Vom Reisen und Erinnern

Es ist nun schon über ein Jahr her, dass wir in die USA reisten und doch kehren meine Gedanken immer wieder zurück. Reisen noch einmal an diese wunderbaren Orte und lassen mich das Erlebte immer wieder nachempfinden.
Ich vermisse die USA. Ich habe große Sehnsucht und Lust wieder in dieses atemberaubende Land zu reisen und noch mehr zu sehen.
Aber ich habe auch viel aus diesem Urlaub mitgenommen.

Dieser Urlaub hat etwas mit mir gemacht. Er hat mich verändert.
Er hat mit Sicherheit und Gewissheit gegeben. Ich habe mich und meine Grenzen besser kennengelernt. Ich weiß das Schöne im Leben wieder mehr zu schätzen.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich vorher das letzte Mal lachend durch den Regen lief. Ich wanderte trotz Höhenangst an schmalen Wegen entlang, traute mich aber nicht an den Rand des Grand Canyon. Ich fürchte mich nach wie vor vor Höhe, aber wilde Tiere machen mir nichts aus. Ich habe gelernt mich selbst zu halten, bin Achterbahn gefahren und hatte viel Spaß dabei.

Ich möchte mit die zu Leichtigkeit und Gelassenheit erhalten, die die Amerikaner oft austrahlten. Das Leben nehmen wie es ist und in allem das Gute zusehen. Mehr Lächeln, weniger Meckern. Geniessen, was man hat, solange es geht.

Auch Regenwolken können schön sein. Das Leben mit all seinen Facetten zu schätzen wissen, das ist die Kunst.

Ich bin mutiger als ich mich selbst eingeschätzt hätte. Ich weiß nun einmal mehr, dass mir die Höhe Angst macht, ich mich aber beruhigen kann. Dass ich die Wüste liebe. Die Ruhe, die dort herrscht ist magisch. Es gibt keine Zeit. Dort war ich ich. Mehr nicht. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so eins mit mir war.

Diese Reise hat mein Herz überflutet. Sie lässt mich ehrfürchtig und dankbar auf mein Leben blicken und einmal mehr kann ich es nicht fassen, was ich in meinem Leben alles schon erleben durfte.

Nicht nur für mich hat dich viel verändert. Auch unsere Beziehung ist an dieser Reise gewachsen und hat sich weiter gefestigt.
Wir mussten und können uns blind aufeinander verlassen. Ich hatte Respekt vor 4 Wochen ohne Ausweichmöglichkeit.

Ich gestehe, dass ich überrascht war, wie gut wir uns verstanden. Wie reibungslos all das verlief und wie gut wir aufeinander abgestimmt sind.
Wir haben viel erlebt, miteinander geschwiegen ohne dass es sich schlecht anfühlte.
Wir waren befreit von alltäglichen Zwängen und das merkte man auch. Wir erlebten, zeigten uns wie kleine Kinder die Welt, staunten zusammen um die Wette. Und wir lachten. So viel und so lange bis die Tränen kamen.

Es war eine traumhafte Zeit. Sie hat mich viel gelehrt. Und ich bin so dankbar, dass ich das erleben durfte und all das noch immer im Herzen trage. Ich hoffe, dass ich mir diese Gefühle auch weiterhin bewahren kann.

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Ein Kommentar zu “Vom Reisen und Erinnern

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