Nachnachtrag

Ich berichtete ja schon hier und hier über gewisse Schwierigkeiten was die Betreuung während der Schwangerschaft angeht.

Nun fand das Gespräch mit meinem Arzt statt. Und es verlief äußerst positiv. Wir konnten im Grunde alles klären. Er entschuldigte sich erneut für sein „unprofessionelles Verhalten“ (ja, seine Worte), er habe emotional reagiert. Man muss ihm ja auch zugestehen, dass er trotz allem auch nur ein Mensch ist, finde ich. Es sei natürlich meine Entscheidung wie ich mich betreuen lasse und auch wenn er kein Freund außerklinischer Geburten sei, wünsche er mir, dass alles so verläuft wie ich mir das wünsche und trage diese Entscheidung mit. Er nehme die Betreuung einfach sehr ernst.

Wir sprachen auch noch Mal über die Abrechnungsgeschichte und es scheint als wäre es da eher die Hebamme, die Probleme sieht/macht wo keine sind. 

Man muss ja auch Mal ehrlich sein, es kommen durchaus auch von ihrer Seite negative Schwingungen bezüglich meines Arztes. Finde ich auch nicht sooo professionell. Es ist eine ziemlich doof Situation und ich bin froh, dass zumindest eine Seite nun geklärt ist. Denn letztlich sitze ich einfach nur dazwischen, denn das ist ein grundlegendes Problem.

(Der Freund findet die Hebamne generell belehrend, sie ist halt sehr Hebamme-Hebamme, wenn man das so ausdrücken will, aber das ist ein anderes Thema.)

Ich habe jedenfalls Mal noch wo anders nachgefragt und warte da auf Antwort.

Der Arzt erklärte, dass er aus Dokumentationsgründen jede Untersuchung eintrage (was ich für sinnvoll erachte), das habe nix mit der Abrechnung zu tun.

Selbstverständlich kann man außerplanmäßig etwas abklären lassen und 2 Tage später zur regulären Vorsorgeuntersuchung gehen (wenn ich mich recht entsinne, hab ich das in meiner Twitter-TL auch schon gelesen, mit dem Unterschied, dass es sich da um eine rein ärztliche Betreuung handelt). Alles andere mache gar keinen Sinn. Er habe auch genug andere Patientinnen, die sich im Wechsel betreuen lassen und da gebe es gar keine Probleme.
 
Er bot mir an, dass er zur 34. Woche noch einen Ultraschall machen könnte, um eine Trichterbildung und eine ggf. damit einhergehende Frühgeburtlichkeit auszuschließen. Und in der 37./38. Woche, um nach der Lage zu schauen, da er dringend von einer spontanen Geburt in einer Beckenendlage bei Erstgebärenden abrate. 

Mal sehen, ob ich das wahrnehmen möchte. Ersteres vermutlich schon und zur zweiten Aussage muss ich mich noch informieren. 
Aber im Idealfall hört das kleine Wutzelchen jetzt einfach bald auf zu rotieren und legt sich richtig rum. Noch ist ja etwas Zeit.

Ab wann lagen eure Kinder in Startposition?

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9 Kommentare zu “Nachnachtrag

  1. Das freut mich dass der Arzt da so toll reagiert hat und ihr ein gutes Gespräch hattet :-) ♥

    Bei mir lagen beide Kinder schon relativ früh SL.
    Ca. ab 25.-27. Woche und haben sich dann auch nicht mehr gedreht. Ich hoffe das bleibt auch beim Nordbaby so. Nicht dass es sich noch spontan zum drehen entscheidet!

    Du kannst da übrigens auch nachhelfen:
    – Taschenlampe oder Spieluhr von oben wo das Köpfchen liegt nach unten wandern lassen. Das soll helfen dass das Kind sich mit dem Kopf nach unten dreht weil es neugierig ist und dem Licht/der Melodie folgt.
    – Tiefer Vierfüßlerstand – Popo in die Luft, Unterarme und Kopf möglichst tief auf den Boden. Das soll dem Baby mehr Platz geben und eine Drehung einfacher bzw. attraktiver fürs Kind machen.
    – Die Indische Brücke.. im Prinzip das selbe, nur unangenehmer und anstrengender, weil man das auf dem Rücken liegend macht und dann Popo anhebt bzw. den Unterkörper hochlagert. Das zeigt dir die Hebamme wie das richtig geht!
    – Moxen – das macht die Hebamme. Die hält so eine Art Zigarre an den kleinen Zeh. Aber nicht so dass du dich verbrennst, keine Sorge. Ich finde das klingt ziemlich esoterisch, aber es soll wohl einigen helfen.
    – Akupunktur – macht auch die Hebamme

    Ich drück dir die Daumen dass es sich bald spontan von selbst dreht!

    • Die Sachen hab ich auch gelesen. Ich warte die nächste VU ab und dann sehen wir weiter. Ich spüre ja deutlich, dass es sich insgesamt noch viel um sich dreht. Der Arzt meinte auch, solange es noch in Bewegung ist, sehe er das sowieso nicht so eng.

  2. Das freut mich ja, dass du wenigstens von der Seite die Situation klären konntest. Ja, der ewige Zwist zwischen Arzt und Hebamme kann sehr nervenaufreibend sein – vor allem für dich als Schwangere und dann noch als Erstgebärende! Da sitzt man grundsätzlich zwischen Baum und Borke. Aber vielleicht kannst du mit ihr ja auch noch einmal ein klärendes Gespräch führen und es stellt sich alles nur als Missverständnis heraus, weil der eine gedacht hätte, dass der andere denkt, er denke nur an sich… und keiner an dich… naja und so weiter :(

    Ich wünsche dir/euch jedenfalls nur das Beste und eine selbstbestimmte Schwangerschaft und Geburt so wie du es dir vorstellst. Dazu muss ich sagen, dass ich bei meiner ersten Schwangerschaft nicht so souverän war wie ich es mir gewünscht habe – nachgeholt habe ich das dann alles bei meiner zweiten – man weiß einfach schon viel mehr und besitzt quasi das Rüstzeug gegen solche Widrigkeiten anzugehen. Bei der ersten war ich auch bei solchen Vorkommnissen immer erst sprachlos und hinterher hab ich mich wahnsinnig geärgert über die Leute, über mich, über meine Gefühladuselei… Ja ja, nicht einfach das Ganze…

    Der Große befand sich übrigens von Anfang an in Scheitellage und die Kleine hat sich so um die 34./35. SSW erst gedreht. Also… wird schon!

    Alles Gute!

    • Danke :) Ich hoffe, dass es bei der nächsten VU richtig herum liegt. Für mein Nervenkostüm ;)
      Es ärgert mich auch am meisten, dass das Theater über mich ausgetragen wird. Denn mir geht es um die Betreuung an sich.

  3. Die Mini lag bis zur Woche 35 in BEL. Einige Tage vor dem Termin zur Besprechung des Kaiserschnittes (ich hätte nie spontan so entbunden, hätte dann auch das KH wechseln müssen), war ich zum Moxen bei meiner Hebamme. Beim KH Termin lag sie dann auf einmal mehr wie quer, und der Arzt hat von außen mit den Händen leicht nachgeholfen. Letzter Schubs, gedreht ;)

  4. Also bei mir lief alles glatt mit abwechselnder Vorsorge und meine Ärztin freute sich auch sichtlich, dass ich im Geburtshaus entbinden möchte. Geht also auch anders. 😊 Allerdings habe ich auch die nicht reguten Ultraschalls privat gezahlt. 😉
    Zur Lage… die Große drehte sich sehr wenig… ich hatte einen kleinen Bauch und relativ früh nen harten Bauch… im Nachhinein glaube ich es lag daran. Der Prinz Propeller bis kurz vorm Ende (wobei ich da ab der 28. SSW regelmäßig vorsorglich indische Brücke machte und er genau danach immer anders rum lag). Die Mini-Prinzessin drehte sich auch recht spät. 34. SSW glaube ich. Es tat jedenfalls sch*** weh! Moment ich hab da noch irgendwo ein Foto auf Instagram… ich schicke es die mal per Direct Message.

    • Äh… Sorry für den Fehlerteufel wegen Tippen auf dem Handy! 🙈
      Die Große lag ab 25. SSW oder so bis zur Geburt in BEL. Wir haben damals viel gemoxt und allerlei versucht (explizit aber gegen äußere Wendung entschieden)… aber wohl zu spät. Fangt besser vor der 34. SSW damit an, sollte es sich noch nicht in Startposition gedreht haben. 😉

  5. Ich glaube ab der 32. Woche lag meine Tochter mit dem Kopf nach unten. Muss ich aber noch mal nachgucken, davor hat sie ihre Position ständig gewechselt.
    Bei mir wurde auch jeder Besuch beim Arzt in der Schwangerschaft eingetragen, am Ende wurde sogar unten was angeklebt. Ich war am Anfang der Schwangerschaft viel wegen Krankschreibungen wegen der Übelkeit da, und gerade der Gewichtsverlauf macht ja in einer Tabelle Sinn in dem fall. Außerdem: woher soll die Krankenkasse schon wissen wie jetzt was in den Mutterpass eingetragen wurde. Außerdem bekommt soweit ich weis der Arzt eh ne Pauschale, wenn man gesetzlich versichert ist.

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