisschen und ich konnte mich in Ruhe anziehen, Haare machen, die Zähne putzen und mir meinen Malzkaffee (bäh!) zubereiten. Yeah! Das sind Dinge, für die ich auch schon den halben Tag brauchte. Mir kann heute keiner mehr was!

    Der Freund verabschiedete sich als das Baby zu moppern begann. Nach einem Boxenstopp gab es für uns beide erst einmal Frühstück im Bett. Der kleine Mann war unheimlich gut drauf. Ich spielte ein bisschen mit ihm bis er sein zweites Frühstück einforderte und anschließend auf mir einschlief. Ich liebe das sehr! Es ist so schön, wenn er sich richtig ankuschelt und man spüren kann wie er immer mehr entspannt. Da wird es mir richtig warm ums Herz.

    Oh wait! Da wurde es wirklich warm! Ich weiß immer noch nicht wie er das anstellt, aber da hat er Houdini-mäßig neben die Winde gepullert. Reife Leistung, kleiner Mann!
    Kostümwechsel für uns beide! Zum Glück hatte ich ihn noch nicht tagfein gemacht. Umgezogen ließ er sich sogar kurz ablegen und ich konnte mich umziehen.

    Es sind die kleinen Dinge, die zählen. Denn ich habe ein Baby, das sehr gerne bei Mama ist oder zumindest immer jemanden um sich wissen will. Da sind solche Momente wirklich besonders.

    Ein wenig Haushalt mit Baby im Arm ging auch und dann wurde wieder gespielt. Inzwischen ist der kleine Mann deutlich aufmerksamer, und schaut sich mit großen Augen um.
    Nach einem Schläfchen ganz ohne dauernuckeln (yeah!), Wird wieder gespielt.
    Der kleine Mann ist heute bester Laune. Er steht auf Musik und wird richtig aufmerksam. Als ich ihm ein Lied vorsang, das ich in der Schwangerschaft oft hörte, schenkte er mir eim breites Grinsen.
    Das sind diese Momente! Hormone, Muttetglück, nennt es wie ihr wollt, aber da flossen erstmal ein pasr Glückstränen. Ich kann es noch immer nicht fassen! Der gehört jetzt zu uns! ❤

    Den restlichen Vormittag verbringen wir mit Stillstopps und kurzen Schläfchen. Irgendwann kam ich auf die Idee ihm ein Spucktuch über due Augen zu legen und zack, fand er zur Ruhe. Ich konnte ihn sogar ins Beistellbett legen und mir Mittagessen warm machen bis er merkte, dass ich nicht da bin. Nochmal kurz stillen und schon schlief er weiter, insgesamt gute 2 Stunden. Ohne mich geht es nicht, aber das ist ok.

    Ein kurzer Spaziergang zur Spotheke, Bank und Post war auch drin und schon war der Freund wieder Zuhause.

    Viel geschafft habe ich nicht, aber es war auch nicht mein Ziel. Im Gegenteil. Ich wollte einen ganz entspannten ersten Tag mit meinem Baby verbringen und das ist uns gelungen. Ich denke, mit der Zeit werden die Freiräume größer und der Alltag wird uns schnell genug einholen.

    Die Wollmäuse fühlen sich ganz wohl und noch stört es mich noch nicht so sehr. Ich genieße es so sehr, wenn er mich angrinst, such an mich schmiegt oder seine kleinen Händchen fest in meinen Pullover krallt, während er mich beim Stillen ganz intensiv anblickt. Dann gibt es nichts, das wichtiger sein könnte.