22 Tage to go

Beim Blick auf den Countdown bleibt nur manchmal das Herz fast stehen. Noch 22 Tage bis zum ET! Kann das wirklich sein?! Wo ist die Zeit hin?!

Den gestrigen Tag verbrachte ich damit zu warten.

Die Nacht war furchtbar, weil ungewohnte Umgebung und harte Matratze. Mein Körper fand das nach der Aktion gestetn nicht sehr angenehm. Dem Bauch sieht man übrigens nichts an, aber es gibt zwei Punkte die äußerst empfindluch sind und sich nach inneren Bluterguss anfühlen. Kein Wunder. Ich fühle mich gerädert, aber sonst geht es mir gut.

Nach dem Frühstück sollte ich noch mal zum CTG. Im Kreißsaal werde ich verkabelt und dann heißt es warten. Nach 60 statt 30 Minuten (weil im Nebenraum ein Baby geboren werden wollte) wurde ich wieder ebtkabelt. Das Baby ist quietschfidel und die Gebärmutter entspannt (hahaha).

Im Anschluss warte ich auf die Ärztin, die noch mal einen Blick auf Stubbs werfen möchte. Auch da ist alles super. Fruchtwassermenge ok, Baby liegt in optimaler Beckenendlage. Wieder wird mein fester Bauch angesprochen („Ja, der ist immer so.“) und ein zartes Kubdelein vorausgesagt („Ganz wie die Mama.“). Ehrluch gesagt finde ich mich ziemlich durchschnittlich und bin jedes Mal von der Aussage überrascht und manchmal etwas genervt. Mir wäre ein paar cm mehr Bauch zum Beispiel ganz recht, denn wenig Platz heißt auch Druck. Nun gut.

Dann besprechen wir die Details für das Vorgehen in Fall einer spontanen Geburt. Wir vollständigen zur Sicherhrit meine Akte bezüglich PDA und Spinalanästehsie, damit ich mich nicht mehr damit rumschlagen muss, falls ich eine PDA möchte oder alles andere nötig würde. Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste. Meine Einstellung ist mittlerweile auch eine andere.

Ich möchte es gerne ohne alles probieren, aber nur weil der Zettel unterschrieben ist, heißt das ja nicht, dass man mir einfach irgendetwas verabreichen darf. Sie versichert mir, dass man es aufgrund der besonderen Situation auf jeden Fall versuchen wird, mich auch, wenn das Haus voll ein solltw, aufzunehmen, da mir anderswo eine primäre Sectio droht. Irgendeinen Vorteil hat das alles dann doch noch! Dann drückt sie mir die Überweisung zur Beckenvermessung in die Hand, gab mir ein paar nette Worte mit auf den Weg („Ihr Baby liegt nicht falsch. Nur quer wäre es. Es liegt einfach nicht wie die meisten Kinder und davor haben viele Angst. Gehen Sie einfach von einer normalen Geburt aus!“ Gerade die osteuropäischen Ärzte scheinen da wirklich gar kein Problem zu sehen. In diesem KH sind sie da allgemein aufgeschlossener, aber man merkt den Unterschied zum deutschen Arzt doch schon) und ich darf gehen.

Zuhause schaffe ich es bis aufs Sofa und sitze dort die Zeit bis zum MRT ab. Meine Hebamme ruft an. Wir erzähle ihr was die letzten Tage passiert ust. Sie gibt mir nich ein zwei Tipps und verabschiedet sich dann in den Urlaub. Kurz vor 2 fahre ich los. Dort warte ich wieder. Nach 1,5 Stunden verlasse ich die Praxis mit Bildern meines Beckens (inkl. Babypo) die Praxis ogne endluch schlauer zu sein, weil der Arzt nichts dazu sagen wollte, ob das jetzt gut aussieht oder nicht. Die Klinik müsse das entscheiden.

Ich warte (ganz was Neues heute) also auf den Anruf, der mir seitens der Klinik noch am selben Tag versprochen wurde. Und warte und warte.
Ich kann es natürlich nicht lassen ubd befrage Dr. Google. Der sagt, sieht ganz gut aus. Ich beschließe noch durch die Stadt zu laufen und mich nach der Arbeit mit dem Freund zu treffen, besorge mir Kakao für die Nerven ubd bummle herum. Dabei kann ich das Handy keine Sekunde aus den Augen lassen. Der Anruf kommt nicht. Der Freund auch nicht. Ich warte.

Irgendwann schafft es zumindest der Freund aus dem Büro. Wir laufen zum Auto, fahren einkaufen, damit wir nicht am 24. losmüssen und brechen dann um halb neun auf dem Sofa zusammen. Ohne Anruf.

Ich weiß, dass die in der Klinik anderes zu tun haben, aber ich sitze echt auf glühenden Kohlen. Maximale Nervosität ist die Untertreibung des Jahres. Ich warte also weiter.

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