Dankbarkeit

Ich bin umgeben von wundervollen Menschen und dafür bin ich so dankbar wie man nur dankbar sein kann.
Da sind all die lieben Wünsche, tröstenden Worte und der Austausch mit Frauen, die dasselbe oder ähnliches erleben mussten. All das ist mir so wertvoll und hilft mir sehr mit der Situation umzugehen.
Ich weiß, dass ich kein Einzelschicksal bin, aber dann über Konktakte mitzubekommen wie viele Menschen in meinem (virtuellen) Umfeld davon betroffen sind, ist doch noch mal ganz anders. Und plötzlich werden diese Zahlen, die ich so oft schon gelesen habe, real. Es ist grausam und ich leide mir jeder Geschichte mit. Sie zeigen mir aber auch, dass es eine Zeit danach gibt und dass es leichter wird. Und vor allem, dass es ein Danach gibt, das noch schöner ist als man es sich hätte ausmalen können. All das gibt mir Hoffnung und Zuversicht, wenn gerade nichts davon vorhanden ist.

Dieses Erlebnis hat mir aber noch mehr gezeigt. Es zeigte mir, wer meine Freunde sind und es führte mir vor Augen auf wen ich mich wirklich verlassen kann. Und das Schönste daran ist, dass ich feststellen durfte, dass die Menschen, die ich zu meinen Freunden zähle da sind, ohne dass ich etwas sagen musste. Ihre Gedanken sind bei mir und das zeigen sie auf verschiedenste Art und Weisen, manchmal auch ganz ohne etwas zu tun.

Zwei Freundinnen organisierten sogar trotz mehrerer 100 Kilometer Entfernung eine Überraschung für mich, die mich so sehr berührte, dass ich mich nur heulend an die Schulter des Freundes werfen konnte. Sie hatten mir einen Adventskalender gebastelt, damit ich jeden Tag etwas habe, worüber ich mich freuen kann. Mir fehlen wirklich die Worte. Und wirklich jeden Tag freue mich, wenn ich eines der liebevoll ausgesuchten und eingepackten Päckchen öffne.
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Dass eine dieser Freundinnen sogar in meiner Nähe wohnt ist sowas wie ein 6er im Lotto für mich. Normalerweise wohnen die tollsten Menschen ja immer weit weg, aber hier zähle ich mich wirklich zu den Gewinnern.
Ich kann mich ausweinen, schimpfen, traurig sein und jammern. Aber ich kann mich auch ablenken, lange quatschen und ganz viel lachen. Solche Menschen im Leben zu haben ist nicht selbstverständlich. Ich bin voller Dankbarkeit und Demut.

Und dann ist da noch dieser wunderbare Mann, der jede Sekunde für mich da war.
Der sich so sehr bemühte glücklich auszusehen als ich ihm vom Test erzählte, obwohl ihn kurz die nackte Panik fasste und ihm tausend Gedanken durch seinen Kopf liefen. Man konnte es geradezu sehen! Der sich schon am nächsten Morgen so sehr freute und einen Paten ausgesucht hatte. Der im Krankenhaus nicht von meiner Seite wich, mich immer im Auge behielt. Der sich so sehr un mich sorgte und schon fast etwas überfürsorglich war. Den ich nur aus dem Krankenhaus bekam, weil er wusste, dass mich gleich jemand anderes besuchen würde, der auf mich Acht gab. Der Mann, der mich auch heute immer genau im Blick hat und bei jedem Zucken sofort alarmiert ist.
Ich war nie alleine, wenn ich es nicht sein wollte. Ich konnte reden, wenn ich wollte, aber er akzeptierte auch mein Schweigen. Er verstand meine Tränen und meine Verzweiflung und konnte es annehmen wie es war. Das war mir eine große Hilfe. Ich musste mich nie vor ihm zusammenreißen. Er war und ist all das, was man sich nur wünschen kann in dieser Situation. Da gibt es keine Worte, die das treffend beschreiben würden. Liebe.

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3 Kommentare zu “Dankbarkeit

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