Alles hat ein Ende

Ab morgen beginnt ein neuer Alltag.
Nach fast 7 Wochen wird der Freund wieder arbeiten gehen und das Baby und ich alleine sein. Das fühlt sich komisch an und ich gestehe, Ich bin aufgeregt!

Wir werden sicherlich (miteinander) klar kommen, stillt der kleine Mann ja ohnehin die meiste Zeit. Aber das Drumherum wird spannend. Denn gerade durch das Dauerstillen bin ich echt eingeschränkt. Mal eben etwas zu Essen machen, ein bisschen aufräumen oder einfach auf die Toilette gehen, war eher schwierig umzusetzen.
Bisher hat mir der Freund wirklich alles abgenommen. Er putzt, geht einkaufen, kocht und macht die Wäsche. Außerdem versucht er mir Freiräume zu schaffen, solange es der kleine Mann zulässt und wechselt eine Windel nach der anderen. Ich bin wahnsinnig dankbar für diese Unterstützung! Ich weiß von Freundinnen,dass das nicht selbstverständluch ist, umso schöner finde ich es, dass es das für ihn doch ist.

Ich versuche mich auch an der Hausarbeit zu beteiligen, wenn ich eben dazu komme. Vor allem wenn der Freund wieder arbeitet, möchte ich mehr wieder übernehmen, damit neben der Arbeit nicht alles auf ihm lastet. Und so verrückt es auch klingen mag, es tut mir gut. Ich mag es ordentlich und es gibt mir ein Gefühl von Normalität. Und davon sind wir noch entfernt.

Es ist noch immer alles irgendwie neu. Ich warte auf eine Art Rhythmus, aber jeder Tag ist eine Überraschung. Das ist für jemanden wie mich, der sehr strukturiert ist, echt eine große Umstellung. Es fällt mir nicht immer leicht, aber ich werde mich hoffentlich noch daran gewöhnen.

Morgen endet also die Elternzeit des Freundes. Es war schön ihn von Anfang an bei uns zu haben und zusammen ins Familienleben starten und uns langsam an einander gewöhnen zu können. Es waren sehr intensive, schöne, anstrengende und fordernde 6,5 Wochen. Ich werde es vermissen ihn rund um die Uhr um mich zu haben.

Ich bin allerdings ehrlich überrascht wie wenig Zeit man miteinander verbringt, wenn so ein Würmchen zur Welt kommt, auch wenn der Partner Zuhause ist. Es dreht sich nunmal alles um den Zwerg. Wir erlebten alles gemeinsam, das war wirklich wunderbar. Die Momente nur für uns beide sind jedoch einer Hand abzählbar.

Wie man merkt, befinden wir uns nach wie vor in der Kennenlern- und Findungsphase. Schon gemein, jetzt wo wir uns langsam ein bisschen eingespielt haben, müssen wir uns wieder neu sortieren. Ab morgen dann also 9 Stunden alleine. 

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