7 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

du bist heute schon 7 Monate alt. Das sind 30 Wochen und 2 Tage.

Ich staune jeden Tag darüber wie groß du geworden bist. Im Bett nimmst du immer mehr Platz ein und du kommst mir so riesig vor. Bei der U5 wurdest du auf 68,5 cm gemessen und wehmütig habe ich die meisten Kleidungsstücke in 62 aussortiert. Größe 68 passt dir wir angegossen. Wir sind nun auch seit kurzem auf Windeln in Größe 4 umgestiegen.
Du hast richtig aufgeholt und die 8 Kilo Marke geknackt. Damit liegst du jetzt im absoluten Durchschnitt, daran hätte ich vor 3 Monaten nicht geglaubt. Ich liebe jede kleine Speckfalte an dir!

Du bist ein kleiner Scherzkeks. Ja, dir sitzt wahrlich der Schalk im Nacken. Ich glaube, niemand kann zeitgleich so schelmisch und verlegen Grinsen wie du. Wann immer sich eine Möglichkeit findet, nutzt du sie, du kleiner Quatschkopf! Du lachst und quietschst in den allerhöchsten Tönen und in einer Lautstärke! Beim Einatmen machst du manchmal Laute wie ein halb ersticker Kanarienvogel. Beim ersten Mal bin ich richtig erschrocken. Du hast schon verstanden, dass du die Aufmerksamkeit sicher hast, wenn du das machst und grinst dann immer ganz breit.

Seit neuestem hast du auch die tiefen Töne für dich entdeckt. Du brummst! Vor dem Einschlafen oder wenn du etwas möchtest. Je nachdem wie sehr du etwas möchtest oder manchmal auch nicht möchtest, schlägt das Brummen auch in ein Protestweinen mit Kreischen und vorgeschobener Unterlippe und Krokodilstränen um. Das ist schon reichlich putzig. Es ist schon erstaunlich wie wunderbar man mit dir kommunizieren kann.
Du brabbelst. „Errö“ hast du hinter dir gelassen und durch „mamamam“ und „bababab“ ersetzt. Das ist unfassbar niedlich und lässt mein Herz ein jedes Mal ein bisschen schneller schlagen. Ich glaube, damit meinst du wirklich uns. Ersteres äußerst du nämlich auch mal sehr energisch, wenn ich den Raum unerlaubterweise verlasse.
Du liebst es, wenn ich dich auf meinem Unterarm schaukeln lasse. Kannst du dich dabei auch noch im Spiegel beobachten, gibt es wirklich kein Halten mehr. Du steckst dir ganz aufgeregt deine Händchen in den Mund, jauchzt und gackerst vor Freude. Ich liebe dein Lachen! Es gibt wirklich nichts Schöneres!

Immer wenn ich schreibe, dass du etwas nicht gerne tust oder noch nicht kannst, belehrst du mich eines Besseren. Letzten Monat schrieb ich noch, dass du dich eigentlich nur drehst, wenn es gar nicht anders geht. Der Bericht war kaum getippt, da rolltest du los. Wenn ich dich auf deine Decke lege, kann ich manchmal gar nicht so schnell gucken, wie du dich umgedreht hast.
So verbringst du inzwischen die meiste Zeit in Bauchlage. Du spielst ganz andächtig mit allem, was du in die Finger bekommst. Du stützt dich auf einem Arm ab, um nach dem Objekt deiner Begierde zu greifen und greifst dabei auch über deinen Kopf. Manchmal ziehst du die Beinchen in Richtung Po und schlängelst dich rückwärts. Meistens drehst du dich aber einfach um dich selbst und ziehst dich in die Länge, bis du dein Ziel erreicht hast.
Du hast deine Füße als Spielzeug entdeckt. Du fasst dich an den Füßchen und kugelst dich hin und her, lutschst an ihnen herum und ziehst dir deine Söckchen aus. Nackte Füße magst du sowieso am liebsten. Wenn ich dich mit ihnen an der Nase kitzle, gackerst du vor Freude so doll, dass dein ganzer Körper bebt.

Du kannst dich sehr ausdauernd selbst beschäftigen, möchtest mich aber in deiner Nähe haben. Meist gibt es uns nur im Doppelpack, denn am liebsten verbringst du deine Zeit auf meinem Arm, meinem Schoß oder stillend. Ich genieße deine Nähe sehr und könnte jedes Mal dahinschmelzen, wenn du deinen Arm um meinen Nacken legst und dein Köpfchen an mich schmiegst. Du hast sogar einige Male auf meinem Bauch geschlafen, das ist ewig nicht mehr vorgekommen.

Apropos Schlaf: Vor dem Schlafen liest dir dein Papa nun eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Manchmal schläfst du sogar schon dabei ein. Natürlich stillend. Die Nächte sind wieder besser und tagsüber kann ich mich fast immer wegschleichen, wenn du schläfst. Nach 40 Minuten möchtest du noch einmal ein bisschen nuckeln, aber oft schläfst du dann einfach solange du schlafen willst. Einmal hast du sogar dein komplettes Schläfchen ohne Zwischenstopp geschlafen! Das ist so grandios!

Du möchtest sitzen! Wann immer du kannst, hebst du das Köpfchen in Rückenlage an oder ziehst dich selbst in den Sitz. Wenn du das geschafft hast, muss ich dich aber noch ein bisschen stützen, weil du nach vorne oder seitlich wegsackst. Du würdest am liebsten die ganze Zeit sitzen, aber noch kann ich dich mit einer halbliegenden Position vertrösten. Es nervt dich, dass du es noch nicht richtig klappt, besonders wenn du in der Newborn-Schale liegst. Dann hebst du den Kopf an und wirst richtig wütend. Erst wenn wir dich auch dieser misslichen Lage befreien, schenkst du uns ein breites Grinsen.

Du hast zum ersten Mal etwas anderes als Muttermilch zu essen bekommen. Meistens bekommst du einfach ein bisschen Obst oder Gemüse in die Hand gedrückt und kannst dich daran austoben. Du findest das sehr spannend, probierst alles. Du möchtest gerne mitessen und forderst uns mit Brummen auf, dir auch etwas abzugeben, aber die Mengen, die du zu dir nimmst sind selbst bei Brei verschwindend gering. Wir stillen also immer noch voll.

Ich schrieb schon öfter, du würdest dies oder jenes üben, aber das stimmt so nicht. Meist bin ich ganz überrascht, weil erst eine Weile nichts passiert und du plötzlich über Nacht neue Dinge kannst. Du hast nie versucht dich hochzuziehen, du hast dir meinen Finger geschnappt und dich daran hochgezogen. Einfach so. Sobald du dann einmal gezeigt hast, dass du es kannst, wird an der neuen Fähigkeit gefeilt, bis du sie perfektioniert hast.

Du bist neugierig und nichts ist vor dir sicher. Wenn du etwas zum ersten Mal in den Händen hältst, erkundest du es hochkonzentriert mit deinen Fingern, dabei spitzt du deine Lippen, was dir zuckersüße Pausbäckchen zaubert und pustest stoßweise die Luft aus.
Du verstehst schon so viel. Zum Beispiel, dass deine Stapelbecher klappern, wenn man sie aneinander schlägt oder dass du Wippe stärker wippt, je doller du mit den Beinchen strampelst. Du ziehst dir selbst das Tuch vom Gesicht, wenn ich „Gugucks?“ sage und grinst ganz stolz darüber. Wenn ich dich frage, wie groß du bist, machst du die Arme ganz locker, damit ich sie anheben kann, das findest du unglaublich lustig. Außerdem hilft es dabei deine Arme durch Ärmel zu bekommen.
Du fasst alles mit spitzen Fingern an, dein liebstes Ziel sind meine Träger, erst dann schließt du deine Hand zur Faust.

Du perfekter kleiner Mensch! Ich könnte ewig weitererzählen.

Ich liebe dich.

Alltag 

Samstags fahren wir in die Stadt, um auf dem Markt Obst und Gemüse für die Woche zu besorgen.
Da der kleine Mann ja immer recht früh und aktuell noch vor dem Hahn in der Nachbarschaft wach wird, fahren wir ganz früh los. So ist es in der sonst so wuseligen Stadt noch gähnend leer und wir können ganz entspannt über den Markt schlendern, ohne uns durch die Menschenmassen zu drücken.

Meist ist das auch in etwa die Zeit, zu der der kleine Mann wieder müde wird. Seit einer Weile fällt es ihm schwerer in der Trage einzuschlafen. Es ist alles so furchtbar spannend. Wir hatten unseren Markteinkauf erledigt, einen Abstecher zu DM gemacht (Windeln!) und waren gerade auf dem Weg zum Auto als der kleine Mann sich aufhörte gegen die Trage zu stemmen und einschlief. Die letzten Male fuhren wir einfach Heim. Heute entdeckten wir, dass dem Freund jemand in der Tiefgarage ins Auto gefahren sein musste und weil er jetzt Ablenkung brauchte, ich Hunger hatte und das Baby schlief, schlug ich vor frühstücken zu gehen.

Das hatten wir seit der Schwangerschaft nicht mehr gemacht. Wir begaben uns also ohne Umwege direkt in das niedliche Café, bekamen den letzten Platz in einer Nische und bestellten uns ein großes Frühstück. In dem Moment wurde der kleine Mann nach viel zu kurzen 30 Minuten wach, wollte von Schlaf aber nichts mehr wissen. Ich schälte ihn aus der Trage, nahm ihn auf den Schoß, von wo aus er ganz

neugierig umher schaute.

Wir saßen also zusammen in einem Café frühstückten Croissants, Brötchen, Wurst, Käse, Aufstrich und Rührei. Ich mit Chai Latte, der Freund mit Kaffee. Und dazwischen saß unser kleiner Junge, mümmelte an Gurke und Melone herum. Als er keine Lust mehr darauf hatte, stillte ich ihn und dann machten wir uns auch schon wieder auf den Weg. Das fühlte sich so perfekt an.
Das war das erste Mal seit der Geburt, dass wir auswärts gegessen haben. Ich habe das sehr genossen!

Ich freue mich einfach riesig über diese Entwicklung, die wir gemacht haben. Ich bin viel entspannter und routinierter geworden. Wenn er wach wird, wird er eben wach. Wenn er Hunger hat, stille ich ihn. Die Nische war da natürlich schon komfortabel, aber mittlerweile klappt das diskret Stillen ganz gut.
Vor ein paar Monaten war das noch ganz weit weg. Da hätte das Baby in der Trage wahrscheinlich alles verschlafen, aber allein der Gedanke, es könnte wach werden und stillen wollen, stresste mich so, dass ich gar nicht auf die Idee kam auswärts Essen zu gehen.

Flashback

Ich stehe auf dem Balkon, blicke in den Himmel. Ich wollte Sternschnuppen beobachten, aber keine Chance. Es ist komplett bewölkt.

Ich erinnere mich an die Sternschnuppennacht vor einem Jahr.

Ich lag hier auf dem Balkon und starrte in den Himmel, hielt die Hände auf meinen Babybauch und horchte tief in mich herein, um bloß keinen dieser wunderbaren, kleinen Stupser zu verpassen, die ich erst seit kurzem spürte und von denen ich nicht genug bekommen konnte.

Ich verbrachte den Abend allein, der Freund war auf einer Veranstaltung seines Arbeitsgebers. Ich hatte mir schon oft vorgenommen die Sterne zu beobachten, habe die Nacht der Perseiden dann aber irgendwie doch immer verpasst oder es war bewölkt.

Ich machte es mir also auf dem Balkon gemütlich. Stellte ein paar Kerzen auf, wickelte mich in eine warme Decke, denn es wurde langsam kühl und sah in den Himmel. Ich hatte Glück, es war keine einzige Wolke zu sehen. Ich genoss die Ruhe um mich herum und in mir. Ich glaube, so entspannt war ich ewig nicht mehr. Ich ließ den Gedanken freien Lauf, sinnierte über die Zukunft. Ich beobachtete den Sternenhimmel und schickte 3 Wünsche ins Universum, während ich zig weitere Sternschnuppen an mir vorbeiziehen sah. Über mir glitzerte und funkelte es, das war unglaublich romantisch und schön, in meinem Bauch blubberte es – auch vor Glück.

Das war ein sehr erfüllender  Moment. So einer, der sich seinen Platz in einem Glücksglas verdient hätte, besäße ich eines. Wir sollten viel öfter einen Blick in den Himmel werfen!

Mamaradar

Am Wochenende waren wir zu einer Hochzeitsfeier eingeladen. Es war richtig schön mal wieder abends unter Menschen zu sein.
Das frisch gebackene Ehepaar feierte bei sich Zuhause eine Gartenparty, das war richtig toll und super praktisch, denn dank eigenem Babymädchen war vorhanden, was das Babyherz begehrt und für mich äußerst praktisch ist, wie ein Kinderzimmer, in dem man in Ruhe stillen und wickeln kann.

Ich stand mit der Braut gerade in der Küche als ich ein leises Aufweinen hörte. Das war jetzt nicht so besonders, denn neben den vielen großen, waren auch ein paar kleine Menschen da.
Aber ich wusste sofort, dass es der kleine Mann war, der seinen Unmut äußerte und das obwohl ich überhaupt nicht darauf geachtet hatte, denn bei seinem Papa war er ja gut aufgehoben.
Dieser Moment war für mich völlig überraschend und hat mich auch ziemlich glücklich gemacht, denn bisher habe ich das noch nie so erlebt.

Ich weiß noch wie ich im Krankenhaus bei jedem Weinen dachte, es sei mein Baby als er gewogen wurde. Und jetzt hörte ich ein einmaliges Moppern trotz ordentlicher Geräuschkulisse.

Das fühlte sich toll ein. Ich hab also auch so ein Mamaradar.

Manchmal

Manchmal frage ich mich, ob ich etwas falsch gemacht habe. Ob ich es hätte anders angehen sollen. Ob ich mich mehr hätte probieren sollen. Mich durchsetzten oder besser organisieren müsste. Ob ich zu sehr auf ihn eingehe und deshalb kaum Raum für mich habe. Ihn zu sehr betüddle.

Ich war immer sehr organisiert, hab viel hinbekommen. Das klappt nun nicht mehr. Im Grunde bekomme ich nur noch das Nötigste geschafft und selbst das nicht immer. Das frustriert mich an manchen Tagen sehr. Dann kommen diese Gedanken. Ich hatte es mir etwas einfacher vorgestellt. Um nichts in der Welt wollte ich tauschen, aber ich gebe zu, ich habe unterschätzt wie anstrengend es sein kann 24/7 bereitzustehen. 
Zu kuscheln, tragen, stillen, wickeln, bespaßen. Die Welt zu erklären und selbst neu kennenzulernen, während ich versuche den Alltag zu bestreiten und das Chaos nicht die Oberhand gewinnen zu lassen. 

Und dann sehe ich wie wunderbar er sich entwickelt. Wie fröhlich und offen er ist. Wie toll er sich bereits verständlich machen kann und erkenne, dass es ist wie es ist. Und so muss es sein, denn es ist das, was er einfordert. Das was er braucht. Und genau das gebe ich ihm, das kann nicht falsch sein. Er braucht meine Nähe und die soll er bekommen, auch wenn es in mir manchmal nach Pause und Auszeit schreit. Er schreckt nicht im Schlaf auf, um mich zu ärgern. Nichts von dem, was er tut, hat einen Hintergedanken, zumindest keinen bösen. Es ist ein Bedürfnis, meist eines, das ich leicht erfüllen kann. Warum sollte ich es nicht tun? Aus reinem Egoismus? Ja, manchmal da würde ich auch Mal gerne alles abgeben, die Türe schließen, aber das bringe ich nicht übers Herz. Das fühlt sich nach Strafe an, wenn ich doch genau weiß, was ich tun kann. Und wenn nicht, kann ich ihn in seiner Unruhe und Verzweiflung nicht sich selbst überlassen.

Dann schiebe ich diese Gedanken beiseite, denn ich weiß, dass ich es richtig mache. Ich handle nach meinem Gefühl, bin für ihn da, wenn er mich hraucht. Ich mache sicher nicht alles richtig, aber ich gebe mein Bestes. Ich sage mir, dass er mich nicht lange so intensiv brauchen wird, dass ich mir in ein paar Jahren diese Momente zurück wünschen werde. Dass es mir fehlen wird, wie er sich ankuschelt und kichert und fröhlich kreischt, wenn ich ihn abknutsche. 

Ich war nie müder, erschöpfter und nie glücklicher.

Ich bin nichts lieber als seine Mama. Der schönste und fordernste Job der Welt. Und für mich definitiv der Beste.

#Meilenstein } Babyschlaf

[Der kleine Mann ist 29 Wochen alt.] 

Gerade ist etwas ganz Besonderes passiert. Mein „Ich kann nur schlafen,wenn ich stille“ Baby ist gerade zum ersten Mal einfach eingeschlafen.

Nach dem Baden zog der Freund den kleinen Mann um und wir gingen ins Schlafzimmer. Dort pustete der Papa das Licht aus und wir machten es uns gemütlich. Und während der kleine Mann seinen Appetit stillte, las uns der Freund eine Geschichte  von Pu dem Bären vor.

Danach zappelte er wie immer noch ein bisschen rum, erzählte mir auch eine Geschichte. Stillzeit ein bisschen und arbeitete sich weiter rotierend durchs Bett, während ich da lag und ihn machen ließ.
Und plötzlich war es ruhig. Es kam schon oft vor, dass der Kleine kurz ganz hypnotisiert an die Decke starrt und nach einer kurzen Verschnaufpause nochmal alles gibt. Aber dieses Mal nicht.

Die Augen waren zu. Einfach so. Ohne meine Hilfe, ohne zu stillen oder andere Hilfsmittel. Keine Tränen. Ich bin gerade richtig von den Socken.
Mein Baby ist allrine eingeschlafen!!! Das ist bisher genau ein einziges Mal passiert, irgendwann um das Wochenbett herum und da schlief er dann 5 Minuten.

Wahnsinn. Ich bin echt völlig durch den Wind gerade. Das ist fantastisch! Und vielleicht muss ich gerade auch ein bisschen kniepern vor Freude und weil mein Baby so schnell groß wird.

Schlaf, Kindlein, schlaf.

Babyschlaf, ein Thema das alles brennend zu interessieren scheint. Auch für mich ist es nicht unwichtig, denn ohne Schlaf bin ich nicht zu gebrauchen. Schlaf ist heilig. Nach 6 Monaten möchte ich die bisherige Entwicklung festhalten, wer weiß, vielleicht brauche ich das irgendwann nochmals, um mir alles ins Gedächtnis zu rufen.

In der Schwangerschaft war meine größte Angst, dass wir eine kleine Nachteule bekommen könnten. Dass der kleine Mann im Bauch die Ruhezeiten einhielt und nachts nicht wild herumpolterte (oder ich es nicht merkte) wie bei anderen Schwangeren ließ mich ein bisschen hoffen, schließlich hatte ich gehört, dass Babys oft den Rhythmus aus dem Bauch an den Tag legen würden.

In seiner ersten Nacht schlief er ganze 6 Stunden am Stück. Ich weiß noch wie ich ganz erschrocken hochfuhr und mit einem Anflug von Panik nachsah, ob er noch atmete. Direkt in der zweiten Nacht bewies er das Gegenteil. Aber so eine Geburt und all das, was mit sich kommt, will verarbeitet werden. 

Ich will mich nicht über die Nächte beschweren. Mal sind sie besser, Mal schlechter. Manche sind richtig gut und andere existieren quasi gar nicht. Nicht immer liegt es am Kind. Aktuell werde ich oft wach oder finde nicht in den Schlaf. 

Die erste Schlafphase des kleinen Mannes dauert in der Regel etwa 4 Stunden, manchmal auch länger. Gestern waren es über 6 Stunden, das ist fast wie Urlaub für mich.
Der kleine Mann hatte diese Tag/Nacht-Sache recht schnell raus. Abends hatte er eine unruhigere Phase und schlief dann irgendwann ein. 
weinteanfangs die ersten Tage bis ich blickte, dass stillen beim ersten moppern half. Hatte eh mit Milch zu kämpfen.
Als ich das Wochenbett aufs Sofa verlagerte, blieb er abends bei uns. Ab 18 Uhr begann er zu clustern bis er dann gegen 22 Uhr einschlief. Mit den Wochen schlief er immer früher, mittlerweile wird er gegen 19 Uhr müde und schläft dann irgendwann zwischen 19:30 und 20:30 Uhr ein. Meistens wird er gegen 6:30 Uhr wach, schläft also +-10 Stunden (inklusive Stillstops!). Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Als er 10 Wochen alt war, hatte ich den Eindruck, dass es ihm zu unruhig ist, woraufhin ich abends mit ihm ins Bett ging. 
Auch tagsüber schläft der kleine Mann ganz gut. Mit etwa 3 Monaten entwickelte er von ganz alleine einen Rhythmus. Er schlief über den Tag 3 Mal insgesamt 5 Stunden (1-1,5h / 2-3h / 0,5-1h). Wie ein Schweizer Uhrwerk war er immer zu gleichen Uhrzeit  müde. Zeiten.
Inzwischen ist das weniger planbar, aber ich kann entspannter damit umgehen.

Jetzt sind wir bei 2-3 Schläfchen angelangt. Je nachdem wann und wie er tagsüber schlief, braucht er abends auch nochmal einen Powenap. Nicht nur die Schlafenszeiten sind unterschiedlich, auch die Dauer schwankt zwischen insgesamt 2,5 und 4 Stunden meist sind es 3-3,5 Stunden. Wie die sich verteilen ist momentan von Tag zu Tag anders. 

Die Wachphasen liegen bei etwa 2-3 Stunden. Wenn etwas spannend ist,kommt er schlecht zur Ruhe, so beachten er es auch schon auf 7 Stunden. Da war er dann aber auch total erledigt.

Das klingt soweit ganz gut. Nun kommt der Haken. Er tut es nicht ohne mich.
Anfangs schlief er immer in meinem Arm an der Brust, auf mir oder in der Trage. Dort schlief er meist nach ein paar Minuten ein. Das dauert nun deutlich länger,außer wir haben Glück und erwuschen den perfrkten Zeitpunkt. Er iet eben eun neugieriges Kerlchen.

Außer in der Trage und selten im Kinderwagen, schläft er nur an der Brust ein.
Trinken und danach wiegen? Nö. Schnuller? Pah! Dafür gibt es doch Brüste!

Aber auch das ist okay. Ich erwarte nicht,dass er alleine einschläft, das fällt mir auch oft schwer.
Aber wenn er schläft, schläft nicht alleine. Das schränkt mich extrem ein. Oft schlafe ich mit oder genieße einfach, aber ich würde die Zeit auch gerne nutzen. Für Sport, zum Duschen oder zum Kochen. Oder was auch immer. Wenn das mit der Beikost mehr wird, muss ich mich umorganisieren. Ist er wach, möchte er nämlich gerne beschäftigt werden und ich möchte ihm ja auch gerne meine ungeteilte Aufmerksamkeit geben. Darin besteht mein eigentliches Dilemma.

Mittlerweile kann ich ihn immerhin schlagend ablegen. Das ging lange nicht. Da schlief er wirklich nur an mir und allein der Gedanke, ich könnte mich wegbewegen, weckte ihn auf. Nun stillt er super im Liegen und ich kann auch mal ein bisschen Abstand zwischen uns schaffen oder mich rausschleichen.

Abends klappt das, sofern er denn schläft, ganz gut. Oftmals bin ich aber auch vom Tag so kaputt, dass ich da auch nicht mehr viel rocke oder direkt liegen bleibe. Die lange Schlafphase will gut genutzt werden.
Tagsüber geht es mal 10 Minuten gut, mal eine Stunde, manchmal gar nicht. Einmal wird er währenddessen eigentlich immer wach (mindestens) und bin ich nicht schnell genug zur Stelle, um die Brust zu reichen, ist es trotz Müdigkeit vorbei mit dem Schlaf für die nächsten 1,5-2,5 Stunden.

Das erste Mal wacht er meist nach 40-45 Minuten auf. Bin ich bei ihm, schläft er nach 2x nuckrln weiter. Gestern schlief er danach sogar 1,5 Stunden ohne mich, ohne wach zu werden und wenn,dann konnte er sich wohl selbst beruhigen. Das war wirklich richtig toll!
Wenn ich an die Zeit vor 3 Monaten denke, als er wirkouch alle paar Minuten nochmal trinken wollte, da hat sich schon super viel getan und das ganz alleine.

Ein Phänomen fällt mir noch ein: Schläft der kleine Mann vor 19 Uhr ein, wacht er immer nochmal auf, egal wie müde er war/ist und wie lange er vorher wach war bzw. geschlafen hat. Mit Glück schläft er schnell wieder. Mit Pech erst in 2 Stunden.
Ich wüsste ja gerne woran das liegt. Man sollte meinen, wenn er tagsüber weniger schläft und dann hundemüde um kurz vor 7 uns Land der Träume gleitet, ist es mehr als nur eine kurze Stippvisite.

So. Das war Einiges und irgendwie war es auch gerade nötig mir vir Augen zu führen wie sehr sich seun Schlafverhalten schon verändert hat. Ja, ich wünsche mir manchmal diese Zeit für mich zu haben,aber immerhin habe ich ein Kind,das tagsüber überhaupt schläft. Anders käme ich wohl auch zu nichts.

KiTa-Luft schnuppern

Bereits Ende Juni war die Informationsveranstaltung der KiTa. Ich war ein bisschen nervös, denn ich wusste nicht genau wie wir das mit dem kleinen Mann machen sollten, da er nicht ohne mich schläft, ich aber unbedingt daran teilnehmen wollte. Ich beschloss ihn einfach mitzunehmen und zu hoffen, dass er einfach schlafen würde. Ganz spontan warfen wir den Plan um, weil der Kleine früher als sonst richtig müde war und auch ziemlich zügig einschlief. Der Freund blieb also beim Baby und ich begab mich ganz alleine zum Infoabend.
Das fühlte sich richtig komisch an, abends allein ohne Baby unterwegs zu sein.

An der Veranstaltung stellten sich die Leitung und die Erzieherinnen vor. Die Erzieherinnen wirken alle sehr herzlich. Ich fühle mich dort richtig wohl und ich hoffe, so wird es auch dem kleinen Mann gehen. Der wird übrigens ein kleiner Maulwurf <3.

Die Veranstaltung an sich gab dann gar nicht so viel her, da das meiste im Gespräch vor der Eingewöhnung geklärt wird. Aber so ein paar kleine Tipps gab es dann doch schon mit auf den Weg und bestätigten mein rundum positives Bauchgefühl.
Sie erklärten, dass in der Regel nur an den ersten Tagen der Eingewöhnung nötig ist dort zu bleiben, aber man trotzdem mit 4 Wochen Eingewöhnungszeit rechnen sollte, um selbst entspannt an alles herangehen zu können. Wenn man den Druck im Hinterkopf hätte, dass es jetzt klappen muss, sei die Eingewöhnung oft problematischer, weil das Kind das spüre. Außerdem empfahlen sie, sie ersten 2-3 Monate nicht die komplette Betreuungszeit in Anspruch zu nehmen, sofern es möglich sei, weil der KiTa-Alltag sehr aufregend und neu sei und dem Kind so ein sanfter Einstieg in diesen neuen Abschnitt geboten werde. Das hörte sich für mich sehr stimmig an und ich werde mich demnächst mal ransetzen und mir überlegen wie sich das alles umsetzen lässt.

Ich erzählte ja schon, dass die Eingewöhnung in dieser KiTa erst ab dem 1. Geburtstag beginnt. Das verschafft mir zwei weitere Monate Elternzeit, finanziell ist das ein Totalausfall, aber ich freue mich trotzdem über die Zeit mit meinem Baby und für 2 Monate können wir das schon irgendwie auffangen.

Mit der Platzuzusage wurden auch alle künftigen KiTa-Kinder zum Sommerfest der KiTa eingeladen. Das hat mir schon sehr gefallen, außerdem würde so der Freund auch mal die KiTa von innen sehen können, da er bei der Besichtigung arbeiten musste und am Infoabend auf das Baby aufpasste, das natürlich 30 Minuten nachdem ich weg war von der untergehenden Sonne geweckt wurde, aber auch das haben sie gemeistert.
Da wollte ich unbedingt hin. Also nutzten wir das schöne Wetter, der Freund machte etwas früher Feierabend und ich konnte meinen beiden Männern noch mal alles zeigen.
Ich wurde sofort von den Erzieherinnen erkannt und begrüßt. Die Erzieherinnen, die nicht am Infoabend teilnehmen konnten, stellten sich nochmal vor. Das sind echt die kleinen Dinge. Ich fühle mich dort wirklich richtig wohl und außerdem bin ich sehr verliebt in das wunderschöne Außengelände. Da haben die Kinder richtig Platz, um sich auszutoben. Überall waren Stationen für die Kleinen aufgebaut, an denen sie sich ausprobieren konnten. Wasser, Sand, filzen. Dazu gab es leckeres Essen von den Eltern. Die ganze Atmosphäre war einfach super angenehm. Dem Freund hat es auch gut gefallen und jetzt fühle ich mich noch etwas wohler. Er sagte zwar, dass er meinem Urteil vertraue, aber so ist mir das dann doch lieber.

Beim Gedanken an den KiTa-Start werde ich jetzt schon wehmütig, aber andererseits freue ich mich auch schon darauf ein glückliches, müde gespieltes Kind abzuholen. Wie gern wäre ich auch als Kind unter in der großen Sandkiste unter der riesigen Kastanie gesessen.