Land in Sicht

Als mich mein Arzt aus dem Verkehr zog, hatte ich zuerst ein furchtbar schlechtes Gewissen. Auf der Arbeit war viel zu tun und es war mir gar nicht recht, dass ich das nun jemand anderem aufbürden musste.
Aber ich muss gestehen, dass die Auszeit so unglaublich gut tat. Wie mein Arzt es mir auferlegte, hielt ich mich was Nestbau anging sehr zurück. Ich kämpfte also den Trieb alles andere zu erledigen, was noch aussteht nieder und verbrachte die Woche mit Serien und viel Ausruhen im Bett oder auf dem Sofa. Ich war so richtig faul. Und das war genau das, was mein Körper brauchte.
Ok, ich gebe zu so ganz gar nichts habe ich auch nicht gemacht, aber ich habe weder Möbel gerückt noch geputzt! Ich beschränkte mich auf das Surfen und Babysachen suchen im Internet und schaffte es endlich meine beiden Baby-Häkelprojekte anzufangen bzw. zu beenden. Nach dem Arbeiten war ich immer so fertig, dass ich kaum mehr etwas hinbekommen habe.

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Das Mobilé hängt nun an seinem Platz über dem Wickeltisch. Nun sieht er nicht nur nach Abstellfläche, sondern wirklich ein bisschen nach Wickeltisch aus.
Immer wieder erwische ich mich wie ich ungläubig auf diesen Platz starre und es noch immer nur so halb begreifen kann, dass dort schon bald unser Baby liegen wird. ❤
Der kleine Begleiter wird bis dahin schon mal ausgiebig von Mama und Papa bekuschelt, damit unser Stubbs ihn auch gleich erkennt. 

Nach der Woche ging es leider genauso hektisch weiter. Schon am zweiten Tag wusste ich nicht mehr so recht wo mir der Kopf steht. Ich kann nur schwer nein sagen und zudem stehe ich mir mit meinen Ansprüchen an mich selbst manchmal selbst im Weg. Ich erwähnte bereits, dass es mir zunehmend schwerer fällt mich zu konzentrieren, dazu kommt die körperliche Komponente, denn langes Sitzen ist nicht mehr so angenehm. Findet übrigens auch Stubbs und tritt mich gerne Mal beherzt unter die Rippen, wenn es wieder zu eng im Bauch wird.
Worauf ich eigentlich hinaus will ist: es war viel. Zu viel. Und die Erholung war nach kürzester Zeit dahin. 

Am Wochenende stand der Geburtsvorbereitungskurs an, also auch hier keine Erholung. Aber dazu erzähle ich wann anders mehr. Wenn ich dazu komme. Denn ich merke wie mir die Zeit davon läuft.
Nach der Arbeit bin ich meist so erledigt, dass ich eine Pause brauche. Ein bisschen Haushalt oder Alltagskram fällt ja auch immer an und alles an den Freund abzugeben ist für mich keine Option. Und Zack ist der Tag um und so bleibt nunmal alles liegen, was darüber hinaus „anfällt“. Gefühlt kommt einfach alles zu kurz.

Ich gehe gerne arbeiten, aber ich kann es kaum erwarten in den Mutterschutz zu gehen. Ich freue mich darauf mehr Zeit zu haben. Zeit mit dem Freund, für mich und das Baby. Mich noch ein bisschen in der Schwangerschaft zu fühlen, statt nur abends festzustellen wie schwanger ich doch schon bin.

Wir bekommen ein Baby! Ist das abgefahren oder was?!

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3 Kommentare zu “Land in Sicht

  1. Wow, toll geschrieben und beschrieben!!! Hast Du vielleicht die „Bastelanleitung“ für das wunderschöne Mobile? danke im Voraus`

    • Ich habe nicht wirklich eine Anleitung. Das Mobile besteht aus einem Mobile-Stern mit 22cm Durchmesser. Die Kugeln in 25 mm und 20 mm habe ich einfach nach Gefühl umhäkelt (Anleitungen gibt es da überall im Netz), ein paar kleinere Kugeln dazwischen. Fertig :)

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