2 Monate Januarbaby

Oh Babybär,

du bist nun schon unglaubliche 2 Monate bei uns. Vermutlich werde ich jeden Monat darüber staunen wie schnell die Zeit vergeht. Es ist als würde jemand an der Zeit drehen.
Du bist der Dreh- und Angelpunkt in unserem Leben.

Du wächst! Das wurde mir so richtig bewusst als ich ein 3,5 Wochen altes Baby sah. Im direkten Vergleich bist du schon fast erwachsen! Unglaublich wie schnell das geht. Mittlerweile bist du 58 cm groß. Inzwischen hast du Windelgröße 1 hinter dir gelassen. Du trägst noch immer ein paar 50er Bodies, ich bin mir aber sicher, dass wir diese ganz bald aussortieren werden. Größe 56 passt dir ganz gut. Bei Oberteilen müssen die Ärmel manchmal noch etwas umgeschlagen werden, bei Hosen darf es gelegentlich auch schon Größe 62 sein. Du hast einfach lange Beine! Am Bund sind dir aber alle Hosen zu weit.

Du bist ein langes, zartes Kerlchen. Du nimmst zu, aber eher in kleinen Schritten. Das hat mir etwas Sorgen bereitet. 8 Wochen nach deiner Geburt hast du endlich die 4 Kilo-Marke geknackt. Jedes Gramm Speck an dir macht mich sehr, sehr glücklich! Außerdem steht dir das kleine Doppelkinn ganz hervorragend!

Von meinem entspannten Baby war zu Beginn des 2. Monats nicht mehr viel übrig. Du warst sehr unruhig. Es musste einfach immer ich sein.
Eigentlich dachte ich, wir wären was das angeht über den Berg, aber das Stillen war zeitgleich wieder unser Thema. Erst hattest du ein paar Schwierigkeiten, die wir aber mit konsequentem Neuanlegen schnell beheben konnten, dann wolltest du ununterbrochen an der Brust sein. Wenn du nicht getrunken hast, hast du genuckelt. Und wehe, ich unternahm den Versuch die Brust zu befreien. Ich habe mir große Sorgen gemacht, ob du genug Milch bekommst und war sehr verunsichert. Nach einer Woche war der Spuk vorbei und du ließt die Brust von selbst wieder los.

Du behieltst deinen Nachtschlafhythmus bei und schenkst uns eine erste Schlafphase von etwa 4 Stunden (einmal sogar 5!), meist wirst du zwischen 0 und 2 Uhr hungrig. Wir stillen dann noch ein, zwei, selten 3 Mal bis du zwischen 6 und 8 Uhr die Nacht beendest. Im Anschluss an das Dauerstillen, schliefst du einige Tage lang deutlich unruhiger und warst schlechter gelaunt. Du warst ein paar Nächte plötzlich 1-2 Stunden wach, geschrien hast du aber nicht einmal. Ich danke dir sehr dafür! Alles in allem sind die Nächte fast schon ehrolsam! Du schläfst nach wie vor nur beim Stillen ein, tagsüber findest du schwerer in den Schlaf. Legt man dir aber ein Spucktuch über den Kopf, bist du ziemlich schnell eingeschlafen. Oft vergräbst du auch deinen Kopf in meiner Armbeuge und schlummerst dann ein. Es ist ziemlich niedlich wie du dich einwühlst und rumschnuffelst bis alles nach deinen Wünschen ist. In der Trage klappt das Einschlafen nach wie vor wunderbar. So kam ich dazu mir zum ersten Mal seit deiner Geburt selbst etwas zu essen zu kochen.

Seit 2 Wochen haben wir eine Art kleines Abendritual eingeführt. Du wirst gewickelt und gewaschen. Manchmal massiere ich dich noch ein bisschen, Papa zieht dir den Schlafanzug an (vorher hast du fast immer nur im Body geschlafen). Dann nehme ich dich mit aufs Sofa, wo wir solange stillen, bis du einschläfst. Das ist meist zwischen 20 und 21:30 Uhr der Fall. Wenn wir dann ins Bett gehen, lässt du dich manchmal ins Beistellbett ablegen. Zum ersten Stillstopp kommst du wieder zu uns ins Bett, wo du die restliche Nacht verbringst.

Die Hormone machen auch vor dir nicht halt. Du hast ein Großteil deiner wunderschönen Fluffhaare auf dem Oberkopf verloren. Du trägst nun ausgeprägte Geheimratsecken. Zusammen mit deinem kritischen Blick wirkst du nun sehr weise, was unfassbar niedlich aussieht! Dazu gesellte sich eine leicht schuppige Kopfhaut und ein bisschen Babyakne.

Du lachst! Es ist als ginge die Sonne auf! Als du mir das erste Mal ein bewusstes Lächeln schenktest, bin ich aufgeflippt vor Freude. Du grinst über beide Backen und strahlst uns an. Wenn dir etwas ganz besonders viel Freude bereitet, grinst du ganz breit, spitzt deine Zunge, knickst die Spitze ab und berührst damit deine Oberlippe. Du kleine Grinsebacke! Du hast keine Ahnung wie zuckersüß du bist! Ich könnte dich mehrmals täglich auffressen!
Du kannst aber auch anders. Wenn dir etwas nicht passt, ziehst du die Mundwinkel ganz dramatisch nach unten und quäkst los.

Du verzauberst alle, die dich sehen. Deine Mimik ist der Wahnsinn! Du bist ein richtiger Gesichtskasper und ich musste schon so oft lauthals über deine Gesichtsauadrücke lachen. Egal, ob kritischer Blick mit Falten auf der Stirn und an der Nasenwurzel. Bist du unsicher was auf dich zukommt, ziehst du die Schultern hoch und runzelt die Stirn.

Wenn du wach wirst, hast du eine unglaubliche Körperspannung. Du ziehst du die Beinchen an, reibst dir mit deinen Fäustchen die noch geschlossenen, aber hochgezogenen Augen und streckst den Rücken durch, wodurch du einen niedlichen kleinen Entenpo bekommst. Das angesprengte Seufzen dabei, macht alles noch niedlicher.

Du bist so aktiv geworden. Es wird gelacht ubd gezappelt. In der Bauchlage wechselst du wie wild die Seiten, manchmal hebst du das Köpfchen ein bisschen an. Meist ist dir das aber zu anstrengend und du beginnst schon nach kurzer Zeit zu meckern. Du hast das Mobile über dem Wickeltisch entdeckt und bestaunt es seitdem ausgiebig.

Du strampelt so wild mit Armen und Beinen, reckst den Hals und hebst Kopf ein bisschen, nur in Bauchlage reicht die Kraft noch nicht. Du drehst dich im Schlaf in Seitenlage. 

Immer öfter finden auch ein paar Laute den Weg nach draußen. Du gurrst und warst selbst total überrascht von deinem erstes „Errö“.  Du kannst gefühlt jeden Tag etwas Neues, ich komme gar nicht hinter! Das ist so toll und ich kann und will meine Begeisterung für jeden Blick, jede Miene nicht bremsen. Alles löst Begeisterungsstürme und verzücktes Quietschen meinerseits aus.

Du machst mich so glücklich!

Du nimmst nur ganz selten den Schnuller. Meist nuckelst du kurz daran, um ihn dann im hohen Bogen wieder auszuspucken. Dafür steckst du dir immer öfter deine Händchen in den Mund und schmatzt wild daran herum. Dabei wird ordentlich gesabbert! Aber nicht nur die Hände werden abgeleckt, legt man dich auf den Bauch oder trägt dich vor der Brust, erkundest Du alles mit deiner winzigen Zunge. Dabei sabbert du ganze Sturzbäche.
Du bist der König der Spuckebläschen!

Beim Stillen nestelst du an mir herum und schenkst mir dabei ganz intensive Blicke. Es ist als könnte ich in dich eintauchen und vielleicht tue ich das auch ein bisschen. In deine wunderschönen blauen Augen! Der Außenrand der Iris ist ganz dunkel, der innere Teil ist wie das Meer. Er ändert seine Farbe je nach Stimmung. Bist du gut gelaunt und strahlst, sind sie hellblau und sehen aus als würde die Sonne von der schaukelnden Oberfläche reklektiert. Bist du grummelig, werden sie dunkler.

Wenn du dich eng an mich gekuschelt, explodiert mein Herz vor Glück. Ich vergrabe meine Nase so gern in deinen Nacken und atme dich ein. Du riechst so unglaublich gut. Es ist kein bestimmter Duft, du rauchst einfach frisch. Ich wünschte, ich könnte diesen Geruch in Gläser packen und für immer aufbewahren.

Noch besser als das Baden findest du das Föhnen danach. Dabei machst du dich ganz lang und verlierst jede Spannung. Das Autofahren hat für dich jedoch etwas an Reiz verloren. Immer öfter fängst du an zu schimpfen, kommen wir schnell genug los, beurhigst du dich meist schnell und schläfst ein. Die Ampel sollte in dieser Phase allerdings besser nicht rot sein. Die erste längere Fahrt zu Oma und Opa verschliefst du komplett, auf der Rückfahrt brülltest du als ginge es um dein Leben. Da hat auch anhalten und stillen nichts gebracht. Das war wirklich schlimm.

Einmal konnte dich dein Papa in die Nononmo legen, wo du ganze 2,5 Stunden tief und fest schliefst. Ich konnte es fast nicht glauben. Das schien ein Zufallstreffen gewesen zu sein, denn es kam seitdem nicht wieder vor. Ab und an lässt du dich kurz hineinlegen, meist wirst du aber wach oder nach 5 Minuten so unruhig, dass wir den Versuch wieder abbrechen.

Du bist nach wie vor am liebsten bei deinem Papa oder mir. Du brauchst den Körperkontakt einfach sehr. Aber immer öfter lässt du dich auch mal kurz ablegen und du schaust dir ganz neugierig deine Umgebung an. Unter deinem Spielebogen hältst du es ganz gut aus. Du beobachtest den Frosch und ein paar Mal hast du ihn auch schon mit deinem Fäustchebn in Schwung versetzt.

Kleiner Mann, ich könnte ewig davon erzählen wie schön, bereichernd und anstrengend das Leben mit dir ist.

Du bist die Erfüllung meines größten Wunsches.
Ich liebe dich!

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