Tagebuchbloggerei 2/2017

Es ist der 5. Februar 2017 – #WMDEDGT-Tag! Der erste mit Baby! Here we go!

Das Baby liegt friedlich schlafend neben mir als es plötzlich bedrohlich knattert. Windelalarm! Ich bitte den Freund die Windel zu wechseln. Das ist unser Deal, ich stille, er wickelt. Ich nutze die Chance, um aufs Klo zu gehen, ehe der kleine Mann riesigen Hunger bekommt.
Ich lege ihn an, er nuckelt kurz und schläft wieder ein. Ich mache mit.

Um 6:30 Uhr moppert es neben mir. Hunger! Also aufgesessen und los geht’s. Als der erste Hunger gestillt ist, beschließe ich das Baby noch zu wickeln.
Der Kleine räckelt sich genüsslich unter der Wärmelampe. Ich möchte gerade die frische Windel unter seinen Hintern schieben als er noch einmal nachlegt. Hmpf. Also noch mal von vorne!
Zurück im Bett stillen wir noch mal bis das Baby erneut im Land der Träume versinkt. Ich dagegen versuche mich auf 30cm halbwegs bequem um das Baby herum zu drappieren. Ich schiele etwas neidisch auf Mann und Baby, die beide ziemlich gemütlich den Schlaf der Gerechten schlafen. Das ist dieses Mamasein, von dem alle sprechen, oder?

Meine Erkältung lässt mich nicht mehr einschlafen. Ich surfe durch das Internet und genieße die Ruhe. Draußen zwitschern die ersten Vögel. Es klingt nach Frühling. Gegen 8 Uhr zwingt mich meine Blase aus dem Bett. Ich nutze die verbleibenden 20 Minuten bis zum Babyalarm für Körperpflege. Himmlisch das ganz ohne Hektik zu machen. Fürs Haare kämmen reicht es nicht mehr, aber das ist okay. Das Baby hat Hunger!

Zur Feier des Tages soll es Pancakes zum Frühstück geben. Der Freund und ich haben heute Jahrestag. Außerdem umsorgt er Baby und mich so toll, da kann ich ruhig auch einmal Frühstück zaubern. Geplant haben wir weiter nichts. Ich bin leider noch nicht so fit wie ich es gerne wäre, das Baby hält noch nichts von Plänen und darüber hinaus steht morgen eine Prüfung an, für die der Freund noch lernen muss.

Der Freund trägt das Baby durch die Wohnung, damit ich das Frühstück zubereiten kann. Ich freue mich riesig darauf. Die erste richtige Mahlzeit gemeinsam am Esstisch, seit der kleine Mann bei uns ist!
Natürlich wird er just in dem Moment hungrig, indem ich die Gabel in die Hand nehme. Da muss irgendwo ein Sensor eingebaut sein! Mit einem Kissen gepolstert, lässt es sich auch am Esstisch bequem stillen und so lassen wir es uns alle 3 schmecken.

Danach verkrümeln sich Baby und ich zurück ins Bett. Einer von uns schläft, die andere macht mit. Kurz darauf donnert es bedrohlich in der Windel. Der Kleine wird unruhig, Zeit für einen Boxenstopp. Das gefällt ihm nur semi gut, denn er scheint wieder hungrig zu sein. Da kommt er ganz nach mir, mit Hunger ist nicht zu spaßen! Da wird aus dem niedlichen Baby auch Mal ein kleiner Brüllaffe.

Der Freund packt den kleinen Mann aus, damit wir ein bisschen Haut an Haut kuscheln können. Das Baby genießt das immer sehr (und ich auch!) und so werden aus stillen und kuscheln direkt 2 Stunden Tiefschlaf. Ich fühle mich danach wie ein neuer Mensch.
Der Freund hat in der Zwischenzeit das Essen vorbereitet.
Dieses Mal genieße ich wieder stillend im Bett.

Man könnte den Eindruck bekommen, dass man nichts Anderes macht als zu stillen und Windeln zu wechseln. Irgendwie ist das auch so. Die restliche Zeit verbringe ich damit ihn anzuschauen. Er ist einfach perfekt! Ich liebe seine Mimik, seine Geräusche. Die Wärme, die er ausstrahlt. Und wenn er sich an mich kuschelt, ganz ruhig wird und mich mit seinen großen Augen ansieht, könnte ich heulen vor Glück.
Ich kann es nicht fassen, dass er nun schon 3 Wochen bei uns ist! Da schaut man einmal nicht hin, ist er schon fast erwachsen.

Das Wetter ist furchtbar, wir beschließen dennoch eine Runde an der frischen Luft zu drehen. Gegen den Lagerkoller und für den Süßhunger. Mit Kuchen bewaffnet, kehren wir wieder zurück. Das Baby hat den Ausflug zum Bäcker in der Trage verschlafen. Er liebt es getragen zu werden! Und der Freund genießt es genauso. Das freut mich total! Denn damit hatten wir beide nicht gerechnet. Der Kinderwagen fristet ein Schattendasein, aber auch seine Zeit wird noch kommen.

Kaum ausgepackt, ist das Babybäuchlein wieder bereit für Nahrung! Diese Stillsession verbringen der Freund und ich gemeinsam mit einer Folge The Good Wife und Kuchen. Der Freund geht wieder lernen und mich packt das schlechte Gewissen. Ablenkung und Alltag sind echt schön, aber diese Minibabyzeit rast nur so vorbei. Ich ziehe mit dem schlafenden Baby wieder zurück ins Bett.

Die kleine Schlafmütze schnorchelt leise vor sich hin. Manchmal wimmert er kurz auf, wird aber sofort ruhig, sobald ich sein Händchen streichle. Ich könnte ihn stundenlang beobachten. Moment, im Grunde tue ich genau das. Seine Grimassen sind einfach der Knaller und ich könnte mehr als einmal vor Niedlichkeit zerfließen. Den restlichen Abend verbringen wir abwechselnd mit stillen, schlafen, Windeln wechseln.
Sobald der Freund ausgelernt hat, gibt es Abendbrot. Aber eigentlich könnte ich auch schon wieder schlafen. Vielleicht mache ich das einfach, die nächste Stillrunde kommt bestimmt!

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3 Kommentare zu “Tagebuchbloggerei 2/2017

  1. UI, ich kann es wunderbar nachspüren, … als wir damals vor 14 Jahren das erste Mal in dieser Situation waren. Es spielt sich alles ein, sie werden größer … viel zu schnell, wenn man das mal so Revue passieren lässt. Geniest eure Zeit! Lasst euch von niemanden reinreden! Ich freu mich so für euch!

  2. Hachz, das erinnert mich an die Zeit mit Baby Nummer 1. Bei Nummer 2 gab es das leider nicht mehr. Nach 2 Wochen musste der Mann wieder arbeiten, und Kind 1 morgens in den Kindergarten, und auch wieder abgeholt werden müssen, Mittagessen, Nachmittagsbespaßung usw. Kurzum: Geniesse diese Zeit, so schön wird es nicht mehr ;)
    Alles Liebe!

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