Das Gespräch

Mir ist es wichtig, dass sich keine negativen Gefühle aufstauen und das eigentlich positive Verhältnis belasten, so suchten wir das Gespräch mit der KiTa.
Ich sprach mein Gefühl an, dass für den Kleinen nicht mehr so recht Platz sei, weil die Kapazitäten ausgeschöpft seien und meine Bedenken. Ich bin sehr für ein offenes Wort, scheue es zeitgleich aber auch, einfach weil ich gerne in Harmonie lebe. Da konnte ich aber nicht ruhig bleiben. Es ist wirklich verrückt, welche Tigergene da in einem aktiv werden, wenn es um das wohl des eigenen Kindes geht.

Die Erzieherin hatte viel Verständnis. Das erleichterte mich sehr. Sie wollen natürlich auch eine Lösung finden, damit der Kleine sich wieder wohl fühlt und irgendwann auch richtig eingewöhnt ist. Sie dachten, weil er schon eine Weile da ist, versuchen sie es erstmal, ob er mit wechselnden Personen, die sich seiner annehmen, zurecht kommt. Das funktionierte leider nicht so wirklich. Manchen Kindern mache das nicht viel aus, aber unser Kleiner sei einfach sensibler, was das angeht. Und das war nicht negativ gemeint. Ich fand es schön zu sehen, dass sie ihn doch wahrnehmen.

Und wurde gefragt, ob mein Gespräch mit meinem Arbeitgeber erfolgreich war und ich glaube, es erleichterte sie sehr, dass wir nun ein paar Wochen mehr Zeit haben, um alles wieder in geordnete Bahnen zu bekommen, ohne unnötig Druck ausüben zu müssen.
Die Personalsituation wird sich aber noch weiter zuspitzen, da noch sie bald auch für einige Zeit ausfallen wird. Uff. Das ist echt hart. Natürlich steht mein Kind für mich an erster Stelle, aber ich habe auch wirklich Verständnis für die KiTa. Ich meine, die können sich auch nicht teilen oder Personal aus dem Hut zaubern. Mir ist bewusst, dass es keine 1:1 Betreuungssituation gibt und erwarte das auch nicht.

Sie seien im Team überein gekommen, dass sie gerne die verbleibende Erzieherin die Bezugserzieherin für unseren Spatz werden soll, weil sich eben rausgestellt hat, dass es noch sehr verwirrend für ihn ist, wenn sich verschiedene Leute um ihn kümmern. Sie macht zwar auch die Eingewöhnung für ein weiteres Kind, das sei aber schon Älter und es könnte auch sein, dass es demnächst noch ein paar Wochen mit den Eltern verreise. Darüber hinaus werden wir für die nächsten Tage komplett zurückfahren. Sie wird vermehrt Kontakt mit ihm aufnehmen und er soll die nächsten Tage erst einmal wieder nur 30 Minuten bleiben und ich direkt im Haus, damit er wieder Vertrauen fasst und mit einem positiven Abschluss aus dem Tag geht. Wenn er sich wieder wohlfühle, könnte man schauen, ob man langsam steigert oder versucht dort anzuknüpfen, wo wir aufgehört haben.
Das ganze Gespräch zeigte mir, dass mein Gefühl bei der KiTa-Wahl nicht verkehrt war. Manche meiner Gefühle der letzten Tage, waren durch meine Sorgen sicherlich trüber als nötig. Die Erzieherinnen sind sehr feinfühlig und ich glaube, dass sie mittlerweile einen guten Blick auf mein Kind gewinnen konnten. Dafür spricht auch der Vorschlag. Das hätte gerne auch vorher kommen können, aber gut, es ist jetzt nicht mehr zu ändern.

Ich hoffe nur sehr, dass die letzten Tage nicht zu viel zerstört haben und der Kleine sich bald wieder wohl fühlt. Das ist für mein Mamaherz ganz schwer zu ertragen, ihn so zu sehen.

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