1 Monat Januarbaby

Mein Winterwunder, mein Herzenswunsch,
genau einen Monat bist du nun schon bei uns.

Du hast mir den Kopf verdreht!
Du bist so ein wunderbarer, kleiner Junge. Ich kann gar nicht anders als mich jeden Tag ein bisschen mehr in dich zu verlieben!

Einen festen Spitznamen hast du noch nicht. Du beglückst uns mit so vielen Grimassen und Gesichtsausdrücken, dass ich regelmäßig vor Niedlichkeit zergehe. Das hat dir schon ziemlich viele Spitznamen beschert.

Die ersten Tage mit dir waren wunderschön und fordernd zugleich. Dein Papa und ich wussten nicht so recht, was wir tun sollten und schon in der 2. Nacht standen uns die Schweißperlen auf der Stirn, weil du untröstlich weintest.

Seit wir Zuhause sind, spielen wir uns immer besser ein und wir konnten schon den ein oder anderen Weinanfall abwenden. Es ist schön zu sehen, dass ich dich und deine Zeichen besser verstehe.

Du bist ein langes, zartes Kind. Weil du so doll abgenommen hattest, verunsichert mich das noch ein bisschen. Du nimmst inzwischen zu, bewegst dich aber nach wie vor eher im unteren Bereich. Ich hoffe, du setzt bald ein bisschen Speck an.

Wir arbeiten zumindest daran! Du bist ein Stillprofi! Von Anfang an wurde dir eine super Technik attestiert. Die anfänglichen Schwierigkriten waren eher in deiner Müdigkeit und zu wenig Milch begründet. Davon ist nun aber nichts mehr zu spüren. Selbst Fläschchen brachten dich nur einmal kurz durcheinander, das legte sich aber schnell wieder.

Anfangs verzichteten wir aus Angst, dass du dann nicht genug stillen könntest, auf den Schnuller. In der 3. Woche haben wir es dann doch versucht und was soll ich sagen?! Die Angst war unbegründet.
Du meldest dich schon, wenn du Hunger hast! Oft schmatzt du und nuckelst an deinen Händen, aber manchmal schnüffelst und grunzt du auch, was dir den Spitznamen Trüffelschweinchen beschert hat.
Du bist bisher kein besonders ausdauernder Nuckler, zumindest nicht am Silikonsauger. Rechtzeitig in den Mund gesteckt, hilft er dir aber, dich zu beruhigen, sonst kannst du nichts damit anfangen. Ich könnte sehr gut damit Leben, wenn das so bleibt.

Die Schlafanzüge in Größe 50 konnten wir direkt aussortieren. Davon abgesehen, dass deine Beinchen dafür zu lang sind, hasst du die Füßchen! Du strampelst dich immer raus und bist dann im Strampler gefangen. Einteiler mit Füßchen sind also so gar nicht dein Ding. Die Bodies hingegen, trägst du zum Teil immernoch.
Oberteile und Bodies in 56 sind noch etwas lang in jedem Fall aber zu weit.

Du bist ein kuscheliges, ausgeglichenes Baby. Auch schon im Bauch warst du eher ruhig, ich bin gespannt, ob das so bleibt.
Nur bei Hunger kannst du wirklich ungehalten werden. Da bist du ganz die Mama.

Gegen Abend wirst du oft etwas unruhiger. Das war die Zeit, in der du auch im Bauch deutlich auf dich aufmerksam machtest. Aber auch das läuft meistens gesittet ab.

Einige Abende seit deiner 4. Lebenswoche und auch zwei Nächte hattest du furchtbar zu kämpfen. Ich kann nicht sagen, was dich quälte, ob es Bauchweh war oder einfach zu viele Eindrücke, aber du schriest es raus. Du hast so doll gebrüllt, dass du richtig lila angelaufen bist und kaum Luft bekamst. Manchmal waren deine Schreie so spitz, dass mir die Tränen in die Augen schossen,so sehr konnte man deine Verzweiflung spüren. Dein Wimmern bricht mir das Herz. Es ist so hart dich so zu sehen und einfach nichts tun zu können als da zu sein und dich zu halten. Wir haben viel versucht, aber am Ende hilft das am besten: aushalten und leise mit dir sprechen. Irgendwann hört es auf und du schläfst erschöpft auf meiner Brust ein.

Die Nächte sind bis auf wenige Ausnahmen ganz gut. Ich kann mich ehrlich nicht beschweren. Du glaubst nicht wie dankbar ich dir dafür bin, denn vor dem Schlafmangel hatte ich am meisten Bammel! Du hast noch keinen richtigen Rhythmus, was das Einschlafen angeht. Das nehmen wir so an wie es kommt, aber deine erste Schlafphase dauert etwa 4 Stunden. Wenn du hungrig wirst, beginnst du zu moppern oder zu quängeln. Dann wirst du gestillt und kommst ab da etwa in 2 Stunden Abständen. Manchmal sind die Abstände auch etwas länger, selten viel kürzer. Unterm Strich stehen 2 bis 3 Stillstopps bis du dann gegen 8 Uhr den Tag beginnst. Eine Nacht schliefst du versehentlich 12 Stunden durch, meine Brüste wären fast explodiert! 

Das Schlafen ist so eine Sache. Das tust du bis auf wenige Ausnahmen reichlich. Allerdings bist du nicht dazu zu bewegen im Schlafsack oder Beistellbett zu schlafen. Der Schlafsack irritiert dich und du wirst sehr unzufrieden.
Jeder Kindearzt würde die Hände über Kopf zusammen schlagen. Aber in den Moment in dem dein Köpfchen das Beistellbett berührt, wirst du wach, egal wie tief du zuvor geschlafen hast. Eigentlich findest du alles doof, was zum Thema Babyschlaf empfohlen wird. 
Du brauchst Körperkontakt und schläfst deshalb bri uns im Bett. Sobald du schläfst, kann ich dich mit deiner Wolldecke in das Stillkissen oder neben mich legen. Aber bitte nicht auf den Rücken, denn sonst wirst du wach. Minimal links oder rechts und du schläfst super. Du bist Seitenschläfer durch und durch. 

Am liebsten schläfst du aber auf mir oder deinem Papa (wenn du davor eingeschlafen bist). Du kuschelst dich an und vergräbt deinen Kopf in meiner Armbeuge oder schläfst seelenruhig auf meiner Brust, am liebsten Haut auf Haut. Du liebst es, wenn man dir das Köpfchen steichelt, dabei wirst du ganz weich.

Du findest baden super! Dein erstes Bad hast du völlig entspannt mit großen Augen umher geschaut und genossen.
Auch im Kinderwagen und im Auto bist du ganz ruhig. Bewegung ist das Stichwort! Aber getragen wirst du doch am liebsten. Das ist so schön! Bei Papa in der Trage lässt es sich doch sehr gut aushalten und ihm gefällt das auch sehr.

Du bist so unfassbar niedlich.
Du schmatzt, gluckst, grunzt im Schlaf. Wenn du aufstoßen musst, legst du deine Stirn in Falten und ziehst eine Schnute. Damit siehst du aus eie ein Babyäffchen. Das ist zu niedlich! Du ziehst die lustigsten Grimassen und hast uns damit schon öfter herzhaft lachen lassen. Dein kritischer Blick ist herrlich!

Du wirst von Tag zu Tag wacher und aufmerksamer. Wenn der Hunger nicht zu groß ist oder der Bauch gerade drückt, schaust du dich inzwischen nach dem Aufwachen erst einmal ganz ruhig um. Die streckst und räkelst dich. Licht zieht dich magisch an.
Ich glaube, du erkennst deinen Papa und mich inzwischen.
Du schaust uns mit deinen großen blauen Augen an und hörst ganz geduldig unserem Gequatsche zu. Du reagierst auf uns und ab und zu schenkst du uns ein unglaublich schönes Engelslächeln. Du kleiner Schmunzelbär!
An deinem 2. Lebenstag huschte es zum ersten Mal über dein Gesicht als du bei deinem Papa auf dem Arm lagst. Du hättest ihn sehen sollen! Stolzer kann man gar nicht sein.
Du folgst dem Klang deiner Rassel und lässt dich dazu animieren den Kopf nach links und rechts zu drehen. Außerdem versuchst du manchmal dein Köpfchen zu halten, wenn du auf meiner Brust oder über der Schulter liegst. Das will noch nicht ganz so klappen wie du es möchtest, aber wir haben Zeit!

Jeder Tag mit dir ist anders. Wir haben keinen Rhythmus und noch keine Rituale. Wenn nicht gerade Termine anstehen, richten wir uns einfach nach dir. Um pünktlich zu sein, brauchen wir ziemlich viel Vorlaufzeit, das besteht joch Optimierungsbedarf. Aber sonst lassen wir die Dinge einfach auf uns zukommen.

Das Leben mit dir ist ein Abenteuer. Du bist aus unserem Leben nicht mehr weg zu denken.
Danke, dass du mich als deine Mama ausgesucht hast.

Ich liebe dich sehr.

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3 Kommentare zu “1 Monat Januarbaby

  1. Das klingt so schön! 😊
    Lass dich bloß nicht irritieren, was den Babyschlaf betrifft. Der Prinz schlief am besten und längsten auf dem Bauch, aber auch nicht die ganze Zeit. Gaaanz lange hat er nur gepuckt und geknebelt (Schnuller fixiert mit einer Mullwindel als Schal drapiert) und mit einem zweiten Tuch über den Augen mehr als 2h am Stück geschlafen. Wir haben alles mögliche probiert, damit er seinen erholsamen Tiefschlaf bekommt, trotz starkem Moro-Reflex und hohem Saugbedürfnis. Experten und Kinderärzte hätten wohl die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen. 😉 Die Mädels sind dagegen totale Rückenschläfer! Also lasst das Baby um Gottes Willen so schlafen, wie es für euch alle drei am besten funktioniert. 😊

  2. Das mit dem Gewicht kenne ich nur zu gut. (( )) Der Prinz ist immer noch auf der 5 Perzentile und hat mittlerweile den gleich großen Po bzw. die gleiche Windelgröße wie seine 20 Monate jüngere Schwester.🙊 Aber da ich meinen Papa und Schwiegerpapa also unsere Familiengene kenne, mache ich mir keine Sorgen. Ist nur schwierig mit solchen zarten Kindern, in einer Gesellschaft, wo immer mehr 4kg Kinder geboren werden und Buddha-Babys vom Kinderarzt gelobt werden, dass sie ja so gut im Futter stehen. Brrr!

  3. Schön von euch zu lesen! Das erinnert mich direkt an die erste Zeit mit meinem Kleinen. Hach! Meiner ist im Übrigen auch so ruhig geblieben, wie er schon im Bauch und auch als Baby war.
    Wünsche euch weiterhin ganz viel Huschelzeit und ein entspanntes Wochenbett für dich.
    Liebe Grüße!

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