Weihnachten 2017

Unser erstes Weihnachtsfest als Familie. ♡

Obwohl ich dieses Jahr kaum Zeit hatte für den ganzen Kram, den ich in der Vorweihnachtszeit gerne mache, war es mit Abstand das schönste Weihnachten seit Jahren. Es gab keine schlechten Nachrichten, keinen Krach. Es war einfach entspannt und stressfrei, was vermutlich auch an der wenigen Zeit lag.
Statt 10 verschiedener Plätzchensorten, buk ich 3 aus demselben Teig, was auch völlig ausreichte. Der Rest wurde an Weihnachtsmärkten dazu gekauft. Nächstes Jahr würde ich aber dennoch gerne 3 verchiedene Sorten backen, da habe ich ja zwei helfende Hände. Ich habe kaum geschmückt, nichts gebastelt und keinen einzigen Weihnachtsfilm gesehen. Sonst zelebriere ich die Vorweihnachtszeit sehr. Sonntags gibt es einen Film und dazu Kekse und Kakao oder Punsch. Ich verbringe viel Zeit mit dem Aussuchen von Geschenken. Ich hatte einfach kaum Zeit mich in dieses Weihnachtsding hineinzufühlen und dennoch schaffte es die Vorfreude sich Platz zu machen.

Ich weiß auch, dass es für den kleinen Mann völlig egal war, ob wir einen Baum haben, ob es geschmückt ist oder er Geschenke bekommt. Obwohl er schon bald 1 Jahr alt ist, kann er mit dieser ganzen Geschichte noch nichts anfangen und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – war es mir wichtig.

Jetzt wo der kleine Mann da ist und noch regelmäßige Schläfchen benötigt, um über den Tag zu kommen, luden wir unsere Familien einfach zu Kaffee und Kuchen zu uns ein. So ersparten wir uns die längere Anreise, die ständigen Ortswechsel und ich konnte mich mit dem Kleinen zurückziehen, sobald er es brauchte.
Wir ließen die Tage also völlig entspannt angehen.

Am 24.12. begann der Tag früh. Der kleine Mann weckte uns um 6 Uhr. Ich hatte die Beilagen (Semmelknödel und Rotkraut) und das Dessert (Mascarponecreme mit Bratäpfeln) schon am Tag vorher vorbereitet, so mussten wir nicht mehr viel machen. Wir trödelten rum, frühstückten gemütlich und dann wollte der Kleine schon wieder schlafen. Während er schlief, verteilte der Freund die Lichterkette über dem Baum und als ich mich wegschleichen konnte, schmückten wir ihn in alter Tradition. Ein paar Kugeln legten wir zur Seite, um sie nach seinem Schläfchen zusammen mit dem Kleinen an den Baum zu hängen. Der hatte dafür noch wenig übrig. Er fand es viel spannender die Tannenzweige zu erkunden und die bereits hängenden Kugeln vom Baum zu Pflücken. Als die der Freund die Lichterkette einsteckte, begannen die Augen des kleinen zu Leuchten. Immer wieder flog sein Blick zum leuchtenden Baum, er zog seine Augenbrauen hoch, rief „Oh!“ und zeigte aufgeregt auf den Baum. Völlige Faszination. Überraschenderweise hing er dann aber nicht so oft darin, wie ich vermutet hatte.

Der Kleine war ordentlich verschnupft. Das machte ihm sehr zu schaffen und so forderte er mehr Nähe ein. Wir gingen es also noch langsamer an (und ich war noch glücklicher zuhause feiern zu können). Spielten und kuschelten viel. Als er am Nachmittag schlief begann ich die Ente vorzubereiten, sodass wir zeitig essen konnten, bevor der Kleine wieder müde wird. Und während die Ente vor sich her brutzelte, machten wir einen ausgiebigen Spaziergang. Wir aßen gegen 17 Uhr, das war richtig schön. Wir hatten es uns vorher ein bisschen hübsch gemacht und dazu das super leckere Essen. Die Ente war so knusprig wie beim Chinesen. Ein Traum! Der kleine Mann war sichtlich angetan von den Knödeln. Ehrlich gesagt, war ich ziemlich überrascht davon wie viel er tatsächlich aß.
Danach ging es an die Bescherung. Wir entschieden nur den Kleinen seine Geschenke öffnen zu lassen. Das stellte sich als gute Entscheidung heraus, denn bereits beim zweiten Geschenk, verließ ihn die Konzentration. Es war alles zu aufregend. Man sah ihm richtig an wie hin gerissen er zwischen den Lichtern des Baums, den Geschenken und dem Geschenkpapier war.

Als der Kleine dann im Bett war, gab es die Bescherung für uns und 45 Minuten von Die Hüter des Lichts bis wir abbrachen, weil der Kleine immer wieder wach wurde. Der olle Schnupfen plagte ihn wirklich sehr. Trotzdem war es ein wunderschöner Tag!

Allerdings möchte ich für nächstes Jahr das Vorgehen überdenken. Um 17 Uhr zu essen ist doch echt spät, wenn es danach noch Geschenke geben und es dennoch ein einigermaßen normalen Tagesablauf geben soll. Früher essen ist aber auch doof. Ob wir vielleicht davor bescheren oder gar nur ein Geschenk oder gar kein an Heilig Abend geöffnet werden darf? Wenn am nächsten Morgen Bescherung ist, kann er den ganzen Tag mit den Geschenken spielen und Heilig Abend wäre das, was er für mich bedeutet. Ein Tag mit der Familie, an dem es um mehr als nur Geschenke geht. Wir haben ja jetzt Zeit darüber nachzudenken. :D

Am 25.12. besuchte und meine Familie. Es war richtig schön alle da zu haben. Wir hatten einen richtig tollen Nachmittag. Der Kleine hatte große Freude daran, dass immer jemand zum Spielen bereit war und am meisten Freude bereitete ihm wohl das Geschenk, das ihm meine Mama entgegen unserer Abmachung schenkte. Es ist bunt und macht Krach und der Kleine fährt völlig darauf ab.
Nach Kaffee und Kuchen machten wir einen Spaziergang ehe es dunkel wurde und dann verabschiedeten sich auch schon alle wieder. Der Nachmittag verflog nur so.

Der Kleine schlief ratzfatz ein und ließ uns tatsächlich den Film zu Ende sehen. Der ganze Wirbel schien ihn richtig geschafft zu haben, denn er schenkte mir die beste Nacht seit langem. Er meldete sich hier erst nach 5 Stunden und danach nach jeweils 2 Stunden und schlief bis 6:30 Uhr. Ich hatte schon ganz vergessen wie das ist.

Der 26.12. verlief dann etwas ruhiger. Es gab Pancakes zum Frühstück, die der Kleine verschmähte, weil er bereits wieder müde war. Das Timing war etwas schlecht, dadurch schlief er nur 1,5 Stunden bis die Eltern des Freundes aufschlugen. Dort ging die Materialschlacht weiter. Ich muss gestehen, dass mich diese ganze Schenkerei nervt und es mir für meinen Geschmack schon viel zu viel war. Der Kleine ist nicht einmal ein Jahr alt, hat bald Geburtstag und ertrinkt jetzt schon in Spielzeug. Da muss ich mir war überlegen. Ansonsten war auch dieser Nachmittag wunderschön. Es ist einfach so wunderbar zu sehen wie selbstverständlich alle mit dem Kleinen umgehen und wie der Kleine auf alle eingeht. Da gibt es überhaupt keine Berührungsängste. Nach einer kurzen Aufwärmphase wir an allen herumgezogen und rumgeturnt, das macht mich sehr, sehr glücklich.

Ich glaube so ein harmonisches und schönes Weihnachtsfest hatte ich wirklich lange nicht mehr. Es entsprach nicht meiner perfekten Vorstellung und war es trotzdem. Am Ende zählt doch nur, dass man die Menschen um sich hat, die man liebt, alles andere ist völlig nebensächlich.

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