Schiebt den Wal.. (ET-6)

Auf gestern folgt heute. Die Nacht war reichlich bescheiden, was einerseits meinem Kopf (dank Schwangerschaftsgefühlsexplosion inkl. fettem Ausraster) und dem Bauch andererseits geschuldet ist. Der Hing heute nämlich knüppelhart an mir und egal wie mich bettete, es war unangenehm. Ich hätte zugern ein eigenes Ultraschallgerät, um in diesen Momenten nachsehen zu können, was das Kind da drinnen tut.

Heute bin ich müde. Ausgelaugt.

Es ist kein Geheimnis, dass ich mir schon lange wünschte schwanger zu werden. Ich hatte mir das immer so wunderschön ausgemalt bis ich es dann tatsächlich war.
Am Anfang konnte ich der ganzen Sache nicht viel abgewinnen. Ich fragte mich, ob etwas mit mir nicht stimmte. Denn ich konnte einfach nicht nachvollziehen, was all die Frauen am Schwangersein fanden. Ich fühlte mich nicht glücklich schwanger, sondern eher eigenartig, auch wenn ich sehr glücklich darüber war schwanger zu sein.
Das änderte sich schlagartig als ich das Baby spüren konnte. Ab da bekam ich einfach nicht genug davon. Ich liebe es schwanger zu sein, aber ich kann auch eine gewisse Vorfreude, meinen Körper wieder für mich zu haben nicht verleugnen. Das konnte ich mir vor ein paar Wochen auch nicht vorstellen, aber ist so.

Mittlerweile fühle ich mich oft als hätte man mich aufgepumpt und vergessen damit aufzuhören. Das Ein- und Aussteigen im Auto geht nicht mehr lautlos von statten und überhaupt ist alles, was den Bauch in irgendeiner Art und Weise einengt furchtbar böse. Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch und so habe ich eine neue Technik entwickelt, um Socken anzuziehen. Dabei stelle ich mein Bein auf die Badewanne, drehe das Knie nach außen und den Fuß nach innen, sodass ich meinen Bauch leicht (weil mehr geht echt nicht) nach vorne zwischen die Beine beugen kann. Das sieht ein bisschen aus wie ein stehender Schneidersitz auf einem Bein. Sehr elegant kann ich euch sagen, aber immerhin schaffe ich es so an den Fuß zu kommen ohne zu schnaufen wie eine Dampflock oder das Gefühl zu haben, mein Frühstück gleich noch mal wiederzusehen. Außerdem sitze ich am liebsten im Schneidersitz oder liege in der Gegend herum. Hauptsache mein Oberkörper ist so lang wie es nur geht, denn Stubbs füllt mich im wahrsten Sinne des Wortes aus bis ins letzte Eck. Und da der Kopf leider ja nach wie vor oben ist, tut das teilweise wirklich weh.

Was ich auch nicht vermissen werde ist das Gefühl STÄNDIG auf die Toilette zu müssen. Oder das Gefühl der lockeren Beine. Ich habe ja schon davon erzählt. So muss sich dieses Figürchen fühlen, dessen Beine so locker herumbaumeln, wenn man am Schnürchen zieht. Irgendwie .. locker eben.

Ich bin immer noch gerne schwanger. Ich genieße das Rumpeln und Stupsen im Bauch immer noch sehr, aber es ist auch beschwerlich geworden. Ich fühle mich schwerfällig, wie ein gestrandeter Wal, weil mir der Bauch meine Bewegungsfreieheit nimmt. Ich schaffe es nur noch über die Seite aufzustehen und muss den Freund ständig ermahnen, mich bitte nicht anzuschieben, auch wenn er es nur gut meint. Alles völlig normal. Letztlich hängt das meiste einfach mit dem Umfang und der härte des Bauches zusammen. Immerhin blieb ich bisher von Dingen wie Ischias und Rückenschmerzen (außer ab und zu mal kurz) verschont. Da will ich mich nicht beschweren. Nur mal festhalten. (Für’s nächste Mal.)

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Ein Kommentar zu “Schiebt den Wal.. (ET-6)

  1. Hihi… Das Problem mit dem Socken anziehen hatte ich auch. 😉 Habe immer im Sitzen den einen Knöchel auf den anderen Knöchel gelegt und dann die Socke „seitlich“ angezogen, nicht wie sonst mit der Ferse nach unten… Gutes Durchhalten für den Endspurt!

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