15 Monate kleiner Mann

Mein kleiner Mann,

du bist nun 15 Monate alt.

Du bist ein richtiger, kleiner Junge geworden und ich erwische mich immer wieder staunend, darüber wie groß du geworden bist. Es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergeht.

Du hast 4 Zähnchen. Das verleiht dir einen ganz anderen Ausdruck. Die oberen Schneidezähne taten dir weh, die sind aber auch ordentlich breit. Richtige kleine Bieberzähnchen sind das! Du glaubst nicht, wie frech du damit grinsen kannst! Der erste Backenzahn steht schon in den Startlöchern, du sabberst ganze Sturzbäche und kaust immerzu auf deinen Fingern herum. Du verweigerst Beißringe und auch Zahnungsgel und Öl halfen dir nicht. Ich hoffe, er quält dich nicht allzu sehr!

Du sagst „date“ (danke), „Nane“ (Banane) und „wowo“ (Wauwau). Ich hatte schon einige Male den Eindruck, dass du gerade nachzusprechen versuchst, was wir sagen. Einmal glaubte ich „lecker“ zu hören.

Du grunzt (Schwein) und fauchst (Tiger) und kannst Tiere auch außerhalb deiner Bücher zuordnen. So fauchtest du einmal beim Einkaufen wild los, ich dachte erst, du meinst vielleicht Vögel, aber bei genauem Hinsehen, erkannte ich einen orangenen Husky! Da war ich echt baff!

Du stehst frei, tust es aber selten und hast deine ersten 3 freien Schritte gemacht. Das war ein ganz besonderer Moment, den wir alle drei zusammen erlebt haben. Dein Papa und ich haben dich so gefeiert! Unser Baby läuft! Du stakst mit steifen Beinchen umher. Das ist dir etwas zu aufwändig, weshalb du lieber auf den Knien rumrutschst. Dafür kletterst du wie verrückt. Vor kurzem saßt du plötzlich im zweiten Fach des Expeditregals, für meine Nerven ist das nix!

Du spitzt die Lippen und verteilst die süßesten Küsschen, die ich je bekommen habe.

Du reckst die Arme über den Kopf, um uns zu zeigen, wie groß du bist und winkelst dann die Arme an, damit wir auch wissen, wie stark du bist.  Du winkst nun, indem du die offene Hand hin und her bewegst, statt die Finger zu öffnen und zu schließen und du bist vom Klatschen für „mehr“ zum Babyzeichen übergegangen. Dafür tippst du mit deinem Zeigefinger auf die offene Handfläche und guckst mich mit großen Augen an.

Aber am meisten erstaunt mich, wie viel du schon verstehst. Du verstehst solche Dinge wie „Geh schon mal ins Wohnzimmer, ich komme.“ und setzt sie um. Und genauso deutlich zeigst du, was du möchtest. So zeigst du ins Schlafzimmer oder kletterst auf das Bett, wenn du schlafen möchtest.

Ich staune wirklich immer wieder Bauklötze, weil du schon so groß bist. ­­­Das ist noch nicht so richtig bei mir angekommen. Apropos Bauklötze: Du fädelst deinen Stapelturm auf, puzzelst und spielst mit den Schleichtieren. Morgens schnappst du als erstes deine Robbe und wirfst dich noch mal in meinen Arm bevor wir aufstehen und dich wickeln. Ja, wir! Du möchtest nämlich helfen und reichst mir die Tücher, mit denen ich deinen Po trocken tupfe. Oder du schüttelst beherzt die Ölflasche darüber, wie du es bei mir abgeschaut hast.

Du bist ein kleiner Monk. Jeden Morgen begrüßen wir gemeinsam auf dem Weg zur KiTa die Vögel und auf dem Heimweg müssen wir an den Büschen und Gartenzäunen anhalten, damit du sie berühren kannst. Wage ich es, an einem vorbeizugehen, wird das mit Gezeter kommentiert. Aber singen beruhigt dich ungemein und holt dich aus vielen Situationen wieder heraus.

Du hast den Mehrwert von Zähnen entdeckt, das führt dazu, dass du viel mehr isst. Ja, wenn sie denn mal da sind, sind Zähne schon echt toll! Du beißt beherzt in Äpfel, Birnen und auch sonst in alles, was in deine Finger kommt. Wenn ich dich ließe, würdest du dich ausschließlich von Banane und Naturjoghurt ernähren. Aber auch zu einer Scheibe Lyoner oder Forelle sagst du selten nein.

Was das Schlafen angeht, bleibst du dir treu. Wir bringen dich gegen 19 Uhr ins Bett, spätestens um 20 Uhr bist du im Land der Träume. Was dann folgt, unterliegt einem ständigen Auf und Ab. Aber wir können auch ein paar Erfolge verbuchen! Du bist abends tatsächlich einige Male zu stillen eingeschlafen. Wir haben noch gestillt, aber du turntest noch ein wenig herum bis du dann ruhig wurdest und einschliefst. Einfach so. Das Einschlafen selbst dauerte dadurch deutlich länger, aber das ist so großartig, dass es mir nichts ausmacht.

 

Manchmal durchfährt es mich wie ein Blitz, wenn ich dich ansehe. Da kribbelt es ganz doll in meinem Bauch. Du bist mein kleiner Junge. Ich wünsche mir, dass ich deinen Anblick, wild, rotzfrech, zuckersüß und so kuschelig, für immer in meinem Herzen bewahren kann.

Ich liebe dich.

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