Geburtsgedanken

[6 Wochen & 0 Tage]

Man möchte meinen, dass es zum aktuellen Zeitpunkt etwas voraus gegriffen sein könnte sich schon jetzt Gedanken um die Geburt zu machen, wer sich aber schon ein bisschen mit der Sache beschäftigt hat, weiß, dass man sich frühzeitig um eine Hebamme kümmern muss, vor allem dann, wenn man nicht im Krankenhaus oder mit Beleghebamme entbinden möchte.

Es ist verrückt, dass ich mir jetzt schon Gedanken machen muss wie ich mein Kind auf die Welt bringen möchte, wo ich es doch noch nicht einmal gesehen habe.
Ich habe bereits vor Jahren gesagt, dass ich gerne im Geburtshaus entbinden würde. Das ist nach wie vor noch so. Mittlerweile weiß ich aber auch, dass der Ort alleine nicht entscheidend ist. Mindestens gleichbedeutend ist die Frage mit wem. Ich würde nicht im Geburtshaus entbinden wollen, wenn die Hebammen und ich nicht miteinander zurechtkämen. Andersrum möchte ich aber (vermutlich) auch nicht am schönsten Ort der Welt entbinden, wenn die Dame, die dabei ist ein furchtbares Reibeisen ist.

Ich weiß es nicht. Es beginnt gerade erst durchzusickern, dass ich mir all das nicht einbilde, sondern wirklich und wahrhaftig unser Wunschkind unter dem Herzen trage.
Und dennoch habe ich bereits zwei Termine mit Hebammen vereinbart und ein paar andere Hebammen angeschrieben.

Am liebsten möchte ich außerhalb eines Krankenhauses entbinden. Geburtshäuser gibt es genau zwei Stück. Für Hausgeburten gibt es 2 Teams und eine freiberufliche Hebamme. Wenn ich im Krankenhaus entbinden sollte, kommt für mich allerdings nur eines in Frage. Die Möglichkeiten sind sehr überschaubar und das obwohl wir nicht einmal auf dem Land wohnen. Es ist ein Trauserspiel. Und doch bleibt mir nichts anderes möglich als mitzuspielen, wenn ich nicht nur zusehen möchte. Ich habe also kurz nach dem positiven Test die ersten Hebammen kontaktiert und mache mir seitdem Gedanken darüber, was ich mir vorstellen könnte. Ich habe nie ein Kind geboren, ich habe absolut keine Ahnung was da auf mich zukommt. Ob ich die Schmerzen aushalten werde oder ob ich am liebsten sofort eine PDA haben möchte.
Natürlich habe ich ganz konkrete Wünsche und Vorstellungen, aber ob sich die dann genauso umsetzen lassen, wage ich zu bezweifeln.

– Vorteil des Krankenhauses ist auf jeden Fall die ärztliche Versorgung im Notfall, ohne dass ein weiterer Transport notwendig ist. Allerdings ist es auch genau diese Nähe zu Ärzten und den Regeln und Vorgaben von Krankenhäusern, die mir Bauchschmerzen bereiten.

– Grundsätzlich finde ich die Vorstellung zu Hause zu entbinden ganz schön, aber in mir steckt eine innere Überzeugung, dass ich mich zwar wohl fühle, aber nicht so sehr, dass ich hier mein Kind bekommen möchte. Will ich mich also auf eine Art der Geburt einlassen, von der ich nicht gänzlich überzeugt bin für die erste Geburt und das auch noch mit dem Risiko, dass mich „nur“ die Vertretung begleiten wird?!

– Das Geburtshaus. Mir gefällt der Gedanke in einem heimeligen Umfeld gebären und trotzdem nach Hause kommen zu können. Besonders die Vorstellung zum ersten Mal zu Dritt nach Hause zu kommen, macht mir ein ganz wohliges Gefühl im Bauch. Andererseits habe ich auch hier keine Möglichkeiten auf eine PDA, unterliege aber auch nicht den Krankenhausregeln. Aber möchte ich mit Wehen Auto fahren? Es ist nicht weit, aber man muss das Haus verlassen.

Jeder Ort hat seine Vor- und Nachteile. Ich möchte mich aber bei der Entscheidung von meinem Bauchgefühl leiten lassen. Es wird mir sagen, welche Hebamme und welchen Ort ich bevorzugen werde. Im Idealfall passt es auch zusammen. Vielleicht habe ich am Ende auch gar nicht die Wahl und muss nehmen was übrig bleibt. Aber alles in allem ist es schon verrückt sich solche Gedanken machen zu müssen, obwohl man noch nicht mal richtig begriffen hat, was da gerade passiert.

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3 Kommentare zu “Geburtsgedanken

    • Ich hab den Post direkt verschlungen! Ohne euch bei Twitter und eure Blogs hätte ich mir bestimmt nicht so viele Gedanken gemacht bisher. Ich bin da sehr, sehr froh drum!

  1. Ich hatte nun beim ersten Baby schon eine Hausgeburt. Erst war auch das GH geplant, aber wir haben uns 2 Monate vor der Geburt noch umentschieden, da wir mit Wehen auch das Haus nicht verlassen wollten. Unter der Geburt wollte ich dann auch absolut nicht weg.
    Eigentlich geht es bei deiner Wahl nur darum wo du loslassen kannst, damit dein Beckenboden entspannt. :)

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