Allein, allein

Der Freund bekam die Möglichkeit an einem Lehrgang in Frankfurt teilzunehmen und so verbrachten der kleine Mann und ich viel früher als geplant ein paar Tage ohne Papa. Allein, allein.

Ehrlich gesagt war ich davon gar nicht begeistert, aber was muss, das muss. Und immerhin waren es auch nur 2 Nächte. Meine Sorgen im Vorfeld waren absolut unbegründet. Wir beide haben das ganz gut hin bekommen, würde ich sagen. Ich bin müder als sonst, das kann aber auch daran liegen, dass der kleine Mann leider seine Schlafintervalle deutlich verkürzt hat. Außerdem ist das Wetter richtig schlecht, da komme ich nie in Fahrt und auch dem Kleinen scheint das und der Frischluftmangel (ja, mir war das zu kalt und nass da draußen) aufs Gemüt zu schlagen.

Eigentlich war es sogar ganz schön, nur wir zwei. Wir haben viel gestillt & gekuschelt. Und ich weiß jetzt, dass es klappt, wenn es muss. Aber ich bin auch sehr froh darum, dass es nicht immer muss! Uns fehlt nach wie vor Routine und ein Rhythmus, aber ich war jeden Tag angezogen, habe die Zähne geputzt und gegessen habe ich auch. Gelegentlich waren sogar kleine Aufgaben im Haushalt drin. Es wird also. Wie man so zum Duschen kommen soll ist mir jedoch nach wie vor echt ein Rätsel.

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2 Kommentare zu “Allein, allein

  1. Hach. Zu lesen, wie es dir so geht… Da werden Erinnerungen wach. Die ersten Wochen sind so aufregend. So anders (als geplant). Männe konnte ja leider nur zwei Wochen zuhause bleiben. Da war der Anfang alleine mit der KS-Narbe doch nicht immer ohne. Aber man wächst bekanntlich mit seinen Aufgaben. Ganz alleine empfand ich es sogar eher noch leichter, als wenn D. nur abends schnell nach Hause kam. Denn so musste ich mich weder um seine Arbeitskleidung, noch um sein Essen kümmern. Denn ja. Selbst solche Tätigkeiten sind anfangs nicht einfach zu bewältigen. Beruhigend, dass es auch anderen so geht.
    Jetzt. Knapp zwei Jahre später hat sich alles wunderbar eingespielt. Natürlich läuft nicht jeden Tag alles rund (hallo Trotzphasen, hallo Eckzähne, hallo Autonomiephase), aber ich bin froh, meinen Sohn noch immer voll begleiten zu können.
    Spätestens wenn die Stillpausen etwas größer werden, klappt vieles deutlich einfacher. Da weiß man dann erst mal gar nicht mehr, was man mit er vielen „Freizeit“ machen soll.
    Duschen klappte hier übrigens hervorragend nach dem Stillen. Hab ihn nach dem Wickeln auf eine warme Decke vor die Dusche gelegt. So konnte er mich sehen und hören. Privatsphäre im Bad ist die nächsten Jahre sowieso vorbei 😄

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