Berg und Tal

Heute stellte sich der kleine Mann beim Versuch ein Packet zu erklimmen erstmals auf die Knie.

Neben ganz neuen Möglichkeiten bringt dieser Entwicklungsstand aber auch viel Wut und Verzweiflung mit sich. Der Kleine lernt gerade so viel, jeden Tag zeigt er uns etwas Neues. Er versucht jedes noch so hohe Hindernis zu erklimmen, versteht, dass die Tür auf und zu geht und er sie bewegen kann. Er rollt und wirft Dinge durch die Gegend.

Und er weint. Ganz furchtbar verzweifelt und aufgelöst und er wütet. Manchmal ballt er die Fäustchen und schüttelt sich vor Wut. Weil ich nicht verstehe, er etwas nicht darf oder ach, ich weiß es nicht.
Er tut mir dann so furchtbar leid. Besonders beim Einschlafen ist es aktuell echt fordernd.

Er ist müde und weint. Liegt er aber im Bett, weint er weil er robben will. Das klappt nicht imnet so, weil ich im Weg liege, aber eigentlich ist er müde und puh. Ich muss gestehen,dass ich manchmal nicht so recht weiß,wie ich damit umgehen soll. Er kann so wütend werden.

Vorhin weinte er 10 Minuten ganz verzweifelt, bis er genug los wurde, um stillen und schlafen zu können. Ich hielt mein sich windendendes, brüllendes und tretendes Baby, versuchte ganz ruhig zu bleiben und sprach ruhig mit ihm. Das waren wirklich schlimme 10 Minuten. Ich fühle mich hilflos und furchtbar, weil er so weinen muss. Und ein bisschen als würde ich ihn quälen. Aber ich weiß auch nicht, was ich anders machen könnte.

Gehört das vielleicht einfach zu dem neuen Update?

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6 Kommentare zu “Berg und Tal

  1. Blöde Frage: Schon mal mit Singen probiert? Bei manchen Kindern wirkt das Wunder. Das und ablenkende Quietschtiere. Die reißt das aus ihrem Heul-Mindset und auf einmal geht’s.

    Ich glaub auch, die merken das, wenn man besorgt und nervös ist. Also bestimmt ist es gut, wenn man sich selbst erst mal beruhigt, bevor man versucht, das Kind zu beruhigen, damit sich die Ruhe drauf überträgt. Allerdings ist das auch nur ein mehr oder weniger dummer Allgemeinplatz, den ich von einer Hebamme aus meinem Bekanntenkreis aufgeschnappt hab…

    • Ich habe gefühlt alles probiert, allerdings bin ich auch kein Freund davon ihn immer abzulenken. Er wird einen Grund für seinen Ausbruch haben. Mich würde es nerven, hielte man mir eine Quietschente vor die Nase,wenn ich einfach nur Frust loswerden will.

      • LOL… wohl wahr. Wobei der Grund auch sein kann, dass er einfach gemerkt hat, dass man sich mit ihm beschäftigt, wenn er motzt… Aber das hilft vmtl. auch nichts weiter. Ich fand’s zu geil, neulich in der Bahn eine Mutter zu ihrem 2-Jährigen: „Du, Josef, wir hatten doch darüber gesprochen, dass du in der Bahn nicht mehr schreist.“ Alles klar 😀

        Wie alt ist der noch mal? Es gibt auch spezielle beruhigende Haltetechniken, aber meistens mehr für bis 4 Monate…

      • Ich glaub, da sind auch alle Kinder super unterschiedlich. Manche sind auch ruhig, wenn man nur im gleichen Raum ist und man kann mit „Störungen“ in arbeitserlaubenden Intervallen produktiv „Dinge tun“. Bei anderen wieder nicht. Wobei ich ja auch hoffe, dass ich das Kind dahingehend erziehen kann. Im Moment habe ich davon noch das naive Bild, dass er oder sie bei mir unterm Schreibtisch im Körbchen liegt, ich arbeite und wenn es hoch schaut, sieht es mich und wenn es kurz gemuckelt werden muss, bücke ich mich runter. So hat es ne Freundin von mir gemacht und damit das letzte Semester Bio-Master durchgezogen… und ihr Kind ist seeeehr anhänglich und meckert viel. Aber wenn sie es so machte, war es ruhig.

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