Tagebuchbloggen. März 2016

Frau Brüllen ruft wieder zum Tagebuchbloggen auf. Also auf!

Meine Blase ist wie ein Schweizer Uhrwerk – zu meinem Leidwesen, denn es ist echt früh fürs Wochenende.
Ich messe schnell meine Temperatur, husche zur Toilette und ehe ich zurück ins Bett schleiche, schlucke ich noch meine tägliche Pillenration (Mönchspfeffer und Folsäure).

Ich kuschle mich in mein Kissen und schlafe noch mal ein. Nicht besonders lange, denn die Blase ruft erneut. Aber ich nutze die ruhige Zeit für innere Monologe und Gedankenspaziergänge. Schreibe einen Brief, den es nie geben wird.
Als der Freund aufwacht, planen wir einen Städtetrip nach Düsseldorf und buchen ein Hotel in Altstadtnähe. Ich war noch nie dort, bin aber von den Bildern total begeistert. Ich freue mich schon sehr drauf!

Gegen halb neun schlüpfen wir aus den Federn. Frühstückszeit! Ich bereite zum ersten Mal Eiermuffins vor und schnibble Gemüse, während der Bacon in den vertrauensvollen Händen des Freundes liegt. Ich liebe Bacon!
Gesättigt und glücklich verschwinde ich unter die Dusche. Ich stehe etwas länger als nötig unter dem warmen Wasserstrahl und lasse mir den Rücken massieren. Ich fröstlend stehe ich im dunstigen Badezimmer, fahre mein Kurzpflegeprogramm und ziehe mich anschließend an, weil wir zeitig in die Stadt  wollen, bevor es dort wieder zu voll wird und putze mir die Zähne. Es kann losgehen.

Wir packen uns warm ein und fahren los. Heute bin ich in Shoppinglaune! Ich brauche eine Bluse und hätte gerne eine Stoffhose. Nach einem kurzen Abstecher zur Bank kehre ich beim Kleiderschweden ein, wo ich in Rekordzeit 4 Blusen und eine Hose finde, die ich ohne anzustehen, anprobieren gehe.

Wider Erwarten erleide ich bei meinem Anblick im Licht der Umkleidekabine keinen Nervenzusammenbruch. Und zu meiner großen Überraschung ist die ausgesuchte Hose sogar zu groß. Der Freund besorgte die fix eine Nummer kleiner und was soll ich sagen?! Sie sitzt perfekt! Der Freund berät mich äußerst professionell bei meiner Auswahl und nach 15 Minuten stehen wir an der Kasse, wo ich feststelle, dass mein Geldbeutel fehlt.

Shit. Der Freund springt für mich ein und ich zermartere mir das Hirn, wo das Ding sein könnte, denn verloren habe ich ihn definitiv nicht und auch Diebstahl konnte ich ausschließen. Also gab es keinen Grund durchzudrehen und wir setzten unseren Einkaufsbummel fort.
Zum Mittagessen gönnten wir uns Burger, die entgegen meiner Erinnerung leider nicht so extrem geil waren. Meiner lag mir den halben Tag wie ein Stein im Magen, hatten wir doch lieber Sushi geholt!

Nach einem Spaziergang zum Auto geht es mir schon besser. Jetzt fehlt nur noch der Einkauf bei DM, dann ist das Pflichtprogramm für heute erledigt. Ich könnte mich bei DM wirklich dumm und dämlich kaufen, aber der Freund bremste mich zum Glück ein bisschen.

Zuhause ließ es mich dann doch nicht los und ich durchsuchte die ganze Wohnung nach meinem nicht vorhandenen Geldbeutel. Als mich dann doch langsam die Panik packte, Schoß es mir durch den Kopf. Die Schublade mit den Überweisungsunterlagen! Und siehe da, dort lag er! So ein Glück! Ich habe gestern ein paar Überweisungen gemacht und muss ihn einfach mit in die Schublade geschmissen haben.

Während der Freund ein wenig zockt, schmeiße ich eine Ladung Wäsche an und setzte mich aufs Sofa und genieße dann die Stille, die nur vom Ticken der Uhr unterbrochen wird. Es tut gut einfach mal innezuhalten. Und zu meiner Überraschung bricht sogar die Sonne durch die Wolkendecke. Ich lese in meinem Fotografiebuch und lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen. Herrlich! Ich wusste schon gar nicht mehr, dass es sie noch gibt!

Wir räumen die Spülmaschine aus und ich hänge die Wäsche auf, schmieren uns unsere Brote und machen es uns mit „Picknick mit Bären“ vor dem Fernseher gemütlich.

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