Der erste Tag alleine

Ich hatte die Befürchtung, dass der kleine Mann meine Nervosität riechen könnte und die Nacht zum Tag macht, aber im Gegenteil, bereitete er uns eine echt erholsame Nacht. 

Ich stand morgens mit dem Freund auf, das Baby schlief noch ein bisschen und ich konnte mich in Ruhe anziehen, Haare machen, die Zähne putzen und mir meinen Malzkaffee (bäh!) zubereiten. Yeah! Das sind Dinge, für die ich auch schon den halben Tag brauchte. Mir kann heute keiner mehr was!

Der Freund verabschiedete sich als das Baby zu moppern begann. Nach einem Boxenstopp gab es für uns beide erst einmal Frühstück im Bett. Der kleine Mann war unheimlich gut drauf. Ich spielte ein bisschen mit ihm bis er sein zweites Frühstück einforderte und anschließend auf mir einschlief. Ich liebe das sehr! Es ist so schön, wenn er sich richtig ankuschelt und man spüren kann wie er immer mehr entspannt. Da wird es mir richtig warm ums Herz.

Oh wait! Da wurde es wirklich warm! Ich weiß immer noch nicht wie er das anstellt, aber da hat er Houdini-mäßig neben die Winde gepullert. Reife Leistung, kleiner Mann!
Kostümwechsel für uns beide! Zum Glück hatte ich ihn noch nicht tagfein gemacht. Umgezogen ließ er sich sogar kurz ablegen und ich konnte mich umziehen.

Es sind die kleinen Dinge, die zählen. Denn ich habe ein Baby, das sehr gerne bei Mama ist oder zumindest immer jemanden um sich wissen will. Da sind solche Momente wirklich besonders.

Ein wenig Haushalt mit Baby im Arm ging auch und dann wurde wieder gespielt. Inzwischen ist der kleine Mann deutlich aufmerksamer, und schaut sich mit großen Augen um.
Nach einem Schläfchen ganz ohne dauernuckeln (yeah!), Wird wieder gespielt.
Der kleine Mann ist heute bester Laune. Er steht auf Musik und wird richtig aufmerksam. Als ich ihm ein Lied vorsang, das ich in der Schwangerschaft oft hörte, schenkte er mir eim breites Grinsen.
Das sind diese Momente! Hormone, Muttetglück, nennt es wie ihr wollt, aber da flossen erstmal ein pasr Glückstränen. Ich kann es noch immer nicht fassen! Der gehört jetzt zu uns! ❤

Den restlichen Vormittag verbringen wir mit Stillstopps und kurzen Schläfchen. Irgendwann kam ich auf die Idee ihm ein Spucktuch über due Augen zu legen und zack, fand er zur Ruhe. Ich konnte ihn sogar ins Beistellbett legen und mir Mittagessen warm machen bis er merkte, dass ich nicht da bin. Nochmal kurz stillen und schon schlief er weiter, insgesamt gute 2 Stunden. Ohne mich geht es nicht, aber das ist ok.

Ein kurzer Spaziergang zur Spotheke, Bank und Post war auch drin und schon war der Freund wieder Zuhause.

Viel geschafft habe ich nicht, aber es war auch nicht mein Ziel. Im Gegenteil. Ich wollte einen ganz entspannten ersten Tag mit meinem Baby verbringen und das ist uns gelungen. Ich denke, mit der Zeit werden die Freiräume größer und der Alltag wird uns schnell genug einholen.

Die Wollmäuse fühlen sich ganz wohl und noch stört es mich noch nicht so sehr. Ich genieße es so sehr, wenn er mich angrinst, such an mich schmiegt oder seine kleinen Händchen fest in meinen Pullover krallt, während er mich beim Stillen ganz intensiv anblickt. Dann gibt es nichts, das wichtiger sein könnte.

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