WMDEDGT 4/18

Happy birthday to you! Happy birthday to you! Frau Brüllens „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (#WMDEDGT) wird heute 5 Jahre alt!

Ich werde vom kleinen Mann geweckt, der im Schlaf aufweint. Während ich ihn anlege, schaue ich auf das Smartphone. Es verrät, es ist 4:45 Uhr. Ich hoffe inständig, dass der Kleine nur schlecht träumte oder Hunger hatte und noch etwas weiter schläft.
Ich habe Glück und erst um 6:25 Uhr erklärt der Kleine die Nacht für beendet.

Dann beginnt die Morgenroutine. Wir stehen auf und als erstes bekommt der Kleine eine frische Windel und wird tagfein gemacht. Dann verschwinde ich im Bad und ziehe mich an. Während der Freund ein bisschen mit dem Kleinen spielt, bereite ich für uns das Frühstück vor und packe die Brotdose für die KiTa. Zusammen mit der Trinkflasche und der Kuschelrobbe verschwindet alles im Rucksack.
Um 7 Uhr sitzen wir alle am Frühstückstisch. Der Freund mümmelt ein Brot, während ich versuche Müsli zu essen. Versuche, weil der Kleine statt seines Breis lieber meine Haferflocken essen möchte.

Gegen halb 8 schnappe ich mir Kind und Rucksack. Der Freund wuchtet den Kinderwagen aus dem Keller und schon sind wir auf dem Weg in die Kita. Wieder wollte der Kleine nicht von meinem Arm und ihm schossen die Tränen in die Augen als ich ging. Seufz. Das fällt mir wirklich schwer, auch wenn ich weiß, dass er schon drüber hinweg ist, ehe ich richtig aus der Tür bin.
Heute vereinbaren wir, dass ich nach Hause gehe und um 9 Uhr wieder komme. Er bleibt so lange in der Gruppe, wie er mitmacht, aber so bin ich vor Ort und kann ihn schnell abholen kommen. Das ist ein ziemlich guter Kompromiss, finde ich.

Also verlasse ich die KiTa und laufe nach Hause. Dort verräume ich die Wäsche, die der Freund abgehängt hatte. Er macht sich auf den Weg zur Arbeit und ich setze mich an die Collage der Monatsbilder des kleinen Mannes. Die Zeit vergeht rasend schnell und schon bin ich wieder auf dem Weg zurück in die KiTa.
Dort setze ich mich in den Ruheraum der großen Kinder und lese. Anfangs fiel es mir sehr schwer, weil ich immerzu lauschte, ob ich den Kleinen höre. Ab und zu tat ich das auch und es rauschte sofort durch meinen Körper. Ich fühlte mich als würde all mein Blut meinen Körper verlassen. Ich weiß, dass er da gut aufgehoben ist und ein bisschen weinen auch mal ok ist. Das ändert aber nichts an diesem Instinkt. Dem unbändigen Wunsch sofort zu ihm zu eilen und ihn zu trösten. Ich höre wie gesunden wird und sich der Kleine beruhigt. Er liebt das! Dann werde auch ich ruhiger und kann lesen. Zwischendurch unterhalte ich mich noch mit einer anderen Mutter.

Nach fast 2 Stunden KiTa-Zeit, holt mich eine der Erziehrinnen. Der kleine Mann thront auf dem Schoß seiner Bezugserzieherin und lauscht den Liedern. Zwischendurch sei er auch mal im Kinderwagen gesessen. Das habe ihn wohl auch beruhigt und ihm ein wenig Rückzugsmöglichkeit geboten. Das hätte ich ja auch nie gedacht, dass der Kinderwagen mal diese Funktion erfüllen würde. Ich erinnere mich noch genau wie der Kleine binnen Minuten anfing zu weinen, wenn er im Wagen lag. So ändern sich die Dinge!
Ich bin so dankbar, dass die Erzieherinnen so sehr auf den Kleinen eingehen und sich alle Mühe geben, ihn bei Laune zu behalten und zum Durchhalten ermutigen. Sie reißen sich wirklich ein Bein für ihn aus.

Ich schnappe mir mein Kind und laufe mit einem kleinen Umweg nach Hause. Dort verputzt der Kleine sein Frühstück. Währenddessen kommt eine interessante Wohnungsanzeige rein. Ich vereinbare einen Besichtigigungstermin für heute Abend, dann bringe ich den Kleinen ins Bett und bereite das Mittagessen vor.
Es gibt Gemüsefrikadellen mit Reis für mich und mit Nudeln für den Kleinen. Der findet Reis nämlich echt abartig. Außerdem probiere ich ein Rezept für Fruchtriegel aus. Alfo mir fmecktf!

Der Kleine schläft inzwischen fast 2 Stunden. Ich wage es und setze mich noch mal an den PC und bastle an den Bildern. Eine halbe Stunde später meldet sich der Kleine zu Wort. Ich wechsle die Windel, bevor es Mittagessen gibt.
Ich finde das Essen großartig. Die Frikadelle kommt gut an, ein paar Nudeln wandern auch im Kind. Auch der Fruchtriegel scheint zu schmecken. Zum Nachtisch mümmelt der Kleine an einer Orange als er plötzlich komische Laute von sich gibt. Ich dachte erst, er macht wieder Späße, bis ich merke, dass er versucht ein Stück Orange hoch zu holen, es aber nicht klappt. Sofort geht mir der Puls hoch. Ich gebe ihm zwei weitere Versuche, dann nehme ich ihn über die Knie. Als das Orangenstück aus seinem Mund purzelt, drücke ich ihn fest an mich und muss ganz tief durchatmen.

Als ich wieder ruhiger werde, möchte der Kleine bitte spielen. Ich schieße eine Jacke und ein paar Schühchen bei den Kleinanzeigen für ihn und setze mich dann zu ihm. Wie spielen mit der Kugelbahn und schauen Bücher an. Der Kleine benötigt zwischendurch eine neue Windel und verwandelt das Wohnzimmer innerhalb kürzester Zeit fröhlich grinsend in einen Schweinestall. Gegen halb 4 ziehe ich uns an, denn ich möchte zum ersten Mal zum Eltern-Kind-Turnen. Wir sind super gut in der Zeit. In der Tiefgarage treffe ich meinen Frauenarzt, wir plaudern kurz und dann fahre ich los.
Wir sind zu früh da, aber das nutzt auch nichts, denn außer uns ist niemand da. Ich checke nochmal, ob ich richtig bin – müsste, ja. Aber nichts. Genervt fahre ich nach Hause. Zwischen den Regenschauern spazieren wir noch eine kleine Runde, besorgen ein Brötchen und dann ist es schon Zeit für das Abendessen.

Die letzten Tage war ich vom Essverhalten des Kleinen echt verwöhnt. Heute mag er nicht so richtig, deshalb stille ich ihn nach dem Essen.
Wir spielen noch ein bisschen, ehe ich ihn umziehe. Wir haben gleich noch einen Besichtigungstermin, der mit der Bettgehzeit kollidiert, weshalb ich den Kleinen schon in den Schlafanzug stecke und einfach eine Jeans drüber ziehe.
Als der Freund Heim kommt, machen wir uns direkt auf den Weg.
Die Wohnung ist super schön, aber leider sind die Zimmer klein und der Schnitt passt nicht. Schade.

Zuhause wird der Kleine sofort ins Bett verfrachtet. Der Freund liest vor, während ich ihn stille. Nach 20 Minuten schkäft er tief und fest und mein Feierabend beginnt.

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