WMDEDGT 01/18

Frau Brüllen will auch 2018 wissen, was ich am jedem 5. des Monats mache, also erzähle ich ein bisschen davon.

Es scheint als sollte ich heute besonders viel vom Tag haben und so beschloss der kleine Mann um halb eins wach zu sein. Richtig wach. Da half keine Dunkelheit, keine Stille und auch kuscheln, summen und stillen konnten ihn nicht zum Schlafen überreden. Er kuschelte sich immer wieder an, sobald ich wegdöste, sprang er wieder auf und turnte weiter.
Erst um kurz nach drei, nachdem er sich ordentlich den Dätz angehauen und das Kühlpad warm massiert hatte, schlief er wieder ein. 

Um 6:30 Uhr riss mich der Wecker des Freundes aus dem Schlaf. Er schlief weiter, weil müde. Ich war wach, trotz müde.
Ich verwarf die Idee den Kleinen zu wecken, um sowas wie einen Rhythmus beizubehalten. Als ich aufzustehen wollte, verlangte der kleine Mann nach der Brust. Damit war das Thema erledigt.

Ich ging durch, was für heute ansteht (genug!). Dabei fiel mir ein, dass morgen Feiertag ist und ich deshalb noch einkaufen muss, was wir morgen frisch kaufen wollten.
Kaum hatte ich den Gedanken beendet, wurde der Freund wach („Schon so spät?!“) und weckte das Kind. Er beeilte sich, um den Zug zu bekommen, während der kleine Mann sofort alles gab, um sich möglichst effizient um die Ecke zu bringen (Kabel, Abstürze, man kennt das). Ich muss gestehen, schon um 7:30 Uhr war ich bedient vom Tag. Ich will doch nur schlafen. Genug gejammert.

Ich pflückte das Kind aus dem Bett und gehe erst mal auf die Toilette. Da muss ich schon seit Stunden hin. Dann begann die Morgenroutine mit Anziehen und waschen (mich), wickeln und umziehen und waschen (das Kind), Zähne putzen (beide). Das alles dauerte ewig und passierte unter Dauergemaule des Kindes. Müde ist es nur auf dem Arm ok und das auch nur so halb.

Während der Kleine das Wohnzimmer unsicher machte, schrieb ich mit einer Freundin. Ich brauchte heute ein bisschen seelische Unterstützung. Das tat mir unheimlich gut. Danke dafür!
Der kleine Mann wurde gegen 8 Uhr müde. Ich schnappte ihn und ziehe mit ihm ins Schlafzimmer, wo ich ihn in den Schlaf stillte. Das klappte auch recht zügig, da ist wohl jemand ziemlich müde.

Weil ich nie sagen kann, wie lang der Kleine schläft, verlor ich keine Zeit arbeitete ein paar Dinge meiner ellenlangen Liste ab.
Ich telefonierte Optiker ab und schrieb E-Mails an ein paar Vermieter von Ferienwohnungen. Wir wissen zwar immer noch nicht, wann und wohin wir in den Urlaub wollen (Italien Mai oder Allgäu oder Kopenhagen im August? Oder ganz wo anders hin? Allzu heiß soll es nicht sein und nicht zu weit, sollten wir mit dem Auto anreisen. Und idealerweise ist es auch nicht unfassbar teuer), aber es schadet ja nicht, schon mal zu eruieren, ob die in Betracht kommenden Wohnungen überhaupt frei sind.
Der Kleine schlief danach noch immer, also schnell Yoga machen. Moni hat mich auf die Idee gebracht und es ist fantastisch! Ich schaffe es bisher tatsächlich täglich und weil ich danach nicht durchgeschwitzt bin und duschen muss, kann ich mich sogar abends dazu durchringen. Und es tut mir so unfassbar gut. Das war genau das, was ich brauchte.

Danach machte ich es mir mit etwas zu Essen und einem Buch auf dem Sofa gemütlich. Der Kleine schlief bis dahin schon stattliche 2,5 Stunden ohne einen Mucks. Langsam machte sich auch bei mir die Müdigkeit wieder breit. Ich schlich ins Schlafzimmer und legte mich in der Hoffnung noch ein paar Minuten dösen zu können neben das Baby. Nach 30 Minuten wachte der Kleine gut gelaunt wieder auf.

Zeit für Mittagessen. Ich kochte ein paar Nudeln und putzte nebenher die Küche. Die Tomatensauce hatte ich bereits gestern gekocht, so ging es heute ganz schnell. Der Kleine langte für seine Verhältnisse ordentlich zu. Er half beim aufspießen der Nudeln und aß dann ganz stolz mit seiner Gabel. Die Sauerei blieb natürlich nicht aus. Was wären Nudeln ohne Tomatensauce ohne ein verschmiertes Gesicht?

Zeit für einen Windelwechsel. Dank der Tigerbox blieb der Kleine auch mal lange genug liegen, sodass ich die Windel in einem Zug wechseln konnte. Danach spielten wir mit den Klötzen, sangen und machten Quatsch. Zwischendurch stillten wir immer wieder und ich versuchte das Kind davon abzuhalten den TV zu betatschen oder den Tannenbaum umzureißen.

Ich schaffte es auch endlich mich für eine Hose zu entscheiden und die Retoure fertig zu machen. Dann packte ich den kleinen Mann in die Trage, entsorgte den Karton und hängte die Wäsche ab. Im Wäschekeller traf ich eine Nachbarin, die sich über die anderen Nachbarn ausließ. Das ist mir wirklich unangenehm, da ich mit niemandem ein Problem habe und es mich auch einfach nichts angeht. Irgendwann konnte ich mich freundlich loseisen. Ich schnappte mir das Paket, brachte es zur Post und kaufte noch ein paar Dinge, die für das Wochenende fehlten. Dazu gab es Twix und supersüßen Eiskaffee. Beides brauchte ich ganz dringend. Ich bin durch, das Kind auch.
Zu meiner großen Verwunderung schlief der Kleine tatsächlich sogar in der Trage ein, ich liebe das so sehr! Zeitgleich begann es zu regnen, aber Babyschlaf ist heilig also maschierte ich weiter. Kurz darauf rief der Freund, er konnte früher Feierabend machen. Perfekt, so holte ich ihn vom Bahnhof ab.

Zuhause angekommen, wachte der Kleine auch wieder auf. Ich übergab das Kind an den Freund und zog mich ins Büro zurück. Endlich Zeit für mich. Ich konnte eine Stunde ganz in Ruhe nähen. Ich möchte ein Fotoalbum für den Kleinen nähen, das dauert ein bisschen, weil ich natürlich ganz genaue Vorstellungen habe und einfach ja zu einfach wäre. Danach war ich fast erholt. Ich war richtig entspannt.

Dann wurde es Zeit für die Einschlafbegleitung des kleinen Mannes, die auch wieder relativ zügig. Er ist wahnsinnig kuschelig zur Zeit, das ist richtig schön. Bis er richtig schlief, surfte ich noch im Internet und dann wird es Zeit für Paarzeit.

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