Wie ich mal zum Zahnarzt ging

und mit dem Tipp mein Kind schreien zu lassen nach Hause ging.

Eigentlich wollte ich den Kontrolltermin beim Zahnarzt nur nutzen, um mich darüber zu informieren, welches Vorgehen meine Zahnärztin bezüglich des Fluoridisieren empfiehlt.
Ich hatte mich vorab schon mal ein bisschen belesen. Letztlich werden zwei Wege empfohlen: entweder soll das Baby über Tabletten mit Fluorid versorgt werden oder ab Durchbruch des ersten Zahnes mit eben mit einer fluoridhaltigen Zahncreme geputzt werden.
Eine Freundin arbeitet bei einem Kieferorthopäden, der letzteres empfiehlt. Hörte sich ganz gut an, aber fragen kann man ja mal.

Also wie ich da so saß, fragte ich die Zahnärztin, wie sie denn da in der Regel vorgeht.
Sie empfiehlt interessanterweise den Weg, den laut dem o.g. Link die Kinderärzte gehen. Fluoridtabletten im ersten Lebensjahr, aber nur, wenn kein Mineralwasser zu trinken gereicht wird, da dieses meist viel Fluorid enthalte und das dann zuviel sei. Auf (fluoridhaltiges) Salz solle im ersten Lebensjahr ohnehin verzichtet werden. Sobald ein Zahn da sei, soll dieser nur mit Wasser und einer Kompresse oder einem Läppchen gereinigt werden. Einmal am Tag muss, alles andere ist nett und gut, um das Kind daran zu gewöhnen. Das darf man ruhig auch schon machen, bevor die Zähnchen da sind.
Als Zahncreme empfiehlt sie das Weleda Zahngel, da es fluoridfrei ist und nicht schmeckt. Erst wenn die Kinder zuverlässig ausspucken, solle die Zahncreme mit Fluorid verwendet werden. Ebenso müsse man nach dem ersten Lebensjahr die Umstände betrachten. Trinkt das Kind Leitungswasser oder Mineralwasser? Wird Salz mit oder ohne Fluorid verwendet? Entsprechend sollen dann weiterhin Tabletten gegeben werden oder eben nicht.
Ich fragte ein bisschen verwundert nach, woraufhin sie erklärte, dass sie das für sinnvoller halte, weil so die ausreichende Fluoridisierung gewährleistet sei und so weder zu viel noch zu wenig Fluorid aufgenommen werde.

Obendrauf gab sie mir Virbucol-Zäpfchen und Osanit und Chamomilla-Globuli seien super bei Zahnungsschmerzen. Dentinox ginge auch, aber wegen der betäubenden Wirkung bitte nur, wenn alles andere nicht mehr hilft und nur sparsam verwenden. Bernsteinkettchen gäbe es auch. Dazu könne sie nichts sagen, aber probieren könne man auch das.

Soweit, so gut. An dieser Stelle war meine Frage (zwar ohne richtige Begründung, aber da scheiden sich ja die Geister) beantwortet. Das sah sie wohl anders. Denn es folgte ein Vortrag darüber, dass mit einem Jahr definitiv Schluss sei mit dem Stillen. Kinder, die dann noch gestillt würden, wären in ihrer Kartei rot markiert, da diese nach ihrer Erfahrung anfälliger für Karies seien. Generell sollten Kinder nachts nicht viel trinken, egal ob Wasser oder Milch. Und auf gar keinen Fall gesüßte Tees!

Und es wäre nun auch Zeit Brei zu füttern, denn mit 5 Monaten reiche die Milch nicht mehr aus. Ich könne noch weiter stillen, das sei auch gut für die Ausbildung des Kiefers und der Muskulatur, aber ich solle bitte an die Allergieprävention denken und dann jetzt mal anfangen.

Ich sagte dazu nichts. Ging auch nicht, schließlich fummelte sie mir mit allerhand Gerätschaften im Mund herum. Ich hätte Zahnfleischbluten. Richtig, habe ich. Irgendwie immer ein bisschen. Aber momentan halt ein bisschen mehr. Zumindest, wenn man mein Zahnfleisch mit scharfen Gegenständen piekst. Das könnte auch auf die Hormone zurückzuführen sein. Wir beobachten das. Aber wahrscheinlich komme ich auch gerade einfach nicht dazu die Zähne so intensiv zu pflegen wie bisher.

Und das ist der Punkt, an dem ich einfach mal hätte nicken und lächeln sollen. Aber nein.. „Es wird schon wieder viel besser. Anfangs war das echt eine Herausforderung sich täglich anzuziehen und die Zähne zu putzen. Immer sagen alle, dass Babys so viel schlafen, dass sie es nur tun, wenn du dabei bist, erzählt niemand.“

Fehler. Großer Fehler.

Es folgten große Augen, ein ernster Blick und die dringende Empfehlung dieses Verhalten zu beheben. Wenn sie sich daran gewöhnen würden, die Kleinen, dann bekäme man das nicht mehr raus. Sie könne mir da wärmstes „Jedes Kind kann schlafen lernen“ empfehlen. An der Stelle unterbrach ich sie dann und erklärte, dass ich von Schlaftrainings nicht viel halte, schon gar nicht bei einem 5 Monate alten Baby.
Das hinderte sie aber nicht mir zu erzählen, dass sie das Programm bei ihrer Tochter zwei Mal durchgezogen habe und der hätte es auch nicht geschadet.

Super fand ich, dass die Zahnarzthelferin, sobald die Ärztin den Raum verließ, mit dem Kopf schüttelte und meinte „Die müssen das lernen. Pf. Ich habe meine Tochter immer in den Schlaf gewiegt. Anders schlief sie nicht. Damals hat es mich oft genervt, aber jetzt vermisse ich es manchmal.“

Das ist echt interessant, denn ich habe nun schon öfter die Erfahrung gemacht, dass Ärzte gerne den „konsequenten“ Weg empfehlen, die Arzthelferinnen eher emotional unterwegs sind. Auch mein Frauenarzt empfiehlt das Buch und nach einem Zeitrhythmus zu stillen oder (der Klassiker!) das Kind nicht zu verwöhnen. Er sagt auch, dass vorgeburtlicher Stress keine Auswirkung auf das Kind habe und es für das Kind völlig unerheblich ist, ob es vor der Geburt per Kaiserschnitt Wehen erlebt hat oder nicht.
Sehe ich anders. Ich habe keine wissenschaftlichen Belege dafür. Brauche ich auch nicht unbedingt, denn mit dem, was ich tue, schade ich meinem Kind nicht.

Und durch verschiedene Quellen weiß ich auch, dass einige Aussagen schlichtweg Mumpitz sind. Aber immerhin da habe ich inzwischen gelernt zu lächeln, nicken und so weiterzumachen wie ich es für richtig halte. (Von denen kommt nämlich keiner nachts vorbei und trägt mein wild brüllendes Kind in den Schlaf, weil es nun alleine schlafen muss und auch nicht mehr stillen braucht.)

Gebucht

Wir haben endlich Urlaub gebucht!

Mitte Juni sind wir damit äußerst früh dran, aber gut Ding will Weile haben. 
Freue mich Baby Meer zu zeigen.
Eigentlich wollte ich das schon im Januar erledigt haben, aber dann kam das Baby und wir waren unentschlossen. Auch, weil unser Baby Auto fahren zu hassen schien, was für all unsere Urlaubsideen ein k.o.-Kriterium war.

Unentschlossen waren wir bis vor 3 Tagen immer noch. Ich wäre unheimlich gerne in die USA geflogen, aber ich komme schlichtweg nicht dazu eine Route zu planen und da sollten wir nun wirklich langsam buchen. Außerdem weiß ich nicht so recht, ob der kleine Spatz eine Rundreise so toll finden würde.

Andere Ideen waren Mallorca mit einer Finca und Mietwagen, um das Rundreiseding im Kleunen anzutesten. Oder Italien, weil der Weg nicht so weit ist und wir ewig nicht mehr dort waren. Oder Holland. Holland und wir, das ist Liebe. Aber es ist eben nicht gleich ums Eck.

To make a long story short:
Wir fahren nach Holland!

Noch etwas zu finden, war gar nicht so leicht.
Der Traum wäre ein Häuschen direkt am Meer oder mit Garten gewesen, aber das ist leider viel zu teuer oder wir zu spät dran. Irgendwann!
Außerdem möchte ich nicht 800 km fahren und eine gute Ausgangslage für Städtetrips nach Amsterdam und Den Haag haben.
Am Ende haben wir eine hübsche Wohnung gefundeb, die nur 5 Minuten zu Fuß vom Meer entfernt ist. Alles, was man so braucht, gibt es drumherum und sogar ein Streichelzoo und ein Schwimmbad sind ganz in der Nähe. Perfekt!

Ich freue mich so unheimlich darauf dem kleinen Mann das Meer zu zegen. Unser erster Urlaub als Familie. 💙

Vor der Autofahrt habe ich Respekt und ich weiß auch noch nicht wie wir all den Kram in mein kleines Auto bekommen wollen, allein die Menge an Kleidung dürfte beachtlich sein, schließlich muss man im September auf jedes Wetter vorbereiten, aber mit meinen Tetris-Skills wird das schon irgendwie klappen.

Momente mit Seltenheitswert

Es passieren noch Wunder. 

Der kleine Mann verweigerte heute Morgen den Schlaf. Das war etwas ungünstig, weil um 9.45 Uhr der Sportkurs mit Baby losging. Der Kleine machte aber wunderbar mit. Trotz Augenringen des Todes wollte er, anders als die anderen Babys, aber nicht einschlafen. Das tat er dann – hier das Wunder – im Auto. Ohne einen Mucks. Es sah zu niedliche aus wie er mit seinem Spielzeug in den Händchen einfach weggenickt ist.

Weniger geschickt war dann, dass die Fahrt nur 10 Minuten dauert.

Also in die Trage und hoffen. Und ja, er schlief tatsächlich weiter. Also die Chance nutzen ein paar Überweisungen zu machen und mir etwas zu Essen zuzubereiten. Und jetzt sitze ich verschwitzt und ungeduscht, aber mit leckerem Essen und einer Folge Grey’s Anatomy und dem schlafenden Baby in der Trage auf dem Sofa. Es könnte schlechter sein. 😉

Zusage!

Die schriftliche KiTa-Zusage ist da. Wir bekamen ja bereits mündlich die Zusage, aber schriftlich fühlt sich das doch noch besser an. Ehrlich gesagt war ich die letzten Tage ziemlich nervös, sie könnte ja beim Lesen in der Zeile verrutscht sein.

​In dieser KiTa wird erst ab dem ersten Geburtstag eingewöhnt, den Platz bekommen wir zum 1. Februar. Wir planen 6 Wochen Eingewöhnungszeit ein. Daher werde ich die Elternzeit um 2 Monate verlängern. Das geht die 2 Monate schon irgendwie. Besser als auf unbestimmte Zeit und mit Bibbern, ob es dann mit meinem Arbeitsplatz weiterhin so klappt.

Außerdem habe ich so zwei Monate mehr mit meinem Sohn und darüber freue ich mich gerade riesig! 

Ich fühle mich direkt so erleichtert. Nun können wir das Thema abschließen, das Zittern hat ein Ende. Ich kann meinem Arbeitgeber mitteilen, wann ich wieder einsteige, wie viel ich arbeiten werde und das Home Office planen.

Mit der Zusage kam auch direkt die Einladung zum ersten Elternabend und zum KiTa-Fest. Kann man da sein Baby zum Elternabend mitnehmen? Sonst wird der Freund alleine gehen müssen.

Allein, allein

Der Freund bekam die Möglichkeit an einem Lehrgang in Frankfurt teilzunehmen und so verbrachten der kleine Mann und ich viel früher als geplant ein paar Tage ohne Papa. Allein, allein.

Ehrlich gesagt war ich davon gar nicht begeistert, aber was muss, das muss. Und immerhin waren es auch nur 2 Nächte. Meine Sorgen im Vorfeld waren absolut unbegründet. Wir beide haben das ganz gut hin bekommen, würde ich sagen. Ich bin müder als sonst, das kann aber auch daran liegen, dass der kleine Mann leider seine Schlafintervalle deutlich verkürzt hat. Außerdem ist das Wetter richtig schlecht, da komme ich nie in Fahrt und auch dem Kleinen scheint das und der Frischluftmangel (ja, mir war das zu kalt und nass da draußen) aufs Gemüt zu schlagen.

Eigentlich war es sogar ganz schön, nur wir zwei. Wir haben viel gestillt & gekuschelt. Und ich weiß jetzt, dass es klappt, wenn es muss. Aber ich bin auch sehr froh darum, dass es nicht immer muss! Uns fehlt nach wie vor Routine und ein Rhythmus, aber ich war jeden Tag angezogen, habe die Zähne geputzt und gegessen habe ich auch. Gelegentlich waren sogar kleine Aufgaben im Haushalt drin. Es wird also. Wie man so zum Duschen kommen soll ist mir jedoch nach wie vor echt ein Rätsel.

KiTa-Wahnsinn Teil II

Oder vielmehr Betreuungswahnsinn Teil 2

Nachdem mir letzte Woche die Großtagespflege anrief und mitteilte, sie hätten einen Platz für unseren Zwerg, aber nur,wenn wir ihn bereits zum 1. Oktober eingewöhnen oder sonst niemand den Platz nimmt und er dann bis Januar frei bleibt. Das trieb mir den Schweiß auf die Stirn und Tränen in die Augen. Denn Option eins ist keine Option für mich. Ich möchte mein Kind nicht mit 8,5 Monaten in die Betreuung geben – auch nicht für 10 Stunden in der Woche, wie es mir vorgeschlagen wurde – denn ich bin ja Zuhause. Und ich habe ohnehin nur ein Jahr, das ich komplett mit ihm verbringen darf. Ich will das nicht. Allein der Gedanke fühlte sich an als würde man ihn mir wegnehmen, da die Entscheidung dafür ohne äußere Notwendigkeit (also bis Januar), nur aus „Zwang“ getroffen würde. Option zwei dürfte unrealistisch sein, sobald klar ist wer einen Kita-Platz bekommt und wer nicht.

Wie ich nunmal bin, machte ich mir direkt tausend Gedanken. Überlegte hin und her, kaute dem Freund ein Ohr ab. Der fand die Idee den Kleinen so früh einzugewöhnen auch doof. Er würde ihn am liebsten länger als ein Jahr zuhause behalten wollen, da sind wir uns einig. Geht halt nicht, aber das ist ein anderes Thema.
Wir entschieden, dass wir die Platzvergabe abwarten und im Zweifelsfall den Rechtsanspruch geltend machen würden. Aber so richtig beruhigend war das halt auch nicht.

Das ließ mir keine Ruhe und ich überlegte grob einen Plan. Ich beschloss die KiTas anzurufen, bei denen noch nicht klar war, dass wir keinen Platz bekommen, sollten die mir keine positive Auskunft geben, würde ich beim Tageselternverein nach anderen Tagesmüttern fragen. Hat ja auch irgendwie Vorteile gegenüber einer KiTa. Ist das nicht erfolgsversprechend, lassen wir uns rechtlich beraten. Soweit der Plan.

Das zog sich nun zwei Wochen, weil ich immer irgendjemanden nicht erreichte. Der Leiter einer der Wunsch-KiTas, riet mir den Betreuungsplatz in der Großtagespflege anzunehmen. Er könne uns zwar nicht ab-, aber auch nicht zusagen. Für den nächsten freien Platz (ab März) gehe die Zusage erst im September raus. Meldet sich da ein Geschwisterkind oder jemand vor uns auf der Liste benötige den Platz noch, haben wir keine Chance. Bäh.

Blieb die zweite Wunsch-KiTa, die vom Gefühl her ohnehin einen Hauch vorne lag. Heute habe ich endlich jemanden erreicht.

Wir bekommen einen Platz!!!!

Ich war am Telefon so perplex. Ich wollte nur die Chance erfragen und hatte nicht wirklich mit einer verbindlichen Auskunft gerechnet. Ich bedankte mich tausend Mal und vergoss ein paar Tränen nach dem Auflegen. Wir haben einen Platz! In einer schönen KiTa, fünf Minuten zu Fuß entfernt, in der ich mich sofort sehr wohl fühlte. Die Räume sind schön gestaltet, sie liegt nicht an der Hauptstraße und es gibt ein tolles Außengelände und einen Gymnastikraum! Und das Beste: der ü3-Platz ist auch sicher! Das ist hier nämlich nicht in jeder Einrichtung so. Ich kann unser Glück kaum fassen.

Einziges Manko ist, dass es keine Ganztagesplätze gibt. Für den Anfang würde ich es eh nicht wollen, aber allein die Möglichkeit zu haben, wäre schön. Egal, völlig egal. 

Wir kriegen einen Platz!

Tagebuchbloggerei 4/2017

1:54 Uhr – Es moppert neben mir. Da hat wohl jemand Hunger! Also Händchen lüften und los geht’s. 

3:17 Uhr – Windelalarm. Der Freund quält sich aus dem Bett, um sich der Aufgabe anzunehmen. Ich nutze die Zeit, um meine Blase zu leeren und meine Eisentablette zu nehmen. Ich Stille nochmal und mache den Fehler den kleinen Mann ins Beistellbett zu legen. Zack! Da sind die Augen offen. Also gut, alles von vorne! Stillen,kuscheln,neben mich ins Bett legen – schläft.

6:45 Uhr – Hunger! Also das Kind! Ich bin noch müde, aber die Versuche im Liegen zu stillen, werden vom Baby torpediert. Andocken, andocken, meckern, weil wegen Brust raus. Dazu wildes rumrudern mit Armen und Beinen. Nach gut, dann sind wir eben wach. Guten Morgen! Ich werde breit angegrinst und schon ist die Welt wieder in Ordnung.

7:10 Uhr – Ich beobachte wie der Freund und der kleine Mann ein bisschen spielen. Ich liebe das so sehr! Außerdem unterhalten wir uns über die Betreuung für den Kleinen ab nächstem Jahr. Wir wünschen uns beide, ich könnte länger Zuhause bleiben,aber ist nicht. Wir treffen eine Entscheidung und hoffen, dass sich alles fügen wird. Freitag wissen wir ein bisschen mehr. 

Ich ziehe mich an und bereite das Frühstück vor.

8:10 Uhr – Der Freund verlässt die Wohnung. Das kleine Milchmonster und ich sind alleine. Bevor wir uns ins Bett kuscheln und frühstücken, entferne ich den Schnoddder aus seiner Nase. Schnupfen bei Babys gehört verboten! Der Kleine döst ein bisschen, ich surfe im Internet.

9:20 Uhr – Es knattert ordentlich in des Baby Büxe. Zeit für ein Outfitwechsel. Anschließend überlasse ich das Baby sich selbst, das wie verzaubert aus dem Fenster starrt, während ich Body und Schlafanzug auswasche. Ich mache mir noch schnell ein Marmeladenbrot und kuschle mich noch einmal zum Baby.

10:09 Uhr – Warten auf DHL, das meine Testtrage bringen soll. Ichwarte sehnsüchtig darauf, möchte aber auch gerne an die frische Luft. Beeil dich, DHL-Mann! Der Kleine geht währenddessen seiner Lieblingsbeschäftigung nach, dem Stillen. Dabei döst er wieder ein, erwacht wimmernd, stillt und schläft. Ich versuche mein analoges Tagebuch mit Erinnerungen zu füllen. ich hinke da mittlerweile echt hinterher. 

11:23 Uhr – DHL klingelt, das Baby schläft auf mir. Babyschlaf ist heilig, also ignoriere ich die Klingel. Gehe ich eben später zur Post. Kurz darauf klingelt das Smartphone. Eine mir unbekannte Nummer ruft an. Echt jetzt?! Mein Kind schläft! Ich lese noch ein bisschen bis der kleine wach wird. Windelwechsel.

Wir spielen ein bisschen und machen Quatsch. Aber heute ist der Kleine nicht so gut drauf, liegt vermutlich an den kurzen Schläfchen. Nun gut, lässt sich nicht ändern. Ich gehe zum Briefkasten u d hole die Post. Das Paket  s steht sogar im Hausflur, juhu! Und der bestellte Schnuller ist endlich da. Ich probiere gerade sämtliche Marken, Formen und Materialien aus, in der Hoffnung den einen Schnuller zu finden, den der Bub nicht nur im richtigen Moment und Winkel akzeptiert. Ich werfe den Schnuller in den Topf zum stetilisieren und ein paar Pommes in den Ofen. 

Mit Pommes und Kind verziehe ich mich aufs Sofa, wo wir – Überraschung! – stillen. Während der Kleine einschläft, lese ich weiter an meinem Buch.

14:30 Uhr – Wir wursteln uns so durch den Tag. Mein letzter Versuch das Baby z einem richtigen Nickerchen zu bewegen, endet in einem gemeinsamen Mittagsschlaf.

16:30 Uhr – Ein Vibrieren dringt in die Tiefen meines Unterbewusstseins. Das Smartphone! Wieder die unbekannt Nummer. Ich habe einen Bürostuhl bestellt, dessen Lieferung für den 10. April avisiert sei. Äh, nein?! Nach einer Weile komme ich drauf, dass es sich hierbei um den Bürostuhl für mein Home-Office​ sein muss. Da ist mein Arbeitgeber aber etwas fix, wo ich frühestens Anfang 2018 zurückkommen werde. Er kläre das noch Mal. Okay, danke.

Da wir dann schon Mal wach sind, wickle ich den kleinen Grinsekater und stille seinen unbändigen Appetit. Dazwischen machen wir Quatsch miteinander. Ach, wie ich dieses Grinsen liebe!

18:30 Uhr – Papa ist da! Große Freude bei Baby und mir! Und er kommt genau rechtzeitig zum nächsten Windelwechsel. Wir packen den inzwischen etwas unleidigen Kerl ein und besorgen und etwas Schnelles zum Essen. Der Freund hat nämlich keine Lust zu kochen und ich kam nicht dazu.

Nach dem Essen verschwinde ich unter die Dusche. Beim Ausspülen der Haare höre ich den Kleinen weinen. Hmpf. Es ist halt doch schon spät. Der Papa wirds schon richten. 

Aber so richtig beruhigen kann er ihn doch nicht. Da hat wohl wieder der Hunger zugeschlagen und siehe da, nach einem kleinen Snack kann man auch wieder lachen.

20:00 Uhr – Wir spielen noch ein bisschen miteinander, ich verabreiche noch einmal Salzwassertropfen, bevor wir den Schleim absaugen und unseren kleinen Mann bettfertig machen. 

Um 20:35 Uhr sitze ich nun mit stillendem Baby im Bett und hoffe, dass es bald ins Land der Träume findet.

Gar nicht mal so spannend, mein Tag. Ich kam heute wirklich zu nichts. Vielleicht wird es morgen wieder etwas produktiver.

Weitere Tagebuchblogger einen gibt es wie immer bei Frau Brüllen

Tagebuchbloggerei 3/2017

Es ist der 5. März 2017. Und wir alle wissen inzwischen, was der 5. jeden Monats bedeutet: es ist #WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag) -Tag.

Der kleine Mann ist genau 7 Wochen alt.

Der Tag beginnt kurz vor acht mit einem moppernden Baby. Tag und Nacht definiere ich inzwischen nach hell und dunkel, denn dieses „Tag bzw.Morgen ist, wenn ich geschlafen habe“, das geht jetzt nicht mehr. Sonst wäre der Morgen um halb 1 angebrochen. Und dann um kurz nach drei für eine Stunde, in der das Baby nach einem Stopp an der Milchbar hellwach mit der Sonne, äh dem Mond um die Wette strahlte. Ist schon echt putzig, auch mitten in der Nacht! Danach verlieren sich die Unterbrechungen (ich glaube, es war eine Weitere mit Unruhe im Baby) in einem Dämmerzustand.

Morgens erwachte also ein mopperndes Baby. Ich stillte ihn kurz und schickte die beiden Männer zum Wickeln. Die gewonnenen Minuten investierte ich in eine Dusche, Bürokram und die Recherche nach passenden Kumja-Adaptern für unsere dünneren Jacken.

Ich lausche immer Mal wieder und muss arg grinsen. Der Freund ist echt ein toller Papa. Da wird gesungen und Quatsch gemacht ohne Ende!
Im Anschluss stille ich den kleinen Mann nochmal und der Freund bereitet das Frühstück vor.
Der Kleine ließ sich sogar ablegen und so hatte ich für einen Teil des Frühstücks beide Hände frei. Es sind die kleinen Dinge, die zählen! Aber weil es ja unfair ist, wenn nicht alle etwas zu essen bekommen, forderte der Kleine auch einen Snack ein.

Inzwischen war es etwa 11 Uhr und eigentlich Zeit für ein Schläfchen. Leider fällt es dem kleinen Mann seit gestern schwer einzuschlafen und so machte er seinem Unmut Luft bis er irgendwann an mich geschmiegt etwa 30 Minuten einschlief. Der Freund und ich schauten währenddessen eine Folge The Good Wife.

Der Freund erzählte mir von einem Newsletter, indem es hieß, es sei nun Zeit für einen geregelten Tagesablauf. Wir lachten beide herzlich (aber schön wäre es schon) und freuten uns darüber, dass wir immerhin eine Abendroutine entwickelt haben. Alles andere regelt das Baby.

Der Kleine stillte noch eine weitere Runde und Rang mit dem Schlaf. Es wollte aber wieder nicht klappen. Wir machten einfach noch ein bisschen Quatsch und dann wurde es Zeit uns fertig zu machen. Wir hatten nämlich ein Spaziergangdate mit Freunden im Tiergehege.

Trotz Vorlaufzeit, kommen wir zu spät los. Zum Glück geht es unseren Freunden auch so. Ich hasse es unpünktlich zu sein.
Wir verbrachten zwei Stundenban der frischen Luft. Das tat so gut, trotz des Regens, der uns auf halbem Weg erwischte. Natürlich hatten wir den Regenschirm vergessen. Der hätte aber auch nicht viel gebracht so wie es windete. Der Wind fegte sogar durch meine super warme Jacke, direkt in die Knochen. Der kleine Mann verschlief alles in der Trage.

Gegen 16 Uhr machten wir uns auf dem Heimweg.
Zuhause kochte ich uns Tee und stillte den Zwerg. Der Freund kümmerte sich um unser Abendessen. Sehr lecker!

Nach dieser Stärkung bereiteten wir die Badewanne für den Kleinen vor. Samstag ist Badetag! Nach anfänglicher Skeosis, entspannte er sich wieder sichtlich. Was er aber noch mehr mag ist das Föhnen danach. Das ist einer der wenigen Momente, in denen er sich lang macht und jede Spannung verliert. Unter Protest zog ich ihm seinen Schlafanzug an und machte es mir auf dem Sofa bequem für die Einschlafstilleinheit. Diese zog sich aufgrund Babys Unruhe etwas hin. Am Ende schaffte ich es aber doch, ihn ins Land der Träume zu begleiten.

Und damit endet auch für mich der Abend, denn ich bin hundemüde. Gute Nacht!