3 Monate Januarbaby

Mein kleiner Mann,

heute bist du 3 Monate alt, das sind genau 12 Wochen und 5 Tage.

Du rockst du unser Leben! Es ist als wärst du schon immer da gewesen.

Du trägst Größe 56/62. Hosen in 56 sind tendenziell knapp. Die Bodies in 56 sitzen nun wie angegossen. Vor ein paar Tagen sind wir auf Windelgröße 3 umgestiegen. Ich finde, du bist schon so groß geworden! Du siehst jeden Tag anders aus (deine Fluffhaare wachsen nach!), kannst neue Dinge. Das geht wahnsinnig schnell!
Du wirst langsam ein bisschen speckiger. An den Beinchen hast du nun eine Speckfalte und du hast einen kleinen Kullerbauch bekommen. Du bist einfach zum Fressen! Ich liebe wirklich alles an dir, deine winzigen Hände oder deine süßen Füßchen, die ich ständig abknutschen muss. Alles.

Wenn man dich vorsichtig anpustet, schnappst du tief nach Luft, reißt die Augen ganz weit auf und schenkst mir dein breitestes Lächeln.
Beim Abdocken schnalzt du manchmal mit der Zunge und ein lautest „Plöp“ ertönt. Und wenn dir etwas nicht passt, ziehst du ganz dramatisch die Mundwinkel nach unten und beginnst zu quäken. Ich habe sowas noch nie gesehen! Es fällt mir echt schwer, da ernst zu bleiben.

Wenn wir zusammen vor dem Spiegel stehen, kriegst du dich kaum ein vor Freude. Du strahlst und flirtest wie wild mit dir selbst.
Du verfolgst Dinge mit den Augen und folgst ihnen mit dem Kopf, wenn sie aus deinem Sichtfeld geraten. Du beobachtest alles ganz genau und findest dabei immer etwas, an dem dein Blick hängen bleibt. Du strahlst, gluckst und flirtest dann was das Zeug hält.
Ob mit deinem Spielbogen, der Fledermaus in der Nonomo (in der du es inzwischen auch mal 20 Minuten aushältst) oder einfach nur der weißen Wand. Du findest einfach alles spannend!

Du quietscht nun manchmal beim Lachen. Das ist so niedlich! Am schönsten ist deine Freude darüber, wenn dir ein neuer Laut über die Lippen kommt. Du übst fleißig an neuen Tönen und Lauten. Du weinst nun in unterschiedlichen Tonlagen und kannst damit deutlich zum Ausdruck bringen, ob du nur gelangweilt, unzufrieden oder wütend bist, was manchmal so niedlich ist, dass ich mir ein Lachen verkneifen muss. Außerdem beginnst du zu brabbeln. Wenn ich mich mit dir unterhalte antwortest du immer häufiger mit „Errö“ in den verschiedensten Nuancen, gepaart mit deinem freudigen Quieken, wenn ich darauf antworte. So führst du ganze Gespräche in deiner zuckersüßen Babysprache mit mir und bringst damit mein Herz gewaltig zum Blubbern.

Aber du trainierst nicht nur deine Stimmbänder, auch körperlich begnügt du dich nicht mehr nur damit herumzuliegen.
Beim Wickeln hebst du deinen Po an und strampelst wie verrückt mit deinen Beinchen, das ist ziemlich putzig anzusehen, erschwert die Sache mit der Windel allerdings ungemein. Dabei bewegst du dich von der Stelle und du befindest dich schon nach kurzer Zeit in einer anderen Position als der, in der man dich abgelegt hat. Du übst dich zu drehen, dabei streckst du den Kopf weit nach hinten und verdrehst deine Hüfte. Einmal hast du dich sogar von der Rückenlage auf den Bauch gedreht! Oh, dein Blick als du das geschafft hast, war wunderbar! Ich glaube, du warst selbst überrascht, dass es klappte. Dein Papa hat dich ganz doll angefeuert und wir beide sind fast geplatzt vor Stolz.
Du hältst dein Köpfchen immer stabiler und stützt dich in Bauchlage nun auch auf deinen Ärmchen ab. Dabei wackelt dein Kopf noch hin und her, was äußerst niedlich aussieht. In der Rückenlage hältst du den Kopf selbstständig in der Mitte, das war dir bisher einfach zu schwer. So hast du mich auch zum ersten Mal beim Babykurs richtig beobachtet und mitgemacht, statt ausschließlich die anderen Babys fasziniert zu begutachten.
Du übst fleißig das Greifen. Du schnappst dir alles, was du in die Finger bekommst. Besonders beliebt sind deine bunten Spucktücher, die du dir auch gerne in den Mund steckst und beherzt darauf herumbeißt. Dein grimmiger Piranha-Blick dabei ist wirklich zu köstlich! Auch an unseren oder deinen Händen nestelst du gerne herum.

Du bist nicht du, wenn du müde bist. Mit ausreichend Tagesschlaf bist du dagegen so ausgeglichen. Etwa 1 Stunde nach dem Aufstehen wirst du wieder müde und schläfst dann 1-1,5 Stunden. Über den Mittag schläfst du 2-3 Stunden, wenn die Bedingungen optimal sind und nachmittags brauchst du auch nochmal ein Nickerchen von 30 Minuten – 1 Stunde. Inzwischen schläfst du auch manchmal wieder ohne totale Dunkelheit ein, je dunkler es ist, umso besser klappt es aber.

Du hast nachts drei Mal 5,5 Stunden am Stück, einmal sogar 6,5 Stunden geschlafen! Wow!

Seit 2 Wochen haben wir auch zeitlich ein festes Abendritual. Ich hatte den Eindruck, dass es dir um Wohnzimmer zu unruhig ist und hatte damit wohl recht. Nach dem Umziehen, wirst du in deinen Wollschlafsack gesteckt. Danach machen wir gemeinsam das Nachtlicht an und pusten das Licht aus, indem wir den Rollladen runterlassen. Dann verabschiedet sich dein Papa, wir stillen bis du einschläfst, was meistens nach kurzer Zeit der Fall ist. Manchmal singe ich dir auch leise vor oder erzähle von unserem Tag, wenn du ruhig bist.
Es kam sogar schon vor, dass ich dich dann in dein Beistellbett ablegen konnte. Wenn ich das Zimmer verließ wurdest du nach spätestens 40 Minuten wach, aber das ist doch ein Anfang! Seit deinem ersten Schnupfen, der dir ordentlich zu schaffen machte, brauchst du meine Nähe wieder mehr, wachst beim Versuch dich abzulegen auf und kommst erst an/auf meiner Brust wieder zur Ruhe. Ich genieße es, wenn du auf mir liegst und dich anschmiegst, ganz ruhig wirst. Da bist du wieder das Miniminibaby.

Sämtliche Versuche dir den Schnuller schmackhaft zu machen, schlagen fehl. Egal welche Marke, ob symmetrisch, kiefergerecht, Kirschform, Größe, Latex oder Silikon, du weißt nicht (mehr) was du damit tun sollst. Sauger in Kirschform magst du gar nicht, hier musst du immer würgen. Meist verziehst du aber nur angewidert das Gesicht und schiebst ihn mit deiner Zunge aus dem Mund. Mit etwas Glück kaust du vorher kurz darauf herum.
Dabei wünsche ich mir wirklich, dass du ihn ab und zu nehmen würdest. Die letzten 2 Wochen wirst du häufiger wach und möchtest dann nuckeln, das ist gerade nachts etwas anstrengend (und unbequem) für mich. Es wäre schön, könnte ich dich dann mit einem Schnuller beruhigen oder beim Autofahren. Vielleicht könntest du dich damit besser entspannen, das ist nach wie vor eine Herausforderung für uns alle.

Manchmal findest du nach etwas meckern doch noch zur Ruhe, aber häufig endet es in verzweifeltem Gebrüll mit bitteren Tränen bis du dann irgendwann einschläfst. Das bricht mir das Herz!
Seit du dein Eichhörnchen an der Babyschale hängt, schreist du manchmal nicht sofort los. Letzte Woche sind wir tatsächlich 4 kurze Fahrten komplett ohne Gebrüll gefahren. Ich gestehe aber, dass ich es doch eher meide. Ebenso wie den Kinderwagen, den ich nach spätestens 30 Minuten doch leer herumschiebe. Du willst einfach Nähe.

Du bist ein ganz wunderbarer Junge!

Ich liebe dich!

Advertisements

3 Kommentare zu “3 Monate Januarbaby

  1. Wahrscheinlich wisst ihr das schon, aber wir wussten das bei unserem ersten Kind anfangs noch nicht: Gerade während der Fahrt im Auto hat sich der kleine Finger als Nuckelersatz bewährt (unsere woll(t)en auch keinen Nuckel).

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s