Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

[14. Schwangerschaftswoche]

So schön es auch ist, dieses Geheimnis nur für uns zu haben, so schön ist es auch andere daran teilhaben zu lassen.
Bisher wissen nur ganz wenige Menschen von unserem Winterbaby.
Ich konnte einfach noch nicht darüber reden. Als würde die Seifenblase platzen. Ich weiß, das ist Blödsinn und doch fühlte sich dieses Glück so zerbrechlich an, dass ich es so lange für mich bewahren wollte.

Es war nicht immer leicht es für uns zu behalten, denn es gab Situationen in denen wäre es deutlich einfach gewesen, wenn auch Außenstehende eingeweiht gewesen wären, um die Gesamtsituation besser zu verstehen. SO fehlte einfache eine wesentliche Information. Aber das, was da gerade passiert, ist schlichtweg zu besonders, um es einfach in einem Nebensatz auszuplaudern. Nein, da braucht einen angemessenen Rahmen.

Die Geburtstage in unseren Familien treten sehr gehäuft auf. In diesem Fall war das absolut perfekt und so nutzten wir genau das aus, um die großen Neuigkeiten unseren Familien mitzuteilen.

Ich machte ein hübsches Foto von einem der Ultraschallbilder und steckte es in einen schlichten Rahmen. Wir verzichteten auf viele Worte, denn das Bild spricht voll und ganz für sich. Und dann machten wir uns auf den Weg nach Hause. Ich war wirklich sehr nervös und aufgeregt. Denn so richtig zurecht gelegt hatte ich mir außer des Bildes nichts. Ich hoffte auf eine spontane Eingebung. Wie sich später rausstellte, wäre mehr auch nicht nötig gewesen.

Unsere Familien sind völlig aus dem Häuschen! Niemand von ihnen hatte damit gerechnet!
Die Eltern des Freundes waren richtig durch den Wind. Der Papa des Freundes brauchte ein paar Sekunden, um die Worte „Du wirst Opa!“ zu verarbeiten. Man sah ihm richtig an, wie er kurz überlegte, ob gescherzt wurde, aber danach war die Freude groß. Sie erzählten, dass sie erst vor kurzem darüber sprachen und dachten, es würde wohl noch eine Weile dauern, bis wir Kinder wollten. Es war einfach schön zu sehen, wie sehr sie sich freuten. Es wurde direkt schon die Sandelecke im Garten geplant und ich betüdelt als wäre ich kurz vor der Niederkunft.

Aber auch meine Familie war überrascht und freute sich sehr. Mein Opa ist nicht mehr ganz fit, aber ich glaube, dass auch er sich freute. Er wiederholte immer wieder das Wort „Uropa“. Ich freue mich schon so sehr ihm irgendwann sein Enkelchen präsentieren zu dürfen! Einzig der Gedanke, dass meine Oma das alles nicht mehr erleben wird, macht mich traurig. Ich weiß genau wie sehr sie sich gefreut hätte. Ich kann ihre Stimme in meinem Ohr hören und sehe ihre Reaktion ganz deutlich vor Augen. Ja, das wäre wirklich schön gewesen. Aber die Menschen, die noch da sind, werden dieses neue Menschlein mit so viel Liebe auf dieser Welt begrüßen, dass es ihm an nichts fehlen wird. Davon bin ich überzeugt.

Am allerschönsten war jedoch die Reaktion meiner Mama auf unser Baby. Als sie das Ultraschallbild sah, kullerten ihr dicke Freudestränen über die Wangen. Ich musste ziemlich doll schlucken, um nicht gleich mitzuweinen. Mir dieser Reaktion hatte ich wirklich nicht gerechnet und es zeigt noch einmal mehr wie sehr sie sich auf ihr Enkelkind freut.

Ich bin völlig überwältigt von diesem Wochenende und all den Emotionen.
Ich glaube, ein schöneres Geschenk hätten wir keinem von ihnen machen können.

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