Nicht gut.

Es geht mir nicht gut. Ich hoffe, es ist nur einer dieser Hormonschübe, aber vielleicht ist es auch ein Stück Anspannung, das abfällt. Allerdings trage ich von dieser noch reichlich mit mir herum. Eine Schwangerschaft besteht leider in meinem Fall nicht nur aus Regenbögen pupsenden Einhörnern.

Heute laufen mir ständig die Tränen. Zum Frühstück weinte ich erst einmal los und auch sonst kann mich der Freund kaum ansehen, ohne dass ich losheule. Mich belastet die ungeklärte Situation mit meiner Krankenversicherung und die Tatsache, dass ich mich unbedingt bezüglich eines Wechsels informieren sollte. Das ist nichts, was man Mal so eben nebenbei macht. Leider.  Dafür habe ich aber einfach keine Ressourcen und gleichzeitig bekomme ich es nicht aus dem Kopf. Es ärgert mich, dass das so viel Raum einnimmt.

Ich hatte mir ausgemalt die letzten Wochen zu entspannen. Einfach nur die letzten Dinge erledigen und sonst einfach nur zu genießen. Aber das verhagelt mir gehörig die Stimmung. Ich fühle mich erschöpft. Und traurig. Ich hatte mir das anders vorgestellt.

In meinem Kopf kreist alles. Tausend Dinge. Aber allen voran die Lage des Babys. Ich weiß, es hat noch Zeit. Ja, aber ich kann den Kopf nicht abstellen. Ich kann nicht einschätzen wie es liegt. Am liebsten würde ich das dauerüberwachen. Mein Vertrauen und Bauchgefühl sind weg. Kaputt. Mir gefällt das nicht. Vielleicht ist das auch einfach nur der Überforderung zuzuschreiben, aber das ändert an der Tatsache nichts, dass ich wirklich Angst habe, das Baby könnte sich nicht drehen. 

Ich probiere wirklich alles aus. Das könnte auch die Krux an der Sache sein,i ch weiß es nicht. Ich wünsche mir nur einfach so sehr, dass Baby sich dreht. Damit fiele so viel von mir ab. Aktuell steht einfach alles auf der Kippe. Mit einer Beckenendlage darf ich weder Zuhause noch im Geburtshaus entbinden. Dazu kommen die Risiken der spontanen Geburt einer BEL vs. Risiken eines Kaiserschnitts. Gedanken an eine äußere Wendung. Horrorstories darüber, eine Koryphäe mit einee sanften Alternativen hunderte Kilometer entfernt. 

Ich weiß, dass ich einfach Vertrauen haben sollte. Das möchte ich so sehr. Es hat noch alles Zeit und sonst hat es möglicherweise seine Gründe. Aber ein Kaiserschnitt wäre aktuell das Schlimmste für mich. Ich wünsche mir so sehr eine natürliche Geburt für das Baby und mich. Ich möchte unbedingt diese Erfahrung machen. Alles andere fühlt sich so falsch an. Ich habe furchtbare Angst davor. Mein Kopf kreiselt um sich selbst.

Dazu kommt, dass Freund krank ist und es tut mir wirklich leid ihn so zu sehen. Ich bin traurig, weil er,statt Urlaub mit mir zu machen wie es geplant war, von einem fiesen Infekt niedergestreckt wurde. Ich hatte mich sehr auf diese Woche gefreut, da wir die letzten Monate so viel um die Ohren hatten. Ich brauche ihn einfach gerade sehr..
Nächste Woche ist er noch einmal beruflich unterwegs und das macht mir wirklich zu schaffen. War es letzten Monat kein Thema, graut es mir jetzt richtig davor. Ich will nicht alleine sein.

An guten Tagen, käme ich mit all dem zurecht, aber heute ist leider kein guter Tag. Gar nicht.

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9 Kommentare zu “Nicht gut.

  1. Ach man. Ich drück dich. Es gibt so Tage, so Phasen, da ist alles tiefgrau. Aber bald, bald, bald – ich verspreche es dir! – ist wieder Licht am Horizont! ♡

  2. Gute besserung an den Mann!
    Hey Liebes, macht dir keine Angst wegend er Lage! Ich hab grad im mutterpass geschaut und der zwerg hat sich auch erst nach der 36 SSW gedreht! vorher war er immer BEL erst im letzten ultraschall wo ich dann im kh eingeleitet wurde war er endlich im Becken. Nach der Geburt wars dann sogar die hHHL (Sternengucker) und das wo er mit fast 4kilo kaum platz hatte XD
    Habe oft die Indische Brüccke gemacht und irgendwann hat er sich dann gedreht :D

    Schick dir ganz viel Positive energie! aber glaub mir, ich hatte auch so phase, es war schlichtweg zum heulen

  3. Ich drücke dich ganz feste! Und es wird sicher alles bald wieder gut! Ganz sicher! Und ein Kaiserschnitt wäre nicht das Ende der Welt, Hauptsache, das Bay und du seid gesund. Ich weiß, das klingt platt, aber es ist doch so. ;)

  4. Fühl Dich gedrückt, feste (und nur wenn Du magst!)
    Der kleine Mann war auch ein Spätdreher und ich quasi eine indische Brücke und mich hat das auch ganz fürtcherlich gestresst.

    • Wirklich? Wann hat er sich denn gedreht? Hast du das selbst gemerkt? Hachja, dabei sollte man sich entspannen… Wenn das so einfach wäre.
      Das ist nämlich auch so was, könnte nicht Mal sagen, ob es sich gedreht hat.

      • Ich glaub es war in der 36.SSW und ich hab es nicht gemerkt. Ich hatte danach sogar noch das Gefühl das er sich weiter dreht – er hatte noch genügend Platz.
        Mir half der Gedanke bzw. war ich von überzeugt das er sich drehen wird, wenn er es kann und wenn nicht, dann weiß er warum es besser ist sich nicht zu drehen. Aber mein Wunsch war ganz klar das er sich dreht.

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